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Ohio Staats-bote. (Canton, Stark County, Ohio) 1846-1851, January 19, 1848, Image 1

Image and text provided by Ohio History Connection, Columbus, OH

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fitWsch Der Subscript.on«-Pre istßi 50 «n»
Milglt Aorausbkjäylung in Baergeld »derO
•n« die Zahiuilg nach der ersten Hälfte de«
g»fchicyt. Spater Aayiend h^btii K» 56 ju
»»»richte!'., stein Untcrfchrtifftr wird für einen fitr*
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Ah«chtet werden.
Mottate angenommen auch
O«nn »lkZeitung nur dann ausgegeben n erden, lpemt
«te Rückstände abbezahlt sind. E.ne Deinachltssi.
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»ie Zeitung »or »cm Ende des ^ahrs aufzutÄn.
#», wtr»a(» tiitt Erneuerung der eSubfmttieii
trachtet Mittheilungen und Sricfe sind postfceifr
fflttt.
Oicfe Beringungen wtiden pünktlich be»
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^Dle AmerLLanerinnen.
W't foinmi'd, bag diese Länder »«r
So schöne §raunt malen?
Daß sie allem auf dieser Flur '.
Wie sel'qe Enge! strahlen ..
Denn flog ich alle Himmel durchs
Kaum fand ich Ihresgleichen^ ..
3m Feen schloß, in Kaisersburg^,. ...
Wird (|i kein Engel erreichen. ,t,
Ihr Auge qsüth so fanft und «itd,
6e klar, zu solchem Glücke,
Daß es mit ew'ger Lieb' erfüllt?
Schon bei dem ersten Blicke.
Ihr Wnchs, ibr Füßchen, Loockenhaar,
»fi'rtl Lächeln, Singen, Schweben
,.m Wer möchte sich nicht ganz und gar
y, ihren Dienst begeben?
j. W«ck, andre Frauen i» der SSM*
Vermögen uns zu fesseln -r '?.•: .:
D»ch wer sich ihnen zugesellt
Ruht vft auf scharfen Nesseln. .,
Vollkommen ist nur jedes (Slät V
tt in, Das unsre Dame« bieten.
Woher nun dieser Engeisblick?
Woher der Reize Blüthen?
^»1 ,..8 ^aS kommt daher, daß dieses Land
Der Freiheit Sieg vollbrachte,
Und Gottes Weisheit und Versand
D»es Werk also bedachte
f3 „Toll Freiheit blühe« ewiglich/^''
"V Soll sie dem Menschen fromme^
Sv muß dazu herzinnigllch i
Der Kranen Liebe komme«.
'f,, Drum stnd' ich nach der UniW
«^xs^ Hlufort nur holde Engel.
1P Es ist des Mannes höchster 8oh|^-v
ttW Ein Weibchen ohne Mängel:"
^*4 ^»Seit dieser Zeit erblühe« hier.
M« He Nur lauter Huldgestalten, ..
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k'Viv.Rri -fhif *r.f
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ahrgang 2,

ft-1Htityt-.:,$Wti
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Die mit des Himmels Glanz und Zier
Verklart als Engel walten.
MW»»,ii imakmm
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jlul dem böt)Mi,ch-schlesi,chen Gebirge.
wahre Prschlch^,
W»«i u 4. o
»i|, U /». r* f.
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r5fortihu*Ä.V<p></p>(FortsetzuRg.^
Drei Schritt vor der Thnre beginnt ein
reizender Buchenwald durch den mehrere
Wildpfade führen der Gren:jäger schlug
den nächsten ein, und wie die Zweige hinter
ibnen zusammen rauschten, schlang er den
Arm um das schöne Kmd und küßte sie, bis
ihm die Brust zersprengen wollte. Die Lieb»
hatte Pepl in den wenigen Wochen derTren
nung um Jahre gereist^ sie war noch imrnei
etwas zurückhaltend, aber die Blöoigkett u.
Angst, die bei dem ersten Zusammen,treffen
sie gepemigt hatte, war heute verschwunden
«nd sie antwortete tapfer und aus der Seele
beraus. In der Stunde, die sie zusammen
tz»raS»en. war das emfältige Kind, tas in
sinem Leien nicht über die Berge hinausge
gangen war, die fem- väterliche Hütte um
gaben, total verwandelt, alle nngeweckten
f'einen Talente, welche eine bedrodte Liebe
fö nölhig hat, waren wie Primeln nach dem
erste« warmen Regen aufgeblüht, und Karl
war so überwältigt von seinem Glücke, daß
er es nicht zu mißbrauchen waM. Es war
aber doch byhe Zeit, daß unser Paar auf den
Tanzboden zurückkehrte, denn der Pferde
Hannes, dessen jungeS Weib die Aufmerksam«
r«Q$ eines preußischen Handwerksburschen medr
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«tt gebührlich auf sich gezogen hatte, und
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das braune Bier und die Eifersucht v
4 MJI gleich einheizten, war, wie man sagt, fertig,
ilitb fing an Spektakel zumachen. Schon
hatte man ihn und den Gesellen auseinan
derreißen müssen, jetzt fing er mit einem
.® '4 Grenzjäger Streit an und die Pferde Hanne
a si« Meb zum Aufbruch. Zudem war es schon
KW Abend geworden der kleine Zug fetzt# stch
im
Bewegung, von dem Gespö ie der Ztzrück.
*j"%± bleibenden verfolgt. Karl hatte sich fvrtge
v#„ .^-1^ ßMjchttt und wartete im Waide. Aber m:t
tzMWtAeiten war es nichts, denn der Pier
miß DchWW«-. der in der frische« Luft erflwe
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en er kaum mehr erkannte, einen solche,
ikärm an, daß dieser Pcpi losließ und thi
,«flüsterte: „Laß morgen die Bodenthltr o.
f«n!/—So verliebt der Gren jäger war, so
hatte er doch Ueberlegun, gen,«g. die Bau
ei n und ihre Kinder nicht anfjureizen, denn
ver Haß gegen die „Schwefelkerle" und die
„Grnniöcke" ist ein so gründlicher, daß e«
fes, die Oberhand behalten konnte. Zudem
war der Hannes sonst ein guter Kerl, und
Pcpi's wegen mußte Karl mit ihm und sn
uem Weibe Freundschaft halten er ging da
her, während die durch Tanz n. Trunk noch
etwas aufgeregten Wnber die beiden andern
Männer beschwichtigten, znrück und warf sich
auf sein Lager, den« gegen Meernachs de
gann sein Dunst.
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Der Paschhampel hatte diese Rächt einen
.uptstreich vor er wollte eine „tdeure
Hucke herüberschaffen mit seinenWollstoffen,
wo am Stück ein Gulden zu verdienen roai.
Hinter dem Ivhannisbade liegt ein alter
Bergstöcken, nnstmals, da hier noch aukGold
«nd Silber gemuthet wurde, die goldene
Freiheit" genannt. Jetzt möchten d»e Ein
»ohner Schulden halber, ihr Flecken hieß
*W „Freiheit," denn sie sind von freien
Gildermännern freiherrltche Unterthanen ge
worden, die nichts vor den Bauern zu rechte
haben, als ltnderen Frol noienst. Am Fle
cken vorbei stießt das wilde BergwasserAupa
bis zur Stadt Trautenau hinab, wo viele
Kaufii'ute g»ebt, die mit den Paschern Ver
kehr haben. Freilich sitzt die jhtze auch am
Fleck und die luse muffen vorsichtig um sie
verum schleiche»!, den« das Kommando der
Grenzwache ist dort und facht die Kaufleute
fleißig mit Visitationen heim.
Der Paschhampel hatte die Hucke bis in
ein Dorf zu dringen, das halbwegs zwischen
Trautenau und der Freiheit liegt, und war
glücklich bis über den Posten nach Ma«schen
burg hinausgekommen. I tzt wurde er tuh
ner, da er bereits im Rucken der Jäger war
und schritt im gleißenden Mondlucht über die
Wiesen. Da hielt er pldtzlich still und horch
ft im Augenblicke aber sah er eine dunklc
Gestalt über die Wiese laufen, offenbar, um
ihm den Rückweg abzuschneiden, wahrem
zwanzigSchritt vor ihm ein Mann austauch
te„ der „H a t" rief und das blitztitoc e
wehr anschlug. Der Paschhampcl war nichl
der, der eine Minute verlor— er machte einr
Seitenwenduug und lief über die Berglehn«
Hinauf, und hatte die schon erstiegen, als dir
Grenjjäger an ihrem Fuße anlangten. Mu
fluchtigen Schritten eilte er dem Rehhorn
tu, einem schönen, runden Berge, der dae
rechte Aupenthal begrenzt, und obwohl er
nicht lief, sondern nur ebenmäßig schnell
.,ing, gelang es den beiden Jägern, die seine
Verfolgung über eine Stunde weit fortsetz
ren, doch nicht, ihn auch nur zu sicht zu
bekommen. Er war durch diese Flucht wei
rer von feinem Bestimmungso.t und eben
von feiner Heimaih gekommen, die Anstren
gunq, mit semer yucke auf D?m Rücke«, eine
io weite Strecke zu laufen, hatte ihn gan
erschöpft. Der Hampel kannte Alles unt
war weit bekannt im ganzen Gebirge e
brauchte daher um eme Unterkunft nicht ver
legen zu sein. Er war auch, seit er die Ver
folger los gewerten, langsamer gegange,
ans stieg nun. vorsichtig sich tm Schatten
haltend, den Waldweg hinab. Hier lägen
iwischen Ebereschen und Kirschenbäumen
rings von aufschießenden, waldige^ Birgen
umgeben, ein paar Bauernhöfe
Die tternacht war schon vorbei— er
hätte gern seine Hucke untergebracht, denn
n s tbaufeuchte Gebüsch mochte er sich nicht
verstecken, damit die Zeuge darin keinen Scha
de« litte«. Vorsichtig nahte er sich einem
Hanse »nd barg die Hucke unter deu dürren
Reisbündeln, welche unter dem Schoppen
dache aufgeschichtet waren. Ein Hund bellte
im nächsten Hiuse, der Paschhampel nach
dem er sorgfältig gefühlt, ob daS 9fci(T, auch
überall zuveck.', gini nun an'6 Fenster
Der Mmd schien in die Stube hinein bis auf
das zweifpÄnnige Ehebett der mslente un
weit des großen Kochofens. Wie der Harn
vek an die Glasscheibe flooftr, bellten nocv
zwei andere Hunde—der Bauer fragte zwar
.— ..... „»e? »6,^ aber der Paschhampel, de« dir
sing bei Anblick Ksrps, Hmtde fthe« gemacht hatte», »ar jchv« weß
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ihm) tiri.iij!
am Enve doch, trotz des Kaffees u. Scknap- ,m bellen Mondschein stehendenPaschhampel
Medigirt und herausgegeben von H. I. Rochnagel.
Man to»«, Stark Caunty, Ohio, Januar 19, IS ms.
?om ^.Ilster uno les nun, feinet Bürde er
leichtert' in den Wald.
„Verdammter Kerl," keuchte eineStimme
—„Die verfllichtett Hnnde V^mwortete eine
a idere, „ich schieße morgenvieBestien todt.'
Dieses Gespräch ward im vollem Laufe ge
führt, denn die beiden Grenzjä^er, w:ldi=
ben zu den Häusern herabstiegen, hatten de»,
kaum erblickt, als sie auf ihn Jagd machten
Es war eine andere Patrouille, die vonMar
ichendorfaus streift», und der Paschhampel,
obgleich seiner Bürde ledig, hatte es mit eut
paar geübte« Häschern zu thun, die ihn un
ausgesetzt verfolgt. «. Er hatte zwar zwan
zig Schritte Vorsprung, aber er halte ver
säumt, sich in ten hohen W4d zu werfen,
und aus dem Gesträuch, mit dem die Berg:
lehne bewachsen war, ragte er, wenn er auch
^oft sich bückte, doch mit dem ganzen Kopf
heraus.—Endlich erreichte er die ^öqe und
lief oben einige Schritte ganz sichtbar über
den Kamm, dann bückte er sich und warf sich
im Dick.cht anf den Boden nieder. Die
Grenzjäger langten 2 Muiuten später keu
chend an, sahen nach allen 'Berten um mil
fluchten mörderisch, daß ihnen Der „Spitz
bub" entkommen sei.
Da sie von der Verfolgung sehr ermüdet
waren blieben sie einige Minuten stehen
uno gingen dann am Saume fort nachMar
Echendorf zu. Der Paschhampel Hob, nach
dem auch ihre Schritte verhallt a area, den
Kopf in die Hohe, wagte aber nicht, auf det)
Kamm hinanozudrechen, weil er fürchtete,
die Jäger könnten irgenowo im Dunkel ste
hen geblieben sein. Er schob daher wie e»n
Hirsch bei'm Absetzen deu Berg wieder hinab
uno dl»eb im Schoppen des Hauses sitzen, wo
er seine Hucke verjicckt hatte, uno woUre war
ten, bis es Tag wurde. Die zweimaligcVer
sOlgung hatte ihn höchst vetdrußiich gemacht,
„sie ist doch vut Hundeleben," brummte er
oor sich Diu, „und d»e Knochen thun es auch
nicht mevr. jpaiten muti die Kerle noch tun
Viertelstunde gejagt, ich hatt' mich geben
müssen. Was hat Der Kaiser davan, daß er
uns armen Leuten das L.'beu so sauer macht
—das war Niemals itn Gebirge, daß so aus
gepaßt wurde und daß es hier so viel Aufse
yer gab. Wenn man nur schon seinen Lap
pen un Trockner. Hatte es ist Gott ver
i?it) mir die Sunde ei« verfluchtes Leven
oeut zu Tage
Der Paschhampel dachte an sei« Weib u.
seine K nder,—dann wurde ihm so nnerklär
ltd) bange, als gäbe zu Hause ein Unglück
Lr stand auf und schüttelte sich, als wolle er
trüben Gedanken abwerfen, aber es ging
nicht und es wurde ihm immer banger und
rauriger. Da hielt er's nicht mehr aus und
pochte wieder an's Fenster. Der Bauer
sprang nun aus dem Bett, während das zer
Einste Gesicht seiner Ehehälfte Hinter dem
Lorhang sichtbar wurde, uno fragte „Sa
krement, was ist denn schon wieder?"
,Er kam an s Fenster— der Paschhampel
lab «Ich zu erkennen—der Bauer ließ ihn zur
thur herein.—„Wo kommst denn Du her?
„Heb mir die Hucke auf. Krause ich hol
sie heut Abend wieder ab, d«e Jäger haben
nich zweimal voraehabt.''^S'ist gut. Ham
vel, f'st gut! Ws willst Du denn hm
,Ich muß nach Haus, sollt' ich heut Abend
licht kommen. Krause, so schick zum Endel
auer in der jungen Buche—abtr ne da ist
soch besser ich komm selber Acjes Krause
Idjes Kr ausin nicdtS für ungut, daß id
sie aufgeweckt b-ib*1— „I Herr je' Hampel,"
.imrortete das Wetb, „wenn Er nur glück
lich ausgewischt ist! W iS macht denn die
Zeinige „Alleweil war'n gut, Krausin,
schönen Dank fur die Narbfrag. Na Adjes
Er ging and der Krause machte die Thür
hinter ihm z«, und bevor er und fem Weib
wieder einschlief, schimpfte« sie erst noch
eine gute Weile auf die Jäger, die den a
men Leuten ihr Bischen Erwerb schmälerte,,
und ihre Sache wegnähmen*: ^kjvi|
(Schluß folgtD ti 1^1
Der U itergang des Dawpfbootes „Pkw
mr'' auf dem Michigan-See wird der Tm«
kenb-it res Ingenieurs zugeschrieben.
Ein Brief yon dem Platze wo das Wrack
des „Talisman" liegt, Mtzt an, daß man
17 LejchWUne und 500 Dollars baares Geld
«Mm,»»,, hat. Haß gelt e*» hoKkOtlich
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n die rechten Hände kommen,
in die Hände der weniqen Geretteten.
In dnnklen Stunden in dunkler Rächt,
Wen» oftmals ke« Sternchen
Da kommen Gedanken so trübe unh schwer,
Ca fühlt sich das Herz oft traurig und leer
Die Bilver vonzlängst sdjon vergangenerZett,
8on alten Freuden, von altem Leid,
i'en alten ncff.'n u.» -»,« 8u8, «Monomischen Schluss?.
-«f fülle» bewegen und eugen die Brust
Oie sonnigen Tage der Jugend, so fchön
Sie werden am Geiste vorüber dann geb'n,
Und lächelt unS freundlich und lieblich noch
an.
Auf mühsamer, vielfach verschlnnger Bahn.
Da wünschen w f.'! nend oft wieder zurück.
Die heiteren Tage, da6 iuhige Glück.
Doch weiter und weiter gehts fort anf der
Bahn,
Kem Sterblicher hielt je das Schicksal noch
an.
Ein Trost, tint Hoffnung bleibt Allen ja
noch.
Sei stürmisch das Leden, die Ruhe komm
doch.
Ein Hafrtt der Ruhe ist Allen bestimmt.
Wo Freu'o, so wie Leiden ein Enoe doch
i nimmt.
R. Schlot he
1
Vom Monde spricht man schen weniger
gut, denn man sau ihm nach, daß er alleMo
nat einmal „voll" sei, auch bemerkt man,
daß er sowohl vor- wie nachher nicht nur tm
„Horn" sondern sogar zwei annimmt. Auch
geht er md wie die Senne seinen stillen re
gelmäßigenGang am Tage, sondern läßt sich
bei Tage wenig sehen, und treibt sich Nadus
am Himmel de»um, und dann selbst kommt
er unregelmäßig und manchmal erst amMor
gen. Got: weiß, wo er so lange stecken u ag
Man sollte das um so weniger von ihm erwar
ten, da er e»stens im Kalender und zweitens
bei deiGascornpagny angestellt ist. Im Ka
lender ist er zwar immer zu finden, manch
mal aber sehr roth und voll, als habe er zu
ml getrunken, «. dann wieder ganz scbwarz,
als sei er inPrngele» gewesen. Ja einige gin
gen sogar so weit, daß sie seiner schwaazen
Farbe im Kalender wegen meinten, er fr 9
ein Neger und habe von Rechtswegen nach
dem Kanonenschuß draußen nichts mehr zu
sacken. Doch dies sind nur Vermuthungen.
Em wichtiger Punkt ist aber bis jetzt nech
unentschieden^ so viel man auch darüber ge
stritten hat. ob er ein Mann oder ein we-bli
ches Wesen sei. Obgleich wir nun immer sehr
auf Seiten unserer Landsleute sind, und die
se ihn als einen Man annehmen, da sie „ter
Mond" sagen, so sagen die Griechen, Latei
ner, Franzosen, Engländer u. s. w. doch ins
gesammt, daß
er
sagt „bae Selene", der Lateiner „Luna", der
Kranzose „la Lüne", und derEngländer sagt,
wenn er feiner erwähnt, „She".) Ist er also
«»«etmvie, ««d Hk ßewEr, ß»Oe m«
ur,Vi4 b.r 1^5.", tz ^-.7« z
ADe?auntmab«ng'e».
setzen
mcht
ein Weib sei. (Der (Arieche
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ein^unuten kostet (3, 6 Mcnate $ S, Jahr
(Sine UaJit Spalte »Msnate einzurücken $ 8, »M».
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nat- Nstiti l», «JWÄato #*7
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Üfcher unt franjSstscher Sprache
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d.h.
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Himmef
wacht.
T'J
®a
—TT"*'—
Mäßigkeit.
SiUlne, Mond und GaSlamp ett.
In unserer gunit Staot(N- Orleans) soll
eine Maßigkeitszcitung unker dem Namen
ver—Sun or Temperance(Mäßigkeitesonne)
herausgegeben werden. Daß Mäßigkeitsvei
eine, wenn sie mit gutem Willen und bei
wirklichen Absicht Gutes zu stiften, geleitet
werden, sehr viel genutzt haben, kann wohl
Niemand bestreiten, welcher längere Zeit in
Ländern lebte-, in denen der Verbrauch von
geistigen Getränken übertrieben afcro, aber
eben so wenig kann man läugn n, daß sie
häuft) durch übertriebenen Eifer ihrer
Mitgl ever sich lächerlich machten in den Au
gen der Leute, so wie auch, daß sich V^ele da
runter befinden, die nutender Mäßigkeit an*
Dtrt tigennutzigeZwkcke verfolgen. Die Son
ne ist ein gutes Bild der Mäßigkeit. Sie geht
nüdstein immer eine und dieselbe Et»aße,
auch sa^tman von ihr manchmal, daß sieWuf
»er ziehe, welches ja das Hauptelement der
Ltäßigkeitsvereine ist. Wenn sie beim Auf
gange manchmal sehr roth aussieht, so mag
das wohl von der Muhe kommen, dtc es ihr
macht» den mmelsweg hinauf zu klimmen,
so wie am Avende ihr rotheö Aii.iitz wahr
scheinlich von der Eile herrührt, die sie hat,
um den Ber-t Hinunter zu laufen, damit sie
nicht nach Sonnenuntergang untergeht.
l,"M
6
„b"
einfalle#him.»
,-Jst heute nicht der vierundzwanzigste
fragte ich zerknirsche.
Freiltd»," erwieverte der Bankier tt^r
ber the dansant, zu welchem ids so frei war,
Sie einzuladen, hat bereits am vierundzwan
Ugsten vorigen Monats stuttqefunden. Man
hat Ihnen wahrscheinlich in Ihren Hause die
schriftliche Einladung einen Monat später
eingehändigt."
Ja," erwiederte ich niedergeschmettert,
„mein nachlässiger Hausherr bat die Einla»
funa gewiß so lange liegen lassen und ich da-
n'*f
rttitau auf s at im geach-et.
mm Sie es nur
ja
nicht
tw-ri*--,
uiilf1 fur de ferner? Orinrüctuag dtf
Bierrtt« SS Sent. Em
B-rrrct 3 JU.cua.
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»namiändiger, a,s Dam. „voll"
^r'"6 "lV "N'm orrrhr«
iT-PrCt"i'r,n- Daß fr ,i#
JRann fei, dafür haben wir übrigens eine«
r. tr&V'
ja nicht nur
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jr6fr hömrrirnflfiit'r $(*«
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«»ffrht, io Fornm« wir
b.,e^.
nfrn^mfH,'' x"'" Mi'tirn ffal
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Söifrr» »friSh.
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xl„r V "r"6 """"»mal nicht fcflit
»"f"»' rrd,n,t. ,st
Pkckvogcls. "te,
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i» mir, $frr
ZtiltvA*
frogtf mich brr Smifier. S
''®a"n S' n ch, so mich auf
f« ju einem the dansant einzuladen?"
fragte ich mich meinerseits.
Sn rintm the dansan, wiebe^etttl«
mif
""er in seinen gegenwSitim»
UmfJantrn leicht sau«» Miene u. f,6„
'remfd, „Sie sehen lieber Dok,or, da«
Z/"
3l"»e"l"iat
ta„„
da- ZM,cn oar
übet.
„Es thuf mir sehr leid," erwiederte der
Bankier feuftenb, „daß ein solch i öchst unan
genehmer Zufall eingetreten doppelt leid
thnt mir's, daßSie mich ,n einer solchenSit
nation gefunden. Ich habe dem Bedienten die
itrenge Weisung gegeben, daß er außer de»
Doktor Niemanden einlasse."
„Sie müssen denBedienten entschuldigen?"
bemerkte ich mit gebrochenenHerzen, und in#
dem ich denChapean, der mir t?or Aufregung
aus den Boden gefallen war, wieder aufhob.
.,Ich sagte ihm, ich sei ein Doktor er kenn#
te natürlich nicht zwilchen denF^cultäten un
terscheiden, und hat den Di ktor der Philoso
pbie und der freien Künste für eineu Doktor
der Medizin und Geburtshilfe genommen."
„Ja so wird es fein!" ächjte der Bankier
und da ich es höchst überflüssig fand, dieses
tete a tere noch länger fortzusetzen, so em-
Pfahl ich mich unter höchst verkehrtenAedens
arten denn ich war vor ?lerger kaum met
ner mächtig. Auf der Treppe rannte ich i«
meinem blinden Zorn ein zaneS Wesen um
ich glaube, eS war deSBankier^ einzigeToch
ter, die Blnme, die Venus, die Perle, der
Diamant. Ich konnte dieGestalt nicht untere
scheiden ich hörte nur d«e Worte: „Sie küü
ten doch wohl deutlicher sehe«,
jmHui Ihr
Weg Sie fuhr, l" i
Als ich wieder aufderStrasse «ak, gäö ich
mir die unzweideutigsten Beweise von Gr»b
heit. Jcb führte mich durch die dickten
Yen und strich mit den gelben 5)andfchnhe«
wider die Mauern, damit sie schwarz w«r
den: denn daS ärgerlichste war mir jetzt, daß
ich so geputzt aussah, und Niemanden, der
mich etwa dieUrsache meinerplötzlichenSd-K«
heit hätte fragen können, die Wahrheit st
gen durfte, ohne mich lächerlich zu mache«.
Nicht einmal meinem Hausherrn, der doch
die ganze Misere verschuldet hatte, sagte ich
kein Wort, sondern schlich »ich in mem Z
mer, ballte die Faust gegen mein salyrisches
Geschick, gab mir eine Ohrfeige, und als ich
darüber ärgerlich wurde, »och eine zweite,
entkleidete mich, indem ich mir die anzüg
lichsten D'uge ins Gesiche sagte, unhJcfcleu#
derte mich, ohne mir emmBissen Ad«tdbrod
Iß gönne«, sttz«ev w'S Bett. .y.müf
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