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Ohio Staats-bote. (Canton, Stark County, Ohio) 1846-1851, May 10, 1848, Image 2

Image and text provided by Ohio Historical Society, Columbus, OH

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von
die
Offiziere
Mitgliedern Dr. Libelt, L-idmig v- Mie-Iwllllgeni'orps verlangt,
ryslawsli, Dr. Cybulski, Oberst v. Biesie-
Tr-""'1!! Kandidat Szamanskt»
y n k u n 2 0 z
t, ^raf Coloredo ist Astern Morgen hier e.n
&ejroffet!, um als österreichischer Bundes­
Gesandter an die Stelle des Graft..
Münch-B,llinghanfen zu treten. ^eute
wurde die Gräfin von Landsfeld (LolaMon
tez)
gezwungen, unter Polizeibedeckung die
Madt zu verlassen. n
^E.isenberg (Rheinbaiern) 1. Apr.l.
Mnszug anS einem Privatbriefe Eben ist
das deutsche Parlament zu Frankfurt ver
sammelt, Millich von Frankcnthal ist als
Zairischer Minister auch dort, lauter
Kvlksmänner, um zu berathen, ob Deutsch
l-nd fortan eine Republik sein soll, oder ob
einem König oder Kaiser die Leitung des
ganzen Deutschlands übertragen werden
f0ß. Waren nur auch die Geltverbaltnisse
jetzt besser hier seit Menscheugedeukeu war
hier und überall nicht so rar wie
—ßtt vielen bedauerlichen Vorfällen ist
eS
schon in
allen deutschen Staaten und
Stadtchen gekommen, und wir müssen einer
ßhr verhängnisvollen Zukunft r.itgegentre-
Bereits hat Dänemark seinen deut­
Provinzen Schleswig-Holstein, welche
sich «»ch von ihrem Drucke frei machte«,
Krieg erklärt bereits begonnen).—Ruß
land steht mit 400,000 Mann schlagfertig
an den
1tttf
deutschen Grtnzen, um die jetzt er-
rungene Freiheit Deutschlands zu vernich-
fje sollen aber nur kommen In
«Uni deutschen Staaten wird Linowehrmi-
errichtet. Wir crnctttcii seit 3 Tagen.
Alles greift zu den Raffet, um sich den?
»viausbleiblichen nächst bevorstehendenKam
pfe zu rüsten. Gewehre sind nirgends mehr
bekommen alles
ist
aufgekauft, und
nach beigefügter Zeichnung werden hier Pi
^eit gefertigt zu Jeder nanus Vertheidigung.
Der obere Theil derselben besteht ausE'scn,
mite« eine lange Stange, im Ganzen 8F»ß
Lang- Gestern zogen 1500 Franzosen anf
ier Kaiferstraße nach ^»aukfnrt, um dem
deutschen Park meine beizuwohnen es sol
lt« nach sicherer %i*rutt bei-0,000 auf d-r
Grenze an der Pfalz angekommen sein, mei-
Rand.iesindei. Alles
zung.
ist
hier in Bestür­
A!so haben wir zunächst mit Räubern
und D'ebsgesindel zu fechten.
Weiß
skch Alles mit Ebre und Rnbm, alle Ge
schäfte stecken. Heute wird gesagt, daß dtr
Jtaifer
Preußische und hannoversche Generäle be
Puden sich jetzt hier, um den Marsch der
Truppen nach Holstein zu leiten.
4. April- Heute waren
werden.
menen
der-Garde,
Berlin
find
führe«.
len
®r
Gott,
Ȋfften Tagen hier aussehen
ivirfcl
Beginn der F.'lndfttigkeiten tftt
nördlichen Onttschl ond.
3 April—Hi beschäftigt
Nikolaus eine Eonstitntton für Po­
len angekündigt babe und seinen SchwiegSr
söhn, den Herzog von Leuchtenberg, zum
Könige Polens erheben wolle.
wir
Zeugen
der Eröffi'nngs Scene des Kriegs im
nördlichen Deutschland. Zwei Bataillone
preußischer Trnppen (1,500 Mann) rückten
rückten
Sie
durch unsere Stadt nach Holstein—
bildeten die erste Abteilung von 5000
Mann, welche in den
eintreffen
nächsten beiden Tagen
Die heute durchgekom­
Truppen bestanden aus der Aleran-
die an
dem Etraßenkampft in
Theil nahm. Es
nur
ist
schönes Militär,
von Mittlern Jahren.
Angeblich traf heme der Prinz Waldemar
ein.
Die Dänen haben in Schleswig Truppen
landen angefangen und Appenrode besetzt-.
.— In Copenhagen trifft man die äußersten
Anstalten, um König und Regierung in den
Stand zu
setzen, den Krieg nachdrücklich zn
Man denkt nicht daran, sich den
Forderungen der empörtenProvinzenSchles-
»ig und
Holstein zu fügen.
Hier stimmt Alles für die Sache der fetz»
tern.
Briefe
au6
Berlin melden,
stage 3
nach den
daß am Sam­
Garde Regimenter von Potsdam
dänisch deutschen Herzogtümern
abgingen. Auf dem Marsche sollten 8 oder 2
Infanterie-Regimenter und mehrere Ba-
taillone
schwerer Artillerie zu ihnen stoßen.
Ihre Marschroute wußte man nicht genau
doch wurde geglaubt, daß sie durch das Her
Hvgthnm Lauenburg rücken und über Lübeck
jp Holstein eindringen würden. Beträcknli
He hannoversche Truppen-Abtheilungen sol
zu demselben Zwecke bereuS in Bewegung
jpjVtz! worden sein.
Der Enthusiasmus in den Herzogthümern
'Schleswig und Holstein steigert sich täglich
Ueber 500 gut ausgerüstete Freiwillige ver
ließen Rendsburg, um dem Feinhe an den
»Ardlichen Grenzen von Schleswig entge
gen zu treten. Daaegen herrscht auf däni
Richer Seite derselbe Enthusiasmus. Fast je
der Mann, der Waffen zu tragen vermag,
M!$. KMphagen EinrollilllM t« eiMrei
:eg*t4-
Ins 7^...
111 den Werkstätten sab man fast nur
Es wurde zuversichtlich erwartet, daß Da
nemark bis zum 8te.i April eine Armee von
25,000Mm« guter Truppen nach Schles
wig geschickt und eine Flotte von 4 Linien
schiffen, 6 Fregatten, 6 Kriegssteamern und
etiler beträchtlichen Anzahl kleinerer Fahr«
zeuge schlagfertig haben werde.
Der Kö»ig von Dänemark
Oberbefehl über
die
men.
schätze mich glücklich, in diesem beili.qritKam
pfe für das theure Vaterland Euer Führer
zu sein. Der Kampf bat begonnen, der Dä
ne rückt an des Vaterlandes Grenze, schles
wig-holsteinischer Muth wird ihm mit Gott
den Weg üder die Belke zeigen. Schaaret
Euch mit Vertrauen an Eure neuen Führer,
die begeistert wie Ihr vou Vaterlandsliebe,
Euch zum Siege führen werden. Die edel
sten Männer und Jünglinge des Vaterlan
des eilen zn Euern Fahnen—ganz Deutsch
land sendet Euch seine besten Männer!
Auf denn mir Gott! laßt nns den Danen
jchl.igen, wo wir ihn finden bevor fremde
Trnppen uns den Lorbeer entwinden- Ziehet
mit Gott, inline Waffenbrüder, die Ihr die
Vorhut bildet, am Tage der Ehre bin ich
bei Euch, Rendsburg, den 27. März 1848.
i e i
St
u e I e
gen, an den nächsten großen gußeisernen La
ternenpfahl, kletterte, die Fahne in den Zäh
neu, hinauf und steckte den Fahnenstock in
die Röhre. Die Laterne selbst war kurz vor«
her durch eine Cartätsche zertrümmert. Der
kleine Held kehrte unversehrt unter Jubel*
ruf hinter die Barrikade zurück Ein ande
rer Knabe stand, der Miraille der Solda
teSka ausgesetzt, auf einer Barrikade und
trommelte Signale. Der Reftrendarins
Gnstao v. Lensky, bereits auf den Tod ver
wnndet, stürzte in einem Hanfe, das von
den Soldaten erstürmt worden, den Mör
dern der absoluten Monarchie entgegen, er
schoß noch einen derselben, verwundete an
dere, und sank endlich, von vier Kngeln
Durchbohrt, zu Boden.—Ruhm seine« An
denken Friede ferner A che
Ein Dienstmädchen, deren Geliebter er
schossen wurde, soll darauf einen Offizier
erschossen haben n. dann selbst gefallen fein.
Ueber die Revolution in Kassel wird fer
ner berichtet: Das Volk hat sich am lOten
vor den Hotels der verhaßten Minister ver
sammelt. Die Soldaten waren abgesandt,
die Unzufriedenen zu vertreiben. Diese be
waffneten sich jedoch, bauten Barrikaden
es entspann sich ein Kampf. Die Infnrgen
ten nahmen das Arfenal mit Sturm und zo
gen nach den Kasernen. Nach kurzer Gegen
wehr zogen sich die Soldaten zurück und die
Caserne wurde dem Boden gleich gemacht.
Einer später« Nachricht zufolge fett da
selbst die Republik erklärt sein.
Frankfurt, April.—Wi» find ver
kauft uuo mrrathen! Wir sind in den Hän
den der Bourgeois wir gehören den hohlen
Tröpfen Dahlmann, Welcker. den gutmüth
igen Pinseln Jordan, Itzstein, den Literaten
Blum und Konsorten, allen, nur nicht
dem deutschen Volke an! Die Freiheit lockte
die guten Bürger ans allen Winkeln die
Arbeiter ließen sich todtschießen, die fluten
Burger begruben sie, und werden auf ihren
Leichenhügeln tanzen. Einen deutschen Kai
ser wollen sie Haben, und viele Könige, und
viele Herzöge, und viele brave Bürger, und
eine ranje Heerde guter Hammel, die sich
vom Kaiser, von den Königen, von den Her
zögen, von den braven Bürgern scheeren'las,
sen! Deutscher Michel, deutscher Michel,
wie werden sie dich schinden und quälen,
deine vielen Herren, wenn du ihnen wieder
AlleS erercirte unblejv^" ?S noch ahnst, sitzt dir der alte Feind
rnjimmrr Mbit giaftr imt fcfcnfaw. ,,£3^/$ lernt
wurden von Frauenzimmern gelenkt, iräh#|aÄ
n
^u„j
Karlsruhe.
wollte den
Truppen selbst
überneh-
A it ft 11
des commandirenden Generals ft« Ne
heute Morgen ausrückenden Truppen.
Soldaten? Das Vertrauen der Her
zogtbümer ruft mich au Eure Spitze
ich
Prinz von Schleswig-Holstein.
In i k e n e bat das Volk den
notorischen Staatsrath Fischer in die unter*
ste Hölle gejagt und einen Anschluß anPreu
ßen beschlossen. Dem Forstmeister und an
rem Ungeziefer schlug
man
vorher
noch
Fenster ein.
e i n LS. März.—Einzelne Tba
len, die von einer wahrhaft spartanischen
Bravour unserer Bürger zeigen, und die
wir bis jetzt nicht aufgeführt finden, mögen
hier stehen. Bei einer Barrikade, auf der
die schwarz-roth goldene Fahne flatterte,
ward diese hernntergeschossen. Ein Knabe
von 13—14 Iahren ergriff die Standarte,
e i e e i e a i k a e i
die
11.
Luft gelassen!—Deutscher Michel, du bist
doch sonst so plump-warum schlägst du jetzt,
da du's kannst, nicht plump und gewaltig
drein, daß der alte Schund in tausend Stucke
stiegt! Alles zusammengeschlagen, Kronen.
Lehrstühle,
kein Schade!
neun Dränger
Marschallstäbe—an allem if:
Was du verschonst,wird zum
an dir was deinen Zorn
überlebt, ist dein Tyrann^was dii nicht^flam|^r?e^ Woodbury den Übrige« Eandidaten
vernichtest, dessen Mieder erjchm si«^--mch!vor.
w
M„t)
rend sich die Männer in den Waffen übtet/ Deutschen ans Paris mitgebracht haben'
Hann», 9. März.— Die famofe Pr
tiefe Doktrin würden die
gdma)dime'ist gestern Abend von dem Volk
abgeholt, im Triumph n das Schauspiel
haus getragen und daselbst zertrümert wor
den. Eine heitere, aber ruhige lstiinmung
herrschte während dieses Aktes-
(F a n z 0 se tt fre
e u n A i e n i a n e
Itzstein, Welcker, Kapp, Hecker und sämmt
liche Abgeordnete, welche bei der Offenbnr
ger Versa mm hing zn erscheinen versprachen,
•haben am das bertige Konnte geschrieben,
daß sie sich zurückzeihen wurden, sobald El'
süsser oder Franzosen an den Berarhungen
über deutsche Angelegenheiten Atttheil neh
men wollen, und daß sie ernstlich gegen Alles
auftreten würden, was darauf abziele,
Deutschland in eine Rcpnblick umzugestalten
In gleichem Sinne Hat Welcker an feine
Wähler in Boundorf geschrieben.
Mannheim, v- Aplil.-Unfere Stadl
gleicht eifern großen Heerlager bayerische
und hessische Truppen ziehen jeden Angen
blick hier ein und hier durch, theilS nach de.
Rheinpfalz, the,ls nach den, badifchen Ober
lande. Nur mit der größte.. Mühe gelang
es den Oberoffizieren, das dritte Bataillon
des hiesigen badischen Regiments zum Ans
brnch nach dem Oberrhein zn bestimmen.
Die Leute schrien: schickt uns nach Rußland,
da sollt Ihr sehen, daß wir tapfer sind nach
Frankreich wollen wir nicht. Alle diese ge
waltigen Trnppenbewegungen sind gegen
die5)andvoll deutscher Demokrate.i gerichtet,
welche mau von Straßburg aus erwartet.
(L. Ztg.)
S w e i z
Die Schweizer Tagsatznng hat der den t
scheu in Frankreich gebildeten Legion die Er
laubuiß zum Durchmarsch durch das Schwei
zerische Gebiet verweigert ebenso hat der
Vorort in Bern den in der Schweiz sich auf
haltenden Deutschen verboten, sich zu bewaff
neten Korps zu bilden, beides in ängstlicher
Sorge um die Erhaltung der Neutralität.
So gewissenHaft waren die Nachbaren der
Schweiz noch vor einigen Wechen gegen die
selbe nicht.
Vom Congre? ist leider wenig zn
berichten, woran unse-e Leser ein Interesse
finden würden. Die Ealifo.nia Anfpi nche
wnrden erörtert, und nach vielen Reden pro.
und-con. wurde sie passirt im Senat. Im
Hanfe wurden verschiedene privat Bills durch
die Committee des Ganzen berichtet und
passirt.
Kriegs-Nachrichten.
Herr Clifford, unser Gesandter, ist in der
HauptstadtMeriko abgekommen. Es herrscht
dort allgemein die Ansicht, daß der Frie
densvertrag von Seiten Menkes ratifizirt
werden würde. Der provisorische mexikani
sche President soll um einen 4 monatlichen
Aufschub zur Bestätigung des Friedensver
trags nachgesucht haben. Iurauta, der
berüchtigte Guerillahäuptling, ist endlich in
sichern, Gewahrsam. Derselbe nwrda von
dem Stadtvorfteher in Hnjntla verhaftet.
Eine Schlacht wurde bei Santa Ern de
Rosales, 22 Leagues von Ehihnahna am 16.
v. M. geliefert, in der unsere Truppen sie
greich waren. Das Feuern begann um 9
Uhr Morgens und dauerte 6 spat in die
Nacht, wo dann die Amerikaner den Platz
stürmten, acht Stück schweres Ges^ütz nah
men, sechs kleine Feldstücke und mehr als
eintausend Musketen. Die Anzahl der
Getödteten auf oeideu Seiten ist noch nicht
bekannt, der Verlust war jedoch auf der ein
en wie der andern Seite bedeutend. Don
Angel Trias, Gouverneur und Command
ant Ii* die unter ihm stehenden Offiziere
wurden zu Gefangenen gemacht.
Een Transport von Guanajuato kam von
40 merikanischen Dragonern begleitet in
Meriko an. Er soll $400,000 mitgebracht
haben. Ein anderer Uransport von Puebla,
Meneraldel Monte und

Barren Silber.
Das Hans von Murtot und Brüder in
derStadt Meriko wurde Nachts beraubt und
ein Clerk ermordet. Sieben von den zwölf
Räubarn sind verhaftet worden, unter thnne
einige amerikanische Ofiiziere.
Im Staate San Luis haben sich
Indianer revoltirt, deren Zahl sich täglich
vergrößert. Auch in Gnanajnto hatten sich
die Indianer empört. Eine Menge Fam
ilien von Anraten waren in Vera Cruz au
genommen, einige von Allem entblößt.
2,500
Die demokratische Staats-Convention von
Illinois hat Gen. a als ihre erste
Wahl empfohlen. Sollte General
Caß die Ernennung nicht erhalten, so ziehen
S a a s
ffiruirtsnctje tmTi ixfcjjt Maenner,
Canton, Donnerstag, Mai 11., 1848.
Für Präsident
e V u Ö a 8 6
©tr Entscheidung der R.,tional-Con».ntio»
unterwerfe».
Für Gourcniör:
I
0 n B. W
e I I v,
Uttser Agent.
Herr Sebastian Wiltz reist als
Agent für den Staatsboten und ist berech
tigt, Gelder in nnserm Namen zu empfau
gen und zn quittiren.
Unsere Angelegenheiten.
Ed macht uns Vergnügen, unser.! ver
ehrien Lesern anzeigen zu können, daß wir
nun solche Maasregeln in Bqug auf unsere
Geschäfts-Angelegenhciton gelroffeu haben,
wonach wir mit Znversicht auf eine baldige
Verbesserung in denselben hoffen dürfen.
Nach vieler Mühe ist es nns gelungen, einen
geeigneten Agenten anzustellen, der nnverzüg
lich seine Reise durch Stark- und die angren
senden Connties antreten wird, um neue Um
feri'chrcifcet' zu sammeln uud unsere Au^stän
de zu collectiren. Unsere Wahl hätte schwer
lich auf einen passenderen, mit mehr Energie
und Talent zu diesem Fache begabten Mann,
als Herr Sebastian W i tz ist, fallen
können, und wir hoffen, daß es feinen Be
müt'nngen gelingen wird, unsere Snbscrip
tionsliste in kurzer Zeit so zu vermehren, daß
wir in den Stand gesetzt werden, nicht allein
den Voransbezahlnugspreis unseres Blattes
auf einen Thaler Herabzusetzen, sondern auch
dasselbe mit n e n e n S ch ist e n unfern
verehrten Lesern vorzulegen. Mit dem festen
Entschlüsse, den Staatsboten zu einem e.up
sehliiugöwnrdigen, in jeder Beziehung ein
sprechenden deutschen Organe der demokrati
scheu Part Hei zn machen, begannen wir die
Herausgabe desselben, wnrden aber durch
beständigen Mangel an Arbeitern bis jetzt
verhindert, den ersten und nöthigsten Schritt
zu diesem ?weck zu thnn, nämlich eine Snb
scriptiensreise zu machen und unsere Aus
stände einzucollectiren. Das, was uns also
bisher fehlte, war nicht guter Wille, son
e n i e a u s a e i e n ö i s e n
Mittel- Wenn mm unsere hiesigen und
auswärtigen Freunde einigermaßen ihre
Schnldigkeit leisten und Hrn. Wiltz in feinen
Bemühungen kräftig unterstützen, fo kann
es nicht fehlen, daß wir in kurzer Zeit in den
Stand gesetzt sind, das Ziel unserer Wün
sche in Bezug ans unser Blatt zu verwirkli
chen. Ganz besonders möchten wir hier noch
die Deutschen von Stark- und angrenzenden
Connties freundschaftlichst ersuchen, an ihrer
Mitwirkung es dieses Mal nicht fehlen zu
lassen- Legt, geliebte Landslente, doch einmal
alle Vonutheile bei Seite und bewe.ist un
fern Mitbürgern englischer Zunge, daß die
Deutschen, wie jetzt im alten Vaterlande,
so auch von nun an hier, vereint und conse
qne.it zu handeln im Stande sind. Bedenkt
einmal, daß es blos von Eurer Unterstützung
abhängt, um Euch ein empfehlnngswürdiges
deutsches Blatt in Eurer unmittelbarenNähe
fest zu begründen. Wäre es möglich, daß die
Deutschen in diesem Theile der Union unbe
dingt von den großen Städten im Osten und
Westen abhängen müssen, wenn sie das Be
dürfniß fühlen, ein gutes deutsches Blatt zu
haben? Es ist unstreitig eine verkehrte An
sicht, wenn man solche Orte als alleinigen
Sitz der Weisheit der wissenschaftlichen
Bildung und politischen Rechtschaffen her be
trachtet. Wenn irgendwo Marktsclireierei n.
politische Corruption zu Hause ist, so fiudet
man sie wohl eher in großen Städten, als
auf dem Lande. Allein abgesehen hiervon,
welche Vortheile gewähren denn eigentlich
dir Blätter aus größern Städten? Wir
antworten Keine! Seitdem der Te
legraph durch die ganze Union verzweigt ist,
sind wöchentliche Blätter aus der Ferne von
kein« Werth mehr in Bezug auf die schnelle
Mittheilnng wichtiger Nachrichten. So hat
z. B. der Staatsbote, seitdem die telegraphi
(che Verbindung zwischen Massillon und dem
Osten besteht, das Hauptsächlichste der euro
päischen Nachrichten fast beständig um eine
Woche, oder wenigstens 4—5 Tage früher,
als die wöchentlichen östlichen Blätter. Wo
zu daher solche Blätrer unterstützen, und
dasjenige, welches in Eurer Mitte ist, aus
Mangel an Unterstützung zu Grunde gehen
lassen?—es sei denn, man wolle dasSprich
wort: „Kein Prophet gilt in seinem Vater
lande" faktisch demonstriren.—Vielleicht mag
auch die Ursache darin bestehen, daß man
die Herren Redakteure in großen Städten
für größere Helden in der Federsührnngs
knnst Hält, als einen Landzeitungsschreiber.
Wäre dies wirklich der Fall, so möchten wir
fragen, ob denn die Größe einer Stadt einen
solchen wunderbaren Einfluß auf die Ge
Hirns Organe der darin sich befindlichen
Menschen ausübt, oder ob es nicht blos eine
ganz irrige Meinung ist, ^entsprungen und
genährt durch gehaltlosen Schein und Pom
past. Nein, deutsche Brüder, werft solche
Äorurtheite, mewl sie tmter Euch mstw»,
von Euch und unterstützt das Blatt Enre?
Heimath, stellt dcn Herausgeber und Redat
teur nur einmal so, daß er die Aussicht auf
em ehrliches Aue kommen hat, daß er flei
ßige und tüchtige Arbeiter halten und bezahl
•lI^ntVn/
l,nb
L,
u"^fanbc
fcl*t feben, daß man nicht
nothig hat, nach dem fernen Osten oder dem
weiten zn gehen, um ein gutes deutsches
mokratisches Blatt zu bekommen. Vtzt ist eS
3eU zu beweisen, Ihr Euch selbst
unser» verehrten Lesern einen Beweis
zn liefern, daß es uns angelegen ist, nnser
Blatt so interessant zu machen, als es die
Möglichkeit erlaubt, venve sen wir sie auf
den Artikel unseres Correspondenten in New
Aork.—Wir werden künftig regelmäßige Bei
trage für den Staatsboten aus dieser Quelle
erhalten. Unser Correspondent ist ein geist
reicher Schreiber, ein ruhiger Denker und ein
großer Freund und Verehrer alles Schönen
und Edlen. Er ist ein aufmerksamer Beob
achter der Zeitereignisse, aber sWit rnhigeS
Gemüth macht ihn bescheiden in seinen Er
Wartungen und behutsam in seinen Urtheilen.
Auf den ersten Blick möchte es scheinen, ato
sei er in jenem Artikel mit der Idee,Deutsch,
land in eine Republik zu verwandeln, nicht
einverstanden. Bei genauerer Prüfung aber
finden wir, daß
er
Idee
bep
de-
achtet
selb, ein eigenes Organ
(.»rer Mitte zn befördern und auf Dauer
zu begründen. Zeigt Euch einmal liberal und
eung, unterstützt unfern Agenten, Gerrit
£tltz, seinen Bemühungen, und wir
j?^un^r daß wir weder Mühe
»och Kosten sparen wollen, den Staats-Bo
ten Eurer Achtung und Unterstützung ät jeder
Beziehung würdig zn machen.
in
geben
int Grunde mir den vor­
schnellen Tadel der Deutschen New-YorkS
rügt, die deshalb schon den Muth sinken las
sen, weil Deutschland nicht in drei Tagen
seine Fesseln gesprengt und ftine drei Dutzend
gekrönte Schurken aus dem Lande gejagt'
hat. Es ist fchwer zu bestimmen, ob die
Masse—die Mehrheit—des dentfchen Volkes
für ober gegen eine Republik gesinnt ist.
Nach mtferer bescheidenen Meinung ist
sie
weder das eine, noch das andere, indem
sie
die Idee des Repnblikanismus noch nicht
klar genug gefaßt zu haben scheint. Wir sind
wohl auch der Ansicht, daß der Volksführer
höchstes Ziel in Deutschland die constitution
uelle Monarchie war, wissen aber auch zt»
gleich, daß sie Hierin einen Fchl.5 beginge»,
den sie jetzt unendlich verschlimmern, indem
sie den günstigen Augenblick versäumen, dm
begangenen Irrthum durch Beförderung
dee
republikanifchen
wieder gut
zu
machen
denn eine konstitutionelle Monarchie ist wirk
lich ein Unding. Ob diefrlbe aber wirklich
geeignet ist,
eine
f. g. Entwicklnngsperwde
im Volks- nnd Staatsleben
zn
begründe»,
bezweifeln wir sehr Wir fürchten vielmehr
daß sie in den Händen der Herren von „®ok
tes Gnaden" gerade das Mittel wird, die
Völker wieder allmählig in die Banden einer
noch viel schlimmeren Knechtschaft zu schnitt
den, als der so eben entflohenen. Wir rufen
daher mit unserem Correspondents: „DaS
deutsche Volk wird und muß die Republik
haben!" Hoffen wir deshalb, daß das deut
sche Volk den günstigen Augenblick benutzt ».
es dieses Mal nicht bei halber Arbeit bewen
den läßt! Sein Wahlspruch sei n. bleibe für
i e e i e i e i e i
e i k e i
Eine Bauersfrau, die mit Butter und E'
em auf den Markt zu gehen pflegte, konnte
Gefchäfte halber nicht zur Stadt kommen
ste fchickte also ihre (gier und Butter einem
Stohrdalter, unweit derselben zum Verkauf.
Dieser ihr richtiges Gewicht bezweifelnd,
wiegt die Butter nach und findet, daß sie zu
kurz falle. Er sagt dies der Frau, wie sie
ihm anspricht. "Je nun," erwiederte
sie, "die Butter sollte doch richtig am Ge
wicht seyn ich hatte mein Gewicht verlegt,
und wog meine Butter gegen eins von Cure«
Pfunden Zucker." "...
E i n e k i z i e a w
„Das Vermögen welches hinterlaßen wtm
be,"|agte ein Jrländer zu letnem Recknsge,
lehrten, „war ein Schwein und ein Büschel
Grundbirnen, welches zwischen den Erben,
mir und meinen Bruder vertheilt werden
sollte. Die Erecutorien haben das Schwein
mit den Grundbirnen eingesperrt, und wäh^
rend der Nacht hat es dieselbe gefressen, und
nun wünschen wir zu wissen, W tvir
Vermögen vertheilen sollen
A u s a tZjalfchTpnftHaler Not
en auf die Bank voinDelaware sind im Um
lauf. Die Vignette ist ein Indianer auf ein
ern Felsen sitzend, die Verbesserungen der
Weißen betrachtend. Sehr blaß—i«
tector nicht angeführt. Es wurden a«
Freitag den 2] st?» April drey in der Markt-,
siraße paßirt. Unterzc^chvet S. KloK»
... Ü-- ,, V
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.lch'h 5 *'.&'#'#' "*t iC*mü
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El Chico brachte 63
von Butler ^.nüiiy.
Unser Correspondent.
nim

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