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Ohio Staats-bote. (Canton, Stark County, Ohio) 1846-1851, June 28, 1848, Image 1

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trachtet.
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^',id TtaatS-Botc trfrtcint rtflclrttagla jeden
Mittwoch. Der Sublcriptions-Prei» ist Kl 5ö uiv-
iC,»tü,}^ 3rit!f3rl,c$lU,lu"8 in Baargeld odcr S s
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(Tj* Diese Bedingungen werden pünktlich
fcichtet werden.
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(Jahrgang 2.
Die deutschen Farben.
(Von Wilt). Wa fl n r.)
Wh allen Pforten, Zinnen, Thürnien sehen
Wir Fahnen wtirhm ftolz it. prächtig weben,
Es sind die deutschen Fahnen SchwarzRoth
Ist es ein Traum Sind's dieselbenFa rbcn.
Die noch unlängst Verfolgungen erwarben?
Und schwere Bußung Jedem, der sie trug.
Dieselben nicht, die schmählich man verpönte.
Die eine feige Söldnersch'aar versöhnte.
Die man in Bauden und in Fesseln schlug?
Sind'S nicht die Farben, einft der Stolz des
Reiches,
Der Karolinger und des Sachsenzweiges,
Der Hohenstaufen mit dem Doppelaar?
Sind sie es nicht, die unser Volk getragen,
In seiner Einheit ruhmgeklönten Tagen-
Als es noch stark wie seine Eiche war
Ja., diese Farben Hcißeir wir willkommen,
Doch können- sie nur dann dem Volke from
mm,
Wen» es bewahrt der Freiheit heil'ge Glute.
Die Zeit ist um der jubelnden Entzückung,
Bei eines Fürstenblickes Huldbegluckung,
Wie sie geruhten, weil w ir selbst geruht.
Seid euern Fürsten ernste Freiheitsmahner.
In Monarchien seid Republikaner,
An schlichter Tugend reich, wie Cincinnat,
Wie Scovola, vor keinem Schmerz erblas
send.
Wie Regalus: von Manneswort nicht las
send.
Wie BrutüS, Alleö opfernd für den Staat!
Hann könnt ihr würdig die drei Farben
tragen,
In bitt rer Zelt, sowie in trüben Tagen
Ihr fürchtet dann kein drohend Feindesheer.
Die Farben leben fort in euern Thaten
Stark ist die Freiheit dann und wohl gera
then.
Und fest, gleich einem Fels im Meer.
e e
von
S. Meyer,
Revolutions- Feier.
(Schluß.)
Welche «fallende Erscheinung in der
men s i e n e s i e e i k e n w i e z
F'rankreich's Bürgerkönigs-Thron liegt zer
trümmert vor der Masse des Volkes, und
mit dem warnenden Betspiele frisch vor dem
Auge, sucht Deutschland's Despotismus Ret
tung vor dem ergrimmten Volke, suchen die
bethörten Führer des Volkes Schutz fur
dasselbe gegen die zürnenden Tyrannen in
derselben faden Comdvie des constitutionellen
Monarchthums, einem Mittelding, dem
die Fehler aller anderen Regierungen eigen
sind, ohne die Bortheile irgend einer deisel
ben zu besitzen, denn es trotzet der menschli
chen Kunst, ein dauerndes Regierungsge
däude auf zwei Principien zu errichten, die
einander in ewigem Kampfe entgegen stehen,
auf jene der Freiheit nnd des Despotismus
Das Wahre gesellet sich nicht zum Falschen.
Durch die künstliche «SKifchung entsteht ein
Bastardwerk, welches unfruchtbar bieibt, u.
dahin siecht, bis plötzlich die schnelle Auflö
sung
erfolgt. Denn es befriedigt weder Volk
noch Monarch die Kraft beider ist gelähmt,
und durch das immerwährende Wtderstre
ben entstehet der Ruin, welcher zum zerstd
.senden Ausbruch führet.
Dock siehe entrüstet über die Verstockt
heit der veralterten Liberalen am Rhein
erhoben sich des jungen Deutschland'S Frei
schaaren, deS Schwarzwalds freiheitslieben
de Volk, Baden's Republikaner erheben sich
zum Kampfe, geführt von dem trefflichen
Hecker, gegen die herbeigebrachten Eold
knechte des Despotismus. Jetzt feiert die
germanische Republik jbre Bluttaufe am
Rhein. Muth! Söhne des jungen herrli
chen RheinS! Ihr kämpfet in euerer heilt*
gen Sache, waS auch das Zwittergeschlecht
der heuchlerischen Liberalen dagegen schreiet
Muth und Ausdauer! die Freiheit will ihre
ppftir habrn! Weny auch schwarze Nacht
tut»
dann aufgegeben n erden, tvcnti
Rückstände abbezahlt sind. Eine V-machlasst.
dic Zeitung vor dem (Ende
des
Xahrß aiifjiiföu-
fc.n, wird als eine Erneuerung d?r Subfcri» tio»
be.
er-
be,
Gold,
Wie sie, vom heitern Himmelsblau umfan
gen,
Erglänzen und wie ihre Farben prangen,
Wie ihnen Alles rings Begrüßung zollt.
lieh etnen Augen Mick über der guten Saclu
gelagert hat, Muth uud Hoffiinng! balt
Drechen die Strahlen einer heitern Zukunft
indurCb!
Schmerzlich getäuscht wäre freilich das
deutsche Volk in seinen Erwartungen, seilte
jetzt, da die Zügel der Gewalt den gelähm
,en .Händen •seiner ohnmächtig gewordenen
dreißig Tyrannen entfallen, und von seine
iclbflconltituirfctt Vertretern vereinigt im
altk.iiserlichen Frankfurt ergriffen werden,
diese hoffnungsvolle. vielversprechende Ge
staltung der Umstände oitrcb die Feiaberzig'
keit und den Blödsinn dieser angeblichen
Velköve-treter selbst sich im Unding des
freien Bürge,kö-nglbums enden. Aber
sollte Wehl der, durch Volkdro.ibl erjüngte
und mit neuer Kr ift belebte Deutsche Volks
tag, die entnervende (Syrenenstiinnie des
Gottesgnädi'.en ebenfalls öreit und feine
hohe Sentutu verkennen nicht achten des
Volkes beilige Reelite? Und all fürstliches
Privileg'uin erbetteln ein cunnel'geS be
schränktes Tbetl jener ewigen unveräußerli
chen Red te, die tbm vom Set öpfer selbst
»erheben Sklaven und
Mvmmen
Als die amerikanischen Revolutionsväter
das große Erperiment der Freiheit versuch
ten, fehlte es ihnen gewiß nicht weniger, als
jetzt Deutschland, an blaßen Rathgebcrn der
Furcht, die sie von ihren Schritten hätten
zurückhalten mögen, wcil sie eine bis dahin
noch nicht verfolgte Richtung nahmen. Aber
sie waren nicht solche, die sich von dunkeln
Zweifeln und furchtsamen Besorgnissen feig
herziger Gemüther zurückschrecken ließen.
Ench liegt das Ergebniß vor, nicht in der
Theorie tyrannischer Staatsmänner, son
dern in der herrlichen Reihe feststehender
Thatsachen, bestätigt durch eiue zwei und
und siebenzig-jährige nationale E'fahrnnq.
Wo sendet die Sonne in weiter Kreisesbahn
ihre Strahlen auf ein Land, das fo frei, so
glücklich wäre, als das unsrige? Wo ruhen
die Grundlagen des Privatrechts fester oder
wo sind die Grenzen der öffentlichen Ord
nung unverletzbarer beobachtet? Oder wo
fände man ähnliche, riesenhafte Fortschritte
auf der Bahn materieller Größe und Wohl
fahrt?
konnten
dies, nicht freie Drutfche Biedermänner.
Euch poltischen Tkep.'ikern, die ihr fest
haltet an der vereitelten Idee einer censti
tntionellen Mo»drehte, trotz dem warnenden
Beispiele, das ihr eben jetzt in Frankreich er
bl cket euch rufen wir vom Lande der Frei
heit ans, fragen zu was rechtfertigt euer
Mißtrauen tum Volke? Warum zögert ihr,
die Republ k, die beißersebnte, tbm zu geben?
Blicket deruber auf das glückliche Amerika
Könnt ihr euren Blick dem offenen klarer
Antlitz und der staiken Form unserer Bun
desdemokratie zuwenden, ohne alle euere
feingewobenen Netze spekulativer Zweifel
über des Menschen Fähigkeit zur Selbstre
gierung gleich dem Athem im Winde dahin
schwinden zu sehen?
Und doefj, wie einfach sind die Grundleb
rett, auf denen der amerikanische Freiheits
tempel ruhet Einige wenige sich selbst be
weisende Ariomen bilden das feste Grund
werk po.itischer Institutionen, die im barmo-
Nische»
Einklänge für einige zwanzig Millio­
nen alle gesetzliche Zwecke de R'gieruua er*
füllen. „Die natu liehe Gleichheit des Men
schen, das Recht der Mehrbett zu regieren,
jedoch nur nach den geheiligten Verpfl chtun
gen der Gerechtigkeit, und zu keinem anderen
Endzwecke, als Leben, ($h,tut bum und bür
gerliche Ordnung zu
schützen
Ihr
Meinungen,
frei wie der Wind, der v n da wehet, wobei
es ihm gefällt Auf duse selbstklaren, er
sten, ewigen Grundsätze der Gerechtigkeit u
der Vernunft winde ter wahre Tempel der
Freiheit errichtet
Und gerade diese Einfachheit der Maxime
auf denen sich der stolze Dom der Bundes
demokrätie erhebt, qiebt uns die bedentnngs
volle Zusicherung jener innern Dau rbafrig
keit, die gefahrlos dem sturmischeu Kampfe
der Meinungen und dem verheerenden Hauch
der Zeit widerstehen kann. Und die Wech
selfälle von zwei und siebenzig Iahren ha
beit, während sie das gekünstelte Gebänd
anderer Regierungen bis in den Mittelpunkt
durchbebten, und den so tbonebt bewunder
ten, constitutione^«! Bürgerköniasthron in
Trümmexn gelegt, und d»e Unerschütterlich
keit des einfachen und natürlichen Regie-
Nedigirt und herausgegeben von Nothnagel«
rungsbanes der Demokratie bi kündet.
Diese hoffnungsvolle Lehre der Erfab'
rung, welche jeut trostlose Irrlehre: „daß
dem Menschen, dem ewig blinden, des Lich
tes 5immelsfackel nicht stial le, sondern in
seiner Hand zur Brandfackel werde," so tri
nmphirend widerlegt, verdient euere Beher
zigung. Den freien Menschen, unangetastet
im Besitz gleicher Rechte, fürchtet nicht. Den
Tyrannen blos werden die Völker fnichtbar,
wenn die gerechte Forderung kein Gehör fin
det. Das deutsche Volk fordert Freiheit und
Brüderlichkeit, und ihr leset nicht die untrüg
lichen Zeichen der Zeit, verkennt Germani
ens große Bestimmung, wenn ihr wähnt,
mit dem abgeschmackten Hirngespinnste ei
nes constitutionellen Kaisertums seine Hei?
Jen Wünsche befriedigen zu können.
Was auch das verblendete Gelebrtenheer
in der Schreibstube vom Volke halte, nicht
darum begann es den blutigen Revolutions
Kampf, um sich zu seinen dreißigen noch ei
nen größern Despoten, selbst nicht unter dem
imposanten Titel eines constitutionellen
deutschen Kaisers, geben zu lassen.
durch
irrt euch gewaltig, wenn ihr glaubt,
dieses erbärmliche Machwerk demBü»
gerkrteg, der Anarchie zu steuern, die ihr
durch euer feigherziges Zögern selbst erzeugt,
und Deutschlands Ruhe wieder dauerhaft
Herzustellen. Wie Frankreich^ bloße Rath
geber in 1830, Überlaßt ihr die Vollendung
des großen Befreiungswerks, das in der er
sten Bestürzung der jetzigen großen Bewe
gutig eine leichte Aufgabe gewesen wäre, ei
nem später», gewaltigern Ausbruche uud
daher mächtigern Erschütterung.
Aus dem Ideenkampfe hätte durch euch,
mie aus eurer Schöpfersband, frei, einig u
groß, die junge germanische Republik entste
hen mögen, und das deutsche Volk würde
euch seine tiefgefühlte Anerkennung zugeju
belt, die Volker der Erde ihre Bewunderung
gezollt, und kommende Geschlechter in wei
ter, weiter Ferne, im Dankgefühl für das
glorreiche Vermächtniß, gesegnet haben.
Was ihr aber auch immer thun werdet,
seid versichert, das Volk wlrd siegen. Der
Freiheitssaame ist gestreut. Genährt von pa
triotischem Blut, reift die goldene Saat.
Mächtig ergriffen sind die Herzen von der
Herrlichkeit der neuen, göttlichen Idee im
Innersten regt sich die lebendige Sehnsucht
nach Freiheit und Verbrüderung, und ein
Geist entfesselt sich, dessen Walten die verei
nigte Macht des Despotismus keine Schran
ken setzen können Leichter wäre es dem
Rheinstrom im raschen Laufe zurück zu kom
men, als den Fortlauf der neuen Idee ge
waltsam zu hemmen. Man versuche es, und
die allgewaltige Fluth wird durch wilden
Ausbruch alle Hemmnisse mit sich fortrci
ßen, und im tobenden Strudel werden die
Throne untergehe».
Welche große Zukunft bereitet sich allmäb
Itg dem jungen Europa! Frankreich frei,
bald auch Deutschland und Italien frei, und
als unausbleibliche Folge das gemarterte
Polen frei, alle diese frei mit dem glorreichen
chweizervolke, frei wie seine ewt'genAhnen
Hunderte Millionen freier, glücklicher Men
sehen, wie die Millionen des freien Amerika,
vereint im große» Brüderbunde der Demo*
kratie, und, wie diese, hunderte Millionen
freier Souverainen, die ihre Souveränität
auf wahrhaft göttliches Recht stützen, auf
"as unwandelbare, einzige, unüberwindliche
Recht, an sich klarer Wahrheit die kein
Gesetz anerkennen, als den ausgesprochenen
Willen der Mehrheit, keinen Zweck des Ge
setzes als gegenseitige Wohlfahrt, keinen Hö
bereit als Gott.
C'uropaiche Nachrichten.
O e st e i eh. Ueber die Ereignisse,
welche die Flucht des Kaisers veranlaßt ha
ben sollen, erfährt man aus einer Wiener
Korrespondenz vom 16. Mai folgendes
Nähere:
Alle Gewalt der öffentlichen Behörden
namentlich der Minister, hatte aufgehört.—
In jeder Nacht fanden Aufläufe in den
Straßen statt die Häuser unpopulärer Per
soueu wurden zerstört, und in manchen Fäl
len gab es Verwundete, ja Tobte. Diese
Unruhen waren zum Zeitvertreib geworden
sie wurden schon am Tage zuvor angekündigt
mit allen nähern Umständen. Die National
garde in voller Bewaffnung sah solchen Aus-
trttten ruhig zu, ja sie kam in der Absicht,
die Ruhestörer zu beschützen. Am 15. Mcn,
Abends, wurde das Karlstheater zerstört,
wobei 1000 Nattonalgardisten geduldige
Zuschauer abgaben. Die Studenten regier»
ten die Nationalgarde nnd die Stadt. Kauf
l-
Ute
versicherten, daß ein National-Banke
rott unvermeidlich sey.
Am 15. hielten die Studenten mit den Ar,
beitern eine zahlreiche Versammlung, worin
die heftigste Sprache geführt wurde, und
darauf rückten sie vor den kaiserlichen Palast
und verlangten namentlich folgende Punkte
von der Regie» ung
1) Wiederherstellung der politischen Com
mitte der Nationalgarde.
2) Das Einkammersystem für de« Reichs
tag.
3) Entfernung des Militärs auS der
tadt, oder Unterordnung desselben unter
den Befehl deS Commaudanten der Nation
algarde.
Am 16. wurde Alles von der Regierung
bewilligt, und am 17. machte sich die kaiser
liehe Familie, auf den Rath der Camarilla,
der Concessionen müde, aus dem Staube.
In mehrern deutschen Blättern wird das
Gerücht verbreitet, der Kaiser wolle sich den
Böhmen in die Arme werfen, die plötzlich
ganz loyal geworden seyeii, und den „deut
schen Rebellen*' Rache geschworen haben sol
len. —Einstweilen schien sich die kaiserliche
Familie in Tyrol aushalten zu wollen.
NachBerichten der „Allg. Oestr. Zeitung
herrschte am 15. Abends in Wien die größte
Aufregung. Die Nationalgarde, das Bür
zermilitär, das akademische Corps hielten
die Aauptplätze besetzt eine Deputation be
fand sich beim Ministerrath, um zu verlang
en 1. Zurücknahme des Tagesbefehls vom
14. Mai, wegen Aufhebung der politischen
Eentral-Committee der Nationalgarde. 2.
Aufhebung des Wahlgesetzes und Erlassung
eines neuen mit einer Kammer, oder bessere
Zusammensetzung der ersten Kammer (ins
besondere keine Ernennung vonSenats-Mit
gliedern durch den Kaiser» sowie Ausschließ
ung der Mitglieder der kaiserlichen Familie).
3. Entfernnng des Militärs aus der Stadt.
Man war entschlossen, nicht eher auseinand
er zu gehen, als bisAlles bewilliget sey, was
nach dem Berichte der „Oestr. Ztg." spät
Abends nach 10 Uhr geschehen seyn soll-
K a s u e 1 7 a i V e e n
Nachrichten zufolge hat der aus den letzten
Rebellen-Unternehmen bekannte Willich eine
Schaar zusammengebracht, welche aus 1600
Köpfen besteht und in der Nähe von Besan
con aufgestellt ist ferner versucht tzecker,
welcher sich noch immer in der Schweiz befin'
det, dort eine Colonne zu bilden. Die Ab
ficht gebt dahin noch einmal einen Einfall
in unser Land zu versuchen.
Ha n a u, 18. Mai Gestern Abend zwi
schein 9 und 10 Uhr lodertenFeuersäuleu auf
der Lehrhöferbaide, auf allen Höben des
Odenwaldes, desSpessarts, desVogelsbergs
und des Taunusgebirges. ZwischenTaunus,
Spessart und Vogelsberg zählte man zwei
uudcreißig Feuerpunkte.
i e r, 17 Mai. Im benachbarten Lur
emburgischen sind nach eben hier eingelauf
enen Mittheilungen mehrfache Unordnungen
vorgekommen. In Ettelbrück soll ein Kampf
zwischen der zusammengezogenenGedarmerie
und den Unternehmern eines Republifan#
lsirungsVersiiches stattgefunden haben, wobei
auch Barrikaden ihre Rolle spielten. Ein
Tbeil der preußischen Garnison aus Lnrem.
bürg hätte die Ruhe hergestellt. In Rom ich
soll die republikanische Fahne ebenfalls auf.
gesteckt worden sein und ist die Gendarmerie
und ein Trupp vereinigter Zollbeamten dort
hin dirigirt worden.
e st h, 16. Mai. Die ganze Stadt ist
in Allarm, eine Estafette soll der Regierung
die Schreckenspost gebracht haben, daß 60,
000 Serbier mit 50 Kanonen die ungarische
Grenze überschritten und bereits Semlin
weggenommen. Aus zuverlässiger Quelle
erfahren wir eben, daß die Regierung aller
dings dieEstafette von demGeneralHrabovs^
ky. Commandant in Peterwardei.n und jetzi
gem Regierungs-CommissärübecdieMilitär^
grenze Croatien und Slavonien erhalten,
nach welcher große Haufen bewaffnete Ser
bier an der Grenze sich zeigen nnd einen Ein
fall in das Banat beabsichtigen. Die von
dem General hinübergesendeten Späher
versichern, daß die serbischen Haufen mehr
Eine 9?efoniitmad)img ten einem Urctf oder
weniger tostet für einmalig# (tinrutfung 50
für 3 mal $ 1, und für jede fernere Etnrückung der
selten Bierrcks 25 Eent». Ein Viereck
3 JJini*»
einzurücken testet $3, 6 Monate $ 6, i Jahr KS
(Eine Halle £*palte ZMonate einzurückev $ 9, 6Mo»
»atc $ 15, Iahr So. Eine ganze Spalte für SM»»
nat- kostet $ 16, 6 Monate $ 27 und Jahr $ 33*
e s k a e n v o n 4 o e w e n i e A e
len einzurücken per Zahr $3,6 Monate K 2.
u k a e i e e A i n e u s e e n
lischer und französischer Sprache wird in der Office
des ,.DHio Ttaats-Boten" prompt, sauber und cor«
reel griicfcrt.
*ilö 100,000 Flinten und auch einiges &cf
schütz zur Verfügung haben, und daß ihre
Reihen mit jedemTage wachsen. Die diesseit
igen, auf ungarischem Gebiet wohnhaften
?erbier sind größtenteils mit den jenseitigen
Brüdern in Einverständntß getreten, und die
Gefahr daher sehr groß. Jetzt erst ist unser
Ministerium aus seiner Lethargie erwacht.
Es versammelte sich sofort bei demErzherzog
Bicekönig nnd beschloß Anstalten, welche dif
öffentliche Meinung schon seit einem Monate
vergeblich verlangte. Ein Aufruf zur Bil
dung vonFreiwilligencorps soll morgen erge
ben. Diese sollen vor der Hand 10,000
Mann zählen und Sold erhalten. An den
General Hrabovsky erging die Weisung,
einen Militär Cordon gegen die serbische
Grenze zu ziehen und allen Verkehr mit der
selben abzusperren, die verdächtigen Serbier
auf ungarischem Gebiet zu entwaffnen und
die ganze Gegend in Kriegszustand zu er
klären. Neben diesem drohenden Sturme
von Osten sind auch die slavischen nördlichen
Comitate in Aufruhr, Raub und Plünderung
ergebt über Juden, die Edelleute und die
deutschen Bürger. Hier wie an der Militär
grenze werben russische Proklamationen un
ter demVolke venheilt, welche dieses zurVer
einigung mit dem mächtigen Kaiserreiche
auffordern. Jetzt werden wohl auch der
Wiener Regierung die Augen über die russi*
sehen Freundschaftsdienste vollends Aufgeh
en.
e S lau, den 20. Mai. Ein östreichi
scher Offizier, der heute Nachmittag als Ab,
geordneter zur deutschen National-Versamm^
lung in Frankfurt Hier durchreiste, theilte
uns als zuverlässig mit, daß der Kaiser Fer,
dinand bis gestern Abend noch nicht in Wien
wieder angekommen und bis dahin auch in
der Hauptstadt nichts offiziell bekannt gewor#
de» sei, ab und wann derselbe wieder zurück^
kehren werde. Auch habe man bis dahin
nicht erfahren können, wohin sich derselbe
eigentlich gewendet habe. Die Bürgerschaft
sei übrigens fest entschlossen, kein republikan
isches Gelüst aufkommen zu lassen und biete
Alles auf, um den Kaiser zur schleunigen
Rückkehr zu bewegen. Die Nationalgarde
habe sich mit dem Militär vereinigt, um jede
revolutionäre Bewegung in der Hauptstadt
sofort zu ersticken. Es seien deshalb nicht
allein alle eines republikanischen Versuches
verdächtigen Personen zur Haft gebracht
worden, sondern auch alleDiejenigen, welche
im Laufe des gestrigen und vorgestrigen Ta
ges öffentlich proclamirten, daß nunmehr,
nachdem sich der Kaiser entfernt habe vom
Volke sofort eine provisorische Regierung
einzusetzen sei. Die große Bestürzung, ml*
che sich beim ersten Bekanntwerden der Ab
reise des Kaisers bemächtigt habe, tzj jetzt
allgemein in eine dumpfe Erbitterung gegen
die Camarilla übergegangen, deren Einflüsse
man allein diesem Schritt deS Kaisers zu
schreibe. Es sei auch sehr zu befürchten^
daß, wenn die Rückkehr des Kaisers m'chf
bald erfolge, jene Erbitterung sich durch ei^«
en furchtbaren Sturm Lust machen wertzß.
„Die deutsche Nationalversammlung er*
klärt in ihrer Eigenschaft als aüs dem Wil
len und der Wahl deS deutschen Volkes her
vorgegangenes Organ für die Begründung
der Einheit und politischen Freiheit Deutsch
lands, daß alle in den Verfassungen der ein
zelnen deutschen Staaten enthaltenen f&e*
stimmungen, welche nicht mit der durch sie
zu promulgirenden allgemeinen Verfassung
im Einklänge ständen, nur dann gültig sein
sollen, wenn diese Übereinstimmung herge
stellt sein wird bis dahinchabe« sie übrigens
in Kraft zu verbleiben."
Durch diesen Beschluß nimmt also daK
deutsche Parlament zu Frankfurt die Ober
Herrlichkeit über alle constituirenden Stän
deVersammlungen der einzelnen Staaten in
Anspruch Die Abgeordnten von Luxemburg
reichten sofort einen Protest ein, worin sie
erklärten, daß sie ihre Sitze in der Bersamm
lung nicht länger beibehalten könnten. Auf
den Antrag deS Präsidenten Ward diese*
Document an den Verfassungsausschuß »er#
wiesen.
Am Mittwoch, den 81. Mat, Vormittags
9 Uhr, sollte sich die Verfammlung definitiv
constituiren. Sobald der zur Prüfung der
Wahlen niedergesetzte Ausschuß die Namen
derer bekannt gemacht Haben wird die berechB
tigt sind, ihre Sise einzunehmen, wistz $j$

e a e n a a e e
V N e i u n e n u n i e e n o s e i
W o e e w o n a i s e i n V a e a n
Canton, Stark Cannty, Ohio, Inn» 28, 1848, Rummer 27.)
e k a n n a u n e n

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