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Ohio Staats-bote. (Canton, Stark County, Ohio) 1846-1851, August 30, 1848, Image 2

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nb beglückte die Stadt mit einer ostreichi
sehen und preußischen Besatzung, die jetzt
andere deutschen Soldaten,den rührenden
Titel "Reichstruppen" erhalten. Währene
in dem eilten Staate die Entwaffnung der
Bürger systematisch betrieben wird, haben in
diesen Tagen die lllmer Bürger 2000 Ge
wehre erhalte«, um sich gegen die Brutali»
tat ihrer Soldateska verteidigen zu können-
Auch am Rhein ist die Reaktion sehr riih,
rig, namentlich fiichl sie im Großherzogthnm
5pesscn die demokratisch-republikanische Par
thei auf alle Weise zu verdächtigen und zu
unterdrücken. Diesem Unwesen sucht diese
Parthei ihrerseits durch eine große Völkern
fammlung a. dem Kranichftein beiDarmstadt
entgegenzuwirken, die Heute abgehalten und
Wohl von 25,000 Menschen besucht werten
»ird. Von Mainz allein sind an 3000 Män
IKr gestern und heute dahin abgegangen.
Hier wurden die Einladungen zu den Ver-
Sammlungen von der Gensd armerie und
Polizei am Hellen Tage mit blanken Säbel»
abgerissen, und als einige Herren von lecke
rem Institut dieses Manöver bei denAbends
wiederholt angeflehten Zetteln repetirten,
erhielten sie von den Bürgern eine sehr an
nehmbare Tracht Prügel. Um der heute
stattfindenden Volksversammlung noch meh
®lanz zu geben, soll das Ministerium alle
Beurlaubten einberufen und für diesen Taq
bei Kranichstein (an einem Sonnraq) mili
tärische Maneuvres angekündigt haben.
Das Volk hat sich aber durch alle diese Ge
tüchte nichf abschrecken lassen, um so weni
ger, als es die Parlamentsmitglieder der
äußersten Linken erwartet. „Man will die
Auflösung der hessischen Kammern into Mr
Gründung einer constituirenden Versamm,
ung" durchsetzen, obsch?» ein Ma nner
"Wohldenkender" meinte, daß sich nicht
viel Mainzer betheiligen würden, indem die
selben nach und nach zu der Einsicht gelan
gen müßten, daß es nicht gerade nöthig sei,
daß sie bei jedem Erawall seien und sich hin
terdrein dafür ausschimpfen ließen Zum
Glück sind jedoch nichi Alle ''wohldenke,d,"
namentlich sindd. soqeuanntenRheinschnecken
eine Classe Menschen, die bvi dem rf
Höherer Eloquenz die Beweife der Nichtigkeit
ihres Princips mit dem Knüppel zu führen
verstehen.
Nach der Vossischen Zeitung thetle ich Ib-
noch mit, daß die Berliner Versassungg
Commission rüstig vorschreitet und nach den
Bestimmungen, well e dieselbe bt? jetzt fest
gestellt hat, ein freisinniger demokratischer
Verfassungsentwurf zu erwarten steht. Die
Vetofrage ist mit 13 Stimmen aeaen
11
hin entschieden worden, dast dem König nur
ein Suspensiv-Voturn zusteht, welches rur
zweimal wirkende Straft hat. Der König soll
fortan nicht mehr "König von Preußen,"
sondern "König der Preußen" heißen und
der Titel „von Gottes Gnaden" ganz weg
fallen.—Welche lächerliche Nachahmung bei
franz- Inlirevolntion! Haben diese Bestim
mungen Louis Philipp abgehalten, sein Volk
*11 tyrannisiren Nachdem das dentscheVolk
feine ganze Erhebung wieder verpfuscht hat,
kümmert es sich an solche Lächerlichkeiten.
Von unserm Pappelemente (wie man das
Parlament sportweise nennt) kann ich nichts
mittheilen. Es berathet immer noch über die
Grundrechte des deutschen Volkes und hat
sich neuerdings wieder glänzend durch den
Par- 8. der Grundrechte blamirt, welcher
da,
Aufnahme in das Staatsbürgerthum an
e i n u n e U n e s o e n e i
und eines „genügenden Unterhaltes" des
Aufzunehmenden für sich und seine Familie
knüpft. Was Unbescholtenheit in einem Po
lizeistaate heißt, wird noch manchem auteri»
anisch -deutschem Einwanderer im Gedächt
niß sein. Die zweite Bedingung schließt alle
Armen vom Staatsbiirgerthitme ans
Das beißt man auf dem Boden der Revolu
tion stehen, sich mit der Lösung der sozialen
Frage beschäftigen.
Schließlich theile
die
ich Ihnen nech mit,
in Masse anch verspricht man sich his
jetzt ein eben so gesegnetes Weiujalr, wie
Anno 1846. Da aber aus höherer Fürsorge
weise Einrichtung getroffen ist, daß Nie
rnand Etwas verdienen kann und der ganze
Verdienst in die Staatskasse fließt, wird das
Volk die angenehme Aussicht Haben, auch
bei wohlfeilen Preisen zu Hungern.
der
daß
Erndte reichlich ausfällt. Getreide nicht
Es lebe
Hunger!
So eben erfahre ich noch vor Abgabe mei
nesBriefes, daß die darmstädtische Reaktion,
wahrscheinlich auf Veranlassung des Prin­
Emi! und von Wittgenstein, das gestrige
Volksfest bei Darmstadt *u stören suchte.
Auf den Abgeordneten Zitz von Main,, der
Prastdenten ernannt worden war. schoß
ei« Feldschütz
ein
Pistol ab, ohne ihn jedoch
zu 'verwunden. Nachdem der TMt'r von
der Volksjustiz abgestraft worden war nkfr,
i.......
Tir Versammlung war von circa
.UiviiUticn be licht. Oie Republikaner hielten
jedoch, trotz allen Störungen, auf einem mV
dern Platzedie Versammlung und ließen das
Rea.ktiousgesindel auf dem zuerst anberaum
ten Platze stehen.
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V
ill im
—warow—CT! WJIIIIIIIWIU—W—
N e ro o k.—Am letzten MoutagAbeni)
entstand ein gewaltiger Tumult im Bowery
Theater weil ein Tänzer, Hr. Smith, sich
weigerte, mit Miß Julia Turnbull die Polka
Vi'tauzen. Die beleidigte Dame fror auf die
Bühne und evfläite dem Publikum, Hr. S
weigere sich deshalb mit ihr zu tanzen, weil
sie eine Amerikanerin sei. Diese, Erklärung
erregte die furchtbarste Eibitteiung. Zwar
erschien der Regisseur des Theaters und ver
suchte, den Aufruhr zu stillen, intern er be
hauptete, es walte ein Mißveiständniß vor.
allein Alles war vergebens das Publikum
zerschlug die Sitze und es war spat in der
Nacht, ehe dem Werke der Zerstörung Ein
halt gethan werden konnte.
i n e s e n i n O e o n .- e s e
chinesische Emigrantenzug, bestehend in acht
Männern, acht Weibern und 4 Kindern, sind
vom himmlischen Reiche in Oregon angekom
men.
I
n e e s s a n i i e
Der „Al. Knickerbocker" sagt: (Sin Kup
feri'hmied hier in der Stadt hat soeben ein
Patent auf einen Thee-(Ciffee) Kess erhal
ten, der d'e kleinen Kinder in den Schlaf
fingt, Vermittelst eines am K'ssel ausbrach«
ten Meci'a?!ismns werden Töne hervorge
bracht fo melodienieich, als ob sie ans dem
lk^pfe ?er Jenny Lind kamen. Alles, wa?
iiiu-er tzt nölhig Haben, ist: ein Feuer
anzumachen, den Kssel aufzusetzen, und die
K"'dle,n schlafen, daß es eine Freude ist."
o a n i sch.— Vor Kurzem ließ sich
cut junges Paar von Neu England im An
qesicht der Niagarafälle auf einem der den
spritzenden Schaum durchfahrenden Dauips
höte tränen. Dvr Donner des mächtige» Ca
laraktes diente als Hoch eit6gesaug.
In einem Berichte de6 Kriegssekretärs
itfrd h, Errk.1,tling von 3—4 Nilitärp^sten
n Oiv.ioti einpf leii, uamlui) einer an der
tyfüiii-inia de«? C^fumh'dfliissps, einer in der
mtnnrrelhareit Nahe der Hauptniederlassnng
im Villarna ta Thale, und vielleict't ein 3trr
zwischen dem letzte,en und den Felsengehir
auf der befahrendsten Route von den Ver.
Sraaten. 1000 Mann werden als angemes
sene Garnisen zum Schutz dieses Gebietes
angeschlagen, nämlich 4 Compagnien Ca
oallcrie, '2 Artillerie# und 5Infaiiteric#Com.
paamen, welct e etwa 100 Mann per Coni
paqnie stark si ,0.
In Kalifornien werden P'ste« für nöthig
qehilten in San Diego, Modterey, San
Francisko, Puebla de los Angelos und San
Luis Rey ferner 1 oder 2 Po stem am Gi
laflusse, wenn ente Route längs diesen Fluß
errichtet wird zur Beförderung von Truppen
nach Ealifornien. 15—1800 Mann würden
dazu hinreichen, nämlich 6 CompagnienDra
goner, 2- 3 Artillerie und der Rest Infant.
Znm Schutze von Neu Mexiko werden 3—
4 Posten genügen. Der Hauptposten wird in
anta Fe sein, und die andern in Albua
querque und Saceno. In Verbindung mit
der V 'rtheidiiiung von Neu Meriko, sollte
ein Posten an der Ostseite des Rio Grande
in Texas, beinahe El Passo gegenüber, an
geleat werden. Die Bejahung aller dieser
Posten wird ungefähr 1200 erfordern.
Für alle jene Porten und Vertheidignngs
linien in Folge der neulichen Grenzerweite
runaen werden sonach ungefähr 5000 Mann
erfordert.
Auf der Route nach Oregon und N
euMe
rifo werden 3—4 Posten anzulegen sein.
Die Comvagnt'en, welche nach Oregon,
Californien und Neu Mexiko bestimmt sind,
schlägt der Kriegssekretär vor, auf 109
zu bringen, theils in Betracht der größeren
(Stefanen und Unfälle, denen sie ausgesetzt
fftid, theils weil es '"chroieriner ist, die Regi
menter in fernen Geoendrn zn rekrntiren.—
Alsdann würde zum Schutze der atlantischen
Knste, der Ford- und Indianerarenze und
der Route nach Oregon und Nett Mexiko
eine beinahe eben fo zahlreiche Streitmach'
•'briq blf'brn, wie die Gesammtmacht der V
Staaten vor dem Kriege mit Meriko betrug,
selbst wenn die Zahl der Gemeinen in den
Compagnien für diesen Dienst nicht über 64
Mann gebracht werden sollte. (Stz.
Verbesserung des Seiders
in E n a a n nnd der N a n i e.
Mehrfache D'ohen. hie man angestellt hat,
ergehen nachstehendes Verfahren, dnrrh wel
efte^ man einen eibir von ansaezeickmeter
O'ialirät erhält Man zerdrück und preßt
die A'vfel w aewö' nsich und hriiiat dann
de» ?e der in Fässer statt ihn aber seine
ffiäl
Hauptstadt der
-,000 UN« 5 N« »"w .l,r flcln
Gähltlng sich wieder erneuert, bringt man
ihn wieder in ein neues Faß. Dies geschieht
gewöhnlich dreimal.—Der Schaum und der
Niederschlag dieser drei Gahrungeu wird
nacheinander in Wollsäcke gefaßt nnd über
einer Kufe aufgehängt der sehr klare Sei
der, welcher herauslauft, kommt dann zu
dem im letzten vollen Faß, das sorgfältig ver
spundet nurd. Der so gewonnene Seider ist
klar, von vortrefflichem Geschmack und kann
zehn Jahre lang aufbewahrt werden, ohne
daß er verdirbt man verkauft ihn in Eng
land zum dreifachen Preis des ceivöhnlicheu.
u s s s e a u n e s e i
Im Rufilül eil Gouvernement Kasan wird
jeder Verstorbene ohne Unterschied mit Geld
zu kleinen Ausgaben versehen. Ein reicher
Familienvater starb und man legte ihm 100
Rubel in den Sarg. Einige Taugenichtse,
die Kunde davon erhielten, gruben das Grab
wieder anf, erbrachen den Sani, nahmen
.das Geld heraus, setzten den Todtnt auf
recht und steckten ihm ein Spiel Karten in
die eine Hand, in die andere ein Fiäschchen
Wein. Darauf gingen sie zn drnVrrwandten
und meldeten, ihr respektiver Gatte und Va#
rer führe eilt luderliches Leben unter der
jSi'de. Die ganze Gemeinde eilte auf den
Kirchhof, sah den Verblichenen mit den Attn
buten eines Zechbruders und fand keine Ko
peke bei ihm er mußte das Geld verpiaßt
haben Man ermahnte nun den Tod ten
er«stitch, einem so scandalösen Lebenswandel
zu entsagen und sich künftig besser aufzufnl)
reu dann erhielt er eine Su.nn.e Geld und
daS Grab ward wieder zugemacht. Die
Gaunerdiehe wiederholten aber bald nachher
ihren Streich, nahmen das Geld und zeigten
der Familie nochmals an, daß der Heilige
schon wieder Karten gespielt und getrunken
habe aber diesmal auig eine Anzahl respek
kahler Leute mit Peitschen versehen auf den
Kirchhof, erthcilteu dem verstockten Sünder
e:ue tüchtige Tracht Hiebe u. versenkten ihn
dann, ohfte einen Heller beizulegen. Seir
dem hat sich der Verstorbene musterhaft aus
geführt. (Wlb.
a s i a z w i s n e
men und N e w Z) o f.-Darf 3te Dampf
iclnff "Fraukt'N, das fur die nie zwischen
Bremen nnd Nor 9Jork bestimmt ist, foil, wie
es heißt, nächsten Freila, feit eisten Sep
tember vom 5 are! class n werben.
a e n .- -v o k o i e
N. ?)., will ein Mittel eifunten haben, wo
durch die Menschenblattern gänzlich an?ge
rottet werden. Die Behandlnngsart sell tut
mittelbar nach der Geburt des K ndes ntir
demselben voraenemmen werden nnd so ein.
fach sein, daß sie ven der Hebamme oder
jeder andern Person verrichtet werden kann.
Das Medikament soll äußerlich angewandt
werden, und nachdem dies geschehen, keine
weitere Impfung mehr nöthig sein. Auch soll
die Applikation desselben ganz schmerz« und
gefahrlos sein. (Wltb.
Die neue Republik S i
plna
fllr
e
a a e
(Mexiko) soll die Staaten Taxmdlima
Coabuila, San Luis, Zacategas, Neu Le. u,
Ceihimbua und Durango umfassen. Sie
wird einen Flächeninhalt von unqrfähr 25z,
000 Quadratmellen und 2 Million Ein
wohner haben. Die Stadt San Luis Potesi
soll zur
Republik bestimmt
fe'n- (Phil. Dem.
Spätere Berichte von Europa.
Das atlantische Dampfschiff „Cambria"
ist angekommen mit 7 Tagen spätem Be
richten von Europa. In Irland hatte ein
Volksausbruch statt, der aber durch dasEin
schreiten der brittischen Soldaten gedämpft
wurde. England, dies befürchtend, hatte eine
große Streitmacht, bestehend ans Cavallerie,
Infanterie «. Artillerie, in das unglückliche,
unter brittischer Knechtschaft schmachtende,
Irland gesandt, und läßt eine mächtigeFlotte
von Kriegssteamern die Küste bewachen.
Viele der irischen Anführer sind wegen Hoch
verraths «rretirt und mehrere der liberalen
Zeilnnaen werden unterdrückt.
In Frankreich ist Alles ruhig, fo auch in
Nominal. Don Spanien hat man feine
Nachrichten V"n W'chtiakeit.- Von Marokko
melden die Benote, daß das Volk wiederum
"in? Inj irrektion begonnen. Zwischen den
Oestreichern und Pipmomefen ist eine hart«
näckige Schlacht vorgefallen, die sich am
Ende für die Oestreicher entfehied. Carl Al
bert war geMhigt, sich bis jenseits Munrio
zurückziehe«.
rTWFoliender
»una vollneh -u in Iss u, zieht man ihn, Ballotbaren bestätigen die vorausgeeilten
um daß nemlich die Whigparthei sich
Aufruf fm Ohio Staats-
man inaa von allen Demokraten dieses
Staates wohl hehern'at werden.
e o k a e n a O i o e n
reiben S'eaen folgen, welche von allen
Theilen der Uni"n einlaufen. Jeder Luft#
ma bringt »ins die erfreulichsten Nachrichten
vl'n den demokratischen Fortschritten und die
WW««««WU
Philadcl-
tie Philadelphia, ein anderer fur die
Buffalo Ernennungen. Außer in New
9)ork foulen diese beiden Nomalionen auf die
deine
kr atische Parthei wenig Einfluß «den.
£scr ganze Süden wird Caß und Butler treu
bleiben, der ganze Westen wird sein Votum
für die alte» westlichen Pioneers geben, wo
durch der Charakter des Westens für Jahre
lang festgestellt und den Ackerbau treibenden
Staaten in der Union ihre wahre Stellung
gegeben werden wird. Die alten demokra
tischen Staaten Neu Englands weiden bcj
hrcu alten vhunMätzen feststehen, während
die föderalistischen R:ibm zerrissen werden
wischen dem „schlecht organ sie ten Mob"
oon Philadelphia, und der verschiedenartigen
risorganisatint in Buffalo. Der greße
ttelpunkt, der alten Schlußstein, das lttv
be w'.ugbare alte Domiiiinm, wirb seineTan
1 en de für die Demokratie me gewöhnlich
ausrücken lassen.
e o k a e n v o n O i o a e n
guten alten „TieffVchuß" der Demokratie
diesmal dichter und fester hageln, und be
denkt, daß feine große Schlacht noch ohne
Disziplin, noch ohne die engste und festeste
Organisation gewonnen wurde. Ann in
Arm, Schulter an Schulter laßi uns dem
glorreichen Sieg entgegengehen. Stellt Euch
denn in (Solennen auf.
(Ctrrcspoildcnj.) Wien, dcn 19. July 1848.
Ich habe Ihnen heute Mittheiluugeu von
Michtigkeit zu machen. Erzherzog Johann
ist nun in itnfmiMauern, unserMlnisterinm
ist gebildet, und auf dem Reichstage haben
sich die widerstrebenden Elememe zum ersten
Male gegenübergestanden. Lassen Sie mich
bei dem Ersten beginnen! Vorgestern Nach
mittags kam der Erzherzog, nachdem er ten
dem Bafkane. noch immer so schlicht und ein
fach wie bisher und als er nun das Wort
nahm und seinen Wienern sagte: "Meine
lieben Wiener! Ich habe versprochen, am
!?. wieder hier zn seyn, und habe red'ich
Wort gehalten. Den schönsten Gruß von
Euren deutschen Brüdern da braus'te ihm
von Neuem stürmische»Inbel entgegen. Fast
um dieselbe Zeit kam auch des Erzherzoge
Gemahlin aus ihrem steierischen Berglaute
hier an. Auch ihr wurde ein Empfang, so
herzlich und doch so hoch erhebend, wie es
nur unter diesem Volke der Wiener mit sei
ner unerreichbaren ©fmüthlichkcit und mit
leiuerVerehning gerade für diesen Fürsten
und diese Fürstin sich denken läßt. Sie wellte
in einem Privathanse absteigen, sie wußte ja,
daß die Thore der stolzenKaiserbnrg ihr, der
Un. benbüniqen, seither verschlossen gewesen
waren. Aber der Sicherheits-Ausschnß hat,
te schon die nolhigen Befehle gegeben eine
Deputation holte sie ein und duldete nicht, daß
vie Gattin des Reichsverwcsers vonDattsch
land und von Oestreich anderswo, als in der
W ener Kaiserbnrg wohne. Wie iniTrinmph
uge, unter dem unbeschreiblichen Jubel der
Bevölkerung, wurde sie zum ersten Male da
hin geführt. Dort, wie im Schlosse zu
Schönbrnnn, wird sie nun zusammen mit
ihrem Gatten wohnen.—Seine Ankunft Hat
denn bereits ihre Früchte getragen wir sind
am Ende der ministerlofen Zeit. Nessenberg,
her älteste Liberale von Ostreich, der lange
verbannte Gegner Metrcrnich's, steht an der
Spitze des neuen Ministeriums, dessen ein
zelne Mitglieder ich Ihnen hier besonders
namhaft mache: Minister des Hauses und
des Aenßeru ist Frh. v. Wessenberg Minister
des Innern Frh. v. Doblhtff Minister der
Justiz Dr. Alexand. Bach Minister des
Kriegs Graf Latour Minister der Finanzen,
provisorisch, Frh v- Kraus Unter Staats
Sekietair im Ministerium der Finanzen,
Frh. v. Stifft Minister des Handels^
Theodor ^ornhostl Minister des Unterrichts,
provis., Frh. v. Dohlhoff Unter-Staatssek
retair im Muülwwm dcs ünt'erridi^ g'ib ®fn,ro1
o. Feuchterölcbcit Minister der öffentlichen
Arbeiten, Ernst v Schtvarter.- Das Mini
sterium hat seine Thätigkeit mit der Deiöft
fentlichuitg des folgendenProgrammes begon
nen, das ich Ihnen ohne weiteren Commen
tar mittheile
„In der schwierigsten Zeit nusers jungen,
freiheitlichen Staatslebens tritt das Mini
sterium an die Spiße der Verwaltung, und
halt es für seine erste Pflicht, offen und ent
schieden die Grundzüge zu bezeichnen, welche
es als leitend für fein Wirken anerkennt. Es
will die dauerhafte Begründung der coustitu
onell volksthümltel^n Monarchie auf der
GruuMnqe des gesetzlich-ausgesprochenenGe
simnnwillens, indem es überzeugt ist, daß
nur eine Regierung kräftig ist, wenn sie im
Volke wnrzell nur dadurch wird es möglich,
den Staat in fortschreitender Entwicklung zu
erhalttu. In der Ansicht, daß die Wünsche
at" I
Wea von Frankfurt bis hier in 42 Stunden -legenheiten der Provinzen vollkommene im*
zurückgelegt. Eine zahllose Menschenmasse!^artensche Oeffentlichkeit stattfinde. Das
füll ff bald den Franze, sphitz, nin den gelieh'i Ministe', inm glaubt, daß das großeZiel, wel
reit Fiinlvu zu begrüßen. Er erschien an^!ches das gesammte Vaterland seit seiner Er,
^itiiiiÜiiiiiMi Uft
imb Bedürfnisse des Vaterlandes sich vor
le,,, in der Befestigung der bereits erworben
en Freiheit einigen, hofft des Ministerium,
daß es, getragen durch das Vertrauen und
die Mitwirkung aller Freunde des gesetzlichen
Fortschrittes, im Stande seyn meide, die
Rechte des Volkes und des Thrones gegen
alle Angriffe zu schützen. Ilm aber die Frei
heit stark zu machen, muß auch die Regier
nng stark scyit. Dis Ministerium wird im*
allen gerechten Wünschen und Ansprüchen
res Volks Hand in Hand gehen erklärt je
doch zugleich auf daS Entschiedenste, sich ans
feineWeise irgend etwas abdringen zu lasse»,,
was seiner Ueherzengung nech mit er Flt»
heit und dem Wohle der Gesammthcit unver
träglich wäre, während es zugleich als heilige
Vflicht auerkennt, die Stimmung der öff.Nt'
lichen Meinung immer in genaue Erwägung
u ziehen. Das Mimsteiitim erkennt voll,
kommen die Nothwendigkeit, die Segnungen
der conflitiinonellcn Freiheit in allen Pro
vinzen gleici'zeitig zur Gel ung zu bringen,
nnd es wird daher eine seiner ersten Hand
lungen seyu, alle dazu nothtrendigen Maß
regeln auf das Kräftigste einzuleiten- Eben
so ist das Ministerium vollkommen von der
Ueberzeugtiug durchdrungen, daß Oestreich,
alk^ Grenzwacht der europvischcn ^efutuui)
Der Mann, der vor Jahren
Der Mann, der
wandelbar
6"e'.
Al­
Osten,groß, staik und einig bleiben müsse
Um aber die Idee der Giöße und E iligkeit
Oestreich's, mit den vollsten Garantien
staatsbürgerlicher und nationaler Freiheit
verbunden, zur Wahrheit werden zu lassen,
muß das Ministerium nicht allein ein Mini#
steriunt der politischen,sondern auch der durch
greifenden administrativen Reform seyn.
In dem lebhaftesten Gefühle, daß, tun jede
Schranke des Mißtrauens zwischen ZielFund
Retiming wegiuranmen,fortan die redlichste
Offenheit seyn müsse, wird die Regierung
veranlassen, daß in allen nationalen Auge-
bung anstrebt, je wie die innige Verbindung
Oestreich's mit Deutschland, nur durch die
Anerkennung der vollen Gleichberechtigung
aller Nationalitäten im Staate erreicht und
anuährleistef werde. Nach diesen Grund
sätzen handelnd, hofft das Ministerium auf
die Billigung der Reichs Versa in
in lung
rechnen zn diu sen." D. Cor.
5er ist (General
daft
Der Mann, der mit einem einzigen Feder
zug die fünf giößitN Euicpäischeu Mächte
schlug!
Der Mann, der die Freiheit der Meere er
ftlgreich gegen die habgierigen Hände Eng
laud's vei theidigte.
Der Manu, welcher zuerst einen feindli
che» Fuß ans britisches Territorium imKneg
von 1812 s tzte.
Der Mann, der schon
im
jugendlichen Al­
ter von 24 Jahren da6 Vertrauen JeffersonS
tejaß.
Der Mann, dessen Charakter und gutes
Betragen jeder demokratische Präsident von
Iefferfon bis auf den jetzigen Tag, osficiell
bezeugte.
im
westlichen Continent zn errichten.
Der Mann, den die europäischen
Cabinet
von Andrew Jackson saß und der Mitarbei
ter dieses großen Mannes für die Sache des
Republikanismus war.
während des Kriegs un-
für sein Land, seine Ehre und
Rechte focht.
Der Matin, der, wenn er zum Präsiden
ten erwählt wird, mit allen coustitutiouellen
Mitteln jeren Versuch einer fremden Macht
sich widersetzen wird, ihre Colonien anf
chen fürchten, nnd das unterdrückte Volk von
Europa liebt.
Der Mann, welcher bestimmt ist die de,
mokratische Parthei zu einem alt gewohnten
Iacksou'scheu Sieg zu führen.—So ist Lewis
Caß.
e n e a aß iit Dbito. Daß
tcr
dem
Mona?-
GS'rns.y I.ffe.so
niaii, Ohio mit einer trinmphirenden Mehr
heit gewinnen wird, ßeben jetzt alle intelli
genten Manner von welcher Partei immer,
zu. Wir haben von allen Theilen des Staa
tes die erfreulichsten Nachrichten von bcr
glorreicher Einigkeit, Harmonie und Ent
schlossenheit der Demokraten erholten. Ja
Guernsey County müssen wir noch von dem
Demokraten hören, der General Caß nicht
eine herzlichste Unterstützung
gäbe.
Demokrat, mit dem wir noch gesprochen ha
ben seit der Ernennung, sagt daß General
Caß feine erste Wahl für die Präsidentschaft
fet. 4$r wird ebenso die Stimmen vieler ehr#
licher Whigs in jedem Town snip im County
erhalten. Wir haben von vielen Personen
gehört, in Guernsey County, die bisher stetS
mit der Whigpartei gehalten haben, daß sie
begierig die Gelegenheit erwarten ihreStim
men für den alten Pioneer des Westens ab
zugeben.
Jeder

teit der R'gicrnngsbnn^snnacn mchu^rMen
In Wieobaoen ctihvaffiu tc man die ^ltui.

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