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Ohio Staats-bote. (Canton, Stark County, Ohio) 1846-1851, December 05, 1849, Image 2

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der Delinquent nochmals
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Der Schalk ließ sich willig ans der Thüre
f»hren und fling, mit dem Gelingen seines
Plans völlig zufrieden, vergnügt nach jhaud.
Er wurde, so lange er in Tanuton zvohute,
nie mehr vor die Militär-Court gerufen, um
für sein Nichterscheinen beim Mustern Re
chenschaft zu geben.
^Europäische Nachrichten.
e u a n
a e n a s o e n a e i n E n e
obgleich die Ansvahmsformen, als ob in die-^
fer Zeit ein Ausstand zu befürchten wäre,
noch aufrecht gehalten werden. Das Regie
rungsblatt enthält folgende Verordnung:
„Leopold ic. Nach Ani örung unserers
Staatsministeriums finden Wir Uns veran
laßt, den Kriegszustand und das Stand
recht a«f weitere vier Woche« vom Ablauf
der bisher festgesetzten Dauer zu verlängern,
dagegen die Gerichtsbarkeit der Standge-^
richte wegen bereits verübter standrechtlicher
Verbrecher für beendigt zu erklären und die
wegen solcher Verbrechen in Untersuchung
befindlichen Angeschuldigten den ordentlichen
Straf- und beziehungsweise Kriegsgerichten
zu überweisen. Eine andere Verordnung
erklärt den Staatsrath für aufgehoben.
e i u 5. Nov.—Die preuß. Ok
kupationsarmee unseres Ländchens hat nnn
in der Art ihre Winterquartiere bezogen,
daß die 1. Division (Hauptquartier Karls
ruhe) über Mannheim, Heidelberg, Bruch
fal bis Ettlingen sich erstreckt. Die 2. Divi
sion, (HauptqnartierFreibnrg), überRastatt,
Offenburg, Lörach bis Waldshut. Die 3 Di
vision über den Seekreis und Öoheuzollern
(Hauptquartier Donaueschingen). Die Re
kruten werden in der zweiten Hälfte dieses
Monats bei ihren Regimentern eintreffen.
Die Geschäfte derselben sind bis zum fitnfit» t*
gen März regnlirt. Die eiukaseruirte Mann
schaft wird in der Art beköstiget, daß sieMor
gens Kaffee, Mittags, Suppe, Fleisch und
Gemüse und Abends Suppe erhält, damit,
wie eine Generalordre sagt, die Mannschaft
nicht in den Wirthsbäusern aller Art »o«
Wühlern anhein.fält't.
Gestern wurden 27 Bürger von hier vor
Amt geladen und idnen proponirt, nachAme
nfa zu gehen dieselben aber meist wodlha
bend und ohne oder nur wegen fiugirlerJak
ta, auf gemeine Denunciation früher ver
haftet, wiesen eine solche Zumnthnng ab, in
etm sie fest überzeugt sind, daß sie jedes Gr
riebt schuldlos sprechen muß. Der Staat,
welcher seine freien tenkendenMitbürgcr um
derentwillen nachAmerica schicken will, hört
auf, lebensfähig zu sein.
a s a 3 1 O k i e i k i n de»
letzten Tagen mehrenden Fluchtversuche der
Gefaugenen haben eine geschärfte Handha
bung der militärischen Aufsicht zur Folge ge
habt, welche natürlich die übrigen Znhafrir
ten hart triffr. Das Paßweftn ist erneut ein
geführt und wird mit Strenge und Kon
sequenz behandelt nicht bloß die männlichen
Personen werden dabei ins Auge gefaßt,
auch die bis jetzt davon ansgeuommenFran
en und Mädchen müssen sich an ten Thoren
durch Pässe mit Personalbeschreibung ans
«eisen, um die Stadt verlassen zu können
es soll nämlich ein Gefangener in Frauen«
fieidern durchs Thor entkommen sein. Bei
einer solchen Verschärfung der polizeilichen
Maaßregel leidet der Verkehr unserer Bür
ger mit der Umgegend außerordentlich und
sie erfahren es jetzt, was es heißt, eine Fe
stung im Stadtgebiete zu haben. Begreifli
cherweise mußten auch die Begünstigungen,
die man bisher den Gefangenen zu werden
ließ, beschränkt werden. Der Briefwechsel
ist mit ihren Angehörigen, der in mancher
Hinsicht ihnen Trost in ihrer mißlichen Lage
gewährte, ist eben so wenig gestattet, als ih
neu Gelbunterstützungen ur Befriedigung
notwendiger oder unschuldiger Bedürfniße
übermittelt werden dürfen. Der Komman
dant der Festung, -dessen Lerantwortllchkelt
bei jedem Fluchtversuch in Anbruch genom
men wird, hat sich zu diesen Anordnungen
veranlaßt gesehen, welche von denen des
früheren Kommandanten, welcher besonders
dem Lesen von Briefen von und für Gefau
gene halbe Nächte geopfert haben soll, we
sentlich absteche«.
a st a t, -30. Qkt. —Gestern Vormit
tag sind hier wiederum zwei Gefangene, Kas
par Ehrsam vonWeming undWühelmOster
tag von Nimsenberg aus dem Spital und
Fort A. entsprungen. Bis jetzt hat mau noch
feilte Spur, wohin sie entkommen.
e i z i 4 o v u s o e n
seier). Zllles steht hier erwartungsvoll und
gespannt den 9 Nov. entgegen, nicht sowohl
deswegen, weil man vieAeicht von diesem
Tage etwas fürchtete, sondern weil das Mi
nisterium eine Verordnung hierher erlassen
a e e e i e u u a n
demselben zu verbieten. Der
Stadtrath, zu dessen Reffort die Sache ge
hört, hat nun allerdings fast sämmtlicheMtt.,
glieder des Blumkoimte's vorgeladen und
ihnen die Mmisterial-Verordnuug bekannt
gemacht allem nichts desto weniger ist das
Committee von zehn hiesige» Korperationei,
Volksverein, Montagskränzchen der Stadt^
verordneten, Blumverein, Arbeiterverein,
Guttenbergsbund, mehreren Baugewerken
und den P/affendorftr Maschiuenarbeitern)
gewählt werden. Es werden zu der Feier,,
die in den Räumen des Odeons gehalten
werden soll, 4000 Karten ausgegeben.—Am
10, MMnber, R-Blums Geburtstage, wird
vösM^^Auzahl seiner Freunde ein Volks*
tdteLÄlfw ebenfalls schoy
ru üb|mÄ sein sollen- Auch
28*~-
v,
öW wIbm er
wieder letz verstanden hält«.
„Geht, geht nur—Ihr habt nichts z» be
zahlen. Der General war' wahrhaftig übel
daran, der ein Regiment solcher tauben Re
kruten commandiren sollte. Z'igt ihm die
Thüre, Major, daß Mt den Kerl lös wer
den."
folgt.
v
«**r ..
9. Nov. feiern. Die deutsch-katholische Ge
«einde hier, deren Gründer Blum wakk»
veranstaltet am Sonntag ihm zu Edren ep
nen besoudern Gottesdienst.
E n i e a n a A e n e s S S
Okt. abermals ein Eoldatenerceß statt, in
dem 8—10 Infanteristen einen Mann auS
noch unbekannter Ursache bis in ferne Woh
nung verfolgten und daselbst in Lokalen, wo
leicht entzündbare Stoffe lagen, mir deyt
Licht in der H.titd unter Droimngen und
Schimpfen eigeuinächtig Haussuchung hiel
ten. Glucklicherweise fanden sie den Gcstuch»
teten nicht. Beschwerde gegen solche Ver
gehen wird selten erhoben, da eine Bestra
fung der Ucbelthäter, die auch wohl manch-,
mal schwer zu ermitteln sind, seht selten
a n k u 6 N o o e u e i t
tchzs bat uns der Prinz von Preußen wieder
verlassen. Er wird zunächst, auf ausdruckt!*
che Einladung des Erzherzogs Gonverneür
von Mainz, die dortige Bundesgaruisou iit
spiziren, dann sein Militärgcuverncmeut, die
Rheinprovinz und Westphalen, bereisen und
erst in vier Wochen hierher zurückkehren.
Sein Sohn, Prinz Friedrich Wilhelm, ist
bereits heute Wilhelm iiacb Beuu abgegan
gen. t#f.
*Fr a nlfnr'f, Mehrfache'.
Anzeichen lassen vermuthe», daß man vov
Seiten der deutschen Regierungen die Even
tnalität eines Wiederausbruchs der Feind
seligkeiten mit Dänemark in's Ange faßt.
Bereits ist die Rede davon, daß die alS.
Reichskorps unter den Befehlen des Gea.
v. Peucker in Baden vereinigt gewesenen
Truppen neuerdings in Bereitschaft zum Ab'
marsch gesetzt werden sollen. Zu diesen
Truppen gehören bekanntlich auch das Frf.
Linien Bataillon und das hier liegende baM.'
Jägerbataillo». Die neuerlichen Rüstungen
im Nassauischen scheinen obige Voraussetz
ung zu bestätigen. Für den Fall des Aus
Marsches preußischer Truppe« nach Holstein
soll auch das seit Knrzem hier eingerückte 31.
Linien Regiment an der Erpedition Antheil
nehmen.
a w s a N o v a n v e A
chert heute allgemein, Minister-Präsidem
I
a u habe sei» Amt in Folge von Zwistlg
feiten mit dem Kriegsminister, GrneraUtfiK
tenant von Schäffcr, niedergelegt.
e i n 3 3 O k I n e e i u n
dreier ungarischer Offiziere p.issirte heute da6
ans dem ungaristl en Nevolntioiiskricge bc»
kannte Fräulein Apollonia Iagello unsere
Stadt. Man erinnert sich, daß diese Dame
anfänglich bei einem der angesehensten ChefS
Adjntantendienste getdan, später aber sich
der ihrem Geschlecht entsprechenden Beanf^
sichtignng der Krankenpflege in den Lazare
then unterzogen hat. Sie hat sich der Emi
gration freiwillig angeschlossen. Ihre Er
scheinnng erregt ein nicht gewöhnliches Auf
sehen. Die schöne hohe Gestalt der kriegert
schenFrau lenkte durch eine elegantcSchärpe,
wie sie die A'jutanten des Nevolntionshee
res zu tragen pflegten, welche auch sie um
die Schultern gewunden hatte, in erhöhtem
Maaße die Aufmerksamkeit auf die Reisende.
Aus Baden, 1. Nov. Es verlautet
jetzt, eine mächtige Partei, die katholisch ari
stokratische Partei, mit dem Freiherrn von
Andlaw an der Spitze, sei daran, den Groß
Herzog zur Abdikation zn bewegen. Sie geht
dabei von der Ansicht aus, daß das Land in
setnem innersten und edelsten Theile faul
und angefressen, daß es nicht mehr lebensfä
hig sei und das ist eine Ansicht, die aller
dings auch von Anderen, welche weniger
selbstsüchtige Zwecke verfolgen, getheilt wird.
Zn Erben der Verlassenschaft würden Oester
reich, Baiern und das Großherzogthum
Hessen erkoren.
Das Justizministerium hat an sammtli
che Aemter des Großherzogthnms eine Ver
fügnng erlassen, wornach von denselben zn
erheben ist, welche von den in Untersuchung
befindlichen, minder gravirten Betheiligten an
dem badischen Aufstand gesonnen sind, noch
in diesem Spätjahr nach Nordamerika ans
zuwandern und welche es vorziehen, statt
dessen ihre zu erwartende Strafe abzubüßen.
Den weniger Bemittelten ist von der Regie
rnng zur Auswauderuug per Person eine
Unterstützung von mindestens 100 Gul
den zugesagt. Ferner sollen die Aemter NN
verweilt ein Verzeichniß derjenigen Unbemit
telten einsenden welche sich zur Auswande
rung verstehe«. Von Mannheim ist bereits
Seitens des Untersuchungsrichters 16 Perso
nen die betreffende Eröffnung gemacht wor
den in Karlsruhe haben 30 Personen die
selbe Aufforderung erhalten und ist ihnex
eine Bedenkzeit von
14
-W«»,
tu
Tagen zugestanden
worden.
Frankfnrt,3. Novbr. Welker ist
vvn seiner Reise nach Italien zurückgekehrt
und zur Zeit in Frankfurt. Er hat in dieser
Zeit unendlich gelitten. In Venedig ist ihm
die Tochter gestorben, der eine seiner Söhne
sitzt im Kerker und der andere ist nach A me
nka ansgewandert.—Die von dem Central
Komite zur Unterstützung der flüchtigen
Reichstags Abgeordneten veranstalteten
Sammlungen haben bis jetzt einen Betrag
von nahe an 5000 fl. geliefert Frankfurt
allein ist dabei mit«ngefähr 3500 fi. bettzßi
ligt»
I Frankreich.
I Paris,4. Novbr.—Die feierlicheJnstat
lchtion der obersten Gerichtsbehörden vov
M,nz Frankreich ging gestern ohne alle Stö
rung von Statten. Bemerkenswerth war
der rein republikanische Geist, den alle ans
seren Anordnungen und alle Reden zur
Schau trugen. Sogar Dnpin, der als Gene
wlprokurator eine lange historische
dntmf*
kelnng der gerichtlichen Institutionen in
Frankreich gab zollte den neuen demokra
tzsch-repnblitsmjche» Einrichtung-»
M|
so mehr Aufsehen erregendes Lob, als er n ch
neulich in einer Rede während der Lakau
Das Wort Republik ganz vermieden und nit
dem Rufe geschlossen hatte: Es lebe die
tion? Einem Blatte zufolge soll er sojar
aus dem Saale des Jnstizpalastes, worin ye
Feierlichkeit vor sich gehen sollte, alle Ins^z
nien haben entferne«i lassen, die mit der Re
publik nicht im Einklang zu stehen schienen,
Am meisten zeichnet sich jedoch die Rede
Lonis Bonaparte's selbst durch ihren repub
likanischen Geist aus. Sie lautet
„Meiue Herren! Ich bin glücklich mich
in Ihrer Mitte zn befinden nnd eine feiertt
che Ceremonie zn präsidiren, welche durch die
Wiederherstellung der Magistratur ein Prin
^ip herstellt, welches nur eine augenblickliche
4a»
Verwirrung hat verkennen lassen können.
In den bewegten Zeiten, in den Zeiten w
welchen die Nationen das Recht nnd Unrecht
zn vermischen scheinen, ist es nützlich, den
Glau der großen Institutionen zu erheben,
und zu beweisen, daß gewiße Prinzipien eine
unzerstörbare Kraft in sich schließen. Man
sagt gern: die Fnndamentalgesetze sind erneu
ert worden, alle Gewalten des Staates sind
in andere Hände übergegangen, und doch ist
trotz aller dieser Umstürze nnd Schiffbrüche
das Prinzip der Unabsetzbarkeit der Magi«
stratnr aufrecht erhalten worden. In der
That ändern sich die Gesellschaften nicht nach
dem Willen des menschlichen Ehrgeizes die
Formen wechseln, die Sache bleibt. Ungeach
tet der politischen Stürme, welche srit 1815
Über uns dahin gegangen sind, leben wir doch
noch, Dank den großen Institutionen, welche
durch das Konsulat nnd das Kaiserreich ge
gründet worden sind die Dynastien und die
Charten sind verschwunden, aber das, was
fortdauert nnd nns rettet, ist die Religion,
die Organisation der Gerechtigkeit, der Ar
mee, der Verwaltung.—Ehren wir, was un
veränderlich ist, allein ehren wir auch daS
Gute, was in den eingeführten Veränderun»
geu liegen kann. Heute z. B.,wo Sie von
len Punkten Frankreichs herbeigeeilt sind,
itiii vor dem ersten Beamten der Repnblik ei
nen Eid zu leisten ist es nicht einem einzel
nen Menschen dem Sie Trene schwören,
sondern dem Gesetz. Sie^kommen hieher, um
in Gegenwart Gottes und der Staatsgewal
ten zn schwören, treu einem Mandat nachzu
kommen, dessen strenge Erfüllung die franzö
sische Magistratur ausgezeichnet hat. Es ist
tröstlich, zu denken, daß ausser den politischen
Leidenschaften und den Bewegungen der Ge
fellschaft ein Korps von Männern besteht,
welche keinen andern Führer, als ihr Gewis
sen, keine andere Leidenschaft, als das Gute,
und keinen andern Zweck haben, als die Ge
rechtigkeit herrschen zu lassen. Sie werden,
meine Herren, in Ihre Departements zurück
kehren. Bringen Sie dorthin die Ueberzen
gang zurück, daß wir aus dem Zeitalter der
Revolution herausgetreten und in das der
Verbesserungen eingetreten sind, welche den
Revolutionen vorbeugen. Wenden Sie mit
Festigkeit, aber auch mit der größten Unpar
teilichkeit die beschützenden Gesetze unsere#
Gesetzbuches an. Möge es niemals unbestraf
te Schuldige und unschuldige Verfolgte geben»
Es ist Zeit, daß, wie ich vor Kurzem gesagt,
diejenigen welche das Gute wollen, sich be
rnh'gen und diejenigen, welche ihre Mei
nnngen und Leidenschaften an die Stelle de6
Nationalwillens setzen wollen, sich resigniren.
Indem Sie die Gerechtigkeit üben in der
edelsten und breitesten Bedeutung dieses
Wortes, werden Sie viel, meine Herren, zur
Befestigung der Republik beigetragen haben
denn Sie werden in unserem Lande die Ach
tung vor dem Gesetze befestigt haben, diese
erste Pflicht, diese erste Tugend eines freien
Volkes."
aU
I I I B-
Säcke aufzuheben sich anschickte, fand er an6,
daß er ohne Hülfe sie nicht auf den Karren
bringen konnte. Dieselben enthielten $ 30-,
000 in Gold, welches der zerlumpte An
kömmliug in Californien erbeutet hatte.
Zwei Stunden später promenirte derselbe
in einen Broadway Beau verwandelt an
der Landung auf und ab.
Ein östliches Blatt ertheilt den Men
Rath nicht die eigene Gesundheit zu Gnlnd
zu richten, während man die Gesundheit
,.4
1
a n i a i s s
u i n e n i n e n a A e i k
Eine interessante Schrift wurde der eth
nologischen Gesellschaft zu New-Iork ans
der Feder des Herrn E. G. Squier, Ge
schäftsträger der Ver. Staaten zu Guatima
la, überreicht. Hr. Squier hat bereits seine
archäologischen Nachforschungen begonnen
und einige seltsame Ueberreste auö alter
Zeit nach Waschington gesandt. Er berich
tet, daß vor Kurzem eine antike Stadt ent
deckt worden sei, die 150 Meilen von Leon
unter einem Walde begraben lag und an
Wundern der Baukunst selbst Pa
lenque überträfe. Es bleibt kein Zweifel,
daß Städte auf dem westlichen Cöntiuente
verborgen liegen, die an Ausdehnung und
Größe ihrer Monumente die Ausgrabungen
Herculannm's und Pompeji's übertreffen
Die Indianer leisten ihm allenthalben in
seinen Nachforschungen Beistand, unter der
Bedingung jedoch, daß er keine Spanier
nach ihren Dörfern bringe und den Prie
stern die Geheimnisse, welche sie ihm zeigen,
nicht ausplauderen vi -j-w .*
e S e i i
Dämpfer Falcon kam letzthin ein Individu
um ohne Hut, Reck und Stiefel in New
Orleans an. Nachdem diese menschliche Ra
rität einen leichten, sorglosen Blick um sich
geworfen, rief er einem Drayman und hieß
ihn ein paar Reisesäcke von Bord nach Hew
lett'fi Hotel tragen. Zögernd kam derselbe
der Aufforderung nach als er jedoch die
in».*
i&dg&i i
e e n i n i a e i a
Nach einer Angabe in der „Daily News"
enthält Philadelphia jetzt 35u,000 Einwoh
ner oder 70,000 Familien. Von dieser A t
zahl sind nur 3000 Familien, die reich genug
sind, ohne Arbeit zn leben £0,000 lehnt
von mechanischen oder prrfrfinwUni Zwei
gen, und die übrigen 47,000 irög tt in zn ei
Theile getheilt werden, welche a, bciten oder
zu arbeiten verlangen uud 17,000. welche
sich gesetzwidriger oder verbrecherischer Mit
tri bedienen, ihr Leben ju machen. Von die
ser letztem Classe vermnthet man, daß 6000
Bettler sind 4000, die vom Abf.ill auf den
Straßen leben uud von dem, was sie in den
Knchen der Reichen bekommen 3000, wel
che stehlen 1000, die in Ermangelung ir
gend einer Unterstützung hungern, und 3C00,
die gemischte Geschäfte betreiben.
Ein junges Mädchen, Namens Elisabeth
Nice, das in der Familie des Hrn. Jacobs,
wohnhaft in der Coates-Straße, nahe der
5ten in Philadelphia, als Kinds magd diente,
hatte einen Liebhaber, Namens Diks, ein
Lehrling zum Blecharbeiter-Geschäft. Am
Mittwoch Abend gingen Miß Rice und ihr
Liebhaber an einen Vergnügungsort und
kehrten um etwa 10 Uhr nach Hause, und
wurden von einem auderu Dienstmädchen
eingelassen, Elisabethen bemerkend, sie werde
in kurzer Zeit auf deu Speicher nachfolgen.
Am andern Morgen, als die andern Mäd
chen herunter kamen, fanden sie znm Schre
cken Elisabeth und ihren Liebhaber auf den
Boden hingestreckt, Beide in einem Zustande
der Bewußtlosigkeit, anscheinend todt. Die
Familie wurde sogleich von dem Zustande
der Dinge in Kenntniß gesetzt nnd Aerzte
herbeigerufen. Das Mädchen war aber,
trotz aller Geschicklichkeit der Aerzte, nicht
wieder zur Empfindlichkeit zu bringen und
starb um etwa 2 Uhr Nachmittags. Der
jnnge Mann wurde aufgeweckt und war nach
letzten Berichten am Besserwerden. DieVer
storbene war ein schönes Mädchen und wur
de von ihren Freundinnen Und Bekannten
allgemein geschätzt.
Es war die Melnuug der Aerzte, das Un
glück sei durch das Gas von Steinkohlen
fener im Knchcnrost verursacht worden.
Das Zimmer, in dem die Unglücklichen ge
funden wurden, ist sehr klein und wird nur
zum Kochen benutzt, die Thüreu waren alle
zu und de? Zvg am Rost abgeschlossen, um
das Abbrennen des Feuers zu verhüten
also konnte das Gas nicht abziehen und muß
te sich in dem Zimmer anhäufen. (R.Adl.
Eine moderne Siebenschlä ijB.
In der Nähe von Porte Rousseau ist die 18
jährige Tochter eines Tischlers Mittwoch
vor Ostern eingeschlafen und bis jetzt noch
nicht aufgewacht. Während der Zeit war das
Mädchen ganz gefühllos. Ihre Glieder sind
steif, doch mit allen Zeichen des LebenS.
Man hat versucht, ihr die Augenlieder zu
öffnen, allein nur das Weiße kam zum Vor
schein. Zuweilen bewegt sie die Lippen
dann flößt man ihr etwas Bouillo« ein, die
üe auch scheinbar verschluckt. Vor einigen
Jahren schlief das Mädchen auch einmal
em paar Wochen lang.
V e o n e K i n e e u n e n
Vor einiger Zeit fand ein Herr von Albany
einen, vor einigen Jahren verlornen, Sohn
wieder, und es stellte sich hei aus, daß der
selbe während dieser Zest bei einer Familie
in Oswego war. Dieser Vorfall erregte
vieles Aufsehen, indem von der einen Seite
behauptet wurde, daß jene Familie den
Knabeu gestohlen habe, und von der andern,
daß sie denselben in einem zerlumpten und
verlassenen Zu stände gefunden habe.
Die Nachricht yon dem Wiederfinden die
ses Knaben veranlaßt? einen Deutsche» Na
mens Henry Baumer, von Hoboken, der im
Juni 1846 ein kleines Mädchen verloren
hatte, nach OSwego zu gehen nnd Nachfor
schnngen anzustellen und er war so glück
lich, sein Kind bei derselben Familie zu fin
den, bei der der erwähnte Knabe gewesen
war. Als er das Mädchen fand, redete er
es auf Deutsch an, und es gab ihm angeu
blicklich in derselben Sprache Antwort, ob
gleich es in drei Iahren kein Deutsch gespro
chcn. Die Familie, welche diese Kinder ge
stöhlen oder jedenfalls widerrechtlich zurück
behalten hat, und deren Namen nicht ange
geben ist, gab diese zwei Kinder für Zwillinge
ans.
Das Albany „Evening Journal" sagt,
daß Hr. Vanmer nun in jener Stadt sei
und die Rückkehr des Gouverneurs abwarte,
um einen Verhaftsbefehl gegen die Frau von
Oswego, bei der sich das Mädchen befand,
zu erhalten. (Weltb.
e e s a e W s i n
Ein junger Mann, Namens Carroll,
hatte es in voriger Woche gewagt, eiuer
Frau Rennick, in Saline County, Missouri
wahrend der Abwesenheit ihres Gatten, uu
anständige Anträge zu mache». AlS ^der
Mann Abends nach Hanse zurückkehrte, er
zählte ihm die Frau mit Thränen in den
Augen, was vorgefallen war, worauf ihr
der Mann eine geladene Psstole mit der An
Weisung übergab, den Carroll zu erschießen,
f.illö dieser sich unterstehen sollte, sie wieder
mit ähnlichen Anträgen zu belästigen. Einige
Tage darauf erschien Carroll wi?der, erneu-/?,
crte seine Anträge nnd vei suchte die Fraus»
zurück zu halten, als sie die Treppe hinauf.,
zu steigen versuchte. Sie ergriff die Pistole,^
feuerte solche auf den lüsternest Patron ab,^
ter beinahe 15 Minuten darauf an der em-^'
pfangenen Wunde starb. Rennick und seines
Frau wurden Ivor Gericht gefuhrt, abey?
gleich darauf freigesprochen.
smvIaaytA
rntmmJmäit
W a s i n o n s A s i e s a
dresse. Die Administratoren des Da
niel Cleypeole, Vnchvrncker, welcher neulicl,
93 Jahre alt, in Philadelphia starb, haben
bekannt gemacht, daß sie auf öffentlicher
Versteigerung am IStnt Februar, das ur
sprüngliche Manuscript von „General Wa
shington's Abschiedsaddresse an das Volk der
Vereinigten Staaten" verkaufen werden.
Es stellt sich jetzt heraus, daß Washington
der alleinige Verfasser dieses großen Staats
Dokuments war, selbst von den zwischen de«
Linien eingeschalteten Verbessernngen-inde«
jeder Theü von seiner eigenen und nie z«
vergessenden Handschrift ist. Die National
Regierung wird sich natürlich in den Besitz
dieser werthvollen Reliquie zu setze» suchen.
Hau«. Gaz.
Der Lancaster „Wahre Amerikaner" sogt*.
Wir sind von einem Freunde berichtete
worden, daß Rosina a einzige Toch
ter des verstorbenen Ehrw. Herrn Georg
Rapp (von Napp's Oekonomie), neulich in
dem früheren Wohnsitz ihres entschlafenen
Vaters gestorben sei, nachdem sie ein Alter
von etna 70 Jahren erreicht hatte. Der
alte Vater der Oekonomie hatte blos zwei
Kinder, einen Sohn und eine Tochter, wels
che jetzt beide tobt sind.
Der Washington Correspondent des Phfa
ladelphia „American" sagt, daß seit dem 4.
letzten März 808 Postämter errichtet sind,
287 aufgehoben, und bei 611 der Ort, wo_
die Postämter gehalten wurdet' verlegt.
2877 Pastmeister wurden abgesetzt, 1863 re
signirten und 139 starben. Es sind im Gan
zen 18,000 ober 19,000 Postämter itt den
Ver. Staaten.
i v i e i u e s e n
1) Vollständige Preßfreiheit für alle Ser
viette« uud Tischtücher 2) Freiheit der
Rede für alle Taubstummen Anstalten
3) Volksvertretung durch Cavalleriepferde
auf breitester Basis 4) Eine Kammer
für alle Radikalen im Stockhans 5)
Geschworne Feinde des Fortschrittes
6) Befreiung des Grund und Bodens—von
allen Republikanern 7) freies Iagdrecht—
auf fette Stellen uud hohe Orden 8) Ge
Werbefreiheit für Gensd'armen, Con
stabler, Polizisten, Denuncianten und Vigi.
tarnen 9) Freies Wahlrecht aus allen
Speisezetteln.
Gin verwirrter Kopf erläßt in der
in Cleveland, Ohio, erscheinenden deutschen
Blatte einen Aufruf zu Unterstützungen und
freiwilligen Geldbeiträgen, zum Zwecke ei
nes zugleich deutschen und englischen Blattes
unter dem Titel: „Der wahre Republika»
tier." Zufallig weiß aber der Er-Benedikti
ner und kaiserlich-köuigliche Er Professor des
Bibel. Studiums (Andreas B. Smolnikar
nennt er sich) bis jetzt weder den Ort, noch
dte Z.'it anzugeben, wo uud wauu sein pro
jektirtes Blatt erscheinen wird-(er hat näm.
lief) erst noch das Geld zum Ankauf einer
Druckerei zusammen zn betteln) es ist also
noch Hoffnung vorhanden, daß dem dent
sehen Namen diese neue Blamage et spart
werde« wird. Wer hier deutsche Blätter her
ausgeben will, sollte doch vorher seine Ge
danken logisch ordnen und grammatikalisch
richtig sich ausdrücken lernen Beides aber,
und namentlich die Logik, sind dem angebli
chen Er-Professor böhmische Dörfer.
Eine große Völkerwanderung, zwar nicht
von Gothen, Vandalen und Hunnen, wohl
aber von Eichhörnchen, fand unlängst durch
den Staat Kentucky statt. Es war dieses
die dritte seit 27 Jahren. Die erste geschah
im Jahre 1832, die zweite im Jahre 1833.
Sie zogen jedesmal über deu Ohio südwärts.
Sie wichen weder Menschen noch Hunden
aus und wurden zu Tausenden todtgeschla
ge«.
Zu der unter Prinz Albert's Auspicken str
das Jahr 1850 bestimmten großen Industrie
Ausstellung in London, welche wohl alle bis
bishcrigen des Continents in den Schatten
rücken dürfte, werden bereits mancherlei
Anstalten getroffen. So bereisen jetzt, in
Prinz Albert's Anftrag, vier Gentlemen vom
Londoner „Knnstverein" (Society of Artö)
denfelbcn Verein, der das werthvolle, die
höheren Gewerke mit berücksichtigende, mo
natliche Kunstblatt „Arts—Union" heraus
giebt, die vornehmsten Fabrikate in Lan
kashire und Aorkjhire, um die Ansichten der
bedeutendste» Fabrikherren über diesen Plan
zu vernehmen. Diese sprechen sich, wie der
„Manchester Guardian" meldet, höchst gün
stig darüber aus. Das Direktorium der ost
indischen Compagnie hat versprochen, eine
vollständige Sammlung von Mustern der
Natur und Knnsterzeugniffe Indiens zu der
zu liefern.
Ausstellung
Dikjenizen, welche Lichter machen, wer
den eine große Verbesserung darin finden,
wenn sie die Dochte in Kalkwasser und Sal
peter tauchen und dann trocknen. Die Flam
me ist Heller und das Unschlitt läuft nicht.
iBei der Jahresfeier der Stiftung der
,/Hebrew Benevolent Society" in NewAork
die mit entern Festmahle im Apollo-Saale
begangen ward, wurde unter Andertn feit
gender merkwürdige Toast ausgebracht:
1:
1
1 ,,Unsere Brüder im heiligen Lande, die
s Wachen auf den Wällen Möge bald die
idas
Stnnde schlagen, in der das Banner Ju
weh?» wird auf dem Berge Zion
Die fünfzehn tausend Juden, die als'
Streiter kämpften für Ungarn's Freiheit."
O, daß sie dereinstens erfolgreicher ftrei
ten möchten in beut erhabenen Kämpft
^nm ihr alles Erbgut."
Auch ein Schreiben des zu dieser Feier
eingeladenen Hrn. Darnel Webster vom 0.
d. an den Präsidenten, M. M. No.ih,
ward verlesen Hr. Webster entschuldigt
ßM Richterscheine« trod sprtcht feUtt stets
t,
gefühlte TbeilnaHme für die N.u1 kvmuicn
eines Volkes aus, das Gott zuerst sei«#*
Offenbarung gewürdigt.
„Ihr habt also gehört, Hans, daß der
Angeklagte uns Richter und die Herren Ad^
vokaten Spitzbuben geuauut hat."
Ja wohl, und er hat noch dabei gtfäqty
daß er es uns schriftlich geben wollte.
„Nun, ließet Ihr es Euch denn schriftlich
geben?"
Gan« Europa leidet an Fettsucht, woraus
Heißhunger, Auszehrung und Knochenfraß
entstehen. England leidet an der Wasser
sucht und am Spleen, Frankreich an We
hen und an verdorbenem Magen,—Spanien
am Schwindel und Blutspeien,-Italien und
die Schweiz an Krenzschmerzeu und den
schwarzen Pocken, die Türkei an Alters
schwäche und Schwindsucht, Rußland am
Knieschwamm und Starrkrampf, und Po
len hat den kalten Brand,—Deutschland am
Kopfschmerz und Drangwehen, an der
Manlfpere und am Krebsschaden,—Preußen
hat das Fieber und den Bandwurm,—Sach
sen hat Diarrhoe,—Oesterreich leidet an
Verstopfung und Gliederreißen, Meklen
burq, Hannover und Weimar an Vollblü
tigkeit,— Bayern hat Alpdrücken,— SchleS
wig-Holstein das Heimweh,— mehrere deut
sche Staaten leiden am Weichselzopf und an
der Schwerhörigkeit, am Fanlfieber, am
Miere, am Wasserkopf, an Nachwehen u&d
am freiwilligen Hinken, Ungarn an Zyo
plerie und vorübergehender Melancholie.
Witze 0 e W i tze-Das menschli
che Leben gleicht dem Spiele. Der eine
hat die Hand im Spiele, der andere steht
auf dem Spiele, der dritte setzt auf das
Spiel, der vierte läßt nicht mit sich spielen.
—Das Leben gleicht dem Theater: das
Kind spielt die Posse, der Jüngling das Lust
spiel, der Mann das Schauspiel, uud daS
a u e s i e a s e e n e i e K a
e n s i e l: das Kind spielt mit demGrün
der Hoffnung, der Jüngling mit dem Roth
der Liebe, der Mann mit Pik und Schellett.
W o e e i A e n o e i n e
spiel macht! Der eine prämelirt, der
andere hebt ab, der dritte giebt an, der
vierte giebt zu, der fünfte brockt ein, der
sechste wirft ab, der siebente sticht, der achte
wirft den Trumpf darauf, der neunte schin
det, und der zehnte wirb labet. Der König
spielt mit der Dame, der Obrr mit dem Un
ter, der Alte mit dem Buben, und sogar die
böse Sieben fehlt nicht in der Karte.
Das Lebe» gleicht der K e e a ju
Beide sind auf den Sand gebaut je ebener
der Boden, desto leichter der Schub je län
ger die Bahn, desto mehr fordert sie Kräfte.
Die Kugeln sind die menschlichen Handlun
gen, mit denen man trifft oder eine Ratte
schießt richtige Auflage ist bei beiden die
Hauptsache. Bogeukugelu könnte
man schlaue Winkelzüge nennen, die ihr
Ziel um so sicherer erreichen Tölpel wer
den stets aneckkln. Im Leben wie im Kegel
spiel wird die e 0 e schlecht bezahlt
und der kommt am besten weg, der sich wa
cker auf Husarenhiebe und Bataillons ver
steht. Wer brav scheeren kann, be.
kommt den K a «z und man schreibt ch«
die HonneurS an.
1 ,•
Nein, wir babe«?» i!m fbon so geglaubt.
General Quitman, der Soint deutscher
Vitern, der sriiivm Vaterlande durch seine
Thaten im imrif.inifchvii Kriege hohe Ehre
gemacht hat, ist mit einer bedeutenden Mehr
heit zu in Gouverneur des Staates Missis
sippi erwählt worden.
e n s e n a n e i i i i
Mährend die Sympathieen der Amerika
iter für die europäischen Märtyrer der ^rei
heit, für die Leiden und Drangsale der Völ
ker in Anspruch genommen sind, cristirt in
ihrer Mitte ein scheußliches, veradscheuungs
würdiges System, dessen Opfer diese Sym
pathie nicht weniger verdienen ein Zweig
des Haynan'schen und Nikvlans'schen Uuwe
jens, gepfropft auf den Freiheitsbaum der
Republik.
In einem Blatt aus Norfolk findet sich
folgende Anzeige zur Beleuchtung dieses Sy
stems, welches Schönheit nnd Jugend öffcnt
lich feilbietet.
e k a n n a u n E i n a i
ges Mädchen von ausgezeichneter Befähi
gung. welches sich jetzt in Hall's Gefänguiß
befindet, wird hiermit zum Verkaufe ausge
boten. Sie ist, was Spekulanten ein Phan
tasiestück nennen sie besitzt eine helle Mu
latteufarbe, schlanke Gestalt, glattes, langes
schwarzes Haar, große schwarze Augen, und
ist außerordentlich nett uud reinlich in Anzug
uud Person. Ich behaupte, daß es keine
bessere Näherin, St ckerin nnd Strickerin in
Norfolk, noch sonstwo giebt, als sie. Damen
nnd Hereit, welche ein Mädchen dieser Art
bedürfen, möge» sie holen uud auf meineGe
fahr probiren, und wenn sie nicht gefällt,
so liefere man sie nur an Hnv Hall ins (Ben
fnuguiß ab.
Die Ursache, warum ich sie verkauft, ist,
daß sie kürzlich verleitet worden, zu entflie
heu.
E u o a
's
Der ehrbarste Theil des Gesichts bleibt
^ie N a s e. Sie ist der Stammhalter des
selben, sie setzt ihm die Krone auf. Gefähr
lich ist der Mund sein Plaudern hat schon
Manchem den Ruin gebracht. Verführerisch
ist das Auge das 5)auptwerkzeug des
S i n n e n e n u s s e s i s e i e O e n
ilst man verliebt, bis über die Obren steckt
man in Schulden bis über die Nase war
es noch Niemand. Für wie viele Erbärm
lichkeiten ist „man ganz Ohr ganz Nase ist
«och Niemattd gewesen und wie viele ge
weine Dinge sind unter vier Augen abge
a w o e n i e s i e i u n e v i e N a
sen vermieden worden wären!
Die Kinder gleichen den Fechter! we««
sie nicht a i A bekommen sie Hi«tze.

W MÜeAsbe« Dörset« wird man Best
a i o n i a 0 1
men aus „Pennsplvanian," daß bis zum
27. November 3,730,000 Thaler Ealifor
iiifl Gold in der Ver. Staatenmüuze in Phi
jAöÄW»
K a n k e i e n

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