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Ohio Staats-bote. (Canton, Stark County, Ohio) 1846-1851, July 24, 1850, Image 2

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Ms e^wkWf nach Haufe
WotzßWD absteigen
tiner
Kopfe gerade gegen die Füße des stai,brecht
lich
erschossenen Artillerie-Lieutenauts Gr. v.
Fugger zu liegen kam. Soll mir der Tod die
Parteien einen können? Der Name des
Generals beißt Pflummeru. (Wenn wir
uns recht erinnern, batte Herrv.Pflummern
^früher in den öffentlichen Blättern die Räch,
I
ficht, daß die Gefangenen in Landau geprü«
*ge(t werden, in Abrede gestellt.)
Frankfurt a. M. Von allen tmfrnt
großen Bank« und Handelshäusern war bis
jetzt die Firma Rothschild die einzige, welche
die Eonjuuktureu zu benutzen suchte, die das
moderne Goldland Califoruien zur Ausbeute
darbietet. Bereits im September vorigen
Jahres wurde zu San Francisco, derHaupt
,-stadt des Landes, ein Rothschild'sches Etab
^lissement errichtet, für deficit muthmaßliche
HGewinnste maßgebend ist, daß solche mit
Idem Handel an Goldstaub ach auf 15 pCt.
^berechnen, während der Wechseldiskonts in
neuester Zeit die Höhe von 10 pCt. pro Mo,
Mat erreicht hat.
Die deutsche Flotte, welche jetzt bei
Bremen stationirt ist, (um wegen Buufen's
Verjagung aus dem Oberhaufe Satisfaktion
u fordern soll sich in jeder Beziehung in
wem sehr traurigen Zustande befinden. Da
Hem vom Erzherzog Johann noch kurz vor
Deinem Rücktritt zum „Admiral" der
Deutschen Flotte ernanuten Nordamerika!»«
hen Seeoffizier die Mittel zur Erhaltung
ieser Marine immer mehr versiegen, so ist
erselbe Willens, falls ihm nicht bald von
Seite Geldunterstützungen zugehen,
|inä von den unter fernem Kommando liehen#
Den deutschen Kriegsschiffe» zu ver
Haufen oder zu verpfänden! Welcher
upawn Shop" wird sich wohl damit befassen?
Huf
diese Weise dürfte nach und nach die
Danze deutsche Flotte konfuuiüt werden!! Tie
Mannszucht auf derselben wird eben so we
von einer vortheilhaften Seite geschildert,
il Baden. Der Ausmarsch der badifchen
Aruppen ist mit Sicherheit zu erwarte».
HM 23. sollten zwei Schwadronen nach Köln
Wfbrechen zwei andere Schwadronen, de
ff» Bestimmung »»bekannt ist, folgen am
Widern Tage von der Artillerie werden so
wnn fünf Batterien zu Fuß und eine reiten.
De (48 Kanonen) nachfolgen die Rekruten
z» den ueu zu bildenden Bataillonen fuid auf
den 26. einberufen. Im Ganzen sollen für'*
tfrste 5000 Manu badische Infanterie in
vorderrussische Garnisonen verlegt, um zu
preußisch-konstitutionellen „Herrlichen" um
Atmodelt zu werden. Das Erperiment wird
ttotz der geknebelten Presse nicht nicht gel«-
Preuße». Die„westphälische Zeitung
Dhreibt Folgendes: Die Folgen der neue»
Preßverordnung zeigen sich bereits. Tag für
Tag begegnet man Setzern und Drucfem,
welche brodlos geworden sind. Auf den
Landstraßen und Eisenbahnen jagen Reisen
de für Papiersabrikanten umher, um von den
Druckern, welche die Verordnung ihres Er«
wer be Z beraubt hat, möglicherweise noch
Ausstände eiuzukassiren. Meist wird ihnen
aber die Antwort, daß sie, die Reifenden,
«ichts bekommen konnten., weil die Drucker
durch jene Verordnung zu Bettlern gemacht
Haren.
Die „Darmstädter Zeitung" widerlegt das
Oerücht, daß die beiden Hessen und die
Stadt Frankfurt den badischen Truppen den
Durchmarsch verweigert haben.
1 Schleswig-Holstein. Dem „Schwä
bischen Merkur" wird von Frankfurt a. M.
«us geschrieben, daß die Friedensunterhaud
klugen mit Dänemark mit einer Modifikation,
Ulf to Preußen eingegangen ist, den baldi
j|rn Abschluß erwarten lassen.
In Ungarn haben nach den Hunderte«
«wi Verurtheilungen endlich einmal einige
Pegnadignngen, nicht zu Pulver und Blei,
ßmdern zur Freiheit stattgefunden. Sämmt
Jche Offiziere, welche vor der Revolution
Den österreichischen Dü'ust quittirt, und in der
Ungarischen ArmeeDienste genommen haben,
HȊter aber vmirthrift wurden, werden nun
Dänzlich in Freiheit gesetzt. Es sind bereits
»,'e einzigen zwei Verurtheilteu, welche zu die
(ft Kategorie gehörten und in Pefth imNen
Gebäude saßen, in Freiheit gesetzt worden.
Es find dies Albert tea Földvory und Alb
Weht.
In Arab sind in dieser Veranlassung 55
erurtheilte n Freiheit gesetzt. Vier der
Wmnestirten reiste« allsogleich nach Pesth,
darunter der ehemalige Major Madarassy,
»elcher auf 20 Jahre verurtheilt gewesen,
Md Kasimir Szentivanyi. In Arad befan
Urn sich 60 ehemalige quittirte kaiserliche Offi
ßtere. Fünf davon wurden nach Olmütz kon
ßgnirt, darunter Leopold von Rohonczy, wel
che «ach bereits in Freiheit gesetzt wurde».
Hie Konfiskation der Gittt aller Amnestir-
Mn iß aufgehoben.
Der ehemalige Adjutant Bern**, Simony,
Wurde zu Nagy UjfalP aufgegriffen und nach
Westh ms Neugebäude gebracht. Er btHtU
Igte Majorsraug in der Znfurgeutenarmee.
Nnch einem Schreiben des „Wanderers"
«s Konstautinopel vom S. Juni sind die
Ander Kossuths mit ihrer Tante (Groß
in Konstantinopel angekommen
«ach Kiutadie zu ihrem Vater,
die Gattin des Obersten, ist
i
mill
Tarn
And vor ferner*'
Wollte, blieb er
büge! hängen,
fiel
im Steig-
auf den Degengriff und
1 brach poch überdies den Fuß am Oberschen
4 k?l. Die Folge davon war, daß er nach 24
Stunden vor dem Feldwebel unter nicht ge
*j ringen Schmerzen starb. Merkwürdig ist
es noch, daß er auf dem Kirchhofe mit dem
abgereist. Die Regierung gibt
zu ihrer Sichextzek i»f »er
Franfreich. Der Dötationseutwnrf,
durch welchen dem russischen Poli'zeibüttel
Louis Napoleon, 2,160,000 Franken ans
der Tasche des Volkes bewilligt werden, iit
mit 354 gegen 308 Stimmen durcl'gcgangen.
Türkei, lieber den in Bulgarien ausge
brochenen Ausstand vernehmen wir über Bel
grad nnd Semlin folgendes Nähere: Nicht
gegen die kaiserliche Psortenregierung ist der»
selbe gerichtet, dre veranlassende Ursache des«,
selbe» sind lediglich die Bedriiückungen der
Pforfeubeamten (wlasiik). Der Pascha
selbst ist von dieser Ueberzengung durchdrun
gen nnd daber für versöhnliche Schritte ge
stimmt. Uebrigens bestätigt sich die Einnah
me von Belgradczicz. Nach einem anschei
nend etwas übertriebenen Berichte der zu
Agram erscheinenden „Narodne novine" wä
ren etwa 200 Ortschaften mit 40,000 kriegs
fähigen Männern aufgestanden. Die Provinz
fei von türkischem Militär entblöst, da Omer
Pascha mit dem größten Theile der Macht
nach Bosnien aufgebrochen sei auch betrage
die tin tische böcl stens 1 Zehnttl eil der ge
fammten Bevölkerung der Bulgarei. Die
Bulgaren sind Slaven nnd gehören zum itty«
riftlieu Sprachstamme, wrßhalb die Theil
nähme, womit die südslawischen Blätter tie
Kunde von diesem Aufstande entgegenueh
men, erklärlich wird.
Gvun'ösacljc iviD nfr|jt flLicnncr.
Canton, Mittwoch, Juli 21., 1S50.
Für Guvernör:
9 k e u e n W o o
Mitglied der Board fiir öffentliche Werte:
Obrist A. P. Miller,
von Butler County.
Ilrwahlrn.
Die Urwablen werden am 24ten nächsten
Monats geholfen werden. Bei diesen Wah
len bat das Volk nicht allein das Recht, son
dern es liegt ihm auch die heilige Pflicht ob,
olche Manner stir die ver.chiedenen Staats
und Conntp-Aemter zu erneunen, welchen es
ruhig und getrost die Sicherung seiner tben
ersteu Rech e anvertraue« kann. Ein Eon
greßmttglieb, ein Senator, ein Ccuulp Com,
missar und Auditor sollen ernannt werden.
Wie viel daran liegt, daß die demokratische
Partei ihre Candidate« und unter diesen die
anerkannt Fähigsten erwähle, muß Jedem
einleuchten. Darum, liebe Mitbürger auf
dem Lande, versäumet nicht, von eurem
schönen schätzbaren Rechte Gebrauch zu ma
chen und nachdem ihr den reichen Segen
Gottes glücklich eingesammelt habt, durch
Ernennung uud Erwählung gewissen lifter
Diener dafür zu sorgen, daß ihr mit den
Eurige» in Ruhe und Sicherheit die Gaben
eines Allliebenden genießen könnt. Deutsche
Landsleute, zeiget durch euer Erscheine» bei
diesen Urwahleu, daß ihr nach diesen Frei
staaten nicht blos wegen körperlichen Wohl«
seins sondern aus Liebe zur Freiheit, zum
Genuß der Eiligsten Menschenrechte gekom
men seid. Die paar Augenblicke, welche die
Theilnahme au diesen Wahlen erfordert,
wird durch die Erwählung tüchtiger Männer
reichlich belohnt. In der nächste« Nummer
werden wir im Stande sein, die Plätze anzn
geben, wo in den verschiedenen TewnshPs
die Wahlen abgebalten werden.
Ter „MUwaukie Advertiser", eines der
Ha»y)torgane der demokratischen Pa»tei von
Wiskonsin zollt Hrn. D. K. Carter, unserem
Congreßmitglied ein wohlverdieutes Lob we
gen seiner Unerftl!reckenheit und Festigkeit,
womit er gegen die Schwindelei des Kriegs
ministers Crawford kämpfte. Auft Neue,
sagt der Herausgeber des obige» Blattes,
hat sich Hr. Carter als Mann des Volkes
bewahrt durch die Einführung eines Be
schlusses, weruach alle« Eigeuthnmern von
Dampf- und Segelbooten geboten werden
so«, mit hinreichendem Rettungöapparat sich
zu versehen. Zcllhaurbeamte und Iuspekto
ren sollen durch diesen Gcsetzeevorschlag über
die Handhabung dieses Gesetzes wachen.
Dieser Beschluß war gewiß zu rechter Zeit
vor das Halts gebracht uämttck, unmittelbar
nach der Verbreunuug deS Dämpfers Grif
fith auf dem See Erie, welche gewiß in der
ganzen Union Gefühle der tiefsten Wehwuch
hervorgerufen hat.
Ans Wechselblättern von Pius bürg iuid
New- Lisbon ersehen wir, daß die Cholera
oder bösartige Ruhr, wie wir diese Krankheit
nennen möchten, ihre Opfer auch in Pitts
bürg nnd zwar nicht unter den armem Klaf
fen allein, sondern auch imter denjenigen
findet, welchen gesunde Wohnungen, gnte
Nahrung Ii. s. w. zu Gebote stehe». Herr
Advokat Layng, ein Biedermann und Ver
trauter des verstorbeneu GsuverneurShimk,
fiel als ein Opfer dieser Krankheit. Seine
älteste Tochter, 18 Jahre alt, folgte dem
zärtlich liebenden Vater in wenige» Tagen
in die bessere Heimath., wo kein Tod mehr
ist. Seine Frau und eine jüngere Tochter
erholen sich langsam von einem Anfall der
selben Krankheit. N. S. Auch die Wärterin
von H. Layng's Sohn ist an der Cholera ge
storbeu, wie wir aus der Wsip.Stsz. ersehen.
tWr fV?
"1*,. t-v•
richtet, wovon 77 Cholera fälle waren. SB»«
dieser Anzahl waren 112 Kinder inner 5
Jahren. Diese Angabe zeigt eine Abnahme
der Sterblichkeit.
Präsident Fillmore ward vorgestern Abend
von einem Chclera Anfalle heimgesucht. Dock»
ist er bereits besser und ans den Beinen wie
gewöhnlich.
W a 6 i n o nfSuH 16. Mch Bctndi
guug der Le chenbegräbnißfeierlichkeiten des
verstorbenen Präsidenten der Stier. Staaten
haben die beiden Häuser des Congresses ihre
Geschäfte wieder aufgenommen. Unter An
derem heißt es: „Ed scheint außer allem
Zweifel, daß der Präsident am Freitag eine
Bctschast von Gouverneur Bell von Teras
erhalten hat, in welcher dieser peremptorisch
darauf besteht, daß sich die Bundesregierung
aller Unterstützung der neu konstituirten Re
gierung von Neu Meriko enthalte und statt
dessen Teras beistehe, seine Rechte auf dieses
Gebiet zu wahren. Der Präsident wird die
ses dem Cougresse mittheilen müssen, aber
damit bis zur erfolgten BUdtmg emes neuen
Kabinets warten.
Durch den Blitz getödtet. Sechs
fKeÜe» nördlich von Wooster wurde ein
Sohn des Hrn. I. Perin vom Blitz getrof
fw und augenblicklich getödtet.
e i i u e n e 6 E n fl i e e n. Zwei
Gefangene, der eine davon bereits detf Mein
eids überführt und zur Einkerkerung im
Staatsgefängnisse verurtheilt, der andere
dagegen erst seinem Verhör entgegensehend,
suchten die Mauer unseres Gefangnisseö zu
durchbrechen uud sich ihrer Haft zu entziehen.
Allein der Anbruch des Tages verhinderte sie
an der Anoführung ihres Vorhabens zu
re.l ter Zeit noch ward ihre wirklich gesetz
widrige Freiheitöbestrebung entdeckt und auf
eine gesetzmäßige Weise unterdrückt.
Die Ursache, weßhalb in der diesmaligen
Rümmer die Verhaudlungen der demokrati
schen Central, Committee von Stark C.onnty
nicht erscheinen, ist einfach die, weil sie uus
bis jetzt uech nicht zugeschickt werten smd.
Herr Victor Scriba, dem deutschen
Publikum als Redakteur nnd Verleger des
„Freiheits Freundes nnd Pittsl
urger Be
obachters" bekannt, hat sich von der mühe
vollen und undankboren Journalistik zurück
gezogen. Die Herren L. und W. Neeb wer
den fortan das Blatt und zwar unter densel
ben Bedingungen fortsetze«. Wir wünschen
und hoffen, daß Hr. V. Scriba in seinen vor
geschrittene« Iahreu durch seiue Mühe und
Arbeit so viel zeitliche Güter erruuge» hat,
um auch wie andere Leute seines Lebens sich
freue» zu können. I. g^r.I.
i
n W o
über
die ^eichenbegängniß-Feserlichkeiten des ver
stvrdenen Präsidenten Z. Taylor.
Ehre dem Ehre gebührt! Die
fem Worte, welches alle Vorschriften der
Hochachtung und Döstcl,keir gegen Lebende
i sowobt als Tobte in sich schließt, haben wir
auch als Republikaner stets nachzukommen
I gesncht, allein immer uns gehütet, unseres
"genes W'rthes eingedenk, nicht in die lä
cherlichen Fehler zu verfallen die au* zu
weit getrieb. nei Ehrerbietung gegen Andere,
—besonders aber gegen öffentliche Angestell
te, z. B. Gouverneure, Präsidenten ii. s. w.
—entstehen. So oft der Schreiber dieses im
gesellschaftlichen Umgange Ausdrücke, wie
„unsre Großen, uusre Seelsorger u- dgl.
vernahm, so wurde sein republikanisches Ge
fühl unangenehm berührt tenner ist der
Ansicht, daß die öffentlichen sogenannten
Wüidenir.'ger i« einer Republik nur i e
ner des Volkes sind, uud der Name
See so e eine Meuschenklasse bezeich
net, welche fuglich eine geistliche Polizei ge
*amir werden kann, wellte die Geheimnisse
des Herzens zu erspähen bemüht ist und sie
zu ihrem Vortheile ausbeutet. Wir haben
immer mit innigem Vergnügen wahrgrnom-?
men, wenn das wirklich Schöne und Nutzti
He der alten Welt auf den amerikanisch.«
Boden verpflanzt worden ist wenn Musik,
W^'nschasftn und Künste Enropa's auch
hier Eingang finden, und den Ausenthalt in
den jugendlichen Freistaaten erheitern nnd
verschönern aber eben so großes Mißver
gnügen erregt es in uns, wenn wir sehen nnd
hören, wie allmäblig d,e Albernheiten,Dlim
heifeii und Sicherheiten der europäischen Ari«
stokratie sich in unsere Republik einschleichen.
Die in vielen Zeitungen beschriebenen Feier
lichkeiten bei der Beisetzung der sterblichen
Ueberreste des Präsidenten der Ver. Staa
ten erinnern uns lebhaft an das Gepränge,
welches der Schreiber dieses während seines
Aufenthalts in Stuttgardt bei der Beisetzung
eines O' eims des Königs von Würtemb.rg
zu sehen Gelegenheit hatte. Dahin ist repu
blikaniscbe Eiufaclcheit der Sitten und an
ihre Steile der Pomp europäischer Höfe ge
treten. Der Leichenwagen von 8 reich ver.
Zierten
Pferde» gezogen (je eines von einem
Bedienten in halb europäischer halb türkischer
Kleidung—sie trugen näml'ch einen weißen
Turban), geführt, war mit fürstlicher Ver,
schwendung gebaut. Solche pompöse Leichen
bestattuugcu können wir nur mißbilligen und
die Worte Schillers, welcher Herzog Eber
hard denGreiner venWürtemberg beimFalle
seines einzigen Sohnes sagen läßt:
Sotzi» ist wie ein «md'rer 30tam|^ v"
flfob uns ganz aus der Seele gesprochen. Oer
alte Haudegen, wie ihn der Pseudo-Republi
taner von Cincinnati nennt, der einfache,
schlichte in den Morästen von Floridas, de«
brennenden Hochebenen Meriko's ergraute
nnd in den Strapatzen eines langjährige«
MetzüiMe ch«iv w«rd,, bftsijl
liiisre feste Ueberzeugung—gewiß solches Ge
prange mißbilligt haben. Nach unserer A-l
sicht und unserm Gefühle verwischen über
triebene Feierlichkeiten bei der Bestattung ei
nes qroßeu Mannes den Eindrnck, welchen
.derTed desselben anfeine ganzeNat'vn ma
chen sollte. Wir sind Freunde eines würdi
gen Leichen Ceremon ell^, sind aber von gan«
zem Gerzen Allem abgeneigt, wa6 nur zu
leicht dazu geeignet ist, den ernsten Gedanken
ztt ersticken
Mensch, du bist Erde nnd sollst wieder ztzr
Erde werden Dein Geist aber geht zu
Gott, der ihn gegeben hat.
I. Chr.
I
... e.
.R» S- G» ebe« ersehen wir aus d«w
Volksvertreter", daß die Leiche des
Pl
deuten Taylor nicht in seinen Heimathsstaat
Baton Ronge gebracht wird, soutern seinem
Wunsche gemäß auf dem Beerdigungplrtze
des Congresses beigesetzt bleibt.
U u ck. Einem Schreiben zufolge, da
tirt Cleveland den 17. d. M. haben dort
während etner halben Stunde 3 Unglücks
fälle stattgefunden. Ein junger Deutscher,
welcher eine Badeanstalt hatte, ertrank in
derselben kurze Zeit darauf fiel ebenfalls
ein Deutscher in de« Kanal und wurde todt
herausgezogen. Sodann erfüllte die Stadt
eiu starker Schwefelgeruch, worauf ein hefti
ger Knall, die Wirkung der Erplosion deS
Gaswerkes, gehört ward. Ein Mann wurde
dadurch getödtet uud drei Personen schwer
verletzt»
(Aus dem „Ohio Repository.")
von
Stark County seit seiner Organisation.
Für filgende werchvolle, nus den öffentlichen Ber
jeichnisstn zusammengetragene Statisiit von Start
County |tnt wir Hrn. G. W RaffcnSbergcr, Esqr.
Dank schuldig.
Erste GertchtssitznW, Geschwornengerichße
u. s. w.
Die erste Gerichtssitzung in Start County wnrtze
In dem Haufe von Philipp Dewald am 18. April
180'J gehalten. Anwesend waren: Calvin Pease,
prasidircnder Richter, (Oberrichter), Thomas jatt»
Itter, James Campbell und Georg Bar, Gehilftrich»
ter Johann Harris wurde zum cinftweiligcnSchret»
ber und SampsonS. King zuin einstweiligenStaats»
Anwalt ernannt. Nur ein Fall ward vor dem Ge»
ficht verhandelt, worauf es sich auf unbestimmte Zeit
vertagte. Arn 19. April 1S09 versammelten sich die
Gehilfsrichter und ernannten Johann 2 leant zum
Recorder fiir 7 Jahre. Philipp Dewald erhielt eine«
Erlaubniß'fthciu, in Canton Wirthschaft zu halten.
Dies war die erste Wirthfchast-Licens, welche i«
County bewilligt wurde. Die erste in Stark Conntp
zusammengerufene Grand Jury (VoruutersuchungA.
geeicht) bestand aus folgenden Personen: Wilhelm
Railor, Vorsitzer, Peter Mottiee, Michael Eagle,
James Price, Zohann @ltt£, James Fulton,
tc$*
nard Möwen, Daniel Carter, Jakob Altmann, Rt»
bert Latimer, Zames Latimer, Ebenezer Scha^
Philipp Schlosser, Zohann Scharb und AndreM
Luck (sollte wahrscheinlich Luckey Hetzen.)
Die erste Petit Jury (oder das eigentliche Ge»
fchwornengericht) bestand aus folgenden Personen:
Robert Andreas, Jakob Keiter, David Clay, Jakob
Hartman«, Alexander Craig, David Grabill, Mich.
Flora, Heinrich Scholl, John McZeterfer, David
Edwards, Benjamin Cuppy, David Moony, Alez.
Cameron, Robert Morris, James Moore, und Io.
Hann Hanna. Sic wurden auf de» 4ten August 1809
einberufen und da vor dem Gerichte keine Geschäfte
waren, so wurden sie entlassen.
Das erste Verhör fand am 18. April 1810 statt.
Die Parteien waren: Robert Thompson durch sei»
nen nächsten Freund gegen Matthäus Mays. Ur»
theil: $4 50. Die erste Anklage war gegen Wich.
Nailor wegen Wirthshaushalteus ohne Licens am
18. April 1810. Die erste Testaments Bestätigung
war fur Wilhelm Stanton am 7. November 1811.
Die erste Erlaubnis, eine Fahre zu halten wurde
Zameö Downing am 7. November
Erlaubnis zu eopuliren war Michael Miller am 6.
Marz 1812 bewilligt. Der erste AbtheilungSbefchi
i" Betreff der Landereien von Karl Hemlin ward
cm
15. August 1809 gegeben. Die erste Administrations»
Vollmacht in Betreff der Hinterlassenschaft des Karl
Hemlin wurde Stephan Hemlin am 15. August i&©9
bewilligt. Der erste Vormund wurde fiir Wilhelm,
Pflly und Iosua Hemlin am 15. August ifc09 er»
plannt. Der erste Erlaubnisschein, Kausmannswaa»
ren zu verkauft» wurdeZ. und Alexander McConne«
am 20. December 1809 bewilligt. Der erste cinM.
bürgerte Ausländer war Robert Thompson, April W+
1811.
Criminal- Statistik.
Weit der Organisation des County's wa«« l|f
Aagen wegen Ruhestörung und 973 Anklagen wur»
den von der Grand Jury zur Untersuchung vorge»
legt. Die Anklagen fmd folgende:
Mord
Todtschlaß
Blutschande
Verkauf »on Liqueur
Aufruhr
Nächtlicher Einbruch
Schießen mit der Abficht zu widen ttnfc f«
verwunden
Halten unordentlicher Hauser
Rothzucht i
K e i n e i e s a
Schlägerei
Unreinlichteit (öffentliche)
Veränderung der Ohrenzetch«»
Großer Diebstahl ..
Spielen
Spielenlassen f*
Kegelbahn beun Wirthshaus
Versteigern chne Licens
Gesetzwidriges Betreiben de» Versteigern«
Brandstiftungsversuch
Gestohlene Waaren zu empfangen
Austrag zum nächtlichen Einbruch gefeit
Großen Dlcbsirhl" u begehe'
Feffenrlichen Wcgsperren -,n •},
äsi-
1
I8II
die erste
ö
27»
n
13
f:-*'
8
78
3
Falsches Geld aufgebt*
Pfcrdcdiebstichl
4
Fälschung
Betrunkenwerdenlassen im WirthShMjr
Meineid
Nächtlicher Einbruch und Diebstahl
Holzfallen aufSchutland
Stechen mit der Absicht zu tttXUW&M
Schriftliche Verlaumdung
Widerstand gegen die Polizei
Angriff (Assault)
Rechtswidriger Landvertavf
Lotterie
Bagatelle halte»
Wirthfchast hatten ohne StfiTOUttf"
i' 8
12
26
8
11
11
8
•w 18
i
81
,r* i
1
4,
1
1
Versuch, den Scher iff zu« Entlassen etefj
.. Gefangenen zu.bewegen
Entweichen eiiieö Gefangenen
Gefangenen zur Flucht behilflich fein
Angyss wil^r
Wicht, Nethjucht bMhen
I m* Word zu begeW
Ran» K
Pflichtversäumuiß als Scheriff
Beamter einer unautorisirten 234»f Jtt Wft
Betrug unter falsche» Nttptft,,
Faustschlagfcchten
Wcgweiscrcntstcile»
Wette» auf Pftrdewettrcnnnen
SchnapSverkauftn an Indianer
Constabler zu sein ohne Autorität
Waarenverkauftn ohne Licens
Fahrebothalte«
kiettt*
Bestechung
Ehebruch fr.
Weigerung, dem Constable? beizustehen
Oeffentliche Beamten beleidigen
Boshaftes Zerstören von Eigenthum
Gesetzwidriges Ausgeben von Papiergeld
Erpressung
Verstümmelung
Gesetzwidrig^ Hk^reien
Schlägerei
^randstistuiiß
Gefängniß anzünden
Wilde Ehe
Utberfenden von Drohbrieftn
Al6 Friedensrichter zu handeln im WlrthShauS
Pferde stehlen
Nächtlicher Einbruch
Schicsien mit der Abficht zu
todten
1
ltnerledigte Anklagen
Betrag von auf.rlegten Strafen
eingetriebenen Strafen
Summa 9 7 3
UeberfÜhrt 642
Hingerichtet wegen Mord 1
?nr Einkerkerung in dem Gefängniß »er«
nrtheilt 105
Jum Staatsgefängnisse verurtheilt 61
und zwar für folgend» Bttchrechen:
Falsch Geld machen 4 Personen 14j Atzch».
12
4
do.
18 Jährt.
8
3
Gestohlene Waaren in Em»
pfang nehmen
Nächtlicher Einbruch «Utz
I
Diebstahl
Großen Diebst«chl
Fälschung
Raub
Meineid
Angriff mit der A s i z u
todten
Todtschlag
Gefängniß in Brand stecken
Nothzucht
Mord
1
84
86
14
8
2
S
3
8
1
v 16
ichenslanglich.
46
#10,460 75
3
Difftreuz
Prozeßunkosten taxirt
*#. eoUeetirt
Differenz
Vett den ersten in diesem County vor 41 Zahren
einberufenen Grand Jurors wohnen noch, so viel wir
wissen, in diesem County ftinf, nämlich: Peter
Mottice, Michael Eagle, Leonard Möwen, Robert
Latimer und Ebenezer Schaw, lauter ehrbare Man»
ner. Wir glauben, James Latimer lebt noch in
Richland County. Von den Petit Jurors lebt unfe»
res Wissens nur noch einer in dem Connty, -iimlich
Heinrich Scholl.
(Fortsetzung folgt.)
n a e S n u
i ch ö U it ck.—Die Gegend zwischen
Ulica und Albany wurde am vorigen Frei
tag von einem noch heftigeren Sturme heim
gesucht als wir in Detroit er hatte den Tod
i« seinem Gefolge.
Die beispiellose Heftigkeit des SturmeS
Inrne die Eisenbahn 8« verschiedene« Puttk
len unterhöhlt, die größte dieser Auöhöhlnn
fjen sa«d unc,esahr 6 Mcilen westlich von
Fonda zwischen Urica und Schenaetady statt,
wo der O.uum tu einer Strecke von 6') bid
.80 Fuß un:ei höhlt und die B»ücke ganz
wlg^espitlt wurde. Der Zu.,, welcher von
I Westell kam, stürzte mit der Lokomotive,
Tender und B^g.igewage« in die Höhlung
und füllte sie aus, de nachfolgenden Pezso
nenwagen wurden zerquetscht, so daß Die
Bagage in den Strcm fid und fortge
schwemmt wurde. Die eiuzigen Personen,
von denen man wußte, daß sie getötet seien,
wäre« eiu Mann, welcher sich in einem
i Fi acht wagen befand, um jirei Pferde zu hü
I reu und eine unbekannte Frau, welche vom
Wasser weggeführt wurde und ertrank. Der
Zug war ein sehr schwerer nnd noch anbeie
wöge« gciödtet sein, obwohl mau uoch keme
Gewißheit hatte.
Der Zug, welcher «ach Osten ging, tiftchr
einen ähnlichen Unfall bei Palatine Brücke,
wo der Damm unterm nirt war. Die Loko
motive kam fllrcklich bat über weg, aber das
Gewicht des Tenders drückte die Geleise nie
der und dieser, ein Baggage- und ein Perso
nenwagen wurdeu in die Schlucht hinadge
worfen. Ein Frauenzimmer, welches im
vordem Ende deö Wagens saß. wurde durch
die aufgesprengte Thür desselben ins Wasser
geschleudert ihr Leichnam wurde gleich nach
her anf^efuuden. Em Mann wurde äugen
bl'cklich getödtet. Oer Zusammenstoß war
so hestifl, daß jeder Sitz in dem Passagier
wagen zerbrochen und viele Passagiere schwer
verletzt wurden.
Wahrend der ganzen Zeit raste der Sturm
mit einer Wnfh, die fürchterlich war, und
der Bl'tz war so lebhaft und anhaltend, daß
er wie ein flnssnzcs Feuermeer erschien. In
Albany selbst raste der Sturm eben so heftig.
Das Wasser war so groß und stürzte mit
solchem Ungestüm die Straße« hinunter, daß
es das Pflaster, die Seitweqe mit fortriß
und an manchen Stellen dieselben ganzem»»
fuhrbar gemalt bat.
Ebenso hat auch der Canal auf verschiede
nen Punkte« beträchtlich gelitten. Acht bis
jebn Meilen unterhalb Fonda wurde die
ganze Eindämmung hinweg lerissen und der
Canal bis zum Grunde trocken gelegt Zwei
Meilen oberhalb Fonda wurde eine Seite
von einer Wasserleitung davon geführt und
daS Wasser floß schnell ab. An zwei bis
drei anderen Plötzen wurde eine ungeheure
Menge Sand, Kies und Gestein die Hügel
hinunter getrieben und in denZanal geflößt,
den sie auffüllten und so die Fahrt der Boote
hemmten. Es ist eine große Anzahl Arbeiter
an oben erwähnten Plätzen beschäftigt, uud
itwwfe
i
bis 5 Tagen will «a« all, Hinder-
1
rtisv beseitigt haben Längs der Eneiibahn*
Linie siel Wasser, daß die kleineren SBritcfvn,
worüber die @chnrit fühieu, nicht weif ge
nug wareu, es du ch,»lassen, und dater
Überflossen. Zu Fonda findet sich noch vir
les Gepäck vor, für das sich noch Niemand
gemeldet hat, und daraus laßt sich vermu»
then, daß mehr Menschenleben verloren ge
fiflN-iett sein müssen, als berichtet wurde.
Wie wir hören, machen die Ears von heu*
te an dieFahlten wieder wie gewöhnlich.—
61 8
»«r
Feier des 73'Un Festes der Nnab
l)ängi keirs-Erklärnng
der
Ve?. Staaten von Nord-Amen'ka.
Geh«lte» f# Untontown, Start Co.
?. ?.Vvcn
H. I. Nothnagel.
Mitbürger!
Wer auch nur einen flüchtige« Blick in die
Geschichte der Menschheit wirft, wird sich bald
von der Wahrheit iibcrzeuqcn, daß z« allen
Zeiten, nnd unter allen Nationen und Völ
kern der Erde, einzelne Tage zur Erinnerung
an große und wichtige Ereignisse mit enlspre
chende« Feierlichkeiten begangen wurde«.
DieBeobachtnng solcher festliche« Tage, gleich
sam ein Bediirfnis? der menschlichen Natur,
reicht in die graue Vorzeit hinauf. Schon das
israelitische Vol^ das älteste, dessen die Ge
schichte erwähnt, feierte z. B. in beut Oster
feste de« Tag seiner Befreiung aus egyptischer
Knechtschaft. Ebenso finden wir in der Ge
schichte des griechischen Volkes und in den
Jahrbüchern der einst so großen und mächti
gen römischen Nation solche Iahreöseste, wel
che an irgend eine welthistorische Begebenheit,
an irgend ein allgemein williges Ereigniß
erinnern sollten, vielfach verzeichnet. In den
christliche« Ländern des ganze« Erbballs wer
den noch heutzutage, wie kurze Zeit nach der
Einführung des Christenthums in die Welt,
alle denkwürdige, im Leben des Stifters der
christlichen Religion sich zugetragene« Ereig
nisse, jährlich einmal mit großer Festlichkeit
begangen. Und so sind auch wir, meine Mit
bürger, heute hier versammelt, um das A«
denken an eine Begebenheit zu erneuern, wel
che wegen ihrer unermeßlichen Folgen den
denkwürdigsten Ereignissen in der Geschichte
unseres Geschlechtes an die Seite gestellt zu
werden verdient.
Was vor 74 Iahren dort in Philadelphia
geschah, wird, so lange die Erbe steht und so
lange es Menschen auf dieser Erbe giebt, be-
ren Herzen für Freiheit «nb gleicheMenschen
rechte glühen, als eine der größten, segens
reichsten und kühnsten Begebenheiten bewnn
dert und angestaunt werde«, den« sie dient
znm Beweise, zn welcher Größe nnd Erha
betthett eine klar erkannte, ewige, im ganzen
All der Schöpfung fest begründete Wahrheit
benMeitscheu emporzuheben vermag, itnb wie
ste ihn zu beit edelsten und knhuste« Thaten
begeistert. Ja, Mitbürger! diese Begebenheit,
mit glänzenden unverwischlichen Zügen im
Buche der Weltgeschichte verzeichnet, wird Veit
den spätesten Geschlechtern mit Empfindungen
des Dankes und der Ehrfurcht angestaunt
werden. Was sind die Thaten aller Helden
ber grauen Vorzeit sowohl, als auch ber Ge
genwart,—Thaten, woburch jene Männer
sich die Unsterblichkeit verbienten —was sind
sie im Vergleiche zu dem, was heute vor 74
Iahren in Philadelphia geschah Ist ja da
durch in herrliche Erfüllung gegangen, wor
nach die erhabensten und edelsten Geister nn
sers Geschlechtes mit Anstrengung all' ihrer
Kräfte strebten ist ja dadurch das Gemein
gut von Millionen geworden, dessen sich früher
nur wenige Gleichgesinnte auf Augenblicke
lang in tief verborgener Einsamkeit, eingehüllt
in dunkle Schatten von Geheimnissen, sich er
frenten ist ja daburch der heilige Tempel
I ber Freiheit geöffnet, zu welchem jetzt Millio
neu dankbar hinwallen und gesegnet nnd be
I gluckt burch die Lüfte das Loblied jauchzen:
Herr Gott dich loben wir!
Die ewige«, nnnmstößlichen Wahrheiten
nämlich, die heute vor 74 Iahren ausgespro
chen—und als eiu politisches Evaugelinm al
len Nationen der Erde verkünbigt würben
sie siiib ber Polarster« aller Völker, bie ben
Druck geistiger und körperlicher Knechtschaft
zu fühlen altfangen, und ber ihnen zugleich
die siusterc Nacht ihrerErniebernng und Skla
verei, mit seinem wohlthätige« Lichte freund
lich erhellt. Ja, Mitbürger btefe Wahrhei
ten fachen nicht allein in beut Herzen eines
Amerikaners die Flamme der Begeisterung
an, sondern, wohin sie immer dringe«, in al
len Landern der Welt, ba wird ihr hoher
Werth anerkannt, da sind sie die Herolde des
Himmels, welche der Menschheit zurufen:
Zerbrechet bie Ketten, schüttelt von Euch das
schmachvolle Joch ber Uuterbrückuug ttttb ge
nießet im ganzen Umfange bie herrlichen uu
veräußerlichen Ncchtc, die Euch ber große
Herr ber Welt als Wesen nach seinem Bild
geschaffen, verliehen hat! Alles, was in
ben zwei letztverflossenen ereignißvollen Iah
ren 1848-49 in Europa geschehe« ist, um bort
die Völker aus ihrer Knechtschaft zu befreien,
«in sie von dem Joche ber Despotie nnd Will
ki'thrHerrschaft zu erlösen,—das—Mitbürger!
hat dieses unsterbliche Dokument, welches
mein Freund (ber Leser ber Uual hänaigkeits-^
Erklärung war Herr Karl Glaser), so eben
verlas unsere Unabhängigkeits-Erklärung.
bitrch bett Geist, der aus ihr spricht uud benj
sie mittheilt n«d verbreitet, zunächst bewirkt!
Die ewig-beukwnrdigen Worte, die gewiß mit
Nachdruck zu unser Aller Herzen gesprochen
haben, bie Worte nämlich:
Mir halten diese Wahrheiten
für unwiderlegbar, daß alle
n n
ß!eich geboren wer-
den, nnd daß alle mitgleichen
nnd unveräußerlichen Rechte»
begabt sinb,—
diese Worte, sage ich, sie ballten in bei/
Ohren aller civilisirteu Völker ber Erde, seit:
jener Zat, tagtäglich wieder das ftanzösi-»
fche Volk vernahm sie, das Volk von Rom'
hörte sie, zu Ungarns bravem Heldenvolke
drangen sie, in Deutschlands schönen Gauen
tönten sie "wieber ttttb wieber und wurden
das Loosnngswort, in welchem sich alle Bes
sergesinnten—ebschon körperlich getrennt doch
geistig vereint, begegneten —Und je härter
der Druck—je enger die Bande —je drücken-
der das Joch warb, welches bie Despoten bett
Völkern gewaltsam auflegten und täglich fester
schnürten, desto klarer ward den (yebriufteitr*'"
der Sinn dieser eine Welt voll freil ttt sicht
schließenben Worte, desto heißer ward das^M
Se^mv uachFreiheit, desto
kräftiger und aus v

5 i 0 I a S o 0 I U
Louis, Juli 16. Während der ver-
Civil- und Criminal StatiMß
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7
3
21
184
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