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Der Vaterlandsfreund. (Canton, Stark County, Ohio) 1845-1846, April 04, 1845, Image 1

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W,
ISrc Jahrgang.)
"Der
I
I
I %.
(Aus ten uiixarthnischcu Licdcrn ten "jTietfimmii veil
gallcrSKVcn")
Der deutsche Zollverein.
^d)Tvcfc'l clj r, Fcnchcs, 23rich-n,
Kühe, Jul c, Krapp, Papier,
Schittkcn, Schceren, Sti.ftl, Wtcten,
A?ollc, Seift, i nnt u 2Mcr
Pftffcrknchcn, Lumpen, Trichter,
ntuffc, lalMct, ©liiftr, Flachs,
Lcder, Salz, Schmalz, Puppen, Lichter,
Rcttig, Nips, N.ips, Schnaps, Lachs, Wachs!
Und ihr andern deutschen Sachen,
laufend Dant sei euch gebracht!
Was kein Geist je tonnte machen,
$i, ,i6 habet ihr gemacht:
Denn ihr habt ein Band gewunden
Um dag deutsche Vaterland,
Und die Herzen hat gebunden
Mehr als unser Bund tics Band.
(Aus dem Deutschen Republikaner.)
Die Geschickte eines Halsschmuckes.
(Nach dem Französischen überscyt.)
1.
An einem Iunimorgcn des Jahres 1806 wurde der
Juwelier der Kaiserin Josephine,
itt ein kleines (5abi-
net eingeführt, worin Napoleon beim Frühstück saß.
competender Richter, (sobald sie damit fertig sind,
bringen Sie ihn mir hierher und nehmen sich wohl in
Acht, ihn keinem Menschen zu zeigen .... Sie verste
hen mich?"
"Ja, Sire. Doch mochte ich Jhro Majestät unter
thänigst bitten, mir etwas mehr Zeit zu erlauben, da
mit ich in den Stand gesetzt werde, Steine auszusuchen
welche dem hohen Auftrag genügend entsprechen. Ans
gewählte Diamanten sind tm gegenwärtigen Moment
sehr rar... und sind tm Preis bedenkend gestiegen."
Bei diesen Worten wandte der Kaiser rafei) seinen
Kopf um nnd bemerkte scharf, mir der ihm ngetithüm-^^'"'''1'
lichen Weise "Was meinen Sie damit? Seit dem j-
Auf ein Zeichen Napoleons machte Fonci-'r seine
Verbeugung und zog sich zurück. Eine Woche nach die
ser Unterredung erhielt Napoleon den Halsschmuck.
Er übertraf d'e höchste Erwartung. Die Juwelen, Die
Facon, die Einfassung, sogar das Elui welches ihn
ctiischloß alles war einziij in feiner Art.— Napoleon
ließ ihn abschätzen er wurde auf 800,000 Franken an
geschlagen, eracr .der Preis den Foncier angerechnet
hatte. Der Kaiser war vollkommen befriedigt.—
Ilm dieselbe Zeit—im Inui 1806—wurde Prinz Lou
is Buonaparte, einer von Napoleans Brüdern, in den
Rang sonverainer Fürsten erhoben, nnd als König von
Holland proklamirt.
Au dem Tag wo Napoleon aus den Händen der
lwlländischen Abgeordneten die Reichskrone empfangen
sollte sie auf seines Bruders Haupt zn setze», ver
sammelte sich der ganze Hof in St. (Ülout. Lonis und
Hortensia kamen am Morgen von St. Leu au. Die
CSeremonie welche mit großem Pomp vollzogen wurde,
fand in dem "Salle dn trotte" Statt. Die Gesandten
der ehemaligen batavischen Republik wurden fürstlich
beteirthet und öffentlich verkündet, daß der neue Kö
nig, nebst Königin, am folgenden Tag nach ihrem Reich
abreisen würden. An demselben Abend sandte Napoleon
einen seiner Kammerherrn mit dem Gesuch zu Horteu
ffa, daß er sie in seinem Cabinet zu sprechen wünsche.
Sie leistete dem Gebot unverzügliche Folge nnd als
der dienstthnende Page die Flügelthüren öffnete, schlu
gen bei der Ankündigung, znm erstenmal die süßen
Töne an ihr Ohr: "Jhro Majestät, die Königin von
Holland."
"Hortensia," sagte der Kaiser, "Sie sind Königin
eines ebenso wackern, als tugendhaften Volkes gewor
den. Wenn Sie und Ihr Gemahl weise handeln, kann
tad Haus Ora». niemals mehr daran denken, seine
Ansprüche auf Ihren Thron zu mache». Aber soweit
wate Kenntnifi des holländischen Volkes reicht, glau
be ich aa teiltfflfcett einen »wffaLenden Fehler zu ent-
MM
sJH %'J
Halsschmuck muß ein Meisterwerk sein und |uatlebend n: fr niete sie sich der E?ieh uu ih'r er Ki iidVr
besten Steinen, die Sie austreiben können," und der kindlichen Pflege ihrer Mutter die wie sie
Katfer. "iMm ^1%rptIipiit mtv ni4ii« eti wn». i trfhtT hi# tlliittm« oi ...
von den
sprach der Kaiser. "Am Preis liegt mir nichts es ver-!selbst, die Wittwe eines Thrones war
steht sich jedoch, daß er einer billigen Abschätzung un
terworfen wird Ich mache sie darauf aufmerksam.
Keineswegs daß ich Ihre Redlichkeit in Zweifel zöge..
allein .. doch genug ich selbst bin nicht Kenner von
Jnwelen und deßhalb in dergleichen Gegenständen kein ^cnt legten Wohnsilz der Kaiserin Josephine, Zusiucht
iucheinniiiv'ii. Eines Abends, als er im Salon vor
einer Tafel laß, auf welcher die Notizen zerstreut lagen.
Feldzug in Deutschland ist derInwelenmarktüberhäuft.~:ni" ^f^L..!I uicht länger Köni
Zum Henker Ich weiß mit Bestimmtheit, daß unsere
französischen Juweliere sehr bedeutende und vortheil-^
hafte Einlaufe von den kleinen Fürsten detf Nheinbnn
des, welche der König von Preußen und Kaiser von'
Rußland zu ihrem Verderben gegen mich aufhetzten, gM
macht haben. Gehen Sie zu Bapts und zn Melleria,
dort können Sie so viele Diamanren finden, als Sie
brauchen."
"Sire, ich machte es mir von jeher zur Pflicht, nie
die Hülfe anderer in Anspruch zu nehmen, wenn ich
die Ehre habe, für Dero Majestät Erlauchte Familie
zu arbeiten. .. Ich besitze im Augenblick, einen Dia
manten Schmuck, den ich im Auftrag des Königs von
Preußen habe..
"Das sind Ihre Geschäfte, Fonder, und nicht die
meinigen.... Aber was den Halsschmuck betrifft,
thun Sie das beste was Sie können nnd zeigen Sie
Jenen über dem Rhein, daß wir sie sowohl in Inwele
rie, als allen andern Sachen übertreffen können."
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S,
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Gontoii, Star! Cviiiity, Ohio, gedruckt n»dheransg-gcbei, von H. I. Nothnagel
wecken, nämlich den unter äußerer (Sinfachi rtf, eine
treße Vorliebe für Lnrus und namentlich Reichthnm
5ii verstecke,,. Nächst Geldinteresse, ist Eitelkeit seine
chwache Seite. Es wäre deshalb cine schlechte Politik,
venu Sie sich vor den Augen Ihres neuen Hofes. von
er überreich gekllideteu Fraii ciues Nabob Bürger
masters, welcher keinen andern Stolz, als das Pochen
auf seine Geldiacke besitzt, witrdeit in den Schatten
"teilen lassen. Sie mögen zwar eine hübsche Auswahl
oen Juwelen haben, jedoch bitte ich Sie, diesen kleinen
schmuck vou mir anzunehmen. Tragen Sie zuweilen
dies Halsband zu meinem Gedächtni'ß. Ich habe es
leibst aus meinem Ersparte» gekauft."—Mit diesen
'Ivor feit wars t_br N'apoleon den Seh muck über reiVJiacf
eit, umarmte sie väterlich und bor ihr Adieu
,5hif dem Thron Hollands, ließ Hortensia dem Ge
ichenk ihres Schwiegervaters volle Gerechtigkeit wider
fahlen. An jedem Galla tag des Hofes, im königlichen
vallast des Haages, bei jedem Fest, welche das'-Mai
wn de Bois" verherrlichte, schmückte das kostbare5al6
band ihren Schwanen Nacken.
Dorf) bald nahte die nngluckselige Stunde, in der
Napoleons Sonne sank Hortensia trat auf dieselbe
Wei|e vom Tbrone wie sie wn bestiegen mit willigem
Gehorsam. Bei ihrer Ankunft in Holland begrüßten sie
mre Unterthanen mit dem Run "Gott segne die lieb
liche Kb night Bei ihrer Abreise schrieen sie wei
nend "Dort ftgne die gute Königin Einem 5vr
tclT' gleich Hortensias, war das letztere tausendfach
tt^ostreicher, als das erste, obgleich sie einen verlorenen
Thron znrnckiieß. In der Zurückgezogenhcit des Pri-
u
Der Kanonendonner von Waterloo war verhallt
Napoleon hatte die Elisäeu räumen und in Malmäson
aits dcit.it er leine zweite Abdankung zusammengesetzt
Hatte, trat eine Dame ein. Es war Hortensia.
„Sire," sagte sie mit einer Stimme, die von innerer
Bewegung zitierte, „erinnert sich Ihre Majestät des
Geschenkes, womit Sie mich ver neun Jahren, in St.
Elond beehrten?
Napoleon blickte auf Josephinens Tochter mit einem
Ausdruck, in dem Acrger und Liebe gepaart zu sein schte
lel da Ii it »ahm er ihre Haud nnd sagte .,'Scliöit,
Freitag, bm 4teii April li
111 tr
lll' '^'ugin
3" sprechen
war, verehrten Sie mir die-
gm und Sie sind unglücklich. Er ist von hohem Werth
.. deshalb, darf ich die Bitte wagen, ihn znrückzuueh
»neu
"Der Halsschmuck, Hortensia et wieherte Napoleon
kalt. "Weshalb welle» Sie sich desselben berauben
Unter gegenwärtigen Umständen besteht vielleicht Ihr
a e s V e ö e n a i n U n I e K i n e
"^ire, es ist alles was ich in der Welt an Geldes
werth besitze, aber meine Kinder werden ihrer Mutter
niemals Vorwürfe darüber machen, daß sie mit ihrem
Wohlrhäter den Preis theilte, welchen er ihr so gütig
vediel)."
Sic brach bei bieten Worte» in Thränen aus und
Napoleon konnte nur mühsam seine Bewegung verber
gen.
,,Nein, Hortensia,' antwortete er mit abg.wandten
Antlitz »iib sanft ihre ausgestreckte Hand abwehrend,
„nein, ich kann i i ht—"
„Nehmen Sie, Sire, ich siehe darum. Es ist keine
Zeit zu virileren Man kömmt.. nnd mit diesen
Worten warf sie das Juwelen Emi tu des Kaisers.^aud.
—Wenige «tuude» darauf war der Halsschmuck ut ei
lten seidenen Gürtel gesteppt, den Napoleon unter fei
lt zr Kleidung, tut die Hüfte» trug—
Sechs Wochen nach i sein Vorfall, befand sich Na°
pvleon am Deck des Bellepheron, int Begriff sich auf
dem Northumberland einzuschiffen. Seiner Begleitung
waren die Waffe:t abgeno innen, ihr Gepäck eräminirt
worden nnd keinem erlaubt, Geld noch Juwelen mitzu
nehmen. Bei Durchsuchung der Koffers des Erlauch
ten Gefaugeueu, fand man eine Ehatouille 4,000 Na
poleond'or enthaltend und matt benachrichtigte ihn, daß
dieses Geld übergeben werden müße. Diese Summe
mit der, welche Napoleon bei Lafitte in Paris deponirt
hatte, machte fein ganzes Vermöge» ans.
Während der Inspektion der Koffer ging Napoleon
mit Las Cases ruhig auf dem Vorderdeck des Belephe
rou spazieren, hin und wieder verstohlen, spähende Bli
cke um sich werfend, bis er sich unbeobachtet glaubte
alsdann zog er den seidenen Gürtel rasch hervor und
drückte ihn seinem Gefährten mit den Worten in die
Hand:
.»Meiit lieber LaS Eases, ein gewisser griechischer Phi
losophe pflegte zu sagen, er trüge sein ganzes Vermögen
bei sich, obgleich er kein Hemd auf dem Leibe hatte. Ich
weiß uicht wie er das anfing, jedoch bin ich dessen gewiß,
daß ich seit meiner Abreise von Paris meinen ganzen
Schatz auf beut Hemd getragen habe. Die Last wird
mir noch gerade zu schwer, deßhalb bitte ich Sie, mich
davon zu erleichtern." Laß Eases nahm ohne weitere
Erwiederung den Gürtel und verwahue ihn auf diesel
be Weise wie Napoleon.
Erst uach ihrer Aukuuft auf St. Helena, machte Na
poleou, Las Cafes mit dem Inhalt des seidenen Batt
des,-welches er ihm anvertraut hatte, bekannt und un
terrichtete ihn, daß ein Halsschmuck von 800,000 Fran
ken Werth darin eingenäht sei. Laß Cafes drückte so
dann den Wunsch ans, es zurückgebe» zu dürfen, allein
mid
Napoleon stellte blos die trockene Frage an ihn „Ge
mrt es Sie etwa?" „Nein, Sire." '„Gut, dann be
halten Sie es, und bilden Sie sich ein, es sei ein Amu
let oder Talisman, und es wird Ihnen keine weitere
Mühe verursache».
Fünfzehn Senate später wurde La Cases ganz tuur- ..
v v S i 1
^obu irinbe» von Longwood nach Plantations Hans
gebracht, und bis zu ihrer Einschiffung nach dem Cap
der guten Hoffnung, aufs Strengste bewacht.
Während die sir ganzen Periode hatte Las Cases den
schmuck beständig tu Verwahrung. Die Zeit verging
und man füiit igte ihm an, daß er nur wenige Tage
noch auf St. Helena zu verweilen habe.
Der Gcdanfe abreisen zn müssen, ohne den ihm an
vertrauten Schatz seinem Eigentümer zurückgeben zu
föittiett, letzte ihn in die größte Verlegenheit. Wcs war
zu thun Jede Verbindung mit Longwood war a'ge
schnitten da kam ihm eute Idee, welche er auf jede Ge
fahr hin, auszuführen beschloß. Unter den Personen,
welche kürzlich auf St. Helena angekommen waren, be
fand sich ein englischer Offizier, dessen offene Physiono
mie und freimütiges Bettehmen bei Las Cafes Zutrau
en erweckt hatten. Dieser Offizier kam im Gefolge de?
Gonvernenrs nach Plantagen Hanse. Er war ter fratt
zösifche» Sprache vollkommen mächtig nnd Lgs Cases
ergriff eine Gelegenheit, ihm unbemerkt einige Worte
u zu flüstern. ,.Ich habe Ursachen zu glauben," sagte
Las Ca^es," daß Sie einen edlen, hochherzigen Charak
ter besitzen und wa.qe daher denselben auf die Probe zu
stellen. Sie können mir einen wichtigen Dienst erzeigen,
der w.'der mit Ihrem Gewissen noch Ihrev D.eustpfl cht
tu die entfernte Berührung tritt, aber meine Ehre nnd
die meiner Familie betrifft. Ich besitze einen Gegenstand
von hoheut WcrtHe, welcher beut Kaiser gehört wen»
sie ihm denselben überliefern wollen, so soll tint mein
Sohn ttiib merkt itt Ihre Tasche schlupfen lassen.
.Der Offizier gab durch ein bejahendes Kopfnicken
seilte Zustimmung zu erkennen. Tee junge Las Cases,
welcher sich in der Nähe gehalten und von Allem im
Voraus unterrichtet war, schob den Halsschmuck der
Königin 5ertensia, ungesehen in des Offiziers Rodt.v
schc, ob schon der ganze Staab des Gouverneurs um fe
Hemm war.
Doch die größte Schwierigkeit blieb noch zu lösen üb
rig ndmifch die, dem Kaiser de» Schmuck zu überlie
fern.—Zwei volle Jahre verstoßen, ehe dies bewerkstel
ligt werden konnte.
3.
Es ist bekannt, daß Napoleon auf St. Helena, mit
der größten Vorsicht als Gefangener bewacht wurde.
Außerhalb feines Bretterhanfes auf Longwood, durfte
er sich nicht blicken lassen, ohne dem Scharlachrock eines
brittifcheit Osfizieres zn begegnen, der ihm wie einSchat
ten folgte. Eines Tages bemerkte der Kaiser einen der
selben, der ihm auf scheinbar unverschämte Weise folgte
und wandte sich deßhalb zornig mit den Worten an ihn:
„Was wollen Sie Es ist natürlich die Grausam
keit aufs Höchste getrieben, die freie Luft athmen zu
dürfen, ohne von Spähern auf den Ferfen verfolgt zu
werden!"
Hierauf drehte er sich rasch um und stand im Begriff
den nächste» Weg nach Longwood einzuschlagen, als ihm
der brittische Offizier bescheiden in den Wen trat und
mit höchstem Respekt sagte „Sire „Geben Sie
Z l, Herr," erniiederte Napoleon auf's Höchste
liereitzt. „Zwischen mir und Ihrem Gebieter kann keine
Gemeinschaft Statt finden. Gehen Sie weg, sage ich
Ihnen
„Sire!" erwiederte der Lieutenant mit gefaßter Hal
tung, „I! re Maje^ät sind im Jrrthnm nnd fügte
flüsternd bei: „D er Graf Las Cases ich besitze
etwas von Werth.. ."
„Ad, was ist das
„Ich bitte Ihre Majestät gefälligst, Ihren Spazier
gang fortsetzen zu wollen, ohne weitere Notiz vcn mir
zu nehmen. Seit zwei Iahren suchte ich die Gelegen
heit, Ihnen das mir Anvertraute zu überliefern. Woll
fett Ihre Majestät nicht auf eine verd?.chtlose Weise Ih
ren Hut abnehmen, nrnIHnen das Paket unbemerkt hin
einzuwerfen
Napoleon nahm seinen Hut ab, strich nach
Comp.
reiner
wohnheit mit ter Hand über die ©time, als wenn eri
be mich meines Auftrages entledigt uud werde Höchst
dieselben nicht weiter belästigen. Gott schütze nnd eibal
Dero Majestät."
3» Ende des Aprils 1821, wenige Tage vor Napo
leons Tod, bat dieser den Grafen Montholou an sein
Krankenlager. "Freund," sprach er "unter meinem
Kopfkissen liegt eilt Schmuck von beträchtlichem Werth
der Hortensia gehört. Vorsicht gebot mit, den Schal?,
welchen ich in Besitz hatte, unter unseren Verhältnissen
dabter z» verbergen. Mein Ende naht, und nachdem
ich den letzten Lebensfunken ausgebaucht, bitte ich Sie,,
wenn Ihnen erlaubt wird diese unselige Insel zu ver
lassen, nnd nach Frankreich zurückzukehren, Hortensia
den Schmuck zu überreichen. Sollte Kummer oder
Mißgeschick ihr Leben geraubt haben, so übergeben Sie
es deren Kinder."
Monthollon legte seine Hand, als stillschweigendes
Gelöbniß in die, des Kaisers.
/Nun sterbe ich zufrieden," erwiederte Rapsleon,
mit dankbarem 5)ändedrnck.
Ge­
über etwas Wichtiges nachdächte und Mit Blitzesschnel- ,w
le lag der Halsschmuck in feinem, auf dem Nücke» Qe-i' J^UJ, 1 7er ^7^
haltenen Hut. Monats fand Cleveland die Wal fur Stadtbe
vNuii hoffe ich," sagte der Offizier leise, „Ihre Ma/nmtV11 ^tt. Das Resultat derselben ist, daß wir einen
jestät wird meine Zudringlichkeit entschuldigen
rch
(Niinimer
Die schmerzhafte Krankheit, welche dalo daraus fei»
neu Tod herbeiführte, machte rasche Fortschritte. Als
Montholou, von den Aerve» benachrichtigt wurde,
.Ktipoleo» habe »ut* noch wenige Stunden zn leben,
wich er nicht von dessen Kran kenlaqer. Gel reu »rächte
er bei ihm, bis ziim letzten Moment. Endlich verkündete
utib
Montlnloii zog unter dem Todeskissen seines geschie­,
denen Souverän s, den ihm anvertrauten Schab her
vor.—
vlv
warteter Weise von Napoleon getrennt. Er und scut iAtitrvnarrht die Tranerlu tde "Er ist dahin
v V
I
Nach ntannichfach abentheuerlichen Reifen Monthc
lons in Amerika, wie Europa, wurde es ihm endlich
erlaubt, in siui Vaterland, Frankreich zurückzukehren.
erster Genuß bestand in der Umarmung seiner
greisen Mutter und alsdann eilte er unverzüglich nach
Arenslera, um der Königin von Holland das Erbtheil
Napoleons, de» Halsschmuck, welcher als eine Gabe
des Glückes und Mißgeschicks doppelten Werth besaß,
zn überreichen.
Lange Jahre bewahrte ihn Hortensia wie ein heiliges
Reliqninm, aber eine Periodedri»ge»derGeldverlegen
heit »öthigte sie, von dcm heiligen Kleinod zu scheiden.
Der König von Baiern bot ihr einen Iahresgebalt von
23,000 Franken fur den Kauf desselben au. Die Notb
bräunte Hortensia nahm den Vorschlag an und lag 2
Jahre darauf als Leiche im Grab.
a o o E o s i o n a s o s t
Dampfboot "Syren," welches tie Verbindung zwisch«
eil Chcifhahoochee uud Apallachicola Bay (Georgien)
unterhielt, sprengte am löten des vorigen Monats,
einen leiner Dampfkessel. Dies ereignete sich um
ternachts, als das Boot von Toneys Landungsplatz
abfuhr, und dadurch gienge» wenigstens 10 Menschen
leben veileren, alle der Mannschaft angehörend, mit
Ausnahme eines kleinen Negers, der als Passagier ail
Board war. Von den Verunglückten waren fccfyd
Weiße und vier Schwarze. Der Capitan wurde in die
Hohe geschleudert und fiel ins Wasser, aus dem er sich
unbeschädigt rettete.
Folgende Veränderungen der Verfassungs- Urfunt e
tm Illinois wuvdcn dem Volke i einer öffentliche'!
Ve. jammlitng znSprlNgfield als zweckmäßig empfohlen:
O Die Zahl der Mitglieder der General Vei faintr*
luu.j soll vermindert, die Bezahlung derselben festgesitzt
und ihre Gewalten und Vflicbre» genauer bestimmt
werden.
2) Alle Freibriefe (Inkorporationen) sollen «viber
rufen oder verändert werden dürfen. Alle Mitglieder
einer tiicorpornten Gesellschaft sollen stets mit'threat
eigenen Vermögen fur die Schulden der Gesellschaft
haften.
3) Die Legislatur soll keine Bank errichten, und e
bensowenig einer Pn'vatperfon oder Gesellftbaft ei»
Bankpriviieginm verleihen.
4) Der Staat soll niemals Mitglied einer incorvo
rirten Gesellschaft seilt.
5) Der Staat soll nie für mehr als $100,000 Schul
den machen, außer im Krieg idcr zur Zeit einer Revo
httion, ohne die Grunde genau anzugehen, wozu die
Schuld gemacht ist, uud ei)tie Vorkehrungen zur Zah
lung ter Zinsen ohne weitere AnleHett zu treffen. Auch
soll das Volk bei den Wahlen darüber entscheiden, ob
eine |olche Schuld anerkannt oder verworfen werden
soll.
6) Der Council of Revision fell abgesckaft nnd dem
Gouverneur eine beschränkteVetogewalt ertheiltn.erden.
Kein Beamter soll ein Amt auf Lebenszeit, oder auch
so lange, als er sich ii'chts zu Schulden kommen läßt,
behalten, sondern die Dienstzeit der Richter und anderer
Beamten foll gesetzlich auf eine bestimmte Anzahl Jahre
begrenzt werden,
8) Die Gehalte der Beamten sewohl als deren Ge
wallen und Pflichten fetten genau besinnnn weiden.
Um Mißveiständnissen vorzubeugen, en psi. hlt die
Veisainmlnng, daß die Rechte ter'($itnt\wvrcr und
Adoptivbürger unangefechteu bleiben sollen, wie die
Constitution sie gegenwärtig garantirt daß in Bezug
auf Sklaverei keine Veränderungen gemacht und die
Grenzen bestehender Counties nicht verändert werden
sollen. Vß?. B.
s w., Q,
Ha- demokratische» Major, Samuel Stockweather, drei dx,
mokratische Aldermänner, einen demokratischen Schatz
meister, einen demokratischen Marschall und von neun
Councilmänner, sieben demokratische Councilmänner
erhalten haben. Die Wahl ist so ruhig abgelaufen, wie
noch nie eine zuvor und es scheint fast, als Hätten beide
Parteien sich noch nicht ganz wieder erholt von der itt
'844 gemachten Anstrengung. Es ist dies Resultat in-
*eß vielen unerwartet gekommen, namentlich denWhigs,
die ihre stärksten Männer auf den Wahlzettel gefetzt
hatten. Man sieht Hieraus wieder klar, daß die Derne
kratie die Oberhand behält, wenn die Whigpartei nicht
mit Geld mit ins Spiel bringt. (Westh,
Ver. S a a e n Senator von Penn
ft) (t iti e tt. General S i o n Cameron
ist von der Geseßgebnng dieses Staates gewählt, uv»
sie durch die Resignation des Hrn. B/ichanan erledigte
Senatorstelle zu füllen.-Es ist natürlich ein Demokrat.
In der fcebeit beendigten Congreßsitzung, wurden 79
Akten nnd 16 vereinte Beschlüsse passirt.
Mit­
1
..

"W-S -ha. Dir, Tkor Tcin Va.. rl-»d?-Da? Dir b°y stmes Xxmeni SchM-Das H„, mch. .»her schljg.?
.............. ..vlvmviu. ^niuira verr

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