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Der Vaterlandsfreund und Westliche beobachter. (Canton, Stark County, Ohio) 1836-1837, July 01, 1837, Image 1

Image and text provided by Ohio Historical Society, Columbus, OH

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a 11
R°- s.
Menschen beglücken
Lehrt unS Natur
Folgt mit Entzücken,
Brüder, der Spur
Thrinen verwandeln
Ja heitern Blick
Göttlich zu bandeln,
Sey unser Glück.
0
Strahlen zu borgen
Brauchen wir nicht 1
UnS strahlt von Morgen
HeüereS Licht.
ES Wucht1 ii
ii
8 nieder
BiS in die Gruft,
Wo unS Gott wieder.
Schöpferisch ruft!
IT,
Bedingungen dieser Zeitung.
I.tftt Preis dieser Aeitungist: Ein
a e n n n u n z w a n z i e n S
färben Jahrgang inV o au Sbez a l
U n Ein Thaier und fünfzig Eent5
wenn innerhalb drey Monaten, vom Em
pfange der Zeitung an,—zwey Thaler
wen innerhalb dem Jahre,—und 2 Tha
ier und fünfzig CentS wenn nach Ver
lauf de (selben bezahlt wird.
Z.Für einekürzere Zeit als sechs Mo
nate wirb eine Snbscrixtion angenom
men, nnd dieAeitung kann nicht aufge
geben werden
bis
alle Ruückstande be-
ahlt sind.
8. Bekanntmachungen kosten: Für
«ine Woche SU Cents das Viereck für
einen Monat Bi und für ein Jahr 8 Tha
ler das Viereck.
5L?"Briefe tc, an den HeranSgebei
müssen postfrep eingesandtwerden.
i e u s e
Laßt unS, ihr Brüder,
WetSheit erhöh'n!
Ginzet ihr Lieder,
Feurig und schön
Brüder, euch bindet
Heilige Pflicht:
Suchet, ihr findet
Wahrheit und Licht!
Lachet der Thoren,
Die sie verschmäh'»
Mir sind erkoren,
Wahrheit zu feh'n,
Götter der Erden
Eteigen vom Thron
Brüder zu werden,
Ist ihnen Lohn.
Ihr, die n Söhnen
W.iSheit erkor.
Weinenden Scenen
Leihet das Ohr
W UN s ch.
Uff'tu Bergli möcht i labe,
Uffm Vergii möcht i si,
D'Äenne juchze nit vergebe.
'5 mueß doch dppiS LustigS si.
mueß doch öppiS LustigS si.
S a k a u n
Iahe!
I
wet lehre welche, chäft.
Alles, was me chdnne mneß,
Nidle schwinge mit em Bese,
Wär mir dppe au kei Bucß. Juhe! ic.
Und! bnlchti au kei Stecke,
Kür goh mini Chueli z'schlo,
Kei, i gäd ne fliißig z'lecke,
Denk, si wurde lieber chv. Juhe
Wenn ig
J'vP
»f
tttib au gä ne rechte Ma,
Mü,ßt ig bbb« einisch wybe,
Maßt eS Sennemfitschi ha. Juft»
Eis, das wacker chönnti schaffe,
Das au subrr war und nett
I
wet dppe umme gasse,
BiS ig tie so g'funde hält. Jnhe
Weine nicht, es ist vergebend
Weine nicht, eS ist vergeben» 1
210« Frenden dieses LebenS
Lind ein Traum der Phantasie«
Mühe dich eS zn vergxsien.
Daß du einst ein Glück besessen.
Denke, du bejaßt'st eS nie.
Kann je etwas unserm Leben
Hohe, süße Freude geben,
O, so giebt die Liebe sie.
Aber ach auch sie verschwindet,
Und die Kranze die sie windet,
Welken leider! nur zu früh.
Thrakien sollen diese Anen,
Wo wir wandeln, nur bethauen.
Hadre nicht mit bern Geschick.
Hier, wo Leiv an
2e
sich reihet.
Wo die Freude nie gedeihet.
Flieht auch Liebe scheu zurück.
Selbst der Erdengüter GrbßttS.
Und der schö. sten Mädchen BesteS,
Nannt' ich Glücklicher einst mein.
Alles ist von mir geschieden,
Sie, und meine Seele Frieden,
Nur der Gram bleibt mir allein.
Weine nicht, und laß die Thoren
Um daS Glück, das sie verloren,
Nassen Blick's gen Himmel sehn.
\Jieb1, und hoff im Glanden immer.
Aber Thränen weine nimmer,
Laß unS lächelnd weiter gehn«
Warum wandeln sie in Leiden,
Fragst du, nnsre größten Freuden
Ohne Schatten ist kein Licht.
Sieh! auch ich beseufzte Stunden,
10o ich Seligkeit empfunden,
Uber doch, noch wein' ich nicht.
Kaiser Heinrich IV, und seine
Gemahlin Bertha.
Kaiser Heinrich der 4tt entdeck
te einige Zeit darauf, als er sich
mit seiner ersten Gemahlin Ber,
tha verheirathet hatte, was er
eher hätte entdecken sollen, daß fie
ihm nicht gestel. Er suchte sie also
wieder los zu werden, und stellte
deshalb folgenden Handel an.
Er redete es mit einem seiner
Getreuen ab, der Kaiserin mit
Zärtlichkeiten so nahe wie möglich
zu kommen. Würde sie ihn erhö
ren, so wolle er Zeuge der Zusam
menkunft werden, um seine Ge
mahlin dann des Ehebruches zu
beschuldigen und von sich stoßen zu
können.
Die Kaiserin war listiger, als
ihr Gemahl glaubte. Si' sah den
ganzen Plan ein, ohne ein Wort
davon zu wissen.
Der bestochene Liebhaber spulte
seine Rolle, sie die ihrigt, schien
nachgiebig zu werden. Der Lieb
haber und der Kaiser frohlockten.
Endlich schien die Kaiserin über»
wunden zu seyn, gab den dringen,
den Bitten des Liebhabers nach,
und bestimmte ihm die Stunde ei
ner Zusammenkunft.
Der Kaiser freute sich des glück
lichen Augenblicks und schlich in
Gesellschaft seines Günstlings
nach dem bestimmten Orte. Der
Kaiser trat zuerst in das Zimmer,
um nicht ausgesperrt zu werden.—
5ein Freund wollte ihm folgen,
als ihm die Thür vor der Nase zu
geschlagen wurde. Sogleich er
tönte dem bestürzten Kaiser die
zierliche Anrede entgegen "Bei#
stard, wie kannst du dich unterste»
')en dieses Gemach zu betreten?"
lind ohne hange aus seine Antwort
zu warten, schlugen die versammele
.aMfc
uuv
3Ba* chat d»r Thor dein Vaterlan v,—das Dir bey seines YNmenS Schall,—das Herz nrcht höher schlägt
"Das thut der Kaiser schon
lange nicht mehr."
"Ich schwöre"—
"Der Kaiser braucht sich nicht
einzuschleichen wie ein Dieb, wo
er das Recht, gerade zu gehen/'
Die Kaiserin kam selbst und
schrie: Das ist mein Gemahl
nicht. Werft den Betrüger aus
dem Zimmer 1 Mein Gemahl soll
mir Genugthuung gegen diesen
Unverschämten verschaffen.
Damit warf man den Kaiser
zum Zimmer hinaus.—Er schlich
lendenlahm day., mußte einen gan
Monat das Bett hüten und verfiel
auf feine zweite Versuchung.
E i n e Z a n k e i n
Die Madam Speifuer, zum
Schilde der wüthenden Jungfer,
nahe an der Fricdensstraße, erbie,
tet ihre Dienste dem Publikum,
um die edle Kunst, Schelten und
Streiten in guter und böser Lau,
ne, aus Liebe oder Haß, bey der
Woche, Tag, Stunde oder Se
cunde, früh oder spät, vor oder
nach dem Essen, ohne ansehen der
Person, in teutsch oder englisch zu
lehren.
Sie hat einen neuen Weg für
Weibkleute erfunden, ihre Gegner
bey der Kappe oder de.n Haar zu
ziehen. Schelten wird den Land,
Weibern und Stadt-Lädies ause
Anständigste gelehrt, und werden
im feinsten E teyl gescholten und
gelobt, sie hat eine besondere Mode
zum Schelten, welche sich für jede»
Alter und für jede Lebensumstän
de schickt,
Verheiratete Frauen werden
gelehrt ihre Ehemänner in sechs
Wochen blind, taub und stumm zu
schelten. Als ein Beweis v. ihrer
Zähigkeit hierin, hat sie in fünf
Jahren einen Mann todt geschol
ten, und der zweyte ist auch bey,
nahe fertig. Sie lehrt wilde und
grimmige Gesichter zu machen, und
sanft und demüthig zu sehen. Tie
Frauen von schläfrigen Männern
werden gelehrt, sie durch Schelten
zur Ausübung ihrer/Pflichten, an
zuhalten.
Im ersten Jahre, da sie dieses
edle Geschäft trieb, schalt sie sich
ihre Zähne aus, welches sie un
fähig macht, im Beißen Unterricht
zu geben aber sie ist hingegen
auch nicht mit Zahnweh geplagt,
welches ein großer Vortheil ist, sie
ist mit Spellen und Nadeln ver
sehen, um das Kratzen der Gesich
ter, Aenne, Hände und Augen zu
lehren. Und eben so versteht sie
auch das Heucheln und Schmeich
ein, und das Loben, in einiger
Farbe, wird aufkurze Nachricht u.
auf eine neue Weife verrichtet.
Folgende Anekdote fand neulich
in einem Wirthöhaufe in C. statt.
"Was für ein Landsmann sind
Sie. um Vergebung zu fragenV
"Ein Christ
^Wo dort zu Hause
iAus dem Wünembergtschen."
Er rief ihnen zu "Ich bin der
Kaiser!"
"Lügner!" schrieen jene.
"Haltet ein
"Nichts
"Ich bin gekommen, bey meiner
Gemahlin zu übernachten." erscheinen würde. Die Abgaben
sind in England
5
ten Kammerweiber seiner Gemahl, Eine reiche Engländerin, die sichlren.—"Ey sagt, ihm Jemand an
IN mit Fausten und Stöcken herz- vor nicht g«r langer Zeit in PariS'Ihr.r Stelle hätte ich eine Due v.
Haft auf ihn los.
40
Ein Offizier, der ein gläsernes
Auge hatte, gab es bey dem Aue
kleiden dem Aufwärterin einem
Wirthshause welcher ihm $a(f, u.
befahl es auf den Tisch zu legen,
ver Bursche blieb waltend stehen.
"Nun, worauf wartest Du noch?"
fragte der Offizier. «#uf das an,
Dere Auge
E i n e a n S i o
se s.—Ein kleines Mädchen sah
eine Gans mit Corsets und rief
aus: "Ey Mutter, dort geht eine
Gans mit Corsets—sie geht gera
de als wie die Schwester Sälly
a a e V e a
Zohn. Well, Mister, könnt Ihr
mir eine io Cent Schinnpläster»
Note wechseln
W i e O a w e n I
oor 4 Cents Molassek-Candy neh
met, und eine 6 Cents-Note1 O
papierenes Jahrhundert
Es werden drey Männer verlangt
um Die Sonne zu tragen."
In Boston lebt gegenwärtig ein
Schiffsmeistcr, der
befand, kaufte daselbst eiuen Bra-reisern Iahren gewählt."—Do
banter Schleyer. Auf ihre» Reise rat: "Ich will mir doch liebe» mit
nach England freute sie sich scho« einem blank geschliffenes Degen,
aus das große Vergnügen, wenn als nnt einem verrosteten das Herz
sie mie ihrem Brabanter-Schley-durchbohren lassen."
er, den fle mit
48
^Schwesterist meine
Jahre alt
ist, und dennoch schon über 166
Mal die Fahrt nach Europa ge,
macht hat.
S e U s a e V e w a n t
s ch a ft.—Ein Engländer. Herr
Harwood, hat zwey Töchter von
seiner ersten Frau. Die älteste
verheiratete sich an John Coschick.
Dieser nämliche Coschick hat eine
Tochter von seiner ersten Frau
heirathete
Die der alte Harwood
und welche ihm einen Sohn gebart
Die zweite Frau von I.
kann also mit Recht sagen:
Coschick
mein
Tochter und.eine
v. vi
Jahrgang v.
Guttuen bezahlt Ein Lohnkutscher wurde krank rn
hatte, in dortigen Gesellschaften lag in den letzten Zügen. Sei»
auf solche Artikel
sehr hoch, und um diesen auszu
weichen, entschloß sie sich, den
Schleyer während der Uebersahrt
aus dem Canale zu tragen. Bey
ihrer Ankunft am Lande,wurde ihr,
zu ihrem großen Schrecken der!
Schleyer vom Zollbeamten als
eingefchwärzte Waaren genomen.
Nach einigen Minuten erhielt sie
denselben mit der Bemerkung zu,
rück. ''Dag man nach näherer Un,
tersuchung gefunden hätte daß der
Schleyer kein Brabanter sondern
englisches Fabrikat sey
Bruder stand an seinem Bette it.
ruf schluchzend "gähn hin At#
tner dir ist nicht mehr zu helfen."
Da kam der Kranke zu sich, da ei
die Worte "fahre hin," vernomen
hatte, antwortete er: ist deun
schon eingespannt
Eiv Thorschrciber hatte fich/ als
ein merkwürdiger Fall, in sein
Memorial netirt i" Heute fafllr
ten einer vonAm,Ba»n, Nüra und
Grüneberg, drey an der Sena/
und wer weiß wie viel andere Tho
ren.
Eiv Vorfall im Innern der Aegyytischen
Pyramiden.
Einige Franzosen begaben sich
kürzlich in eine der ägyptischen
Pyrannden- um il)i Inneres zu
durchforschen. Sie hatten schon
ein endloses Labyrinth von Ge
mächern u. Gängen durchwandert,
und waren eben auf dem Rück«
wege ^begriffen, als sie in tine
der schwierigsten Paßage« gelang
ten. Ein langer gewundene»
Gang bildete die Verbindung
zwischen zweyZimmern, und endig
te sich in einer kleinen Oeffnung.
Wegen dcrUncbenheit desBvdenS
der Wä'ide und der Decke, konnte
man nur langsam vorwärts t*m
men, und es bedurfte daz de»
größten Anstrengung, als sich vey
jedem Schritte die Hindernde
noch vermehrten. Von de» mit
gebrachten Fackel war keine An
wendung mehr zu machen, Itntt
Ca die Decke niedriger und immer
Niedriger wurde, konnte man sie
nicht mehr aufrecht halten. Endlich
nahmen Höhe u. Weite des an
tei
le tischen CanalS io ab, daß die
ganze Gesellschaft auf dem Bauche
fortkriechen mußte. y der
größten körperlichen und geistigen
?tbmattung sch'en ihnen der
v. dem sie noch gar nichts wußten,
wohin er führte, eine Ewtgkett,
und ihre Geduld woi bereites
völlig erschöpft, ihre Angst hatte
den höchsten Gipfel erreicht, als
der, welcher si an der Spitze des
Zuges befand, ausrief, daß
zwar Licht und den Ausgang d»
Höhle in einer gute« Entfirnu e
vor sich erblicke da| e« ab« O y
dem gewaltsamen Versuch, durch
so st
ein enges Loch zu kriechen,
Vater ist mein Sohn, und ich bin vr- noch rückwärts könne. Matt
die Mutter meiner Mutter
meines
ich bin die Großmutter meines li hen Lage dcrGesellschaft machen
Bruders.
Ein Mädchen rief aus dem Fen
ster deS vbern Stockwerks elnes^^ zu denken war und kem Räch
vornehmen Hauses einem unun
stehenden Knaben in ächtemFrank. lllth
furter Hochuutfch zu: Heuteßes.?.^ o«
mirhunte" (heute speisen wir un-Wne gemachten Ansttenaunuet|,
ten.) Ein vorübergehender Preus-^? /ehr, da„ von dem Platzt 1%
fe, die Worte nach ihrem
Klange
auffaßend, ruft verwundert hin- einnahm, ^S ejjt gan) unmöglicj
auf: "Ne, da mag ich Ihr Jast ^^de.
nicht sind
I
Dorat heyrathete schon ziemlich schrecklichen Zustande, machte*
bejahrt ein Mädchen von
ISIah- Em:r der Tchllschafe einen Vor*
eingeklemmt sey, daß e? nun weder
möge sich nun, wen» man ?a«n,
Vorstellung von der entsetz-
ste waren so von Schrecken
gelähmt daß an keine Ueberlequng
^^en, den er so elendiger Welji
In diesem entscheidenden mit*
-VF
••M
hb/ :1? llL

Früeh eh d'Sunne wär am Himmel,
Mt ig use goh uf d'W-id,
Rütft im Blbsch bim Chlee, tm Schmie!,
Denn si chän, eS wär mi Freud. Juhe!
em Berg wet Mibe,
S a s a e n W e n u y i
0 0 i o e u i i n e a u s e e e n v o n V e N a u n a i u
E i n e i s e s e s a s
Die Baltimore Sonne, ein tag
liches Blatt, hat fo'.gende klnzeige

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