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Der fortschritt. (New Ulm, Minn.) 1891-1915, April 02, 1891, Image 2

Image and text provided by Minnesota Historical Society; Saint Paul, MN

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fven Albert Seiger.) £ZL
E» war da ein Friedhof, inmitten
rauchgeschwärzter Mauer». Die Lust
lag schwer darauf. Nebenan floß ein
Graben cktt dunkle« Wasser, da» «n
Regentagen einen üblen Geruch ver
breitete. Drei oder vier Krähen flatter
ten jetzt schreiend darüber hin. Einige
Knaben hatten fie mit Steinwasen
stufgescheucht. Sie standen da, die
Hände in den Hosentaschen, mit pfiffig
frechen Gesichtern und freuten fich ihre»
Werke». Ein Luftzug erhob sich und
trieb den Qualm au» den Schornsteinen
tiefer hinab, aber er führte auch den
süßen Duft der Nelkenstycke mit sW die
manche Fenster dieser alten, schmutzigen,
elenden Baracken zierten Leben auf
1Üm.:
Iber Geistliche mt demkleinen Grab
"sprach jetzt lauter. Einige Schollen
Polterten auf den tannenen Sarg hinab.
Der bleiche Mann, der da am Grabe
feetes Kinde» stand, gestützt von einem
-theilnehmenden Freunde, machte eine
Bewegung, al» wollte er fich hinunter
Kürzen auf den Sarg. Der Geistliche
Hustete. Etwa» Rauch war ihm in den
ÄkaNd gekommen, al» er dasSchlnßgebet
.sprach. Ein Gemurmel, die Anwesen
den sprachen noch ein Baterunser, dann
zerstreute fich der Kreis, der da» Grab
umstanden hafte. Die Todtengräber
schaufelten darauf. BumS^bUck», fielen
foic Schollen herab.
»Möllner, komm!* sagte der Mann
«eben dem Leidtragenden.
„@8 ist nicht gut für dich, daß du so
lange dastehst. Da» ist für keinen gut.
Echlaa di?» au» dem Kopf uudfang
-ein neue» Leben an."
Möllner regte fich nicht. Er stöhnte,
jede Schaufel Erde traf ihm das Herz
roie ein Schuß.
»Sei so gut!- sagte er mit leiser
Summe. „Sei so gut Und er
ffah ihn flehend an. »Laß mich jetzt nur
aUein 's ist bester für mich! Ich
roii« ich er sprach nicht Lu Ende.
Seine Kehle war trocken, die Stimme
Wieb stecken.
»Nun. wenn du nicht willst, du mußt
e? ja besser wissen. Ich komn^' heut'
'Abend zu dir und seh nach dir! 'Meine
5l)iarte kann dir'» Essen bringen, wenn
du nicht ausgehen willst! Na, adieu!
.. .halt den Kspf hoch Mann!-
Er ging. Halben Weß» sah er mich
'einmal nach Möllner zurück. Der
Mann saß auf dem kleinen Hüflef, den
Pein Eile aufgeworfen hott«, Sei tief*
gesenkte Haupt in beide Hände gestützt.
Man sah nicht» von seinem Kopf äl» ein
bischen Stirne und das schwarze, etwa»
ftriifrüifle Haar.
«.Verflucht!" Zn diesem Worte de»
Aroriters, der eben zum Friedhöfsthor
chinausschritt, einem rostigen, häßUchen
Gitter werk lag die jganje Hammers
geschichte des Manne» dort am Grab.
£mr jener Tragödien, wie fie die
Okegister der Standesbücher mit mono»
torn-r Gleichgültigkeit zu Tausenden er
LählfN.,
^orIl^em Halben Jahlre war ihm
feine Frau gestorben. So eine nette,
liejbc, blonde Frau.MSo ein Weibchen,
das mit ihm arbeitete und mit ihm sich
freute! Eine Lungenentzündung
und da^ Glück war zu Ende.« Er hatte
dam mit dem Kinde, einem schwarz
lockigen Mädchen mit hellin blauen
Augen weitergehaust wie e» ging, er*
.druat von dem ungeheuren Schmerz.
^Seilte ganze Zärtlichkeit witrf fich avf
das Kind, das bereits die ersten Sprach
versuche machte. Als er am Morgen
nach dem Tode seiner Frau aufwachte
und das unbenützte Bett sah, hatte er in
Alldem, verzweifelndem Schmerz den
•Äoof in die Kissen qedrückt. am liebsten
hott' er fich so erstickt. Da fühlte er
etwas warmes, weiches an- seinem Hol».
... .Sein Kind, sein Eischen war aus der
Wiege neben dem Bett gekrochen. und
hatte den Kinderarm ufo seinen Macken
gelegt. Es suchte mit den frischen,
rothen Lippen seinen Mund und als
es i«h, daß dicke Thronen über seine
Wangen liefen, machte es ein betrübtes
«Gesicht und bohrte die kleinen Fäustchen
in Die Augen. Da nahm er'» und
küßte es. »Wenn nur das nrrr bleibt",
-murmelte er. Heute hatte er e» begra*
eben sehen.
Cr bedeckte die Augen mit der Hand,
-als wollte er ewige Finsterniß um sich
verbreiten, jeden Schimmer de» Tages»
lichis von sich abwehren. Wie eine,
qrauiame Vision zogen alle Momente
i-beä Glücke» an ihm vorüber. Besonders
die fersten leiner Lißbe^ vor 6er
Stadt draußen.Wf, einem kleinen,
freundlichen Dorf, von-Erlen und Pap
4e(n umbüscht, mit freundlichen, netien
Häusern. Er sah fich selbst als Urlau
ber mit seinem Schatz die Straßen ent*
'lang wandeln, fühlte heute noch beut*
Ittb, wie die Mädchen fich alle ärgerten,
-daß sein Julchen, die arme Waise, euten
H^chWcken Jungen
Ein grimmiges Lächeln verzerrte sei
wen Mpnffci ..
Dmußen im Bald wars kühl.' Aus
'der Wiese duftete das Heu. Blau leuch
tele der Himmel herab. Einige schwere,
-silbergraue Wolken standen in der Lust,
'trag, unbeweglich. Ueberall zirpten die
.Heimchen, große Falter und kleine, glän
zende Mücken schwirrten hastig hin und
cher, ein kaum merklicher Lusthauch
.strich über die Bäume und zeigte die
./silberglänzende Rückseite der Blätter.
DteBeit der Bank, aus der sie saßen,
plätscherte. über moosgrünes Gestein
»eine Huelle. Er hotte ihre Hand um
fie sahen fich in die Äugen,' und
m*V'
7-pirpf^?7w^'«s'^
WMWMWWWWMW-
«it flüsternder Stimme besprachen fie
ihren Haashalt, ihre Wohnung, ihre
Zukunft
»Wenn erst Kinder kommen", meinte
er leise lachend.
Sie erröthete bi» unter da» blonde
Haar
Da» hatte alle» so schön angefan
gen! Al» könnt' e» gar nicht ander»
werden!- Was jetzt? Er hatte seine
gesicherte Stellung, sein ordentliche»
Einkommen! Wozu da»? Wen da
mit ernähren? Sich? Ach er
er hatte da» nicht mehr nöthig! Er
jawohl hatte er tie Verpflich
tung, den blödsinnigen Rest von Leben
noch mit sich herumzuschleppen? Da»
konnte wahrhaftig kein Mensch von ihm
Wlaegen. Cr richtete sich au» seinem
dumpfen Schmerz auf und wurde zornig.
Da sagte man noch, e» gäbe einen Gott!
Wa» Gott! Dumme» Zeug wüßte
lch jetztMetza» vesGHZ »er w»)lt'.eS
ihm verargen/ wenn er, so einsam, so
elend, nid^t mehr weiterleben wollte.
Da ein Geschrei aus Knabenkehlen.
Er sah unwillkürlich hinüber, wo die
Jungen spielten. ($» war nun eine
gauze Menge geworden. Sie standen
am Rande de» Gräben» und vor ihnen
ein kleine», blondes Mädchen, da» die
Hände abwehrend ausstreckte. Sie
ängstigten da» Sind, al» wollten sie e»
in da» schmutzige, dunkle Wasser hinab«
stoßen.
»Lumpenlie»!! Lumpenliesl!" schallte
e» höhnend herüber. Möllner ward
aufmerksam. Der Rand dort zwischen
dem geängstigten Kind und den stechen
Jungen ward immer schmäler^... Er
warf Noch ern« Blick Jjinüber, dann
war er mit etlichen Sätzen au» dem
Friedhof, über der morschen Holtbrücke.
mitten unter der Kinderschaar und faßte
da» kleine Mädchen, das just in dem
Moment binuntergetaumelt märe, hätt'
er e» nicht gehalten.
»Ihr uunichen Buben, wißt ihr kein
andres Spiel?!"
Die Jungen waren «schreiend und
lachend entflohen. Einer der Kecksten
rief Möllner etliche wüste Schimpfworte
zn. Er hörte sie nicht Er betrachtete
das blonde Kind, das zitternd bot ihm
stanlu
»Ich kann nichts dafür, ich kann nichts
dafür", wtedepholte es mit bebenden
Lippen.
Er betrachtete es »M immer, wie eS
die Augen niederschlug jenew trotzigen
Zug um die Lippen, den unschuldige
Verfolgung in das Antlitz gräbt. Die
blonden Strihne flössen über die Stirn,
neckisch, übetmüthig. Um den jweißen
Hals war ein buntgewürfelte» Tuch ge
schlungen.
:3)as.
Röckchen und da»
Hemd waren zerrissen, die kleinen Füße,,
sie war barfuß, braun und sonnver
brennt
»Ich kanmnichts dafür. Müßt mich
niMchlagen!
Der Tonkin dem sie e» sprach, war
Kalb irotzU und doch auch wieder bit
tend.
E» kam ihm vor, al§ müsse die Kleine
blaue AicheN haben.' Er hob sie aufuud
sah ihr gerade in» Gesicht.
»Sieh mich mt^"
Sie schlug die, Augen auf, große,
feuchtglänzende, blaue Kinderaügen.
Er stöhnte auf und setzte das Kind
wieder Mf die Erde..
»Geb Ätzt nach Hause!" sagte er ton
lo». 1$
„Ich gehe nicht nach Hause!" erwi
derte-sie.
£. »Pn ge^st nicht nach Hauses! Harum
»Wenn ich zu Hause komm', krieg' ich
Schlaga da!" Sie streifte das Kattun
jäckchen und zeigte ihm das schmale
Aermchen. An drei Stellen war das
Blut geronnen, Spuren einer brutalen
Behandlung.
»So hat man dich geschlagen! Arme»
Ding!" Und auf einen Augenblick sein
eigne» Leid vergessend, strich er ihr ko
send mit der schwieligen Hand über die
Malet.
Die Kleine schaute auf zn ihm, al»
wolle sie sich vergewissern, daß sie ihm
Vertrauen scheqkch könne dann sagte
sie halblaut, fast ängstlich:
»Der Mann hat» gethan!"
»Wa» für ein Mann?"
»Der Mann, bei dem ich bin!"
»Host du denn keine Eltern?"
»Eltern? Baier und Mutter meinst
du?" Rein! Ich bin ja ein Balg!
Wechselbalg Heißen sie mich midi fügt
sie zornig hinzu,« »Die Lumpen!" Sie
ballte^dt« Füust.
»Da». Wort sollst du nicht sagen!?
.ermahnte er eindringlich. Er war in
einem $*»,* aufgewachsen, wo man den
Kindern jede» unreine Wort verbat.
»0, die nennen mich oft noch viel
ander»!" Sie kräuselte trotzig die
Lippe.-
Deshalb darfst du'» doch nicht
sagen!"
»Warum sind sie alle so wüst gdgen
mich? Ich thu' keinem nicht»,', ich
komm' ans die Gasse, dann schelten, sie
mich »LumpenlieSl", z,BaW» die Buben
triiteh und beißU tttfch, ^ura) die Alten
gucken zn und lachienll5
»Ist der Mann, bei dem du bist, ein
Verwandter von dir?"
a»et et mag mich
mcht und et hat die ganze Gasse gegen
mich aufgehetzt! Die Kortimännin hat»
einmal erzählt, da hob' ich gehorcht,
eine Frau, die einmal bei ihm war, und
die Kornmännin hat auch gesagt, eigent
lich sollt' er mich besser behandeln, ich
Hab' aber nicht gewußt, wo» sie gemeint
hat! So und jetzt weißt du'»", schloß
fie mit einem tiefen Athemzug:
»Ja, wo wohnst dn denn?"
»In der Rosenthorstraße sech», wo
die Schenke ist."
Er innette fich e» war da» eine
schlechte Gegend.
»Ich geh' jetzt mmmer heim," sagte
sieftst.
„So, wa» willst denn anfangen?"
»Ich will nicht «ehr mich schlagen
lassen. Zuerst Hab' ich gemeint, dn
wolltest muh auch prügeln, aber du bist
freundlich! Ja, wenn ich jetzt heimkäme!
Er hat mich nämlich heut Morgen fort
geschickt, in'» Beilchensuchen. Aber ich
Hab nicht» gesunden, und al» ich eiümal
^qh Paa« gehvbt hat', da hat sie mir
einer genommen, weißt du, einer von
den Jungen, die waren nämlich auch in»
Beilchenholeq.' Wfc'ich nachher nicht»
meht-gefunten'habe^m ich einmal da
jhe? gegantze^ äm Sottesatfcr oder da
am Bach stehen vielleicht ein paffr.1*
M'blickte aufi.die .Ufer, den lehmigen.'
mit spärlichem Gra» bewachsenen Bo
den, und der Schimmer eine» Lächelns
huschte über feiiHMtgtämte» Gesicht
Beilcheft hier!
»Ich geh jetzt fort," fing fie wieder
an. »Ich ich Hab Geld!" sagte fie
leise und vertraulich.
»Geld, du?"'
„Ja, da! Biel Geld! Da guck!" Sie
zog,eine Silbermünze, in Zeitung»pa
pier gewickelt, hervor. Vorsichtig sah
sie sich um, ob Niemond tausche, bann
löste sie da» Papier und zeigte ein neu«
geprägte» Markstück.
»Ist da» nicht viel?"
»Wo hast dn da» denn her?"
kpmnten SRänner in hie Schenke,
und ejnmal hat ein alter Herr,mich ge
streichelt und mir da» Geld geschenkt.
Sie haben mir» wieder nehmen wollen,
ich bin aber davongelaufen, darum hat
et mich auch geprügelt!
»Zeig einmal die Mark!? sagte Möll
net.
Sie sah prüfend zu ihm auf.
»Da!"
Er nahyi da» Geldstück und schleu
derte es in da» Wasser. Sie schrie auf
und wachte eine HewegllNg, als wolle
sie nachspringen, er hiett sie zurück.
Ich will vir wieder eiste Mark ge
den. Und heim sollst du auch nicht
mehr! Hab Vertrauen zu mit."
Er sah sie fest an,
»Die Matk," murmelte die Kleine.
»Ich gebe dir fie ja wieder, sei nur
ruhig! aber wa» soll Man denn sonst
mit dir anfangen?"
Und ganz mit dem Elend vor ihm
beschäftigt, dachte er hin und her.
»Noch Hause geh'ich nicht mehr!"
»Dn sollst auch nicht* sagte er lang
sam. Er schaute noch dem Friedhof
hinüber, ein Gedanke stieg t«-ihm auf!
Er betrachtete da» Kind npch einmal,
sie schlug die Augen zu ihm auf, die
blaüen, Unschuldigen, es lag eik Htm*
met von Reinheit und Kindlichkeit
darin!- Und die» Geschöpf sollt« dem
Laster Nein!
Er hob entschlossen den Kopf.
chKornrn, geh mit!"
itMtMiJMyW'0Bi'
ft
1 7
»Wohin?"
„Mit mir!' Ich werde dich nicht
schlagen! Vertraue mit! Willst du?"
Der-Beiden Augen tauchten mein
ander.
Jaf" ..
»Ho komm!"
Sie gingen zusammen auf den Fried
hof, an da» srisch Aufgeschüttete Grab.
Er kniete nieder, sie folgte staunend
seinem Beispiel.
»Wir wollen beten!"
»Beten?"
»Du kannst nicht beten?"
1
»Beten? Wa» ist dos?
»Sprich mir noch!"
Uno er betete vor, und sie wieder
holte seine Worte. Das Sonnenlicht
vergoldete' ihre Häupter.
Der Major.
(Skizze von Georg Egestorf f.)
@3 sollte Besichtigung sein. Da»
Pferd des Herrn Major stand auf dem
Hofe gesattelt und scharrte, ungeduldig
seinen Herrn erwartend, mit den Husen.
Dieser war aber noch oben in seinem
Zimmer ein niedliche», blondlockige»
Mädchen, ein Theil seines merblättrigen
Stolze», denn der Major nannte vier
solcher kleinen Dinger sein eigen, machte
vergebliche Versuche, die Schärpe zuzu
machen, welche seit der letzten Gelegen
heit, wo sie gebraucht war^zp eng ge
worden zu sein schien. Hie. Kleine
hatte einen feuerrothen Kopf bekommen,
sie stöhnte laut ob der erfolgloses Be
mühungen, den Herrn Papa in sein
Ehrenkleid einzuzwängen. .•
»Siehst Du, das kommt vom guten
Leben rief der Major.
»Aber Vater, wie kannst Du-jo wa»
sagen/ meinte sie in vorwursSvollem
Tone, bekommen wir nicht imitier da»
Beste? Sparst Dn Dir njcht den Bissen
vom Munde ab? Nein, so wa»ist wirk
lich ungerecht!"
»Nun, nun!" beruhigte er, »so
schlimm ist es auch micht. Da» thue ich
doch 61
os Euch zu Liebe, denn wenn e»
Euch schmeckt, bin ich schon allein sott
von der Freude de» Zusehen»!"
»Papa!" tief e» laut au» dem Neben
zimmer, »e» ist höchste Zeit, Dn maßt
fort Dabei öffnete fich die Thür und
ein zweiter Blondkopf kam Herein.
»Du siehst doch, daß es nicht geht!"
sagte der von seinem pünktlichen Töch-'
terchen an die Zeit gemahnte Vater.
»Du solltest liebet mithelfen," ver
wies die Schwester, »statt hier Vor
lesungen zu halten, über Sachen, die
Dich nicht» angchen!"
„Oho!- entgegnete die Kleine, »wenn
tUffci #|WBfc6'dpiNEtiWh
W iAWWMDWWW^
fWM
If**
•fWf
"P'l'fW
»f-m,
ich nicht immer mit der Uhr da wäre,
dann käme der Vater doch zn spät!"
»Keine Anzüglichkeiten! Keine An,
züglichkeiten!" lachte der Major. E»
aad einen Krach und der Dorn an der
Schnalle der Schärpe hatte endlich den
Weg in da» letzte Loch gefunden, da» i*
dem Silberbgnde war. »Gott fei
Dank," stöhnte ver Zufammengebremste.
Ein hefte» Lachen der beiden Mädchen
antwortete.'•
»Papa, bist Du noch nicht fort?"
rief eine dritte Stimme vom Korridor
her die Thür platzt? auf und die
Aeltefte der Bier. kam.-mit dem Nest,
Häkchen an der Hand herein. E» war
ein- hochaufgeschlossenes Mädchen von
etwa 14 Jahren. Bor ihr.hatte der
Bater wahrhaftigen Respekt.
»Ja! Ja doch! Ich b.in schon fertig!
Gebt mir uur den Helm! Wo n«h hi««
sind die «Hoffentlich haben wir
Handschuhe, Mankchen?" Wo ist mctfifberommm!" meinte eine de
Säbel? SchnÄ gebt den Säbel her!"
jüngeren Schwestern, liefen
Die jüngeren Schwestern, liefen in»
Nebenzimmer, die älteste dagegen hielt
dem Bater mit, ernstem Gesicht, 'ihre,
Taschenuhr entgegen unti fügte drohend
»Wenn Du nicht tn zehn Sekunden an»
dem House bist, so lese ich Dir morgen
nicht vor!
Da» wirkte, denn Abend» int Kreise
feiner Familie zu fitzen und fich vorlesen
zu lassen, da» war de» Major» Haupt*
vergnügen. Die Drohung war aber
unnöthig, denn der bedrängte Bater
stand schon aus dem Flur. Mariechen
drückte ihm die Handschuhe in die Hand
und die andere Kleine brachte ihm den
Säbel., Der Herr Major ging die
Treppe hinunter. Die Blondköpfe am
Fenster sahen in den Hof hinab, um da»
Davonteiten de» Vater» zu beaufsichti
gen. Er ließ fich Ha» Pferd vorführen
ein besonderer Reiter war er nicht, und
da» Aufsitzen war seine größte
Schwäche. Ein Gartenstuhl wurde
neben die Thür gestellt. In seinem
Hofe, wo die» Manöver Niemand sah,
glaubte sich der Major da» Besteigen
des Schlachtrosse» schon etwa» erleich
tern zu dürfen. Der Gaul guckte den
Aufsitzapparat mißtrauisch von der
Sette an, obwohl er ihn seit fahren ge
wohnt war. Der Major kletterte auf
den Stuhl, steckte den Fuß in den Bügel
und hob- sich vorsichtig in den Sättel^
um so vorsichtiger, da er jeden Augen
blick befürchten mußte, daß ihm die
Schärpe» platzen konnte. Endlich War
alle» in Ordnung und
ti
hotte die
Zügel aufgenommen. Ein Trinmpge«
schrei der Mädchen vom Fenster herab
belohnte ihn 'dafür. Nun ritt er zum
Thorr hinaus. Zuerst eine Weile
Schritt, dann ober belehrte ihn seilte
Uhr, daß eS wirklich an der Zeit sei
etwas au traben.. Er verschwand hinter
der Ecke aus dein Wege, wo diI Straße
eine Biegung nach dem Exerzierplatze zu
inachte.
/.Per Major war Wittwer und seilte
Töchter die einzigste. HsnterlässßnMfk
seiner verstorbenen Ktau, die ebenso we
nig al» irr selbst Betwögeti Jessen
hatte. Die HeirathSkaution war nur
mit Mühe aufgebracht:worden, damals
vor 16 Jahren, al» er noch Lieutenant,
eufc Lieutenant,^ der sich feine ganze
Dienstzeit hindurch ohne emen Pseniig
Zuschuß von zu Haus hatte behelsen
müssen. Nun sollte Mt den Majors
geholt der Hausstand mit vier heran
wachsenden Töchtern erholten ivetdert
Aber wenn auch zuweilen Schmalhan»
im Hanse Küchenmeister war, so hatte
dieses doch die Lonne des kleinen Fami- 9?.*$. »an
ll
Die Mätuycn saßen in der Wohn
stube, einem einfach 'eingerichteten Rannt,
welcher der 'Familie gleichzeitig al»
Speisezimmer diente.
Ob der Bater wohl zu spät gekoch
In dem Augenblicke hörte man den
Husschlag eine» Pferde» aitf.ber Straße.
»Der Bater! Der Bater!" rief jubelnd
die Jüngste-. Die Mädchen Mrmten
auseinander. An dem nach deck Hofe
blickenden Fenster warteten fie. die
Braune um die Ecke bog. Ein laute»
Hurrah begrüßte den Major, aber er
antwortete nicht, nicht einmal nach
oben zn^eiuen Blondköpfen sah er hin
auf. Langsam und sch'weWllig stieg er
ab, die Braune schüttelte sich, während
der Bursche sie abnahm. Lotend klopfte
ihr W Major auf den Hai» und
nickte ihr zu, al» wollte er fätzen: »Du
hast Deine Pflicht gethan!" Es mußte
etwa» besonder» fein. Die Mädchen
oben am Fenster waren verschwunden,
die 14jährige kam dem Vater in der
Hausthür entgegey. »9^a» ist Dir,
Bater?" fragte sie, »ist e» nicht gut ge
gangen?" »Nein, mein Kind! Nein,
nein!" Aber der Major sagte weiter
nichts. Sein Gesicht war ernst. Lang
farn schritt er, seine Tochter beim Arm
nehmend, die* Stufen hinauf, die zum
zweiten Stockwerke führten. In der
Thür empfingen tfjm die andern drei.
Aber da der Boter ihren Gruß bei sei
iter Wiederkunft nicht beantwortet hatte
und auch, jetzt fie kaum «msah^ wichen sie
scheu zurück. Lautlos betraten, sie das
Wohnzimmer. Nun stürzten die Kinder
auf den Bater zu. »Wo» ist »Wo»
hast Du?" »Bist Du böse?" sy tönt e»
im Chor, und die Aelteste schmiegte sich
an ihn an, legte die Arme um seine
Schultern und sah ihm ins Gesicht.
es so schlecht? Pater erzähle
doch!" Aber der Major machte sich
sonst von ihr. los und schickte sie alle tn».
Nsdenznnmer. »Ich will EuH nächher
erzählenii^ Laßt. mich jetzt-, allein,"
sagte e^ ^ich habe zn thun!" Verlegen
gingen sie hmau». An der Schwelle
drehte die Aelteste um, sie schloß die
Thür hinter ihre» Schwestern. Der
Sötern stand am Fenster und sah
regUngSlo» dmcch dieScheiben, dieHände,
in denen.er noch be» Helm hielt,t auf
dem Rücken gekreuzt. Das Räbchen
blieb hinter ihm stehen, sie wagte nicht
ein Wort zu sogen. Longe Zeit hin
durch blieben die Beiden so. »Va
ter!. ..Vater!" flüsterte sie. »Willst
Du mir's nicht sagen? Dabei trat sie
leise ihn heran.
0I
lienkreises nie getrübt FröhUchM?'^ doch Hast Dn mir nicht alles bts
hatte immer geherrscht. Nur als vor
einigen Jahren die Mutter starb, gab
es entfte Tage. Wenn man aber so
jnng ist, wie es die- Kinder bei dem
Tobe der Mutter waten, so haftet der
Schmerz nicht lange uud die Zeit ver
wischt BieleS, nmS in reiferem Atter
sich der Seele unauslöschlich eingeprägt
haben würde. Der Major, allerding»
den Tod seiner Liese auch heute
noch nicht überwunden, und wenn die
Mädchen nicht einen, so gesegneten
Schlaf gehabt, so hätten sie den Ääter
wohl manches mal in dem angrenzenden
ZiiMe^ iii der Mcht noch senden Hör8n
Mn?enji henn per Major w« eine weiche
Natur, weich wie einKind, und ein Kind
geradezu auch in »ielen Dingen geblie
ben. Er war, wie man. zu sogen
Pflegt,, »die ^eele von einem Menschen?,
jedoch zum Soldaten nicht' geboren und
wenn er auch bis hierher im Dienste sei
ne? König» gekommen war, so schien
eine weitere, Beförderung doch mehr al»
zweifelhaft. Die Kinder ahnten, davon
nicht», nur vielleicht die Aelrtste, die.
schon mit klügeren AüM in da» Leben
sah, aber sie war doch «0ch nNreis,
Zm d?Hber ernstere-Gedanken zu
machen......
-»Ihr bleibt mir wohl, aber die Pen
SS: äüSSJ' fion ist Nein, daran hast Du Nöch Nicht
Hedacht, und ich konnte Euch doch jetzt
schon kaum einmal eine Freude machen.
soll da noch später werden?"
ben hätten?" meinte Mariechen.
»Ach, es war ja noch viel Zettl" sagte
die Zweite», .•*
»Man muß ihm immer Angst machen!
Ich sorge, schon dafür, daß alle» Ord-'
nuitg bleibt," fügte mit bitterer Miene
die Aeltsste hinzu. ,:
»Aber, daß auch ewig mit der Schärpe
was lo» ist! Der Vater hätte sie doch
gestern
noch anprobiren können!" ließ
sich das altkluge Nesthäkchen hören.
»Machst Dn Dir soviel an» Anpro
biren?" fragte in mütterlichem Tone
die Aelteste, welche für die Garderobe
der anderen verantwortlich war.
»Da» thüst Du auch nicht gern!" ent-
115* hcran-
lMNM
Mf« iii ":irrr jn ,t, M^MWW^
iw-
gegnete aber die Kleine. Die Schwester und die Trostgründe seiner Tochter woll
würdigte fie keiner Antwort. In derben ihm nicht einleichten. »Ja,:s®6
That wäre e» auch schwer gewesen, etwa»
daraus zu erwidern, denn eigentlichen
.Anprobiren" kam bei den Mädchen
deshalb kaum in Betracht, weil sie nur
ein Kleid jährlich erhalten tonnten,
und dann auch diese» nicht »anprobitt"
wurde. 5
»Ob wohl die Besichtigung gut geht?"
begann nach einer Weile wieder die
Zweite.
»Natürlich! Der Bater hat doch immer
gut abgeschnitten!" warf Mariechen ein.
§tie.40b den.Mrte» »gut .abgeschnitten"
eine besondere Betonung. So ganz ver
stand sie e» nicht, aber sie hatte das vom
Bater immer so gehört, und in einer
Soldatenfamilie war dies eine oft im.
Jahre wiebeMtende Frage....
Lob
de^Gchwestetn.
fich natürlich mit zum
S^e rechnete
Bataillon.. r..
»Ach nsttsirlich", saat^ überlegest die
Aelteste, »der General, ist doch beson
der» dazn gekommen, lind' dtir Vater
erzählte^ t? hckbe fich Made den Tag
ausgesucht, wo sein Bataillon-Borstel
lung hätte!"
A«®a3e
Du behältst uns doch A
Ist Dir d,aS nicht genug?" »Ja," jaostl
DoS Mädchen küßte ihn und sagte früh*
lieh, „aber die Freude kam ihr nicht von
Hetzen, da sie ihren Bater so traurig
sah: »Wa» brauchen ti'ir denn? Das
wird schon gehen! Wenn wir Dich nur
behalten und unsere Abende hier zu
Hau», die kosten feto dach nichts, und
da» ist doch das Beste Wffi., wir haben.
Sei nicht traurig, Pater/.'Und dann,
iimm Pili.
cg
her anvertraut?" schmeichelte sie Und
ergriff ihn bei dem Arm. Er drehte
sich herum. »Was soll aus Euch wer
den?? flüsterte er tonlos. »Um Him
mels willen! Wo» ist geschehen?" fragte
die Tochter, denn ihm standen große
Thränen in den Augen. »Erräthst Du
es nicht?4 meinte der Major. »Sie
köNNien mich nicht mehr brauchen!"
»Aber Bater, das denkst Du nur!"
»Nein, sie, hoben e» mir eben gesagt!"
antwortete er, »Wer hat es Dir ge
sagt?" entgegnete sie erschrocken. »Der
l," meinte er und nickte langsam
dazu^ i^Ja, ja!» Sie können mich nicht
mehr brauchen! Da hat man nun
jahrelang deß Königs Rock getragen,
und man ist dabei alt geworden. Und
dann lagen sie eines Tages, sie könnten
einen nicht mehr brauchen, man soll
gehen, aber sie überlegen nicht/was da*
rau» werden soll. Nun bin ich zu aft,
um etwa» neue» anzufangen, und ich
hübe doch mein Lebtag an nichts ande
res gedacht olS an den Dienst! Was
soll ans Euch werden?" Der Major
schwieg. Die Tochter wollte chm etwas
zum Tröste sagen, aber die Kehle war
ihr wie zugeschnurt, sie brachte kein
Wort übet die Lippen. »Geh' hinübet
zu den Schwestern, aber theile es ihnen
noch dicht mit, sie erfahren eS rechtzeitig
genug," »Vater!" Sammelte sie, »sev
weißt Du, werden wir arbeÄN, viel ar» schemlich zum letzM Male im Kreise
beiten, um Geld zu verdiett^ Da laß '®tn®r Kameraden seinem Herrn und
mich nur sorgen! Nun-sei gnterDinqe, Kaiser, dessen Rock et noch trug, ein
Bater!" Aber er schwieg noch immer, donnerndes Hoch darbrachte.
Man saß im Ofsizierkasino bei Tisch.
Die Stabsoffiziere' und Houptltzüte in
der Mitte der Tafel horchten aufmerk
sam auf eine Geschichte, die der-General
zum Besten gab. Weiter nach: den
Enden der Tafel zu, wo die Lieutenants
saßen, unterhielt man sich eifrig über
alle möglichen und unmöglichen Dinge.
Es herrschte große Heiterkeit am Tisch.
An ver einen Ecke wurde die heutige
BHchtiqun^durchgehechel.t,, »Der gute
Major," sagte ein Premierlieckenant,
»ist doch auch wirklich zu eigentümlich.
Er müßte doch nun ganz genau wissen,
was für Sachen Excellenz nicht leiden
kann. Aber er macht sie- doch immer
wieder, und die Dinge, die er 4o be
sonders liebt, bringt er nie an. Wahr
haftig !Jch finde, man, braucht ja feinen
BffWetzten nicht pn den Äugen
abziehen, aber so ein biichet Klimpern
gehört wirklich, zum Handwe^ Dos
moiht eineft auch nicht schlechter »Die
Kritik, Mr allerding» nicht,,.schön!"
meinte ein Anderer. »J^ denke mit, sie
werden ihm doch wohl bald rothen, da»
Soldatenspielen aufzugeben!" »Na. wit
können nur bedauern," entgegnete der
PreMerlieuteMG^ ^ijM MsMige
ren Bataillonskommandeur kriegen wir
in unserem Leben nicht wieder!" „Biel-

»aber e» tbnj'
aber
meinst e» gut," sägte er,
mir doch weh, nicht für mich,
Euch, denn ich kann Euch keine Freude
bereiten I Wo sollen wir das Geld her»"',
nehmen?" Die T?chter streichelte ihmy
zärtlich da» Gesicht und küßte ihm die
Wangen. »Nun laß mich allein. Kind!"
sagte der Major, »undDu brauchst ihnen
nichts zu sogen drüben.4' Cr mochte sich
von ihr los und drängte sie mit sanfter
Gewalt zur Thür, die' sich kurz darauf
hinter ihr schloß.
Der Major blieb-einen Augenblick
stehen, dann trat er an den Schreibtisch,
wo dos Bild seiner seligey Frau stand..
»Es ist gut, daß Du das nicht'mit er»"
lebst!" sagte er vor sich hin, indem et
die Photographie in die Hand nahm.
dann stellte er sie wieder an ihren Platz.
Er ging langjam zum Sdpya hinüber
setzte sich in die Ecke und stützte das
Kinn in die Hand.
Er dachte darüber Nach, wa» ihm da»
Leben bisher gegeben. Vyr seinem in
neren Auge ließ er die Jahre vorüber
gehen.. Hätte. er wicht immer feine I
Pflicht gethon? Hatte er sich
Entbehrungen ausgelegt, um den Anfy»- .»
dernngen seine» Stande» zu geniigetft
Daß er die höchsten Tugenden, Die einen
Soldaten auf seiner Kahn vorwärts
bringen mußten, nicht besaß, konnte et
dafür? Wat e» seine Schuld wenn et
zu spät erkannte, doß er den' höchsten
Bedingungen sein?» Berufes nicht würde
genügen können? Eine Bitterkeit Jörn
über ihn. Unwillkürlich hallten fich ihm
die Fäuste: Das nun.der Lohn für
fastMenschenleben Arbeit. Wa»
hatte ihm das Leben gegeben Aber er
war ungerecht. Die» fiel ihm. mit einem
Male ein. .. Hatte er nicht dennoch-viel
Glück genossen War er Jahre
long ein glücklicher Gatte gewesen?
Hätte er feine Kinder hingegeben um
irgend etwa» auf der Welt? Und gab
es nicht Tausende, die ihn noch beneiden
mußten? Er war ungerecht in seinen
Betrachtungen!
So wardr er auch ruhiger und begann
darüber nachzudenken, wie es wohl iem
würde, wenn er den Rock seines König»
ausgezogen.
Der, Buxsche trat.era: »Der Herr
ÄdMMtt läßt Men, da» Regiment»
diner sei um Ahr, Se. Excellenz wür
jtät' ^eibiehmcti ^. Der Major fuhr
aus feinen Träumen auf, mechanisch sah
er nach der Uhr. Es war höchste Zeit
fich umzuziehen. Er stand anf un^'ging
in fein Schlafzimmer. Eine-Biertel
stunde später trpt er, zum Fortgehen be»
reit, inva^ZiMmer seiner Töchßer »Ihr,
hadts wohl schon gehört." sagte er, »daß
Ihr heute allem! essen müßt?" »Ja,
Bater, das wußten wir ja schon vor
her", meinte die Aelteste., »Ja/so! ja,
so!" rief der Major.' Er' roe#||o *$et«
streich daß er kaum tou6te, *ia» tt,
sprach. Die Kinder waren selbst über
sein Wejje?ir*f^aunfciiJiur, die Aelteste
wußte,' wMMles^ta^' Al» er die
Straße hinunterginp? ftanb sie am Fen
ster und sah ihm nach! »Der gute Ba
ter! der gute Vater!" sagte sie unwill
kürlich vor sich bin. Perlend liefen ihr
die Thränen über das Gesicht.
.»JN
1
bei Tisch nach kein Wort
meinte ein jüngerer Offi-
hat heute
gesprochen"
zier. »Ich werde ihm eins vorkommen*
jagte wieder der erste Sprecher., Er
woHte eben eine Otdonanz tüfeii, um fie
zum Major zu schicken, al» der Genetal'
l«!
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ymm dl? WWe MMqGine
WchchF Mien nstpAMeU WßMwie
mir soeben zur Kenntnis} gelangt, Sr.
Majestät geruht haben, Ihrem Regi
mentskommandeur dem Herrn Oberst v.
Treuenfels den Kr0nen-Orden
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&
2.
Klasse
ZU verleihen^ Meine Herren! Trinken
mit «titwiif M'MdMMMaje
stät unsere» Allergnädigsten Kaisers und
König»! Seine
Majestät
der Kaiser lebe
hoch!"
Die ^Tischgesellschaft n?ar aufgestan
den- Em donnerndes Hoch dnrchbbauste
dreimal den Saal. Doch wie laut auch
der Ruf erklang» deutlich hörte man het
au» die Stims^deßMajor», ver wahr-

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