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Der fortschritt. [volume] (New Ulm, Minn.) 1891-1915, April 02, 1891, Image 3

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Vaterlands
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Uro v. Preußen.
Landsberg a. W.» 3. März. Der
tchiialiche erste Staatsanwalt. Hierselbst
erläßt folgende Bekanntmachung: „Mm
81. Februar 1891 (Sonnabend),
Abend» nach 8 Uhr. hat ein unbekannter
Mann die unter sittenpoUzeilicher Auf
sM stehende Pauline Wilden auf dem
Bahnsteige des Ostdahnhofe» zuKüstriu
Borstadt an den Holzschuppen hinter
de« Abort degleitet, ihr dort plötzlich
mit einem Messer den Unterleib ausge
schlitzt und sich dann schleunigst entfernt.
Die etwa 20 Zentimeter lange, sehr
tiefe Wuude ist lebensgefährlich. Der
Thäter ist ungefähr 30 Jahre alt, von
mittelgroßer Gestalt, mit blondem
Schnurrbart. Er trug dunkelblauen
Ueberzieher, grauen, weichen Filzhut,
gelbliches Halstuch, vorn mit einer Na
Mt zugesteckt, Stulpstiefel und zeigte
sich mit Berliner Verhältnissen genau
bekannt, wo er beim Militär gestanden
habe. Wahrscheinlich derselbe Mann
hat bereit» am 185 Dezember 1890,
Abends an derselben Stelle der Wilhel
/mine Zimmermann eine fingerlange,
•,k
tiefe Schnittwunde am Unterleib bei»
gebracht/ dann
zwischen
^Weihnachten
und Neujahr auf demselben Bahnhofe
der Ernestine Frjck den Unterleib auf«
che» stehen unter fittenpolizeilicher
Vufsicbt. Wer über den sofort festzu
nehmenden. Thäter irgend welche Aus
kunft geben kann, wird dringend um un
verzügliche Mittheilung an mich oder
die nächste Polizei'Behörbe ersucht."
Königsberg, 3. März. Dem „Ge*
feüigen" wird von hier geschrieben: So«
»wohl die hiesige, als auch die Regierung
in Gumbinuen gehen energisch damit
vor, die in ihren Bezirken vorhandene«
Moore zu kuttivireu. 68 find nunmehr
die Bebinamtgen erschienen, unter wel
chen die Abgabe von Parzellen an An
siedlungslustige fernerhin erfolgen soll.
Bisher würben solche auf bestimmte Zeit
verpachtet. In dieser Art soll aber die
Hergabe von (Stund und Böden nicht
mehr stattfinden, sondern ie Form vqn
Rentengütern, welche erhebliche» Eigen
thum der Ansiedler find, gegen eine
jährlich- verhälwißstiäßlg geringe Rente
oder Ablösungssumme, die gleichfalls
niedrig bemessen werden soll. Diese
äußerst vortheilhafte Gelegenheit, zu
einem WWWW HOMMfitz zWes
langen,Wrdvpn dtuNeinenLöütenMt
Freuden oegrüßt und dürfte nicht wenig
dazu beitragen, der Wanderlust zu
steuern und'die Leute an die heimath
liche
Scholle zu ftsselln. In fünf Jad
ten glaubt man,
säAMtliche
ostpreußv
schen Moore bevölkert in ßruchkho»e
Acker verwandelt zu sehen nUddäschäre
eine Fläche von etwa 8000 Hektar
Ii.
Wromberg, 6. März. Der wegen
Straßenraubes zu acht Jahre« verur
thetite Arbeiter Wozniak versuchte
Stacht« aus dem Gerichtsgefängniß zu
entfliehe»» wurde, jedoch vom Wacht
Posten
bemerkt und, da er auf dessen
dreimaliges Halt nicht stehen blieb, von
diesem erschossen.
Posen, 9. März. Die Warth» if!
um weitere 3Wp^Mstiegktt» «AuSpßo^
gorzelice wirf tzM mmer joeitere^
Steigen gemeldet. Mehrere Flüsse ans
der Provinz steigen ebenfalls sehr schnell.
Posen. 10. März. Die Warthe
steigt anhaltend und weist hier einen
Wasserstand von 4,30m auf.! In Po
gorzelice betrug derselbe heute früh
4,56m. Die tiefer belegenen StraßeU,
wie die Gchifferstraße, Sandstraße,
Benetianerstraße, der Biehmarkt, die
Badegasse, sind bereit» überschwemmt.
Die Stadt trifft umfassende Maßregeln,
WN d^r Uebersch^emmimgSAefahr zu be
gegnen. Buch 1ie ^Verwaltung der
Posen Kreazburger Bahn Mfft W»r
tehrungen, um die Eiseybähttbtücke ftpet
die Warthe zu stützen.
Pommern.
GreiftühM Ptärz^Auf beik ge
strigen Biehmarkt entdeckte etrt Einwod
ner au Pinnow seine Kuh, die dem
selben in der letzten Nacht ans dem
Stalle gestohlen war, doch war sie nicht
mehr im Besitze des Diebes, sondern
schvn in die dritte Hand übergegangen.
Da der Händler, der augenblicklich
Besitzer war, sich von dem Verkäufer
kein, amtlich beglaubigtes Viehattest
hatte geben lassen, fo mußte er die Kuh
ihrem wirklichen Besitzer zurückgeben.
Herr Rittmeister von Thadden
Arieglaff hielt am Dienstag in der Ver
sammlung des Kreis-Abend-Bere»ns
einen Bortrag über das Thema: „In
der Festung und davor-, und folgte die
VerfaminlUng mit großem Interesse den
lebendigen nud zum Theil humoristischen
Schilderungen des Redners.
Stettin, 5. März.—Der Oberpräsi
dent der Provinz Pommern, Graf Behr
Negendank, der bekanntlich am 1. Juli
d. I. in den Ruhestand tritt, ist in An
Erkennung feiner Verdienste um die
Page
rb an derftlbeu ein Sohn von ft Aich
ren» am Sonnabend etn Sohn von 8
Jahren und am verflossenen Sonntag
raffte die mörderische Krankheit einen
dritten Sohn im Alter von 13 Jahren
dahin, während eine 10jährige Tochter
und ISjShriger Sohn schwer darnieder
laKn. Zu allem Leid, welche» über tie
unglückliche Familie hereingebrochen,
kommt noch, daß der Ernährer selbst
erst vor ganz kurzer Zeit von einer ge
fährlichen Krankheit geheilt wurde,
welche er sich vor Weihnachten durch
einen unglücklichen Sturz vom Scheu
nenboden zugezogen und der erhebliche
innere Verletzungen zur Folge hatte.
KöSlin, 6. März.—Gestern während
de» heftigen Sturmes entstand Mittags
12 Uhr in dem Dorfe Degow (Kreis
Kolberg) ein großer Brand, weliber
fämmtliche Wirthfchaftgebäude von. 11
Besitzern einäscherte. Viele Futter
vorräthe und auch 7 Schafe sind ver
bräunt. Glücklicher Meise kam der
Wind von günstiger Seite, sonst hätte
das ganze Dorf abbrennen können. Der
Schaden ist bedeutend, weil nur wenig
versichert war.
Schlesien.'
AuS Schlesien, 8. März. Hoch
wasser wird aus allen Theilen der Pro
vinz gemeldet. Me Geisse ist j« Het
zen begriffen, ihre Ufer sind an vielen
Stellen überschwemmt und beschädigt.
Die anstoßenden Grundstücke
Provinz, besonders der Hauptstadt I selbe hatte sich auf das Eis des Sees
Stettin, in der heutigen Sitzung der! begeben, um dort zu angeln. Das
Stadtverordneten zum Ehrenbürger von morsche Eis brach aber unter ihm zu
Stettin ernannt worden.
Greifenhagen, 6. März.—Recht hart
ist eine Familie in Kronheide vom
Schicksal heimgesucht worden. Bei den»
Maurer Ritzke daselbst erkrankten kurz
nacheinander fünf Kinder an Diph
theriti». Die Krankheit trat sehr heftig
auf. Am Freitag voriger Woche ver«
HW HweiteMügebühr wurde
der haKMge PoleM eine sofort zu
vollstreckende Haftstrafe von 3 Tagen
genommen.
Breslaus 9. März.—Aus Neisse wird
die Verhaftung des Vorstehers der dor
tigen Reichsbank Nebenstelle Meyer
wegen Wechselfälschung gemeldet.
Breslau, 9. März. Großes Hoch-,
wasser ist auf dem ganzen Oderlauf ein
ßctreten theilweife steht dif F^UH
Mete* über der Ausuferungshöhe ober
halb Ratibor ist der Bahnvgmm Nach'
Uberberg bedroht. v„.
GMeln, A Marz.«M Oder geht
'ch.^D^WUirjvW »st anfge
'döttn^da '«e Ä^Möro«G schützenden
Dämme in Gefahr sind, durchbrochen
zu iyerden.
Kosel, 10. März. Ungeheure» Hoch
Wasser ist eingetreten. Em meilenwei
ter See ist entstanden. Alt- Kosel,
Biadezow, Czissek, Landmierz sind völ
lig überschwemmt. Da» Militär wird
nach allen Seiten zur Hülfe gerufen.
Waldenburg, 8. März. In dem
benachbarten Erlebusch stürzte ein viele
hundert Centner schwerer Fel»block mit
-donnerartigem Oetöse -auf eilt Wohn
hdus. .Das Dach wurde zerstört, die
Hinterwand Hauses bis in die
Mitte ter Stube eingedrückt und die
Stubendecke bis 1 Meter Höhe vom
Fußboden herabgedrückt. Die B^ewoh
ner flüchtetet durch fi|i emMallene
Seitenwond. ein Kind mußte durch ein
Fenster herausgezogen werden. Das
Grundstück darf Nicht wieder bebaut
werden, weil zu befürchten steht, daß
noch weitere Felsblöcke herniedergehen.
Oppeln. 11. März. Trotz ver
zweifeltet Anstrengung ist der Deich
hinter der Eisenb.thnbrücke gebrochen.
Meilenweit meterhohes Hochwasser.
Oppeln, 12. März. Auch Rie
wovnik, drei Meilen unterhalb Oppeln,
hat die Oder heute Morgen den Damm
durchbrochen und den Ort und die Um
gegend überschwemmt. Cosel ist von
dem Bahnhofe nur durch Kähne zu
erreichen. Im Fluß ist indeß der
Wasserstand bis 4 Uhr Nachmittags um
42 Centimeter zurückgegangen. Weite
res Zurückgehen steht zu erwarten.
-Brandenburg.
Berlin, 10. März —Im Sacrower
See ertrank am Sonntag der Weber
meister Spörl aus Nowawes. Der
stimmen, und ohne daß ihm Hilfe ge
leistet werden konnte, ertrank Spröl
vor den Augen anderer Nowaweser Ein
wohner.
Berlin, 10. März.—Ein Bitriol
Attentat gelangte gestern zur Kenntniß
der zweiten Strafkammer des Landge
rieht» I. Wege« schwerer Körperver-
KJ*
Lüh. thnlß
MisseynMPPn
unter Wässer. Die Fluthen schwemmen
Zäune, Kähne, Balken Und dergleichen
an. Auch Queis und Bober sind bei
Sagan imSteigen begriffen dieSchwarz
bach hat dieWiesßn bei Hirschberg über
schwemmt. Die Glatzer Neifse steigt
und ist auf die Kohlsdorfer Wiesen
ausgetreten. In Görlitz war die frei
willige Feuerwehr eifrig beschäftigt, den
Uferbewohnern beim Retten ihrerSachen
behilflich zu sein. Die Schäden sind
bedeutend^
Beuthen, 9. März. ES gehört in
Oberschlesien nicht zu den Seltenheiten,
daß polnische Kaufleute, obwohl sie die
deutsche Sprache beherrschen, sich wei
gern, vor Gericht deutsch za sprechen.
Dieser Tage sollte der Kaufmann Paul
aus dem nahen Kars als Zeugenden Eid
in deutscher Sprache leisten er erklärte
aber, nur polnisch sprechen zu
«ollen. ES würde hierauf gegen Paul
auf 5Q M. wegen Ungebühr vor Gericht
erkannt und der Zeuge in den Warte
räum verwiesen, unr durch andere Zern
gen feststellen zu lassen, wie n^it Paul
der deutschen Sprache mächtig gu£$e*
ÄnttSvorsteher erklärt^ haß Pent die
deutscht Sprache vvllia beherrsche und
Mit jeder Behörde darin verkehren
könne. Jetzt wurde der Zeuge Paul
abermals-, vorgerufen, er verlangte
aber auch. diesmal eipen Dolmetscher.
Wegen
Brüßhaoer auf der Anklagebank. Der.
selbe lebte mit seiner Frau so Unglück
lich, .daß die Letztere sich von ihm
schließlich trennte. Sett dieser Zeit
verfolgte Brüßhaver seine Frau mit der
Aufforderung, zu ihm zurückzukehren,
und lol» er auf entschiedene Weigerung
stieß,- brütete er auf Rache. Am 3.
November besuchte Frau Brüßhaver
ihre beiden in der Rügenerstraße wohn
haften Schwäger, mit denen sie in gutem
Einvernehmen lebte. ArnAbend
wurde ihr mitgetheilt, daß der Ange
klagte sich seit Stunden auf der Straße
in der Nähe bed Hauses umhertreibe,
und augenscheinlich auf feine Frau
warte. Bon dem von Eifersucht ge
plagten Bruder Schlimmes erwartend,
beschloß Rud. Brüßhaver feine Schwä
gerin nach Hause zu begleitend Sicher
heitthalber benutzte er dazu eine
Droschke. Plötzlich bemerkte Frau
Brüßhaver, daß ei« Mann neben her
Droschke herlief. Sie machte ihren Be
gleitet darauf aufmerksam und Beide
näherten ihre Gesichter dem offenen
Wagenfenster, um sich zu überzeugen, od
jener Mann der Angeklagte fei. In
demselben Augenblicke wurde ihnen eine
ätzende Flüssigkeit in'S Geficht geschleu
deyt Die von Schmerz Gepeinigten
ließen die Droschke halten und stiegen
auS, um den erwähnte« Mann, welcher
die Flucht ergriff, zu verfolgen. Sie
näherten sich demselben auch soweit, daß
sie mit 'Bestimmtheit ve»? Angeklagten
erkannten, dann gaben "sie die
Eatneti, März.-^Dnrch schlagende
Wetter verunglückte gestern Abend auf
Zeche Monopol sechs Bergleute. Drei
derselben» öieBergleute Stoltcsuß, We»
mann und Schulte Brande, sind ihren
Brandwunden bereits erleben. DieLeiche
des Gtoltefuß liegt noch i« der Grube,
ba: man derselben wegen der a» der
Unglücksstätte angesammelten Gase nicht
beizukommen vermag. Die drei anderen
Knappen sind sehr schwer verletzt.,
Lüdinghausen, 8 März*—Der 15*
jährige Kleinknechf HineS KötterS in
Bocholt war mit geladenem? Gewchr
ausgegangen, um das BdShau» seines
Diensthern, welcher in letzter Zeit wie
verholt von Dieben heimgeftich^^wurde,
zu schließen. Am Ziele angekommen,
strauchelte der Bursche „ift der Dunkel
heit, der Schuß entlud sich und die ganze
.Ladung ging ^em arme« Jungen in dsn
iS?oif. irat sofort eirti
Haspe, 10. März. ^.::(Skjktn früh
würde im 'Hasperbach der WerüNeWr
A. der hiesigen Dessauer.GaSanstD
ganz erheblichen Kopfyerletztnngeii tobt
aufgefunden. MUthmaßlich ist bcrMqnn,
der Frau und Kind zurücklaßt, in der
Dunkelheit über eine neben der Brücke
liegende Mauer gestürzt, durch den
Fall betäubt worden und danu ertrun
ken.
Minden, 11. März.—Die Weser hat
über Nacht einen solch hohen Stand
erreicht, daß die Ufer weit und breit
ilberschwemmt fmd.' ^Der^egm dauert
!an Und weiteres Wachse« de» Wassers
steht zu erwarten. —v
1
{f
Rhein pro Hinz.
Reinscheid, 4. März. In der gestn»
gen Sitzung der Stadtvervrdntten be
richtete der Anstgttsarzt Dir.. Fuhlrolt
über die Ergebnisse de» Kochschen. Heil
iversahreus /in, hiesigen Krankeyhause.
Seit de», &?. December sind 9b Kranke
behandelt worden, und zwar alle mit
günstigem Erfolg, Erzielt.. wurden
sieben vollständige Heilungen (darunter
vier bei Lungenkranken), 22 gute Bes
serungen und die übrigen Fälle zeigen
in ihrer Mehrheit auffallende Besse
rungen.
Mayen, S. März. Die Mitthei
lung, daß der wegen Mordes verhastete
Stemhauer Dietz der Irrenanstalt in
Andernach zur Beobachtung seines Gei
stesznstandeS übergeben worden sei, ist
falsch. Dietz zeigt keine Spuren von
Geisteskrankheit und liegt nach wie vor
an den Folgen des SelbstmorVyersuchs
im städtischen Krankenhause
zu
»WH I., V- »pi, .1,1n' W?r ÜPSW Pfl ~«r .J'W.II
"vf
i'-
letzuug befand fich der Arbeite? Ludwig. Msung hbergeaanaene und von Thieren
melieren ete«n
Berfol-'
gung auf unb eilten zur SanitÄSwache,
wo sie: ebenso wie später der Polizei
gegenüber, den Angeklagten äl» toert
Thäter bezeichneten. Besonder» Frau
Brüßh'aver war übel zugerichtet ihr
Gesicht wird Zeitlebens Brandnarben
behalten. In der PerhMbtung machten
die Ehefrau und der Bruder des Ange
klagten von dem Rechte der Zeugnißver
Weigerung Gebrauch der Gerichtshof
hielt den Belastungsumstand aber fiir
ausreichend genug, um den Angeklagten
für überführt zu erachten. Das Urtheil
lautete auf 6 Monate Gefängniß.
ffiestfa/Ien. 5
Münster, 8., März. Die hiesige
Strafkammer hat für die Mchste Zeit
eine ganze Diebesbande unschädlich ge
macht. Die Kerle fünf an der Zahl
hatten eine Zeitlang, ohne lemals er
wischt zu werden, die unbewacht auf den
Straßen Hältenden Frachtfuhrwerke ge
plündert. Ein schon neunmal vöxde
strafter Schuster erhielt wegen Hehlerei
sieben Monate Gefängniß.
Mayen.
Dex wegen Urkundenfälschung und
Unterschlagung vor das Schwurgericht
verwiesene Stadtkassenrendant K. ist mit
2 Jahren Gefängnis bestraft worden.
Leider ist schon wieder ein ähnlicher Fall
von Untreue zu verzeichnen. Die groß
jährige Tochter des Ortskrankenkassen
Rendanten Hierselbst ist wegen Fälschung
und Unterschlagung zum Nachtheil der
von ihrem Bater verwalteten Kasse ver
haftet worden.
Solingen, 9. März. Auf einsamer
Heide bei Trotzhilben in sumpfiger
Gegend fand man am Sonntag im
Gestripp die bereits vollstäubig in Ber-
an mehreren Stenn angefressene Leiche
eilte» fchon bejahrten Mannes, in wel
cher ein feit dem Monat October v. I.
vermißter Gcherenfeiler von Aufderhöhe
erkannt wurde. Der Malin scheint am
Abend seine» Todestage» sich in jener
einsamen, sumpfigen Heide verirrt za
habe« und ist hier elendiglich umge
komme*
Schleswig-Holstein.
Flensburg, 8. März. Ein Pisto,
lenduell hat zwischen zwei Stndirenden,
die zur Zeit im Jnsanterie-Pegiuieut
.Königin- (Schleswig Holsteinische»)
Nr. 86 dienen, und zwar zwischen dem
Gtudiosu» im Forstsach Unteroffizier
Bl. und dem Studenten St. stattgefun
den. Letzterer, ein naher Verwandter
eine» verstorbenen berühmten schleswig
holsteinschen Dichters, hatte zwölf Tage
Kasernenarrest bekommen, war aber in
einer der letzten Rächte nicht in der Ka
serne anwesend gewesen. Ueber den
Grund de» Duells hat man'bisher Noch
nichts Bestimmtes erfahren der AuS
gang desselben war, daß dem Einjährig
Freiwilligen St. ein? Kngel in den
Oberschenkel drang und der Verwundete
in» Lazareth gefahren werden mußte.
Hannover.
HildeSheim, 9. März. Zwei Glas
arbeiter' sollten in der vom
Samstag
zum Sonntag wegen Ruhestörung ver
haftet werden. Sie widersetzten sich,
Ttitb «iitzrend bei eins von zwei Nacht
wächtern festgehalten wurde, holte der
antzere ^etwa 12—15 Glasarbeiter zur
Befreimy feines Kameraden herbei.
5E|ie ganze Gesellschaft fiel nun über die
beiden Nachtwächter her und mißhan
Hette sie schwer. ES gelang aber den
Pächtern, sich durch schleunige Flucht
zu retten. Gestern und heute find be?
reite neun Betheiligte verhaftet worden.
Vom Harz, 10. März. Die Harz
flüsse Innerste, S.öse, Sieber, Sutter,
thaleund
lfe Bode sind stark gestiegen, in
wurde die Bode-Brücke durch den
Eisgang fortgerissen. Wie fehr der
strenge Winter geschadet hat, läßt sich
erst nach und nach übersehen. Soviel
steht indessen scho« fest, daß die Nadel
wälder stark gelitty» haben und sehr viel
Wild eingegangen ist. Mit den Vor
arbeiten der Bahnstrecke Bienenburg
Harzburg-Jlsenbnrg-WerNigerode soll
demnächst begonnen werden.
"Freie Städte.
Hamburg, 9. März.—Gestern Abend
10 Uhr brach ein großes Feuer in der
Elbstraße ans in einem Laden entstän
de«, griff es schnell um sich, 22 Personen
befanden sich in Lebensgefahr, eine Frau
Grefchmann ward betäubt von derFeuer»
wehr gerettet, ihr ältestes Kind hat
schwoyWrandwunden erlitten und ist
in hoffnungslosem Zustand in'» Kran
kenhaus gebracht S Personen, die fast
Erstickt waren, wurden auf einer Sani
täUwache gerettet. 1
•fLübeck, 11. März.^-Ein Lehrer in
SchlaMors (Insel Fehmarn) ist seine»
Anite».. enthoben worden, weil er der
socialdemokratisch^n Partei angehörte
und socialistische Lehren unter den Kin
dern verbreitete. Er ist nach Berlin
abgereist.
Bremen, 11. März. Unter den
Schulkindern ist die ägyptische Augen
ktankhe.it ausgebrochen, eine große
Volksschule würde bereits geschlossen,
:v Hessen "Nassau.
Hanau, 9. März.—Gestern Nachmit
tag hatte der Reichstags- Abgeordnete
Dr. Böckel in dem benachbarten Orte
Wiydecken eine antisemitische Bersamm
ilüng angekündigt. Der Andrang zu der
selben war ungeheuer. Den Social
Demokraten verweigerte man den Zutritt
in den Versammlungssaal, woraufhin
dieselben gewaltsan in denselben droit»
gen. In dem Saale selbst sowie auf
der Straße kam e» zu Ausschreitungen
und Schlägereien, denen gegenüber die
Ort»pojizei sich als machtlos erwies
deshalb wurde eine Compazine Solda
ten voN^dem chiefigen Bataillon des W.
Infanterie Regiment» telegraphisch
bestellt. Um halb 9 Uhr wurde die hie
sige Garnison plötzlich «ilarmirt. die in
den Wirtschaften zerstreuten Soldaten
eilten nach tier Caserne, wo schnell die
1. Compagnie. marschfettig gemacht und
mit Sonderzug nach Windecken befördert
wurde. Heder Soldat war mit fünf
scharfen Patronen versehen. Ein Ein
schreiten des Militärs war jedoch nicht
mehr erforderlich.
Königreich Sachsen.
Radebeul. 7. Marz. In Folge
eigener Schuld, und zwar durch nnbe
fngtes Aufsteigen auf einen Personen
wagen des von hier nach Radeburg ver
kehrenden SecnndärbahnzngeS, verun
glückte gestern der hier beschäftigte, über
16 Jahre alte Fleischerlehrling A.
Kretzschmar aus Ebersbacd bei Rade
burg. Der junge Mann, welcher mit
dem Frühzug nach Radeburg zum Be
suche seiner in Ebersbach wohnhaften
Eltern fahren wollte, hatte sich bei Ab
qang des Zuges etwas verspätet und
versuchte es, auf den abfahrenden Zug
aufzuspringen, stürzte jedoch ab und
wurde von den Rädern des Zuges er
faßt, wobei er einen Schädel- und
Armbruch erlitt. Der Tod trat sofort
ein.
Meißen, 8. März.—Das Hochwasser
hat die gefürchtete Höhe nicht erreicht,
ist aber an vielen Stellen in die Stadt
eingedrungen. Heute wird von der
Elbe mit allen Nebenflüssen ein Fallen
oes Wassers gemeldet.
Zöblitz, 8. März.—Vergangene Nacht
$12 Uhr brannte das dem Blechwaaren
fabrikanten Ewald Präger hier gehörige,
«,ln
to! ft. 7fipp' ,v
seit wenig Jahren erst in Betrieb ge
setzte Fabrikgebäude. Da» Feuer ift ie
den NiederlagKräumen unter dem Dache
entstanden und dürfte dem Besitzer da
durch ein nicht unbedeutender Schaden
entstanden fein, daß eine große Menge
fertiger Waaren theils verbrannt, theilS
beschädigt und dadurch unbrauchbar ge
worden ist. Bei den Löscharbeiten
brach der Commandant der hiesigen
Feuerwehr,. Merkführer Mühl, durch
ein Glasdach in daS Kesselhaus und
hat baburch mehrfache Verletzungen er
litten.
Leisnig, 8. MHrz. Sestet« früh
würbe der 71 Jahre alte Handarbeiter
Gottlob Jahn au» Öftre« bei Leisnig
in einem zum Rittergute Motterwitz ge
hörigen Wassergraben tobt aufgefunden.
Der Bedauernswerthe war in der finste
ren Nacht vermuthlich von dem nach
feiner Wohnung führenden Wege abge
kommen unb in ben Graben gefallen,
wo ein plötzlicher Schlaganfall seinem
Leben-eist Ende machte.
Dresden, 9. März.-Bildhauer Prof.
Höhnet wurde heute aus Anlaß seines
80jährigen Geburtstages vom akademi
schen Rathe der Kunstakadmie unter
Führung des Prinzen Geovg.sswie von
mehtent Ministern und dem Oberbür
germeister beglückwünscht unb empfing
zahlreiche Abordnungen mitGlückwunsch
adressen. Prof. Schaper überbrachte im
Auftrage der deutschen Kuustgenossen
schast in Berlin einen prächtigen Pokal.
Die Schüler jpolmel7». iibef reichten eine
goldene Ehrenmedaille.
a n.
Nürnberg, 6, März, Zwei Mit
theilhader der Gerbereifirmä Elias'
Kohn bestimmten 200,000 Mark zur
Errichtung einer Stiftung für ihre Ar
beiter.
Aus der Pfalz, 7. März. Am 19.
April findet zu Frankenthal unter dem
Eyrenvorfitz des Componisten Georg
Wierling ein pfälzisches Künstlerfest
statt, aus welchem uur pfälzische Künst
ler, d. h. solche, die in der Pfalz geboren
sind, mitwirken werden. Bon bekann
ten Namen seien angeführt die Sänger
Karl Perron und Joseph Wolf, der
Pianist Theodor Wendling und der
Geigenspieler Max. Schwendemann.
Festleiter ist der Hofkapellmeister Ferdi
nand Hanger in Mannheim.
Baden.
Baden-Baden, 8. März.—Bei einem
gestern Nacht auSgebrochenen Feuer
brannte der Dachstock dt» Sftnitonnm»
ab. Alle Bewohner wurden gerettet
und für die Unterbringung der Patien
ten Sorge getragen, so daß die Cur der
selben keinerlei Unterbrechung' erleidet.
Auch das Gebäude dürste binnen einigen
Woche« wieder bezöge« werden können,
da es,, hauptsächlich in Stein und. Eisen
gebaut, verhältnißmäßig wenig Schade»
gelitten hat.
Aus Baden, 8. März. Die Firma
Dom. Moppel in Radolfzell, deren einer
Theilbaber der frühere ReichStagsabge,
ordnete Const. Noppel ist, hat ihre Zah
lnngen eingestellt und außergerichtlichen
vergleich ckit 50 Prozent vorgeschlagen.
Es wird Alles versucht werde», daß ein
Vergleich zu Stande kommt, da-sonst
auch der Strafrichter einschreiten müßte,
indem schon seit Jahren keine Bilanz
gezogen worden fem soll. Die Passiven
betragen' 500,000 Mark die Geschä
digten sind meist Leute und Bauern, bie
bent Radolfzeller Bürgermeister, Reichs
tags- Abgeordneten und Mitglied der
ersten Kammer natürlich das größte
Vertrauen schenkten, und ihm gern ihr
Geld«mvcrtrauten.
Mannheim, 8. März. Bier Arbei
ter aus dem bairischen Orte Waldsee,
welch? in einer Altripper Ziegelei be
schästigt waten, wollten gestern Abend,
um ihren Heimweg abzukürzen, den
zugefrorenen Rhein bei Altrrpp über
schreiten, brachen hierbei ein und ertran
ken sämmtlich.
Württemberg.?
Hönau, 2. März.—Eine im ganzen
.Tdale" geachtete, populäre Persönlich
feit, Herr K. Zähn, WundUrzt Und Ge
burtshelfer hier, würde am 28. Februar,
82 Jahre alt, begraben. Er kam vor
ungefähr 50 Jahren als solcher nach
Unterhausen, wo er gegen 7 Jahre anch
Orts Vorsteher war die letzten 40 Jahre
praktizirte er hier.
Großbottwar, 5. März.—Eine' die
ganze Gemeinde schmerzlich bewegende
Tranerkunde durcheilt die Stadt. Nach
nur I4tägiger Krankheit verschied gestern
Abend Stadtpfarrer Kapff in einem
Alter von 72 Jahren. Der Verstor
bene ist geboren am 11. Nov. 1818 in
Winterbach als der Sohn des dortigen
Pfarrers, späteren Dekans Kapff in
Tuttlingen. Zum Bruder hotte er den
schon länger verstorbenen Prälaten v.
Kapff. Nach dem akademischen Stn
bium brachte er längere Zeit als Hof
meister im Hause des Obertrib.-Präs.
o. Hofacker in Stuttgart zu. Seine
erste Piarrstelle übernahm der Ver
blichene im Jahre 1847 zu Wilhelms
dvrf, wo er durch sein organisatorisches
Geschick und sein thatkräftiges Wirken
oie dortige Brüdergemeinde weuiu
lichen Stücken zu fördern wußte. Im
Jahre 1852 übertrug ihm König Wil
helm in Anerkennung feiner Verdienste
die ^ifireei Winterbach. In diesem
ausgebt l»te» Kirchspiel setzte er seine
ganze ft ran eiu und er ist dort nament
lich durch seine regelmäßigen Hansbe
suche der ganzen Gemeinde zum Segen
geworden. Nur ungern sah diese Ge
»ifiiioe gieit Pfrrrer scheiden, als er
lv4 zum Ortsgeistlichen von Hessig
heim a. N. ernannt wurde, wo er in
dem
sei üfii Geist christlicher Liebe und'
W' wp
Hingebung die verantwortung»v«le
Stellung einet-PTcdtgerS uttb Seelsor
get» übernahm. Nach iHähriaer
LudwigSburg, 5. März.—Die Sunde
von einem heute Nacht in unserer Stadt
verübte« Verbrechen durchläuft heute
früh die Stadt. Da» Dienstmädchen
ejner hiesige« Familie hat heute Nacht
außereheliche Zwillinge geboren und sie
mittelst Durchschneiden» de» Halse» mit
einem Messer ermordet. Die Thäter«
ist verhaftet
Biberach, 7. März. Ein Leichen
zug, wie man ihn hier fette« ßeht, e*.
welchem sich gegen 70 katholische Geists
liche betheiligten, gab dieses SlmfcmittNtt
dem vorgestern verstorbene« Regen»
Valentin Beron da» letzte Geleite z«»
Friedhofe. Beron ist am 14. MärzT"
1830 hier geboren als Sohn desMuster
lehrerS Beron. Er widmete sich de«.
Priester-Stande. Er erhielt 1852 ben
Preis der theol. Fakultät ie Tübingen
unb wuroe 1855 Repetent daselbst. I»
Jahre 1858 wurde er SubregeuS a«
Priesterseminar, 1867 Domprtzbendar.
und 1870 Regens. 1882 zu« Pfarrer
in Dürmentingen ernannt, behielt er
seinen Titel bei. Der Verstorbene war
als Schriftsteller sehr thätig. Er schrieb
in bie Tübinger Quartalschrift, für da»
Kirchen-Lexikon, das Bonner Literatur
blatt und mehrere Aufsätze über Litur
gie und Kirchenmusik. Große Verdienste
erwarb er sich um den Kitchengesang.
Der Verstorbene war ein frommer
Christ und ein liebenswürdiger Mensch^
welchem die Achtung der Bekenner bei
der (Konfessionen im teichsten Maße zu
Theil wurde.
Elsaß- Lothringen.
St. Avoid, 4. Mätz.—Heute erhängte
sich in einem Gehölze bei der Stadt «i»
Soldat, der hier in Garnison liegend«»
Artillerie.
Metz, 6. März.—Die Leichen vo»
drei Knabeß ÄürdeN in einem dicht a«
den Stadtwällen gelegenen uaAe»
Festungsgraben aufgefunden. Die drei
Knaben, im Alter von 10'bis 13 Iah-,
ten, zwei von fhnen Bruder,5 wurde»
seit einiger Zeit vermißt^ ohne daß die'
atmen Eltern die geringste Spur vo»
ihnen aufzufinden verqpchyin.Gesten»
erst gewahrte man die^Mützen der Kin
der nahe der Unglücksstätte!. Die Ana
ben hatten wahrscheinlich durch Betre
tender morsch gewordenen Eisdecke des
Grabens' ihren Tod gefunden. Der
Graben wurde abgelassen und dann fand
map die Leichen..
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verdrossener Thätigkeit daselbst trat
Kapff im Jahre 1876 die hiesige Stadt
pfarrstelle au. Wie er e» in dieser
seiner hiesigen Wirksamkeit verstände«
hat, die Herzen von Jung und Alt durch
sein echt christliche», liebreiche» und
herzliches Wesen?u gewinnen, sowie
seine Gemeindemttglieder mit feine»
Predigten anzuregen, davon gab Zeug»
uiß seine außerordentliche Beliebtheit.
Mit warmem Eifer unterstützte er i»
Wort und that die Bestrebungen der
inNeru und äußern Mission und der
barmherzigen Anstalten. Innere Dank
barkeit und ein treues Andenken folge»
diesem edel- und wohlmeinend denkende»
Seelsorger undPrediger ins Grab «ach
und gar viele Arme werden 'seine zu»
Helfen stets bereite offene Hand, viele.
Angefochtene den immer tröstenden und
auf GotteS Wort hinweisenden Mund
noch lange missen.
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Preßburg, 4. ßkärz. -r- Seit Uhr
Abends brennt der internationale Con
current Biehmeirkt./ Die Vorstadt
Blninenthal schivebt in höchster Gefahr.
Der Erzherzog Friedrich war auf der
Brandstätte.
Pteßburg/ 7. März. 93on ber Insel
Schutt und auS dem Waagthale find be
unruhigende Nachrichten über Hochwas
sergefahren eingetroffen. Die Ortschaft
Guter ist überfchwentmt, große Ber
heernngen werden von Szeved gemeldet.
Pioniere gingen ab, um die gefährdete
Waagbrücke zu retten.
Graz, 8. März. Die Äammersäu
gerln Frau Mciic Wilt die Schwieger
mutter des hiesigen Opernsängers Got
tinger, wurde in die Ltmdes-Jrren
anstalt Feldhof bei Graz gebracht. Die
56jährige Sängerin leidet an Berfol?
gnNgswahn und Verschwendungssucht.
Lemberg, 9. März. Kölomca und
Umgebung sind fortgesetzt den Ausschrei»
tnngett des PöbelS preisgegeben. I»
Sloboda wurden die Wohnungen der
Juden geplündert.. Es kamen schwere
Verwundungen. vor,. drei Juden und
und ein Gendarm wurden getöbtet.
Der Ministerpräsident ist telegraphisch
um Entsendung von Truppen unv um
Verhängung des Standrechts ersucht
worden.
Schweiz
Bern, 10. März. Von einem Un
glück auf dem Eggishorn wird de«
Walliser Boten berichtet: „Am
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20.
v.
Mts. wollte sich der Winterknecht An
dereggen vom Inngfrauhotel auf EggiS
Horn in Begleitung eines Arbeiters nach
dem Merjelenfee begeben, um baselbst
behufs Wiederaufnahme der Arbeiten
am Merjelentunnel die Schneeverhalt
nijfe zu besichtigen. Kaum einige
Schritte vom Gasthofe wurde die kleine
Karawane von einer Lawine in den Ab
grund gerissen. Der erfahrenere Au
dereggen tonnte sich mit Hülfe feiner
Eisaxt retten, während sein Kamerad
Joseph Holzer von Martisberg erst am
folgenden Tage feinem kalten Grabe
entrissen werden konnte. Holzer hinter
läßt leibet fem Vermögen, wohl aber
cute arbeitsunfähige Familie von sieben
Kindern."
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O est reich- Unga

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