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Der fortschritt. (New Ulm, Minn.) 1891-1915, May 28, 1891, Image 2

Image and text provided by Minnesota Historical Society; Saint Paul, MN

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Wsftnachrichten nu§ dem
Katerlande.
alten
Pr 0 v. Preußen.
Zempelburg, 9. Mai. In der be
«achbarten Ortschaft Zempelkowo brann
ten 25 Gebäude nieder. Biel Vieh,
Futtervorräthe und landwirthschaftliche
Maschinen sind mitverbrannt. Der
Schaden ist sehr beträchtlich.
Stemel, 12. Mai. Die rührende
'Geschichte, welche die Allgemeine Flei
scherzeitung erzählt hat, von dem in
Stemel vor 40 Jahren wegen Doppel
«ordes zum Tode verurtheilten, kurz
vor der Hinrichtung entflohenen, später
für unschuldig befundenen und jüngst
mit dem Dampfer „Star" nach Memel
Amerika heimgekehrten Fleischer
meistcrs Gustav Gebhardt.
Stettin, 5. Mai. In der Franck'
fdjett Waschanstalt war die 40 Jahre
•alte Frau des Maurergesellen Stobbe
beschäftigt, welche von ihrem Manne,
TKtncm arbeitsscheuen Trunkenbold, ge
trennt lebt. Trotzdem kam der Mann
mehrfach auf die Arbeitsstätte seiner
Frau, um von ihr Geld zu erbitten.
Als gestern Nachmittag die Frau die
-Mitte des Mannes entschieden ablehnte,
zogStobbe ein bereit gehaltenes Küchen
'-messer hervor und stieß es seiner Frau,
welche über den Waschtrog gebeugt stand,
betört in's Genick, daß dieselbe tobt
^«sammenbrach. Der Mörber entfloh,
wurde aber noch gestern Abend in Haft
genommen. Durch die bereits gemel
bete Feuersbrunst in Altdamm wurden
18 Gebäude eingeäschert. Die Decke
eines Saales brach zusammen und
begrub drei Mitglieder ber_ Freiwilli
gen Feuerwehr. Einer derselben, ber
Maurer- Polirer Brnhn, wurde tobt,
die beiben anderen schwer verletzt aus
gegraben.
'küp?
Schlesien.
Zabrze, 4. Mai. Die Königin
Luise»Grube, die vor hundert Jahren
augelegt wurde, ist heute das größte
Golüenbergwerk von Preußen, und man
könnte sagen, von Europa. Den hnn
dertsten Geburtstag dieses Bergwerks
.zu feiern, waren von der königlichen
Gruben-Inspektion die umfangreichsten
Borkehrungen getroffen worden. Am
Abend vorher wurde bereits die Feier
durch große« Zapfenstreich und Fackel«
zug eingeleitet. Auf dem geschmückten
Platze fand Mittags eine große Parade
-sämmtlicher Bergleute und Beamten
9000 an der Zahl in ihrer eigen
artigen Uniform statt. Als Vertreter
des Ministeriums war der Geheime
Ober-Bergrath v. Römer aus Berlin
erschienen.
Provinz Sachsen.
Magdeburg, 3. Mai. Die Unregel
mäßigkeiten bei der Verwaltung der
städtischen Gaswerke, wegen deren der
Direktor Dr. Tiestrünk vorläufig vom
Amte suspendirt ist und sich tri Dis
ciplinarnntersuchung befindet, wurden
in der letzten Versammlung des Bür
gervereins einer Besprechung unterzo-
gen. Getadelt wurde besonders, daß
der Magistrat erst so spät gegen Dr.
Tiestrunk vorgegangen sei und es da
durch ermöglicht habe, daß vielleicht
manche Akten, die letzt vera ißt werden,
beseitigt worden seien. Große Ber
-wunderung erregte auch die Mittheilung,
daß der Oberbürgermeister Bötticher
'der Stadtverordnetensitzung, in welcher
über die Angelegenheit verhandelt
wurde, nicht beigewohnt habe. Man
war allgemein der Ansicht, daß bei einer
so wichtigen Verhandlung die Interessen
der städtischen Verwaltung höher stehen
müßten, als die Verhandlungen des
Herrenhauses. Von ganz besonderem
Interesse war noch eine Mitteilung, des
Stattverordneten Odemar über die
Stettiner Chamottcsabrik. Der Direk
tor der Gasanstalt in Karlsruhe hat
darnach vor längerer Zeit einen einge
schriebenen Brief mit 400 Mark Inhalt
und der Visitenkarte des Direktors der
Stettiner Fabrik erhalten. Der Beamte
machte seiner Behörde Mittheilung von
dieser Sendung, und diese überwies das
Geld der Armenkasse. Als die Stet
tiner Fabrik hiervon Kenntniß erhielt,
forderte sie das Geld zurück und behaup
tete, daß dasselbe irrthümlich in ein fal
sches Couvert gelegt sei. Durch das
-Gericht wurde auch dahin entschieden,
5daß das Geld zurückzuzahlen sei.
Halle, 8. Mai. Der siebenjährige
-Sohn des Kommerzieuraths G. Leh
.mann vergnügte sich gestern Nachmittag
in dem elterlichen Parke in Giebichen
Pein mit dem im selben Alter stehenden
nSohn des Sanitätsraths Dr. med. Hoch-
AUS ............. ......J,-.--. v,IJUllV UU| vuuy vtv|vv «w|v*/.n|| v*
11t,
rote das
„Stemeler Dampfboot" konstatirt, von
A bis erfunden.
Posen.
Hosen, 5. Mai. Die Strafkammer
7es hiesigen Landgerichts verurtheilte
heute den tBürgermeiiter und Amtsan^
walt von Pinne, Paul Hoffmann, wegen
Beiseiteschaffung amtlicherUrkunden, cm»
facher Unterschlagung in vier und Unter
schlagung im Amte in neu» Fällen zu
«mer Gesammtstrase von l£ Jahren
Gefängniß und Verlust der Fähigkeit zur
Bekleidung öffentlicher Aemter auf die
Dauer von 2 Jahren.
Pommern.
Stettin, 3. Mm. In der Stettin
benachbarten Stadt Altdamm brach
gestern eine Feuersbrunst aus, welche
trotz der von der Stettiner Feuerwehr
gelettzeten Hilfe fünfzehn Gebäude in
Asche legte. Ein freiwilliger Feuer
wehrmann wurde verschüttet und tobt
herausgezogen.
geflCn
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heim bei Schießübungen mit einem
%t»
schin. Plötzlich entlud sich auf unauf
geklärte Welse die Waffe, die Lehmann
in der Hand trug und die Kugel tödtett
den unmittelbar neben ihm stehenden
Hochheim auf der Stelle.
1
Magdeburg. 8. Ma,.—Die sämmt.
lichen hiesigen sozialdemokratischen Ar
beitervereine, sechs an der Zahl, sind
von Seiten der Polizei geschlossen wor
den, weil sie miteinander in Verbindung
getreten seien.
Brandenburg.
Berlin, 0. Mai.—Der Banquier Max
Arendt hier, welcher seiner Zeit wegen
Verbreitung falscher Gerüchte von dem
Aeltesten-Collegium der Berliner Kauf
manuschaft auf 14 Tage Entfernung
von der Börse verurtheilt worden war,
hatte auf Aufhebung dieses Beschlusses
b,c Nettesten der Ka'.'smannschast
Irtnflrttiff hfiil _w__a ... j.- ai.„« Xi
geklagt, da er das fragliche Gerücht nur
einem Bankdircktor mitgethelt und sich
in einem entschuldbaren Jrrthum besun»
den habe. Der Bezirks-Ausschuß er
kannte jedoch auf Klage Abweisung, da
Kläger sich in einem entschuldbaren
Jrrthum nicht befunden habe.
Berlin, 6. Mai.—lieber die Einbre
cherbande, welche am letzten Donnerstag
durch den Kriminalkommissär Krause
dingfest gemacht wurde, fördert die Un
tersuchung immer neue Einzelheiten z»
Tage. Der Zimmermann Stürmer,
welcher sich zu Anfang als den
Verführten hinstellte, hatte einen am
Bußtag-Nachmittag bei dem Zimmer
meister Schölt), Christstraße 42 zu Char»
(Ottenburg,
ausgeführten Einbruchs
diebstahl „ausbaldowert". Stürmer,
welcher längere Zeit bei Schöly deschäf
tigt gewesen war, wußte, daß dieser eine
beträchtliche Summe in seiner Wohnung
aufbewahrte. Dieses Geldes wollten
sich die Diebe bemächtigen, um sich, nach
dem jetzt vorliegenden Geständmß, dafür
Bauplätze in der Umgebung von Berlin
zu kaufen. Indessen erbeuteten sie nur
700 M., da Schöly das übrige Geld
am Tage vorher einem Bankhaus über
wiesen hatte. Die genaue Durchsuchung
ber Dicdeswerkstatt hat ein höchst eigen
artiges, bisher nicht bekanntes Jnstrn
ment zu Tage gefördert, auf dessen Er
findung ber Zuchthäusler Bratz, Anspruch
erhebt. Es ist dies ein aus- vorzüg
lichem Stahl in der Form eines langge
zogenen Fragezeichens hergestelltes vier
eckiges Brecheisen, dessen eines Ende
schanselsörmig verläuft, während das
andere eine abgerundete Form hat. Der
Erfinder hat erklärt, daß er mit Hilfe
dieses Instruments in einigen Provin
zialstädten die Truhen erbrechen wollte,
in denen die öffentlichen Kassengelder
aufbewahrt werden.
Berlin, 8. Mai.—In der Privat
wohnung eines hiesigen Bankiers waren
vor mehreren Jahren des Oefteren
Werthgegenstände verschwunden. Der
Verdacht der Täterschaft lenkte sich aus
den Diener Albert S. und obwohl der
selbe seine Unschuld betheuerte, wurde
er doch entlassen von einer Anzeige
hatte sein Herr Abstand genommen.
Jener Verdacht bestärkte sich, als man
nach einiger Zeit im Hause des Bankiers
erfuhr, daß der Albert sich eine Droschke
angeschafft und als Fuhrherr sich er
nähre. Bor einigen Tagen nun hatte
ein Angestellter der Firma das Unglück,
von einer größeren Summe, zu deren
Ueberbringnng an den auf seiner Villa
bei Berlin befindlichen Chef er beauf
tragt war, 500 Mark, in Hundertmark
scheinen, zu verlieren. In einer
Droschke war der junge Mann nach
Bahnhof Friedrichstraße gefahren, und
in derselben hatte er ein kleines Porte»
feuiöe mit den Scheinen liegen lassen.
Noch ehe das Haus den Verlust bekannt,
gemacht, war beider Polizei der Kutscher1
erschienen und hatte dort seinen Fund
beponirt, so daß bei der ersten Anzeige
das Geld zurückgegeben werden konnte.
Wer aber beschreibt das Erstaunen des
Bankiers, als man ihm als den ehrlichen
Finder Altert S. bezeichnete, seinen
alten Diener, den er unter so schwerem
Verdachte aus dem Hause gejagt. Das
schwere Unrecht wieder gut zu machen,
war der Finanzmann sofort bereit.
In den goldenen Käfig wollte der in
zwischen an die Freiheit gewöhnte Diener
nicht mehr zurück. So wählte der
Bankier denn den Ausweg, daß er S.
verpflichtete, während der Börsenzeit
täglich mit seinem Gefährt zu seiner und
des Personals Verfügung zu stehen
gegen eine monatliche Vergütung, die,
wie man sich denken kann, sehr nobel be
messen ist.
Berlin, 11. Mai. Aus ber Müggel
machte am Sonntag der heftige Zusam
menstoß zweier Segelyachten der Pokal
Regatta des Berliner Seglerklubs ein
^vorzeitiges Ende. Die Boote des
Klubs hatten gegen 11 Uhr von Bad
Bellevne au? die Wettfahrt angetreten
und in etwa einer Stunde die erste
Runde beendet. Beim Umsegeln der
vor Bad Bellevue liegenden Boje nahm
die „Eintracht" des Herrn Goltsch fal
fchen Kurs und fuhr gegen den, richtigen
Kurs haltenden „Roland" des Herrn
Menk so heftig an, daß das Bugsprit
des „Roland" völlig zerschellt wurde.
Beide Booie suchten sofort den nahen
Hafen auf, die Regatta selbst aber wurde
abgebrochen. Es soll am 31. Mai
nochmals tint dieselben Preise gesegelt
werden.
Westfalen.'
Olpe. 1. Mai.—Der Nachlaß des
Stadt- und Sparkassen Rendanten Wil
mes, welcher die-Gemeinde geschädigt
haben soll, ist vom Gericht mit Beschlag
belegt worden. Räch dem Ableben des
,.
-mmm.
einer Revision der Sparkasse durch das
Curatorium der letztern ein Fehlbetrag
von 410,000 MI. festgestellt. So weit
sich die Sache di» jetzt übersehen läßt,
scheint eS sich weniger um eine Bei»
seiteschaffung bezw. Unterschlagung
städtischer Gelder zu handeln, 4$elmebt
liegt liegt die Wahrscheinlichkeit nahe,
daß WilmeS durch eine unbegreifliche
und unverzeihliche Nachlässigkeit in der
Beitreibung und Einziehung von Zinsen,
Steuern und fälligen Coupons in Ver
bindung mit einer grenzenlos einfältigen
Gutmütigkeit ben größten Th?il bed
Fehlbetrages verschulbet hat. Der
Fehlbetrag ist bis in die Anfangszeit
der 30jährigen Thätigkeit des verstor
denen Rendanten zurückzuführen. Weder
die alljährlich von fünf verschiedenen
Laudräthen des Kreises Olpe vorge
nommene Revision noch die ebenso oft
stattgehabten berufsmäßigen Controlen
einer königl. Regierungscommission aus
Arnsberg im Verlaufe der letzten 30
Jahre waren in der Lage, den Schatten
einer Veruntreuung oder eims Fehl
betrages festzustellen.
Haltern. 5. Mai.—In der vorletzten
Nacht setzte der LOjährige Ackersmann
Stevermüer aus Hamm-Bossendorf mit
mehreren Arbeitern der Glasfabrik zu
Haltern auf der Fähre über den Lippe
lflnß. Vom Kahne aus warfen die
Glasbläser den alten Mann in das
Waffer. Die Leiche ist gestern früh von
dem Sohne des Ertrunkenen aufgefischt
worden. Man nimmt an, daß das Ver
brechen aus Rache geschehen iei. Drei
Betheiligte sind verhaftet.
Dülmen, 5. Mai. Durch einen 15
jährigen Burschen wurde eine dem Her
zog v. Croy gehörende Tannenwaldung
böswillig iu Brand gesetzt 18 Morgen
Kiefernbestand sind vollständig
tet.
Vernich-
Rheinprovinz.
Aachen, 1. Mai.—Nach dreitägiger
Berdandlung wurde heute vor dem
Schwurgericht eine Anklage wegen
Mordes zu Ende geführt, der im
August v. I. in Eupen an der Wittwe
Schinkenmeyer, eiltet 78jährigen
jüngst verstorbenen Wilnies wurde bei: schwer verletzt würben. Die Ursache
Greinn.
verübt wordeü war. Die Anklage gegen
den Tagelöhner Frantzen aus Eupen
stützte sich lediglich auf Verdachtlgtünde.
Der Angeklagte leugnete bis zum letzten
Augenblick. Augen- und Ohren?.tugeit
waren nicht vorhanden. Durch die aufs
eingehendste geführte Voruntersuchung
wurde nun ein Beweismaterial ge
schaffen, auf Grund dessen die Thäter
schast des Angeklagten säst zweisellos
gemacht war. Der Vertreter der
Staatsanwaltschaft. Assessor Figge, wob
in meisterhafter Ausführung aus den
vorliegenden Anzeichen das Retz der
Schuld so dicht, daß keine Masche übrig
blieb, durch welche es für den Ange
klagten ein Entrinnen gab. Die Ge
schworenen gaben ihren Wahrspruch auf
Schuldig ab. Aach dem Antrage der
Staatsanwaltschaft wurde darauf ver
Angeklagte wegen schweren Diebstahls
und Tödtung der Wittwe Schinken*
meyer, begangen, um ein der Ausfüh
rung dieses Diebstahls entgegentreten«
des Hmderniß zu beseitigen und um sich
der Ergreifung aus frischer That zu ent»
ziehen, wegen des ersteren zu fünf Iah
ren Zuchthaus, wegen der Tödtung zu
lebenslänglichem Zuchthaus und den
üblichen S^ebenstrasen verurtheilt.
Schwelm, 2. Mai.—In vergangener
Nacht brannte das aus vier mit Stroh
gedeckten Gebäuden bestehende Gut des
Landwirths Braselmann zu Raven
schlag in kurzer Zeit bis aus den Grund
nieder. Der 72jährige Hofbesitzer, den
man bei dem Brande vermißt hatte,
wurde heute Morgen im Keller erstickt
aufgefunden auf dem Schöße des Ber
nnglückten ruhte seine Cassette mit Geld
und Werthpapieren.
Kreuznach, A. Mai. Diebe haben
die katholische Pfarrkirche in der ver
flofsenen Nacht mit Gewalt erbrochen
und daraus sämmtliche Gold- und Sil
bersachen, die Monstranz. Leuchter und
Becher gestohlen, sowie die Opserstöcke
geleert. Die Verbrecher sind noch nicht
ermittelt.
Saarbrücken, 3. Mai.—Einen Streik
gegen die Bäckermeister im Saargebiet
haben erfolgreich die Hausfrauen von
Neunkirchen unternommen. Diese Her
ren hatten frevelhafter Weise unlängst
beschlossen, vom 26. April ab die bisher
in Neunkirchen üblichen Brödchen und
Wecken zu drei Pfennig das Stück abzn
schaffen und nur noch Brödchen zu fünf
Pfennig zu verkaufen. Sie erließen
eine sehr schöne Bekanntmachung, in
welcher viel von Fortschritt, Dezimal
system, größerer Bequemlichkeit für das
geehrte Publikum und so fort die Rede
war. Aber dm Hausfrauen in Neun
kirchen war diese Neuerung ein Greuel.
Die Brödchen zu 5 Pfennig warfen
ihren ganzen Haushaltsplan über den
Haufen, und da bei den Bäckern kein
Zureden half, so unterließen es am
Sonntag früh sämmtliche Nemiftrchener
Hausfrauen, die gewohnten Kaffeebröd
cheit zu kaufen. Die Bäckermeister niack
ten lange Gesichter. Schon am Mon
tag aber gaben sie bekannt, daß wieder
Dreipfennigbrödchen bei ihnen zu haben
wären. Der soziale Friede ist also in
Neunkirchen wieder hergestellt.
Saarbrücken, 7. Mai.—Auf der Gru
ben-Abtheilung Serlo der Königlichen
Steinkohlengrube „Gerhard" des Saar
brücker Bezirks hat gestern Nachmittag
in einem Bremsschacht des Ostfeldes
über der fünften Tiefbausohle eine
Schlagwetter- Explosion stattgefunden,
bei welcher 8 Arbeiter gelobtet und 3
Jlljllll. I Ml °!WM
...'
der Explosion ist bis jetzt noch unbe
kannt. In dem Bremsschacht war die
Schieß-Arbeit verboten. Die Weiter»
führung und der Betrieb sind nicht ge«
stört.
SchleSwig, 0 lstein.
Tönning, 1. Mai. Die Zahlung?»
emstellung deS in den weitesten Kreisen
SchleSwig-Holsteins-bekannten Bankiers
und früheren hiesigen Senators August
Hönck hat große Aufregung hervorge
rufen. Der Zusammenbruch dieses be
deutenden Geschäftshauses zieht nmnent»
lieh zahlreiche Landwirthe im westlichen
Schleswig-Holstem in Mitleidenschaft
mancher steht vor seinem Ruin. Gutem
Vernehmen nach betragen die Passiva
mehrere hunderttausend Mark.
Ncuntüuster i. H., 2. Mai.—Eine
Abtheilung der hiesigen Infanterie, die
mehrere Scheiben mit sich führte, war
gestern Morgen auf dem Wege noch
dem Schießplatze beim Bostedter Forst,
als sich bei bis dahin ruhigem, klaren
Wetter nahe der Störbrücke plötzlich eine
Windhose erhob, die den Soldaten die
Schhiben entriß, dieselben emporhob
und dann über ben Knick weg auf eine
Koppel warf. Ein auf der Landstraße
liegender Chausseebock wurde vom
Wirbel hoch in die Lüste entführt und
dann auf einer Koppel niedergeworfen.
Zwischen die Soldaten fuhr die Wind
hose mit solcher Gewalt, daß der Trupp
auseiimndergerissen und ein Mann mit
großer Wucht zur Erde geschlendert
wurde, der sich jedoch bald wieder er
holte. Der ganze Vorfall dauerte nur
wenige Augenblicke, kam jedoch mit
solcher Schnelligkeit und Gewalt, daß
der von dem Führer der Abtheilung so
fort e.theilte Beseht „Niederwerfen!"
gar nicht ganz zur Ausführung gebracht
werden konnte.
Altona, 2. Mai. Ein in der
Friedrichsstraße belegenes umfangrei
ches Gebäude, in welchem sich das Lum
penlager von Schröder und die Tischte
rei von Hesse befinden, ist heute Mor
gen durch eine Feuersbrunst zerstört
worden. Ein unbekannter Manu ist
verkohlt aufgefunden und zwei Personen
ind verletzt mo idem Der Schaven ist
bedeutend.
Neumünster, 3. Mai. Die Ehefrau
des Hufners Homfeld im Dorfe Hasen
trug bei Harbebeck ermordete in einem
Anfall von religiösem Wahnsinn ihre
beiben Kinber im Alter von onberthalb
Jahren bezw. sechs Wochen, und zwar
schlachtete sie die kleinen Wesen förmlich
ab. indem sie ihnen die Kehle durch
schnitt, das Blut in einem Gefäß, auß
rmg
und dann die beiden kleinen Leichen
im Keller neben einander legte. Die
Mörderin ist verhaftet worden. Der
religiöse Wahnsinn hatte sich, dem „Hol.
zufolge, in letzter Zeit schon zu ver
schiedeuen Malen, aber in harmloser
Weise bei bet Frau geäußert, so daß
man diesen Erscheinungen keine Bedeu
tung beigelegt und die Frau unbehelligt
gelassen hatte.
Flensburg, 8. Mai.—Folgender Un
glücksfall hat sich aus der hiesigen Föhrde
ereignet. Zwei Gymnasiasten aus den
angesehendsten Familien, der Sohn des
Konsuls Tramsen in Flensburg und
der Sohlt des Senators Lorenzen in
Apenrade, waren in einem Boot auf die
Flensburger Föhrde hinausgesegelt
zwischen dem Ostseebade und Mürwik
brach eine mächtige Sturzwelle über das
Fahrzeug herein, so daß es sofort ver
sank und die beiden Unglücklichen in die
Tiefe riß. Lorenzen wurde von den
Tauen umschlungen und fand sofort den
Tod Tramsen dagegen arbeitete sicy an
die Oberfläche empor und rief um Hilfe.
Vom Ostseebade aus wurde ein' Boot
ins Wasser gelassen, doch die wildbeweg
ten Wogen füllten es mit Wasser, daß
es versank inzwischen traf ans Flens-,
burg dec Salondampfer „@rnst Gün
ther" auf der Unglücksstätte ein. Die
Hilferufe wurden auf dem Dampfer ge
hört der Kapitän ließ sofort ein Boot
aussetzen. Letzteres war bereits dem
jungen Tramsen ganz nahe: der Steuer
mann streckte die Hand ans, um ihn zu
erfassen da sank Tramsen zum dritten
und letzten Mal unter die lassen
mütze blieb in der Hand des Steuer
manns. Nach vielem Suchen haben
einige Fischer endlich die Leiche des jnn
gen Lorenzen gefunden.
Freie Städte.
Bremen. 5. Mai. Die egyptische
Augenkrankheit grafsirt hier in bedenk
lichem Maße, über 2000 Schulkinder
sind erkrankt und fünf Volksschulen auf
Anordnung der Medizinal Behörde
geschlossen.
Lübeck, 11. Mai. Am Sonntag
wurde in Lübeck die neu erbaute katho
lische Kirche durch den Bischof Bernhard
aus Osnabrück eingeweiht. Eine Ab
Ordnung
des Senats der Stadt, sowie
der Platzkommandattt wohnten der Feier
bei. Die Kirche erhielt den Namen
„Herz-Jesu-Kirche."
Hannover.
Aus Ostsriesland, 3. Mai. Es ist
statistisch nachgewiesen, daß die Bewoh
ner unserer Küstengegend ein verhält
ntßmäßig hohes Lebensalter erreichen.
Das ist auch zu erkennen aus den vielen
goldenen Hochzeitsfeiern,. worüber wir
berichten können. Am 1. Mai feierten
ihre goldene Hochzeit die Eheleute An
dreas Eisenhauer und Frau, geborene
Uftes, in Tannenhausen wir erwähnen
bei dieser Gelegenheit, daß in dieser
kleinen Gemeinde mit etwa 500 Seelen
seit 1883 sieben Paare solches Fest
feiern konnten. Am 2. Mai feierten
dasselbe Fest die Eheleute S. Sanders
in Stapelmoor heute feiern die Ehe-
!"»WUUU.'I!
•MMrtMMWMMMI
(eute H. H. Uphoff und Frau, geborene
Wiebert», in Groß»Midlum und mot«
gen Rentier L. W. Jbeling und Frau,
geborene Werkner, in Weener.
Stade, 8. Mai.—Der Infanterist
Kopf wurde gestern von zwei bewaff«
ueten Soldaten von Stade nach Schles
wig transportirt. Derselbe wird be
schuldigt, de« seiner Zeit mitgetheilten
Lustmord an der zehnjährigen Tochter
des Steinmetzen Krause in Schleswig
begangen zu yvben. Dem Kommissär
Engel in Altena waren die Recherchen
in dieser Sache übertragen.
Thüringen.
Eisenach, 8. Mai.—Ein gestern ver
übter Raubmordversuch ruft hier Erre
gung hervor. Der Handelsmann Kraal
aus' einem benachbarten Dorfe wurde
auf der Landstraße überfallen und. nach
dem man ihm die Augen ausgeschlagen
und die Kinnlade zerschmettert hatte,
seiner Baarschaft beraubt und file tobt
liegen gelassen. Die Polizei ist dem
Thäter auf der Spur.
n- N a a u.
Frankfurt a. M., 5. Mai. Die
Celluloid-Fabrik Schreiner & Sivers in
Offenbach ist abgebrannt. Etwa hundert
Arbeiter und Arbeiterinnen sind dadurch
brodlos geworden.
Großhe^rz. Hessen.
Mainz, 8. Mai.—Der von drei Offi
zieren hier Überfallene Architekt Heyl
hat nun die Zivilklage, vertreten durch
die Rechtsanwälte Zuckmayer seit, und
jun. gegen die beiden Sekonde-Lieute
nants Jakob Georg Wilhelm Leyvecker
und Wilhelm Hüffner vom 87. Infan
terie-Regiment angestrengt. Um die
Verhandlung möglichst rasch herbeizu
führen, ist die Einlassungsfrist um 14
Tage verkürzt worden, und so steht be
reits am 28. Mai Termin an.
Anhalt.
Dessau, den 6. Mai. Sämmtliche
Töpfergesellen werden vom Sonnabend
ab streiken, wenn die von ihnen gefor
derte Lohnerhöhung die dritte!
nicht bewilligt wird. Die Meister,
welche die Forderung abgelehnt haben,
appeUireit an die Nachsicht bes Publi
kums.
Baiern.
Schwabach, 6. Mai. Die in der
hiesigen Metallschlägerindustrie, welche
bekanntlich einen bedeutenden Umfang
hat, beschäftigten Gehilfen streiken.
Baden.
Mannheim, 11. Mai. In der
Mannheimer Gegend ist am Sonntag
Abend ein Wolkenbruch mit Hagelwetter
und föhnartigem Sturm niedergegangen.
In einigen Straßen der Stadt stand das
Wasser mehrere Fuß hoch. Sämmtliche
Keller stehen vollständig unter Wasser.
Die Obsternte ist völlig vernichtet* der
schaden ein sehr bedeutender.
Schweiz.
Bern, 6. Mai. Man meldet aus
Bern den am 5. nach langer Krankheit
erfolgten Tod des namentlich auch in
süddeutschen Regierungs- und Fachkrei
sen bekannten und geschätzten eidgenössi
schen Oberbau-Jnspector Adolf von
Salts von Chnr, an welchem die Schweiz
einen der fähigsten und Pflichttreuesten
Beamten verliert. Salis erreichte ein
Alter von 72 Jahren.
Vermischtes.
In einem Dorfe des Kantons
Aargau, wo bekanntlich noch eut guter
Tropfen wächst, fiel jüngst—fo erzählen
die „Münch. N. N."—ein Arbeiter vom
Dach der Kirche herunter auf die Straße.
Zum Glück war fchnell ein Samariter
zur Stelle, der dem Unglücklichen fanft
den Kopf hob und den Umstehenden zu
rief: „Wasser, schnell ein Glas Wasser!"
Da öffnete der Verunglückte mühsam
die Augen und stöhnte entrüstet: „Wie
tieech niueß nte hie abekete, für es Glas
Neue z'ibercho!"—(Wie hoch muß man
hier denn 'runterfallen, um ein Glas
„Neuen" zu bekommen!)
Militärische Kaltblütigkeit. Zu
den Regimentern, welche in dem ersten
Akte der Schlacht von Königgrätz beson
ders gelitten, zählte namentlich auch
das zweite in Magdeburg garnisvni
rende Infanterie-Regiment. Als man
später einige von diesen tapfern Jungen
einmal fragte, wie ihnen damals zu
Muthe gewesen sei, lautete die Antwort:
„O ganz gut! Unser Oberst (wenn wir
uns recht entsinnen, ein Herr v. Medern)
hielt immer SOZSchritt vor der Front
und sagte: „Kinder fürchtet Euch nicht
auf jeder Kugel steht ein Name und
wenn Eurer nicht darauf, steht, so trifft
sie Euch nicht"."
Eine musikalische Frau. Die erste
Königin von Preußen, Sophie Char
lotte, die Philosophin im Hermelin,
konnte, wie höfische Mittheilungen sagen,
mit dem besten Kapellmeister in musika
lischen Fertigkeiten und Kenntnissen wett
eifern. Als junge Prinzessin hatte sie
ans einer Reise inJtalien bei den berühm
testen Meistern Unterricht genommen.
Sie spielte selbst verschiedene. Instru
mente, komponirte und dirigirte sogar
Opern. Das letztere geschah z. B. im
Jahre 1703, wo sie die Oper „Polife
mio" in Gegenwart des Komponisten
Buonocini im Berliner Schloß in eige
iter Person dirigirte.
Theure Bettstätten. Ein indischer
Fürst ließ sich vor einigen Jahren tn
Paris eine Bettstelle anfertigen, welche
100,000 Mark kostete. An den vier
,Ecken derselben waren automatische
weibliche Figuren angebracht, welche
i~'
A-
mmOWchWPM^^
r*
I' «V
1 1
bewegliche Augen und Arme hatten und
mit Fächern dem darin Schlafenden
kühle Luft zuwehten. Die Matratze ent»
hielt eine große Spieldose, welche eine
Reihe von Opernstücken spielte und in
dem Augenblicke zu spielen begann, wo
Jemand sich tn dies Bett legte. Die
Wiege des „Königs von Rom", einzigen
Sohnes Napoleon Bonapartes, kostete
140,000 Mark. Es erforderte sechs
Monate, che die besten französischen
Kunsthandwerker sie fertig stellen konn
ten. Der Maharajah von Kaschmir
widmete der Königin von England, jetzt
Kaiserin von Indien, im Jahre 1859
eine Bettstelle von purem Gold.
Tiefe bes Meeres unb Höhe der
Berge. Die größte bisher erforschte
Tiefe beS Meeres erreicht 8515 Meter
unb befindet sich tnt ©üben von Kamt
schatka dieselbe erstreckt sich übet eine
Fläche, welche größer ist als bie deS
deutschen Reiches. Der höchste Berg
ber Erde ist der Gaurisaukar, dessen
Spitze 8840 Meter übet bem Meeres
spiegel liegt. Die durchschnittliche Mee
restiefe ist 3320 Meter, die durchschnitt
liehe Höhe ber Berge nur 603 Meter.
Durchschnittliche Erhebung über den
Meeresspiegel erreicht Asien mit 957,
Nordamerika mit 622, Südamerika nut
617, Afrika mit 012, Europa mit 317,
Australien mit 240 Meter. Die mitt
lere Tiefe des Stillen Meeres beträgt
4380, die des Atlantischen Ozeans3927,
die deS Indischen Ozeans 3627 Meter.
Die von Engländern im großen Ozean
vorgenommenen Tiefseemessungeu hatten
eine größte Tiefe von 8102 Metern erge
ben, während neue Messungen eine solche
von 8280 Metern zwischen den Samoa
und Tonga-Znsein zeigten.
Ein alter Papagei. Alexander
von Humboldt besaß viele Jahre einen
sprechenoen Papagei, von bem er oft
sagte: „Wer wirb wohl cber sterben,
ich ober ber Papagei?" Dieser Bogel,
der vielleicht noch älter sein mochte als
Humboldt, war im vorigen Jahrhundert
aus Südamerika nach Paris gebracht
werben. Anfang dieses Jahrhunderts
hatte ihn König Max Joseph vonBaiern
erworben, die verewigte Königin Elisa
beth von Preußen hatte ihn schon als
„sehr kleine Prinzessin", gekannt und
ebenso wie ihre Schwestern ihre Freude
an ihm gehabt. Nachdem er zwanzig
Jahre im baierijcheit Königs- Schlosse
gelebt hatte, vermachte ihn Kouig Max
seinem Busenfreunde Karl August von
Weimar. Alexander von Humbvlbt
bewunderte das Thier und erhielt es
als Vermächtmß Karl August's. 30
volle Jahre lebte nun der Papagei iit
Humboldt's und dessen Dieners Seyf
sert's Pflege. Als sich am 14. Februar
1859 der greise Naturforscher anschickte,
wie alljährlich der Großherzogin-Groß
sürstin Maria Paulowua (geboren 16.
Februar 1786) in einem französischen
Briefe zum Geburtstag zu gratuliren,
stürzte ber Papagei mit den Worten:
„Herr Seyffert!" lvdt zu Boden. Drei
Monate später folgte ihm Humboldt int
Tode nach.
Europäische Schulen. Deutsch
land mit 40,000,000 Einwohnern hatte
vor zwei Jahren 60.000 Schulen mit
6,000,000 Schülern, es kanten 700 Ein
wohner ans eine Schule, die Schulkosten
für einen Einwohner bcliefeit sich auf 2
Mark 96 Pfennige. Frankreich mit
37,000,000 Einwohnern hatte 71,000
Schulen mit 5,000,000 Schülern 500
Einwohner entfielen auf eine Schule,
eine Schule besuchten durchschnittlich
Kinder, die Schulkosten betrugen für
ewen Einwohner 1 Mark 58 Pfennige.
Spanien mit 17,000,000 Einwoh
nern hatte 29,000 Schulen mit 2,000,*
000 Schülern, 600 Einwohner kamen
auf eine Schule, eine Schule besuchten
durchschnittlich 56 Kinder. Schulkosten
betrugen für einen Einwohner Mark
40 Pfennige. England.mit 34,000,
000 Einwohnern hatte 58,000 Schulen
mit 3,000,000 Schülern, auf 600 Ein
wohnern kam eine Schule, eine Schule
besuchten durchschnittlich 52 Kinder, die
Schulkosten betrugen per Kopf 1 Mari
86 Pfennige. Oesterreich Ungarn
hatte bei 41,000,000 Einwohner 29,000
Schulen mit 5,000,000 Schülern, 1410
Einwohner kamen auf eine Schule, eine
Schule besuchten durchschnittlich 104
Kinder, die Schnlkosten machten für
eilten Einwohner 1 Mark 63 Pfennige
aus. Italien mit 25,000,000 "Ein
wohnern besaß 49.000 Schulen mit
2,000,000 Schülern, 600 Ein vuhner
kamen ans eine Schule, eine Schule be
suchten durchschnittlich 40 Kinder, die
Schulkosten betrugen per Kopf §4 Pfen»
ittge. Das europäische Rußland mit
74,000,000 Einwohnern hatte 32,000
Schulen, es waren 23,000 Einwohner
auf eine Schule zu rechnen, eine Schule
besuchten durchschnittlich 36 Kinder, die'
Schnlkosten betrugen für einen Einwoh
tier 28 Pfennige.
ein stolzer Hund.
„Sie, Herr SBitth, warum schaut mich
denn eigentlich Ihr Hund so verächtlich
an
„Wie viel bezahlen 'S denn Steuer
pro Jahr?"
„Ungefähr zehn Mark!"
„Schau'n S'. da hab'n mer's der
zahlt fünfzehn!"
Kurze Kritik.
Schriftstellerin (nachdem sie ihre ver-'
schiebenett Dichtungen aufgezählt):
„Und was halten Sie sür mein bedeu
tendstes Werk?"
Kritiker: „Zweifellos Ihr Mund
werk!"
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