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Der fortschritt. [volume] (New Ulm, Minn.) 1891-1915, October 15, 1891, Image 6

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Bot bet Iahrek Versammlung oer
nationalen Zivlldieustteform Liga, die
dieser Tage in Buffalo stattgesunden,
hat der dekannte .Ober-Reformer-,
Herr George William Curt»», übet die
Tätigkeit der Liga und ihre Erfolge
während der letzten zehn Jahre «neu
umfassenden Bericht erstattet.
Die Erfolge werden als-überraschend
große und erfreuliche hingestellt. Immer
mehr habe dte Idee sich Bahn gebrochen,
daß für die wirksame Pflichterfüllung tm
Amte die politische Parteistellung ganz
nebensächlich sei. Die Erhaltung be
währter und fähiger Beamten zum gtüft*
ten Bortheil de» Dienste» und ohne
Schädigung irgend eine» Theile» unse
res politischen System» sei eine der
Errungenschaften, welcher die Liga sich
rühmen könne. De öffentliche Meinung
stehe jetzt aus Seiten der Resorin bezüg
lich de» nichtpolitischen Tbeiles der
Aernler, unö pai fei eine» der erfreu
lichsten Resultate der seit zehn Jahren
von der Liga betriebenen Agitation.
Im Ganzen so schließt der Bericht—
tonne nicht in Abrede gestellt werden,
dad die Zivildienstreform sowohl in der
öffentlichen Meinung wie in der prakti»
schen Durchführung ganz wunderbare
Aortschritte gemacht hade.
Da» klingt sehr schön und ermuthi
gend. Entsprechen aber die Thatsacden
dem schönen Bilde, das Herr Curtis da
entwerten hat? Wir glauben kaum.
Ist die Resorm-Jdee in ter öffent
lichen Meinung wirklich so mächtig ge
worden, wie kommt e» dann, daß gerade
in den städtischen und staatlichen Ber
waltungen, die doch der Masse der
Ettmmgeber am nächsten liegen und auf
die demnach die öffentliche Meinung zu
allererst ihren Einfluß geltend machen
sollte, von dem siegreichen Fortschreiten
der Reform so gar nicht» zu merken ist:
daß da noch immer jeder Partei
wechsel in der politische» Oberleitung
von einem radikalen Keyrau» selbst in
den untergeordnetsten und unpolitischsten
Stellungen begleitet ist? Wo ist der
Gouverneur, wo der Comlty»Beamte,
wo der Bürgermeister, der die ihm un
tergebenen, einer anderen Partei enge«
hörigin Angestellten in ihren Ämtern
ließe, oder bei Neubesetzungen nicht die
Parteistellung der ttppitfanten, sondern
nur ihre Zinkit, EhU-chtm und «'.ige
•ttiitt Tüchtigkeit In Betracht zögv?
Trotz eiuzetnlr Anläufe, die hier und
da mit dem Erlaß staatlicher Reform«
gesetzt gemacht worden, beschränkt sich
der Fortschritt der Reform bi» jetzt
tdatsächlich nur auf den BundeSdieust.
Und auch da ist der Fortschritt so ge
ring, daß man in seinen Ansprüchen
schon ganz wunderbar bescheiden sein
muß» um gleich Herrn Eurti»
etiua» Wunderbares darin finden zu
Hünen«
Die ganze Reform, die bi» jetzt er
reicht worden lit, beiifbt in dem Erlaß
uuv der (oft sehr wenig gewissenhaften)
Durchführung eines Gesetze», welche»
benimmt, daß in dem sogenannten klas
fifizirten Dienst dieNeuaustellungen nickt
auf Grund von Panenücksichten, son
dein auf Grund der durch eine vorher
gegangene Prüfung ermittelten Be
fähigung der Ben^rver owrfit werden
sollen. Da» ist icu,i tu e.i, iv weit als
e» geht, aber leider geht e» nicht
tre^ttjj ^$)cr flafiisizute Dienst umfaßt
nur etwa ein Viertel der Gesammtzahl
der Angestellten., und darunter auch nur
bie.
untergeordnetsten und nnbedentend
steiiL die Saueiber in den Washing
leäüt Departement», die Clerks in einer
Anzahl von Post-, Zoll- und ©teuer«
amtern. u. dgl. m. In allen höheren
ft im tern herrscht nach wie bot das alte
Beutesystem. Wer Briefträger werden
will, muß ein Examen bestehen ber
Postmeister wird ohne Prüfung auf
fcrunb geleisteter Parteidienste ange
stellt. Der Applikant für eine Schrei
verstelle muß sich über seine Befähi
flung ausweisen von seinem Borge setz
ten, fiir dessen wichtige Obliegenheiten
solcher Nachweis hundertmal nöthige»
ware, wird keinerlei Prüfung verlangt.
Dv/Ichreiber und der Briefträger sot
leu, so lange sie ihre Pflicht erfülle»,
tbtet Stellungen sicher sein die höheren
"Beamten werden bei jedem Administra
jionswechsel sammt und sonders dinaus
geworfen, obgleich gerade bei ihnen,
wegen der größeren Schwierigkeit
ihrer Aufgaben, zu deren gehöriger Er
fullung vor allen Dingen praktische Er
fahrung gehört, der häufige Wüchse! die
Jnkersssen de» Dienste» auf's empfind
iichste schädigen muß.
Und selbst bei den untergeordneten
Angestellten ist es mit der gerühmten
Sicherheit der Amtsdauer sehr traurig
bestellt Das Reformgesetz schützt die
AngchsMten that sächlich nicht. Es re
gelt nur die Anstellungen, nicht die
Entlassungen, bezüglich der letzteren
ist den vorgesetzten, den als Partei män
*eaL| ernannten Beamten völlig freie
Hatto gelassen. Jeder Angestellte kann
•jederzeit ohne weitere», sogar ohne jede
Angabe von Gründen entlassen werden.
Der Borgesetzt5taM«ajso jederzeit der
jenigen seiner die einer an
•even Partei angth1örj!n, sich entledigen
«nd kann,in gleicher Weise Angehörige
seiner elfteifctt Partei bestrafen, die
«twaz» verlangten. Parteidienstea sich
nicht hergeben oder eine ihnen aufer
legte politiscWUsiei «Ützg verweigern
kvllten. j| if
Wenn tiAMM sotch^ Entlassungen
w» .Xarteigränden, lerhällnißmaßig
Wllfig W-frühe?
find, ja in manchen Zweigen de»
Venste» nahezu aufgehört haben,
fe ist das hauptsächlich dem Umstände
zuzuschreiben, daß die mit dem Wachs
thn« und der Entwicklung he» Lande»
fortschreitende Au»dehunng de» Dien
ste», und die im gleichen Berhältniß
wachsenden Anforderungen an seine Lei
stungsfähigkeit, die früher bei Partei»
wechseln übliche Massenentlassung von
selber unmöglich machen. Der durch
politische Gunst ernannte Beamte, der
an die Spitze eine» unserer großen
Post» oder Zollämter tritt, oder in
Washington die Leitung eine» Bureau»
mit Hunderten von Angestellten über
nimmt, dabei obendrein von der Füh
rung de» Amte» häufig wenig oder gar
nicht» versteht der a keinen all
gemeinen dtebrau» machen, der
seine erfahrenen und eingearbeiteten
Untergebenen beibehalten, dewi ohne sie
kann et die Geschäfte de» #i6te» abso
lut nicht bewältigen. Richb da» Gesetz
zwingt ihn, sondern da» ^Bewußtsein
der physischen Unmöglichkeit, mit einet
Schaar von Neulingen den an ihn ge
stellten Anforderungen gerecht zu wer
den.
Die Reform, so weit eine solche zu
verzeichnen ist, ist ein Resultat der na
türlichen Entwicklung ist die Befol
gung de» eisernen Gebot» der Not'o
welidigkeit. Die Agitation der Liga
nutz ihr gerühmte» Gesetz haben ver
zweifelt wenig dazu beigetragen.
Der Grün» »er 4»tMtflf4ett Un»
tttftca«
E» stellt sich immer deutlicher heran»,
daß die chinesische Regierung nicht im
Stande ist, der Unruhen, welche Ichon
seit längerer Zeit in dem Reiche der
Mitte ausgebrochen find, Herr zu wer
den. Sie ist gegenüber der geheimen
Gesellschast Kolar wui oder Kolar»whei
(Gesellschaft der alten Brüder), von
welcher die Fremdenhetze aufgeht, macht
los. Uebet diese Gesellschaft theiU die
„Rat.-Htg." Folgende» mit:
„Sic wurde zunächst von bei Offizie«
ren und Soldaten begründet, welche
»ach Befiegung de» furchtbaren Tat
ping Aufstande» massenhaft btoblo»
warden, ohne daß sich Jemand um fc
gekümmert hätte. Zunächst handelte es
sich eigentlich um einen Berein zu ge
genseitiger Unterstützung, da die Regie
rung natürlich nicht» für d.. erwähnten
Tausende und Abertausende that. Aber
bald änderte der Berein, in welchem an
Gewaltthat gewöhnte Soldaten die
Mehrzahl der Mitglieder bildeten, fei
nen Charakter und wurde etn Berein zu
Zwecken großartiger Erpressungen. Da
in China für Invaliden Niemand sorgt,
so traten demselben bald zahlreiche An
gehörige der Armee bei, und späterhin
in Masse entlassene Soldaten, wie ein
Theil der Garnison von Formosa ver
wehrten noch seine gefährlichen Ele
mente. Waren schon von Anfang an
mehrere Bieekömge und andere hohe
Mandarinen an» Furcht dem Berein
beigetreten, um ihn durch regelmäßige
Zahlungen aus den Provmzial- und
Bezirkskassen zu unterstützen, fo fand
die» späterhin, als derselbe drohend auf
trat, in noch größerem Umfange statt,
obgleich die Regierung zu Peking jede
Zahlung an denselben verbot. Im
Laufe der Zeit soll der Verein, durch
den Beitritt von solchen Chinesen, welche
in der Maudschudynastie ein fremdes
Herrschergeschlecht hassen, zu einem
revolutionären Bunde und weiterhin in
folge der Mißstände und nie abreißen
den Nothstände in dem übervölkerten
China geradezu zu einer Anarchisten
Vereinigung, welche eine Besserung nur
von einem gänzlichen Umsturz erwartet,
sich entwickelt haben."
Nach Mittheilungen aus Shanghai
wünschen die Führer der chinesischen
Fremdenhetze die Regierung zu Peking
in Schwierigkeiten mit dem Auslande
zu stürzen, um dadurch im Innern de»
Reiches freie Hand für sich zu bekom
men. Man verniuthet, daß sich die
europäischen Mächte zu einer gemein
samen Flottendemonstration vereinigen
werden.
«drechnung.
Wie sie mit einander abrechneten, ein
Bauer und ein Handelsmann in einem
{leinen Dorfe des'Kreises Usingen, da
von erzählt man die folgende Geschichte.
Ter Bauer hatte dieses schlechte Leben
satt und wollte sich durch den Strick ins
Jenjeit» befördern. Sei treuer Nach
bar kam aber im rechten Augenblick
dazu und befreite ihn aus seiner oet
bängnißvollen Lage. Dieser Tage Oer*
feindeten sich jedoch Beide, und der Sie«
bensretter schickte feinem undankbaren
Mitbürger eine dlevUnung. in der auch
ein Posten über Errettung aus Lebens
gefahr mit 2 Mark verzeichnet war.
Da der Bauersmann ebenfalls Forde
rnngen hatte, stellte er eine Gegenrech
nung auf und verlangte darin 3 Mark
für das Entzweischneiden des Strickes.
„I that' bitt'ii um a bifi'l was 1"
„Was treibt Dich schon zum Bet
teln?-
„Wal unser Bater a goldene Uhr und
a Brieftaschen mit viel Geld z'haus»
'bracht hat!*
„So, das ist doch kein Grund zum
Betteln!"
„Ja, die Polizei hat alles mitfrmmt
'n Batern abg'holt!"
Drastischer Vergleich.
Bnmmel (im Hörsaal, der vo» Stu
dent« stark besucht ist)»: „So viele
College« habe ich schon lang' nicht »ehr
der Vorlesung gesehen. Da» ist ja
die nine Kneipe?"
Znlänvische».
Sckonwiederhatei» euro
päischer Adeliger die Tochter eine» antt
ikanischen Millionär» gekapert e» ist
der erste Lieutenant v. Calm, und die
Braut ist Frl. Cora Cahn von New»
York. Diesmal ist aber eilt Unterschieb
dabei. Hr. v. Calm ist selbst, sehr reich
und hat e» nickt nöthig, seinen Stamm
baum zu vergolden.
D6 unlängst erfolgte
Ableben de» Rev. Dr. Soule erinnert
daran, daß er eilten Artikel im Terre
Honte „Expreß^ unter der Ueberfchrift
„Geh' nach dem Westen, junger Mann"
geschrieben hat. Horace f9rceky.brachte
ben Artikel zum Abdruck und commeib
title denselben, und so hat sich die
Legende herausgebildet, daß Greeley
der Urheber diese» „geflügelten Worte*"
sei.
Der Gottesdienst in der
New Yorker Kathedrale wurde neulich
von einem Wahnsinnigen gestört. Jos.
P. Ganrahan betrat das Gottesbau«
während der Messe, schritt auf den vor
dem Hochaltar fitzenden Erzbischof
Corrigan zu und schrie: „Sie sind Pon»
tiu» Pilotu»! Ich bin der Gesalbte
des Herrn ick bin ein Anhänger des
Dr. McGlynn Hurrah sür Dr. Mc
Glynn!" Der Mann brachte die ganze
Gemeinde in Aufregung er wurde
verhaftet.
Die organ sir ten Cigar
renUiacker Amerika» haben im verflosse
ne» Jähr nicht weniger äl» 254 Streiks
gehabt und find in 153 derselben erfolg«
reich gewesen. Trotzdem sieht auch der
Präsident Strasser von der „Interna
tional Cigarmakers-Union" em, daß im
Allgemeinen Ausstände keinen Segen
bringen und empfiehlt auch in seiner
Jahre» Botfchoft, die Bestimmungen
der Verfassung gegen die Streik» fo zu
verschärfen, daß dieselben nur in dem
alleräußersten Nothfalle stattfinden kön
nen.
Au» Tlk
Point, S. Dakota,
wird berichtet, daß dort ein. Versuch ge
macht wurde, den Zug, auf dem sich ver
schiedene Beamte der St. Paul-Bahn
befanden, dadurch zum Entgleisen zu
bringe»,, daß über Nachtdie Pflöcke,
womit die Schienen befestigt sind, au»
gezogen und die sog. Fish-Platten ver
rückt wurde» an einer Stelle, wo der
Bahndamm am Sioux-Flub an 20 Fuß
hoch ist. Ein schreckliche» Unglück hätte
stattgefunden, wenn der Bormann John
Ward diese Bahnbeichädigung nicht be
jnerkt und ausgebessert hätte.
Die St. Josephs-Loge vom
katholischen Ritter-Orden zu Sedalia in
Missouri, hat in Folge de» vom Orden»
fchatzmeister O'Brien begangenen Unter
schleif», de» vierten, der im Laufe von
wenigen Jahren Seiten» der Schatz
meiste* dieses Ordens begangen wurde,
an die Staat»-Großbeamten ein Rund
schreiben erlassen, in welchem nm die
Einberufung eine» Staats-Convent?
behufs Lostrennung der katholischen
Ritter in Mifflin vom Orden nachge
sucht wird. Die Ordensmitglieder in
Missouri zahlen über 4000.
Ueber eineRechtsverdreh
erei wird au» Kouutze, Tex., berichtet:
„„Ex-Coüutysu,atzmWer
I.
D.McMil-
lan stand daselbst unter der Anklage vor
Gericht, Gelder im Betrage von 414,*
000 unterschlagen zu hüben. Richter
Hightower, *er als einer der tüchtigsten
Juristen gilt, instruirte. die Jury, den
Angeklagten freizusprechen, und setzte in
feinen Instruktionen haarscharf ausein
ander, daß im Sinne des Gesetzes nur
landesüdliche Münzen nicht abet Obli*
floiionen oder Coupons als „Geld" zu
betrachten seien.""
I
dem mit dem 20. @"e t.
zu Ende gegangene« Bierteljahre kamen
•m den Ber. Staaten 2734 geschäftliche
Fallimente vor und die bei denselben
involvirten Passiva betrugen 44 Millio
nen Dollars. In denselben 3 Mona
ten des Jahres 1890 ereigneten sich
2196 Fallimente mit 35* Millionen an
Passiva. Die ersten 9 Monate -bed
Lahres 1891 brachten 8828 Fallimente
mit Passiven im Betrage von 136
Millionen Dollars, die ersten 9 Mo
nate des Jahres 1890 nur 7561 Falli
mente mit 100 Millionen Dollars Pas
five«.
Der ruf fischisraelitische
Haufiter Vesach Lessmann in New
York, der neulich in der Barge-Office
beschwor, die bei der Landung bean
standete Einwanderin Rosa Goldstein
sei seine Ehefrau, und, da es sich heraus
stellte, daß er gelogen, wegen Meineid»
verhaftet und vor die Bundes-Gerichts
behörden verwiese» wurde, ist von
BundeSkonnnissär Shields in Freiheit
gesetzt worden. Lessmann's Verthei
diger überzeugte nämlich Herrn Shields,
daß sein Klient, der des Englischen nicht
vollständig mächtig sei, beschworen, Hobe,
Rosa Goldstein sei ein „wife", damit
habe derselbe ober nicht etwa sagen
wollen, dieselbe sei eine angetraute Ehe
frau, sondern habe lediglich zu Proto
koll gegeben, sie jei eine verheirothete
Frau.
Der „M
anufacturerS
cord" von letzter Woche giebt eine
Ueber ficht aller neuen Fabrik-Anlagen
im Süden seit dem 1. Januar 1891,
welche einen glänzenden Beleg für den
industriellen Aufschwung der Südstaaten
bildet. E» wurden neu etablnt: 6
Eisen-Schmelzöfen, 78 Maschinenfabri
ken, iü Fabriken für landwirthfchaft«
liche Geräthe, 40 Getreidemühlen, 58
Bäumwollenmühlen, 38 Möbelfabriken,
»0 Gaswerk, 77 Wafferwerke, 86 Wa
genfabriken, ix* Anlagen für elektrische
Beleuchtung, 413 Minen und Steii»
drüche, 376 Holz-Jndustne-Anlagen,
48 Fabriten sür präservirte Früchte, 6
Oesenfadriken, 129 Ziegelbrennereien
40 Eisenwerke verschiedener Art, 18
Baumwollenpressen, 28 Baumwollenöl«
Mühlen, 883 kleinere Jndustrie-Anla.
gen, zusammen 2,479.
Der Lagerraum de» New
Yorker Zollamtes bot dieser Tagt ten.
Anblick eine» Damenkleider Atelier».
Au» zwei großen Koffern, 'welche die
Modistin Jfadel Arnold von Brooklyn,
auf dem Dampfer „La Bourgogne"
mit gebracht und die von den ungalan«
ten Zöllnern konfiScirt worden waren,
förderte man nämlich nicht weniger al»
13 elegante Kostüme und viele anbzre,
zu Damengarderoben gehörige Gegen
stände, darunter kostspielige Spitzen,
jeihene Unterkleider und Strümpfe,
Glacehandschuhe, elegante Pantössel
eben tc. zu Tage. Die Sacken, welche
einen Werth von etwa tzöOOO repräsen«
tire# sollen, wucden al» gute Brise für
„Uttel« Sam" erklärt. Madame Arnold
tjotte, ehe die Zollbeamten mit Befiti
rung ihrer Kofier begannen, erklärt,
sie habe nur persönliche Effekten bei
sich.
„ES erben sich Gesetz und
Rechte wie eine ew'ge Krankheit fort,"
heißt e» in Goethe'» Faust, und wenn
jemals der Ausgang eine» mit Span
nung vetsolgtenProzesse» an diesen Aus
spruch erinnerte, so war dies schreibt
der „Lomsviller Anzeiger" der Fall,
al» die Geschworenen in Shelbyville den
„Ehrenmann" Schwartz sr. auf peremp
torische Instruktion de» Richters der
Anklagen de» Großdiebstahl» und de»
Erlangen» von Geld unter falschen
Vorspiegelungen entbunoer. ü»
handelte sich um den Fall der Frau
Buchholz, die von der Schwartz'schen
Bank um $2,500 in der gemeinsten und
raffinirtesten Weise betrogen wurde.
Daß die bankerotte Firma bas Geld
bei Frau in Empfang nahm und daß
Schwartz fr. zu erbärmlichen Lügen
griff, um fw zu veranlassen, ihm die
12,500 zu lassen, während er bestimmt
wußte, daß er sie nicht zurückzahlen
konnte, wurde nicht einmal in Abrede
gestellt, und wenn den Shelyyvillern
Geschworenen der Kall einfach zur Ab
urtheilung übergeben worden wäre, fo
würden sie, wie später einer der Leute
äußerte, ihrem gefunden Menschenver
stand gefolgt fein und den Ehrenmann
Schwartz dahin gesandt haben, wohin er
gehört in's Zuchthaus^ Gesunder
Menschenverstand und Definition der
Gefetze find aber sehr oft zwei verschie
den.- Dinge. Die Bertheidiger bean
tragten, der Richter folic die Geschwc«
reuen anweisen, Schwartz der Anklagen
de» Großdiebstahls und des Erlangen»
von Geld unter falschen Vorwänden
entbinden, da nach der gesetzlichen Defi
nation der beiden Begriffe weder die
eine noch die andere Anklage vorliege,
und b$r Richter mußte ihnen, nachdem
er die Argumente der beiden Seiten an
gehört hatte, Recht geben. Schwartz sr.
»st also im Äuge des Gesetzes unschuldig.
Er hat Hunderttausende nicht direkt ge
ßohlen, sondern nur anzenommen und
nicht wieder zurückgezahlt uud geht da
her frei aus, während an demfelbey
Tage, in demselben Gerichte ein Burfche,
der 880 gestohlen, zu zwei Jahren
Zuchthaus verdonnert wurde
eouocvfarc $eitt«c.
Sonderbare Heilige müssen die Mar*
wari-Vriester ui Indien sei», über
deren Privatleben englische Blätter jetzt
fesselnde Einzelnheiteti veröfjentliche».
Sie erfreuen sich des Rechtes, ein Weib
nehmen zu dürfen, machen jedoch feilen
davon Gebrauch. Erst kürzlich be
fchäftigte die Heitathsgeschichte eines
jungen Marwan-Priefters iu Bomtay
die weitesten Kreise. Ihm hotte seine
Mutter selbst eui junges knospendes
Weib ausgewählt, das Horoskop seiner
Auserkorenen wurde gestellt und in
hohem Grave günstig für die Hochzeit
befunden. Dem Allem gegenüber er
klärte jedoch der junge Priest«, die
Welt tauge weder zum Heirathen noch
zu anderen Sachen und es sei das Ge
scheiteste, sie sobald «tc möglich zu ver
lassen. Sprach's, »ahm eine iofis
Opium und starb.
Nicht weniger seltsam sind die Ehe'
erlebnisse eines anderen Priester», die
vor einigen Jahren von sich reden
machten. Er und seine „Frau" waren
al» Mnder verheirathet worden als
Beide herangewachsen waren, lehnte er
e» ab, seine Frau zu sich zu nehmen.
Da, in einer Nacht, schlich sie sich ver
stöhlen zu ihm, um ihn von feinem Bor
fatz abzubringen, erregte jedoch derart
fein Entsetzen, daß er au» feiner Hütte
hinauslief und in dteWildniß eilte, aus
welcher er nicht mehr zurückkehrte.
Seine Frau aber begab sich tödtlich ge
kränkt nach ihrem Haufe zurück und ver
giftete sich.
Sicherer.
Ein Geschäftsmann thetlte feinem
Freunde mit, daß ihn. ein Anderer
schmachvoll über's Ohr gehauen habe.
„DaS ist ja empörend," rief der Freund
an». „SV geh' doch hin und sog's ihm
in» Gesicht, daß er ein Schuft ist!
Komm, ich werde Dich begleiten!"
„Laß, laß!" erwiderte der Geschäfts
mann erschreckt, „Ich werd'S ihm doch
liebe« durch'» Telephon sagen."
3fm mnumnu
Adjunkt (zu einem EinttAmden):
„«3a» wünschen Sie, mein Herr?"
Fremder: „Emen guten Morgeni"
tauf und Landwirthschaftlichcv.
Um auf tonten Kattun stoffen
die Stärkeflecken zu vermeiden, spüle
man die tit gekochter Stärke gestärkten
Stoffe danach oberflächlich in kaltem
Wasser au». Dadurch entfernt man
den Stärkeüberfchnß und der Rest wird
in den Stoff gleichmäßig vertheilt, so
daß keine Flecken und Streifen ent
stehen.
Wie bewahrt mau eil für Haushattungs
batiitoflsiitfrifo nult
Hat man keinen Eiskasten zur Verfü
gung und möchte doch kleinere Mengen
Eis so lange wie möglich verwahren, so
verfahre man wie folgt: Man packe das
Ei» in einen Sack und diese» sammt dem
Ei» tu einen Korb mit Gerstenspreu, so
daß diese da» Ei» in einer 7 Zoll dicken
Schicht, umgibt. Nach Versuchen, die
Stumpf-Butthard vornahm und die ich
auf ihre Brauchbarkeit prüfte, läßt- sich
fo da» Eis selbst bei hoher Temperatur
gut aufbewahren bei 10 Gr. Fahrend.
jU B. nahm e» in 6 Tagen kaum um 25
Proc. ab.
Confervierung von ttitreum.
Um Citronen lange Zeit unverändert
zu erhalten, wischt man die zuvor foig»
fältig mittel» eine# weichen sauberen
Tuche» gereinigten Früchte mit Watte
nochmal» ab imb wickelt fie in Wae!
papier ein. Die Enden de» Papiers
müssen dann fehr picht zugedreht wer
den.
Man kann die Citronen weiterhin,
fest eingehüllt in Seiden-Papier, mit
einem Faden umwickeln und an der Fa
den»Schlinge hängend drei bi» vier
Mal in geschmolzene», jedoch nicht
heiße» Paraffin eintauchen. Man hängt
bann Die Citronen an den Fäden an
irgend einer dunklen Stelle des Kellers
auf.
Welche» ig die rerlifctiihfte Art, Kalkeier ja
fonfttotereu?'
Gewöhnlich kocht mar. 5 Quart Was
ser mit 3 Pfund Salz auf nachdem
dann die Flüssigkeit vollständig erkaltet
ist, rührt man 1
Winke für
Unze gelöschten Kalk
hinzu. Die Eier werden in nicht allzu
große Töpfe au» Steingut und zwar
mit der Spitze nach unten gelegt, dann
gießt man die Kalk-Salzlösung darüber
und klebt die Töpfe fest mit Papier zu.
Da jedoch Eier, welche mit Kalk-Salz
läsung konservirt werben, leicht zerbre
chen, fo empfiehlt sich folgendes besseres
Verfahren. Man legt die Eier in ein
Netz, taucht fie in eine Wasserglas!»
suug (das von einem Droguiste» bezv
gene Wasserglas nnvd mit der Hälfte
Wasser verdünnt und hebt da» Netz nach
2—3 Minuten wieder aus der Flüssig
keit. Nachdem man die Eier von neuem
2— 3mal in die Wasserglaslösung ein
getaucht hat, läßt man letztere von den
Eiern vollständig abtropfen unb setzt dic
Eier mit der Spitze nach unten in durch
löcherte Brettergestelle, oder hängt sie in
luftigen Netzen auf. Die Wasserglas
löjung kann ich aus eigener Erfahrung
bestens smpfehlen die Eier halten sich
vovei vorzüglich.
das
Einmacheu der Früchte.
Zunächst verwende man nur gesunde,
nicht schadhafte oder fleckige Früchte
ferner nehme man zum Einmachen der.
selben stets Weinessig, nicht den so
genannten Schnellessig, der in verschie
denen Fällen mittels Zuckercouleur gelb*
Itch gefärbt und mit Essigäther tc. ver?
setzt wird, um ihn dem Weinessig ähn
lich zu machen. In jüngster Zeit sind
für das Einmachen der Früchte die Mo
felwemefsige" bei den Hausfrauen recht
beliebt geworden. Diese Essige verbin
den mit dem hohen Säuregehalt von
bis 7 Prozent und mehr ein sehr feines,
reines und ungekünsteltes Aroma sie
bieten ferner die größte Sicherheit für
die Haltbarkeit ber damit eingemachten
Früchte tc. Den zum Einmachen der
Früchte bestimmten Essig verdünne man
nie mit Wasser, da manches Wasser nicht
frei von schädlichen Verunreinigungen
ist. Wer feinfchmeckende und wohl be
kömmliche Früchte auf den Tisch bringen
will, der mache die letzteren also nur mit
Weinessig ein! Die Mehrausgabe für
Weinessig gegenüber beut Schnellessig ist
außerdem so gering, daß alle Haus
frauen zum Gebrauch des^ exsteren über
gehen können.
Wie kann man Unaejiefer von Obstbäumen
fernhalten?
In der Zeit, in welcher bie Stämme
das Laub abwerfen, bestreicht man bie
Stämme mit Kalk bis zu der Höhe, in
welcher die Verzweigung beginnt. Um
das Aufsteigen schädlicher Insekten an
Bäumen zu verhüten, macht man Pa
pierstreifen zurecht, welche um die
Bäume gelegt und mit einer klebenden
Mischung bestrichen werden. Letztere
wird bereitet, indem man 500 Theile
weißes Harz auf schwachem Feuer zum
Schmelzen bringt und bann mit 200
Theilen Stearinöl und 200 Theilen
Schweineschmalz mischt. Da» zu ver
wendende Papier muß ober vorher gut
geleimt werden, ba sonst die obige Masse
in bas verwendete Papier eindringt und
dieselbe dann ihu Klebkraft vertier'.
Zu diesem Zwecke wird Leim in Wasser
eingeweicht und bann mit heißem Wasser
aufgelöst. Aus 1 Theil Leim verwen
det man 10 Theile Wasser. Die Strei
fen Papier zieht man durch diese Lösung
und hängt fie zum Trockenen auf.
Liter Leimlösung genügt für etwa 100
Papierstreifen von 65 Zentimeter Länge
und 12 Zentimeter Breite, welche man
für Bäume von lb bi» 20 Zentimeter
Durchmesser verwendet.
U-.. •'L1.11!'."1"*-*—— im—
Handschuhe fiirbew. fI,
«aschledernogetbeHandschu^ welche
durch viele» Waschen ihre Farbe ver
loten haben, werden wieder gelb au
färbt, nu man ein bi* zwei kleine
Messerspitzen Safran oder gelben Ocker
iu lauwarmem Seifenwasser auflöst, (den
Safran in cm «.'.'ullläppchen gebunden)
das Wasser damit färbt und darin die
Haudfchuhe spült.
Mittet fege» Mehtthau.
AIS ein fast unfehlbare» Mittel gegM
den falsche» Mehtthau der Weiuref£
gegen die Kartoffel* »nd Rübenkraut»
licit, sowie gegen den Brand bei Obst»
bäume« wird »euerbing» da» Kupfer
vuriol'Speckitein-Mehl empfohlen, mU
che» die Firma Dittrich & Kellner t*
Schönberg- Vogtland in den Hantel
brachte. Das Mittel foil überhaupt ge
gen schädliche Insekten aller Art vo»
vortrefflicher'Wirkung sein.
Möbel polireu. 7.^
Olivenöl und starker Weingeist z«
gleiten Theilen gut vermisch», «it
einem wollenen Lappen ausgetragen,
dann mit einein anderen Wolllappe«
ganz tüchtig verrieben, gibt beu Möbel»
schönen Glanz. Selbstverständlich MUß
von denselben vorher aller anhaftende
Staub und Schmutz entfernt werde»,
am besten mittelst eines nassen Lappens
und dann durch Trockenreiben mit einem
Ueber. Bei Schiutzwerk nehme «a»
eine mit Wasser angefeuchtete Bürste.
Läßt sieh der Schmutz mit teinei»
Wasser nicht genügend entfernen, so
gebe man auf ein Liter Wasser etil
Fünftel Liter Salmiakgeist hinzu. Ma»
reibe aber nicht zu heftig, um der Poli
tur nicht zu schoben, und wische sofort
mit einem in reinem Wasser angefeuch
teten Lappen nach. Da» Möbel wirb
mit Leber trocken gerieben.
Welche hoben (yiutrage der Obstbau i»
bringen vermag, ist nach der „Haimo
versch. land- u. und forstwirthsch. Zelt,"
u. a. aus folgenden Daten ersichtlich!
Eine Obstpflanzung auf der Grast. Ester
hazyschen Besitzung im Kreise Lüding
hausen in der Größe von 7300 Qu*
bratmetern brachte in 5 Jahren bei is
ferniichcn Verkaufe jährlich 080 Mk.
Abgesehen von ber GraSnutzung lieferte
die Pflanzung außerdem das nothtocn»
dige Obst für bie Haushaltungen de»
Schlosses und des Kranken hause».
Ein Bohnapfelbanm in Bogel bn Nah
stätten trug für LOClr. tiO Mk., zwei
firmere noch 35 Mt ein, zniamme»
1^5 Mk. Ein Holzapfelbaui» ebenda
»-lost trug Ctr. Aepfel, die zur Es
ngsabrikation für 10p Mk. verkauft
wurden.— Ein Aprikosenhochstamm i»
Braubach brachte 190 Mk. In Will»
iachsen (Taunus) brachten zwei Bohn»
Apfelbäume 62 Ctr., bie 4 Mt für
218 Mk. verkauft wurden. Hofgut
Besse lich bei Vallendar erhielt von 160
mittetgroßenöohnapfelboumcntiOOttlt*
die 7,50 Mk. 4500 Mk. brachte».
Eine Wittwe daselbst erntete von 17
Räumen für 500 Mk. Aepfel. Bei
solchen Erträgen sollte man sich viel
'»ehr, als gegenwärtig geschieht, mit
der Erweiterung bes Obstbaues befchäf
ugcn. Wie viele ließen sich noch mit
Obstbäumen bepflanzen, wie viele Scheie
nen- und Hauswände mit dem höchst
werthvvllen Spalierobst bekleiden!
Für die fläche.
Kaninchenragout. Ma»
schneide das Fleisch eines Kaninchen»
(roh) in nicht zu kleitte Stücke, spickt
viefe und legt sie in steigende Butlers»
der man sie auf beiben Seiten brout«
braten läßt. Dann macht man von
einem Eßlöffel Butter unb zwei Löffel»
Mehl eine helle Einbrenne, löst sie ntti
Brühe und, nach Geschmack, mit ei» bi*
anderthalb Glas Rothwein auf, thnt
gewiegte Petersilie, Estragon und einige
Chalolten, sowie reichlich Pfeffer und
Salz dazu und läßt e» auskochen. Dann
Icinnten die Fleischstucke hinein, die ma»
vor dem Braten noch mit Zitronensaft
veträuscln kann,' um es herzhafter zu
machen. Alte Kaninchen muß man
lieber kochen.
Kaninchensuppe. Zwei Kam»
che« kocht man mit Wurzelwerk, löst da»
Fleisch von den Knochen, stampft diese
klein, refervirt das zarte, helle Fleisch
und wiegt das andre, das man nun mit
den gestampften Knoche» zusammen i«
Doib Rindfleisch-, halh Kaninchenbrühe
tüchtig kochen läßt. Dann wird die
Suppe durch ein feine» Sieb gegossen^
mit einem Löffel Mehl eingebrannt, mit
zwei Eiern abgezogen unb nachdem ma«
zuletzt einen Löffel Wein bazu gethan,
mit dem in feine Stückchen geschnittenen^
vorher zurückbehaltenen Fleisch servirt»
aninchenaspic. Bier Kanin
chen, ein Pfund Schweinefleisch und eine»
Kalbsköpf kocht man in Wasser, in da»
mim eine Tasse Essig, reichlich Gewürz
und Lorbeerblätter gethan hat. Dün»
schneidet man das Fleisch in Stücke und
legt sie sauber arrangirt in Schüsseln.
Die Brühe wird entfettet, mit Effig ein
gekocht und, nachdem man sechs bi» acht
Tafeln Gelatine dazu gethan, beiß übe?
da» Fleisch gegossen.
a
Kaninchenfleischs von den KnoM»
gelöst, mannirt man zwei bis drei
Tage in Essig, den man kochend darüber
gießt, unb mit Nelken und Lorbeerblät
tern würzt. Dornt kocht matt ei i»
Wasser an und schäumt es gut ab. Wen»
es halb weich ist, gießt man von dem
Essig dazu und kocht e» darin, bi» es
gar ist. Dazu giebt man die vorher
bei Kaninchenragout beschriebene Sauce,
die vor dem Anrichten darüber gegoffe»
wird. In den Ejsig zum Mariniren
muß man recht viel Pfefferkörner und
ein Paat Avmbelfcheiben thuu. I,

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