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Der fortschritt. (New Ulm, Minn.) 1891-1915, November 19, 1891, Image 6

Image and text provided by Minnesota Historical Society; Saint Paul, MN

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iSoltibl.")
Ganz West-Washington, vom westli
chen «dhang de» CaScadenbergzngeS
H»S «ach Pnget Sound und der Mee
«sküste, nur von kleinen Thälern und
«Achtbaren Auen unterbrochen, .ist ein
Äefiger Urwald, dessen Glüche» die
»utter Erde nur selten hervorgebracht
Hat. Da» dunkle Grün tiefet Forste»
fciniictt de» herrlichen Schwarzwald
i» der alte» ßeiwoth n»d rast zu eine«
Vergleiche tiefet beide» dicht bewaldete»
Lä»derstrecke» herau». Den historische»
Schlösser«, «arge» u»d Ruinenaden
te«erl!cher Fürsten und alter AdelSge
Mechter, de» von «olttsage» in «tzsti
«e» Dnnkel gehüllte» Berge»g»pseln,
gen»»dBassetfällen. d»reite«dge
leeret« Dörser« und Städtchen, de»
»erTd«te». vo» de» Leidende« aller
«elt besuchten «ade- u»d Luftkurorten,
ja aller dieser Herrlichkeit de» Schwatz
Wtllde» steht die fast ««heimliche 9m»
Mmkeit diese» ungeheuren, dunkle»
Dorste» ,«gegenüber, welche »et vo»
leu Schall der fällenden Axt, dem ein*
Höniae« Geräusch einer Sägemühle, vo»
Her schrilltönende« Pfeife und de«
Schnauben eine» Dampfrosse», oder vo»
Hem krachenden Zische» und Prasseln ei
gfU fjänfta vorkommenden Waldbrande»
and dem krachenden Getöse stürzender
Niesenbäume »»»erbrochen »ird.
Dieser Riesenwald West Washing
ton'», ivelcher einen Flächenraum vo»
zwanzig Millionen Acker bedeckt, besteht
Hauptsächlich au» verschiedenen Nadel
Hölzern, unter denen die Kieferarten
Hei weitem am zahlreichsten find. Ne
Hen den Nadelhölzern sind die in diese«
gotfle vorkommenden Eyptesse», Kr
tfjeit-, Eastanien-. Ahorn Bäume,
Hie Weiden, Eiden Erlen, Eschen und
Eichen in nur verhältnismäßig geringer
Zahl vertreten. S» doch und dicht
«nd die Bäume gewachsen, daß tm*
ulnt Acker diese» Walde» mehr als
eine halbe Millionen Fuß Bauholz lie
fern, und der Gesammertrag nud Werth
He« «auholze» i» West-Washington tie»
icnigen t» eine« anderen Staate in der
Union weit Übertreffe», «ei der'.sebr
«übrigen Schätzung eine» Durchschnitts
«trag» von 25,000 Fuß Bauholz Pt»
Ucker würde sich doch der Ertrag de»
«mmtliche» Waldbestands West Wa,h
«gtonS a»s die riefige Summe von
einhundert und sechSzigtausend Mill,»,
sen (160,000,000,000) Fuß Bauholz
belaufen, »a» allein genüge» würde,
«m de» Holzbedarf der ganzen Welt
eef Jahrzehnte hinan» zu decken.
Bäume, welche bei zwölf Fuß Durch
»esser dreihundert Fuß kerzengrade ,«
Hie Höhe wachsen, find keine Seltenheit,
erb häufig kann «an eine himmelan
strebende Kiefer sehen, deren erster «j*
lib 150 Fuß über der Erde ausbreitet,
»asvon große« Lortheil ist, da eS
Ha» Bauholz frei vou Knorren laßt.
Während i» spärlich bewaldeten Gegen»
Hen der Walddestand de» z» gewinnen
ton Bau- uud Brennhozle» pro Acker
sheuer verkaust wird, kostet ganz
West Washington da» Wegschaffe»
Her gewaltige» Baumstämme, au» dene»
1* fco» beste Bauholz herstellen läßt,
eine keineswegs unbeträck-Mche Summe
«elde«. Alljährlich werden im Früh
lino und Herbst, besonders der Rahe
seilet Anfiedlungen, u« den hohe»
Arbeitslohn zu sparen, durch absichtlich
««gezündete Waldseuer viele »ecket ab
»ebolit. Zuweilen, besonders im Herb
-reise» diese Waldbrände, vom
Winde z» hellen, gierig Alles zersto
»enden Flammen angefacht, viel weiter,
«ls beabsichtigt, »m fich.
Trotz dieser sast unverzeihlichen Ber
schwendung uud det stetig wachsenden
«achfrage nach Bauholz auS Washing
ton ist in dem scheinbat nnetschöpfli
che» Waldbestand kaum eine metkliche
Verringerung
zu bemerken. Nach dem
Sälleu der Bäume werden die rohen
Stämme entweder an Ort und Stelle
kartetet, oder
per
Bahn und wenn
»öglich. aus dem Wasser größtenteils
,ach Tacoma und Seattle gebracht, w-o
den großen Sägemühlen dieser bei
Hen Städte das rohe Material tn Bau
holz verwandelt wirv. In de» Säge
»üblen dieser Städte wetten täglich l£
Millionen Fuß Holz geschnitten. Das
Holz der Kieferarten, welche zwe» Dut
U\ des Waldbestands West Washing
ten's bilde», eignet sich vortrefflich ur
«lle Bauzwecke und witd allen anderen
Holzatteu bei hem Bau vin Brücken,
Schissen ic. vorgezogen.
Kein @tiberfreu« 8*
Nach dem Tode MuratS fand König
Ferdinand von Neapel im Budget e»ne
überaus Summe für die Bibliothek an
gefetzt. Sofort fragte er seinen ersten
Minister: ^Was bedeutet das? Wieviel
Bücher haben Sie bereits?"
„Gegen 150.000. Sire!
„Sind sie alle schon gelesen?
„Rein, Sirel"
Und darauf erfolgte der weise Be
fehl: „Dann kaufen Sie keine mehr, bis
»an sie sämmtlich gelesen hat."
«inziae Ausnahme.
Direktor (im Eifer): „....Unser
Theater ist jetzt ^anz neu eingerichtet
^erBorhang, überhaupt Alles ist eisern
Kritiker: „3«, ja bis auf die
Darsteller die find ober hölzern!
«e«eS Wy«t.
«emÄ ivor dem Ball zn seiner stark
bettlletme« Ftau): .Aber so kam. ich
Hoch »icht mit Dir geyer. liebes Kmd,
H» Leidest ja üugcn^e'vllch an Blößen
Mch»'.
lAt f.
,j'•
Die «»tit««
(ttnitiget be# «»»ms.)
Unser Ackerbau Sekretär »Onkel
Jerry- Ru»k. anerkanntermaßen eine
der Hauptzierden der Harriso« Admi»
«istrotion. wird nicht wenig in Harnisch
gerathen, wenn ihn ei* Brief zu Geficht
kommt, welchen die .Evening Post- in
New Kork veröffentlicht und in de«
über tie kürzliche» RegenerzeugungS
Experimente in Ter«» rücksichtslos der
Stab gebrochen wird. Bekanntlich er
freut fich die Rege»«acherei von AmtS
wegen der besonderen Gönnerschaft de»
Herr» Ackerbausekrettr», wie sie den»
auch «itsammt dem .General- Dyren»
forth nnd seinem gefährliche» Rüstzeug
de» direkte» Obhut .Onkel Jerry'S
»»terstellt ist. (Nebenbei erwähnt, ist
Herr Dyrenforth weder General »och
Eolonel, sonder» praetizirt. wen» er
»icht auf» Negeu«ache» au» ist. «l»
Advokat i» Washington. Die vo«bar
dirung de» Hi««el» ist seine einzige
militärische Stoßt hat, vo» der die Ge
schichte weiß.)
Der Schreiber de» in der .Ev. Post
enthaltenen Briest» ist ei» gewisser A.
S. Hawkins vo» Midland in Texas,
sür dessen Wahrheitslieb« und guten
Leumund fich das Blatt feierlichst ver
bürgt, u»d dieser Ma»n führt in semem
Schreiben nachfolgende staunenswert he
Sprache: .Wir, bie wir die Herren
Dyrensorth und Ge»offen in unserer Ge
gend haben manövriren sehen, halten die
Regenmacher. Expedition der Regierung
für den großartigste» Betrug der seit
langer Zeit am Volke verüdt worden
ist. Das, was die amtlichen Regen
wacher über die hiefige« Boden- und
WitteruugS» Verhältnisse sowie über die
Ergebnisse ihter Experimente aller«
wärtShin gemeldet haben, war Alles et
fu»den und erlogen. Zunächst berichte
ten ste, daß eine langandauetnde, unge
wöhnliche und ausgedehnte Trockenheit
geherrscht habe. Das war aber nicht
der Fall. Die Dürre hatte nur wenige
Monate gewährt, eine alljährlich tegel
«äßig wiederkehrende Erscheinung, und
zur Zeit, als die Experimente beginnen
sollten, war der Eintritt der langen
Regenzeit jeden Augenblick zu erwar
ten.
.Alle alten Anfiedler in hiesiger Ge
gend find bereit zu bezeugen, daß der
Rege» gewöhnlich um Mitte Oktober
fich eingestellt kommt er etwa» später,
so iit das die Ausnahme uud nicht die
Regel. Vor einem Jahre waren
Mitte Oktober in unserm und den be
nachbarten Counties alle Eisenbah
nen außer regelrechtem Betrieb, weil
vielerwärts der übermäßige Regen
fall das Bahnbett unterspült Hatte.
General Dyrensorth hat hier keinen
Regen vom Himmel gezaubert, wie
et überallhin gemeldet hat dagegen
stellte fich «ehtete Tage später, als
die Expedition uu» de« Rücken ge
wandt hatte, die übliche lange Regen
zeit ein. Der angebliche Regen, wel
che», laut Dyrenforth'S Bericht, gleich
«ach Beginn der Kanonade gefallen
fei* soll, entstammte seiner srucht
bare« Pha»tafie. I» Wirklichkeit
Hlldete diese Regenmacher Gesell
schaft die Zielscheibe des Allgemeinen
Hohn» und Spotts. »eberdieS zogen
die Herrschafte» von Midland ab,
ohne verschiedene Rechnungen zu be
gleichen. Selbst die armen Fuhrleute
die die Schießapparate nnd die Mu
nition kreuz nnd quer hatten durch
schleifen müssen, wurden um ihre
mäßige Forderung beschummelt. Die
^wissentschaftliche Welt- mag vielleicht
nnt den amtlichen Bericht dieser Re
genmachet Expedition anerkennen,
adet det Laie kann fich a» obige That
sachen halten, sür deren Richtigkeit
ich, A. S. Hawkins von Midland,
Texas, jederzeit einstehe."
Das ist allerdings starler Tabak!
Wenn „Onkel Jerry" den Brief gele
sen, wnd er ohne Zweifel unverweiU
die nöthigen Schritte ergreifen, um
den unverschämten Ankläger, für def
sen Wahrhaftigkeit zu bürgen die
.Evening Post" gar noch die Stirn
hat, zur Rechenschast zu ziehen. .Die
amtliche Regenmachetei der größte
seit Langem verübte Betrug" Nein
nnd nimmermehr! Onkel Jerry
wird zu handeln wissen. Er hat das
Wort!
Gewttterstatistt.
Wie verschieden Gewittererscheiuun^
gen sich übet die Erdoberfläche vetthei
len. zeigt folgende Zusammenstellung.
Diejenige Gegend, der Erde, too bet
Donnet am häufigsten grollt, scheint
Java zu sein, wo es jährlich 97 mehr
oder weniger gewitterreiche Tage gibt.
Räch Java kommt Sumatra mit 86
Tagen, dann Hindustan mit 56, Bor
neo mit 54, die Goldküste mit 52 und
Rio Janeiro mit 51. In Europa steht
Italien obenan mit 38 GewMertagen,
Oesterreich hat 23, das Großherzog
thum Baden, Württemberg und Ungarn
zz, Schlesien, Baiern und Belgien 21,
Holland, das Königreich Sachsen und
Brandenburg 17 oder 18, Frankreich
und der Süden Rußland» 16, Groß
britannien und die Schweiz 7, Norwe
gen 4, Kairo 3. ,Jm östlichen Turke
stan und tn den Polatgegenden sind Ge
witter Erscheinungen äußerst selten.
Die nördliche Grenze der Zone, woman
den Dorntet hört, geht über das Kap
Ogle, Island, Nowaja Semlja und die
Küste des sibirischen Eismeeres. Jen
feit« dieser Linie durchfurcht nie ein
®fi$ba»ek»8Ki
A um Vf$ti ft ji ,' J*,
Ja», »er «ufschlttzer tn Berlin.
Eine Blutthat, welche au die schreck
lichen Frauenmorde in Whitechapel er
innert. ist in det Nacht zum Sonntag,
den 26. Oct., im Kellet de» Hause»
Holzmatktgasie 10 zu Berlin verübt
worden. Dort habe» die Schlächter
Pötsch'schen Eheleute eine Kellerwoh
nung inne, von welcher ei» Zimmer als
sog. Absteigequartier vermiethet «nirde.
Zu den nächtlichen Gästen bieseSSchlupf
Winkel» gehörte» namentlich die unver
ehelichte Hedwig Nitsche und die unver
ehelichte Müller. Ersten ka« i» der
fragliche» Nacht hierher mit ei»e« etwa
LOjährige» Mann, welcher «it ihr i» der
Köpenicker Straße z»sam«e»getroffe»
war, nachdem er schon vorher «it «eh
rere» andere» Mädche» gesprochen hatte.
Al» nicht lange darauf die Müller «it
eine« Begleiter nach Hause kam u»d die
Thür de» Zimmer» öffne» wollte, da
drängte fich ein Man» a» ihr Vorbei,
sprang die Kellertreppe hinauf, stieß die
•6c» befindliche Frau Pötsch zurück uud
tief tiefer zu: »Na, die ist fertig!
Dann lief er eiligst die Holzmarktstraße
entlang. Al» nun die Müller und die
Pötsch das Zimmer betrate», bot fich
ihnen ein entsetzlicher Anblick. Bor der
Bettstelle lag, theilweise bekleidet, die
Leiche der Nitsche. Der Hals war
mittels eine» Messer» zerstochen uud
durchschnitte» und der Leib, von wel
chem die Kleider heruntergerissen
waren, vom Brustbein ab bis nach
unten aufgeschlitzt. Unter der Leiche
lagen zwei mit Blut desudelte Messer»
welche zum Haushalte der Pötsch gehör
ten, von denen da» eine stumps das
andere spitz war. Die Halswunde
scheint der Mörder seinem Opfer mit
feinem eigenen nicht zurückgelassenen
Messet »«gebracht zu haben. Eine
Beraubung hat nicht stattgefunden. Die
Stiche in den HalS müssen det Ermor
beten beigebracht sein, als fie neben dem
Verbrechet stand, denn die Todte hatte
ihre Handschuhe noch krampfhaft mit der
Hand umspannt. Hut und Schirm
waren abgelegt. Obgleich der Beglei
tet der Müller die Verfolgung des
Flüchtigen sofort aufnahm, konnte et
denselben doch nicht mehr einholen. ES
ist erwünscht, daß dieser Untekannte sich
sofort bei der Kriminalpolizei meldet.
Bevor die Polizei am Thatorte erschien,
zeigte det Zuhälter der Nitsche die
Leiche dem hereinströmenden Publikum
gegen Entgelt. Det Mörder hat seine
Manschetten zurückgelassen. An den
öffentlichen Anschlagsäulen befindet sich
folgende Bekanntmachung:
.300 Mark Belohnung. In der
Nacht vo« 24. zum 26. Oktober d. I.
gegen 1 Uhr wurde in der Kellerwoh
nung des Hanfes Holzmarktgasse 10 die
unter fittenpolizeilicher Kontrolle ste
leiide Hedwig Ritsche durch einen Mann,
den fie tu det Köpenicker Straße ange
sprachen, und den fie »ach der bezeichne
ten Wohnung mitgenommen hatte, an
scheinend durch Stiche in de» Hals
gemordet. Der Leib ist in seiner gan
zen Länge aufgeschnitten. Der Thätet
ist gesehen worden uud wurde wie folgt
beschrieben: Alter: etwa 20 Iahte,
mittelgroß, schlank, aschblonde, in die
Stirn hineingekämmte Haare, kleiner
blonder Schnurrbart, bekleidet «it
kaffeebraunem Ueberzieher, welcher mit
Blut befleckt sein dürste, dunklem An
zuge, kleinem hellgrauen Filzhut mit
hellem Baude und kleiner Krempe.
Seine blutigen Manschetten hat der
Thäter zurückgelassen. Der Polizei
Präsident von Richthosen. Berlin, den
25. Oktober 1891.-
Ant Sonntag Abend um «j Uhr fand
die Besichtigung der Ermordeten und
der Oertlichkeit durch eine Gerichtskom
mission statt, nachdem vorher schon der
Erste Staatsanwalt dort gewesen war.
Höchst eigentümlich ist es, daß aus dem
Munde der Tobten die Zunge hervor
steckte. ES scheint die Annahme betech
tigt zu sein, daß der Mörder sein Opfer
zuerst gewürgt und dann mit dem Mes
ser umgebracht habe. Darauf deutet
auch der geringe Bluterguß, sowie der
Umstauo hin, daß weder die Franziska
Müller mit ihrem Begleiter, noch auch
die Pötsch das Geringste gehört haben,
obgleich die beiden Elfteren fich unmit
telbar vor der Zimmerthür defanden.
Die Leiche ist um 8 Uhr Abends nach
dem Schauhause überführt worden,
während die Holzmarktgasse polizeilich
abgesperrt war. Noch am Sonntag
Nachmittag ist durch die Kriminalpolizei
bei sämmtlichen Barbieren Berlins
Nachfrage gehalten worden nach einem
jungen Menschen, welcher fich etwa den
Schnurrbart habe abnehmen und das
Haar färben lassen. Ein Kriminal
schutzmann hat in der Nacht zum Mon
tag in einem Lokal der Alten Schön
hauserstraßs einen Mann festgenommen,
auf den die Beschreibung des Mörders
genau paßt. Alle Personen, welche den
Mörder in der Nacht zum 25. d. M.
gesehen Haben, behaupten, den Festge
nommenen auf das Bestimmteste wieber
zuerkennen. Es ist dies ein Hand
lungskommis Namens Schulze, welcher
in ber Elisabethstraße eine.Schlafstelle
inne hat. Sch. soll sich in Widersprüche
verwickelt haben und sein Alibi mit Be
stimmtheit nicht nachweisen können.
Uebtigens hat fich der Verdacht auch
auf einen früheren .Bräutigam- der
Nitscke gelenkt, det am 17. v. M. ans
dem Gefängnisse entlassen ward und zu
Bekannten det N/Drohungen gegen das
Mädchen ausgestoßen haben soll.
®te tBemernl# It» Baten/
1
_____ (0
Karlsruhe, 21. Oktober. Die Wein
lese in Baden ist i« vollen Gange, doch
ist das Erträgniß nirgend» zufrieden
stellend. Do, wo gefpritzt wurde, ist
der Au»fall de» Herbste» bedeutend bes
ter die letzten war«e» Tage habe» die
Traube» zur Reife gebracht. Die Qua,
lität ist im Durchschnitt gut, wogegen
die Quantität manches zu wünsche»
übrigläßt, der Ertraa einiger Rebstöcke
ist so winjig, daß die Leute gar nicht tn»
Herbste» gehe». An einzelne« Stelle«
wird ei« guter Slück»herdst verzeichnet.
Die» gilt vornehmlich von der Bühler
Gegend, deui Saisetstuhl und dem
Mackgräflerlaade. Der diesjährige
Affe»thaler wird den 1800er an Güte
bedewteed übertreffen. Durchschnittlich
giebt e» ein Drittel Hetbst. Der Er
trag wird daher rasch verkauft fei«.
De» GlückSherbst a« «aiserstudlist von
sehr guter Qualität, ««gespritzte Rede«
komme« ka«« zur Reise. In der Orte
na« schätzt man auf einen Glück»herbst
mit 4 bi» Menge. I« BreiSgau
giebt e» sehr wenig Bei», aber die
Qualität ist gut Edelforte» werde»
besonder» getrestet. Der Markgräfier
liefert ei»en guten Tropfen hier giebt
eS aber auch n«r einen Glücksherbst, «nd
sind die Trauben völlig reif und zurück
haltig, doch giebt e» auch hier Reb.
stöcke, die zu beherbste» gar nicht fich
lohnt. Nicht s» günstig tonte» die
Herbstberichte au» der Seegegend der
Bei» reift sehr ungleich und ist seht
sauet det saure Seewein sühtt diese»
Iaht seine» Namen «it vollem Recht.
Mit de« Etttägnife* an der Eisenz
steht es seht schlecht wo sonst ein guter
Rother erzielt wurde, namentlich in
Weiler, giebt e» kaum einen Zehntel
herbst. In einzelnen Reborten sollen
die Rebstöcke ganz auSgehauen werden,
weil fie schon seit Jahren nicht mehr
rentiren. In der Taubergegend fällt
eine Tranbenernte ganz weg Beerwein
muß die Stelle vertreten, wie überhaupt
Beerwein und Obstmost i» diesem Jahre
überall stark in Anspruch genommen
werden, die leeren Weinsäffer zu stillem
An der Bergstraße g,ebt es kaum einen
nennenswerthe» Herbst. Günstiger ist
der Aussall im Bann Kolmar, wenn
auch bei Weitem »icht bestätigend
man erntete dort einen Fünstelherbst.
Der Pfälzer Rothe liefert in Portugie
fer eine« Drittelherbst junge Rebstöcke
in guten Lagen, Ortwingert, Bann,
Spielberg, Gerth, liesern reichen Be
hang und wunderschöne Tranbeu die
alten Rebstöcke dagegen so gut wie gar
nichls. Im Ganzen genommen darf
man fagen: wenig, aber gut.
A«» dem Tageduche «lue# Tbftr»
Bor mehreren Jahren starb in Paris
im höchsten Alter ein alter Greis,, der
seit dem Aufang dieses Jahrhunderts
Portier im Tuilenenschloß gewesen war
und dieses Amt bis nahe an seinen Tod
versehen hatte. Seine Erbe« sa»de» t»
fci«cm Nachlaß unter Andern, ein klei
nes Buch, das nur wenig beschriebene
«od noch einige leere Blätter enthielt.
Auf der erste» Seite stand der Titel
de» Buches: .Berzeichuiß der Bewoh
uer derTuilerien während meiner Dienst
zeit.-
1) Napoleon Bonaparte, erster Kon
sui der Republik, sodann Kaiser der
Franzosen, eingezogen am 29. Feb. 1800
aus dem Luxernbourg-Patats, äuSgezo
gen den 30. März 1814 nach der Insel
Elba.
2) Ludwig XYII1, König von
Frankreich und Navarro, eingezogen am
3. Mai im Jahr 1814 aus England,
ausgezogen am 19. März 1815 nach
Gent.
3) Napoleon, Kaiser der Franzosen,
eingezogen am 20. März 1815 aus Elba,
ausgezogen am 3. Juli 1815 nach der
Insel St. Helena.
4) Ludwig XVIII., eingezogen 18.
Juli 1815 aus Gent, gestorben im Schloß
16. Sept. 1824.
5) Karl X., König von Frankreich
und Navarra, eingezogen den 17. Sep
tember 1824 aus dem Pavillon Mar
fan, ausgezogen de» 29. Juli 1830
nach Schottland.
6) Das Pariser Volk, Jnsurrektions
Gesellschaft, eingezogen de» 29. Juli
1830 von der Straße, ausgezogen den
29. August d. I. zu seinen Geschäfte».
7) Ludwig Philipp L, König der
Franzose«, eingezogen den 29. August
1830 aus dem Palais Royal, ausge
zogen den »4. Februar 1848 nach Eng
land.
8) DaS Volk von Paris, Barrikaden'
Kämpfer, eingezogen 24. Februar 1848
von oen Barrikaden, ausgezogen den
20. März 1848 zu seinem Beruf.
9) Napoleon III., Kaifer der Fran
zvsen durch die Gnade GotteS und den
Willen des französischen Volkes, einge
zogen den 2. Dezember 1852 ans bem
Palais Elysee, ausgezogen.
Durch den Lärm ber Eingeschlossenen
von Paris 1870 wurde ver alte Thür
stehet an ber Beendigung des Verzeich
nisses behindert er selbst mußte sein
goldenes Asyl verlassen und starb bald
daraus. Die Tuilerie» find bekannt
lich durch die famose .Kommune- zer
stört worden.
zwet.
„Hoben Sie als Arzt denn auch ein
Wartezimmer?
Ja, foget zwei: Eins, in de« «eine
*o"* i*#"*
Die Schwermntb ist sehr häufig die Patienten aus mich» und eins, i» dem
fi§\f* de» Ltichtpnxfc mtm Satvuiim warte!"
il'iLWii'iioWw'i'n «in Li »uiniiVii hi
i.w?v vy
Haus- und LandwittWast
iiches.
»ie kaust «an am besten eins
Da uns Frauen zumeist die ajige*
nehme Pflicht obliegt, Geld auszugeben,
vielmehr sämmtliche Einkäufe sür HauS
und Küche zu besorge», so ist e» selbst
verständlich. daß wir «it größter Ge
wissenhafttgkeit dabei zu Werke gehen
und uuser Hauptaugenmerk daraus rich
ten. «öglichst praktisch «*b vernünftig,
d. h. «ur erprobte gute Baare einzu
kaufen. Darm wie i« alle« andern
Dinge« ist eigene Erfahrung tie beste,
aber zumeist anch die kostspieligste Lehr
meister«, eben deßhalb dürste e» de«
jüngere» HauSsrauen vielleicht «icht
g«mz nnangenehm fein, wen« ich dieser
langsam fortschreitende«, theuere« Kon
kurrentin durch nachfolgende kleine Biake
etwa» vorgreife.
Ich beginne bei« Grocer, ohne heute
seine viele« Artikel erschöpfe« zn können.
Meine Beobachtungen über Fleisch- und
G?«üsewaare« werde ich später aus'
plaudern.
Die Zuckerqualität erkennt
man a* beste«, we«« «an z. v. wie
beim Obsteinmache», erne# Theil mit
Basser auskoche» läßt die schlechte Sorte
w»rd eine Menge Schmutz uud bläu
lichen Schau« absondern, während die»
bei gutem Zucker kau« wirklich vor
kommt. Beim Stückzucker ist der rauhe,
grobaussehende besser, der glatte ist ge
gossene, schlechtere Qualität. Powder
zucker ist zumeist mit allerlei Dingen ge
fälscht, aber doch sür Backwerk besser zu
verwende», wie der schwerere grobkör
nige Granulated. Für Glasuren
(Jceing) eignet fich der fogenannte
.Eonsectionery-Sugar- am besten.
Kaffee kann «an in Bezug auf
Feinheit möglichst am Geruch erkennen.
Jedenfalls kommt man beim Einkauf
der besseren Sorten viel weiter als beim
Gebrauch der minderwerthigen. Sinken
die Bohnen in kaltem Wasser n'cht
unter, so find fie sicher vo» geringer
Qualität. Ebenso verhält es fich, wenn
fie beim Reibe» zwischen den Händen
Spuren hinterlassen» woraus man sicher
auf Färbung schließen kayn.
e. Man unterscheidet schwarzen
und grünen Thee. Bei beiden Sorte«
darf in Gebrauch das Wasser fich uicht
zu schnell verändern, nimmt letzteres
eine zu dunkle Färbung an, so ist der
Thee schlecht. Edens» darf man unter
den Blättern keine Unreinlichkeiten ober
Schmutz finden. Wenn fie fich leicht
zerreiben lassen, ganz groß nnd trocken
sind, dann hat man eine bessere Quali
tat vor sich. Beim Einkauf fchmarzen
Thees achte man aus gleichförmig
bräunliche Blätter, bei grünem Thee
auf grünblaue Färbung dieselben.
6 it tonen. Zum augenblicklichen
Gebranch nehme man weiche, bünnfcha
lige «nd recht gelbe. Will man fie
länger aufbewahre», dann suche man
sich dickschalige und hellgelbe aus.
Lorbeerblätter «äffen «ög
lichst ganz fein, stark »ach Gewürz rie
che», dürften jedoch nie in einer Speife
vorschmecken.
Vanille. Die Schoten «üyen
schwarzbraun nnd fettig, etwas platt
gedrückt, vo» gute« Geruch u»d Ge
schmack sein.
Mehl. Jedes gute Mehl liefert
durch folgende Probe den Beweis feinet
Güte: Preßt man eine Hand voll Mehl
zusammen und legt e» auf einen Tisch,
so ist eS unverfälscht, wenn es zusam
menhält Außerdem hat gute» Mehl
ein seines Aussehen und fühlt sich mild
und fettig an.
Farina (Griesmehl) findet man
vielfach mit Knochenmehl* verfälscht.
ES ist gut, fowie es im kochenden Was
ser quillt. Schäumt eS dagegen stark,
dann ist Kalk zugesetzt, Knochenmehl,
wenn sich beim Hinstellen Nteberfihlag
bildet.
'Reis muß viel ausgeben, sowie er
von det besten Sorte gewählt wird. Die
Körner sollen klar und o.hne Bruch sein
auch besitzt der beste Reis einen vor
züglichen, ihn vor allen anderen Sorten
auszeichnenden Geschmack. Obgleich er
nicht so besonders nahthaft ist, so hat
ihm feine leichte Verdaulichkeit viel Be
liebtheit verfchafft.
Sago. ES giebt zweierlei Sotten
Tapioka Siam)-Sagv, von ber
Sagopalme kommend, und deutschen
Sago von Kartoffelmehl. Von oitin
btjchem Sago kommt weißer und brau
net tn den Handel. Der erstete, .Ta
pioka-, ist hart und geruchlos et ist
auch ber feinere und der braune
Siamsago wird für Obstsuppen bevor
zugt. Bildet Sago gekocht eine gallert
artige Masse, und löst et sich nicht in
kaltem Wasser so ist et echt. Das
Gegentheil ist der Fall, wenn er leicht
zerkocht und auch in kaltem Wasser nicht
quillt.
Barley (Graupe). Sind die
Körner von möglichst gleichförmiger
Dicke, weiß und rein, nicht mit Mehl
untermischt und ohne jeden Nebengeruch,
dann ist ihre Qualität außer Frage ge
stellt..
Salz. Wenn dasselbe nicht- aus
giedig würzen sollte, dann ist die Quali
tät eine geringe, da es sehr oft durch
Gyps verfälscht wird.
Gelatine muß hell und durchsich
tig sein.
Eaxdomorn ist att Backgewürz
sehr beliebt durch seinen gewürzigen,
kühlenden Geschmack uud fast immer gut,
wenn nicht zu viele kleine Sa«enkapseln
darunter
r-f?*,
-t 'ir
WK W
®v'W'
Ingwer, dessen Heimath Ostindie»
ist, kommt sowohl geschält, als una«
schält in den Handel. Seine Knolle«
find ästig gegliedert und enthalten de»
ätherischen Geschmack. Frisch und „in
Zucker eingelegt ist er sehr beliebt.
Litörpeckt entfernt man
mit Wasser oder wenn die Appretur
nicht verletzt werden dars, mit yerdünn
tem Spirit«».
»effertlteie« einkitte».
Zwei Theile pulverisirteS Kowph»
«iu« und ein Theil Kreide «der Ziegel
mehl dient zum Einkitten der Meffe»
klingen. Man füllt da» Puloer da»
Loch und steckt die Messerklinge so heiß
ol» möglich hinein.
velfartzenrefte entfernt «an a«S trdeuen
Töpfen,
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wen» man die Gefäße in starke« SK
dawasser ««»kocht und fie dann, tnnjti
«och «öthig, «st Sand ausscheuert.
a«S Ätfltru und Habel« Hering»,
»der andern Fischgeruch zu entferne«,
«üffe« fie sofort nach dem Gebrauch
tein gewaschen und dann mit Steinkoh
lenasche abgerieben werden.
Ausgetrocknete Holjftefäfce wasserdicht zu «a«
che«.
Man legt die ausgetrocknete» Gefäße
mit einer Lage Stroh aus bringt einen
Stein darauf und füllt Wasser darüber.
Ken» amh da» Wasser abfließt, ist doch
etn Nachsüllen desselben nicht nöthig,
da da» Stroh Feuchtigkeit genug enthält,
um das Aufquellen des Gesäßes zu be
wirke».
Gegenstände von Horn,
wie Lössel. Gabeln, Messer, Kämme ?t.
dürfen nicht tn heißes Wasser gelegt
werden, fie werden darin weich nnd ver
lieren die Form. Sollten derartige Ge
genstände durch heißes Wasser verdorben
worden sein, so lege man fie einige Miau
ten in kochendes Wasser, forme sie wie
der gerade und belaste fie dann stark,
daß sie die gewünschte Form bis zu ih
tet Erkaltung beibehalten.
Rnffifchet Creme.
Zucker, auf dem eine halbe Zitrone
abgerieben ist, wird nebft sechs Eigelb,
einer halben Flasche Rheinwein «nd
drei. Blatt weißer Gelatine i«
Wasser ausgeweicht und wieder ausge
drückt in eme Casserole gethan und
auf dem Feuer geschlagen, bis es dick
w»td. Dann läßt man es kalt werden,
thut ein Weinglas Rum dazu uud zuletzt
den Schnee der Eier.
Um weiße Ledethandsch«he aufzufärben,
spannt man fie zunächst übet eine höl
zerne Handschuhsotm und bestreicht ste 3
hier m«t einem feinen Pinsel, der in eine
Lösung von Unze Olivenseife nnd 3
Pints Rahm (Milchrahm) getaucht
worden ist. Dann werden die Hand
-schuhe mit feinpulveristrtew Speckstein
(venetiauischer Kreide bestreut und «it
weißem Flanell abgerieben. Die so be
handelten Handschuhe erhalte« eiae ble«
denbe Weiße.
Catfnp.
Ein halber Bushel Tomatoe» wird
recht weich gekocht und durch ein Draht
sieb getrieben dazu gehörte 1 Quart
guter Essig, Pint Salz, $ Unzen ge
mahlene Nelken, Unze Allspice, eben
so viel rother Pfeffer, 2 Knoblauchzehe«
fei« gekocht, Unze gemahlene Muskat
Blüthe (ober Mace). Die» Alles
mischt man mit de» Tomatoes zusam
men uud kocht es unter öfterem Umtüh
ten etwa 3 Stunden, bis es ungefähr
auf die Hälfte reduzirt ist. Dann läßt
man e» erkalten, füllt es in Flaschen und
verkorkt es gleich recht gut. Diese Art/
von Catsup hält sich mehrere Jahre.
Barsch im Wein.
Man koche die gereinigten, geschuppte«
und gewöhnlich einmal dnrchgeschnitte
nen Fische in leichtem Weißwein mit
einem Stück Butter, Salz, Gewürzkör
nern, Lorbeerblättern, einer Zwiebel
und Petersilie gar, legt fie auf eine
warme Schüssel, die man aus kochendes
Wasser stellt, um die Fische heiß zu et
holten, giebt die Brühe durch ein Sied,
verdickt sie mit Hellem Buttermehl,
kräftigt sie mit etwa einem halben Thee
lössei Liebig's Fleischextrakt und würzt
die Sauce noch mit etwas Muskai
blüthe auch kann man fie noch mit
einigen Eiern abziehen.
Fetterfötttzftärke.
75 Theile völlig neutrales wolfram
saures Natron, 50 Theile bor saures
Natron (Borax(, 150 Theile Reisstärke .'Z
werden aufs feinste zerkleinert, auf einet
warmen Ofenplatte tüchtig getrocknet
und dann innig zusammengemischt.
Diese Feuerschutzstärke wird wie andere
Wäschestärke benutzt. Für Gardinen, »4
Ballkleider,Theatergarderobe, überhaupt
zum Unverbrennlichmachen von Gewe
ben, ist diese Stärke anzuempfehlen, denn
bie so behandelten Stoffe gehen, vom
Feuer ergriffen, nie in hellen Flammen
auf, fonbern beginnen nur schwach zu
glimmen.
Fleischgelee für Kranke.
Man schneide 1 Pfund Kalbfleisch und
1 Pfmtb Rindfleisch ganz ohne Fett in
kleine Stücke, thue diese ohne Wasser cj
und ohne Salz in eine Büchse, welche j?
hermetisch verschlossen werden kann uPi?
stelle dieselbe 4—5 Stunden in kochen
des Wasser. Den dadurch gewonnenen
Fleischsast gieße man durch ein feines
Läppchen, damit es klar werde, füge
etwas Salz hinzu, stelle ihn kalt und
reiche ihn, nachdem er zu Gelee gewor
ben, den Patienten so oft als möglich
löffelweise. Der Genuß dieses Gelee
hat bei allen schwerkranken Patienten
die beste Wirkung, da dasselbe leicht vet
dpititch erfrischend und störend ist.
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