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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, September 05, 1907, Image 2

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iè)
O e s s a e e n 2 0 U n e k a n n e
überfielen mit 12 Uhr nachts die Wäch
ter der Materialien-Niederlage No. 1
auf der Bahnstation ,,Odessa-Malaja,"
welche sich in der Nähe der Woronzows
kaja befindet. Sie warfen mit Stei
nen nach den Wächtern und eröffneten
sodann ein Revolverfeuer, auf dieselben.
Durch deu Lärm aufmerksam geworden,
eilten noch andere Wächter und und die
Bahnpolizei herbei, bei deren Erscheinen
die Angreiser flüchteten. Bei ihrer
Verfolgung wurden 5 festgenommen.
Sie erwiesen sich als vormalige, wegen
Diebstahl entlassene Bahnarbeiter,
Wladimir Karpow udd iomid Arty
schuf. Tiefe Beiden hatten eineDiebs
bände organisirt, welche täglich Ueber
fälle ans die Niederlage ausführte. Ein
Theil der Diebe lenkte zu diesem Zwecke
die Aufmerksamkeit der Wächter durch
Schiepen ab, wälirend dessen der andere
Theil sich an dem Raube der Materia
lien bethätigte.
O e s s a i e o i z e i a e n
Matrosen Matuschenko, der 1905 die
Meuterei an Bord des russischen i'ini
enschisses „Atiija^ Potemkin" von der
Schwar^meerflotte anstiftete, in Hast
genommen, .^wei ^ahre lang war
Matuschenko in Neu» Vlorf, wo er tu ei
ner Eisengießerei beschäftigt war. Das
Heimweh packte ihn aber und er kehrte
unter falschen Namen nach Russland zu
rück. Er liest sich in Nikolajew nieder.
Er machte sich aber verdächtig, die Be
Hörden schritten aber nicht ein, da er von
Detektivs überwacht wurde, bis er eine
revolutionäre Organisation gründete.
Sämmtliche Mitglieder dieser Gesell
schaft wurden sammt dem Führer seft
genommen und da stellte es sich heraus,
daß er der lange gesuchte Matuschenko
sei. Er wird mit seinen Gefährten vor
ein Kriegsgericht gestellt werden.
-Jt ch a n (V lf. Nenoks, im
At reife Archangelsk wurde ba5 Postkon
tor um öö-i Rbl. beraubt.
S I o it i in. Durch Hagel schlag wur
den in 18 Dörfern die Winter- und
Sommersaaten beschädigt. Der Schaden
belauft sich auf 31,140 Rbl.
a i e ,,Gslv RoboiiV'
schreibt: ^n der Stadtverwaltung von
Nadom erschien ein junger Mann, wel
cher, nachdem er sich genügend legitimist
hatte, den Sekretär der Polizetabthei
lung bat, ihm eine Unterredung mit
seiner verhafteten Verwandten Fijal
kowfkij, zu gestatten. Ter Beamte war
geneigt seine Bitte u ersüllen und gab
einem dienstthuenden Angestellten den
Befehl, die Verhaftete herbei zu gelei
ten. Kaum jedoch überschritt die F.
mit dem Soldaten die Schwelle als von
der Straße zwei mit Revolvern bewass
nete Personen hereinstürzten und der
erste Unbekannte ebenfalls einen Revol
ver hervorzog. Ihre Revolver auf die
durch das Unerwartete gelähmten Be
am ten richtend, entführten sie die Ge
fangene und verschwanden.
O e s s a i e N a o s u n e n
nach dem Räuber welcher den Raub im
Kontors des Magazins ,,Brodsky u
ausführte, wurden von Erfolg ge
krönt. Der Polizei gelang es festzu
stellen daß der Räuber, ein früherer
Angestellter des Tabakmagazins Ehad
schi auf der Deribasstraße, Leo Alek
sandrow Kabanow, 21 Jahre alt, ist,
und sich in der Wohnung seines Va
Wir rathen Euch, bei uns Euer Geld zu deponiren—
wir schenken den kleinen sowie den großen Beträgen
die sorgfältigste Aufmerksamkeit.
I Russland- IFlacbricbten I
ter5, Artelschtschik der Firma ,,Aglitz
kij und Söhne" im Hause Schabeljski,
im Uspenskij Pereulok, No. 10 auf
hält. Bei der Haussuchung wurde die
Studentenmütze und das leere Porte
feuille gefunden, L. K. wurde verhaftet,
leugnet jedoch kategorisch seine Schuld.
Er hatte im Lause von 3 Iahren im
Magazin Ehadschi gedient und war in
demselben als ein Mann von makello
ser Ehrlichkeit bekannt. Er hatte oft
Summen von 1000 Rbl. in Händen
welche er stets pünktlich ablieferte. Vor
etwa 3 Monaten verließ er krankheits
halber feine Stellung. Augenzeugen
erkannten in ihm den jungen Mann,
welcher in dem Magazin Brodsky er
schienen war.
S e e s u I n e o
vinz Kursk sind bedrohliche Agraruit-- leit wollte
sind
ruhen ausgebrochen. Bereits
Ernten einer Anzahl der reichsten
Grundbesitzer in Brand gesteckt worden.
S e tu a st o o l. Die ohne Unter
brechung fortdauernden Regen bringen
dem noch nicht eingeheimsten Getreide
großen Schaden. Der gemähte Wetzen
hat an Farbe und Gewicht verloren.
Die Erportenre haben deu Ankauf von
Getreide eingestellt. Weitn die Ernte
Bedingungen auf ferner so ungünstig
verbleiben, so wird die gestimmte Ernte
in Frage gestellt.
S e e s u i e u s s i
sche und die japanische Regierung haben
sich gegenseitig dahin verständigt, ihre
resp. Gesandtschaften in Tokio und St.
Petersburg zu Botschaften zu erhöhen.
Eine dahin zielende Vorlage wird dein
neuen russischen Parlament bei Beginn
der Sitzung unterbreitet werden.
Neues aus Ifoatvey?
xut
der Familie von Herr und Frau
August Peterson hat am Mtittag ein
Töchterchen sein Erscheinen gemacht.
Peter I. und Jacob M. Schmidt
ind gestern Abend von ihrer Be sich ti
guugsreise nach Alberta, Eattada wieder
hierher zurückgekehrt.
Herr und Frau Joseph G. Senger
und ihre zwei kleinsten Söhncheu, Eddy
und Frank,
Nachmittag mit Freunden auf betn
Lande.
Reo. I. Bühler begab sich gestern
kirchlicher Angelegenheiten halber nach
Baisour.
Otto Hahn, der Schneidermeister,
befindet sich zur Zeit besuchshalber in
Pierce Eomtty.
Die Familie von Herr und Frau
Math. Miller die südlich von hier
wohnhaft ist, hat sich am letzten Freitag
um ein funkelnagelneues Töchterchen
vermehrt. Beide Mutter und Tochter
befinden sich den Umständen gemäß recht
munter.
Die Erntearbeiten in dieser Umge
gend sind etwa halb beendet. Das
Wetter war während der verflossenen
Woche nicht sehr günstig infolge von
Windstürmen und regnerischem Wetter.
Heute scheint die Sonne wieder und am
'Nachmittag können die Erntearbeiten
wieder aufgenommen werden.
Am Sonntag, den, 2fi August, fei
erte die hiesige St. Cäzilien Gemeinde
tit Wir bezahlen Interesse auf Zeit-Depositen
verlebten den Sonntag und von dort dann die Heimreise noch
Rugby wieder antraten.
------Die—
ein schönes Fest. Vierzehn Kinder,
6 Knaben und 8 Mädchen aus dieser
Gemeinde, nahten sich zum ersten Male
dem Tische des Herrn. Durch wochen
langen Unterricht waren die Kinder
wohl vorbereitet für diesen wichtigen
Schritt.
Die Bank of Harvey bekommt in der
Person von I. L. Blanch einen neuen
Kassirer, der am ersten des Monats
seine Arbeit in derselben ausnehmen
wird. Blanch, der eine ähnliche Stel
lung neulich in der Ersten National
Bank niedergelegt hat, war entschlossen
nach dem Westen zu gehen da ihm aber
in der hiesigen Bank of Harvey eine bes
sere Stellung angetragen wurde, so hat
er sich entschlossen hter zu bleiben.
Ein Fremder, der seinen Namen als
H. McAnally angab, wurde am Frei
tag aus seinem Versteck auf dem Zuge
Nr. 107 hervorgeholt und von Richter
Schatz zu *10 und Unkosten verdonnert
weil er sich feilte Fahrt nach Minot steh-
RUGBY, NORD-DAKOTA
Besorgt allgemeine Bankgeschaefte.
McAitalU) hotte bei feiner
die i Verhaftung *300.13 in feinem Besitze,
hatte es jedoch vorgezogen sich die Fahrt
nach Minot zu stehlen anstatt die paar
Dollar dafür zu bezahlen. Es ist wirk
lieh wunderlich, wie sich manche Mcit--
Dollars der Gefahr aussetzen und da
bei Geld ersparen wollen. In diesem
Falle ist die Sparsamkeit aber doch ganz
miserabel mißglückt, denn die Strafe
und Unkosten erwiesen sich viel höher
als die Reife von Minneapolis nach
Minot ausmachen würde.
""letzte Woche wurde der Schatz Ge
treidefpeicher von dem Renfrew Ban
platze nach einem anderen Platze, nahe
an der Bahn, befördert. Der neue
Platz des Getreidespeicher's ist der, der
früher von der Harvey Hol Handlung
eingenommen wurde. fe
Wahrend der vergangenen Woche
sind auf die Anordnung des Hülfs
Staatsthierarztes, L. Cufok, vier
Pferde aus dieser Umgegend, die mit
der Rotzkrankheit behaftet waren, ge
tödtet worden. Von den vier kranken
Pferden gehörten zwe^dem Farmer Nie.
Bartsch, eins Fred Dodds und eins
dem Farmer Henry Tronson. Das
Gesetz schreibt vor, daß in solchen Fäl
len dem Eigenthümer der getödteten
Pferde 50 Prozent des Abschätznngs
Werthes von dem Staate ausbezahlt
und vergütet werden sollen. Die An
gelegenheit wurde vor Richter Schatz
verhandelt, der daraufhin H. L. Berry,
M. L. Peck und W. T. Brophy er-
nannte, um den Werth der kranken
Pferde festzustellen. Sie schätzten den
Werth der Pferde auf $100 das Stück
und somit erhalte» die Eigenthümer $50
für jedes Pferd, das ihnen erschossen
wurde. Soweit sind nur diese vier
Pferden als rotzig von dieser Umgegend
berichtet worden.
Signale sind nöthig.
Hülfs Generalpostmeister P. V.
McGraw hat neulich eine Bestimmung
getroffen, die alle Kunden der Land
briefpost betrifft und von diesen genau
befolgt werden sollte. Diese Bestim
iituttg verfügt daß in Zukunft Signale
an dem Postkasten angebracht werden
müssen, wenn in demselben Postsachen
enthalten sind, die der Postbote mitneh
nten soll. Solche Kunden, an deren
Kasten keine Vorkehrungen für Anbrin
guitg von Signalen getroffen sind, wer
den ersucht, irgend etwas anzubringen
was die Aufmerksamkeit des Boten da
rauf lenkt, daß in dem Kasten Postsa
e n e i n e w a e n e o e a n i
mehr nöthig, Kasten auf betten keine
schcit wegen der Kleinigkeit von einige» Signale, nachdem er die Postsachen an
sich genommen, zu entfernen, voraus ge
E. G. Stager, einer der Herausge
der der ,,Rugby Tribune" und F. L.
Brandt, der Redakteur und Geschäfts
führer des ,,Staats-Anzeiger'^ von
Rugby, N. D., waren am Samstag
theils zu Besuch und theils geschästs
halber in unserer Stadt. Die Herren
machten im Interesse ihres Geschäftes
eine Fahrt über diese Umgegend und
kamen von Pierce County hierher um
auch zu gleicher Zeit unserer Stadt einen
Besuch abzustatten. Sie sprachen sich
sehr lobend über das Aussehen unserer
Stadt aus und waren besonders über
rascht die großen Kaufläden und deren
ungeheueren Waarenvorroth hier anzu
treffen. Beide sind sehr freundliche Her
ren und sie haben sich auf dieser Reise
viele Freunde erworben, zu denen wir
uns auch zählen dürfen. Die Herren
begaben sich am Sonntag Morgen von
hier aus nach dem Odessa'er Distrikt,
wo sie den Sonntag über zubrachten
Signale angebracht sind, auf deren In
holt zu prüfen.
Der Postbote ist angewiesen, du
setzt daß nichts mehr in dem Kasten eitl
halten ist. Wenn die Kunden nicht an
dere Abkommen mit dem Boten treffen,
ist dieser in Zukunft auch gehalten je
desmal, wenn er irgend welche Postsa
chen in den Kasten legt, die dort äuge
brachten Signale zu benützen, tint den
Kunden anzuzeigen, daß Briefe odev
Zeitungen sich in demselben befinden,
die abzuholen sind.
Uffrichtig.
(Frankfurtisch.)
Der cthle Lehrer Schlauderbach
Hockt stolz uff sei'm Katheder.
„E nützlich Hansdhier is die Gans,
Sog Du's weswegen, Peter!"
Der Peter Schluckes fegt: „Ei no,—
Sie gibt eit gute Brate
Un lieiuert uns noch außerdem
Das Fett, dos delikate."
„Gut. Wodurch ititzt fe uns noch mehr?
No, dhu dich doch besinne!
Du luaaßt nir weiter? Setz' dich Schaf.
Sag' du
Mersch,
V
v
Karl, dort hinne."
Des Karlche springt verlege uff,
Es wollt sich grad verstohle
En Brocke von sei'm Fristricksbrod
Nasch aus sei'm Ranze hole.
,,No, wodurch nitze uns noch mehr
Die Kapitols Erretter?
Des wooßt de net? Was hobt ihr bann
Derhaant in eure Better?"
Der Karl schiebt mit dem linke Knie
Zerück sein Bücher Ranze
Un fegt mit feuerrothem Kopp:
„Was wern mer hawwe? Wonze!"
^Jowo Stootsanz.)
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(Aus dem Harvey Herold)
J. H. LOCKWOOD, Praesident. A. M. IVERSON, Vice Praesident O. L. CASADY, Cassirer
Citizens Staate Sank
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Loan and Land Company

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