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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, September 26, 1907, Image 2

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405
armeuierfeindliche Ausbrüche
S e e s u a s i
(che Auswauderungsbureau in St.
Petersburg hat Statistiken veröffent
licht, aus denen ersichtlich ist, daß über
5UO,UOO
Juden seit
18ans
Wir rathen Euch, bei uns Euer Geld zu deponiren—
mir schenken den kleinen sowie den großen Beträgen
die sorgfältigste Aufmerksamkeit.
IKusswnd- IWacbncbten
S e e s u Ter „Slovo" Portefeuilles i K a i n e e s e i e s
veröffentlicht eine von dem hervorragen
den russischen Statistiker Drzhdankoff
zusammengestellte Statistik der revolu
tionären Bewegung, in der die Ge
sammtzahl der Opfer der grausigen
Epidemie auf 47,U'20 berechnet wird,
unter diesen
11), 144
^tolypin.
Todte, Weher
wird nachgewiesen, daft
2381
theile vollstreckt wurden, dast
Todesnr-
135U
Ge­
fangene Selbstmord verübten und
LI,-
Personen verwundet wurden. Ter
größte "-Verlust von Menschenleben, Ge
sammtzahl
12,VO3,
wurde durch Zu­
sammenstöße mit Soldaten.und Polizei
verursacht. Aus die judeuseindlichen
Ausbrüche entfielen
Ttuvj
Opfer, auf
4540
und
auf jJieutercicii 2Ii»it Opfer. Die
Banernnnrnlien forderten Verhältnis
mäßig geringe Nienschenopfer, nur
552.
Tie Revolutionäre ermordeten S3 Ge
neräle und Gouverneure, «ii Präfekter
ges. In geographischer Hinsicht ver
theilen sich die Opfer wie folgt: Euro
päisch :)inßlanb 20,011, Kaukasus
7 94, Finland und die baltischen Pro
vinzen
4U2U,
Polen
U'ii
4385,
74UU,
Südivcitpo-
Sibirien
2208.
Rußland
nach den Vereinigten Staaten ausge
wandert sind. Außerdem wandten sich
viele Israeliten nach England, Kanada
und Süd-Amerika.
O e s s a o z e o k a a i o n
des neuen Präsekten, General Rowißki),
traten wieder Ausschreitungen bei Ge
lcgenheit der Beerdigung eines Polizei
bcaiutcn ein. Mitglieder der Schwar
zen Hundert feuerten den ganzen Tag
hindurch ziellos Revolver ab, brachen
iii die jüdischen Wohnungen ein, plün
derten sie und behandelten die Bewoh
ner in der grausamste» Weise. Zwei
Juden wurden getödtet und viele ver
letzt. Meldungen über Ausschreitun
gen, Räubereien und Mordthaten find
auch aus anderen ZiiiDieii in Cdesja
eingetroffen.
S e e s u v i e
glückliche Rettung des Zaren von der
gestrandeten Jacht ,,Standart" wurde
in der St. Isaak Kathedrale ein Tank
gottesdienst abgehallen. Tas Gleiche
soll in den Proviiizialstädteii geschehen.
Eine Kommission soll die Slrandung
des,,Standart" untersuchen.
S e e s u e n
Saraguldistrikt in der Provinz Wyatka
sind besondere Sicherheitsmaßregeln
vorgeschrieben worden in Anbetracht bet
vielen vorkommenden Mordanfälle und
Brandstiftungen.
o s k a u s E u e n u e s
koy, der Führer der Gemäßigten, ist
des Hochverraths angeklagt worden we
gen Schreibens eines Artikels, der in
emer Moskauer Wochenschrift erschien.
In diesem Artikel vertheidigt der Fürst
das verflossene Parlament und sagt, die
Negierung habe einen nicht gut zu ma
chenden Fehler begangen, als sie jene
Körperschaft auflöste und ein neues
Wahlgesetz proklamirte. Der Fürst ist
Mitglied des Reichrathes und zu einer
Zeit war er Kandidat für eines der
i a Z w e i u n z w a n z i n n e
aus 58, die der Betheiligung an der
Revolte in den baltischen Provinzen im
Jahre
1V05
S e e s u i e o i z e i
hat ein Mädchen mit dem Spitznamen
,,Wanda" verhaftet, gegen das die
Anklage erhoben wird, daß es in eine
Verschwörung verwickelt war, das
Hauptquartier der Geheimpolizei am
Maifa-.Uaiial in die i'uft zu sprengen.
v\ii
diesem Gebäude sind so viele Ge
fangene in der furchbarften Weise ge-
und 8071» Beamte verschiedenen Ran- plant, siu) zu emer wandelnden Bom
be" zu machen. Sie habe um die Mit
tagsstunde, wenn die Räume mit Poli
zisteil angefüllt sind, eindringen wollen.
Sie wollte eine Ge»darmerieu»isorm
tragen, die mit Schießbaumwolle gesiit
tert war, außerdem wollte sie einige
Bomben mit sich führen. Wanda hoffte,
wenn sie sich selbst in die Luft sprengte,
daß sie auch das Gebäude zerstören und
alle Polizisten todten würde. Tas
Komplott wurde aber verrathen. Tie
Polizei verhaftete das Mädchen uud
auch einen jüdischen Schneider, in dessen
Werkstatt die Uniform hergestellt wurde.
Tas zur Hälfte fertige Kleidungsstück
wurde gesunden und beschlagnahmt.
Ans Furcht vor den Mordanschlägen
der Revolutionäre hat die Geheimpoli
zei nun beschlossen, das Gebäude aufzu
geben. Sie zieht in ein isslirtes Stein
gebände auf Äemmany Eiland, wo ein
elektrisches Signalsystem eingerichtet
wird, um Unterminirungen zu verhüten.
Der Rüttgang des Peterspfen
nigs.
In der ,,Grand Revue" beschäftigt
sich'^ouis Atteel mit dem gegenwärti
gen Stand der päbstlichen Finanzen.
Tas Ausgabenbudget, das zur Zeit
Üeo XIII. etwa 10 Millionen Francs
betrug, ist unter Pius X. auf 8 Mil
lionen Francs rediizirt worden. Papst
Pius X. ist sparsamer, am allerwenig
sten braucht er für seine eigene Person.
Ter größte Theil des päpstlichen Etats
wird für den Hofstatt und für die zahl
reichen aktiven und pensionirteit Beam
ten und Tiener verwendet, 1.2 Millio
nen a rotte s sind dem Schul- und Wohl
thätigkeitswesen gewidmet. Zur Be
streitung dieser Ausgaben steht dem
Papste keine Zivilliste mehr zur Verfü
gung. Tie italienische Regierung hat
zwar int Garantiegesetz dem Papst einen
Sustentationsbeitrag von 3.225 Mil
lionen Francs, also ungefähr in der
Höhe der Zivilliste zu Zeiten des Kir
chenstaates ausgesetzt, aber die Kurie,
welche ja das Königthum Italien nicht
anerkannt, hat diesen Beitrag nicht be
hoben, der im Lause der Jahre bereits
ans eine riesige Summe angewachsen
wäre, wenn die italienische Regierung
nicht zu ihrer Sicherstellung bestimmt
hätte, daß die Zinsen dieses Betrages
immer in fünf Iahren verjähren. So
stehen denn den Ausgaben nur die eige
schuldig befunden wurden,
sind hier kriegsgerichtlich zum Tode
verurtheilt morden. Mehrere hundert
Männer sind schon wegen desselben
Pergehens hingerichtet worden.
x\it
martert worden, daß die .^evolutionäre hung ein unerschütterliches Prinzip: die
citieii Haß darauf geworfen haben. -i.ie
Die
nett päpstlichen Einnahmen entgegen,
welche hauptsächlich aus den Bullen,
ans der Verleihung von Aemtern und
Titeln und aus dem Peterspfennig re
fultiren. Die päpstlichen Bullen brin
gen zwischen 1 bis 2 Millionen Francs
jährlich ein.
Spanien liefert 800,000 Francs, aus
Italien kommt so gut wie nichts. Die
italienische» und vor allem die römi
schen Katholiken haben in dieser Bezie-
0an jvse(t
RUGBY, NORD-DAKOTA
Besorgt allgemeine Bankgeschaefte.
Wir bezahlen Interesse auf Zeit-Depositen
der letzten Zeit spielt
die Verleihung von Würden im päpst
lichen Budget eine große Rolle. Päpst
liche Herzoge, Grafen und Barone wer
den in Fülle ernannt es vergeht kein
Tag, wo nicht neue Würdenträger im
Vatikan registrirt werden. Die Tare
für den Herzogstitel beträgt 100,000
Francs, für den Grafentitel 18—20,
000 Francs, päpstlicher Baron wird
man bereits für 11,000 Francs. Die
hauptsächlichste Einnahme bleibt aber
doch immer der Petcrspfennig. Der Er
trag desselben beträgt in Deutschland,
1 England, Amerika und Australien zu
lamme» etwa 2 Millionen Francs,
jijr ^cn Papst da, nnd der
ganze
Papst für die Römer. Erst vor kurzem
wurde in der Vateriiaitfirchc in Rom,
welche sich stolz die Mutter aller Kir
che» nennt, bei einer feierlichen Gele
genheit eine Sammlung für den Pe
terspfennig veranstaltet. Das Ergeb
tiiß betrug 35 Francs. Ter Haupt
ström des Peterspfennigs kommt ans
Frankreich. Aber in der letzten Zeit
fließt er etwas spärlicher. Freilich wird
nun in Frankreich lebhaft agitirt, um
beii Peterspfennig wieder populärer zu
machen. Insbesondere werden schon
jetzt Sammlungen veranstaltet, um
den
10.
1908,
an welchem
das Jubiläum Pius X. feierlich began
gen wird, durch große Gaben zu ver
herrlichen. Tas Ergebniß der Saunn
lungen soll dem Papst an jenem Tage
übergeben werden, an welchem er wäh
rend des Jubiläums die Messe für
Frankreich lesen wird. Eine große
Pilgerfahrt der katholischen Ingend
Frankreichs wird für diese Zeit vorbe
reitet. ^Abendpost.)
Staats- Nachrichten.
(Wegen Raummangels zurückgestellt.)
o W e n a n S o n n a
morgen voriger Woche Earl Simmons!
und S. D. Hicks nach dem Schlacht
Hanfe fuhren, um Fleisch zit holen, brach
der Eisenbeschlag an der Teichsel, der!
diese an die Achse befestigt und dieselbe
schlug die Pserde an die Hinterbeine, i
sodaß diese durchgingen. Da an ein
Halten der Pferde unter den Umstän
den nicht zu denken war, sprangen beide
aus dem Gefährt, wobei Hicks das linke
Fußgelenk brach, sodaß der Knochen
weit herausragte. John Degendorfer,
der zufällig in der Nähe vorbeifuhr,
hatte den Vorfall bemerkt und brachte
Hicks zur Stadt, wo mjtliche Hülfe ihn
wohl bald wieder herstellen wird. Sim
in Otts, sein Kollege, kam mit einigen
Abschürfungen und einem lahmen Rücken
davon.
W a s u n e E n e e a i n
dieser Gegend ist nicht so gut wie man
erwartet hatte und die Farmer sind nicht
mit demselben zufrieden. Der Durch
schnittserlrag des Weizens ist kaum 6
Bushel vom Acker und ist von schlechter
Qualität. Die Bauhandwerker sind
fest an der Arbeit an dem McLean
Eounty Farmers Elevator und hoffen
denselben bis zum 1. November fertig
zu haben. Die in Goodrich wohnen-
bett Freunde des Achtb. W. L. Riteßle,
des gegenwärtigen Staatsanwalts von
Mci'eait Eouiiti), befürworten start!
dessen Kandidatur für Generalstaatsan
walt. Zwanzig Earladnngen Viel)
wurden am Samstag voriger Woche von
hier nach östlichen Märkten geschickt.
Wegen Futterknappheit verkaufen die
Farmer der Umgegend ihr Vieh.
o t. William Hensel, der seinen
Nachbar Mike Eserney im Verdacht
hatte, seiner jungen Tochter Gewalt
angethan zu haben, bewaffnete sich mit
einem Gewehr und einen Axtstiel und
feuerte auf Eserney, doch ging der
Schuß fehl und traf eines von Es er
ney's Pferden, das todt zusammen
stürzte. Später bearbeitete Hensel
Eserney mit dem Artstiel und brachte
ihm schwere Verletzungen bei. Hensel
befindet sich unter der Anklage beabsich
tigten Todtschlags in Haft. Sein Ver
hör findet am 27. d. M. statt.
o a n H. P. Engh, ein
Getreidekäufer für die Eargtll Elevator
Eo., wurde, während er in demselben
arbeitete, von einer Treibwelle an sei
nen Kleibern erfaßt und um dieselbe
herumgeschlendert, bis er schließlich
I Herabsiel. Seilte Verletzungen waren so
schwer, daß er denselben kurze Zeit dev
rauf erlag. Er war verheirathet, doch
war feine Frau zur Zeit des Unglücks
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