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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, January 30, 1908, Image 1

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L. Jahrgang
WoAenschau.
Jiniiinb.
John R. Walsh, Der Präsident et
bereits seit mehreren Jahren oerkrach
ten Chicago Nat: \il Bank, Besitzer
anderer fsinanz-Institute, Zeitungs
Herausgeber und Unternehmer, der
einst in Chicago eine groß' Rolle
spielte und tesjeu Wort in öffentlichen
Angelegenheit viel galt, ist im Bun
desgericht von Geschworene!, schuldig
befunden worden, Gelder, die der
Chicago Nanonal-Bank gehörten, in
ungesetzlicher Weise verausgabt zu
haben. Der früher angesehene, fast
allmächtige Vertreter der Hochfinanz,
der es e nft wagte, die erprobte Ehr
lichkeit eines Ältgeld in Zweifel zu
ziehen, der aus „purem Rechtlich
Icitsfmn" feine mächtige Hand im
Spiele hatte, als es galt, die Bank
Präsidenten Spa-dling und E. S.
Dreyer nvfch dem Zuchthaus zu beiör
bcrn, wird sich voraussichtlich setzt
selbst zu einem längeren Auftnthalt
in In'ist bequemen müssen. Auf das
Vergehen, dessen er schuldig befunden
worden ist, steht eine Zuchthausstrafe
von mindest ns fünf Iahren.
In Macy's großem Allerweltsladen
in New Jork wurde vor einigen Ta
gen unter den Kunden, die in den
VerkaufÄfälen auf- und abwogten,
eine .oße Aufregung verursacht, als
in dem im achten Stockwerk gelegenen
Restaurant eine fein gekleidete Frau
auf einen Herrn, der einen Imbiß ein
nahm, zutrat und mehrere Schüsse
auf ihn abfeuerte. Ehe die anderen
Gäste des Restaurants sich von ihrem
ersten Schrecken erholt hatten, lag der
Mann als Leiche in seinem Blute und
die unbekannte Nevolverhüldin schwer
verwundet neben ihm. Sic hatte ei
nen Selbstmordversuch gemacht und
starb trotz schnell hinzugerufener ärzt
licher Hilfe eine halbe Stunde später.
Eine Untersuchung ergab, daß die
Mörderin und Selbstmörderin Frau
Mary Roberts Clark, die Wittwe ei
nes Polizisten, und ihr Opfer Frank
Brady, ein Anzeige-Agent war, den
sie anscheinend aus Eifersucht erschos
sen hat.
Edward S. Whitaker, der Jnspek
tor der Polizei in New Orleans, be
gab sich vor einigen Tagen in Be
gleitung v «i zwei städtischen Geheim
polizisten in df s Redaktionszimmer
der „Morning World" und feuerte
dort auf den Redakteur Joseph M.
Lereque mehrere Schüsse ab, die glück
licherweise ihc ZW verfehlten. Der
Polizeibeamte war darüber erbost, daß
Leveque in der Zeitung wiederholt ge
gen ihn, Whitaker, die Beschuldigung
erhoben hatte, daß er, obwohl er von
der Stad! ein Gehalt von $6,000 per
Jahr beziehe, feine Zeit auf Renn
plätzen zubringe und sich um feine
Amtspflichten nicht im geringsten
kümmere. Leveque wäre sicher erschos
sen worden, wenn nicht einer der im
Zimmer anwesenden Berichterstatter
sich auf den Polizeinspektor ge
stürzt und feinen Arm zur Seite ge
schlagen hätt«, so daß die Schüsse fehl
gingen.
Eine freudige Ueberraschung berei
tcte den Bewohnern von Ely, Nev..
die glückliche Rettung der feit dem 4.
Dezember 1907 in der Alpha-Zeche
eingesperrten Grubenarbeiter A. D.
Bailey, P. I. Brown und Fred. Mc
Donald. Diese Drei waren 1000 Fuß
unter der Erdoberfläche in ihrem
Stollen, dessen Zugang vollständig
verschüttet war, eingeschlossen, hatten
aber durch eine kleine Oeffnung, die
die Rettungsmannschaften gemacht
hatten, Nahrung bekommen, fodaß sie
körperlich keinen Mangel und nur
unter der Monotonie der beständigen
Dunkelheit zu leiden hatten. Die
Drei waren, als sie an die frische
Luft gebracht wurden, sehr schwach,
werden sich aber nach der Ansicht der
Aerzte bald erholen.
Nach einem von der 'Commission
für zwischenstaatlichen Handel in
Washington bekannt gegebenen Bulle
tin über die Eifenbahnunfälle wäh
rend der Monate Juli, August und
September 1907 wurden in dieser Zeit
23,063 Unfälle gemeldet, bei denen
1,339 Personen getödtet und 21,724
verletzt wurden. Dieses ist eine Zu
nähme von 157 Todten und 3,056
Verletzten im Vergleich mit denselben
Monaten während des Jahres 1906.
Die Commission hebt in dem Bericht
hervor, daß der schlimmste Unfall die
Collision zwischen einem Passagier
und einem Frachtzuge war, die durch
ein Versehen mehrerer Bahnangestell
ten verursacht wurde und tot der 26
Personen getödtet und 33 verletzt
wurden.
Durch die Wachsamkeit und das
prompte Eingreifen des Lokomotiv-
sührers eines Passagierzuges der Bal-
I
timore & Ohio Eisenbahn wurde in
der Nähe von Porter Falls, sechs
Meilen südlich von New Martinsville,
W. 93a., ein schreckliches Eisenbahnun
glück verhütet. Der Lokomotivführer
bemerkte einen riesigen Felsblock auf
den Schienen und es gelang ihm. den
Zug noch dicht vor dem Hinderniß,
das den ganzen Zug zum Entgleisen
gebracht und wahrscheinlich zerstört
hatte, anzuhalten. Unter dem Ver
dacht, das Felsstück in böswilliger
Absicht auf das Geleise gelegt zu ha
bcn, wurde Samuel McCormick. ein
früherer Streckenarbeiter, verhaftet.
Man macht sich in San Francisco
f.fiqpmetn übei einen Magazinartikel
aus der Fed'er Theodore Roosevelt's
lustig, worin der Präsident in Be
schreibung der Wälder der Sierra.»
von den dort vorkommenden Rothholz
und SequiabLumen spricht. Der Prä
sident hat einen argen Bock geschossen,
denn es giebt in den Sierras kein
Rothholz, dasselbe kommt bekanntlich
nur an der Küste von (Kalifornien vor.
Entweder er hat das Ruthholz (Rha
mus erythrvxilo") mit der „Sequia
gigantea" verwechselt, oder er hat ein
fach geflunkert Jedenfalls muß er es
sich gefallen lassen, zu Rev. Long in
die Klasse der „Natur-Fakirs" verwie
sen zu werden.
Das in Charleston, S. C., in der
FieimtischüftsbunD Halle abgehalte
ne Jihresb' kett der „GermanFriend
Ii) Society" war ein glänzender Er
folg, nicht nur durch die dabei gebo
terten leiblichen nü,i sondern noch
mehr durch die geistigen Genüsse, wel
che den Gösen in den 9t:den während
teZ Banketts zutheil wurden. Der
Hauptredner des Abends war Herr
Hermann Nidder aus New 9)orf, wel
cher in seiner Red?: „Unsere Vorvä
ter und unser Land" eine sorgfältig
ausgearbeitet Geschichte der Deut
scher in den Ver. Staaten gab und
die unDeriyfeinen Dienste auswählte,
welche die deutschen bei dem Ausbau
der Ver. Steinten zu einetr Cultur
staat ersten Ranges und zu einer
We!tinackt ce'tifM habe'. Die Rede
£errn Ridder's fand enthusiastischen
Beifall.
John Harf, ein Matrose des Kreu
zers „St. ouis", ist in Lallejo, Cal.,
infolge des Genusses von Holzalkohol
gestorben. Zwei andere Matrosen,
James T. Hayes und Harry Wilson,
die ebenfalls von dem Alkohol genös
se' hatten, waren bereits früher ve
rerben und zwei erblindeten aus bei
den Augen Zehn Matrosen des
Kreuzers Batten sich Alkohol dadurch
tu verschaff n versucht, daß sie eine
Sorte von Cement, ^ie an Bord des
Schiffes zu verschiedenen Zwecken be
nutzt wird, aufweichten, bis der darin
enthaltene Alkobol sich von den festen
Substanzen trennte. Sie hatten auf
diese Weise .nindestens zwei und eine
l)dl:e (Ballone gewonnen, die sie tran
ken. bis die meisten von ihnen besin
nungslos wurden.
Nach dem für das Jahr 1908 in
Milwaukee, Misc., herausgegebenen
Wiltzius katholischen Adreßkalender
gibt es in den Vereinigten Staaten
13,877,426 römische Katholiken oder
798,093 mehr als letztes Jahr, ein
schließlich der katholischen Bevölkerung
der Philippinen, die aus 7,106,452
angegeben ist Rechnet man die Ka
tholiken in Porto Rico, deren Zahl
angeblich eine Million ist, und die
35,000 Katholiken der Sandwich-Jn
fkln dazu, so beträgt die Gesamt
zahl der Katholiken, die unter dem
Sternenbanner wohnen. 22,018,878.
Diese Zahlen sind genau nach den von
den Erzbifchöfen und Bischöfen der
verschiedenen Diözesen ein eingereich
ten Berichten zusammengestellt.
Eine schwere Strafe verhängte in
Mt. Ho^v. N. I., Richter Horner über
den Italiener Giovannie Buonanni
aus Philadelphia. Er war schuldig
befunden worden, mit zwei anderen
Cumpanen. die noch nicht verhaftet
werd n tonnten, am 29. October letz
ten Jahres in der Nähe des Städt
chens Med ford eine Frau in verbre
cherischr Aosicht angegriffen und
dann ihren Gatten, der ihr zu Hilfe
eilen wollte, schwer mißhandelt zu )a
ben. Der Richter verurtheilte ihn we
gen Angriffs auf die Frau zu einer
Haft von weiteren 5 Jahren. Die
Polizei ist immer noch bemüht, auch
die beiden Genossen des verurtheilten
Buonanni zu finden.
Riesige Aufregung hat die Ent
deckung eines Bettes von weißen Koh
len in der Umgegend von Wrights
bury, McLean County, Ky., hervor
gerufen. Der Fund wurde .toon einem
Farmer beim Ausschachten eines Re
servoirs in den Bergen gemacht, und
ein Priester aus Madisonville, der im
Gebirge Erbauungs Versammlungen
abhielt, hat Proben zum Analysiren
nach Louisville, Ky., geschickt. Die
Sqhlen sind grauweiß, haben starken
Der MAsts Anzeiger.
Glanz, brennen langsam und hinter
lassen nur wenige Schlacken. Die pul
vorige Asche ist der Holzasche nicht un
ähnlich. Man glaubt, daß die weiße
Farbe durch gewisse metallische Salze
verursacht rird.
Gelegentlich des zweiten, erfolgrei
chen Gastspiels der Cincinnati^ deut
schen Truppe in dieser Saison hat sich
auch die Einweihung des neuen Loka
les des Liederkranz-Männerchors, des
ältesten Gesangvereins in Evansville.
Ind., in festlicher Weise vollzogen.
Der Verein hat ein seiner Bedeutung
entsprechendes Lokal in einem der
schönsten Gebäi.de im Mittelpunkt der
Stadt eingerichtet und die Uebersiede
lung dabin wird ohne Zweifel eine
weitere gedeihliche Entwicklung des
Vereins zur Folge haben.-.
Der im Alter von 70 Jahren ste
hende Edward M. Smith, der im
Zuchthause zu Thomaston, Me., eine
lebenslängliche Haftstrafe verbüßt,
wurde von einem Mitgefangenen, Na
mens Neal Dow Brooks aus Gray
Me., der augenscheinlich wahnsinnig
war, mit einer schweren Eisenstange
angegriffen und so schwer oerletzt, daß
er bald nachher starb. Brooks sagte,
daß er die Absicht gehabt habe, fünf
rfcer sechs andere Gefangene zu er
morden.
giuel'att».
Generalleutnant Stoffel, der be
kanntlich in St. Petersburg vor einem
Kriegsgericht unter der Anklage, als
Commandant der Festung Port Ar
thur diese ohne Grund dem Feinde
übergeben zu haben, prozessirt wird,
ließ dem Zaren einen schriftlichen Pro
test dagegen zugehen, daß bei dem
Prozeß Entlastungszeugen ohne
Grund ausgeschlossen worden seien
und daß der Prozeß überhaupt unpar
teiisch geführt werde. Der Zar gab
infolge dieses im unterbreiteten Pro
testschreibens sofort den Befehl, daß
General Strukow, sein persönlicher
Adjutant, den Verhandlungen bei
wohne und ihm, dem f.aren, täglich
Bericht erstatte. Stösse! behauptet un
ter anderem, daß mindestens sie
Hälfte der von ihm voraeladenen Ent
lastungszeugen gar nicht vernommen
worden seien. Er verlange nichts
weiter als Gerechtigkeit und unparteii
sehe Behandlung, und wenn man ihm
diese zutheil werben lasse, so könne er
sehr leicht beweisen, daß man ihm Un
recht Tue und da* er als gehorsamer,
patriotischer und gewissenhafter Sol
bat feine Pflicht gethan habe.
In Tanger, Marokko, traf unlängst
die Nachricht ein, daß in der Nähe toi
Settat zwischen einer Abtheilung
französischer Truppen und Eingebore
nen. die unter dem Oberbefehl Mulai
Rachid's. eines der von dem neu er
nannten Sultan. Mulai Hafid, gegen
die Ausländer abbeorderten Heerfüh
lers, standen, ein blutiger Kamps
stattgefunden habe, der mit einem ent
scheidenden Siege der Franzosen
endete. Diese wurden von General
d'Armade, dem Oberbefehlshaber der
französischen Truppen in Marokko,
angeführt und hielten sich der ihnen
weit überlegenen Zahl der Feinde ge
genüber sehr tapfer. Nachdem der Be
fehl des Generals d'Armade, das La
ger d- Feinde vollständig zu zerstören,
ausgeführt worden war, rückten die
französischen Truppen weiter vor und
besetzten Kabash Ber Rohid. Die Ei i
geborenen hatten schwere Verluste an
Todten und Verwundeten, deren Zahl
leider nicht festgestellt werden konnte.
Ganz unerwartet landeten vor eini
gen Tagen in der Nähe des 65 Meihn
nordwestlich von Port Au Prince,
Haiti, gelegenen Städtchens Gonai
ves unter der Führung Jean Ju
neau's viele Bewohner der Insel, nie
einst verbannt worden waren. Sie
drangen in die Stadt, vertrieben die
rechtmäßigen Beamten und besetzten
alle öffentlichen Gebäude. Die Regie
rung traf allerdings sofort umfassende
Vorkehrungen, um die Rebellen gefan
gen zu nehmen, wird aber dabei min
destens eine sehr schwierige Arbeit ha
ben. weil die Letzteren zum Aeußersten
entschlossen sind. Außerdem wurde in
Port Au Prince gemeldet, daß Gen.
Jadotte, der Befehlshaber der Trup
pen in Gonaivcs, von den Insurgent'N
erschossen worden ist, und daß diese
das Städtchen St. Marc eingenom
men und beseht haben und sich auf dx-n
Marsch nach Pott Au Prince be
finden.
Präsident Castro von Venezuela hat
die von der Regierung mit dem „Ve
nezuela Salt Monopoly ,Limited", ei
ner englischen Corporation mit $450,
000 Betriebskapital abgeschlossenen
Contrast annullirt. Der in 1905 ab
geschlossene Kontrakt verpachtet an die
Gesellschaft gewisse Salzbergwerke und
giebt ihr das Monopol für den Salz
bantel in Venezuela auf zehn Jahre.
Ein Vertreter des „Ethelburga Syn
dicate Limited", von London, welchem
Rugby,Nord-Dakota, Donnerstag den SV. Januar, 1908»
die Salz- und die Streichholz-Gesell
schast von Venezuela gehören, ist vor
der dortigen englischen Gesandtschaft
mit einem Protest gegen die zwei Er
lasse Castros erschienen, die er als
rutnirend und gesetzwidrig bezeichnet.
D?" Erlaß, der das Streichholz-Mo
nopol in Venezuela aufhob, war
nämlich erst vor einigen Tagen ausge
geben. Die englische Gesandtschaft
wartet auf Instruktionen auS derHei
mdh.
Gelegentlich der Berathung des Ju
stiz Etats im badischen Landtag hat
die Regierung des Großherzogthums
Baden Veranlassung genommen, noch
inalS auf den Hau-Prozeß zurückzu
kommen, ter in der Presse der ganzen
W.'lt so widersprechende Auffassung
gesunden hat. Di: Regierun- wendete
sich speziell gegen die heftiaenAngrifse,
deren sie seitens eines 2M1§ der
Presse ausgesetzt war. und führte in
ibr:r Erklärung aus. daß die Hau
Affaire überhauvt die Öffentlichkeit
weit mehr beschäftigt habe, als Hau
vervene. Der ehemalige Washingtoner
Rechtsdozent, der seine Schwiegermut
ter, Frau Molitor. erschoß, sei kein
Psychopath, sondern ein gewöhnlicher
Verbrecher. Alle Instanzen seien völlig
corelt vorgegangen.
Schon wieder ist in Berlin einAuf
'ehen erregender brutaler Raubmord
v rübt worden, nachdem sich die Auf
regung über die letzten unaufgeklärten
Verbrechen, die jüngste Ausschlitzer
Un Hit und die Ermordung der kürz
lief) viehisch zerbissen aufgefundenen
Frauensrerson n"ch nicht gelegt hat.
Die 77jährige Wittwe Nielbock, die in
der Linienstraße einen Lumpenkellei
inn.' hat!«, ist mit eingeschlagener
Schäoeldecke als Leiche aufgefunden
worden. Von dem oder den Thätern
fehlt jede Spur. Da die Ermordete
in dem Rufe stand, bedeutende Gelder
in ihrem Keller verborgen zu haben,
erinnert die That hier lebhaft an die
vor mehreren Jahren so großes Auf
iet)?n oenir achende Ermordung der
„G'p^-Schulken' in Der Ackers1reiße.
e Leitung^ großen Aufstellung
inMünchen, welche im Lauf des kom
menden Sommers stattfinden wird,
h:.t einen Preis von zweitausend
9N.uk für Gleitflugmaschinen (Aero
Plane) ausgeschrieben. Diese sollen
ae egentlich der "usstellung eine Wett
fahrt veranstalten, für welche die Di
stanz noch nicht bekannt gegeben
wird. Dr. Ganz, der Präsident der
Ballon-Abtteilung des bayerischen
Autcmobil-Club^ ist begeistert für die
Angelegenheit eingetreten und äußert
die Hoffnung, daß auf diese Weise
deutsche Erfinder veranlaßt werden
m^gen, ihre Aufmerksamkeit dem
Aeroplan zuzuwenden.
In München ltvirde unlängst eine
fitnae bildschöne russische Dame ver
haftet, die in einer der Banken eine
fünfhundert Rubelnote zum Wechseln
pTflsentirte. Die Note gehörte, wie di?
Nummer anzeigte, zu einer Summe
von 314.000 Rubeln, die im letzten
Sommer in Tiflis geraubt worden
waren. Als die unbekannte Schon?,
die sich weigerte, ihren Namen an',u
aeben. sah, daß sie verhaftet werden
sollte, versuchte sie, ein Stück Papier
herunter zu schlucken. Der Polnet
gelang es. ihr dieses zu entreißen. Auf
dem Papier standen die Namen und
Adressen von zwei Russen, die sie mit
dem nächsten EiUuae in München r
wartete. Auf Veranlassung des
Charae d'Affaires der russischen Ge
sandtschaft wurden diese beiden Her
ren. die sich betreffs ifirer Personalien
sehr schweigsam verhielten, bei ihrer
Ankunft festgenommen.
In Geaenwart einer großen Anzahl
von Sachverständigen wurden im na
turhistorifchen Museum zu Berlin
Proben mit künstlich angefertigten
Edelsteinen vorgenommen. Herr Fi
scher. der Vorsitzende des Vereins von
Juwelieren, Gold- und Silberschmie
den. erklärte, nachdem die Proben be
endigt waren, daß sie zur Zufrieden
heit aller Anwesenden ausgefallen
sind. Die künstlich angefertigten Ru
innen haben nach Fischers Angaben
die Probe am Besten bestanden. Er ist
der Ansicht, daß die Fabrikation oon
Rubinen vielleicht profitabel gemacht
und als selbständiger Industriezweig
etüblirt werden wird.
In Sofia, Bulgarien, traf vor ei
nigen Tagen die Nachricht ein, daß
in der in der Nähe von Monastir ge
legenen Ortschaft Dragosh Bauern,
die bei Tanz und munteren Spielen
ein Fest im Freien feierten, von einer
Bande räuberischer Griechen überfal
len. beraubt, in ihre Häuser getrieben
wurden und dort einen schrecklichen
Tod erlitten, weil die Griechen die
Häuser anzündeten und es Niemand
gestatteten, sich durft die Flucht aus
den Flammen zu retten. Die Zahl
der auf so qualvolle Weise Umgekom
menen, unter denen viele Frauen und
Kinder waren, wird aus 75 bis 100
geschätzt.
In Victoria, B. C., traf unlängst
der Dampfer „Miowera" aus Austra
lien ein und brachte £te erste Nachricht
oon den Ueberlebenden der Mann
'cha't dcr Barke „D'.'ndonald", die am
7. März an den Klippen der Küste
von Neu-Seeland zerschellte und mit
12 Personen von der M.nnschaft
sank. Die andern 16 Personen sind
unlängst, mehr als .'.cht Monate nach
dem Unfall, auf der Insel Auckland
g'fnnd^ werden. Dort haben sie
rvährer.*) der ganzen Zeit in der kittn
merlichsten Weise ihr Leben gefristet,
oft die bitterste Noth gelitten und
die unsäglichsten Leiden ausgestanden.
Die Anwesenheit der östereichisch
ungarischen Delegaten 'n der Hasen
start Fiume gab unlängst Anlaß zu
milden Tumult-Scenen, indem fast
sämmtliche in der Stadt vertretene
Nationalitäten gegen einanter loszo
gen. Es kam zu heftigen Zusam
menstoßen zwischen Kroaten, Ungarn
und Italienern, bei denen es nicht
ofp.e blutige Kö'fe und Gliedmaßen
ab ling. Die Poli-ei hatte verzweifelt
zu arbeiten, um die Ruhe wieder her
zustellen. Die Mitglieder der Delega
tion wurden, wo sie sich zeigten, mit
wüstem Gejohle empfangen.
In der Nähe von Mailand, Jta
lien, collidirte e'n aus Rom kommen
der Schnellzug mit einem Passaaier
z'.ig, der au?- Beraamo nach Rom
fuhr. Später fuhr ein anderer Zug
in diesen Trümmerhaufen hinein und
wurde ebnesalls zum großen Theil in
krümmer verwandelt. Nach den letz
ten Nachrichten sind tehn Personen ge^
todtet und viele "erletzt. Von Mailand
aus wurden A'nte, Krankenwärter
und nnrere .fti'fsmannschaften nach
der Unglücksstätie abgeschickt, die vor
a5em d'e Leiden der Vorletzten lindern
sollen.
In Berlin verbreitete sich vor eini
aen Taren das Gerüst, daß
Oscar, der fünfte, Sob.n des dntt'chen
Kaisers, mit tur Prin'essin Dagmar,
der jüngste: Tochter des Königs
F.ietrich von Dänemark, verlobt sei.
D'e Hochzeit wird vorläufig noch
nicht stattfinden, da Prinz Oscar er'!
20 und feine Braut erst 17 Jahre alt
ist.
Ein beklagenswertes Unglück wird
aus Elbing in Westpreußen gemeldet.
Ein Schlitten mit acht Insassen brach
auf einem nahe gelegenen See, dessen
Eindecke nicht dick genug war. ein und
vier Kinder ertranken. Alle Bemühun
gen den Meinen noch rechtzeitige Hilfe
zu bringen ,waren vergeblich.
Verhandlungen der County
Gommiffäre.
(Fortsetzung und Schluß.)
Bratton, official printing
and office supplies 461 60
Iojeph Horsky wurde zum Vorsitzen
den für das laufende Jahr ernannt.
L. N. Torsen und Benj. Frankson
wurden für das laufende Jahr ernannt
und bilden, zusammen mit dem County
richtet, btc Jrrenbehörde.
Dr. A. M. Call und F.' T. Gron
vold wurden für das laufende Jahr er
nannt und bilden, zusammen mit dem
Staatsanwalt, vie Gesundheitsbehörde.
Dr. I. M. McBride wurde für das
laufende Jahr zum Countyarzt eruauut.
Wo. 27
Pertagung bis zum 9. Januar, i) U|r
morgens.
9 a n u a 1 9 0 8
Die Behörde versammelte sich jisÄi
zählig zur festgesetzten Zeit.
Auf Perlangen des Gericht.cleâ
suchte die Behörde folgende Gescinv«r»L
aus:
1. Distrikt. SBcrttl Sand, IamM
Tanner, Hans Blessum, Christ.
ther.
2. Distrikt. Christ. Sostrom,
'win Westgaard, Cd. Vell, George GiSe
more, O. W. Rudolph und John Dlflt»
veson.
2. Distrikt. W. D. Hadden, OL»
kar KiUian, Noah Brown. Z. t)i. Da
vidson, John Binghym, S. E. Garry
und David Cassidy.
4 Distrikt. W. M. ClemeM
Charley Feilet, Sven Sabbe und Gau
E. 5)Ottiliens.
5. Distrikt. Conrad Erck, ^osexD
Silbernagel, Gust. Glaser und Joseph
Fir.
Ter :)tugbi) Optimist. Pierce Couniy
Tribune und Wolford Mirror wurde«
für das laufende ^alr als amtliche Zei
hingen von Pierce County ernannt.
folgenden Beamten wurden Gehiii*
feu und Schreiber für das laufende ,ahr
erlaubt und die Summen festgesetzt wie
folgt:
County Auditor, Gehülfen unfe
Schreiber, erlaubt *100 monatlich.
Registrar, Gehülfen und Schrctbec,
erlaubt *10u monatlich.
Schavineister, Gehülfe, £50 monat
lich.
Gerichtsclerk, Schreiber erlaubt zu.
$400 jährlich.,
Der von der Behörde iu der Juli
Persammlung gefaßte Beschluß, diedre?
Zimmer über ÄtcBride's Apotheke »IS
Gericktsziminer für $35 monatlich z«
zu miethen, wurde für nichtig erklärt.
Der Auditor wurde beauftragt, gut
Eingabe von Angeboten für i'tctcvtoig
von Melell-Culverts und Weg.GraderS
öffentlich aufzufordern. Angebote muss
fen bis spätestens zum 2. März IVOS
in der Office des Auditors eingereicht
fein.
Pertagung der Behörde bis zum 2.
März, 1908.
John Kellesvig,
Verpatzt dies nichts
Ich habe 360 Acker Kaub, in Pier«
County gelegen, zu verkaufen. Gebäude
darauf sind $3,000 werth. Um N ähe
res sprecht vor bei oder schreibt an
I. R. Blocher, Filmore. N. D.
Eilet! Eilet! Eilet?
Ich habe eine ausgezeichnete halbe
Section gutes Land zu verkaufen. G«
bäude sind über *1200 werth schöne
Schattenbcwme, Brunnen mit Wiut»s
mühle bis aus einige Acker Weide ist
alles Land unter Kultur. Liegt auf
2 Meisen von deutschen Farmern.. Vv»
dinguugen: Baare Anzahlung,. Nest»
zahluug nach Belieben. Nicht weit ooe
der Stadt. Fragt nach bei
Nord-Dakota Land & Loan Co.
12 Selben Crockett,

John Kellesvig, postage, ex
press freight and telephone 30 20
A E Coger, States Att'y miscl
expenses 37 90
Mercy Hospital, care of Carl
son, Co patient 82 00
Benj Frankson, salary mem
board of insanity 9 00
N Torson, salary mem board
of insanity 8 00
Charley Jacobson, witness fee
insanity case Bremset. 8 00
Mike Gudvangen, witness fee
insanity case Bremset 3 00
Berdahl, salary mem board
of insanity 8 75
Fanny «Athearn, stenographer
fees, in case of State vs Fore
man 5 00
Halver Benson, watching Fran
sen County prisoner 6 00
Elias Gjertson, witness fees
justice court 2 80
N Bjornestad, interpreter
justice court Z 00
Robert Hubbard, witness fees
justice court 4 20
Peter Johnson, witness fees
justice court 7 20
Clifford Polling, witness fees
justice court 3 30
Fred Hanson, witness fees jus
tice court 3 30
John Lowe, stenographer fees
district court 19 85
Fred Ely sheriff fees $313.05
allowed at 273 26
W Belford, boarding Pierce
county prisoner 16 50
Walker Bros & Hardy, office
supplies 11 00
The Herald, office fixtures 210 75
N Dak Book & Sta Co, office
blank file $28.50 allowed at.. 22 50
Wolford Mirror, official printing 29 25
Anderson & Stager, official
printing and office supplies., 464 23
Die Behörde vertheilte Namcn säe
jedes organisirte Township und Doch
wie folgt: Für das Dorf Barton, ei»
iteit Namen Wolford Twp. zwei Na
men und jedes andere Twp. je ein«
Namen.
folgende Wegausseher rourtcii tät
das laufende ^ahr ernannt:
Road District No. 1, Hopkins.
Road District No. 3, W. Guss.
Road District No. 4, W Benclei.
Road District No. 5, Joe Gillmore.
Road District No. 7, Thorn Swanby.
Road District No. 8, Carl Larson.
Road District No. 9. Costello.
Road District No. 10, W. D. Hediien.
Road District No. 11, Ben Jacobson.
Road District No. 12, O Brager.
Road District No. 13, Andrew Kirne»
stad.
Road District No. 14, John Grebb.
Road District No. 18, Christ Sather.
Road District No. 20, Halvor N Wold.
Road District No. 21, Thomas Hyk\
Road District No. 23, N A McDearmii.
Road District No. 26, E A Johnson.
Road District No. 29, Paul Grossman»,
Road District No. 30, Joseph Sibvrnagäl
Folgende Gerichtsanwetsungen wur
den erlaubt und Karl Iulsrud die A»s
Weisung für die folgenden Beträge ctuft»
gestellt:
Jurors fees, $ 241 "86
Witness fees.. 250 2B
Bailiffs fees, 34 00
Professional witness fees Dr.
Call, 85 10
Interpreter fees, 2 00
Court Stenographers fees, 116 00
Joseph Horsky, Commsr salary
and mileage 32 00
Joseph Horsky, visiting County
poor and other Com. work.8"00
W A Hamilton, Commissioners
salary and mileage 16 68
W A Hamilton, Inspecting roads 9 80
Martin Topness, Commsr salary lti 00
Martin Topness, Inspecting
roads. 5 00
Ed Christenson, Commsr salary
and mileage. 16 40
Ed Christenson, Inspecting
roads 10 9
James Sneen, Commsr salary
and mileage 18 20
County-Auditor.

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