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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, April 16, 1908, Image 4

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-Der
Staats Anzeiger.
Redakteur uiib Geschäftsführer:
F. L. BRANDT.
Erscheint wöchentlich.
Preis pro Jahr: HI.50.
Abonnementspreis'
Vereinigte èlaatcn pro Jahr .. .$1.50
Nach Nnßlanv $2.00
(Nur gegen Vorausbezahlung.)
Um Verzögerung in Zusendung der Zei
tung vt vermeiden, bitten wir, bei
Wolinungsveränderuugen oder Wech
sei der Postossice immer den alten
Wohnplatz und die Postoffice mit an
zugeben.
Tie Redaktion übernimmt für den
Inhalt der Korrespondenzen keine Ver
antwortung, bemüht sich aber, alles
Unpassende auszumerzen, (5insendnn
gen ohne volle Namensunterschrift wan
bern in den Papierkorb. Die Redak
tion muß wissen, wer der Einsender ist,
doch kann, wenn gewünscht, dessen Un
terschrist aus dem Blatte wegbleiben.
An die Leser.
Wir ersuchen unsere Leser dem gelben
Zettel auf der Zeitung, oder aus dem
Umschlag, ihre Aufmerksamkeit zu scheu
ken. Auf demselben finden sie außer
ihrem Namen auch das Datum, bis zu
welchem das Blatt bezahlt ist. Leser
die mit dein Zeitungsgeld im Rückstände
find, sollten uns mit Einsenden dessel
ben erfreuen und auch, wenn möglich,
ein Jahr im Voraus bezahlen. Aorefsirt
alle Geldsendungen und Briefe:
E&ttoriellee.
Die republikanische Staatsconvention
findet am 14. Mai in Minot statt.
Aus Grund statistischer Ausweise
wurde iii New Aork festgestellt, daß sich
in diesem Lande nicht weniger als 4,
780,000 Arbeitlose befinden. In der
That recht schlimm, wenn kein Rechen
fehler vorliegt!
Bei den letztwöchentlichen Wahlen in
Illinois haben die Prohibitionisten wie
der nenneuswerthe Vortheile errungen,
indem eine Anzahl, namentlich der klei
neren Ortschaften, gegen Lizens stimm
ten. In Illinois beträgt die Zahl der
,,trockenen" Städte und Ortschaften
nunmehr 535 und die der ,,nassen"
202. 31 Counties in Illinois sind
jetzt ganz ,,trocken".
Aus Lemberg, Oesterreich-Ungarn,
meldet man, daß am Sonntagnachmit
tag dort Graf Andreas Potocki, Gou
verneur der Provinz Galizien, von
einem rutheuischen Studenten Namens
Sjozynski durch drei Reoolverschüsse
so schwer verwundet wurde, daß er ei
nige Augenblicke nach dein Attentat sei
nen Geist aufgab. Der Mörder wurde
festgenommen und leugnet die That
nicht. Er erklärte, er wollte die Un
terdrückung der Polen durch den Gou
verneur rächen.
Einer der wackersten Kämpen für per
fönliche Rechte ist unstreitig der Reprä
sentant Barthold von Missouri. Bezüg
lich der Vorlage, welche Prohibitions
ftaaten das bereits als verfassungswidrig
erklärte,,Recht" gewähren soll, gei
stige Getränke, die ihre Grenze erreichen,
zu beschlagnahmen und zu vernichten,
äußerte er sich neulich folgendermaßen:
,,Ohne eine Widerlegung befürchten zu
müssen,
kann behauptet werden, daß
solche Bundesgesetze, wie sie jetzt von
den Prohibitionisten befürwortet wer
den, absolut unnöthig sind, weitn die
Staaten ihre eigenen Prohibitlonsgesetze
ehrlich und strenge durchführen und ich
kann die Versicherung ertheilen, daß die
Prohibitionisten nur deshalb die Hilfe
des Kongresses anrufen, weil die Pro
hibitionsgefetze in ihren eigenen Staa
ten nicht durchgeführt werden. Man
mag entgegnen, daß es einer ungeheuren
Polizeimacht bedürfe, um in diesen
Staaten die Verletzungen gegen die
Prohibitionsgesetze zu oerhindern, aber
das ist die Strafe für den Erlaß von
Gesetzen nach russischem Muster."
Der in Bismarck erscheinende ,,Nord
Dakota Herold" (und der in Harvey
erscheinende Herald druckt es nach) räth
seinen Lesern, für E. B. Little als
Kandidat für Bundessenator zu stirn
men, da derselbe ein Freund der Deut
schen und für Wiederuuterbreitung der
Prohibitionsfrage in Nord-Dakota sei.
Es ist uns wirklich ein Räthsel, woher
diese Blätter wissen, daß Heir Little
für Wiederuuterbreitung des Prohibi
tionSgesetzes ist, denn in seiner Prinzi
pieuerkläruug sagt Herr Little das di
rekle Gegentheil und bemerkt, a e s
u n i i e i e i n e W i e e r
u n e e i u I i z u v e a n e n
bis das Prohibitionsgesetz sich durch
strenge Durchführung als unpraktisch
e w i e s e n a e a e s e n u n v e r
ft Ii denn die geschätzten Herrn
K o e e n n i w a s e i e
selbst sagt? Zu ihrer Ehre wollen
wir annehmen, daß sie nicht versuchen,
absichtlich die deutschen Bürger
Nord-Dakota's irre zu leiten. Nöti
genfalls werden wir den betreffenden
Paragraphen aus Herrn Little's Prin
zipienerklärung in deutscher Uebersetz
ung im Staats-Anzeiger veröffentlichen.
Aber, abgesehen davon, ist es auch un
sinnig von genannten Zeitungen, den
deutschen Bürgern Nord-Dakota's zu
rathen, für Little's Kandidatur als
Bundessenator zu stimmen, denn was
hat er, als solcher, mit der Prohibi
tionsfrage, bezw. Wiederuuterbreitung
derselben, in unserem Staate zu thun?
Doch garnicht«! Es ist natür
lich sehr belangreich, freisinnige Leute
auch in den Bundessenat zu wählen
aber, nach feiner Priuzipicnerflärung
z u u e i e n i s e i e u e
ner persönlicher Rechte, denn er ist
gegen Wlederunterbreitung und sagt
dies in dürren Worten. Es entzieht
sich vor der Hand noch unserer Beur
theilung, ob ein Theil der deutschen
Presse Nord-Dakota's von Herrn Little
,,inspirirt" wurde oder nicht, doch wer
den wir dem bald auf den Grund kom
men. Ist das der Fall, dann ist Herr
Little mindestens .ein sogenannter
Leisetreter, der einerseits sich das
Prohibitionselement zu Freunden und
andererseits sich auch beim freisinnigen
und deutschen Element lieb' Kind ma
chen will. Ueberrafchend ist das für
uns freilich nicht, denn es ist eine uralte,
wenn auch verwerfliche politische Taktik,
sich beide Elemente zu Freunden zu ma
chen, aber das ,,pumpt" bei uns
und auch bei anderen deutschen Bür
gern Nord-Dakota'S nicht!
Ein Riefenbrand
Drei Personen verbrannt und
fünfzig verletzt
1 0 0 0 0 O a o s e u n e
a n e i e e S a e n
etwa 88,000,000
Im Fabrik- und Tenementviertel von
Ehelfea, einer Vorstadt Boston's, brach
am Sonntagmorgen zwischen 10 und 11
Uhr ein Feuer aus, welches trotz der
heroischsten Anstrengungen der gesamm
ten Löschmannschaften ein Areal von
etwa 350 Ackern brach legte. Bis zum
Montaginchmittag hat mau drei Leichen
aus den Trümmern hervorgezogen, doch
sind dieselben noch nicht identifizirt
worden. Ob noch mehr Menschenleben
zu beklagen sind, ist vor der Hand nicht
festzustellen, da die Durchsuchung der
Ruinen noch nicht beendet ist. Fünfzig
Personen, darunter 20 Leute der Lösch
mannschaften, sind schwer verletzt und
der angerichtete Schaden erreicht die
Höhe von $8,000,000. Dreizehn Kir
chen, 5 Schulen, 2 Hospitäler und 300
Wohnhäuser wurden eingeäschert.
Die Angaben über den Entstehungs
herd des Brandes sind widersprechender
Natur. Verschiedene behaupten, der
selbe sei in einer Stiefelmichsesabrik
entstanden, andere wieder machen gel
tend, daß das Feuer von einem öffent
lichen Kehrichtabladeplatz ausging und
durch Selbstentzündung entstand.
Unter den Obdachlosen herrscht na
türlich große Noth, indeß sind vereinte
Bemühungen zur Abhilfe im Gange.
Verlangt: Tüchtiger deutscher
etzer. Man wende sich, unter Angabe
der Gehaltsansprüche, an „Der Staats
Anzeiger, Rugby, N. D.
Briefkasten.
o s e o a a S
Rußland.—Ihr Sohn Nikolaus Hof
farth hat diese Zeitung für Sie bestellt.
Er läßt vielmals grüßen.
i a e u e n e S u
land.—Ihr Bruder Andreas in Bal
four läßt bestens grüßen und bestellte
den Staats-Anzeiger auf ein Jahr. Hof
fmtlich wird Ihne», das Blatt gefallen.
fllc1benr\
County.
An die Stimmgeber von MeHenri) Co!
Hiermit mache ich bekannt, daß ich
wieder als Kandidat für die Nomination
als Eounty Auditor von McHenry
County auftreten werde und unterwerfe
mich der Entscheidung der.Stimmgeber
bei den Vorwahlen, welche am 24. Juni
stattfinden. Im Falle ich nominirt und
erwählt werde, so kann sich jeder Bürger
darauf verlassen, daß ich den Pflichten
des Amtes treulich nachkommen werde,
wie ich es bisher gethan habe.
An die republikanischen Stimmgeber
von McHenry County!
Ich kündige hiermit an, daß ich ein
Kandidat bin für die Nomination zum
Auditor von McHenry County und er
suche um die Unterstützung der Bürger
bei den am 24. ^funi stattfindenden
Vorwahlen. Ich verspreche, wenn no
minirt und erwählt, die Pflichten mei
nes Amtes gewissenhaft, uupartheiifch
und nach besten Kräften zu erfüllen.
i
Achtungsvoll
a n s o a n
Achtungsvoll
A I K i e e
Ankündigung.
Auf Ersuchen meiner Freunde aus
verschiedenen Theilen des County's habe
ich mich entschlossen, als Kandidat für
County richter von McHenry County
auszutreten und unterwerfe mich dem
Ausfall der republikanischen Vorwahlen
im Juni 1908. ^alls erwählt, werde
ich meine ganze Zeit dem Amt widmen
und dasselbe nach besten Kräften ver
w a e n o a e a e y
An die republikanischen Stimmgeber
von McHenry County!
Ich kündige hiermit an, daß ich ein
Kandidat bin für die Nomination zum
Sheriff von McHenry County und er
suche um die Unterstützung der Bürger
bei den am 24. Juni stattfindenden
Vorwahlen. Ich verspreche, wenn no
minirt und erwählt, die Pflichten mei
nes Amtes gewissenhaft, uupartheiifch
und nach besten Kräften zu erfüllen.
Achtungsvoll
E S e i
Aus Sedan.
Den 7. April.
Geehrte Redaktion!—Es giebt au
genblicklich nicht viel Neues hier. Un
sere Farmer hatten sich bereits fertig
gemacht, mit dem Säen zu beginnen,
doch hatten wir heute wieder leichten
Schneefall, sodaß es wohl um einige
Tage aufgeschoben werden muß.
(Hier folgt eine gegen Ignatz Schnei
der in Südrußland gerichtete Phillipifa.
Gewöhnlich finden solche Angriffe int
taats-Anzeiger keine Aufnahme, doch
wollen wir hier eine Ausnahme gestat
ten, da der Herr mehr in feiner amtli
chen und in feiner Eigenschaft als Ko
refpondent für's St. Jofepsblatt durch
die Hechel gezogen wird. Auch ist es
nicht das erste Mal, daß dem Herrn
von unseren Korrespondenten der gleiche
Vorwurf gemacht wird und, obgleich
wir bisher die Geschichte auf sich beru
hen ließen, haben wir nun beschlossen,
diesmal die Korrespondenz unseres ge
schätzten Einsenders zu veröffentlichen,
da die Sache, wie cs den Anschein hat,
weitere Kreise intereffiren wird. Wenn
der Herr Schneider sich ungerechtfertig
terweife angegriffen glaubt, so stehen
ihm zu seiner Vertheidigung gleichfalls
unsere Spalten zur Verfügung, doch
müssen wir, im Falle einer Controverfe,
die Herren bitten, sich streng an das
Thema zu halten und sich kurz und lo
gisch auszudrücken. Andernfalls wir uns
genöthigt sehen, dem Meinungsaus
tausch ein jähes Ende zu bereiten—Red.)
In der letzten Nummer des St. Jo
sephsblattes stand ein Artikel des Herrn
Ignatz Schneider in Mannheim, Süd
Rußland. In demselben gebahrt sich
der Herr, als hätte er uns Rußländer
in Nord-Dakota bereits ganz zu seiner
Ansicht befehlt. Da hat sich nun der
werthe Herr entschieden geirrt. Es
dürfte wohl den meisten Lesern besannt
fein, daß Herr Schneider es uns ver
bieten will, die Volfszeitungen zu lesen,
und uns nur die Lektüre der Blätter
ausschließlich religiöser Tendenz ge
statten will. Warum aber geht uns
Herr Schneider denn nicht mit gutem
Beispiel voran? Waiuni liest denn
der Herr die Odesfa'er Zeitung, und
jogar, (ich bin dessen sicher) die russische?
Sind das religiöse Zeitungen? Der
Herr stellt sich selbst ein zweifelhaftes
Zeugniß aus.
Wenn wir Rußländer im St. Jo
sephsblatt uns vertheidigen wollen,
finden unsere Einsendungen feine Be
achtung, während von Herrn (schnei-
der's Berichten wohl jede Sylbe auf
genommen wird, als wäre er eine Gott
weiß wie hochstehende Persönlichfeit.
Der Staats-Anzeiger ist keine Zeitung
von ausschließlich religiöser Tendenz,
sondern ein Blatt, das unbeanstandet
von Jedermann gelesen werden kann
ein Volksblatt. Die Volkszeitungen
bringen uns, erstens, alle Neuigkeiten
aus allen Welttheilen und, zweitens,
bringt uns der Staats-Anzeiger dazu
noch alle Begebenheiten aus unserer
engei en Umgebung und, schließlich, sogar
alle amtlichen Countyneuigkeiten, |o
viel wie möglich. Aus diesen Gründen
sind uns Volkszeitungen, wie der
Staats-Anzeiger, nicht nur interessant,
sondern auch sehr nützlich und nahezu
unentbehrlich davon hat wohl Herr
Schneider keinen Begriff?
Wir Rußländer in Nord-Dakota sind
herzensfroh, daß wir das Sklavenjoch
Rußland's abgeschüttelt haben sind im
Lande der Freiheit und genießen die
selbe, ohne unsere Religion zu vernach
lässigen. Herr Schneider aber ist selbst
ein Sklavenkönig, der womöglich uns
noch in Amerika beherrsche« möchte. In
Nord-Dakota lesen wir telegraphische
Nachrichten aus Rußland und was Herr
Schneider aus russischen Zeitungen uns
im St. Josephsblatt berichtet, haben
wir gewöhnlich schon wieder vergessen.
Weiß denn Herr Schneider nicht,
daß wir in Amerika unsere eigene Re
gierung, eigne Kirchenoberhäupter und
Priester haben, die wohl imstande sind,
mis zu lenken und geistig zu erbauen?
Die Rußländer in diesem Lande sind,
vermöge der ihnen gewährten Freihei
ten, wohl im Stande, selbstständig zu
denken und zu handeln.
Achtungsvoll
Felix Eberle.
Aus Balfour.
John Holzheimer, der vor einiger
Zeit aus Montana kam und bei Her
mann Zahnow besuchsweise verweilte,
beabsichtigt hier Land zu kaufen und
sich hier anzusiedeln.
Bei Gus. Zabel liegen elf Kinder an
den Maseru krank darnieder und wir
wünschen allen baldige Besserung.
Die Saueressig Mercantile Co., be
stehend aus den Herren W. A. Sauer
essig, W. D. und C. F. Frankhauser,
haben das Hossmaun'sche Lager ausge
kauft. Das Geschäft wird bald zur Er
Öffnung fertig fein. Herr Sauerefsig,
früher in Plaza, wird demselben als
Geschäftsführer vorstehen und wir wün
schen viel Glück zu dem Unternehmen.
Hier fand am Montag voriger Woche
die republikanische Countyconvention
statt, um 14 Delegaten zu der am 14.
Mai in Minot stattfindenden Staats
convention zu erwählen:
Jndoffirt wurden: Taft von Ohio
als Präsidentschaftskandidat AdorJev
nager als Delegat zur Nationalconven
tion in Chicago A. M. Christiansen
für Kandidat als Kreisrichter des 9.
Distrikts und I. L. Killion als Kan
didat für Eisenbahnconiiniffär.
Auf Antrag uomiiiirteii die Delega
ten der verschiedenen Commiffärsbistrikte
je zwei Delegaten zur Staotsconven
tion wie folgt:
1. Dist.—T. Welo, E. W. Stubbens.
2. Dist.—H. T. Lee, A. A. Jev
nager.
3. Dist.—Ed Nelson, Fred Albrecht.
4. Dist.—Christ Sniette, R. I.
Brook.
5. Dist.—James McJntryre, Thos.
Forsyth.
Die fehlenden vier Delegaten wur
den darauf auf Antrag ,,at large" er
wählt wie folgt: I. I. Flanagan,
Jacob Rieber, Martin Olson und H.
M. Erickson.
Obschon anfänglich sich zwischen so
genannten Stalwarts und Insurgenten
eilt kleiner Kamps bei Erwählung eines
Vorsitzers entspann, verlief die Con
vention int Allgemeinen harmoitievoU.
Jacob Rieber, der zur Stadt gekom
men war, der Countyconvention und
auch der Versammlung der Countycom
missäre beizuwohnen, mußte Dienstag
wieder nach Hause zurückkehren da er
unpäßlich wurde.
Aus Berwick.
Achtung, Farmer! Von jetzt
an schärfe ich Pflugschare zu 25c das
Stück und für Anlegen neuer Schar
spitzen rechne ich 75c.
Achtungsvoll
A n o n ö z
Aus Anamoose.
Den 10. April
Rechtsanwalt Brainaid reiste heute
in Geschäften nach Rugby.
Richter Kline und Gattin kehrten
heute von ihier Reise nach dem Osten
hierher zurück.
E. K. Kunz, früher Stenograph für
die Farm Mortgage Loan & Land Co.,
war neulich hier auf der Durchfahrt
nach Dickinson, woselbst er einen ver
antwortlichen Posten übernommen hat.
Viel Glück!
Mar Trachtenberg läßt westlich von
Goetz's Schmiedewerfstatt ein schönes
Haus bauen.
Herr R. Baabe und Gattin jubiliren
über die neulich erfolgte Geburt eines
gefunden Stammhalters.
Chris. Blumhagen, früher ein er
folgreicher Farmer der Umgegend, jetzt
aber Mofchineithändler in Turtle Lake,
war neulich gefchäftshalber hier.
Fred Mergel hat in unserem Nach
barone Martin eine Barbierstube fäuf
lich übernommen und ist dorthin über
gesiedelt.
Herrn A. C. Ponzer und Gattin
gratuliren wir zur neulich erfolgten
Geburt einen flästigen Buben.
John I. Diebe, der neulich ein wi
derspenstiges Pferd derart mit dem
Ortscheit schlug, daß es den erhaltenen
Verletzungen erlag, wurde auf Anklage
John Black s hin dem Richter Murray
wegen Thierquälerei vorgeführt. Ver
schiedene Augenzeugen wurden vernom
men und der Richter überantwortete
Diede unter $200 Bürgschaft dem
Preisgericht.
In Drake verheirateten sich am 6.
John I. Hansen und Lizzie Stromine.
Herr Hansen ist ein bekannter Jungge
selle aus Roosevelt Township und einer
unserer erfolgreichsten Landwirthe. Herz
liche Gratulation!
Zwei unserer Lehrerinnen, die Frau,
lein McCulloch und Gregg, kehrten am
8. aus Montana zurück, wo sie während
ihrer Ferien zwei ,,Claims" aufnah
men, die sie nach Beendigung des Schul
termins beziehen werden.
Unsere Musikkapelle und das Chapek
Orchester werden vereint ant 24. April
ein Conzert im Opernhaus geben. Der
Reingewinn wird zum Besten der musi
kalischen Organisation verwandt und
wir hoffen, daß unsere Bürger sich zahl
reich zu dem Conzert einfinden werden.
Fred Albrecht und C. G. Kapelovitz
kehrten Dienstagnacht von Towner zu
rück, wo sie als Delegaten der County
convention beiwohnten. Herr Albrecht
wurde zum Delegaten zur Staatscon
oention in Minot erwählt.
George I. Kruesel und George
Boom, zwei Farmer der Umgegend,
werden am 12. Mai in Anamoose vor
Commiffär Shaw ihre Final Proofs
machen. Es ist für unsere Farmer der
Umgegend bequemer und spart ihnen
auch Zeit und Geld, ihre Landgeschäfte
in Aitamoofe abzuwickeln. Personen,
die Final Proofs zu machen beabsichti
gen, thun gut, sich au Landagent Eb
bert zu werden, der dann das weitere
mit dem Commiffär veranlasse» wird.
Die Exekutive des Commercial Club
hielt gestern Abend ihre jährliche Ver
sammlung in der Office des Rechtsan
walts Braittard ab. —Germaniens.
ttttr den Hongretz
Ich kündige hiermit neine Kandida
tur als Congicßvertreter für die repu
blikanische Nomination bei den Vor
wahlen an. Habe seit etwa 27 Jahren
in Nord-Dakota gewohnt. Falls no
minirt und erwählt, verspreche ich hier
mit, den Bürgern treu und redlich zu
dienen. Achtungsvoll
33-ba L. B. Hau n a.
Abonirt auf den „Staats-Anzeiger,"
die beste Zeitung in Nord-Dakota.
Aus Melle Counts
Die Verhandlungen der Countycom
ntiffäre gingen uns zu, doch ist es uns
leider nicht möglich, dieselben in dieser
Nummer zu bringen. Das Versäumte
wird in nächster Nummer nachgeholt.
Red.
Nikokaus, Sohn von Andreas Leo
poldus, der vier Monate auf der Schule
in Richardton war, kehrte am 1. April
zu feinem Vater auf die Farm zurück,
um ihm bei den Ackerarbeiten behülflich
zu sein.
Herr Leintz, Eigenthümer der Soda
wasser- und Ciderfabrik, bei dem man
jederzeit freundliche Aufnahme und gute
Unterhaltung findet, war am 7. und 8.
April in Geschäften aus der Stadt ab
wefend.
Jetzt haben wir hier schönes Früh
lingswetter und die Landwirthe find
bereit, mit ihren Arbeiten zu beginnen.
Einige haben sogar schon mit der Aus
saat begonnen, doch fanden sie das Land
meist noch zu naß und mußten aufhö
ren. In zwei oder drei Tagen aber
dürfte die Arbeit allenthalben losgehen.
Wünschen allen viel Glück zum Früh
lingsanfang!
Joseph Leopoldus, unser Bruder,
verkaufte neulich in der alten Heimath
fein Besitzthum für 12,400 Rubel.
Nämlich fein Haus und Hof, 60 Defs
jatin Land, 4 Defsjatin Weingarten
und è Defsjatin Obstgarten. Sieben
Dessjatin Land und zwei der schönsten
Weingärten der Umgegend behielt er
für sich. Da wir bereits längere Zeit
nichts von unserem Bruder hörten, ken
nen wir seine Absichten für die Zukunft
nicht. Vielleicht aber kommen ihm
diese paar Zeilen zu Augen, denn der
Staats-Anzeiger hat ja im alten Va
terlands eine ziemlich große Verbreitung
und es sollte uns sehr freuen, etwas
wieder von ihm zu hören.
Mit bestem Gruß an unseren Bruder
und an alle Leser und Bekannte
Andreas Leopoldus.
Nach längerer Unterhandlung zwischen
den Farmern südlich von Harvey und
Herrn Bascoin von der Telephon-Gesell
schast ist man endlich zu einer Überein
kunft gekommen. Die neue Linie nach
Süd-Harvey soll von Herrn Bascom
geleitet werden und alle Abonnenten für
die neue Linie werden einen freiwilligen
Zuschuß zahlen, um die Unkosten zu
decken, ebenfalls eine reguläre Miethe
zur Benutzung derselben. Harvey
Herald.
Georg und Konrad Tebelius hatten
eine ziemlich schlimme Durchbrenner«
durchzumachen als sie am vorletzten
Sonntag von der Hochzeitsfeier des
Michael Stern, nahe Bowdon, heimfuh
ren. Bei John Gif on spannten sie
aus und fütterten ihre Pferde und als
sie wieder angespannt hatten um weiter
zu fahren, sprang Georg auf das Bug
gy, wickelte sich in seinen Pelz, wobei
die Pferde erschrocken und durchbrannten.
Georg fiel dadurch aus dem Buggy und
hatte sich dabei einige Schürfungen im
Gesicht zugezogen. Die Pferde wurden
gleich wieder eingefaiigen. Harvey
Herald.
Jede Kirchengemeinde, welche uns 100
neue ein Jahr im Boraus zahlende Le
ser bis zum 1. Juli zuführt, erhalt
vom Staats-Anzeiger eine prachtvolle
Kirchenorgel als Geschenk.
Dr.J.O.L MSller
-O-
—Office über^Madfen's Apoteke—
gegenüber der Postoffice
Rugby, Nord-Dakota
1600 Acker
gutes Land
Styles 8? Muffel,
Esmond, 91« D.

ANDERSON & STAGER
Herausgeber
o n n e S a 1 5 A i 1 5 0 8
(Entvrvd at tin post-office at Rugby, N. I).
and admitted for transmission through the
mails at second-class rates.)
Der S a a ts- A n e i er,
Rugby, N. D.
County Auditor.
Sheriff.
Aus Drake.
Aus Towner.
A«S Harvey.
Den 8. April.
Nikolaus Leopoldus.
—Deutscher Arzt.—
-o
Telephone No. 195.
Zehn Viertelseetionen in Secti
onen 9, 17, 21, 22,15, 28, 29,
in Township 153, Range 72,
in Rosedal Twp., Pierce Co.

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