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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, June 04, 1908, Image 6

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

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Haus, Hof und Kmd i
S e e i n s s a
lungen schützt man vor Motten,
wenn man Kampfer in die Kästen
streut.
S i e n e i n e
verhüten. Man gießt in die Tinte
etwas schwarzen Kaffee oder einige
Tropfen Karbol- oder Salicylsäure.
U e i e i e e n e O e l
färbe begießt man etwa fingerhoch
mit Wasser, damit sich keine Haut bil
bet beim Gebrauch wird das Wasser
abgegossen. Man bewahrt sie im Kel
ler auf.
u v e e s s e u n i n
e s o s s e n e n u e n
Auf eine Quartflasche reines Brunnen
Wasser nehme man einen Löffel Ter
pentinöl und schüttle das Ganze, bis
es milchig wird, wonach man es mit
telst Zerstäubers in dem betreffenden
Raume vertheilt. Dem Terpentinöl
kann man auch noch wenige Tropfen
Essigäther zusetzen. Die erfrischende
Wirkung der zerstäubten Mischung ist
K a n i n e n s u e V o n
einem gebratenen Kaninchen wird das
Fleisch von den Knochen abgelöst, sehr
sein gestoßen, in Speisefett überdün
stei, mit zwei Löffeln Mehl bestaubt
und noch solange gedünstet, bis das
Mehl schön braun geworden ist. Diese
gedünstete Farce wird mit Rindssuppe
vergossen. In diese Suppe gibt man
Salz und Pfeffer nach Geschmack, fein
gehackte Petersilie, etwas Majoran,
drei hartgekochte, feingestoßene Eidot
ter und zwei Lössel voll geschälte, sein
gestoßene Mandeln. Die Suppe muß
gut kochen, dann wird sie passirt und
über nudelig geschnittene, gebähte
Semmeln und würfelig geschnittenes
Fleisch von dem gebratenen Kaninchen
angerichtet.
E e k n ö e a s
e i a e z u S a u e n i
ch e n u. f. w. Rohe, geschälte Erd
äpfel werden in Scheiben oder Spalten
geschnitten, in wenig Salzwasser weich
gekocht, zu einem seinen Brei gedrückt
oder durch die Gemüsepresse sein ge
preßt. Unter den noch warmen Erd
äpfelbrei rührt man einen Kochlöffel
voll Mehl und zwei bis drei ganze
Eier, sowie, wenn die Masse zu fest
sein sollte, etwas Milch und verrührt
den Teig fest. In eine mit Butter aus
gestrichene. feuerfeste, irdene oder Por
zellanform setzt man bann gleich große,
mit einem festen Schöpflöffel ausge
stochene Knödel nebeneinander ein,
dämpfe die Knödel noch auf der Ofen
platte zugedeckt ab, bestreue sie mit
loldgelb gerösteten Semmelbröseln und
Zwiebelringlein.
E n e n u n e o s t
e k e a u s e W s e
Man löse etwas Bittersalz zu einer
breiartigen Masse auf und bestreiche
mit diesem Brei die Flecke. Hieraus
lasse man die Wäsche einige Minuten
liegen, reibe sie alsdann und bestreiche
sie noch einmal mit Bittersalz. Nach
tinigen Minuten setze man ein mit ko
chendem Wasser gefülltes zinnernes
Geschirr auf die Flecken, nehme es nach
einigen Minuten wieder weg und
wasche die Flecken in weichem Wasser
aus. Sind die Flecke noch nicht sehr
alt. so werden sie nach dieser Arbeit
verschwunden sein. Ist dies aber nicht
der Fall, so wiederhole man das Ver
fahren. Es ist sehr rathsam, die so
behandelten Wäschestücke sofort in die
Wäsche zu geben, damit das Bittersalz
keine Flecke frißt, was bei sofortiger,
Msche gänzlich ausgeschlossen ist.
I
i
wahrhaft überraschend.
o e u n e n z n e e s
e e i K a n a i e n v ö e n
heilt man am sichersten mit Creolin
Bädern. Man gießt in eine Tasse mit
lauwarmem Wasser einen Kaffeelöffel
i
voll Creolin und badet in dieser milch-1
ähnlichen Emulsion die Füße und i
Beinchen Morgens und Abends etwa
fünf bis zehn Minuten lang. Am drit
ten Tage streicht man etwas Perubal
sam, zur Hälfte mit Spiritus ver
dünnt, auf, und das Uebel ist beseitigt.
Bei Vernachlässigung tritt der Brand
hinzu und die Beinchen sterben ab.
E n e n u n e e
K ö e a u s e A u e
Ein einfaches Verfahren zur Errei-!
chung dieses Zweckes besteht darin, daß
1
man, ohne erst zu reiben oder zu
drücken, das obere Augenlid an den i
Wimpern saßt und möglichst vom Auge
abzieht, hierauf das untere Augenlid
mit der anderen Hand so hoch als mög-!
lich in die Höhe schiebt und nun das'
obere Augenlid über das untere herun
terzieht. In den meisten Fällen wird
der schmerzerzeugende Gegenstand hier-
to öon
e
nach verschwunden sein. Fest hastende ©^Wirthschaften, nicht durch wollene
Glassplitter etc. erfordern dagegen eine' Decken schützen. Sind Pferde draußen
Behandlung von fremder Hand. i durchnäßt worden, so ist es sehr noth
., wendig, ihnen im Stalle bei sehr
Ly V011 i niedriger Temperatur Decken auszu
!?'Cmvr^
1
1
1
I
i ch e e r. Milchfehler sind
auf verschiedene Ursachen zurückzusüh
ren und äußern sich gewöhnlich durch
Farbe, Geschmack und Geruch der
Milch. Bittere Milch ist beinahe stets
auf unpassende Fütterung zurückzusüh
ren. Ein einfaches Beispiel ist der so
genannte Rübengeschmack der Milch,
der, wie sein Name schon anzeigt, durch
zu starke Rübenfütterung, besonders
von Wasserrüben, zurückzuführen ist.
I Ebenso sollen Lab- und Fingerkraut
den Geschmack der Milch ungünstig be
I einflussen. Rothe und blaue Milch
I entsteht besonders durch die Einwirkun-
i
gen von kleinen Pilzen, sogenannten
I Bazillen. Andererseits kann auch bei
rother Milch ein Euterfehler oder ein
I kleiner Aderbruch vorliegen. Das letz
tere ist anzunehmen, wertn die Milch
nach längerem Stehen einen dunklen
Satz ansetzt. Einen fauligen Geschmack
und Geruch erhält die Milch leicht,
wenn einzelne Düngerstückchen hinein
gerathen, die mit Fäulnißpilzen durch
setzt sind. Solche Uneinigkeiten ge
langen besonders leicht in die Milch,
wenn die Kühe nicht sauber gehalten
werden, und besonders, wenn die im
Sommer heftig wedelnde Schwanz
quaste mit Düngertheilen versehen ist.
Um die Milchfehler möglichst zu ver
meiden, ist größte Sauberkeit und Acht
samkeit auf richtiges Futter die Haupt
fache. Es ist dieses um so wichtiger,
als sonst größere Mengen von Milch
leicht minderwertig oder werthlos
werden, die Butter ebenfalls verdirbt
und selbst Krankheiten durch den Ge
nuß entstehen können.
Z u A u e e n e e e
decken. Ost kann man beobachten,
daß Ackerpferde bei anstrengender Ar
beit, wie Pflügen, Fahren u. s. w. bei
etwas kalter Witterung mit wollenen
Decken bedeckt sind. Das ist aber ver
werflich denn unter den Decken er
Hitzen sich die Pferde übermäßig im Be
triebe, und etwas Zugluft ist dann oft
imstande, Druse, Lungenentzündung
oder Katarrh hervorzurufen. Die
Pferde werden durch das übermäßige
Warmhalten verweichlicht und sind
dann gegen die Unbilden der Witterung
nicht mehr widerstandsfähig. Ebenso
verwerflich wäre es jedoch auch, wollte
man Pferde, die durch angestrengte Ar
beit erhitzt sind und längere Zeit stehen
s s e n e w a a u a n ö e n o e v o
*|m9en 5tfchen legen, nachdem sie mit Stroh oder alten
$ genommen, mit einem Messer Säcken gut abgerieben sind. Gegen das
grob gehackt. In einem hohen Töpf
chen sprudle man für je einen Milchner
zwei ganze Eier mit zwei Eßlöffel voll
kalter Milch oder Wasser, einer Prise
Salz, Pfeffer, feingewiegten „Fines
herbes" (feinen Kräutern als Peter
siliengrün. Schnittlauch. Ehampig
nons) sehr gut ab, mische darunter die
gehackte Fischmilch, sorge, daß diese
gut mit den abgesprudelten Eiern ver
mengt, aber-nicht verrührt wird, und
backe daraus auf heißer Butter sehr
rasch kleine Omelettchen.
Tragen der sogenannten wasserdichten
Decken als Schutz vor Regen und
Schnee ist nichts einzuwenden, tiefen
ders nicht bei solchen Pferden, welche
den Einflüssen der Witterung vielfach
I lange ausgesetzt sind.
I i e a u e s e a s i e
besten Nutzthiere. Der Maul
efel ist zwei bis drei Jahre früher zur
I Arbeit zu gebrauchen als das Pferd.
Wenn er drei Jahre alt ist, kann er
schon recht schwere Lasten ziehen, und
bis zu seinem 40. Jahre bleibt er gut
brauchbar, wenn er eine gute Pflege er
fährt und von keinem Unfall betroffen
wird. Ferner ist er nicht so vielen
Krankheiten unterworfen wie das
Pferd, wenigstens nicht in so hohem
Grade. Er lebt etwa zweimal solange,:
und der Zeitraum seiner Nutzbar
machung übertrifft den des Pferdes
um das Dreifache, denn das Pferd
kann erst von seinem 5. und nur bis
zum 20. Jahre zum schweren Zug be
nutzt werden, während der Maulesel
bis zu seinem 40. Jahre gute Dien sie
I leistet, ja, es gibt Beispiele, wo er 50
Jahre lang ununterbrochen thätig ge-!
Wesen fein soll. Gleich dem Esel,
nimmt das Maulthier mit der diirf-
tigsten Nahrung vorlieb, und in den
40 Jahren feiner Dienstfähigkeit ver-j
zehrt er kaum halb so viel Futter als
I ein Pferd in dessen um die Hälfte kür-'
I zeren Zeit der Arbeitsfähigkeit.
I e i e E a u n z e i
i i e E n e e K a o
feln hängen im wesentlichen von der
Wärme und genügendem Luftzutritt zu
den Wurzeln ab. Das Legen in tiefe,
Löcher verhindert das aber man lockere:
I mit der Hacke den Boden an den be
treffenden Stellen leicht und stelle durch
Fortziehen der obersten Kruste nur
eine flache Vertiefung her. Nach dem
Legen wird von den Seiten die Erde
beigezogen, so daß flache Hügel ent-
stehen und das Grundstück selbst somit
i gewissermaßen tiefer zu liegen kommt.!
Es ist dann später an Stelle des
I eigentlichen Häufeins nur ein schwaches
I Nachhäufeln erforderlich. Dieses all-1
mälige Bedecken trägt zu vermehrter
Erwärmung und zu regerem Wachs
thum bei. Besonders bei den Früh
kartoffeln, aber auch bei den von Na-!
tur aus kalten Bodenarten, ist das
flache Stecken sehr zu empfehlen.
V e i u n e Z i e e n
Infolge der angeborenen Nafchhaftig-:
feit der Ziege kommen bei ihr Vergif-
tungen häufiger vor als bei anderen
Hausthieren. Am häufigsten werden
sie durch Giftpflanzen hervorgerufen.
Die Pflanzengifte äußern ihre Wir-
fung auf dreierlei Weise. Sie entzün
den die Schleimhäute des ganzen Er-
i
nährungsapparates. sie erzeugen Be
täubung, Schlafsucht und Lähmungen
und wirken auf Schleimhäute und Net
ven reizend und lähmend. Zu den für
die Ziegen gefährlichen Giftpflanzen
i
1
I
gehören Ranunkelarten. Seidelbast,1
Wolfsmilch. Küchenschelle und Herbst- I
zeitlose.
Haut mit) Hitzschlag.
Räthselhafter Mechanismus im mensch
lichen Körper.
•eriee
Schwankungen der Blutwtrme.
Berhiltnitz im Winter und Sommer—Wun»
derbckre Einrichtung der Hautoberftâche.
ErfrischnngSgefnhl.
Einer der rätselhaftesten Mechanis
men im Körperinnern gewährleistet die
stets gleichbleibende Blutwärme, die
sich beim gesunden Menschen zwischen
36 und 37 Grad Celsius (97—98
Grad Fahrenheit) bewegt nur ganz
geringe Schwankungen zwischen Mor
gen und Abend bestehen in der Wärme
Ökonomie unserer Blutflüssigkeit. Die
Wärme selbst entsteht durch die Ver
brennung der von uns genossenen und
verdauten Nahrungsmittel, die mit
Hilfe des von den Lungen eingeath
meten Sauerstoffes zerlegt werden
ein chemischer Prozeß, bei dem Wärme
frei wird.
Nun könnte, wenn der Körper in der
Winterskälte oder bei körperlicher Ar
beit viele Wärme verbraucht, oder wenn
durch. Ueberernährung zuviel Wärme
produzirt wird, im ersten Falle die
Blutwärme zu gering, im zweiten zu
hoch werden, wenn nicht Einrichtungen
beständen, die aus automatische Weise
beides verhüteten. Als Regulator für
diesen gleichbleibenden Wärmegrad un
seres Blutes dient die Haut, die Ein
richtungen besitzt, durch die dem Blute
im Bedarfsfalle der Wärmeüberschuß
entzogen oder das Blut vor allzu gro
ßer Wärmeabgabe geschützt wird. Im
Winter ist unsere Haut blaß und
trocken, was daher rührt, daß die Blut
gefäße der Haut sich so verengt haben,
daß nur wenig Blut in die Haut strö
men kann. Dadurch wird erreicht, daß
das warme Blut mehr im Innern des
Körpers bleibt und daß aus der blut
armen Haut nur wenig Wärme nach
außen abgegeben wird, so daß also
Wärme gespart wird.
Ganz anders im Sommer: ba ist
unsere Haut gerottet und feucht. Die
Blutgefäße der Haut sind stark erwei
tert. aus dem Innern des Körpers ist
das Blut in großer Menge in die Haut
geströmt und gibt große Wärmemengen
nach außen ab, um die Blutwätme im
Innern nicht anwachsen zu lassen.
Aber diese Wärmeabgabe allein würde
nicht genügen um sie zu steigern, ist
noch eine andere wunderbare Einrich
tung geschaffen. In der Haut sind ge
gen 5,000,000 kleine, fnäuelsörmtge
Drüsen eingebettet, von denen jede sich
in einem Kanal nach der Hautober
fläche zu öffnen es sind das die söge
nannten Schweißdrüsen, und ihre
Oeffnungen sind die Hautporen. Die
Schweißdrüsen besitzen die Fähigkeit,
große Flüssigkeitsmengen auf die Haut
oberfläche auszuscheiden, diese Flüssig
feit, die wir Schweiß nennen, verdun
stet auf der Haut, wobei eine gewal
tige Wärmemenge gebraucht wird so i
wird bei der Verdunstung des Schwei-1
ßes dem Blute eine solche entzogen,
Durch starke Lustbewegung wird die
Verdunstung des Schweißes und damit
die Abkühlung des Blutes gesteigert,
und darum haben wir bei leichtem
Windhauch und beim Fächeln ein an
genehmes Erfrischungsgefühl, das
allerdings bei zu starker Zugluft in
unangenehme Fröstelempfindung über-1
gehen kann. Zur Verdunstung des!
Schweißes darf freilich die uns um- I
gebende Lust nicht schon einen zu gro
ßen Wassergehalt haben, weil sie sonst
keinen neuen Wasserdampf mehr auf
nehmen sann. Ist also die Atmosphäre
heiß, feucht und windstill, dann ist der
Zustand in ihr vorhanden, den wir mit
„schwül" bezeichnen, dann haben wir i
einen feuchten, klebrigen Schweiß auf
der Haut, der nicht verdunstet und die I
im Blute angesammelte Wärme nicht
nach außen abgeben kann wir haben
das bei schwüler Lust allbekannte
lästige Gefühl der Wärmestauung.
Wird nun durch gesteigerte Muskel
arbeit, wie sie z. B. der mit schwerem!
Gepäck marschirende Soldat leisten
muß, immer mehr Wärme im Innern
des Körpers gebildet, ohne daß bei der
schwülen Luft der ausgeschiedene
Schweiß verdunsten und damit dem
Körper den Wärmeüberschuß entziehen
sann, so sammelt sich wie in einem
Wärmeakkumulator die Wärme im
Blute an es bereitet sich attmälig der
Hitzschlag vor: Kopfschmerz, Augen
flimmern, Mattigkeit, Trockenheit in
der Mundhöhle, Taumel-und Schwin
delgefühl stellt sich ein, bis der Be
treffende wie vom Blitz getroffen be
wußtlos zusammenstürzt.
Italiens Einwohnerzahl.
Nach den Berechnungen des italieni
schen Statistischen Amtes belief sich im
Anfang des Jahres 1908 die Bevölke
rung des Stiefellandes auf 33.640,710
Seelen. Die letzte Volkszählung, die
vor sieben Jahren, am 10. Februar
1901, vorgenommen wurde, ergab eine
ansässige Bevölkerung von 32,965,504,
eine anwesende von 32.47^.253 See
len. Bei dem Vergleich ist die letztere
Ziffer zugrunde zu legen es ergibt
sich daher in den sieben Jahren eine
Zunahme von 1,165,457 insgesammt
oder von 166,494 jährlich. Im Jahre
1871 war die Bevölkerung des König
reichs aus 26,801,154 angewachsen,
woraus sich für die 36 Jahre bis heute
ein Jahreszuwachs von durchschnittlich
190,268 ergibt. Der Zuwachs der letz
ten sieben Jahre war also geringer als
der durchschnittliche seit 1871.
i
i s e u k e o
hab ich kerzlich ebbes gelefe iwer des
Schmohke, un sell hot mich mol gepliest.
Es hot dort geheeße, cn Mann bat grad
lerne, wie er schrnohkt, un mer kennt sich
bruf verlosse, wann er sei Peis oder
Sigar ungeschickt im Maul halte bät
ober sc gar rausfalle loßt, daß er bann
ah in annere Sache en bissel iwer
zwerrich wär. Wann Eener meene
bät, er wär en guter Schmohker. wann
er en Sigar in zeh Minute abbrenne
kennt, bann wär so en Mann en rech
ter Schlubbel. Wer en Halme Sigar
ober noch mehner wegschmeeße bät, sel
ler wär en Verschwender un bät ver
leicht noch emol Sturnpe uflese. Wann
ihm sei Sigar oder Peis alle Minut
ausgehe bät, so daß er alle Ahgeblick
mißt en Mätsch anstecke, bann wär sell
en Sein, baß seller Mann fee recht Ge
bankewerk hat iwerhahbt fee Ver
stanb sor's Schmohke. Wer fei Peis
zunnerscht-zebberscht im Maul hat, ber
hat gewehnlich ah' fei Hut arg schepp
ufern Kopp un was sell zu bebeite hat,
wißt mer. Wer awer allfort spautze
mißt, ber fot bes Schmohke besser
bleiwe lofse, net juscht, weil es ihm
net gesunb is, sundern weil er selwert
en Nuhsens wär.
Viel Leit meene, es wär iwerhahbt
net neethig, daß mer schmohke bat,
funscht wäre bie Mensche gebore mit
eme Schornstee ergebs ufern Kopp.
Well, sell is grab wie mer fiehlt. Zu
alle Zeite un iwerall hen bie Mensche
geschmohkt, iwens bie Jnschings, un
ich meen, es gebt Gewohnheete, was viel
wieschter sen. Un enihau, es kann net
so schäblich sei, wie bheel Leit aus
mache welle, bekohs schier allemol,
wann mer lest, baß en ungewehnlich
alter Mann gestorwe is. bann steht ah
berbei, baß er en bichtiger Schmohker
war. Un vun bie Alte lerne's bie
Junge. Ich sag, lerne, bekohs bes is
ebbes, was werklich gelernt werrc muh.
Es nemmt Zeit un Gebulb un macht
eem oft arg schlecht fiehle, bis mer's
gewehnt is. Awer b'r gut Wille helft
ah viel mit un beim Schmohke weise
die Buwe meh guter Wille, as wie bei
eeniger onnerer Erwet. Ich hab sell
in meiner Zeit selwert dorchgemacht un
ich wees mich zu besinne, daß ich vun
ere Sigar en greeßerer Rausch g'hat
hab, as wie mei Lebdag vum Drinke.
Annere is es verleicht ah so gange.
Späterhie lacht mer driwer un mer
lacht ah vor sich hie, wann mer so en
junger Rilps sehnt mit eme Sigar
stumpe im Maul, un et sich anfangt,
weiß zu färbe.
En Sigar guckt uffohrs am beste,
loscht awer ah am mehnste. Wer
drum en Sch'.".ohker is, awer sparsam
sei muß, schrnohkt juscht bei befunden
©elegeheete oder Sundags en Sigar,
dotch die Woch awer en Peis. Celle
Sigaretts hab ich juscht eemol bro
toiert. Wie ich drufgebisse hab, do hab
ich des Maul voll Duwack gehat un
ich hab die ganz Wix fortgeschmisse un
ausgespauzt. Des sen jo verdollte
Dinger, hab ich gedenkt, un sidder sel
lem hab ich keh Juhs meh gehat for
die Babierwickel. Es is mir schun
vorkumme, daß mir ebber en Sigar
getoe un gesaht Hot, es wär en Zeh
Senter. Ich hab mich bischuhr fchee
bedankt, awer zur sehnte Zeit gewinscht,
wann er mir liewer die zeh Sent gewe
hat. Wie ich se dann geschmohkt hab,
do Hot es mich gewunnert, cb er mich
juscht Hot suhle welle, oder eb er selwert
is angefchmiert toorre for sei Geld, be
kohs es war en regier Stinfadoris.
Als en junger Dschäp bin ich mol
ante Sundag Owed en Mädel sehne
gange, usfohrs mit ere Sigar im
Schnawel. Wie ich an's Haus summe
bin, hot mir sell Mädel bal zu versteh
getoe, es bät es net gleiche zu sehne,
baß ich schmohf. Es fennt es ah net
gut stände. Oh, exfjus mich, hab ich
gesaht, un mei scheene Sigar es war
noch iwer en halwe weggefchmiffe.
Nochher hab ich mir des Ding dann
deneweg iwerlegt: En Mädel, was net
en bissel Schmohf stände kennt, des
ftändt schuhr ah viel anner Sache net,
un wann es mir alleweil schun sage
wot, was ich bhun berst, was mecht do
später erseht alles summe. Seller fchee
Sigarstumpe Hot mich domols gespeit,
awer er war mei Glick, wie ich später
ausgefunne hab. Sell M3del war en
regier Kratzberscht un b'r Mann, was
es g'heiert hot, is uf un bervun.
Wie ich Heer, gebt es in bie große
Stäbt viel Mcinner, was berbeem in
b'r gute Stub net schmohke berst ihre
Freche sage, seu bät bie weiße Vorhäng
nissig mache. Se schmohke bann ewe
außer em Haus.
a n S ö
Der Korkpfropftn.
ve«rdeit«ng »er Korkplatten zu« Herstellung
de» Vfropfens-Allgemetne».
Das Korkholz burchläust von der
Zeit, in der es in den üppigen Kork
wäldern Spaniens und Nordafrikas
von den Bäumen geschält wird, bis zu
dem Tag, an dem es auf der festlichen
Tafel als Pfropfen knallend von der
Flasche springt, eine lange Reihe von
Bearbeitungen.
Zunächst werden die Korfplatten in
Scheiben zerlegt und, wie man es
nennt, geviereckt. während sie in Wirk
lichkeit mehr in längliche Stücke zer
schnitten werden. Nun werden die
Stücke in Wasserkübel geschüttet, in
denen sie ein junger Bursche mit einem
Stock umrührt. Nachdem man sie in
Mulden hat abtrocknen lassen, werden
sie zu Pfropfen zugeschnitten. In
Spanien schneidet man den Kork, wenn
er noch feucht ist, anderwärts erst dann,
wenn er völlig trocken geworden ist.
Man kann die Pfropfen sowohl mit der
Hand als auch auf Maschinen zuschnei
den. Obwohl das Schneiden mit der
Hand langsamer vor sich geht, so ist es
gleichwohl noch vielfach üblich, weil das
beständige Schärfen der Klingen die
Vortheile der Maschinenarbeit beträcht
lich vermindert. Denn Kork stumpft
den Stahl in kurzem ab. Ein tüchtiger
Korfschneider. der mit der Hand arbei
tet, schärst nach einem jeden Schnitt
sein Messer an einem besonders einge
richteten Brett, das rechts vom Arbei
ter an der Ecke des Korkkastens ange
bracht ist. Von Korfschneidemaschinen
gibt es verschiedene Arten. In Spa
men benützt man nur solche von ein
facher Konstruktion. Bei einer solchen
Maschine wird das Korkstiick von zwei
kleinen Rädern gehalten, zwischen
denen es sich dreht, während zugleich
die lange Messerklinge über das Kork
stück hingeht. Zuletzt lassen die Räder
das Stück los, das nun rund und glatt
in einen Korb fällt. Soll von dem
Korkstück etwas mehr abgeschnitten
werden, so gibt der Arbeiter der Ma
schine eine andere Drehung, und sie
schneidet dann fleinere Korse, ohne daß
ihr Gang dabei unterbrochen wird.
Sind die Korse geschnitten, so wer
den sie nach Größe und Güte in ver
schiedene Körbe fortirt. In dem Pack
raum einer solchen spanischen Kork
fabrik ist der ganze Fußboden von
Korsen von einer und derselben Größe
bedeckt. Dem Namen nach sind sie alle
von gleicher Güte, in Wirflichfeit ist es
aber unmöglich, eine völlig gleiche Be
schaffenheit zu erzielen. Damit sich
nun die besseren Korse mit den schlech
teren entsprechend mengen, werden sie
auf dem Fußboden ausgebreitet und
...Der...
HCT
wird bald erscheine»».
Ich werde bald bereit sein, Eis nach
irgend einem Theile der Stadt zu liefern.
Ruft Telephon Nr. 77 und trefft euer Ab
kommen mit dem Eismann.
Frische Gemüse
In meinem Fleischladen könnt ihr
stets frisches Gemüse erster Güte erhalten.
Telephonirt eure Bestellungen.
Habe stets frisches Fleisch der besten
Sorte an Hand.
Schickt eure Aufträge an
Lynn Isham
Telephon 77
Rugby, N. D.
auf ihm tüchtig durcheinandergemifcht.
Jetzt werden sie erst in große Säcke
verpackt, in denen sie ihre Reise nach
dem Bestimmungsort antreten.
Während ein Arbeiter an einem
Tage 1000 bis 1200 Wein pfropfen
schneidet, liefert eine solche Maschine
in einer einzigen Stunde 2400 Wein
pfropfen. Die fertigen Korse werden
von einer zweiten Maschine, deren ver
stellbare Eisenstäbe eine Art Rost bil
den, erst nach der Größe und darauf
nach der Güte fortirt. Die Korfpro
bation ber Welt wirb auf 1,000,000
Doppelcentner geschätzt. Auf Spanien
entfallen davon gegen 250,000 Dop
pelcentner. Exportirt werden aus
Spanien jährlich 2,000,000,000 Pfro
pfen. Deutschland bezog in den letzten
Jahren durchschnittlich 120.000 Dop
pelcentner Kork im Werth von fast
$2,000,000.
Russische Heirathsmärkte.
In Rußland existiren noch zahlreiche
Heirathsniärfte so versammeln sich
in Klin ant 6. Januar die einheimi
fchen und aus der Umgegend zusam
menströmenden jungen Leute auf dem
Marftplatz. Die heiratsfähigen Mäd
chen trennen sich dann von den Bur
fchen und stellen sich in der Straße, die
zur Kathedrale des Ortes führt, in
zwei oder drei Reihen auf und bleiben
so fpaXierbilbenb von 9 Uhr Morgens
bis Mittags stehen. Jede Jungfrau
hat ihr schönstes Gewand an, außerdem
muß sie als charakteristische Zugehörig
keit zu dieser Parade in ihren über
der Brust gekreuzten Händen ein helles
Hals- oder Schnupftuch halten. Das ist
ein ganz wunderbares Bild diese
lange Reihe frischer Mädchen in den
schwarzen Pelzen, von denen sich die
weißen Tücher blendend abheben. Für
viele Eltern ist dieser Marft die ein
zige Gelegenheit, ihre Tochter mit jun
gen Männern besannt zu machen. Die
Burschen schreiten nun die Reihen ent
lang, mustern die Schönen, prüfen sie
vom Kops bis zu den Füßen und die
gefällt, wird vom Bewerber gleich nach
Name, Wohnort befragt. Langsam
bilden sich die Paare, die sich zusam
mengefunden haben, und wenn die Al
ten aus der Kirche fontmen, so stellen
sich ihnen die jungen Leute schon als
Halbverlobte vor. Die beiderseitigen
Verwandten fontmen beglückwünschend
herbei und in der nächsten Wirthschaft
wird der neue Bund begossen und be
siegelt. Bei einem Volfsstamm im
Kaufasus sann die Braut nur gesaust
werden der gewöhnliche Preis beträgt
mindestens 12 und höchstens 140 Kühe,
die Wittwe gilt, wenn sie nicht zu an
gejährt ist, die Hälfte.
a gen

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