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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, March 11, 1909, Image 6

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Hans, Hof nub iaitii
W a s e s i e w e e n v o n
Zeit zu Zeit mit einem in Salzwasser
gewuchten Lappen ausgerieben, wel
ches Verfahren dem Putzes mit war
mer Sodalösung vorzuziehen ist.
S e k e i e i e i n e
Zusatz von Schlemmkreide zum Wasser
reinigt man sehr gut Alabaster, Edel
metalle, Glas, weißes ungestrichenes
Holz, Lackfarbenanstriche und Stein
böden.
i n e w o e n e e n
sters cheiben reibe man mit
einem in Leinöl getränkten wollenen
Lappen ab. Die hängengebliebenen
Oeltheilchen entfernt man dann ent
weder mit Fließpapier oder wollenen
Lappen.
U a s E i n i z e n e
w o e n e n S e z u
verhüten, leg? man die Wolle,
ehe sie gewieselt wird, 24 Stunden in
frisches Wasser, lasse sie abtropfen und
langsam trocknen, dann halten die
Strümpfe recht lange. Natürlich dür
fen wollene Strümpfe nicht fest ge
strickt sein.
o n i s e o k E i n e i
bis vier Pfund derbes Stück Kalb
fleisch, am besten aus der Keule, wird
tüchtig breit geklopft, mit Sardellen
greifen, Speckstreifen, Citronenschale
und Zwiebelstückchen gespickt, mit et
was Pfeffer und Salz eingerieben, fest
aufgerollt, mit Bindfaden geschnürt,
daß es die Form einer Wurst erhält,
in einer Pfanne mit Butter und öfte
rem Zugießen von etwas Bouillon
oder heißem Wasser langsam schön
gelb gebraten.
V e s a u u n e n i e
lenk dürfen ja nicht durch das so
beliebte Ausziehen des Gliedes zu he
ben versucht werden. Am besten und
schnellsten tritt man vielmehr den
Nachtheilen einer Verstauchung ent
gegen, wenn man das beschädigte
Glied so lange ruhig hält und mit kal
ten Ueberschlägen bedeckt, bis aller
Schmerz bei der Bewegung durchaus
verschwunden ist, »vorauf alsdann noch
eine Einwicklung mit einer Flanell
binde zu erfolgen hat.
V e a u e a a n
schuhe können wieder brauchbar ge
macht werden, indem man sie schwarz
färbt. Man löst ein Stückchen Alaun
in warmem Wasser auf und bestreicht
damit mit einem Pinsel oder Läppchen
die Handschuhe, wobei man ein Stöck
chen in jeden Finger steckt. Sind die
Handschuhe trocken, bestreicht man sie
mit dem Wasser, worin man Blauholz
tüchtig gekocht hat. Nach dem Trock
nen werden sie violett. Man streicht
die Farbe zum zweitenmal aus, und
wenn sie trocken geworden ist, Baumöl
darüber, worauf die Handschuhe
schwarz und weich werden.
U s i a u e i e
Weise z u erwärmen, gibt
es ein einfaches, wenn auch wenig be
kanntes Mittel, das wir unseren Le
fern hiermit zur Beachtung empfehlen.
Es besteht darin, daß man mit ge
fchlossenem Munde einen langen, tV
sen Athemzug thut und dies wieder
holt, bis die Wärme zurücklehrt, was
durchaus nicht lange dauert. Dies
tiefe Alhmen befördert den Kreislauf
des Blutes und führt ihm frischen
Sauerstoff zu. Das Blut strömt frei
bis in alle Ausläufe der Adern und
erzeugt auf diese Art eine größere
Wärme. Auch allerlei beginnende
Uebel und Erkältungen werden durch
regelmäßig wiederholtes tiefes Athmen
verhindert.
N e s s e s u ch tritt bei manchen
Personen regelmäßig nach dem Genuß
einer bestimmten Speise auf. Merk
würdigerweise sind es jedoch ganz ver
schiedene Nahrungsmittel, welche bei
den einzelnen Menschen die ganz gleiche
Erscheinung hervorrufen. Bei dem
einen stellt sich der Ausschlag nach dem
Genuß von Fischen oder Krebsen ein,
bei dem andern, nachdem er Schwei
zerlese oder Eierkuchen aß, wieder an
dere können keine Erdbeeren genießen,
ohne nicht bald darauf von Nesselsucht
geplagt zu werden. In leichten Fäl
len zeigen sich nur kleine, rothe Flecken,
die stark jucken, in schweren Fällen je
doch sind oft ziemlich große Hautflä
chen stark geröthet und hier und da mit
Blasen bedeckt, genau wie bei einem
Menschen, welcher den Brennesseln zu
nahe kommt. Einfache Hausmittel zur
Linderung des sehr lästigen Hautreizes
sind öfter wiederholte Waschungen mit
Essigwasser (etwa Wasser und
Essig). Noch angenehmer wirkt Citro
nensaft anstatt Essig. Den schnellsten
und nachhaltigsten Erfolg haben jedoch
Waschungen mit nur einprozentiger
Karbolsäurelösung, infolge ihres des
infizirenden Einflusses. Nach jeder
Waschung, gleichviel ob Essig. Citrone
oder Karbol verwendet wurde, pudere
man die erkrankten Stellen tüchtig mit
Reispuder oder auch gewöhnlichem
Kartoffelmehl. Rathsam ist es, auch
ein Abführmittel zu nehmen. Bei Be
folgung dieser einfachen Maßregeln
schwindet der Ausschlag rasch. Nur in
ganz außerordentlich schweren, selte
neren Fällen mit erheblicher Tempera
tursteigerung ist es manchmal nöthig,
innerlich etwas Salyzil zu nehmen.—
Natürlich ist es rathsam. die Speisen,
nach dene"'Nesselsucht auftritt, zu ver
meinen.
i e a e e s o e S
beim Ei kann ganz verschieoen
ausfallen. Diese Erscheinung wird
der Qualität des Futters zugeschrie
ben und bezieht sich nicht allein aus die
Hühnereier, sondern findet auch auf
alles übrige Hofgeflügel und dessen
Eier Anwendung. Wenn z. B. ein
Teich von großen, denselben theilweise
überragenden Eichen umgeben ist, so
daß die herabfallende Eichelfrucht von
Enten gefressen wird, so färbt sich
deren Eidotter infolge des Gerbstoffes
dunkel werden die Eicheln während
der Legezeit, und zwar in große: e..
Quantitäten, von den Enten gefressen,
so kann der Fall eintreten, daß sich
die Dotter beim Kochen der Eier in
tensiv schwarz färben, wodurch man
sich zu der Annahme berechtigt glauben
könnte, die Eier seien verdorben. Solche
Eier verlieren aber gar nichts an Ge
schmack und Nährwerth. Füttert man
aber ausschließlich mit Getreide. Mehl
und Kartoffeln, so bleibt der Dotter
blaßgelb, steht den Enten aber ein
freier Auslauf zu Gebote, so daß sie
sich von Kerbthieren oder überhaupt
von animalischem Futter nähren, so
nehmen die Eidotter eine hochgelbe
Farbe an. Leben Enten auf salzhal
tigen Gewässern und müssen sie dort
ausschließlich ihr Futter suchen, so er
halten die Dotter eine hochrothe,
orangenfarbige Nüance, die aus dem
selben Grunde auch den Dottern der
Eier von Strand^ und Seevögeln
eigenthümlich ist. Wenn man die Hüh
ner mit Getreide. Kleie oder gekochten
Kartoffeln füttert, so sind die Dotter
der von ihnen gelegten Eier blaßgelb,
will man dagegen orangefarbige Dot
ier erzielen, so müssen die Hühner
einen freien Auslauf haben, und ihnen
Grasplätze zur Verfügung stehen, w»
sie Gewürm u. s. w. finden.
e e n a s U n e i n
e n v o n n e n i n V i e
st e n hat man zuweilen geltend
gemacht, daß die Milben oder Hühner
lause auf das größere Vieh übergehen
und dieses plagen könnten. Diese Be
fürchtung ist grundlos, denn jenes Un
geziefer überträgt sich nicht auf der
artig verschiedene Thiere, ebensowenig
auf den Menschen. Allerdings sollte
man die Sitzstangen der Hühner in
Viehställen so anbringen, daß das
Vieh oder dessen Futter nicht von den
Hühnern beschmutzt wird. Sollte das
Vieh gelegentlich Federn mitver
schlucken, so sind dieselben, wie Ver
suche ergeben haben, ohne Nachtheil für
die Thiere. Die Vortheile, welche
durch das Unterbringen von Hühnern
im Kuh-, Ochsen- oder Pferdestall be
dingt werden, sind sehr bedeutend. Es
handelt sich dabei nicht nur um die
Raumersparnis, sondern auch um die
Wärme. Ein Hühnerstall, welchen man
eigens errichten muß, ist kostspielig und
ist trotzdem für die Anzahl der gehal
tenfrt Hühner oft zu eng. Im Vieh
ftr.il haben die Hühner lustige, geräu
:nige Sitze, und sie werden sich für die
gebotene Stallwärme in jeder Hinsicht
dankbar erzeigen, einerseits durch
bestes Gedeihen und andererseits durch
reichen Eierertrag. Können derartig
gehaltene Hühner zugleich weit auslau
fen, aus geräumigen Höfen, vor den
Scheunen, im Herbst auf den Stoppel
selbem, in den Kohl- und Gemüse
ackern zu gewissen Zeiten im Frühling
und Herbst auch in den Gärten sich
umhertreiben, so kann man sicher sein,
daß diese Hühner, ohne namhafte Ko
sten zu machen, einen außerordentlich
hohen Ertrag einbringen.
n e n ö e n e
Schweineställe muß die Pein
lichste' Sauberkeit herrschen, weshalb
man gut thut, dieselben aus Cement
oder emaillirtem Eisen anzufertigen,
da diese sich am leichtesten reinigen las
sen. Aber auch diese Tröge müssen
täglich gereinigt werben, damit in den
selben keine Futterreste zurückbleiben,
da diese schädliche Säuren entwickeln.
Großer Werth ist auf gute und reich
liche Einstreu zu legen. Neben Stroh
werden neuerdings Torfstreu und
Sägespäne miteinander vermengt em
pfohlen. Die Streu muß stets trocken
sein nasses und multriges Stroh ist
sehr gefährlich. Bei der Einstreu von
dumpfigem und angeschimmeltem
Stroh bekommen die Ferkel oft Lun
genkrankheiten und gehen ein.
e n k a n e n Z i e e n
stall! In der kalten Jahreszeit
vergesse man nicht den Ziegenstall,
denn die Ziege ist ein weichliches Thier.
Alle Ritzen, Spalten und Fugen ver
stopfe man mit Moos, Werg oder
ähnlichem Material und sorge auch
stets für ein gates und reinliches La
ger. Ein warmer Stall bedeutet auch
Futterersparniß, da ein Thier, welches
unter der Kälte zu leiden hat, viel
mehr fressen muß. Ferner ist es durch
aus nicht gleichgiltig. wie die Ziege
durch den Winter kommt, sondern eine
gute Durchwinterung ist auch von Ein
flufe für die Milchergiebigkeit des
nächsten Jahres.
A e s e k a e e i
Gänsen. Alte Gänse haben rauhe
Füße, starke Flügel, dicken, starken,
unbiegsamen Schnabel, gröbere Fe
dem, dicke Haut und um die Augen
röthliche bis rothe Ringe jüngere
Thiere erkennt man an der Zartheit
der Haut unter den Flügeln und an
den Flügelspitzen, ferner haben diesel
ben um die Augen Ringe, welche bei
weißen Gänsen blaßgelb, bei grauen
orangefarbig erscheinen. Alte Enten
zeigen dieselben Merkmale wie die
Gänse, mit Ausnahme der Augenringe.
fSpanisrfif .laben im fli irn!
Ihre Anhänglichkeit zu Heimathlanr
und Muttersprache.
Reue «ntnÄpsung»,, Zur* tit Znquifitio
vertrieben Jüdische Gelehrt« Spanisch»'
Stamen Spanisch jüdische Zeitungen
Stellung der Juden im Orient.
Hervorragende spanische Schriftstel
Ter haben in letzter Zeit begonnen, die
Aufmerksamkeit aus den Umstand zti
lenken, daß
dit
Juden im Orient 400
Jahre hindurch die kastiüanische
Sprache, die einst ihre Väter in Spa
nien sprachen, wenn auch etwas ver
unftaltet, treu bewahrt haben. Jü
disch-spanische Studentenverbindun
gen, die in Wien bestehen, haben die
so lange unterbrochenen Verbindungen
wieder angeknüpft, und fpanischerseits
haben die ersten Literaten mit einem
Geschenk ihrer Werke geantwortet.
Das Vorhandensein großer Grup
Pen spanischer Juden im Orient ist für
Viele nichts Neues. Weniger bekannt
dürfte es aber sein, daß diese Israeli
ten, die durch die Inquisition aus
ihrer damaligen Heimath vertrieben
wurden, mit den alten, von den Lite
raturhistorikern schon verloren ge
glaubten Romanzen und Gesängen
auch noch eine Zuneigung zu dem
Lande und der Nation als solcher sich
erhalten haben. Die Jahrhunderte
scheinen bei ihnen den Groll ausge
löscht und so etwas wie eine Sehnsucht
nach den Stätten, wo sie einst glücklich
waren, hervorgerufen zu haben.
Unter der Herrschaft der Mauren
sprachen die in Spanien ansässigen
Juden Arabisch aber in dem Maße,
wie die Reconquista fortschritt, eigneten
sie sich das Kastilianische an und dien
ten nun vielfach als sehr nützliche und
wichtige Vermittler der alten Kultur
schätze, die die Araber zurückließen.
Schon um die Mitte des 13. Jahrhun
derts verfaßten jüdische Aerzte, Philo
sophen und Rabbiner ihre Schriften in
spanischer Sprache, und unter der Re
gierung Alphons des Weisen llbertru
gen sie darein arabische Werke religiö
sen, medizinischen, astronomischen und
selbst kunstgewerblichen Inhalts. Die
spanischen Liederbücher des 14. Jahr
hunderts sind voll von Poesien jüdi
scher Dichter. Sogar bei den gottes
dienstlichen Handlungen wurde viel
fach, wohl weil das Hebräische in Ver
gessenheit gerathen war, die spanische
Sprache verwandt, so daß es nicht wei
ter wunder nehmen kann, daß sie diese
als ihre eigene betrachteten, als sie
bald 500,000 treu ergebener Untertha
nen mehr zählen würde. Aus zahl
losen Aeußerungen geht hervor, daß
diese Juden in bewußter Weise an der
spanischen Sprache festhalten wollen.
l'uflfTotteihUeieiiie
Ende des 15. Jahrhunderts das Land Württemberg. der Rheinprovinz,
verlassen mußten. Einige zogen nach i Schleswig-Holstein und Hamburg.
Südfrankreich, andere nach Italien, i Unser französischer Schwesterverein
England und den Niederlanden. Ein 1 hat sich aus der Besorgniß heraus ent
großer Theil aber wanderte nach dem wickelt, von Deutschland in Bezug auf
Orient zurück. Während die erstem die Luftschifffahrt überflügelt zu wer
aber bald die Idiome der genannten den. Planmäßig kündete die ge
Länder annahmen, bewahrten letztere, stimmte französische Presse die Grün
die in Städten mit einer sich aus den I dung der französischen nationalen
verschiedensten Rassen zusammensetzen-j Luftschifferliga an der Gedanke
den Bevölkerung lebten, die spanische wurde vom wissenschaftlichen und pa
Sprache als Bindeglied und Verstän
digungsmittel unter sich, und zwar bis
auf den heutigen Tag. Es handelt nationale Eifersucht, liefen sofort au
sich dabei keineswegs um kleine Kreise, ßer beträchtlichen Kapitalien zahlreiche
Der Leiter der jüdisch-spanischen i Anmeldungen ein. Schon nach einem
Schule in Bukarest schätzt die Ge- Monat waren 21 Preise von je 1000
sammtzahl der Spanisch sprechenden
i
Unter solchen Umständen empfindet
man es in Spanien vielfach als eine
moralische Pflicht, diese intellektuelle
Annäherung zu fördern und die,
welche in der Ferne die nationale
Sprache nicht nur bloß sprechen, son
dern ihr auch von Herzen zugethan
sind, wieder an das gemeinsame Va
terland zu fesseln.
Juden im Orient auf über 500,000. i stellt. Bis zum 10. Dezember konnte
Auch die Familiennamen sind meist die Liga über 1876 ordentliche Mit
noch spanisch geblieben, und Namen
wie Campos, Castro, Rodiguez, Cal
deron, Perez sind z. B. bei ihnen ganz
geläufig. Die Frauen nennen sich An-
Nivalifirende Organisationen in
Deutschland und Frankreich.
Gründung der Lustflotten-Bereine Etüh
punkte de» Teutschen Verbände» -AranzS
fische Vesorgnift verschiedene Ritt«!.
Reiche Preise Kührer und Maschinisten.
Die „Kölnische Zeitung" schreibt:
Es ist interessant, wie bei den bei
den Nationen, der deutschen und ver
französischen, die Lösung des Luft
fchifffahrts-Problems. mit verschiede
nen Mitteln angestrebt wird. „La
Ligue Nationale Aerienne" ist oer
französische Schwesterverein unseres
Deutschen Luftflotten-Vereins (Ceu
trale Mannheim). Er datirt feine
Gründung vom 2. September 1908.
Unser deutscher Verein wurde am 7.
Juli 1908 gegründet und führte bis
nach der Katastrophe von Echterdingen
ein nicht seiner Bedeutung entsprechen
des Dasein. Die gewaltige nationale
Begeisterung, die dem Unfall Zeppe
lins folgte, zog magnetisch alle Gemü
ther an und führte damals ganz be
techtigterweife alle Spenden an einen
einzigen Ort, den Bodensee. Nachdem
aber hier durch eine Sammlung von
rund 6,000,000 Mark die Gewähr da
für geboten worden war, daß das Le
benswerk des Grasen v. Zeppelin
seine weitere Entwicklung nehmen
konnte, glaubte man doch auch der
Lustschifffahrt im allgemeinen das
wachgerufene Interesse der Nation cr
halten zu müssen. Bei allen Sachver
ständigen steht es fest, daß auch die
andern Systeme, die wir unter dem
Namen Bollonettluftfchiffe zusammen
fassen, ihre unbestreitbaren Vorzüge
besitzen. Abgesehen hiervon aber stellt
uns die Zukunft der Luftschifffahrt
viele organisatorische Probleme, die
am schnellsten und am vollkommensten
durch die Theilnahme der ganzen Na
tion zur Lösung 'gelangen. Von der
Bedeutung der Luftschifffahrt für die
moderne Kultur sind wir heute alle
überzeugt. Diese Erkenntniß prägt
sich deutlich aus, seitdem der bekannte
Industrielle Karl Lanz in Mannheim
an die Spitze des Deutschen Luftflot
ten-Vereins getreten ist die Bestre
bungen sind durchaus friedliche, aber
zugleich auch nationale, und damit
hängt es zusammen, daß in den Ver
ein nur Deutsche als Mitglieder auf
genommen werden. Er wächst stetig
seine Hauptstützpunkte sind zurzeit in
Baden, Brandenburg, Westfalen,
gela, Amada, Buena, Flor, Estimada, Grundsatz internationale sein sollen,
Fermosa, Nina, Senona, Virtus, mit der Einschränkung, daß die Kon
Sol, Esperanza. Zahlreiche spanisch- teste um sie auf französischem Boden
jüdische Zeitungen sind in den letzten ausgefochten werden müssen. Der
50 Jahren entstanden, als erste 1846 Deutsche Luftflotten-Verein hat heute
die „Puertci de Drienta" in Smyrna, etwa 2000 Mitglieder, und der Iah
später „La Luz de Israel." „El Na- i resbeitrag eines Mitgliedes beträgt
clonal," ..El Tempio" (verderbt aus nur 3 Mark.
Tiempo), „El Progrcso," „El Tele- Ganz verschiedenartig sind auch die
grafo," „El Sol" in Konstantinopel, praktischen Ziele der beiden nationa
„El Lunan" und „La Epoca" in Sa
lonik, „La Esperanza" und „La Ver-
i i n e. Eine reichhaltige.
60 Meilen von Tacoma, Wash., im
Gebirge liegende Arsenikmine wird
jetzt von Rev. I. M. Littell. Pastor
einer Presbyterianerkirche in Tacoma,
und anderen Geistlichen betrieben. Vor
fünf Jahren war diese Mine von einem
Metallsucher Namens Williams zufäl
lig entdeckt worden. Eine fachgemäße
Untersuchung der von ihm abgebroche
nen und ihm selbst.unbekannten Stück
chen eines grauen Minerals «gab
alsbald, daß man eS hier mit einer
Mine fast vollkommen reinen Arseniks
zu thun hatte.
dad" in Smyrna, „El Dragoman," fördern. In der Flugmaschine allein
„El Corres de Viena" in Wien. In sieht sie das Heil, die zukünftige £rt
der Türkei nehmen über 1000 spanische Bewegung durch die Luft. Der deut
Juden Staatsämter ein. Man begeg- fche Luftflotten-Verein sucht seinen
net ihnen in fast allen Ministerien und Schwerpunkt im „Luftschiff." Im
auch im Heere. Unter den Kaufleuten Hinblick auf feine bescheidenen Mittel
stehen sie mit an erster Stelle. Viele wird die Förderung der Vervollkomm
versichern, daß, wenn die spanischen nung von Luftfahrzeugen aller Art
Konsuln angewiesen würden, sie in die! und der Bau von Hallen zur Bergung
Matrikel aufzunehmen, Spanien sehr
triotischen Standpunkt aus begrüßt
und, angeregt durch die angedeutete
Francs der Liga zur Verfügung ge-
glieder verzeichnen, die je 5 Francs
jährlich bezahlen. Rene Quinton
übernahm die Vereinsleitung. Die
Liga hat bestimmt, daß die Preise im
1
len Vereine. Die französische Liga
will jetzt ausschließlich die Flugtechnik
von Luftfahrzeugen wohl noch lange
ein frommer Wunsch bleiben. Dahin
gegen hat die Einrichtung von Schulen
zur Unterweisung von geeigneten Leu
ten, die als Führer und Maschinisten
für den Luftverkehrsdienst ausgebildet
werden sollen, bereits greifbare Ge
staltung gefunden. In der Luftschiff
technik besitzen wir bereits reiche Er
fahrungen, während wir in der Flug
technik, obwohl unser Landsmann
jptto Lilienthal hierin der Welt den
Meg gewiesen hat, bisher gar nichts
geleistet haben.
Vatz-Eanverra.
Australiens künftige Hauptstadt
Naß-Canberra ist heute noch eine un
bewohnte Einöde.' Nach neunjährigen
Kämpfen hat man sich entschlossen,
zum Sitze des Commonwealth weder
Sydney noch Melbourne zu machen,
noch eine der vielen kleineren Städte,
die zwischen diesen beiden liegen. Au
straliens neue Hauptstadt wird auf
neutralem Boden, mitten im „Busch"
entstehen. Für die neue Hauptstadt
wird wahrscheinlich ein Territorium
von 900 englischen Quadratmeilen be
willigt werden außerdem soll sich
bieran noch ein schmaler Landkreisen
suaen. ver Aay-tz.anderra dutch Ver
bindung mit dem an der Südostküste
gelegenen Hafen von Jervis-Bay zu
einer Seestadt machen wird. Das
ausgewählte Gelände ist ein maleri
sches Gebirgsland, dessen Höhe zwi
sehen 2000 und 3000 Fuß schwankt.
Ein Umstand, der das Erbauen der
Parlamentsstadt erleichtert, ist das
Vorbandensein von arosten Sandstein-
G. R. Brainard
Rechtsanwalt
Telephon Nr. 7?
daß so viele Krankheiten, welche augenscheinlich der Geschicklichkeit be
rühmter Aerzte getrotzt haben, dem beruhigenden Einfluß eines ein
fachen Hausmittel weichen, wie
und Marmorlagern. In Sanvstem
und Marmor wird sich also dort in der
Wildniß in wenigen Jahren eine
Stadt erheben, um den Parlaments
Mitgliedern,
die jetzt interimistisch in
Melbourne tagen, ihre gastlichen Thore
zu öffnen. Erst wenn alle nothwen
digen politischen Gebäude ausgeführt
sind, wird auch Land an Miether ab
aeaeben werden.
Mie kommt es»
s
2llyenB*aut
Weil er direkt an die Wurzel des Uebels, die Unreinigkeit im
Blut, geht. Er ist aus reinen, Gesundheit bringenden Wurzeln und
Stcäuterit hergestellt, und ist über ein Jahrhundert lang im Gebrauch
gewesen, lange genug, um seinen Werth gründlich zu prüfen.
Er ist nicht, wie andere Medizinen, in Apotheken *u haben, sondern wird
den Leuten direkt geliefert durch die alleinigen Fabrikanten und Eigenthümer,
G. A. Ebbert,
Präsident
Leihen Geld auf Farmen. Final Proofs und Contests.
Feuer-, Hagel- und Lebensversicherung. Dampfschisf-Fahrkarten.
Besorgen Landgeschäfte aller Art reell und schnell.
Kolleetionen werden prompt besorgt. Wenden Sie sich an uns.
Wir sprechen deutsch!
Deutsche, die Rechtssachen zu erledigen haben, finden hier alle Auskunft.
ANAMOOSE, Nord-Dakota-
Beste Farm-Maschinen
Wir sind bereit, dem deutschen Publikum die besten Maschinen und
Farmgeräthschaften zu zeigen und zu beweisen, daß ein großer Unterschied
besteht zwischen Maschinen die zum Verkauf für Cataloghäuser fabrizirt
wurden und denen die wir halten, und diese von Cataloghäusern garnicht
gehalten werden können. Wenn wir das nicht beweisen können, sind wir
bereit, dem Zweifler eine Engine von Ii bis zum 30 Pferdekräften zu
schenken.— Unsere Maschinerie kann auf Probe genommen werden.
Wenn nicht zufriedenstellend, nehmen wir sie zurück es kostet Sie nichts
als den Versuch.
Gasolin-Engine, Pferdekraft, nur *66.50—wir haben sie bis zu
80 Pferdekräften. Wir halten die berühmten Reeves Maschinen und
Dampfpflüge in allen Größen. Tauschen auch alte Gasolin-Maschinen
gegen neue um und geben Ihnen Kredit auf lange Zeit.
F. D. ^mith.
C. F. Schaefer,
Secretär
Rugby, Nord-Dakota
Ich bin in der Lage, Ihnen Fleisch
zu den denkbar niedrigsten Preisen zu
verkaufen.—Habe stets das beste Rind
fleisch, Schweine- uvd Schassleisch,
sowie andere Sorten, an Hand
Wurftwaaren aller Art
immer frisch. Wir verwenden zum
Wurstmachen nur das beste Fleisch
und deshalb sind unsere Würste auch
Weit und breit als außergewöhnlich
Wohlschmeckend und delikat bekannt.
Sie kennen wohl den Platz
Zsham s Fleisch-Lade«
Lynn Jfham, Eigenthümer
Rugby, X. Daik.
'VT— 'TfWW

DR. PETER FAHRNEY & SONS CO.,
112-118 So. Heyne Ave., CHICAGO, ILL.
FARM MORTGAGE
Land and Loan Company
Tiger Drills, Grand Detour Pftüge und Scheibeneggen
Cleland Putzmühlen,
galvaniftrte Getreidebehälter u. Fountain WassertrSge
im Farmers Elevator

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