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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, March 18, 1909, Image 3

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V o a a e e
lsch a e n. Auf der Eisenhütte Pho
nix in Ruhrort wurde der' verheira
'thete Hammerschmied Kuklinski beim
'Lochen an der Blockwalze von einem
200 Centner schweren Schlaghammer
vor bis Brust gestoßen. Kublinski war
alsbald todt.
U e e a e n e N i e e n
In der Berliner Medizinischen Gesell
fchaft stellte Dr. Unger einen Hund
vor, dem er zehn Tage zuvor beide Nie
ten herausgenommen und dafür die
Nieren eines anderen Hundes eingesetzt
hatte. Das Thier hatte die Operation
sehr gut überstanden und war wohl
und munter.
e k w i e a v o n
Blutvergiftung. In Hörstein
in Unterfranken prellte sich ein Bauern
junge beim Holzmachen mit dem Axt
«stiel am Knie und erlitt dabei schein
bar nur blaue Flecken. Bald aber
.stellte sich Fieber ein, das Knie schwoll
und der Junge erlag unter furchtbaren
Schmerzen einer Blutvergiftung.
K a z w i s e n i
a n e n u n K a a i n i e i
Eine Karabinieripatrouille überraschte
kurz nach Mitternacht in der sardini
schen Ortschaft Tortoli eine Bande von
40 bewaffneten Banditen, welche in
Awei Abtheilungen das Städtchen zu
Überfallen versuchten. Es kam zu einem
lebhaften Feuergefecht, bei dem mehrere
Briganten verwundet wurden. Es ge
lang den Räubern jedoch, zu entkom
men.
A u e i n e E i s s o e
in's Meer getrieben. Bei
Flensburg, Schleswig, brach eine grö
Here Eisscholle ab und wurde mit
.einem Erwachsenen und fünf Kindern
in die Außenföhrde getrieben. Ein
Fischer, der den Vorgang bpmerki
chatte, fuhr mit einigen Kameraden der
Scholle nach, und es gelang ihnen un
ter großen Anstrengungen schließlich,
sämmtliche Personen vom sicheren Tode
zu retten.
e o e u u e e I
Kellergeschoß des Gastwirths Lemser
in Lucka, Thüringen, war man seit
längerer Zeit auf einen stark nach Pe
troleum riechenden Wasserquell auf
merksam geworden. Ursprünglich
schüttete man das Wasser weg. Spä
ter ließ der Besitzer des Grundstücks
den Quell in ein gemauertes Bassin
.fassen. Aus diese Weise gelang es, tag
lich 2 bis 2\ Liter des tadellos brenn
baren Erdölâ zu gewinnen. Jetzt ist
man mit Bohrversuchen beschäftigt, um
die Gewinnung eventuell ergiebiger zu
gestalten.
i n e e n e e
schössen. Auf einer Varietebühne
in Caserta, Italien, zeigte der srnn
zöfifche Schütze Memerot seine Schieß
fünfte. Frau Memerot hielt das Ziel:
Eier, Visitenkarten, Scheiben und an
deres. Auf einmal ertönte ein mark
erschütternder Schrei. Alles stürzte
aus die Bühne, und man fand endlich
im Ankleidezimmer die Soubrette
Emma Sabino blutüberströmt todt
auf dem Boden liegend. Eine der Ku
geln hatte die dünne Holzwand durch
bohrt und war der Sängerin in die
rechte Schläfe gedrungen.
I n u n e n s i e W e i s e
mißhandelte in Jeus an der
deutsch-französischen Grenze ein Mann
feine Stieftochter. Das Ehepaar Zipfel
hat fünf Kinder. Von diesen wurde
das älteste, ein Mädchen von zehn Iah
ren, das die Mutter mit in die Ehe
gebracht hatte, zu Einkäufen ausge
schickt, wobei es das ihm mitgegebene
Zweimarkstück verlor. Als das Kind
heimkehrte und sein Mißgeschick er
zählte, bekam Zipfel eine solche Wuth,
daß er dem Mädchen mehrere Stiche
mit einem Messer in den Kopf versetzte,
so daß das Kind blutüberströmt zu
sammenbrach. Dann machte der Un
hold einen Feuerhaken glühend und
brannte damit der weinenden Kleinen
mehrere tiefe Löcher in die Oberschen
kel. Zipfel wurde verhaftet.
A u e i n i e s a s o
jekt. Ein Prozeß um eine kleine
Menge städtischen Pferdemist beschäf
tigte in Halle a. d. Saale das Schöf
fengericht und brachte einer armen Ar
beitersfrau eine Gefängnißstrafe von
einem Tage ein. Die Frau hatte auf
einem städtischen Platz, am Gesund
brunnen, wo die städtische Kehrkolonne
den Straßenkehricht zusammenfährt,
einen Sack voll Pferdemist herausge
sucht, um ihn an einen Gärtner zu der
kaufen. Für einen Handwagen voll
derartigen Mistes werden 50 Pfennige
gezahlt. Ein Magistratsbeamter sah
den Frevel und erstattete Anzeige. Die
Frau gab an, ihr Mann fei um jene
Zeit arbeitslos, ein Kind krank gewe
sen. Das Schöffengericht berieth lange
über den eigenartigen Fall, gelangte
aber zu dem Urtheil, daß Diebstahl
vorliege, für den auf einen Tag Ge
sängniß erkannt wurde. In der Ur
theilsbegründung kam das Bedauern
des Gerichts über die Anzeige zum
Ausdruck. Es wurde gesagt, das Ge
richt habe lange Erwägungen ange
stellt, um eine Konstruktion zu finden,
nach der die Angeklagte freizusprechen
sei. Leider aber habe der Thatbestand
des Diebstahls als gegeben erachtet
rdoch
erden müssen. Die Angeklagte wurde
der Begnadigung empfohlen.
e e e e n a a s
S ch w e i n e e i e r. In der
pfälzischen Stadt Zweibrücken hatten
sich ein Referendar und ein Arzt zu
einer lustigen Wette gefunden. Der
Referendar versprach, in Frack und
Cylinderhut ein Schwein durch die
Straßen der Stadt zu treiben, und der
Arzt behauptete, daß ein Jüngling aus
besseren Ständen das nienfrtls wagen
würde. Der Referendar kleidete sich
festlich an, und mit Hallo jagte er das
Schwein durch die Straßen der Stadt.
Dies Stücklein brachte ihm einen Ver
weis seiner vorgesetzten Behörde ein,
und es hatte noch einige ergötzl' ^e Fol
gen. Vor allem wandten sich die Flei
scher Zweibrückens gegen die Gerichte.
Sie erachten es für eine durchaus to
benswerthe Beschäftigung, ein Schwein
zu treiben, und wollen es dem Reseren
darius danken, daß et sich dieser ehren
werthen Arbeit mit Würde und gutem
Humor gewidmet hat aber auch die
juristische Seite des disziplinarischen
Verweises wird bekrittelt. Denn vor
zwei Jahren wurde den bayerischen
Rechtspraktikanten anempfohlen, daß
fit sich in irgendwelchen technischen, in
dustriellen oder gewerblichen Betrieben
nach Möglichkeit umsehen sollen. Bos
hafte Menschen denken- nun, daß der
Referendar durchaus nach dem Willen
der Behörde handelte, als er sich in der
Rolle des Schweinetreibers versuchte.
e i e o i z i e u n E i n
brecher. In Sofia brach unlängst
ein Strolch Nachts in die Wohnung
eines Reiter-Oberleutnants ein und
machte sich in dessen Garderobe zu
schaffen. Das Unglück will, daß aus
der Reithose des Offiziers eine Tabak
dose mit Lärm zu Boden fällt und den
Eigenthümer weckt. Dieser springt aus
dem Bette, saßt den Einbrecher sehr
unsanft beim Rockkragen und läutet
auch seinen Burschen herbei. Herr und
Diener prügeln den Strolch Windel
weich. Dann entwickelt sich folgender
Dialog: Oberleutnant: „Was hat
Dich in meine Wohnung getrieben?"—
Strolch: „Die Noth, Herr Oberleut
nant, ich habe nichts zu beißen."
Oberleutnant: „Weißt Du denn nicht,
daß gegen Ende des Monats kein
Knopf bei mir zu finden ist? Laß Dies
einmal untersuchen." Der Ober
leutnant findet fünf Franken in den
Taschen des Einbrechers, übergibt das
Geld dem Burschen mit dem Befehl:
„Kaufe morgen Thee und Zucker" und
läßt den armen Strolch frei mit der
Aufforderung, am Ersten wieder zu
kommen, um sich die fünf Franken zu
holen.
K u u i e n a u s
Bayern. Nach dem Bericht eines
Starnberger Blattes gibt es in Ober
bayern eine kleine Landgemeinde, die
insgesammt 151 Köpfe zählt. 2)n:
Einkommen der Leute beläuft sich in
Jahre auf durchschnittlich 36,000
Mark für Getreide, Obst und Milch.
Das ganze Obst und die gestimmte
Milch werden verkauft. Dafür kommt
jedes Jahr für 10,000 bis 12,000
Mark Bier in's Dorf. Also rund ein
Drittel der gesammten Einnahmen bet
Dorfbewohner wirb in Bier vertrun
ken! In ber Gemeinbe sinb fünf Säu
fer. ein sechster ist gestorben, er hat sich
unmittelbar zu Tode getrunken. Schon
die Schulkinder und noch kleinere be^
kommen Bier, weil Obst und Milch
verkauft werden. Die Gesundheits
verhältnisse sind in der Gemeinde trotz
der Wohlhabenheit der Gegend seht
schlecht.
W e e n e i n e s S n e e
a e s n i e e e s o s s e n
In der Ortschaft Spaden, Hannover,
führt der Maurer Lührs seit dem Tode
seiner Frau in seiner Wohnung eine
Art Einsiedlerleben seine Kinder sind
bei anderen Leuten untergebracht.
Einige junge 16- und 17jährige Bur
schen machten sich nun ein Vergnügen
daraus, das Lühr'sche Haus mit
Schnee zu bewerfen. Lührs verbat sich
dies und warnte die Burschen: er
werde schießen, falls sie den Unfug
nicht unterließen. Die jungen Leute
nahmen die Warnung aber nicht ernst:
als sie das Werfen mit Schneebällen
fortsetzten, holte Lührs sein Gewehi
und feuerte mitten in die Schaar der
jungen Burschen hinein. Unglücklicher
weise wurde ein junger Mann, ber 16
jährige Müller, in ben Unterleib ge
troffen unb schwer verletzt.
a u e n n e a e e
Kommis eines Frankfurter Leberge
schästes hatte bei ber Reichsbank 19,
500 Mark unb bei einer Privatfirma
2000 Mark erhoben. Als er das
Reichsbankgebäube verließ, folgte ihm
ein Unbekannter, ber ihn nach einer
Straße fragte unb ein Stück Wegs
mitging. Nach einer Weile hob ber
Frembe ein Portemonnaie auf, bas ein
Komplize bot ihm hatte fallen lassen.
Plötzlich brehte sich biefer Komplize
um unb forberte die beiden unter ber
Erklärung, jenes Portemonnaie gehöre
ihm, auf, ihre Taschen zu leeren. In
feiner Bestürzung zeigte ber Kommis
bas Packet mit ben 21,500 Mark. Der
Frembe vertauschte es mit einem ähn
lichen unb entfernte sich rasch. Erst als
bet Kommis zu Hause angekommer
war. bemerkte er seinen Verlust.
u e n i e e e n s
rettet. Der 13jährige Schulknabe
Fritz Stephan in Leisnig, Sachsen,
rettete einen gleichalterigen Schulkame
raben, welcher burch bie Eisbecke der
Mulde eingebrochen unb schon unter
bet Eisbecke verfchwunben war, von:1
Tode des Ertrinkens.
•M"I I
1 I n a n É
e i e W s e i n a u
Ann Collins in North Abams, Mass..
würbe vor 20 Jahren Wittwe mit sechs
kleinen Kinbern. Sie verbiente seit
her burch Waschen nicht nur ben Un
terhalt für ihre Familie, sonbern er
sparte noch genug, um jetzt, nach ihrem
Tobe, $42,300 zu hinterlassen.
V a e u n S o n e ö
re n. Frank Eichthaler unb sein 17
jähriger Sohn sinb im Southeast Hill
Gebiet, Nebr., erfroren, als sie sich bort
Alliance auf bent Wege nach ihrem
Heim befanben. Die Familie Eichtha
ler hatte sich erst kürzlich in jenem
Gebiete angesiedelt, unb es waren Va
ter unb Sohn mit ber Gegenb noch
nicht vertraut, so baß sie sich verirrten.
i e s e n a o e k i
Die Gila Farm Company plant in
Grant County, N. M^ bie Anlage
eines Riesendammes, welcher breimal
so hoch werden soll, als der von der
Regierung in Elephant Butte projek
tirte, und dreimal so groß wie der be
rühmte Assuan-Damm in Egypten.
Der Damm wird ein Reserboir um
fassen, das eine biermal größere Ka
pazität hat, als irgenb eines, das
irgendwo existirt.
e n k o n e i e n
Als neulich in Concord. N. H., Mayor
Charles H. French die City Hall durch
einen dunklen Gang, welcher nach dem
Theatergebäude führt, verlassen wollte,
traf er in demselben mit einem Bären
zusammen, der einer Menagerie ent
sprungen war. Der Mayor gab dem
Bären einen Schlag auf die Nase und
lief dann, was er laufen konnte. Es
gelang ihm, dem Bären zu entkommen,
bet balb wieber eingefangen würbe.
v i n K u e n e
starke Regenfall im heurigen Winter
hat im Placerville-Distrikte in Kali
fornien Klumpen Golb im Werthe von
$125 an die Oberfläche gebracht. Im
Hangtown Creek haben Goldsucher sich
besonders zahlreich eingefunden, und
das abfließende Wasser hat soviel
Goldstaub hinterlassen, daß sich das
Einsammeln bezahlt macht. Der
Placerville-Distrikt ist derjenige Theil
Kaliforniens, in dem feiner Zeit zuerst
Gold entdeckt wurde.
a n i e i s e
u e. Während das Kreisgericht
von Carroll County in Westminster.
Md., in Sitzung war, stürmte plötzlich
ein Mann in den Gerichtssaal mit der
Meldung, das Gebäude stehe in Flam
men. Richter, Anwälte, Zeugen und
Zuhörer retteten sich schleunigst in's
Frei? und fanden nun, daß das Dach
gesims brannte. Einige der Anwesen
den eilten daraufhin auf das Dach,
rissen das Gesims herab und retteten so
das Gebäude vor weiterer Beschädi
gung. Als die Feuerwehr auf dem
Platze erschien, war nichts mehr für
dieselbe zu thun.
A e o a n i e e
Antrieb. Der Civil-Jngenieur
W. H. Martin, bet in bet Gegenb von
Canton. O., als Farmer ansässig ist,
machte einen ziemlich erfolgreichen
Flugversuch in seinem selbst erfunbe
nen Aetoplan. Obwohl als antrei
bende Kraft der Maschine lediglich ein
Pferd an einem Göpelwerk zur Ver
Wendung kam, legte Martin dennoch
von der Höhe eines Hügels aus einen
Gleitflug von 250 Fuß Länge und
etwa 6 bis 15 Fuß Höhe zurück. Der
Bruch eines Hebels bei der Landung
verhinderte für den Tag weitere Flug
berfuche. Der Erfinder beschloß zur
Fortsetzung der Versuche den Ankauf
eines Motors.
S e i w e e n e i n e s e
n i s s e s Z w e i e e e e n
en Kinbet bon Frau Mary Ferrance
bon Appleton, Wis., bestauben barauf,
baß ihre Mutter in einem schwarz sei
benen Kleide begraben werden solle,
welches diese seit einer Reihe bon Jah
ren im Besitz hatte, aber kurze Zeit bot
het bon einem ihrer Söhne weggenom
men wurde. Um in den Besitz des
Kleides zu gelangen, wurde ein Be
schlagnahmebefehl bon Sheriff Koch
überreicht. Zwei ber Söhne wollten
zwei verfchiebene Leichenbestatter. Ehe
bies erlebigt werben konnte, konsultir
ten bie überlebenben Kinber mit bem
Abvokaten, ber ben Nachlaß zu otbnen
hatte, unb schließlich kam man zum
Entschluß, bie Entscheibung über bie
Leichenbestattet durch da? Auswerfen
einer Münze zu treffen.
o e a u e a u
lebettb auf. In nicht geringen
Schrecken betfiel Frau Kate Sullivan
in bent Oertchen Athens, Pa., als sich
plötzlich bie Thüre ihres Zimmers off
nete unb ihre Tochter, Frau Bruce I.
Hoabley, hereintrat, bie man boch
Tags zuvor in Easton beerbigt hatte.
Mit bem Schrei: „Es ist ihr Geist!"
flüchtete bie Mutter aus bem Zimmer.
Aber bie Gestalt, bie Frau Sullivan
für ben Geist ihrer Tochter gehalten,
war ihre Tochter in Wirklichkeit. Frau
Bruce I. Hoabley war bor einiger Zeit
sputlos betschwunben. Alle Nachfor
schungen nach der Vermißten blieben
erfolglos, bis man letzthin bei Easton
bie Leiche einer jungen Frau aus betn
Kanal zog, bie bann irrtümlicherweise
als bie bet berfchwunbenen Frau
Hoabley ibentifizirt unb als solche be
erbigt würbe, toährenb Frau ©ulli
bans Tochter lebte unb gefunb war.
e n e n a i u n a v
Reuben P. Thompson, früher Arzt
bon Monmouth, N. I., unb gegenwar
tig Insasse des Staats-Zuchthauses
bon New Jersey, weigerte sich, von der
ihm durch den Begnadigungshof ge
währten Entlassung irnt&c Parole Ge
btauch zu machen. Der Arzt wurde
im Januar 1901 in Verbindung mit
bem Tobe eines Kinbes in Long
Branch bes Morbes für schulbig be
funden unb zu einer 18jährigen Zucht
bausstrafe berurtheilt. Mit Abzug bes
Strafnachlasses für gutes Betragen
würde sein Termin im Januar 1914
zu Ende gehen. Dr. Thompson fühlte
als Gründe für seine Weigerung an,
es sei ihm unter dem Parole-System
unmöglich, wieder als Arzt zu prakti
ziren, nur im Falle einer vollen Be
gnadigung könne er wieder Ausnahme
tn der medizinischen Profession sin
den. Im Gefängniß habe er Nahrung
und Obdach, und er wolle nicht auf
bie Straße gefetzt werben, ohne im
Sianbe zu fein, sich feinen Lebens
unterhalt zu verbienen. Der Fall
würbe betn Begnabigungshofe zur wei
teren Beschlußfassung überwiesen.
u n a s e e a s
wüthenbe Gebell seines Hunbes rettete
in früher Morgenstunbe Edward
Tustin in Philadelphia und dessen An
gehörige vor dem Erstickungstode. Er
erwachte und fand das Haus mit Gas
gefüllt, das von überall her zu kommen
schien. Tustin öffnete sämmtliche Fen
ster des Haufes. Er weckte Mutter
und Schwester, die bereits infolge des
Einathmens des Leuchtgases halb be
täubt waren, unb stieg bann in ben
Keller hinab. Dort sah er, baß ein
Dieb ben Gasometer ausgebrochen
hatte, um aus bem Einwurf-Apparat
bie Quarters sich anzueignen. Et be
nachrichtigte ben Polizisten Winn, bet
beim Passiren bes gegenüberliegenben
Hauses ebenfalls ben starken Gasgeruch
wahrgenommen unb bie schon halb be
täubten Bewohnet geweckt hatte. Der
Polizist begab sich barauf auf bie
Suche nach bem Diebe. Auf ben Vet
bacht hin, bas gemeingefährliche Sub
jekt zu fein, würbe ein Kerl in einer
Wirthschaft verhaftet.
Z w i i n e i n 8 A
e i s a u s. Vor Richtet Barlow
in New Uork erschienen bie 39 Jahre
alten Zwillingsbrüder Robert und Da
bid Logan und ersuchten den Richtet,
sie nach irgend einer Anstalt zu senden.
David berichtete, baß sie brei Tage
vorher von Philabelphia zu Fuß in
New Notk angekommen seien, um hier
Arbeit zu suchen. Sie seien bie ganze
Zeit herumgelaufen, ohne Beschäf
tigung zu finben, unb hätten kaum
etwas gegessen. Die Zeiten seien jetzt
schlimmer, als in ben Tagen ber Skla
verei. Damals hätten bie Sklaven
Die Waaren find hier!
Waren die ganze Woche beschäftigt, unsere erste Carladung
Farm-Maschinerie abzuladen und sind nun in der Lage, die
Wünsche der Farmer in dieser Beziehung befriedigen zu können.
Wir halten eine große Auswahl zuverlässiger und garantirter
Waaren. Wir haben so bekannte Fabrikate wie:
Es ist wichtig, daß die Farmer sich über den Werth der Farm
Maschinerie unterrichten und nur solche kaufen, welche am besten
die Arbeit verrichten. Wir können solche den Farmern zeigen.
In Gasoline-Engines haben wir ein großes Lager. Bon
1* Pferdekräften zu $66.50 bis aufwärts zu 30 Pferdekräften.
Haben auch Futtermühlen und Pnmpen-Jacks die dazu gehören.
Es ist freilich etwas früh über Dreschmaschine» zu sprechen,
doch wollen wir nur bemerken, daß wir die Agentur für die be
rühmten Reeves Dreschmaschinen haben. Es giebt keine besse
ren und wenig die so gut sind.
Beseht Misere Maschinen beim
Farmers Elevator,
Rngby, 91. D.
etwas zu essen gehabt. Jetzt sterbe ein
arbeitswilliger Mann aus den Stra
ßen bor Hunger. Er und sein Zwil
lingsbruder seien gern bereit, irgendwo
gegen ein Bett und Essen zu arbeiten.
Richter Barlow willfahrte dem Wunsch
der armen Gesellen und überwies sie
auf einen Monat dem Arbeitshaus.
K a i e i n e S e s
mörder. In Harbor Springs,
Mich., beging Dr. George Beeman, 45
Jahre alt, Selbstmorb in Gegenwart
seiner Frau und seines kleinen Sohnes,
indem er Karbolsäure verschluckte.
Mehrere Minuten lang fand zwischen
dem Doktor und seiner Frau ein ver
zweifelter Kamps statt, da die Frau
versuchte, ihm die Flasche mit dem Gifl
zu entreißen. Das Gift spritzte dabei
der Frau über das Gesicht und die
Arme, wobei sie fürchterlich verbrannt
wurde. Schließlich gelang es Beeman.
sich von seiner Frau loszumachen, und
et schluckte dann den Inhalt des
Fläschchens hinunter. Er brach gleich
darauf todt zusammen.
a i n e s o a e n v e
hüten Lynchgeticht. Der
Negerbursche Eastman Spears in Pen
facola, Fla., welcher einen jungen Wei
ßen, Namens Erns Mertins, durch
einen Steinwurf tödtete, wurde, um
ein Lynchgericht zu bethüten, auf Ge
such der Lokalbehörde durch Marine
soldaten aus dem dortigen Gefängniß
abgeholt und nach dem Flottenbauhof
überführt, wo er unter Bewachung ge
stellt ward. Ein Mob bersuchte unter
wegs den Neger den Soldaten zu ent
reißen, allein die Letzteren pflanzten die
Bajonette auf, und ihr entschlossenes
Auftreten schüchterte die Lyncher ein,
so daß dieselbeit bon ihrem Vorhaben
abstanden.
E e s e i u n u n e
tungsmedaille. In Grand
Forks, N. D., wurde Robert Nelson
auf feinen Antrag hin bon seiner Gat
tin Nellie N. Nelson, die in Philadel
phia wohnt, geschieden, und die eng
lische Regierung übersandte ihm
gleichzeitig einen Orben. Den letzteren
bekam er aber nicht wegen ber muthig
erkämpften Ehefcheibung, sonbern weil
er bei einem Btanbe, ber aus einem
Kriegsschiff ausgebrochen war, meh
reren Männern bas Leben gerettet
hatte. Nelson hatte seine Gattin im
Oktober 1901 in Lachine, Quebec, ge
heirathet, und sie hatte ihn im Mai
1907 berlassen.
a w i n e e S u l
kinder. Etwa 100 Schulkinder,
welche sich in das Lincoln-Schulge
bäude in Springbale. Me., begeben
wollten, wurden von einer Schnee
lawine verschüttet. Die Hälfte der
Kinder trugen Verletzungen dabon,
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