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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, April 01, 1909, Image 8

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

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Aus Süd-Dakota.
Brown bounty.
A e e e n e n 2 2 z
Die Witterung hier ist schön. Gestern
hatten mir einen durchweichenden Regen,
sodaß das Erdreich wohl bald frostfrei
sein wird.
Erhielt einen Bries aus Nußland,
($oit wo? Red dem ich entnehme,
daß von dort viele Leute nach Brasilien
auswandern wollen. Es gehen Peter
Jäger, Matheis Wiest, Matheis Mar
tel und Nickolaus Klein. Sie möchten
wissen, wie es dort ist. (Wir verweisen
die Leute auf Nr. 34 des Blattes, in
welcher wir verschiedene Anfragen im
Briefkasten eingehend beantworteten.
Red.) Ich persönlich denke, Amerika
ist das beste Land für diese Auswanderer,
denn wenn Brasilien ein gutes Land für
europäische Kolonisten wäre, hätte man
jedenfalls schon mehr davon gehört.
Johannes Mangold wird nächstens
nach Rußland zurückreisen, um seine
Familiezu holen.
Als Kilian Jung letzte Woche Gaso
litt in die Lampe gießen wollte,
passirte ihm das Unglück, daß die Kanne
erplodirte. (Wie kann ein Mensch auch
so unvorsichtig sein, diese feuergefähr
liehe Flüssigkeit in eine—jedenfalls bren
nende—Lampe gießen zu wollen?—Red.)
Jung trug schwere Brandwunden an
Händen und Füßen davon und muß seit,
dem das Bett hüten.
Viele der Leser wird es vielleicht inte
res siren zu erfahren, daß meine Tante
Antonia Prötzel in Elsaß, Rußland,
gestorben ist. Grüße an Martin Stroh
in Ponjatowka, der uns so viele interes
sante Neuigkeiten schreibt, sowie an mei
nen Bruder Ludwig und an meine El
tern in Stepanofka, Rußland. Hätte
sehr gerne, daß Herr Michael Reis aus
Stepanofka für den Staats-Anzeiger
korrefpondirte. Gruß auch an alle Le-
ser des Blattes. Lorenz Brotzel.
?dmunvs
County.
Wir haben hier das schönste Früh
lingsmetter. Die Feldhühner machen
sich bemerkbar und wilde Gänse und
Enten haben bereits ihren Einzug ge
halten. Gestern Abend hatten wir einen
guten Regen dieser war gewissermaßen
der Frühlingsvorbote. Bei uns Far
merit werden alle Vorbereitungen zum
Beginn der Feldarbeiten getroffen und
wenn das Wetter so günstig bleibt,
werden wir noch diesen Monat in die
Saat gehen. Das Erdreich ist genügend
mit Feuchtigkeit versehen, sodaß die junge
Saat bald keimen, sprießen und grünen
wird.
Ihr Korrespondent wurde am 17.
März durch den Tod seines jüngsten
Kindes, ein vierjähriges Mädchen, in
tiefe Trauer versetzt. (Wir sprechen
dem geehrten Herrn Korrespondenten und
seinen Angehörigen unser tiefstes Bei
leid aus. Red.) Vor sechs Wochen
wurde das Mädchen mit Diphtheritts
befallen. Der zu Rathe gezogene Arzt
sah keinen anderen Ausweg als Ein
spritzungen zu machen. Die Dosis für
ein Kind in diesem Alter soll 500 Unzen
betlagen, aber der Doktor nahm 2000
Unzen. (Hier handelt es sich jedensalls
um einen Irrthum. Der geehrte Herr
Korrespondent meint jedenfalls Grains,
nicht Unzen. Etwa 7000 Grains sind
an Gewicht einem Pfunde gleich.
Red.) Gleich nach der Einspritzung
machte sich bei dem Mädchen Glieder
lähmung bemerkbar und schließlich ver
lor es auch die Sprache. Der Doktor
gab weitere Medizin, aber am vierten
Tage starb das Kind.
Habe heute auch einen Brief aus
Kandel in Rußland erhalten, in welchem
mir mitgetheilt wird, daß die Frau
meines Onkels Sebastian Lacher infolge
übermäßigen Branntweingenusses in
Kandel gestorben ist.
Peter Mâschtel mußte sich im Hospi
tat in Aberdeen einer Operation unter
ziehen, welche glücklich verlief, sodaß
Herr Mafchtel in der Besserung ist.
Bei Neu-Straßburg, sieben Meilen
östlich von Ipswich, hat Franz Braun
sich eine Schmiedewerkstatt gebaut. (Wir
wünschen ihm besten Erfolg!—Red.)
Die Milwaukee Bahn legte sechs
Mellen östlich von Ipswich ein Neben
geleise tn der Länge von etwa einer
Meile. Hier wird ein neues Städtchen
entstehen. Es wird ein Elevator und
auch ein Laden gebaut und andere Ge
bäude werden wohl bald folgen.
Wendelin Kessler schloß heute Kon
traft ab für Bohren eines artesischen
Brunnens zum Preise von *300. Ich
glaube Wendelin Dosch und Sebastian
Bär werden auch bald seinem Beispiel
folgen.
gen auf seine Farm gezogen.
Heinrich Deschner und Frau reisten
h-u.°
°b nach «btvbm,,
korrefpondiren, ihr Herren in der alten
Heimath sowohl als auch in Amerika
und Eanada, denn die Korrespondenzen
werden stets von allen Lesern mit großem
Interesse gelesen.
Bei Wendelin Dosch hinterließ Ge
vatter Langbein einen munteren Stamm
Halter, desgleichen auch bei Moritz Fi
scher. Bei Auton Malsam aber brachte
er eine niedliche Haushälterin. (Allen
drei Familien unsere herzliche Gratula
tion zu den frohen Ereignissen!—Red.)
Heinrich Engelhart wird dieses Jahr
anfangen zu formen. Auch Rochus
Stroh wird sich der Farmerei widmen.
Wünsche Beiden viel Glück dazu! Ro
chus hat sich bereits vier Pferde gekauft,
für welche er $700 bezahlte.
Soloester Usfelmann kaufte 315 Acker
Land zu $29 den Acker.
Matheis Heitmann verkaufte sein in
dieser Gegend gelegenes Land zu $23
den Acker und kaufte sich solches bei
Bowdle, S. D.
Die Farm, welche Herr Sylvester
Usselmann kaufte, hat Joseph Bender
um den vierten Büschel gepachtet. Er
muß außerdem noch $100 zuzahlen für
das eingezäunte Weideland.
Gruß an alle Korrespondenten und
Leser des Blattes.
Daniel Lacher.
Aus Nord-Dakota
Ami». März h-b-»
Gruß an alle Leser.
-.4 i
Michael Dudenhöser ist vor drei Ta- lichen. Habe viele Schwäger, Bekannte und
Freunde in Amerika, von denen viele in
Nord-Dakota wohnen, bin aber nicht im
.00
ffe I*.
Tochter Katharina besuchen werden. Gesicht kommen, damit sie mir ihre richtige
rw
1
Den Grup meines alten Kameraden besseres Mittel als den Redakteur um diese
Martin Stroh in Rußland habe ich im persönliche Gefälligkeit zu bitten. Ueder
..Ss mittele deshalb Grüße an meine Schwäger
^taats-Ailzeigcl gelesen und erlaube ^nc0i, und August Gefroh, die angeblich in
nur, denselben herzlichst zu erwidern, i Belfvrd (wohl Balfour?—Red.) N. D. |ein
wnf, r„

Lao auch, daß feine Frau Magdalena Habe seit Iahren kein Lebenszei
im Hospital war, aber Gott sei Dank i dien von diesen. Ferner auch an meine
n„, Schwäger Joseph und Michael Gefroh, die
in der Besserung sich befindet. Nur I
wir
S«, J°s-ph'S
Kirch-
das
Deshalb,
Frau Schuck.
DevilsLake, den 22. März.
Am Mittwoch, den 17. März, wurde
in der katholischen Kirche das Fest des
hl. Patrizius, des Apostels Irland's,
großartig gefeiert. Es waren
bic Belchte ab.
Meine Frau, welche seither im Mercy
Hospital war. ist wieder hergestellt und
voll des Lobes über die Pflege, welche
ihr dort zu Theil wurde. Auch die
Aerzte sind tüchtige Leute, denen ich
dankbar bin, daß meine Frau so schnell
hergestellt wurde.
Grüße an meinen Freund Ferdinand
Wolf in Plantersville, Teras. Habe
lange nichts von ihm im Staats-Anzei
ger gelesen. Ist ihm vielleicht die Tinte
eingefroren? Grüße auch alle Lefer
des Blattes.
Stande, Antwort auf meine Briefe zu er-
Adresse schreiben mögen und ich kenne kein
et™,, fallen. (Nein, beide sind bei Bergen, N. D.
slU
immer fleißig für den Staats-Anzeiger an alle anderen Verwandten und Freunde.
1
beide in Nord-Dakota fein sollen, und
Möchte doch gerne einmal von ihnen hören.
Paul Axtmann
in Baden, Rußland.
Aus Wells County.
a v e y e n 2 5 März.
Dem Harvey Herald entnehmen wir,
daß Gottlieb Leintz am 24. März wegen
Ruhestörung und Mißhandlung seiner
Frau verhaftet und unter $500 Bürg,
fchaft für sein Erscheinen im Kreisge
richt gestellt wurde. Auch mußte er
$300 Friedenskautlon stellen. Thut
uns sehr leid, so etwas berichten zu müs
sen. Wir sind über die näheren Um
stände nicht unterrichtet, haben auch kein
Recht über den bedauernswerthen Vor
fall zu urtheilen, wir rathen den Leut
chen aber, sich, wenn möglich, gütlich zu
einigen und diesen Vorfall ohne weitere
Zuziehung der Gerichte zu schlichten.
Unseren Lesern in Harvey und der
Umgegend zur Nachricht, daß Herr
Henry Schatz in Harvey die Agentur
für den Staats-Anzeiger übernommen
hat, Gelder für das Blatt kafsirt und
bereitwilligst Bestellungen auf dasselbe
entgegennimmt. Solche, welche sich die
neuen Landkarten ansehen wollen, die
wir vorauszahlenden Lesern schenken,
können dles in Herrn Schatz's Office
thun, wo dieselben zur Ansicht aus
hängen.
Ter Frühling naht mit Brausen:
Er rüstet sich zur That,
Und unter Sturm und Sausen
Keim still die grüne Saat.
Erwach', erwach', du Menschenkind,
Daß dich der Lenz nicht schlafend sind'.
Das Frühjahr ist da, der Schnee ver-
Kirchw-ihsch I Sch"«°ass-r
gestiert und gestern ceiebrirte N°t-r!^d""h nach etwas gefroren ist und
Jahn Burger das Hochamt.
I »ch
Unseren alten Kameraden Joseph Ge-!ma" "°h« °â auch unseren Farmma
sroh bei Brazil, R. D., mit dem mir jM»»™l»nblei:n an, dch der Ser seinen
als Kinder auswuchseu und mit dem mir gehalten hat, denn sie tragen
auch die Leiden und Freuden des Sol-!-» selbznsnedenes Lächeln zur Schau,
datenlebens durchmachten, müssen ich,! Herr Merick hat die Herren C. Braun
Fran, Schuck und Lorenz Bosch, um und G.Boro auSgelausl und baut einen
Entschuldigung bitten, weil wir nicht,
i
°ug-schw°U-n. da du«
«"c S-uchtigkeit aussaugen tonn.
9ro6en Maschinenschuppeu.
wie abgemacht, zu seinem Namenstag Machbar Heinrich Reich fauste
ihn besuchten. Erstens hatten wir, wie!
ei" |i|ail"
gesagt, hier Kirchweihsest und bann ist: »on(5allW gelegen, n den Ack-r.
auch ber Schnee roeggefchmolzcn, sodaß gekaust, Heinrich, das Land
wir statt im Schlitten hätten per Achs- ipudern ben Preis werth!
die so Meilen von Rugby nach seiner! Adolph Broschal, Fritz Edinger imb
Form zurücklegen müsse», was auch eine' Bonis, welche in Forgo brei Mo
Stropaze gewesen wäre.
Joseph, entschuldige uns auf nächstes **ct '-*'ev angelangt,
^ahv! I Johann ,1tübn reiste nach Mmneapo
Lorenz Bosch hat seinen Plan, ^f woselbst er sich einer Operation im
die Farm zu gehen, wegen der Krank-j ^ziehen wird.
heU seiner Frau wieder ausgegeben und I Darmentzündung
bleibt in Devils Lake.
drei
fremde Priester anwesend, die an der^ ^folg in Germantown.
Feier theilnahmen. I Gust. Bolowitz, der. in Wisconsin
Gestern (Sonntag) war
Vater Jo-
uon
Frank Artmann.
(Herr John Artmann übersandte uns
Als Leser des Staats-Anzeiger, der mir
ein
"°»d, nur eine Meile
.^e Hochschule besnchten, sind w.e-
Er leidet au Blind-
H. Edinger ist auf der Krankenliste
und muß das Bett hüten.
In der Familie des Herrn Jakob
Ulrich, Jr., herrscht großer Jubel, denn
der Storch brachte einen gesunden
Stammhalter.
Evangelist H. Schwendner hatte mit
lâen Versammlungen in Eathay nicht
Wunderdoktor wegen seiner Rücken-
Hannes Burger hier und hielt Gottes-! schmerzen konsultirte, langte hier wieder
dienst ab iii englischer und deutscher jon* der Doktor alles mit Auslegen
Sprache. Auch nahm er vielen Leuten
^sestetn heilt, hat auch Gust, ein
I rt AII iditislnt Si^
A
solches auf feinem Rücken. Na, hofsent
lich bringt es die gewünschte Heilung!
Johann Edinger hat heute Hochzeit.
Er verheirathet sich nämlich mit einer
„Königstochter" in der Nähe von Good
rich in Sheridan Eounty. Viel Glück
zum geschlossenem Bunde, Johann!
Grüße an alle Leser.
Henry Burbeck.
o w o Ii, den ig. März.
Aus Gesundheitsrücksichten verkaufe
ich mein Ladengeschäft. Eignet sich für
einen Cash Store. Eine gute Offerte
für einen Deutschen, da hier viele Deut
sche sind. Auch mein schönes Wohnhaus
u
die Redaktion ersuchen, mir den (hefallen zu
thun und diese wenigen Zeilen zu veröffent-1 lange es Zeit ist!
v e k a u e n
I Tausch
Nehme auch Land in
an. Wer Lust hat zu
dafür
einen Brief aus Baden, Nußland, i diesem Geschäfte, komme und sehe was
wir in Kürze hier folgen lassen. Wir auzubieten habe.
müssen aber unsere Leser ersuchen, von (35-4ml) Johann Werner,
uns nur in Fällen äußerster Noth die! ^ser des Staats-Anzeiger in Fessen
Aufnahme solcher Sachen zu verlangen Ibcn können die Landkarten, die wir vo
und, wenn irgend möglich, solche Sachen rauszahlenden Lesern als Prämie schen
brieflich unter sich zu erledigen ifcn'bicbcr Office des Eonntyauditors
e
a e n K O e s s a e n 9 e
Fred Dir in Festenden besehen, wo sie
ausgehängt sind. Beseht die Karten
und wir sind sicher, daß Jeder eine
ü' »ch« i" habe» wünscht. Bestell, so
Die Versteigerung der Schullände
reien in Wells Eounty beginnt im Conrt
haus in Fessenden am Montag, den 26.
April, um 10 Uhr vormittags, und
wird von Tag zu Tag fortgesetzt, bis
alles Land zum Kauf angeboten worden
ist. Die Kaufbedingungen sind wie
folgt: Ein Fünftel des Preises muß am
Tage des Kaufs bezahlt werden. Das
zweite Fünftel ist zahlbar nach fünf
Jahren, das dritte nach nach zehn Iah
ren, das vierte nach fünfzehn Jahren
und das fünfte nach zwanzig Jahren,
zusammen mit 6 Prozent Zinsen per
Jahr, die im Januar jeden Jahres im
Voraus zu bezahlen sind. Eine Ge
bühr von *5 wird bei Verkauf eines
jeden Landstückes berechnet. Diejenigen
unserer Leser, welche solche Ländereien
zu kaufen wünschen, mögen sich an ge
nanu tent Tage in Fessenden einstellen.
Aus Stutsman County.
a e s o w n e n 2 1 z
Als Leser des Blattes in diesem Theile
des Staates möchte ich auch einmal etwas
von mir hören lassen, obschon ich viel
Neuigkeiten für diesmal nicht berichten
kann. Ich sehe, daß das Blatt überall
Korrespondenten hat, also sehr verbreitet
ist. Ich möchte deshalb gerne Auskunft
über verschiedene meiner Freunde und
Bekannten haben. (Das sollten die
Leser aber lieber brieflich abmachen, denn
die Ertheilung solcher Auskunft nimmt
viel kostbaren Platz und fast auch zu
viel unserer Zeit in Anspruch, doch wer
den wir Ihnen diesmal den Gefallen
thun.—Red.) Ich möchte, wenn mög
lich, gerne einmal etwas von meinem
Freunde Johannes Bulloch in Eanada
hören, der vor drei Jahren aus Süd
rußlaud auswanderte, sowie auch von
meinem Nachbar Friedrich Schaan, der
bereits vor 15 Jahren die alte Heimath
verließ. Auch von meinen Schwägern
Karl Büchler und Eonrad Erck in.der
Odessa Gemeinde bei Harvey, N. D.,
habe ich lange nichts gehört.
Aus Logan «ounty.
N a o e o n e n 2 2 März.
Herr Binzens Schmidt, der ans Ea
nada liicrher kam, taufte sich hier 320
Acker Land für luuo Büschel Weizen
und ¥200 Baargcld. Er hat auch be
reits diesen Winter einen großen Stall
(26x32) gebaut. Joseph Leier.
N a o e o n e n 2 0 z
Durch Ihren Lotalagente» Binzens
Schmiot bestellte ich den Staats-Anzei
ger und muß sagen, daß das Blatt mir
trefflich gefällt. Es ist die bestedeutsche
Zeitung die ich je gelesen habe.
Das jetzt hier herrschende milde Wet
ter ist sehr gut für alle Farmer, denn
die Zeit für die Frühjahrsarbeiten ist
da. Auch herrscht bei vielen Farmern
bereits Mangel an Futter für s Vieh,
sodaß das schöne Wetter wie gerufen
kommt.
Freund John Schmidt wollte schon
heute mit den Feldarbeiten beginnen.
Nur Geduld, John, noch ist der Grund
nicht ganz frei von Frost.
Bernhard Wxigel hat sich mehr Pferde
gekauft und gedenkt dieses Frühjahr mit
zwei Gangpflügen zu arbeiten. Auch
die Säemajchine soll zu gleicher Zeit
thätig sein. Recht so, Bernhatt! Mit
zwölf Pferden kann man schon etwas
beschicken!
Herr Binzens Schmidt wird nächste
Woche auf sein Land ziehen. Die noth
wendigsten Gebäude hat er bereits wäh
rend dieses Monats fertig gestellt. Auch
Peter Kunz zieht dieses Jahr auf seine
Heimstätte. Einen Stall hat er sich
bereits zusammengeschlagen. Wenn es
dem Redakteur angenehm ist, werde ich
öfterd.uon mir hören lassen. (Soll uns
sehr freuen!—Red
Gruß an alle Leser des Blattes.
Joseph Daschle.
Billig zu verkaufen!
Eine gute Farm, 9 Meilen von der Schule
und nahe zur Stadt, enthaltend 360 Acker im Viereck, mit Sectionsgrenzen aus der süd
lichen und östlichen Seite, 100 Acker gebrochen, kleines Wohnhaus, Stall, Brunnen und
Windmühle. Preis $600«. Ein Drittel Anzahlung und Rest zahlbar nach Belieben des
Käuferch. Der Boden ist schwerer, schwarzer Lehm, mit Thonerde als Untergrund.
Das Land ist eben.
Habe auch noch andere Ländereien!
W. C. MeClintock Tioga, 9t. Dak.
Emmons County.
S a u e n 2 2 z
Das Wetter hier ist so schön, daß der
Farmer nur ungern im Hause bleibt,
fondern am liebsten auf's Feld ziehen
möchte.
Michael Scheer kaufte sich hier kürz
lich 80 Acker Land für $2,000.
Der Schnee ist hier so ziemlich ver
schwunden und die Farmer setzen alle
Gerätschaften und Maschinen für die
Frühjahrsarbeiten in Bereitschaft.
Nun möchte ich über ein Thema spre
chen, daß zwar selten im Blatte berührt
wird, nichtsdestoweniger aber volle Be
achtung verdient. Nämlich ich möchte
allen jungen heiratsfähigen Mädchen
an s Herz legen, ehe sie den Ehebund
schließen, sich mit allen häuslichen Ar
betten vertraut zu machen, sodaß sie
auch einem Hausstand richtig vorstehen
können. Ein solches Mädchen sollte
gut kochen, backen, waschen, plätten,
nähen, stricken und häkeln können.
Sollte auch im Stande sein, selbst ihre
Kleider zu machen und überhaupt alles
thun können, was zu den Pflichten einer
tüchtigen deutschen Hausfrau gehört.
Ich habe gefunden, (bin erst etn Jahr
in Amerika), daß solche Mädchen in die
sem Lande rar sind, und daß diesen
Dingen hier von jungen Mädchen nicht
genug Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Kürzlich langte Ludwig Schaller ge
sund und munter aus Straßburg, Ruß
land, hier an. Ludwig ist ein alter
Kamerad von mir und war deshalb die
Freude des Wiedel sehens groß. Er er
zählte mir so manche interessante Neuig
feit aus der alten Heimath und dazu
gössen wir auch manches Gläschen hin
ter die Binde. Fast hätten wir dabei
in der Freude des Wiedersehens des Gu
ten zu viel gethan.
Die Getreidepreise sind hier wie folgt:
Weizen erster Klasse, *1,03 Spelz 50c
Flachs *1.50 Gerste 60c per Büschel.
Butter und Eier haben auch gute Preise.
Sie kosten bezw. 23 und 20c.
Franz Lacher aus Kandel in Nußland
ist auch kürzlich gesund und munter hier
I
Pferdegeschirre
Wir halten alles was verlangt wird
sei es leichtes oder schweres Geschirr
Wer gute Arbeitsgeschirre für Gebrauch auf der Farm
zu kaufen wünscht, spreche bei uns vor. Wir können alle
zufriedenstellen. Wir verkaufen Waaren erster Güte zu
mäßigen Preisen. Haben auch leichte Kutschgeschirre,
für Einspänner und Zweispänner.
Pumpen! Pumpen!
Wir erhielten eine Sendung der berühmten Foster
Pumpen, die besten im Markte. Wer gute Pumpen kau
sen will, solche die genügend und leicht Wasser werfen,
spreche bei uns vor und erkundige sich nach unseren Prei
sen. Wir kaufen in großen Mengen und verkaufen
Pumpen billiger als andere Händler.
Es wird sich für Sie lohnen, einen sogar weiten Weg
zu machen, um unser Lager in Geschirren und Pumpen
zu besichtigen. Auch wer
Gisenwaaren aller Art
angelangt. Er sagte mir, daß es thtn
hier in Amerika nicht behagt und daß
er schon wieder zurückgereist wäre, wenn
er genug Geld gehabt hätte. Vor der
Hand hat er sich auf zehn Monate für
$230 verdingt. (Nach Ablauf dieser
Zeit wird Herr Lacher vielleicht seine
Ansicht über Amerika ändern. Red.)
Möchte alle meine Kameraden in
Kandel in Rußland grüßen lassen.
Nämlich: Sebastian Keller, Wendeltn
Krämer, Ludwig Dudenhöfer, Ludwig
Bosch, Valentin Richert und Leon
Schmidt. Ferner auch meinen Vetter
Kaspar und meine Base Rosina Duden
höfer. Möchte auch gerne einmal etwas
von ihnen im Staats-Anzeiger hören,
den sich alle bestellen sollten, wenn sie
das Blatt noch nicht lesen. (Die Zei
tung an Ihre Eltern geht hier pünktlich
ab. Auch ihrem Bruder Anton in Ana
moose wurde das Blatt zugesandt, doch
haben wir bislang noch nichts von ihn,
gehört.—Red.) Grüße weiter an meine
Eltern, an den lieben Korrespondenten
des Blattes in Kandel, Herrn Ludwig
Stroh, an meine Brüder Anton in Ana
moose und Balthasar in Straßburg,
N. D., sowie an alle Leser des Blattes.
Kasimir Reiß.
Macht Verwandten, Freunden oder
Bekannten in der alten Heimath eine
Freude und bestellt für diese den Staats
A n z e i e e A o n n e e n s e s s
Ausland beträgt nur $2 für's Jahr
und dann bekommt der Sender auch noch
die schönen Landkarten geschenkt, dle in
keiner Familie fehlen sollten.
1600 Acker
beuöthigt, findet in unserem Laden das reichhaltigste
Lager dauerhafter Waaren zu den mäßigsten Preisen.
Rugby, Nord-Dakota
gutes Land
Styles SS Massel,
Esmond, N. D.

I s w i e n 2 2 März.
Aus Ramsey County.
e v i s a k e e n 2 2 z
E a a y e n 2 5 z
hi-r in d-r! 'ch°und-.. und Bâch- und glass- oom
e v i s a k e e n 2 6 z
Johannes Lauber.
(Früher Hülfskafsirer der Merchants Bank in Rugby, N. D.)
Sannan Hardware Co.
Zehn Viertelsectionen in Secti
onen 9, 17, 21, 22,15, 28, 29,
in Township 153, Range 72,
in Rosedal Twp., Pierce Co.

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