OCR Interpretation


Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, July 15, 1909, Image 5

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

Persistent link: https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn89074935/1909-07-15/ed-1/seq-5/

What is OCR?


Thumbnail for

Stadt und Land
Wir geben Euch 6 Prozent Interesse
out Euer bei uns hinterlegtes Geld für
6 Monate und länger.
Beachtet die große Anzeige auf der
zweiten Seite des Blattes. Der Staats
Anzeiger ist stets bemüht, neue Leser zu
gewinnen nnd den alten durch nützliche
Geschenke eine Freude zu machen.
Perfehlt nicht, den großartigen Con
zerten der. St. Olaf. Musikkapelle im
Opernhaus in Rugby beizuwohnen.
Dieselben finden statt am Nachmittag
des 24. und am Nachmittag des 25.
Juli.
Zu verkaufen:—Das Nordwest
Viertel Sec. 28-158-72, etwa 12 Mei
len nördöstlich von Rugby. Billig,
»ernt schnell verkauft.
(51-2ml) Route 2, Brazil, N. D.
Infolge Scharlachfiebers starb am
Montag der siebenjährige John, Söhn
chen des Herrn Thomas Steffan. Das
Begräbniß des Kleinen fand am Diens
tag statt. Wir sprechen den tiefbetrüb
ten Eltern unser herzliches Beileid aus.
Kommt herein u. beseht die hübschen
Landkarten, die der Staats-Anzeiger
seinen Lesern schenkt. Beachtet die An
zeige auf der zweiten Seite des Blattes,
und nehmt die Gelegenheit wahr. Es
ist das beste Anerbieten, das je eine
deutsche Zeitung thun Lesern machte.
Der Commercial Club beschloß,Ende
Juli hier einen großartigen Markttag
abzuhalten. Unsere Geschäftsleute ha
ben die Sache in die Hand genommen.
Näheres über genaues Datum, usw.,
können wir erst in nächster Nummer be
richten. Macht euch bereit für den
Markttag in Rugby!
Die Tunbridge Farmers' Elevator
Gesellschaft hielt am Samstag ihre
jährliche Geschäftsversammlung ab
und erklärte eine Dividende von 60
Prozent an allen während des Jahres
abgewickelten Geschäften, welche 'den
Theilhabern zugute kommt. Gewiß
eine recht nette Einnahme! Wir wün
schen dem Unternehmen auch ferner Er
folg.
F. P. Bergman & Co. schreiben
Hagelversicherung in den zwei Gesell
schaften, welche voriges Jahr die grüß»
ten Geschäfte in Nord-Dakota machten.
Dies zeigt, daß es gute Gesellschaften
sind. Jede derselben hatte über $3,
000,000 Versicherung, was beweist,
daß Leute es für gut halten, gegen Ha
gelschlag in guten Gesellschaften zu
versichern. (47)
Die regelmäßige Versammlung der
Farmers Equity Elevator Co. von
Rugby wird am Samstag, den 17.
Juli, hier abgehalten werden. Alle
Aktieninhaber sollten an der Versamm
lung sich betheiligen, da Geschäfte von
Wichtigkeit verhandelt werden. Die
Geschäftsführung während des vergan
genen Jahres wird untersucht und
Pläne für das bevorstehende Geschäfts
jähr sollen gelegt werden.
Zu verkaufen—Farm enthaltend
480 Acker. 60 Acker gezäuntes Weide
land, Wasser zu jeder Jahreszeit, zah
mes und wildes Heu von 60 bis 100
Tonnen zu schneiden, Rest des Landes
ist unter Kultur. Drei Meilen von
Rugby, vier Meilen von Fero, nur 70
Ruthen zur Schule. Habe gute Gründe
weshalb ich verlause. Offerire dieses
Land zu leichten Bedingungen, bei einer
kleinen Anzahlung, oder auch alles in
Baargeld. Nachzufragen bei
8 5 W i e y e
Box 333, Rugby, N. D.
Oder im Staats-Anzeiger.
Musikliebhabern Rugby's und der
Umgegend steht ein außergewöhnlicher
Genuß bevor. Am Somstrtr ichinit
tag, den 24. und Sonntagnachmittag,
den 25. Juli, tritt im Opernhaus zu
Rugby, die St. Olaf Conzert-Mustk
kapelle aus Rorthsield, Minn., auf.
Dieselbe besteht aus 45 der tüchtigsten
Musiker des Landes. Auch der be
rühmte BaritoNsänger, Prof. Oscar
.Gronseth wird an diesen Nachmittagen
fein Erscheinen machen und einige sei
ner Soli singen. Diese Musikkapelle
hat sich in allen großen Städten deS
In- und Auslandes wohlverdiente Lor
beeren errungen und erfreut sich eines
Weltrufs. Die Musikkapelle befindet
sich auf dem Wege nach Seattle, Wash.,
um dort auf der Weltausstellung ein
emwöchentlicheS Engagement zu füllen.
Musikliebhabern bietet sich nun Gele
gen^eit, den Leistungen dieser Künstler
Zu verkaufen Halbe Section
gutes Land nahe bei Rugby zu leichten
Bedingungen. E. A. Frydenlund,
Rugby, N. D. (41-ba)
Die ESmonder Lorenz Neis, Barthol.
Heilmann und Ludwig Lesmeister waren
am Montag in der Stadt, um Frau
Neis' Land „aufzuproofen," wobei die
zwei letztgenannten Herren als Zeugen
anwesend waren.
C. O. Drayton, Nationalpâsk^ent
des Farmerverbands(Society of Equity)
von Amerika, hält am 22. Juli um 2
Uhr im Courthause zu Rugby eine Rede
welche alle Farmer hören sollten. Es
wird alle sehr interessiren.—Kommt!
Macht Verwandten, Freunden oder
Bekannten in der alten Heimath eine
Freude und bestellt für diese den Staats
Anzeiger. DerAbonnementsprels für's
Ausland beträgt nur $2 für's Jahr
und dann bekommt der Sender auch noch
die schönen Landkarten geschenkt, die in
keiner Familie fehlen sollten.
Zu verkaufen Halbe Section
Land, sechs Meilen von Rugby, 200
Acker unter Cultur, gute Gebäude,
schöne Baumanpflanzung, gute Weide
und etwas Heuland. Ich verkaufe zu
leichten Bedingungen.
L. T. Berdahl,
(46-ba) Rugby, N. D.
Der Stadtrath prüfte in der Sitzung
am Dienstagabend eingelaufene Ange
bote zum Weiferausbau der Canäle
(Sewers), fodaß sich das System auch
auf nahe dem Geschäftstheile gelegene
Wohnhäuser ausdehnt. Den Kontrakt
erhielt als niedrigster Bieter James
Kennedy aus Fargo zu 812,679.89.
Die Arbeiten werden sofort in Angriff
genommen.
Farm zn verkaufen. 640
Acker, ein Viertel ist Staatsland, ge
kauft vor zwei Jahren. 420 Acker ge
brochen. Rest Weide- und Heuland,
von dem ein Theil gebrochen werden
kann. Liegt in Township 157. Range
70, nur 1& Meile von Elevators bei
.der Station Hong. Gute Gebäude
und schöne Baumanpflanzung.
a e s S n e e n
(5V-4ml.)
ftnör, N. D.
Spät am Samstagabend wurde eine
Razzia auf alle Flüsterkneipen der
Stadt gemacht und seitdem sind diese
geschlossen. Die Jünger der heiligen
Hermandad haben aber nicht alle seuch
ten Plätze entdeckt, denn am Sonntag
und auch nachdem bemerkten wir die ge
wöhnliche Anzahl viehisch Besoffener
das alte Bild, welches in allen Prohi.
bitionsstaaten dem Auge sich bietet.
Herr Johannes Lauber aus JameS
town traf am 5. Juli besuchsweise bei
seinem Stiefsohn Bartholomäus Heil
mann bei Esmond ein. Am 7. reisten
beide nach Devils Lake, woselbst Herr
Lauber ein Viertel Land aufnahm wel
ches in der Nähe des von seinem Stief
sohn bewohnten liegt, und zugleich auch
seine dortigen Freunde besuchte. Die
Freude des Wiedersehens war selbst
verständlich groß, und der Empfang in
Devils Lake ein recht herzlicher. Sie
kehrten am Samstag nach Esmond
zurück und Herr Lauber trat am Moti
tag die Heimreise nach Jamestown an,
froh, ein so großes, schönes Stück Land
bekommen zu haben. Wir wünschen
Herrn Lauber viel Glück dazu!
Eine große Doktor-Rechnung. „Un
sere Doktor-Rechnung belief sich auf
über $325.00, die Kosten für Kranken
pflege nicht eingeschlossen", schreibt
Frau Mary Prock aus Curranville,
Kans. „Ich war so krank und schwach,
daß ich mich im Bett nicht umdrehen
konnte. Zwei Monate verbrachte ich
erfolglos im Hospital. Die Leute
schienen meinen Fall nicht richtig diag
nosiren zu können. Durch meine drei
jährige Krankheit waren unsere Mittel
fast erschöpft. Ich fing dann .an, den
Alpenkräuter zu gebrauchen mit dem
Resultat, daß ich jetzt wieder fähig bin,
meine Hausarbeit zu verrichten."
Wenn alles andere versagt, dann
sollte man Form's Alpenkräuter ge
brauchen. Aber warum so lange war
ten? Warum nicht gleich die Krank
heit durch den Gebrauch dieses alten,
zeitbewährten Heilmittels angreifen?
Bedenken Sie, daß er keine Apotheker
Medizin ist. Er ist ein einfaches Haus-
mittel, welches den Leuten direkt gelte
fert wird von den Eigenthümern, Dr.
Peter Fahrney & Sons Company, 112
~ri «8 Sa. Heyne Ave,, Chicago, III?
„D'r Hansjörg," welcher längere
Zeit die Leser mit seinen launigen Er
zählungen ergötzte, hat eine Ferienreise
angetreten und wird eine zeltlang schwei
gen. D'r Hansjörg schrieb an den
„Mischte? Drucker" daß er alt werde
und Erholung brauche. Nun, hoffent
lich findet er solche, denn verdient hat er
sie. Als Ersatz geben wir diese Woche
den Lesern eines Schuster's Ansicht über
Tagesereignisse, usw., doch werden wir
bald besseren Ersatz besorgen.
Vergangenen Sonntag statteten wir
und Familie den Herren Ludwig Rieger,
Joe Artmann, Rochus Eisenzimmer,
Franz Ibach und Joe Ibach einen Be
such ab. Wir wurden von diesen lieben
Leuten gastfreundlich empfangen und
bewirthet und verlebten in deren Ge
fellfchaft einen Sonntag, welcher uns
lange erinnerlich bleiben wird. Am
Abend in unserem Automobil zu Hause
angelangt, fanden wir in demselben
Hühner, Tauben, Butter und Gemüse
in reichlichen Mengen vor, welche seit
dem uns trefflich mundeten und wofür
wir hiermit unseren Freunden herzlichst
a n k e n u e s
o s a n k o
Herr C. B. Hieb aus Avon, S. D.,
in Begleitung seines Sohnes Friedrich,
statteten uns am Montag einen recht
angenehmen Besuch ab. Die Herren
waren nach einwöchentlichem Aufenthalt
in der Umgegend von Kramer in Botti
neau County ans dem Heimwege be.
griffen. Herr Hieb theilte uns mit,
daß er vier Meilen östlich von Kramer
sich 640 Acker Land gekauft habe. 480
Acker desselben kaufte er von Eduard
Thiele. Er bezahlte für das Land $40
den Acker. Sein bei Avon, Süd-Da
sota, gelegenes Land, im Ganzen 480
Acker, hat er verkauft und erhielt dafür
$37
den Acker. Die Herren reisten am
Montagnachmittag über Aberdeen der
Heimath zu. Zum Herbst wird Herr
Hieb mit seiner Familie das neuerwor
bene Land beziehen und also in dieser
Umgegend seine Heimath aufschlagen.
Wir sind überzeugt, daß es allen hier
gefallen wird.
Marktbericht.
S k
9 9 9 9 9 9
V
9 9 9 9 9 9
n 2
1,16$
1 1 2
0,99
Aus Nord-Dakota
Aus Wells County.
a v e y, den 7. Juli.
(Aus der Odessa Gemeinde)
Der Monat Juli nahte sich bereits
seinem Ende, aber noch immer waren
die Tage freundlich und still und von
den nicht mehr sehr fernen frischen Nach
ten zeigte sich keine Spur, da saßen an
einem Sonntagnachmittag mehrere Bau
ern des Grunau vor dem Thore eines
Gehöfts unter einer schattige»», großen
Linde, behaglich ein Pfeifchen rauchend,
in lebhafter Unterhaltung begriffen.
Der Bauer Kurz, welchem das Gehöft
gehörte, schien der Sprecher zu sein und
man vernahm folgendes Gespräch.
K u z E s i s o e k w i
was man alles noch erlebt! Da habe
ich heute gehört, daß sie aus puren, or
binären Runkelrüben Zucker fabriziren.
a u N a a s w i w a s
unseren Nowak sein. Der wird's gleich
nachmachen, oenn er muß alles probiren
was neu auf's Tapet kommt.
K u z i e Z u k e a e e i
wird's ihm wohl nicht gelingen, denn
das soll eine gar theuere Geschichte sein.
e A e e v a e K u z
wahr ist es doch der Nowak lacht uns
alle aus. Der kommt mit seinen neuen
Ideen weiter als wir. Seht nur, wie
seine Getreideschober dastehen die
Scheunen und Ställe sind alle voll, und
die unserigen sind halb leer, und im
vergangenen Frühjahr, wie wir die
Schoben vom Dach nehmen mußten, um
sie zu Futter zu schneiden, da hatte der
Nowak noch Futter in Hülle und Fülle
und ich denke er hat wohl jetzt noch al
tos Stroh. Wenn die Neuerungen das
alles so mit sich bringen, so gehe ich
auf meine alten Tage noch zum Nowak
in die Schule.
.:.y/.A s ch:Ja, lpenn man sich das so
überlegt, wie es jetzt aussieht gegen vor
drei Jahren, wie der Nowak die Wirth,
schaft vom Vater übernahm, da muß
man sich wundern, wie das alles zuge
gangen ist.
K u z I das weiß ich schon lange.
Ihr wißt doch, daß wie der Nowak aus
ckem Franzosenkrieg zurückkam, da
ging's gleich ganz anders. Der mag
wohl im Kriege gesehen haben wo er
geblieben ist und man spricht so allerlei,
daß er hat Napoleon Bonaparte's Wa
gen plündern helfen.
a u a u n w e n n e i n a e i n e
Armensteuer, oder sonst eine Kollekte
gesammelt wird, da ist der Nowak im
mer der erste, der reichlich gibt. Ich
denke, wir alle gehen einmal hinüber
und fragen ihn auf's Gewissen was für
eine Bewandtniß es mit seiner Wirth
schaft hat denn, weil's doch einmal bei
ihm besser geht als bei uns anderen,
warum sollten wir nicht aus seiner
Wirthschaftsführung Nutzen ziehen.
e a w o a s w o e n
wir, gleich auf der Stelle.
K u z S o e i o e i n a e n
einen solchen Grünschnabel noch um
Rath zu fragen einen solchen Theoreti
ker, oder wie das Ding heißt und wie
ihn der Hofmeister vom Schloß immer
nennt.
e N u n u e o e u
willst, wir aber gehen.
Damit trabten die anderen Bauern
von bannen, um sich von Nowak die
Geheimnisse seines Erfolges verrathen
zu lassen. Die Bauern hatten zur Zeit
keine Idee, daß bei Nowak alles mtt
rechten Dingen zuging, und daß er nur
deshalb den anderen immer voraus war,
weil er nicht im alten Schlendrian wei
terwirthschastete, sondern sich rasch in
alle Neuerungen auf dem Gebiete der
Landwirthschaft einfand—das wurde
dem Grau, dem Müller und dem Asch
gar bald klar, während Gevatter Kurz
noch immer fest dabei blieb, daß er von
etnem Grünschnabel, wie er Nowak
nannte, nichts lernen könne. Damit
aber hat Kurz nur sich selbst geschädigt.
Am 28. Juni dampfte ich von hier
nach Balfour, um der Hochzeit des
Herrn Franz Ganje mit Fräulein In
liana Ziegler beizuwohnen. Nach der
Brautmesse ging's nach der Behausung
des Herrn Joseph Ziegler, des Vaters
der Braut, wo die weltliche Feier des
frohen Ereignisses begangen wurde.
Das Brautpaar wurde von allen be
glückwünscht, wie das so deutscher
Brauch ist. Später setzte man sich an
die reichlich mit Speise und Trank be
deckte Tafel, und alle Gäste ließen sich
das Hochzeitsmahl trefflich munden.
Musik, Gesang, Tanz, fröhliche Unter
Haltung, usw., trugen viel zur Unter
haltung der Gäste bei, welche mit dem
Brautpaare in Ziegler's gastlichem
Hause einen recht angenehmen Tag ver
lebten. Wenn Franz und seine junge
Frau sich nun noch den Staats-Anzei
ger als beständigen Gast bestellen, dann
ist ihr Glück vollständig, oenn ohne den
Staats-Anzeiger können wir hier ein
fach 'nicht sein. (Dem jungen Paare
gratuliren auch roii von Herzen zum
geschlossenen Bunde, ihnen Glück und
Segen auf ihrem gemeinsamen Lebens
wege wünschend.—Red.)
Anton Geilfuß verlor neulich seine
Taschenuhr und ist bereit, dem Finder
derselben eine gute Belohnung zu geben,
da Anton groß Stücke ans dje Uhr
hält.
Rudolph Fir baute sich ein neues
Wohnhaus, 16 bei 28 Fuß. Stephan
Bartsch baute sich einen Stall 26 bei
40 Fuß und einen Anbau von 16 bei 40
Fuß, wofür der Preis des Bauholzes
allein über $450 beträgt. Auch Ma
theis Richter baute ein neues, schönes
Wohnhaus, doch kann ich über Kosten
punkt ober Größe besselben nichts be
richten.
Michael Kiefer unb Magbalena
Wiest, beibe aus Obessa, gaben sich bas
Versprechen btr Ehe. Sie gebenken bis
zum 12. Juli. Hochzeit zu machen. Die
Trauung wird in der Odessa Kirche
stattfinden und die Hochzeit dann später
im Hause des Vaters der Braut nach deut
schern Brauch gefeiert werden. Ich rathe
dem jungen Paare, sich auch gleich den
Staats-Anzeiger zu bestellen, der dann,
wie in allen deutschen Familien, auch
bei ihnen ein stets gern gesehener und
willkommener Gast sein und der ihnen
manch' genußreiche Stunde bereiten
wird. (Auch diesem jungen Brautpaar
gratulirt der Staats-Anzeiger von Her
zen. Wir wünschen ihnen ein recht
langes, glückliches Eheleben!—Red.)
Die Aussichten auf eine reiche Ernte
sind soweit bie benkbar besten unb des
halb sind unsere Landwirthe alle recht
vergnügt,
Grüße an alle Leser des Blattes, be
sonders an meinen Kameraden Gabriel
tirich in Roscoe, Edmunds County,
Süd-Dakota. Auch er sollte diese
Zeitung bestellen, wenn nicht Bereits
Leser derselben ist.
Gabriel Ganje.
(Aus dem Harvey Herald.)
Die Klage Hertmann gegen Bartsch,
in welcher Hartmann auf Erlangung
von $118 unb Kosten für Arbeitslohn
tinb Schabenersatz beantragte, kam
gestern vor Richter Schatz zur Ver
hanblung. Das Zeugenverhör sörberte
zu Tage, baß Peter Bartsch Herrn
Hartmann unb Frau um $50 monatlich
gebingt unb beibe entlassen hatte, ehe
bie vereinbarte Dienstzeit aus war.
Dem Kläger würben $100 unb bie
Kosten zugesprochen.
Unseren Lesern in Harvey unb ber
Umgegenb zur Nachricht, baß Herr
Henry Schatz in Harvey die Agentur
für den Staats-Anzeiger übernommen
hat, Gelder für das Blatt kassirt und
bereitwilligst Bestellungen auf dasselbe
entgegennimmt. Solche, welche sich die
neuen Landkarten ansehen wolle», die
wir vorauszahlenden Lesern schenken,
können dies in Herrn Schatz's Office
thun, wo dieselben zur Ansicht aus
hängen.
Die deutsche ev. lutherische St.
John's Gemeinde in Roosevelt wird ihr
jährliches Missionsfest am Sonntag,
den 18. Juli in ihrer schönen Kirche
Roosevelt feiern. An diesem Tage fin
det in der Kirche zweimal Gottesdienst
statt unb zwar um 10:30 morgens unb
um 3 Uhr nachmittags. Herr Pastor
I. Hinck aus Garrison, N. D., leitet
ben Morgengottesdienst unb Herr Pa
stor P. Luther Klünber aus Ellenbale,
N. D., hält die'Nachmittagspredigt.
Selbstverstänblich beibe in deutscher
Sprache. Der residirende Herr Pastor
P. Felton ladet alle ein, dem Gottes
dienste beizuwohnen.
Das Fundament für Wm. Böhlke's
neues Wohnhaus ist fertig und die Zim.
merleute haben nun den Weiterbau des
selben in Angriff genommen.
Die Herren Jacob und Daniel Un
ruh aus New Home traten am Montag
die Reife nach Chamberlain, S. D.,
an, woselbst Daniel sich im dortigen
Sanitarium in ärztliche Behandlung
geben wird, da seine Gesundheit seit
bereits längerer Zeit sehr schwankend
ist. Wir wünschen Herrn Unruh bal
dige und dauernde Genesung.
MeHenry County.
o w n e e n 9 u i
F. M. Haas aus Rugby erhielt am
Dienstag vom Stadtrath den Contrakt
für Legen von Cementkreuzungen und
Seitenwegen, welche die Stadt zu legen
hat, zugesprochen.
Richter Burr wird am 19. Juli,
also nächsten Montag, das Kreisgericht
hier zusammenrufen. Die Sitzung
wird eine kurze sein und voraussichtlich
nur zwei Tage dauern.
Dr. W. L. DuBois, der neuange
kommene Arzt in Towner, hat seine
Office über Egge's Laden aufgeschla
gen.—Es wird deutsch gesprochen. 34
Die Sonntagsschule der deutschen
Baptistenkirche in Martin hat ein Pic
nie arrangirt, welches am 12. Juli auf
Jakob Helm's Farm, eine Meile nord
westlich von Martin, abgehalten wird.
Herr und Frau Carl Endert wurden
am Samstag durch die Geburt eines
Töchterchens hoch erfreut, und auch in
der Familie des Herrn Pfeifle herrscht
große Freude über die Ankunft eines
Stammhalters.
Die Herren Christoph Maier, Carl
Wurth und Andreas Feigner sind von
ihrer Besichtigungsreise nach Canada,
British Columbia und Washington und
Kalifornien gestern wieder in Kief, un
ferem Nachbarstädtchen, eingetroffen.
Sie berichten, daß sie erst jetzt Nord
Dakota zu schätzen wissen und in Zu
kunft in aller Zufriedenheit hier ihr
Brot essen werden.
Das recht plötzlich am Mittwoch
abend gegen 9 Uhr aufsteigende Gewit
ter tobte für mehrere Stunden recht
arg in dieser Gegend. Es wurde, so
weit uns berichtet, kein weiterer Scha
den angerichtet, aber Herr Daniel
Schlag, elf Meilen südwestlich von hier
wohnhaft, verlor dabei ein roerthvolles
Pferd durch Blitzschlag.
Der sechs Meilen südlich von Kief
wohnende Herr Phil. Klingmann war
am Mittwoch hier, um Schritte zu thun,
seine Heimstätte „aufzuproofen."
Frau Carl Hass wurde am Donners­
tag nach den Zwillingsstädten verbracht,
woselbst sie in ärztliche Behandlung
genommen werden wird. Wir hoffen,
daß sie bald, gänzlich hergestellt, wieder
zu Hause anlangen möge.
Sam Goetz, der an Blmddarment,
zündung leidet, begab sich am Donners
tag nach den Zwillingsstädten und wird
sich dort operiren lassen.
Frau Anna Heim, welche seit bereits
längerer Zeit schwer trank darnieder
liegt, schwebt noch ipimer zwischen Leben
unb Tob unb ihr Zustanb ist fast aus
sichtslos.
Der neue Farmers' Elevator ijt
nahezu vollenbet utfb, sobald bie nö
thige Maschinerie untergebracht ist, be
reit Geschäfte zu thun.
Eine neue Holzhanblung, bitten
Theilhaber bie Heuen I. I. Schmidt,
Martin Hublou und Wilkie Tinker
aus Anamoose und T. C. Gulack aus
Minneapolis sind, ist soeben inkorpo
rirt worden und wird in allernächster
Zeit.ihr Geschäft eröffnen.
e w i k e n 1 1 u i
Nikolaus Schumacher aus Grand
Forks, Schwager des Hyronimus Rich
ter, war letzte Woche hier, um sich die
Gegend zu besehen. Er gedenkt in
kurzer Zeit sich in Berwick niederzulaf
sen.
Frau Henry Blessner aus Dresden
N. D. langte letzte Woche hier zum
Besuche ihrer Brüder und ihrer Schwe
ster an. Frau Blessner ist die Tochter
des kürzlich verstorbenen Nikolaus
Kessler.
David Penner und Familie kamen
neulich aus Rußland hier an. Sie
stammen aus der Libau'er Gegend und
verweilen hier bei ihrem Schwager Jo
seph I. Markwart.
Michael Desjatdeschtschenko und Fa
mitte aus Zlndnaschoska (Schlüssel) in
Rußland kamen nach langer, beschwer
licher Reise am
5.
Juli glücklich hier an.
Michael warnt seine Landsleute vor der
Firma Karlsberg, welche seine Reise
vermittelte. Er und sein Schwager
Stefan Kostezki lassen alle Bekannte
herzlich grüßen. Michael hat sich vor
läufig hier häuslich niedergelassen.
Bei Joseph Sitter in Fulda hinter
ließ der Klapperstorch Familienzuwachs.
Bei Franz Jahner und auch bei Kaspar
Lacher in Blumenfeld sowie bei Martin
Peterson machten Stammhalter ihr
Erscheinen. Gevatter Langbein ist
also, wie die Leser ersehen, hier sehr
beschäftigt gewesen.
Einer meine Freunde theilt^ mir
kürzlich mit, daß mein Schwager Jv»
Hannes Klein in Selz, Rußland, mich
diesen isommer besuchen will. Es
wäre mir in diesem Falle sehr lieb,
wenn er mich einen Monat vor seiner
Ankunft darüber unterrichten würde,
auf daß ich mich gehörig vorbereiten
kann.
Wer einen Mann braucht um Back
steine, Dachziegel und Platform steine
zu fabriziren oder zu brennen, wende
sich an mich. Habe auch Erfahrung in
Schlosserarbeit und Dampfkesselrepara
u S e a n K o s e z k i
Berwick, N. D.
Kasimir König und Frau aus Devils
Lake waren hier aus eine Woche zu Be
such bei Freunden und Bekannten. Sie
fuhren gestern nach Hause zurück.
Infolge der Masern und großem
Hitzfieber starb hier neulich das sechs
jährige Töchterchen der Familie Michael
Steffan. Das Mädchen stammt aus
dem katholischen Waisenhaus in New
Aork, von wo die Familie es vor nun
Jahren kommen ließ und es an Kin
desstatt annahm. Herr und Frau
Steffan sind über den Tod des Kindes
sehr betrübt, denn es war ihre einzige
Freude, da ihre Ehe kinderlos ist.
Habe soeben wieder eine frische Sen
dung der wohlbekannten Heilmittel wie
Alpenkräuter, Magenstärker, Heilöl,
und Mutterhilfe erhalten. Auch eine
neue Sendung Bücher langte an.
Bei Michael Ell hier wurde der 4.
Juli am
5.
großartig gefeiert.
Gruß an alle Leser, besonders an
meinen Schwager Johannes Klein in
Selz, Südrußland.
Reue Kolonie
in Nord-Wisconsin
Wir suchen einige gute unternehmende rus
sische Farmer mit $400 bis $1000 Geld, bie
nach Wisconsin kommen und im Juli oder
August unser Land besehen wollen. Unser
Land eignet sich besonders für Milchtmrtb
schaft und wer sich für diese neue Kolome
interessirt und ein 80-Acker-Stück für $800
kaufen will, schreibe in deutsch oder englisch.

Merchants Bank, Rugby, 91/
K a I v e s o n
Einige Heimstätte -Relinquishments
(Entsagungen) in Williams-County, N.
D., zu oerkaufen. Näheres bei Ole
T. Berdahl, Rugby, N. D. (40-ba)
Rugby, 15. Juli.
Weizen, No. 1, Hard... .....51,194
No. 1 Northern 1,174
,, Rejected
Maccaroni Weizen NoM
Gerste, No. 1
Hafer, No. 1
Flachs, No. 1
0,20
0,90
a o e y e n 8 y i
S y k e s o n e n 9 u
A n a o o s e, den 9. Juli.
Paul Goldade, Agent.
Wisconsin Land Co.
879 Jefferson St., Milwaukee, Wis.

xml | txt