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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, November 18, 1909, Image 3

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ItjH é
3 n a n
'N
S o n e a e a o k
-*âor Robert Kitto von Racine, Wis.,
Hatte einen der sonderbarsten Fälle
Wßeit Iahren zu deHandeln. Ein Kind
Mdon Joseph Strudisla von Wauke^
L)Han. welche? an starkem Niesen litt.
in sein Sprechzimmer gebracht,
»ine Untersuchung beförderte eine
kleine verweste Kröte zu Tage. Die
-T4-*:Wurde
'i.
W
Y.jgS':
Eltern erklärten, dab das Kind im
Brase außerhalb des Hauses im letz
ten Mai gespielt und seit der Z?it Na
ßenleiden gehabt habe. Zweifellos
rieth die kleine Kröte damals in die
ase.
A Z w e i s ei. S i a s a e
ein Grocer von Columbus. O.. wollte
sich kürzlich mit einer Wittwe Na
mens Mary Livingston trauen las
ten. AIS die Zeremonie mitten im
Stenge war. richtete der Pastor die
Übliche Frage an ihn. ob er feine
künftige Frau lieben werden, so lan
ge er lebe. „DaS weih ich nicht." er
widerte gewissenhaft der Bräutigam,
worauf der Pastor sich weigerte, die
Trauung zu vollziehen, und dem
Manne die HeirachslizenZ zurückgab.
Seither scheint Garrett einen Pastor
efunden zu haben, der es mit jener
rage nicht so genau nimmt, denn
die Hochzeit fand trotzdem statt.
o s o k a s e i e e
Der New Aorker Lasterschnüffler
Anthony Comstock ist nicht nur ein
I
ehr sittenstrenger, sondern ein ebenso
parsamer Mann. Seine Sparsam»
feit war Schuld daran, daß er dieser
Rage in Newark mit dem Schaffner
tmes Straßenbahnwagens in Streit
gerietst, und fast wäre es ihm pafiirt.
shne jedes Zeremoniell an die frische
Luft befördert zu werden. Daß das
nicht geschah, bat er eigentlich nur
der Gutmütigkeit des Schaffners zu
bansen, der schließlich in die eigene
Tasche griff und einen Nickel für den
Weltverbesserer obferte. Comswck
hat einen ftreipaß. den aber der
Schaffner nicht anerkennen wollte.
N a a e n s w e A n e i n
treffliches Werk will sich der Deutsch
Amerikanische Stadtverband von
UoimgStoron in Ohio begeben. Er
hat nämlich beschlossen, die Zählung
aller in jenerStadt wohnenden Deut
(then vorzunehmen zu gleicher Zeit
will man statistische Erhebungen an
stellen über den Geburtsort, Datum
der Einwanderung, Stimmrecht, An
zahl der schulpflichtigen Kinder der
deutschen Familien, und ob jene am
deutschen Unterricht teilnehmen
wollen. .Es soll eine Art Adreß
feiender werden, der sich sicherlich
von größtem Nutzen für alle mötv
lichen Zwecke erweisen wird. Ein aus
neun Mann bestehendes Konnte, das
vom Vorsitzer ernannt wird, soll mit
dieser Arbeit betraut werden.
U n e s u u n e i
Wanderung.
Aus dem Dampfer
„Cincinnati" der Hamburg-Amerika
Linie kam eine deutsche Kommission
zur Untersuchung der Einwände
rungsverhältnisse in New Dorf an.
und zwar wird die Reise aus Veran
lassung der Hamburger und Bremer
Behörden unternommen, da diese bei.
den Städte, wie bekannt, daS größte
Interesse an der Einwanderung neh
men. Es sollen namentlich die sani
tären Einrichtungen auf den
Dampfern, die Verhaltungsmaß
regeln auf den Einwanderungsstativ
nen und die polizeilichen und sozial*
politischen Standpunkte der Einwan
derung gründlich studirt werben,
weLhalb die Kommission auch aus
den ersten Fachleuten Deutschlands
zufammmengefetzt ist.
S e e S u e s u
Die Berichte, welche halbmonatlich
von den Lehrern an Landschulen dem
Countyschulsuperintendenten einge.
reicht werben, lassen in SSausou,
Wis., erkennen, daß eine große An
zahl der schulpflichtigen Kiitber *n
dem genannten Bezirke nicht sechs
Monate lang im Jahre die Schule
besuchen. Superintendent Pivernetz
hat daher Veranlassung genommen,
K die Eltern zu warnen, unter dem
Hinweis, daß sie ihre Kinder regel
mäßig zur Schule senden müssen,
falls sie sich vor Strafe bewahren
wollen. Nach einer neueren Erklä
rung Ibes Genannten haben dis-'e
Warnungen aber keinen Erfolg ge
habt und es ist daher eine Strafver
folgung der säumigen Eltern einge
leitet.
e e n i a u e
Wohlthätigkeit. In Cleve
land ist ein „Charity-Clearinglhouse"
WS Leben getreten. Dem Unterneh
men liegt die Absicht zu ©runde,
eine Uebersicht über die die öffent
liche Wohlthätigkeit in Anspruch neh
menden Familien zu erlangen. Die
Gesellschaft wird von nun an ein
HauptbM über alle diese Leute füh
ren. Hierdurch kann sofort festge
stellt werden, wer von einer derWohl.
thatigkeitsanstalten unterstützt wird
was er erhält, und wie oft er vor
spricht. Man will durch dieses Sy
stem den Professionellen Bettleru
und Schnorrern daS Handwerk legen.
Die Bereinigung, bei der eine Person
um Hilfe vorspricht, berichtet Na
men und Wohnort an die Zentral:
Dort wird nachgesehen, ob nicht schon
eine andere Vereinigung um Hi lie
angegangen worden ist, vb die hixS
bezüch'che» Antwort testatus. U"
.TV
E i n e a e e I n a n
steuerkommiffät wird demnächst eine
Entscheidung darüber abgeben, ob
Malzextrakt als alkoholhaltiges Ge
tränk ober, wie bisher, als Medizin
klassisizirt werden soll. In den jetzt
zum Abschluß gelangten Verhandlun
gen vor dem Kommissär wurde den
Fabrikanten von Malzextrakt die Be
weisführung zugeschoben, aus wei
fen Gründen ihre Erzeugnisse nicht
alS geistiges Getränk klassisizirt, und
klpotheker und andere Personen, die
Malzertrakt verkaufen, nicht zur Be
Zahlung der Lizenssteuer angehalten
werden sollen.
a s e e K o n s a e N a
dem er einer dunklen Gestalt in der
Nähe einer Scheine verschiedene
Male zugerufen hatte, sich zu ergeben,
stürzte sich der Konstabler von North
Fond du Lac, Wis., todesmuthig auf
den muthmaßlichen Einbrecher und
fand zu feinem Erstaunen, daß er an
statt eines Mannes ein Nachthemd
verhaftet hatte, welches an einer
Waschleine hing. An dem Reinfall
des Konstablers war eine Frau schuld,
die beim NachHausegeben in der Nähe
der Scheune die schweigsame, dunkle
Gestalt bemerkte. Sie benachrichtigte
ihren Gatten, welcher den Konstabler
aussuchte. Nachdem sie sich schwer be
waffnet Hattert, verhafteten sie ein
Nachthemd.
e S o u v e n e u s W u
e e u l. „Wenn ich der Gouver
neur von Tennessee.' oder der Sheriff
von Shelby County, oder der Mayor
von Memphis wäre, so würde ich
darauf halten, daß in Memphis nicht
offene Wirthschaften im Widerspruch
zum Prohibitionögesetz betrieben wer.
den. Ich würde jedem würdigen
Bürger ein Gewehr in die Hand ge
ben und ihn anweisen, zu schießen,
um zu todten, bis ich die Ächtung vor
dem Gesetz erzwungen hätte." Diese
erstaunliche Erklärung gab R. V.
Glenn, der Gouverneur von North
Carolina, in einer Ansprache ab, die
er vor dem Konvent der Sonntag
schularbeiter-der..Christian Workers"
hielt. Er erklärte, es sei ein Un
sinn. zu behaupten, daß ein Gesey
nicht durchgeführt werben könne,
wenn die öffentliche Meinung dage
gen gerichtet sei.
e e s o e n e e v o v e
Alles was der Franzose Frank
Barreau aus dem San Franctscoer
Erdbeben seiner Zeit gerettet hatte,
war ein 44-falibriger Colts Revolver.
Mit diesem von ihm sehr Hochgeschätz
ten Eigenthum kam er vor einer Wo
che von der Stadt des „goldenen Tho
res" nach Chicago, um sich Hier an
zusiedeln. Seine Wohnung richtete er
sich vorläufig in dem Haufe No. 10
West Superior Straße ein. Dort ist
ihm, wie er gestern Abend dem Sta
tionsschreiber Bart Finn klagte, dieser
theure Schatz von rücksichtslosenMen
schen entwendet worden, die den
Werth sehies unschätzbaren Eigen
thums wohl nicht kannten. Barreau
ist entschlossen, alle Hebel in Bewe
gung zu setzen, um sein Schießeisen
wieder erlangen, weil er es als
eine Erinnerung an jene schwereZeit
betrachtet, da ihm außer dem nackten
Leben nur noch dies Kleinod blieb.
o e n i e e i E i n e
schwere Strafpredigt mußte sich, der
19 Jahre alte Clarence Whipple, der
Sohn eines Arztes von Minneapolis,
vom Richter G. L. Blum in Eau
Claire, Wis., gefallen lassen. Whipple
wurde in Madison unter der Anklage
verhaftet, von einem Geschäftsreisen
den in Eau Ciaire einen Ueberzieher
gestohlen und diesen versetzt zu haben
Er war Mitglied der Golden Girl Co.
und brannte wegen eines Mädchens
im Chor von der Universität von
Minnesota durch. Whipple bekannte
sich schuldig, und der Richter entließ
ihn „unter Parole", nachdem er ihm
zur Bedingung gestellt hatte, daß er
für immer der Bühne fern bleiben,
seine Verbindungen mit gewissen
Chormädeln aufgeben und zur
Schule zurückkehren und seine Erzie
hung vollenden müsse. Der junge
Mann kehrte zu seinen Eltern nach
Minneapolis zurück.
Z a e S e s o e
w ch st. In einem Artikel der Mo
natsschrift „The Spectator" liefert
Frederick L. Hoffmann den Nach
weis, daß die-Zahl der Selbstmorde
in den Vereinigten Staaten in er
schreckendem Maße zunimmt, beson
ders unter den gebildeten und wohl
habenderen Klaffen. Der Gew'ihrs»
mault zeigt an der Hand von statists
schenBerichten aus 65 amerikanischen
Städten, daß die Selbstmordrate, die
im Jahre 1907 18.8 per 10,000 Per
jonen betrug, im Jahre 1908 auf
21.8 stieg. „Eine Analysirung der
einzelnen Fälle ergibt, daß die Zu
nahme nicht bei den armen und un
wissenden Klassen zu finden ist, son
dern bei den gHildeten und wohl
habenden," schreibt der Statistiker.
„'Ueberall bestcht jedoch zwischen
den Selbstmorden und dem Verbre
chen ein enger Zusammenhang. Män
ner in angesehener Stellung, die sich
eines ernsten Vergehens schuldig ge
macht haben, pflegen heutzutage viel
häufiger Hand an sich zu legen. aiZ
früher." Im weiteren Verlauft des
Artikels führte der Verfasser aus.
daß die Selbstmorde im Westen weit
häufiger sind als im Osten und Sü
den. Die größte Zahl hatte im Jahr
19C9 Salt Lake City, aver die höchste
Rate wies Oakland. Eal., auf, näm
lich 66.2 per 100,000 PersoneM
ttTT
TT
TTTTTTT
A u s a n
MM» ••»••••»4»
o a u s a e I n W a s h
koitz in der Bukowina wurde oer
Millionär Rouan von einem Bauern
aus Rache ermordet, weil er de»
Bauern Grundstück wegen rückständi
ger Schulden chatte fequeftriren teu
fen.
e n a i u n e i n e s S N o
ders. Vom deutschen Kaiser ist, wie
man aus Frankfurt meldet, der Sta
tionserheber Philipp Burkhardt iu9
Niederhöchstett, der im Januar dieses
Jahres seine Geliebte, eine Frau
Thamer, auf der Landstraße erschüfe
und deswegen vom Schwurgericht in
Wiesbaden zum Tode verurtheiU
wurde, zu lebenslänglichem Zucht
hauS begnadigt worden.
K e i n e e i s e ö u n i
Münchener Hofbräuhau». In der
Zeit deS allgemeinen Bierkrieges
kommt aus München die erstaunliche
Nachricht, daß des königliche Hof
Brauhaus das Winterbier wieder zum
alten Preise von zweiundzwanzig
Pfennig pro Liter verschenkt, wäh
rend anderwärts in München, je nach
dem Range der Gaststätten, 28, 30
und 40 Pfennig pro Liter genommen
werden.
E i n O e e S E e
bens. In Neapel erschoß sich der
dreißigjährige Marquis de Blasio
aus Reggio. Der Marquis hatte be
dem Erdbeben zwar nicht fein über
aus großes Vermögen, aber ferne
heißgeliebte Braut verloren. Er
suchte vergebens den Verlust zu ver
gessen. doch übermannte ihn schließ
lich die Verzweiflung und ließ ihn
zum Revolver greifen. Der Marquis
war auchVizekonsul von Argentinien.
K a i y e e k a n n e
Schweizer Ethiker und Rechtslehrer,
ist nach einer Meldung aus Bern in
Montreux im Slüer von fast 77 Jah
ren gestorben. Er war Professor
des Staats- und Völkerrechts an der
Universität Bern und Oberauditor
der eidgnöfiifchen Armee: auch gad
er das Jahrbuch der Eidgenossen
schaft heraus. Professor Karl Hilty.
der ein Schüler Hegels war. hat eine
große Reihe philosophischer, politi
scher und juristischer Werke verfaßt:
die meisteVerbreitung fand fein Buch
.Glück".
E i n u a a e e a n
für einen Pfennig. In der
Zeit der Rief einreise für groß
städtische Grundstücke gewinnt sol
gende Notiz ein wenig den Charakter
deS Grotesken: Der billigste Land
ankaus in Groß Berlin wird unstrei
tig von der Gemeinde Wittenau voll
zogen werden. Die Gemeindevertre^
tung genehmigte den Ankauf der
Dorfaue, die dem Domänenfiskiiä
gehört. Der Fiskus verlangt für
das Terrain nur 289,22 Mark. Da
die Dorfaue eine Größe von 2 Hek
tar, 89 Ar und 22 Quadratmeter
bat, so stellt sich der Preis für den
Quadratmeter auf einen einzigen
Pfennig.
a S i s a k e n k a
a e i n e i e i n S i e e i
veranstalteten Tagung des
Bismarckbundes machte
In
•-M
Deutschen
Baurath
Ehrhardt (Weimar) Mittheilungen
über das National-Bismarckdenkmal
am Rhein, das am 1. April 1915
enthüllt werden soll. Ein Preisaus
schreiben zur Erlangung vonEnvvür
sen wird in der nächsten Zeit erfol
gen, und eS wird beabsichtigt, Mo
belle und Entwürfe des Denkmals im
nächsten Jahre in der Frankfurter
Festhalle auszustellen. Gegen den
gewählten Standort, die Elisenhöhe
bei Bingerbrück, wurden von einigen
Herren aus Godesberg Bedenken er
hoben.
i n e v i e a ch e ö e r! 1
der Annexe Cinch bei Saaral
pen wurde die Ehefrau Einzel unter
dem Verdachte mehrfachen Mordes
und der andstiftung verhaftet. Sit
hatte das Haus eines Ackerers in
Brand gesteckt und die Abwesenheit
der Einwohner bei den Löscharbeitcu
dazu benutzt, eine alte Frau zu über
sollen und zu berauben. Eine HauS
fuchung lieferte so erdrückendes 33t
Weismaterial, daß ein Geständniß er
folgte. Die Thäterin wird weiter be
schuldigt, einen vor Kurzem tobt in
einem Straßengraben aufgefundenen
Mann ermordet zu haben und ihren
Gatten und Onkel umgebracht zu ha
ben. Ferner werden ihr noch eine
Reihe Diebstähle und Brandstiftun
gen zur Last gelegt.
e i e e s o a n e i n e s
KindeS hat in Neustadt a. d.
ein unerwartetes Ende gesunden.
Der dort wohnende 20jährige Korb
rnacher Karl Hoffmann unterhielt
seit
1906 mit der jetzt im zwölften Le
bensjahre stehenden Schülerin Elise
Schmidt, der Tochter einer Arbeiter
wittroe, ein Liebesverhältniß. Gan
ze Stoße von Liebesbriefen, die zwi
schen beiden gewechselt waren, tour
den beschlagnahmt, ols die Sache zur
Kenntniß der Staatsanwalts^ k
kam. Hoffmann wurde zu seiner ver
antwortlichen Vernehmung vorgelc.
den. AIS er vom Gericht zurückkam,
begab er sich in die Wohnung der
Wittwe Schmidt und feuerte zwei Re
volverschüste auf deren Tochter nb.
die sie tnnbfe Hüfte trafen. Daran?
stellte er stch der Ppltz^, die ihn in
Hast behielt.
e e s e O e e e
Preußens, Professor Hermann
Thurein, der bis zum 1. April 1907
am Dorotheenstädtischen Realgymna
sium thätig war, ist in Warnemünde.
too er zur Kur weilte, gestorben.
Professor Thurein hat ein Alter von
81 Jahren erreicht.
V o U n k v e o i s
die'Familie des Eisenbahnschasfners
Schneider in Lissa. Dieser wurde vor
einigen Monaten vom Zuge überfah
ren und getödtet, bann starben nach
einander die drei ältesten Kinder am
Scharlach. Die Mutter mit dem
jüngsten, zweijährigen Kinde ist von
der sechsköpfigen Familie allein übrig
geblieben.
E i n u s s i s e e n k e
a s e i n e a s w i
Der Lodzer Scharfrichter Richard
Fremel, der wegen Theilnahme an
der Ermordung eines Schriftsetzers
vor Gericht stand, ober freigesprochen
wurde, soll, polnischen Blättern zu
folge einen Gasthof in einem Vororte
Berlins erworben haben. Fremel
war ein gefürchttes Mitglied der
„Schwarzen Hundert". Nach feiner
Freisprechung fühlte er sich in Ruß
land nicht mehr sicher und zog eS vor,
über die Grenze zu gehen.
i e u n a e E i n e
eigenartige „Liebestragödie" spielte
sich aus dem Korso der Stadt Alessan.
dria ab. Dort riß, wie man aus
Rom nldldet, bie fünfundzwanzigjäh
rige gefeierte Schauspielerin Loren
zina Fonghi. bie mit einem Schau
spieler spazieren ging, plötzlich eine
lange Hutnabel von ihrem Hute und
stieß sie sich mit voller Wucht in bie
Brust. Da bie Nabel aber unterhalb
des Herzens eindrang, hofft man bie
Dome, bie nus unglücklicher Liebe ge
hanbelt hat. zu retten.
V o i n k e z u
Großgrundbesitzer. Der be
kannte Weltmeifterschaftsringer Ernst
Siegfrieb, der mit seinem richtigen
Namen Reiter heißt und der Sohn
eines vor einiger Zeit verstorbenen
Gutsbesitzers in der Nähe von
Braunsberg im Ermlande ist, ist
jetzt nach Beenbigung seiner amerika
nischen Tournee unter bieGroßgrunb
besitzet gegangen. Er erwarb, rote
aus Königsberg i. Pr. geschrieben
wirb, bas große Gilt Alt-Dorotheen
hoff im Landkreise Fischhausen in
der Nähe von Königsberg und zahlte
dafür 320,000 Mark.
E i n s a n i s e e z o
a s e i a s s w i n e
Ein liberalerAbgeorbneter hat in
ner Eigenschaft als Rechtsbeistanb
einer reichen Fabrifantenramilie auft
Bilbao gegen den jungen Herzog
von Maqueda einè Klage wegen Un
terschlagung und Heirarhsschwindets
eingereicht. Der Herzog soll der
Klageschrift zufolge sich mit der
Tochter des Fabrikanten verlobt ha
ben. Vor einiger Zeit gaben bie El
tern der Braut ihm 20,000 Frank,
mit denen er in Paris einen Theil
der Einrichtung des jungen Ports
kaufen sollt?. Der Herzog ist bereits
feit einigen Wochen mit dem Gelde
nachParis nbgereist, hat jedoch seitdem
nichts wieder von sich hören lassen.
DasGericht hat einen Haftbefehl hin
ter den Herzog erlassen.
ö z i e o e A
ologe Profeffor Doktor Richard
Engelmann aus Berlin, der als
Theilnehmer am Philologentag nach
Graz gekommen war, wurde, als er
sich zur fonftituirenden Sitzung einer
der Sektionen im Hörsaal begeben
wollte, im Universitätsgang vom
Herzschlag getroffen und fiel sofort
todt um. Professor Engelmonn
wurde am 13. Dezember 1844 in
Nebra a. II. geboren, stand also im
65. Lebensjahre. Nachdem er eine
Reihe von Jahren als Gymnasial
Oberlehrer
gewirkt hatte, war er aus
dem Staatsdienst geschieden, um sich
ganz feinen wissenschaftlichen Arbei
ten widmen zu können. Namentlich
feine Abhanbungen über Sophokles
und die Tragiker, sein Bilberotla?
zu Homer itnb zu Ovib's Metamor
phosen hatten seinen Namen weiteren
Kreisen bekannt gemacht.
E e e n i o o i e
Römische Lottoverwaltung ist zu
frieden. "Das Erbbeben von Mef'
stna hat zwar hunderttausend Exi
steigen vernichtet, aber die Lotto
einnahmen sinb gestiegen! Man liest
in dem amtlichen Berichte der Lotto
direktion folgende köstliche Stellen:
„Mit lebhafter und natürlicher
Freu be kann festgestellt werben, baß
die Erträgnisse des letzten Rechnungs,
jahres eine fabelhafte Höhe erreich
ten .. Welchem Umstand ist dies
zuzuschreiben? Gewiß zum großen
Theile ben erschiitternben Ereignissen,
die währenb bes Jahres in unserem
schönen fianbe sich zutrugen, unb zu
mal in der Hauptstadt die Freunde
des Lottos unb der „Cabala" (Ge
heimlehre) veranlaßten, die Glücks
göttin zu versuchen. DaS Erdbeben
deS 28. Dezember hat nicht nur in
Italien, sondern in der ganzen W« lt
die Gemüther ergriffen, und zwar
felsohne eines von denen (?),
e in besonderer Weise dazu beitru
gen, die Verkaufsstellen deS Lotto
mehr alS je zu füllen ." Diesen
merkwürdigen und in mancher Hin
sicht charakteristischen Bericht findet
man in Blättern, die noch heute fort
fahren, sich über die „modernen Bar
leren" zu mokiren. lHn Lotto
haben.
AC,».
alg an uns.
O. T. Tofsrud, Präsident
6b. Seel, Vizepräsident
&HIDES8FU*S
Warum Häute und Pelze zu Häuft' verlaufn», «mm man 10 biS 60
Prozent mehr erhalten kann, inbem man dieselben UftS mfchtdt? Wir aa
tantiren prompte BaarMlun» zu besten Preisen, loföoo Kunden. 25
Jahre im Häute- und Pelzgeschäft. Aetteste», arötteS est zuverlässigstes
Haute- und Pelzaefchâft ,m Nordwesten. Schi« Häute, Pelze, Bälge und
ns. Höchste Preise. Preisliste fret
w $10.000 HUNTERS' ANP
Igbolfltt von Jäger» unb Fallenstellern von nat
Thieren, Falle«, uf».
Seheimnlfle tciä
n nationalem «»f. «eetHci. 250 Bilder vo«
Buch wiegt ülcr 2 Pfd. Da» tiefte
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S e i V e s i e u n e w e e A
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wird bald alles verkauft sein. Unsere Bedingungen sind:
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Ihnen zu gehen, beabsichtige aber regelmäßige Touren
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