OCR Interpretation


Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, November 25, 1909, Image 3

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

Persistent link: https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn89074935/1909-11-25/ed-1/seq-3/

What is OCR?


Thumbnail for

Inland
Berichte deS Auditors des Postde
partements sind in den letzten zwan«
gig Jahren von Ausländern in den
Bereinigten Staaten mittelst Postan
Weisungen $431,966,263 mehr nach
der alten Heimath gesandt worden.
Ott sie von dort erhalten haben. An
«achtzig Prozent wurden nach Oester
reich'Ungarn, Großbritannien, Ita
lien, Norwegen und Rußland ge
sandt
o u s i e u e Weil
pe, die wegen ihrer Schönheit die
Wahl unter vielen reichen Freiern
hatte, trotzdem der Stimme ihres
Herzens folgte und die Gattin eines
schlichten, hart arbeitenden Mannes
wurde, liegt Annie Brount nun mit
einer Schußwunde im Arm im St.
JohnS Hospitale zu Long Island
Tity darnieder. Nicht weit von ihr
liegt der geliebte, ihr erst vor zwei
Wochen angetrauter Gatte aus seinem
Schmerzenslager und mit dem Tode
ringend. Der Thäter, welcher beide
Kugeln feuerte, ist flüchtig. Er ist
nach Annies Aussage ihr eigener Bru
der, PaSquale Fezzano, der erbittert
»gegen sie und Brount war, weil sie
einen ihr von Fezzano warm empsoh
leiten, reichen Freier abgewiesen hatte.
W i e a n s a e n u
Ein ärgerlicher Bürger in Seattle,
-Wash., beklagte sich kürzlich beim
Hilfspostmeister W. I. (Solfett, daß
die Postoffice ihre eigenen Pennies
für Briefmarken zu nehmen verwei
gert hätte. Nachdem Herr Colkett er
fechten hatte, daß der betreffende
'Käufer ein paar Hände voll Cent
ftüdfe auf den Schalter gelegt und
^Briefmarken dafür verlangt hatte, je
doch zurückgewiesen wurde, belehrte
er ihn, daß das Gesetz den Postämtern
nur erlaubte, set einem Verkauf 24
étnzelne Centstücke anzunehmen
wenn er aber seine sämtlichen Pen
nies loszuwerden wünschte, sollte er
nur hinter einander immer 24 Cents
auf den Schalter legen und der be
treffende Beamte würde ihm jedes
mal bereitwilligst Marken dafür ver
abreichen.
o e s A e E i n e e e
ften deutschen Bürger Louisvilles,
George A. Ehrmann, starb dieser
Tage, nachdem er genau eine Woche
zuvor noch seinen 96. Geburtstag ge
feiert hatte. Er war am 14. Okto
ber 1813 in Herrenthierbach im Kö
nigreich Württemberg geboren und
von Beruf Posamentier. Im Jahre
1837 bereits wanderte er aus, und
zwar landete er in Baltimore, wo er
bis 1850 verblieb und auch den Le
bensbund mit Nannette Birk schloß,
die bereits vor vielen Jahren ihm im
Tode vorangegangen ist. Dem glück
lichen Bunde entsprossen sechs Kin
•der, drei Söhne und drei Töchter,
von denen nur noch zwei, die Frau
tfettt Kate und Settie Ehrmann, am
Leben sind. Außerdem überleben
Herrn Ehrmann zwei greise Brüder,
William, der 89, und Gottlieb, der
83 Jahre zählt, beide in Louisville
ansässig.
W e i a n n s u n e i
Bacon von New London, Wis., wurde
in sterbendem Zustande nach Rhine
'lander gebracht. Er war von einem
anderen Jäger, der ihn für einen
Hirsch gehalten hatte, in der Nähe
von Mercer angeschossen worden. Mit
einer Gesellschaft Jäger war Bacon
nach Mercer gekommen und hatte ein
Lager bezogen, von dem aus die Jä
ger nach Hirschen jagen wollten. Mit
einem gewissen Wansensek zusammen
begab sich Bacon auf einen Rundgang
über das von ihnen zur Jagd aus
ersehene Terrain. Das Paar trennte
sich und Bacon kam aus einem dichten
Busch heraus, als sein Gefährte auf
ihn feuerte. Die Kugel drang durch
den rechten Arm und traf die Haupt
arterie in der Nähe des Ellbogens.
Wansensek eilte zu seiner Hilfe herbei
und legte einen Nothverband an, war
aber nicht imstande, die Blutung zu
stillen.
o i S e e A u s W a s i n
ton trifft die Nachricht ein, daß sich
eine amerikanische Gesellschaft gebil
det hat, die ganz eigenartige Goldsu
chereien vornehmen will. Sie hat
von der mexikanischen Regierung ge
wisse Gerechtsame im Minenbezirk
Von Zacatecas erworben. Die Gold
gräberei ist in dieser Gegend seit
mehr als 300 Jahren in der schärf
sten Weise ausgeübt worden. Die
angewandten Methoden, um das
Gold aus dem Gestein zu lösen, wa
ren aber bis vor Kurzem die denkbar
einfachsten. Alles Gestein, das bei
dem groben und oberflächlichen Pro
zeß übrig blieb, wurde in die Laguna
de Pedernalillo gespült, einen See.
der sich in der Nähe der Gruben be
findet. ES wird nun angenommen,
daß sich auf seinem Grunde mehr als
14 Millionen Tonnen goldhaltigen
Gesteins angesammelt haben. Ein
amerikanischer Ingenieur nahm Ge
jfteinspro&en vom Grunde des Sees
und ließ sie analysiren. Die Analyse
ergab, daß diese Ueberbleibsel per
Tonne $10—$20 Goldgehalt aufwie
sen. Das würde für die 14 Millio
nen Tonnen einen Goldwerth von
etwa 200 Millionen Dollars ergeben.
Die amerikanische Gesellschaft hat den
Vesivtitel für See und Inhalt er«
a e n e I e z e n e
nungsjahre find im Patentamte zu
Washington rund 62,000 Patent
gesuche eingereicht worden, von denen
etwa 35,000 bewilligt wurden. Uncle
Sam verdient an diesen Patentbewil
ligungen nach Abzug aller Kosten
das artige Sümmchen von $88,767,
macht also an den Erfindern einen
großen Profit. Manchem Erfinder
mag es recht schwer werden, die Ko
sten eines Patentes zu erschwingen.
Und wie viele der theuer erkauften
Patente erweisen sich schließlich als
werthlos!
e n s e e a u s e E i
fenbahn. Der erste erfolgreiche
Versuch, von einem in Bewegung be
findlichen Zuge zu telephoniren, wur
de unlängst aus der Newarker Zweig
linie der Eriebahn gemacht. Das Ex
periment begann, nachdem der Zug,
welcher Jersey City um 1% Uhr ver
läßt, Newark passirt hatte. Während
der Zug mit einer Geschwindigkeit
von 35 Meilen die Stunde fuhr,
wurden zwischen Nutlet) und West
Nutlet) telephonische Mittheilungen
nach New Dork gesandt. Das Expe
riment wurde als in jeder Beziehung
erfolgreich erklärt.
K o e n a s N a e s e i e z
tern Mittwoch niemand mehr etwas
von Frau James Simpson, einer 82
jährigen Wittwe und deren Adoptiv
sohn Charles Enuson in Janesoille,
Wis., gesehen hatte, erbrachen am
Sonntagmorgen die Nachbarn die
Hausthür und fanden beide todt vor.
Beide waren durch Kohlengas erstickt.
Die Frau lag ausgezogen im Bett,
obwohl eS scheint, daß sie Anstalten
machte, auszustehen. Der Mann saß
in der Küche völlig angezogen. Das
letzte, was von den beiden gesehen
wurde, war ant letzten Mittwoch, als
der Mann betrunken nach Hause kam
und die alte Frau ihm ittS Haus
half.
e E i s u s N i n a e
Verhältniß von Angebot und Nach
frage, sondern willkürlich, um jede
Konkurrenz aus dem Felde zu schla
gen und die unabhängigen Eishänd
ler zu ruiniren, regelte die wegen
Uebertretung des Antitrustgesetzes in
der Kriminalabtheilung der Supreme
Court von New Jork prozessirte
American Ice Company (Eis-Trust)
die Preise. Sie richtete sich nicht nach
der Zufuhr oder der Jahreszeit, son
dern gab ihren Angestellten Befehl,
die Preise täglich nach Herzenslust
in die Höhe zu schrauben, um die Un
abhängigen zu zwingen, bei ihr zu
kaufen und ihre Kunden mitzubrin
gen. Es kam vor, wie ein Zeuge
aussagte, daß der Preis an einem
Tage von $3 auf $12 stieg!
W e e n o s a s Z u
erstenmal ist in Kalifornien ein
Chauffeur, der bei der wilden Fahrt
den Tod eines Menschen, in diesem
Falle Jas. F. Stifth, verschuldete,
von der Grand Jury des Todtschlags
angeklagt und beim Prozeß schuldig
befunden worden. Der Chauffeur ist
Claude Wood, der auf einem Auto
mobil. das dem Schnittwaarenhänd
Ier E. W. Hale von Sacramento ge
hört, mit feinen Freunden eine Spa
zierfahrt machte. Wenn künftig je
der Automobilfahrer, der mit seinem
Gefährt ein Menschenleben vernich
tet, des Todtschlags schuldig besun
den und zu einer Zuchthausstrafe bis
zu 10 Jahren verurtheilt wird, wie
das Gesetz in diesem Staate vor
schreibt, da werden die Chauffeure
wohl etwas vorsichtiger werden.
E i n s i e e s E n e A u
einem Stuhle in feiner Wohnung,
nicht weit von Savannah, Ga., wurde
Peter Leist, welcher seit einiger
Zeit als Einsiedler gelebk hatte, als
Leiche aufgefunden. Seine einzigen
Gefährten waren zwei Bulldoggen,
welche den Polizisten die Zähne zeig
ten. Offenbar kurz vor seinem Tode
hatte Leist sein Testament verfaßt, in
welchem er sein beträchtliches Vermö
gen feinem Sohne, welcher die Schule
in Sharon, Ga.. besucht, und im Falle
des Ablebens des Erben, Hy. Dreyer
in Brooklyn, N. A., vermacht. Leists
Frau hatte sich vor etwa Jahresfrist
das Leben genommen, und von seiner
zweiten Gattin, mit welcher er sich
nach kaum achtstündigerBekcmntschaft
verheiratet hatte, hatte er sich ge
trennt und einen Scheidungsprozeß
angestrengt.
K e i n e A e n e u n e
wünscht. Mit überwiegender
Mehrheit mit 257 gegen 45 Stim
men hat sich die Versammlung
von Eltern der Westhochschulzöglinge
in Cleveland, die unter dent Vorsitz
von Rev. James Alexander Jenkins
in der Schulaula stattfand, gegen den
Vor- und Nachmittagsunterricht und
für die Wiedereinführung des Unter
richts von 8 bis I2Y2 Uhr und an
derthalbstündigem Nachhülfeunter
richt Nachmittags für rückständige
Schüler erklärt. Welche Folgen
aus diesem Beschluß, der den von den
streikenden Zöglingen angenommenen
Standpunkt bekräftigt, für die Schul
disziplin erwachsen werden, kam für
die Mehrheit der anwesenden Eltern
ebenso wenig in Betracht, wie der
Hinweis auf die großen pädagogi
schen Vortheile des Vor- und Nach
mittagsunterrichts. Der zur Annah
me gelangte Beschluß besagt: „Der
Plan einmaligen Unterrichts, wie er
früher bestand, hat allen Anforde
rungen entsprochen, und wir sehen,
keinen Grund zu einer Aenderung
V 1.
i n n i n s e u
Wie Konftontinopeler Blätter berich
ten, hat zu Serres in Mazedonien die
Frau des Händlers Thomas Tfchaira
fünf Kinder, sämmtlich Mädchen, zur
Welt gebracht. Mutter und Kinder
befinden sich wohl.
S e s o e i n e s e
rers in der Schule. In der
Westendmittelschule zu Frankfurt am
Main erschoß sich während der Pause
der verheiratete Klassenlehrer Alfred
Hühn, während die Schüler spielend
auf dem Hofe weilten. Das Motiv
ist vorläufig noch nicht bekannt.
a S O e e i n e s S e r
8 e S" wunde der Arbeiter Schuw
rattSki in der Maschinenfabrik zu
Prinzenthal in der Provinz Posen.
Mehrere Arbeitskollegen gössen ihm
heimlich Salzsäure in den Kaffee.
Schuwranski brach, als er während
deS Frühstücks von dem Kaffee trank,
mit schweren inneren Verletzungen
zusammen. Man schaffte ihn ittS
Krankenhaus.
ö i s e u e o a n
i i e n a n i e n i e w i e e
meldet, kürzlich den auf der Jagd be
findlichen reichen römischen Prälaten
Berga fingen und für feine Freilas
sung ein Lösegeld erpreßten, haben
sich ihrer Beute nicht lange erfreuen
können. Sie sind jetzt von der Gen
darmerie verhastet worden. Die er
preßten fünftausend Francs konnten
ober bisher nicht aufgefunden werden.
o i I a e v i e E i n
schweres Verbrechen ist in der Nähe
von Nordhausen begangen worden.
Der Restaurateur Plöppel, der sich
aus den Anstartd in sein Jagdrevier
Bummerholz bei Niedersachswersen
begeben hatte, wurde allem Anschein
nach von Wilderern erschossen, bevor
er sich zur Wehr setzen konnte. Man
fand ihn mit einem Schuß im Kopfe
todt auf. Sein Jagdhund hielt bei
ihm Wache.
i n i u n e n A u e
Hofe des Justizgefängnisses zu Kö
nigsberg i. Pr. wurde der Müllerge
feile Karl Scheller, der im Frühjahr
1908 den Fleischermeister Girnus aus
Popelken bei Labiau ermordet und
beraubt und dessen Haus in Brand
gesteckt hatte, durch den Scharfrichter
Schwietz aus Breslau hingerichtet.
In Kiel wurde an dem Arbeiter Pe
tersen durch den Magdeburger
Scharfrichter Kröpler das Todesur
theil vollstreckt.
i e u w e e n e s E s u
tans Abdul Hamid sollen, wie be
kannt, in Paris versteigert werden.
Sie scheinen sehr kostbar zu sein.- ein
französischer Juwelier, der jetzt die
Kleinodien Abdul Hamids abschätzt,
hat unter Anderem folgende Preise
festgesetzt: Drei Rosenkränze für
175,000,110,000 und 100,000 Fran
fen, sowie drei Halsbänder für
400,000,75,000 und 77,000 Franken.
Das sind zusammen fast eine Million
Franken.
e o n o i e i e E i n e
gewisse Ehrlichkeit hat der Dieb an
den Tag gelegt, der in Oldenburg
zwei Medizinalräthe bestahl. Wie
man von dort meldet, wurden dem
befohlenen Geheimen Obermedizi
nalrath Dr. Ritter von Berlin aus
die gestohlenen Werthpapiere in Höhe
von 20,000 Mark zurückgesandt. Die
195 Mark in Baar, die dem Dieb
gleichfalls in die Hände fielen, hat er
natürlich behalten ebenso wie die
Summe von 286 Mark in Baar, 35
Mark in Briefmarken und mehrere
goldene und silberne Werthgegen
stände, die dem Medizinalrath Dr.
Roth gestohlen wurden.
e S a n e n e a u
dcmt das ist die neueste Speziali
tät auf dem Gebiete der Unterschla
gungen. Aus Petersburg wird be
richtet: Wegen seltsamer Unterschla
gungen wird von der Petersburger
Kriminalpolizei der Pächter des
Zoologischen Gartens steckbrieflich
verfolgt. Bei einer unerwartet vor
genommenen Revision dieses Unter
nehmens, das der Stadt gehört,
wurde festgestellt, daß an dem Thier
bestände 100 werthvolle Exemplare,
darunter seltene Schlangen, fehlten.
Wie ermittelt wurde, hat der Pächter
die Thiere ohne Wissen der Stadt
Behörden verkauft und den Erlös für
sich verwendet. Unmitelbar nach Auf
deckung der eigenartigen Unterschla
gung ist der Pächter flüchtig gewor
den.
E i n e Z e e i n S a i o n
Aus Kopenhagen schreibt man: Die
Zeppelingesellschaft hat, tote „Dan
itebrog" meldet, durch ihren Direktor
mit der Aktiengesellschaft „Badehotel
©sagen" Unterhandlungen über die
Erwerbung eines Areals in der Nähe
von ©retten auf ©sagen für die An
legung eines BallonhauleS eingelei
tet. Skagen soll für Zeppelin die
Durchgangsstation aus dem Wege
nach den Nordpolvegionen bilden.
Das Areal liegt vor Sturm ziemlich
geschützt. Mehrere Umstände haben
den Grafen Zeppelin veranlaßt, Ska
gen als Houptftation für seine Pläne
auszuersehen. Von Wichtigkeit sind
vor allem der Leuchtthurm, die éig»
nalüation und der Semaphor, der die
8?intoerb8ltntfje in der« beiden Mie
ren .r*,Ä
N a e a u u n W a n
finig geworden. In Albern
Hof, Mittelfranken, wurde ein Schnei
der nach seiner Trauung beim Her
austreten aus der Kirche tobsüchtig.
Er bedrohte mit dem Messer Jeder
mann, so daß es nur mit Mühe ge
lang, den Rasenden zu überwältigen.
e i u n e a e i e
derStadt Elberfeld. In der
Versammlung der Stadtverordneten
von Elberfeld wurde beschlossen, im
Jahre 1910 die Dreihundertjahrfeier
der Stadt Elberfeld in der Zeit vom
26. Juli bis zum 3. August, also eine
ganze Woche, zu feiern. Verschiedene
wohlthätige Stiftungen sollen aus
diesem Anlaß erfolgen.
V e a u n e i n e s e
fraudanten. In Würzburg
wurde der flüchtige 20jährige Bank
beamte Wilhelm Bender aus Wiesba
den, der bei der dortigen Darlehens
kasse 12,800 Mark unterschlagen hat
te, verhaftet. Er besaß noch 6600
Mark und ferner Schmucksachen im
Werthe von 1000 Mark, die er erst
in Würzburg gekauft hatte.
I S e i e n V a e e
schlagen. In Riemke in Westfa
len schlug der verheirathete Sohn
einer in der Kanalstraße wohnenden
Familie im Streit seinen Vater mit
einem Brett auf den Kopf. In dem
Brett steckte ein Nagel, der dem Va
ter das Auge ausstach. Das Auge
lies sofort aus, und bald darauf starb
der Vater.
i e K i n e u n S
epidemic in Westdeutschland ist
immer noch in der Ausdehnung be
griffen. In der Stadt Mülheim sind
neuerdings 49 Fälle festgestellt wor
den, von denen zehn tödtlich verlie
fen. Im Landkreise sind 17 Neuer
krankungen zur Anzeige gebracht wor
den. Auch in Marburg und Umge
bung tritt die Krankheit auf, doch ist
sie hier gutartiger Natur.
a u e i n e u s s i s e n u s t
flotte. Der konttnandirende Ge
neral Großfürst Alexander Michailo
witsch hat dem Zaren vorgeschlagen,
den aus einer freiwilligen Samm
lung aufgebrauchten Betrag von zwei
Millionen Mark für Flottenzwecke
zum unverzüglichen Bau einer Lust
fchiffflotte zu verwenden. Dieser
Vorschlag hat in Petersburg große
Begeisterung hervorgerufen.
e s s e s e e e i i e
fängniß. Im Konstantmopler
Hauptgefängniß am Hippodromplatz
entstand eine Messerstecherei zwischen
Sträflingen, von denen zwölf verletz!
wurden. Die Rauferei wurde da
durch ermöglicht, daß die Beamten,
statt die Aufsicht auszuüben, das
Bairamfest feierten. Nun fordert die
Presse eine Revision der Gefängniß
Ordnung.
i e o a e a k e a
jetzt ihren Abschluß gesunden. Das
zweite Gutachten der Irrenärzte aus
Alzey über den Studenten Josef
Racke, der ant Weihnachtsfeste seinen
Vater und drei Schwestern ermordete,
lautet dahin, daßRacke gemeingefähr
lich irrsinnig sei. Der Haftbefehl ge
gen Racke wurde aufgehoben, das
Verfahren eingestellt und Racke zum
dauernden Aufenthalt der Irrenan
stalt Alzey überwiesen.
E i n e u s e s V o s i
verbrannt. Das deutsche Voll
schiff „Posen" ist einer Meldung au*
Rio de Janeiro zufolge auf See ir.
Brand gerathen und gesunken. DaS
Schiss hatte Hamburg am 5 Sep
tember mit der Bestimmung nach Val
paraiso verlassen. Die 94 Mann zäh
lende Besatzung wurde von dem eng
lischen Dampfer „Earl of Carrick"
aufgenommen und in Rio de Janeiro
an Land gesetzt.
E i n 1 3 i e e s s e r
st e ch e r. Schulknaben aus St. Ge
orgen bei Bayreuth feierten heimlich
ein verbotenes Gelage. Als die Ben
gel angetrunken waren, gerieten sie
in Streit, und ein zwölfjähriger
Knabe brachte einem Altersgenossen
einen Messerstich in's Herz bei. Im
städtischen Krankenhause gelang es
dem Oberarzt, die durchgetrennte
Herzkammer wieder zusammennähen,
so daß Hoffnung vorhanden ist, den
Knaben am Leben zu erhalten.
E i n y s e i ö s e E i n
bruch wurde in Toulon in die Vil
la des Obersten Ouinguandon ver
übt. Der Oberst, der in kurzer Zeit
den Befehl des lS.Regiments in Pau
übernehmen sollte, weilte in Ambert.
Die Einbrecher ließen alle eigent
lichen Werthgegenstände unberührt.
Dagegen wurde der Inhalt eines er
brochenen Sekretärs von ihnen ganz
weggeschleppt. Der wachhabende
Soldat befand sich während des Ein
bruchs nicht auf seinem Posten.
a s S i k s a e s E i n
jährigen Baumgarten. Der
Einjährige Hermann Baumgarten
aus Leipzig, der, wie wir kürzlich
meldeten, aus Grund eines ärztlichen
Gutachtens von der Anklage der Er
mordung des Fahnenjunkers v. Zeu
ner vom Kriegsgericht in Magdeburg
freigesprochen wurde, ist jetzt der
LandeSheil- und Pflegeanstalt Alt
scherbitz in der Provinz Sachsen
überwiesen worden, um dort auf Ko
sten seiner Angehörigen weiter ärzt
lich behandelt zu werden. Baumgar
ten ist in dieser Anstalt vor der
Hattpwerhandlung schon auf sei?'.".
Gchteszustgstd beobachtet worden.
O. T. Tofsrud, Präsident
Ed. Seel, Vizepräsident
Wir sind immer allen voran mit unseren $45.00 mes
singbeschlagenen, schweren Geschirren (Breeching) für Ar
beltsgespanne. Es ist eine Pracht, sie zu schauen. Wenn
Sie diesen Herbst Geschirre zu kaufen beabsichtigen, besuchen
Sie uns. Wir haben alles was in einer Sattlerei verlangt
werden kann. Der Eurige für Geschäfte
Fred. F. Rowatt,
Von diesen haben wir das größte Lager in der
Stadt und nur preiswürdige Waaren. Wir führen die
Round Oak Heizofen nnv Ranges
Cole's Hot Blast.Heizofen n.Ranges
die besten Heizofen, Kochofen und Ranges der Welt.
Kommt herein und beseht unser Lager. Wir sind
bereit, Ihnen alles zu zeigen.
Heizofen von 85 bis zu 860
Ranges und Kochofen von 815 aufwärts
É60O600GO08O6O60006000ö0öâ
Kapital, $20,000,00
Thut ein allgemeines Bank-Geschäft
Borgt Geld auf Land zu niedrigsten Zinsen
Zahlt Zinsen aus alle Zeit-Einlagen
Kaust und verkauft Farmländereieu
Schreibt Versichern«!! jedweder Art
Rugby
Sattlerei
Sattlermeister
N. J.
Romness, Kassierer
I. Kellesvig, Hülfskassierer
Geschäfte streng rechtlich und prompt besorgt
Teutsche finden hier aufmerksame Bedienung und können Geschäfte in ihrer
Muttersprache abwickeln.
Die Theilhaber und Beamten dieser Bank zählen zu den ersten Ansiedlern
Gegend—Alle vertrauenswerthe, zuverlässige Leute.
Eduard Seel, Vizepräsident der Bank, selbst ein Teutscher, würde sich freuen,
seinen Landsleuten aufwarten zu können.
.CVS*,
SSI
SIS bis $2®
kaufen das beste Land der Erde!
Bestes Land in altbesiedelter Gegend, gutes Wasser in
der Nähe, nahe der Eisenbahn, nahe zum Markt, gute
Schulen und Kirchen, ebenes Prairieland. Dieses Land
liegt im Weyburn Distrikt, Canada, wo es von $35 bis
$50 pro Acker bringt und wo es immer gute Ernten gibt.
Käufern geben wir den Fahrpreis zurück. Dieses Land
wird bald alles verkauft sein. Unsere Bedingungen sind:
Ein Drittel Anzahlung, Rest in fünf gleichen jährlichen
Zahlungen zu 6 Prozent. Ich bin fertig jederzeit mit
Ihnen zu gehen, beabsichtige aber regelmäßige Touren
in gewissen Zwischenräumen zu machen.
Rugby, Nord-Dakota
der
IsM

o S u e n N a e
Sannan Hardware Co., Rugby
Security Bank of Rugby
Welches find die Bortheile?
W. Z. Champion

xml | txt