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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, December 16, 1909, Image 3

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Inland $
4
K a e e a u I n e s i e
Ore Äittber nach einander aus ei
nem Fenster des zweiten Stockwerkes
auf den Erdboden gleiten ließ, hat in
Dogiden, N. D., Frau John Fronts
roig, eine deutsch-russische Frau, ihre
aus zwölf Köpfen bestehende Familie
vom Verbrennungstode gerettet. In
der Küche war das Feuer entstanden,
welches den Ausgang durch die ein«
tige Thür des Hauses abgeschnitten
"•tie.
o u n a u s e
Das Geheimniß, welches das Plötz«
liche Verschwinden von Henry Schrö
bet von Appleton, Wis., umgab,
wurde gelöst, als seine Leiche durch
einen Bagger der Regierung im Fox
River nahe der Eisenbahnbrücke der
St. Paul-Bahn in Appleton zu Tage
gefördert wurde: Schröder hat
verschiedene Male gedroht. Selbst
mord begehen zu wollen, und die Be
tören nehmen an, daß er seinen Plan
Midlich ausgeführt hat.
W a e n s e i n s a e r
Bei Gelegenheit der Feier von Schil«
lerS 150. Geburtstag in einem deut
schen literarischen Klub in New
York erzählte ein alter Herr, daß
vor fünfzig Jahren die Deutschen
von Albany bei der hundertjährigen
Geburtstagsfeier des Dichters eine
Vorstellung in der Schillerhalle ver
anstalteten. Ein Amerikaner fragte
waS zur Auffhrung gelangen werde.
Man sagte ihm „Wallensteins La
ger", worauf er die Bemerkung
machte, er müsse sich wundern, daß
idie Deutschen sogar bei einer solchen
Gelegenheit zuerst oft ihr Bier den
ken.
E w a s s o n e a 9 $
Stipp, ein Wittwer von North Da
kima, Wash., hat im Superiorgericht
eine Ehescheidungsklage eingereicht.
Er erklärt, er sei am 1. November,
während er in einem Hotel in Seattle
die Zeitung las, wider Willen mit
einer Frau getraut worden, die er
weder vorder noch nachher gesehen
hat, deren Namen er nicht einmal
kannte. Drei Männer und eine Frau
wären plötzlich im Parlor des Hotels
erschienen und hätten ihn nach der
Trauzeremonie wieder verlassen. Die
Veranlassung zu dem angeblichen
Vorgang kann Stipp sich absolut nicht
erklären. Er ist seit zwanzig Jahren
Wittwer und hat keineswegs den
Wunsch, sich wieder zu verheirathen.
W i a k i n W i s e o n s i n
Henry Clay Pierce, der Oelmagnat
von Texas, hat vierzig Meilen von
Bayfreld, Wis., entfernt einen Wild
park angelegt, welcher sich in Natur
schönheit mit den großen königlichen
Jagdgebieten in Europa messen kann.
Die Wildreservation ist am Brule
River gelegen und umfaßt einen
Landstrich von 7000 Acres. Der Park
ist zur Zeit mit allen Wildarten, an
welchen diese Gegend reich ist, belebt.
Tin fischreicher Fluß zieht sich durch
diesen Landstrich, welcher an einer
Seite einen klaren See grenzt.
Herr Pierce hat sein wunderbares Be.
sitzthum erst einige Male besucht. Er
befindet sich jetzt in Europa und ge
denkt sich bei seiner nächsten Reise
nach Wisconsin längere Zeit in fei
nem WiKpark aufzuhalten.
W a s a e i n v e a e
Eine Wahrsagerin, die in Sioux
City, Iowa, unter dem Namen „Ma
dame Vashti" bekannt war, hat die
Dummen, die bekanntlich nie alle
werden, im großen gerupft. Eine
Frau Blanche Waterbury, Verkäufe
tin in Pelletier's Laden, hat sogar
$900 eingebüßt. Frau Waterbury
Vertraute der Wahrsagerin genannte
Summe an, um zu erfahren, wie diese
anzulegen sei, um recht große Profite
zu erzielen. Die $900 wurden auf
den „Planeten" gelegt, was dies im
mer sein mag. Eines schönen Tages
waren Frau Vashti, der „Planet"
und die $900 verschwunden. Frau
Waterbury zeigte ihren Verlust der
Polizei an und dieser gelang es
schließlich, die saubere Frau Vashti in
Joplin, Mo., zu verhaften und nach
Sioux City zurückzubringen. Der
Gerupften mag eS gelingen, wenig
stens einen Theil ihres Geldes zurück
zu erlangen.
E i n e e i e e e i n
AIS die alte Bettlerin Susanna
Moore vor einem Jahre noch auf den
Straßen von San Francisco einher
wandelte und reichliche Unterstützun
gen von der Rothen Kreuz Gesell
toast und verschiedenen katholischen
Wohlthätigkeitsvereinen nach der
armseligen Hütte on Chestnut- und
Taylorèraße wanderten, um das
Leben der ärmsten von allen alten
Frauen ein wenig erträglicher zu ma
chen, da hqtte natürlich Niemand eine
Ahnung davon, daß Frau Susanna
Moore $65,000 ihr eigen nannte, und
zur Hälfte in Banken angelegt, zur
anderen Hälfte aber auf Hypotheken
auf protestantische Kirchen und auf
'Häufer ausgeborgt hatte. Trotz die
seS Reichthums, welcher nunmehr ein
Jahr na* dem Tode der 80-jährigen
Susanna Moore durch den öffentli
chen Nachlaßverwalter an's Licht ge
fordert wurde, konnte man die geizige
Atte Tag für Tag in den Fleischer
und Bäckerläden ihrer Nachbarschaft
sehen, wie sie dabei war. sich Abfälle
zusammenzuschnorve«, von welchen
sie lebte.
vw V ,. to! 1
A u s u n s i e e u n e
An der B'.ütermorth Road nahe
Grand Rapids, Mich., ist eine ganze
Anzahl von Arbeiterwohnungen ein
gestürzt und die Bewohner, Amneist
Polen, haten ein knappes Entkom
men. Jene ganze Gogmd ist von
den Stollen eines schon seit langer
Zeit nich: mehr betriebenen Berg
werks 'unterminirt, und diese begin
nen einzustürzen. Mehrere der
Häuschen sind völlig in den Erdsen
kungen verschwunden, und anderen
droht daS gleiche Schicksal.
W e e n o ch a S. (Slite
Detektivarbeit von Seiten Sheriffs
Kleinscheibens und Untersheriff Vat.
Dormady von Ashland, Wis., hatte
als Resultat die Verhaftung von
William Eden und Louis Siael von
Glidden zur Folge, die der Tödtung
angeklagt sind. Diese werden beschul
digt, bor ungefähr einem Monat den
60 Jahre alten Rathenberg mit Pferd
und Buggy überfahren und ihm nicht
beigestanden zu haben, sondern wei
tergefahren zu sein. Rathenberg starb
am nächsten Tage, während die jun
gen Leute entkamen.
U i i o n e n i k
stände. Eine Anzahl New Dörfer
Korporationen ist mit ihrer Steuer
zahlung im Rückstände. So schuldet
der Gastrust allein etwa zehn Millio
nen Dollars Steuern. Der städtische
Kontrolleur will der Wirthschaft nun
ein Ende machen und das Eigenthum
der säumigen Korporationen vom 9.
Dezember an unter denHammer brin
gen. Das hat gewirkt. Manche der
Korporationen erklären sich berett,Ab
schlagszahlungen zu leisten, um für
den Rest Aufschub zu erhalten. Un
begreiflich bleibt, daß man diese Kor
porationen so lange hat gewähren
lassen, diese Steuerdrückeberger, um
fomehr als die Stoßt New Dorf in
den letzten Jahren Anleihen über An
leihen hat machen müssen.
V o s i e o e n i e i n
letzter Zeit so häufig angewandte Me
thode, Verbrecher mit Hilfe von Blut
hunden aufzufinden, ist im höchsten
Grave unzuverlässig, und solches Be
weismaterial sollte von den Gerichten
nicht zugelassen werden. Ein Beispiel
hierfür hat ein Vorfall in Lima,Ohio,
geliefert. Dort verfolgte nun: mit
Bluthunden die Spuren eines Man
nes, der ein junges Mädchen ange
griffen hatte. Die Hunde hielten vor
einem Frachtwaggon an, in welchem
sich ein Landstreicher befand. Die
Menge stürzte sich auf ihn und wollte
ihn lynchen. Eine Anzahl besonnener
Mäner brachte ihn jedoch in Sicher
heit und er bewies zur vollsten Zu
friedenheit der Behörden, daß er nicht
am Schauplatz des Verbrechens gewe
sen sein konnte.
I n e N a k o s e e s o
ben. Die Gattin des Briefträgers
John Colander in Toledo, £)., traf
mit dem Zahnarzt Geo. L. Van
Lueben eine Verabredung, wonach sie
mehrere Zähne ziehen lassen wollte.
Jener beschied die Frau dann nach
Iber Office von Dr. D. C. Bowman,
den er zu Hilfe zog, damit er die
Patientin einschläfere. Nachdem die
Zähne gezogen waren, schien sie sich,
wie erwartet, wieder zu erholen, als
plötzlich ihre Herzthätigkeit schwächer
wurde, und sie dann todt in den
Stuhl zurücksank. Die beiden Aerzte
stellten nun alle ihren bekannten
Wiederbelebungsversuche an, jedoch
umsonst. Der Gatte der Frau war
zugegen, als sie verschied. Mit ihm
betrauern fünf Kinder ihren frühzei
tigen Tod. Die Verstorbene war 39
Jahre alt.
i e E i n w a n e u n W i e
die Einwanderung von den hiesigen
wirthschaftlichen Verhältnissen beein
flußt wird, ergibt sich aus den Zif
fern der letzten drei Jahre. Im Jah
re 1907, daS in seiner ersten Hälfte
den Höhepunkt unserer wirthschaft
lichen Entwickelung brachte, kamen
1,334,166 Einwandere in's Land.
Diese Ziffer sank im letzten Jahre
auf 410,319, wobei noch zu berück
sichtigen ist, daß die Rückwanderung
beinahe so stark war wie die Zuwan
derung. AIS dann zum Beginn des
laufenden Jahres die Besserung der
wirthschaftlichen Verhältnisse kräfti
ger einzusetzen begann, stieg auch die
Einwanderungsziffer, und bis Ende
Oktober waren schon 727,738
Fremdlinge in'S Land gekommen.
Auch die deutsche Einwanderung
scheint sich etwaS zu heben.
E i n e e u e O a s e E i n
eigenthümlicher Zustand ist durch die
Neuvermessung der Grenzlinie zwi
schen New Aork und Connecticut ge
schossen worden. Man hat dabei
«entdeckt, daß ein Landstreifen von
der Breite einer viertel Meile, der
bisher zu Millertvn, N. A.. gerechnet
wurde, thatsächlich zu Salisbury,
Conn., gehört. In Millerton ist der
Spirituosenverkauf gesetzlich gestat
tet, in Salisbury dagegen ni$t. Na
he der neu festgestellten Grenzlinie
stehen das Hicks Hotel und die Wirth
schaft von Wm. Whalen. die ihre Li
zensen feit Jahren in Millerton er
langten. Ein „Rücken" der fcë&äube
über die New N orker Grenze erscheint
unmöglich, da Frank Hotchkiß und
Herr Winteringham, ein Dampfer
Modelleur, beide ausgesprochene Pro
hibitionisten, die benachbarten Lände
reien aufgekauft haben. Auf dem
sraglichenLandstreisen wohnen außer
dem so zahlreiche Vrohibitionisten,
daß auch Millerton bei der nächste»
Wabl trocken aeleat werden dürfte.
K V V A
rA
^4
Â. A.
A u s a n I
Z u e i o
ossäre, über die wir unsere Le
ser unterrichteten, meldet man, daß
Dr. Kohn, der aus Czernowitz nach
Prag übergeführt wurde, noch im
mer feine Unschuld betheuert und be
hauptet, et habe der Gastwirthin
Kral nur Brom geschickt.
V e a u n e i n e s E
pressers. Auf Veranlassung des
Generalmajors v. Gersdorff wurde
in Hamburg der Barbier Moencher
aus Berlin wegen Erpressung und
Bedrohung verhaftet. Generalmajor
v. Gersdorff ist Inspekteur derLand
wehrinspektion in Dortmund.
S w e e a u u n a A u
dem Neubau der Gewerkschaft „Zu
kunft" in Weißweiler gab ein Stück
Mauerwerk nach, und sieben Arbeite?
stürzten aus einer Höhe von 13 Me
ter in die Tiefe. Zwei Monteure er
litten tödtliche Verletzungen, so daß
ihr Aufkommen als ausgeschlossen
gilt, die übrigen Arbeiter wurden
gleichfalls schwer verletzt.
V e a e e u w e e n
dieb. Dem Juwelier Rappaporot
aus Warschau wurde in Lodz ein
Reisekoffer mit Goldsachen im Wer
the von 40,000 Rubel aus einer
Droschke gestohlen, während er seine
Hotelrechnung bezahlte. Der Dieb,
ein Kellner namens Stempny, wurde
mit seiner Beute in Zgierz (Gouv.
Piotrkow) ergriffen.
A u e s Z i k u s e n z
in Wien. Das Gebäude des Zir
kus Renz in Wien, das im Jahre
1853 Ernst Renz als den ersten stei
nernen Zirkus in Wien errichten ließ,
wird jetzt, da die Erben des Kommis
sionsraths Ernst Renz ihre Einwilli
gung gegeben haben, freihändig ver
steigert werden und der Demolirung
anheimfallen. Der Zirkus Renz hat
seine Wiener Glanzzeit in den sechzi
ger und siebziger Jahren gesehen.
W a i n e n a z e u e
Landtag. An Stelle des aus der
Landesvertretung ausscheidenden
Konsistorialraths Ohl-Ratzeburg wur
de in der Synodalversammlung des
Fürstenthums der Propst Ahlers-Ra
tzeburg zum Mgeordneten des Ratze
burger Landtags gewählt, desselben
Landtags, der wegen seiner mehr als
34jäbrigen Obstruktion eine gewisse
Berühmtheit in ganz Deutschland er
langte.
o Ott er Jagd. Durch
einen Unglücksfall auf der Jagd hat.
wie man aus Breslau meldet, der
Fahnenjunker im zweiten Garde
Ulanenregiment Fritz v. Winterfeld,
der älteste Sohn des Landesältesten
A. v. Winterfeld auf Bronau, feinen
Tod gefunden. Er wurde mit einem
Schuß durch den Kopf in einem Gra
ben als Leiche vorgefunden. Wie der
Unglücksfall entstanden ist, konnte
nicht aufgeklärt werden.
S e s o e i n e S S a a S
anwaltS. Oberstaatsanwalt Wit
schel in Nürnberg hat sich erschossen.
Körperliches Leiden wird als Grund
des Selbstmordes angenommen. Au
gust Witsche! war feit langen Jahren
in Nürnberg thätig und gehörte dem
dortigen Landgericht zunächst als
Rath, dann als Direktor und einige
Zeit hindurch als Präsident an. Erst
vor kurzem vertauschte er die Stel
lung als Präsident mit der als Ober
staatsanwalt.
S e s o v e s u e
ö i s e n u w e e n i e i n
Arnalia Sorna, die Diebin des 300,
000-Lire-Schmuckes, hat sich nach ih
rer in Bologna vorgenommenen Ver
haftung mit Sublimat zu vergiften
versucht, sie wurde jedoch völlig wie
derhergestellt. Man fand in ihrem
Koffer noch anderen Schmuck, dessen
Werth auf 150,000 Lire geschätzt
wird. Die Corna stammt aus sehr
guter Familie in Bergamo, wo ihr
Vater Munzipalbeamter ist.
e e n u n W i k e
kind. Von einem entsetzlichen Un
glück wurde einem Bericht aus Köln
zufolge eine Familie in Wickede
heimgesucht. Die Eltern hatten ein
kleines Kind in der Wiege in einer
Stube gelassen, in der sich in einem
Käsig auch ein Frettchen befand.
Das blutdürstige Thier befreite sich
aus dem Käfig, stürzte sich auf das
Kind kratzte ihm die Augen aus,
zerfleischte ihm die Wangen und ver
letzte es am Halse. DaS Kind starb
unter entsetzlichsten Dualen. Die
entsetzten Eltern kamen hinzu, als
daS Dhier dem Kind gerade dieHals
schlagader durchbiß.
u s s i s e I y e I n e
Nähe von Schitomir sind auf einem
Gute desGrafen Ledochowski Bauern
unruhen in größerem Umfang aus
gebrochen. Ueber die hohe Pacht er
bittert, rückten taufend Bauern gegen
das GutSgebäude vor. Sie erschlu
gen den Verwalter und plünderten
das Gut. Die das GutShauS bewa
chenden Kaukasier verwundeten meh
rere Bauern durch Schüsse. Die da
durch in Wuth gerathene Menge ver
trieb die kaukasische Leibwache und
demolirte alles, was ihr unter die
Finger kam. Auf Anordnung der
Behörden ist Militär an den Ort der
Unruhen abgegangen.
1
U e i e s i a s
Reichsgericht hat die Berufung des
Abgeordneten Wetterls gegen das Ur
theil des Kolmarer Landgerichts ver
worfen. Wetterls war nämlich wegen
Beleidigung des Gymnasialdirektors
Gneiße zu zwei Monaten Gefängniß
verurtheilt worden.
V e s w u n e n e i i o
nen. In der Pensionskasse der rus
sischen Offiziere zu St. Petersburg
wurde ein Defizit von 150 Mil
lionen entdeckt. Die Regierung ist
bemüht, die Angelegenheit zu ver
heimlichen und hat für momentane
Zahlungsbedürfnisse mehrere Millio
nen zur Verfügung gestellt.-
S e s o e i n e s e
gerischen Bankiers. Aus Al
feld an der Leine wird gemeldet:
Im Hildesheimer Wald hat sich der
Bankier Diedrich Puppe! (in Firma
Metjerhof & Co.) erschossen, der zahl
reiche Wechselfälschungen begangen
hat, und dessen Konkurs unvermeid
lich war. Viele kleine Handwerker
und Kaufleute sind stark geschädigt.
a o a e i a i n e
ner Ehrendoktor. Wie aus
München gemeldet wird, ist dem Ma
jor z. D. v. Parseval in Charlotten
burg von der Münchener Technischen
Hochschule in Würdigung seiner Ver
dienste um die Luftschifffahrt die
Würde eines Doktors der technischen
Wissenschaften ehrenhalber verliehen
worden.
i e N o a e
»Frkf. Ztg." wird aus der Pfalz ge
meldet: Der Notar Reiß in Hunzloch
ist, wie aus einem Steckbrief des
Staatsanwalts zu Frankenthal zu er
sehen ist, flüchtig geworden. Er wur
de kürzlich schon wegen falscher Beur
kundung zu einem Monat Gefäng
niß verurtheilt. Jetzt haben sich noch
mehrere Verfehlungen ergeben.
E i n V a e a s ö e
seiner Familie. In Pilsen
tödtete ein Angestellter der Soda
werke Namens Johann Maris seine
26-jährige Gattin Josephine durch
Revolverschüsse und Messerstiche, ver
letzte sein achtjähriges Töchterchen
schwer und steckte hierauf die Woh
nung in Brand. Der Mörder wurde
verhaftet. DaS Motiv der That ist
Eifersucht.
S e s o e i n e s i n i
st e i a a s. In München hat
sich der 50 Jahre alte Ministerial
rath im Justizministerium Franz v.
Banzer in der Isar ertränkt. Er war
hochgradig nervös und vor einigen
Tagen erst auf seinen Wunsch aus der
psychiatrischen Klinik entlassen wor
den. Die Leiche wurde am Rechen
des Werkkanals bei Pullach im Isar
thai gefunden worden.
e i a i e u s e n i e
stahl. Die Angelegenheit der ge
stohlenen Mitrailleuse war in Paris
Gegenstand einer kriegsgerichtlichen
Verhandlung. Das Gericht verur
theilte einen Soldaten des 106. In
fanterieregiments zu einem Jahre
Gefängniß, weil er dem Korporal
Descamps, dem Diebe des Schnell
fouergewehres, bei der Flucht behilf
lich gewesen sein soll.
E i n e n e e a i o n e
die Auktion König Leopolds. Die
Nachricht von dem bevorstehenden
AuktionSverkaufe sämmtlicher Kunst
fachen bed Residenzschlosses Laeken
veranlaßte den Abgeordneten Ber
trand, an die Regierung die Frage
zu richten, ob diese Gegenstände nicht
dem belgischen Staate gehören. Die
Regierung wird die Antwort hierauf
in einer öffentlichen Kammersitzung
ertheilen.
S a n u n e i n e s u s s i
schen Minenkreuzers. Einem
uns auS Libau zugehenden Bericht
zufolge wurde dort der Minenkreuzer
„Zabaikalez", der, um sich vor dem
Sturme zu schützen, sich im Vorhafen
vor Anker gelegt hatte, durch die Ge
walt des Windes losgerissen und an
das User geworfen. Von zwei ihm
zu Hilfe gesandten Bugsirdampfern
strandete der eine. Der „Zabaikalez"
liegt am nördlichen Hafendamm auf
Steinen, der Bitgsirdampfer auf einer
Sandbank.
U n e e V e a e
Erpressung wurde in Elbing
der Kellner Franz Griehl verhaftet.
Wie man meldet, hat die Polizei fest
gestellt, daß Griehl freundschaftliche
Beziehungen zu dem flüchtigen Raub»
Mörder Stolze unterhielt, der vor
kurzem den Arzt Dr. Krause erschoß.
Unter den beschlagnahmten Sachen
befinden sich viele Briefe aus Kreisen
der Lebewelt. Auch der Oberbürger
meister von Elbing, Geheimrath El»
ditt, dervor einigen Monaten Selbst
mord verübte, soll ein Opfer Griehls
geworden fein.
e s er e u e': und Stra
ßenräuber. Zwei Fahnenflüch
tige des Pofener Infanterieregi
ments Nr. 58 in Lissa, die Muske
tiere Georg Grase und Mvx Mittge,
die beide aus Berlin stammen, über
fielen eine Dame, die nach dem
Bahnhof Lissa gehen wollte. Sie
raubten ihr eine Handtasche mit
Baargeld. Einer der Musketiere hat
te einen Zivilmantel über feine Uni
form gezogen. Die Deserteure wur
den eingeholt und verhaftet. Sie gq«
den an, daß sie sich Geld zur Fahrt
nach Posen verschaffen wollten.
4^
Ziâtt
tele
eisen
O. T. Tofsrud, Präsident
Ed. Seel, Vizepräsident
SESSFÜRS
Warum Häute und Pelze zu Hause verkaufen, wenn man 10 bis 50
Prozent mehr erhalten kann, indem man dieselben uns zuschickt? Wir aa
rantiren prompte Baarzahlung zu besten Preisen. 100,000 Kunden. 25
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n s e a n a e n K a e n u n o k v ö e v o n u n s z u
2hicrc sicher an die Fallen. Preis *1
$?"'e ^jjselje un Tausch fur Waaren angenommen. Leder zu (»trobhandelpreisen. Preis
Ijten, Äuch utib fret versandt an Häute- und Pelzhândtcr. Schreibt heute.
Dept.66
Gic
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Nahte! Sie sind stark und kräftig
mit Oberleder aus einem Stück, ha-.
Ben
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peltes Lcder über den Zehen.
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„Special Merit" Schulschuhe
„find stark wie Eisen." Halten gerade noch einmal so lange
wie gewöhnliche Schuhe.
kommen in allen Sorten und Größen, für Werltag- und
?hr Händler wird sie Ihnen Besorgen. Wenn nicht, schrei
ben Sie uns.
Achten Sie auf blc Mäher Schutz Marie in der 6oMe.
Frei Wenn Sie uns den Namen eines Händlers angeben,
der Mat,er „special [Uierit" Schuhe nicht führt, senden tote
tiOnett gratis und portofrei ein schönes 15X20 Zoll flro6câ
Porträt von Georg oder Martha Washington. Tet»
Jon Sie uns mit. welches von Beiden Sie wilnschen.^
Wir savrizieren ferner „Leading Ladt)". „Honor
Vitt". ..Martha Washington" Comfort und „germai
Cushion" Schuhe.
Chas. Turk, alleiniger Agent für Rugby und Umgegend.
Wir haben sie
die formers Dairy Brand Fleisch
Produkte.
Diese sind jederzeit bei uns zu finden.
Wir haben das ausschließliche Ver
kaufsrecht für Rugby. Harmel's
Dairy Brand ist das Produkt Milch
und Getreide gefütterter Schweine
Aus der Molkerei-Gegend des südli
chen Minnesota—es giebt kein besse
res Fleisch
Wir können Farmern das beste Fleisch
liefern, Stets frisch, da wir täglich
schlachten. Wir sind besser als je vor
her im Stande die Farmer in Bezug
auf ihre Bedürfnisse an Fleisch wäh
rend der Ernte zufriedenzustellen. Ich
halte nur das beste Fleisch welches
der Markt bietet.'
Zsham's Fleisch-Laden
Lynn Jfham, Eigenthümer
Telephon Rr. 77 Rugby, ». Dat.
Kapital,
N. I. Romness, Kassierer
I. K e e s v i g, Hülfskassierer
Thut ein allgemeines Bank-Geschäft
Borgt Geld auf Land zu niedrigsten Zinsen
Zahlt Zinsen ans alle Zeit-Eiulage«
Kauft und verkauft Farmläudereien
Schreibt Versicherung jedweder
Att
Geschäfte streng rechtlich und prompt besorgt
Deutsche Men hier MfWertsame Bedienung und tinne» Geschäfte in ihrer
Muttersprache abwickeln.
$te tfcttyäirt und Äämten dieser Bank zählen zu dèn nsten SnsiedKrn der
Gegend-Alle vertrauenswerthe, zuverlässige Leute.
Eduard Seel, Vizepräsident der Bank, selbst ein Deutscher, würde sich freuen,
seinen Landsleute« aufwarten zu können.
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Andersen Bros.,
F. MAYER BOOT & SHOE CO.
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Fletsch für den Winter
Security Bank of Rugby

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