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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, December 16, 1909, Image 7

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93or etlichen Jahrhunderten gelang
es dem spanischen General Cortez,
die Indianer in einer Gegend südlich
von den Vereinigten Staaten zu be
siegen. Spanien kam dadurch in den
Besitz eines Landes, das einst fast so
groß war, wie die Vereinigten Staa
ten von Amerika.
Hunderttausende von Spamer,
Franzosen und auch Deutschen siedel
ten sich dort an und vermischten sich
mit Indianern, und der heutige Me
xikaner ist das Resultat. Tausende
von diesen haben dieselbe Gesichtssar
De wie Amerikaner oder Europäer,
Hagegen läßt die Mehrzahl Indianer
Slut
deutlich erkennen. Seit vielen
fahren gehören die Mexikaner zu der
christlichen Religion und durchschnitt
lich sind sie fromme, ehrliche Leute,
die jedoch heute noch an den Folgen
der spanischen Unterjochung, von der
fie sich vor cirfft 75 Jahren losschlu
gen, leiden.
Das Land ist fast alles eben und
ist im Staate Coahuilla, der als eine
Fortsetzung Californiens angesehen
werden kann, und welcher Staat im
Osten an West-Texas angrenzt, mit
hem Rio Grande als Grenze zwischen
beiden Ländern. Der Anfangspunkt
dieses Land ist gegenüber der Stadt
Del Rio, Texas und nur 8 Meilen da
von entfernt. Das Land erstreckt sich
in südöstlicher Richtung über unge
fähr 35 Meilen und einem Flächen»
inhalt von 37,500 Acker, die den höch
Ken Grad von Cultivierung erreicht
Haben. Weizen, Gerste, Korn und
Hafer bilden das Haupt-Erzeugniß
und der Ernteertrag ist ein unglaub
lich großer. Ein Fluß, Rio De San
diego genannt, durchfließt diese gan
ze Ebene und ergießt sich in den Rio
Grande. Das Land ist in Quadrate
von 100 Hectar oder 247.5 Acker ein
getheilt. Eine vorzüglich gebaute, mit
Bäumen bepflanzte Landstraße geht
mitten durch dieses Land. Diese Ein
theilung ist fast dieselbe wie inAme
rika und genug Platz um die Quad
rate herum istiür Wege vorgesehen
worden.
Me Arbeit amerikanischer Inge
Meure, die so erfolgreich in Colorado,
etzdaho und Californ'en war, macht
.ifich auch hier in vorzüglichem Maße
geltend, indem die Bewässerung die
ses Landes nichts zu wünschen übrig
läßt.
Was Wasservorrath anbetrifft, so
unterliegt es keinem Zweifel, daß der
San Diego Fluß nicht nur genug
Wasser für diese 87,000 Acker hat,
sondern außerdem noch genug um ei
ne Million Acker zu bewässern. Wahr
scheinlich wird die Regierung den
Fluß später hierzu benutzen.'
Das Klima macht das Wachsthum
zweier Ernten, auf künstlich bewäs
sertem Boden möglich. Andernfalls
kann man nur eine Ernte erzielen
Dieses Anerbieten sollte die deut
schen Pächter im Zucker-Distrikt Colo
radoS ganz besonders intereffiren u.
da wir bestrebt sind, sie als Ansiedler
zu bekommen, weil sie in der Bebau
iittg künstlich bewässerten Landes gut
erfahren sind, so machen wir den er*
Hen 25 Familien ganz besondere An
Hrbietungen.
V Der mexikanische Kongreß bewillig­
MWâ-M
Die spanische Regierung verschenk
te seiner Zeit fast alles Land an' die
spanischen Edelleute. Obgleich die
mexikanische Regierung nach dem Be
sreiungskriege dieses Land von den
Spaniern konfiszierte, so war das
Resultat für den armen, landlosen
Merikaner doch kein nutzbringendes,
denn die Regierung, dem schlechten
Beispiel der spanischen Regierung
folgend, vertheilte das Land unter
Generäle und solche Leute, die an der
Spitze der Partei standen, welche die
Befreiung vom spanischen Joche er
strebte. Und so finden wir das ganze
Land in den Händen einer bevorzug
ten Klasse, während der arme Mexi
Faner, wie es jahrelang der Fall in
Rußland war, der Sklave des Edel
mannes blieb.
Ein Umschwung dieser Verhältnis
se trat ein, als vor ungefähr 25JqH
ren Diaz Präsident der Republik
wurde. Präsident Diaz gebrauchte
und muß, sich auf Mtsernten gefaßt
machen. Einen guten Vergleich, bil
det die Bodenbeschaffenheit von West
Texas, wo tausende unbewässerte
Acker Landes von Bauern aus dem
Norden für $10 bis $25 pro Acker ge
kauft wurden. West-Texas, genau
wie Coahuilla, zwischen welchenLän
dern wie schon gesagt der Rio Gran
de die Grenze bildet, war bis vor
drei oder vier Jahren als ein trocke
nes Land bekannt, mit einem Regen'
fall von kaum 20 Zoll. In den letzten
drei oder vier Jahren hingegen, war
der Regenfall bedeutend größer und
dieser Umstand ist für die große Zahl
Auswanderer nach West-Texas wäh
rend der letzten Zeit veranwortlich.
Warum nun und zn welchem Zweck
soll ein Bauer $20 oder $25 per
Acker für ««bewässerten Boden in
West Texas bezahle«, wen« er das
selbe Land mit derselben Bodenbe
schaffenheit «vd denselben klimati
schen Bedingungen auf der anderen
Seite dcs^ Flusses für $1 bis $4 per
Acker erhalten kann? Wir machen die
Leser besonders auf 120,000 Acker
««bewässertes Land aufmerksam,
welches wir für $1.00 per Acker Der*
kaufen. Eine Ernte jährlich. Es ge
deiht besonders, Millmais, Kafirkorn,
Korn, Gerste, Hafer, usw.
Wenn die Land Agenten in Me
xiko dieselbe Freiheit hätten, wie in
den Vereinigten Staaten so würde in
unglaublich kurzer Zeit der unbewäs
serte Boden in Coahuilla genau so
viel kosten, wie in West-Texas oder
Colorado.
Die Ansiedlungs Bedingungen in
Mexiko sind bedeutend strenger wie
in den Ver. Staaten, ein Umstand,
der den Ansiedlern ehrlichere Behänd
lung verschafft, dagegen den Land
Agenten weniger Freiheit gewährt.
Die Temperatur während des
Sommers ist ideal und ist dieselbe
te kürzlich $4,750,000 um Eisenbah
nen zu bauen. Der Bau derselben
wird sofort begonnen werden. Diese
Eisenbahn wird mitten durch unser
Land gehen und in der Zwischenzeit
müssen Ansiedler ihr Getreide nach
den nächsten Eisenbahnstationen, die
20 bis 30 Meilen entfernt sind, schaf
fen. Dagegen können sie ihr Getrei
de auch in San Carlos zu ungefähr
treter der mexikanischen Regieruua»DMan adressire alle Briese wie folgt:
v
seinen Einfluß zur Förderung von
Colonisation, und große ausgedehnte
Bodenstrecken, die den sogenannten
Haziendars gehörten und die zwischen
Mexiko und Guadalajara in einem
300 Meilen langen Thale liegen,
wurden in kleinere Stücke abgetheilt
und mit Mexikanern und Europäern
besiedelt.
Heute ist dieses Land vollkommen
kultiviert und zwischen $150 und
$250 per Acre werth. Da der Boden
vielfach bewassert werden mußte, was
wie jeder weiß sehr kostspielig ist,
so nahm die Besiedelung des Landes
nicht so schnellen Fortschritt wie in den
Vereinigten Staaten, und selbst heute
noch ist Mexiko nicht imstande, genug
Getreide für seine Bevölkerung von
ungefähr 15 Millionen zu bauen, son
dern muß daher oft Getreide von den
Ver. Staaten importieren. Dies ist
der Grund, warum der mexikanische
Bauer von 10—15 Prozent mehr für
wie in Californien, was den von
San Carlos ungefähr 50 Meilen
entfernten Schneegebirgen zu ver
danken ist. Die Bodenerhöhung ist
durchschnittlich 3000 Fuß über dem
Meere. Der Winter ist, mit nördli
chen Staaten verglichen, bedeutend
geringer und Hitze während des Som
mers leicht ertragbar und nicht so
intensiv wie im Norden. Da dieses
Land gerade gegenüber der Stadt
Del Rio in Texas liegt, so würde ei
ne Auskunft von dem Regierungs
Wetter-Bureau dort verläßlich sein
und gleichzeitig ist keine Gefahr vor
Handen, daß eine solche Auskunft par
teiisch sein würde, denn die amevikani
sche Regierung ist sicherlich nicht in
Auswanderung nach Mexiko interes
siert.
In gesundheitlicher Beziehung ist
Coahuilla das Mekka für Schwind
süchtige und für Beschwerden wie
Asthma, Catarrh und Rheumatismus
positiv heilbringend.
Warum soll man die kaltenWinter
und die unerträglichen Sommer des
Nordens erleiden, besonders wenn
man bedenkt, daß der Preis für Land
für den armen Mann dort einfach zu
hoch ist, wenn man in Coahuilla un
bewässertes Land für $1 bis $4 Per
Acker kaufen und gleichzeitig dieVor
theile eines solch idealen Klimas ge
nießen kann?
Kürzlich erhielten wir das Recht,
und zwar sind wir die einzigen die
eine solche Concession erhielten, diese
37,500 Acker bewässerten Regierungs
landes und die 66,000 Acker unbe
wässerten Landes von vorzüglicher
Bodenbeschassenheit und für Ackerbau
gut geeignet zu besiedeln. Das letz
tere Land grenzt an das erstere an
und ist von Wasserkanälen durchzogen.
Es gehörte ursprünglich dem Millio
när Don Lorenzo Gonzales, der Ei-
demselben Preise verkaufen, wie auf
der Eisenbahnstation. Da in San
Carlos eine große Masse Vieh gefüt
tert wird, bevor es nach dem Schlacht
hause in Mexiko City geschickt wird,
so ist in dieser Stadt während des
ganzen Jahres ein guter Getreide
markt.
Ueber die Verantwortung und den
Reichthum der mexikanischen Regie­
JiUfjiL. r'"
Mexikanisches Regierungsland!
Es liegt südlich von Colorado und ist von diesem Lande nur durch den kleinen Staat New Mexico getrennt.
Don Lorenzo Gonzales Trevino stellt nicht nur alle zum Farmen nothwendigen Maschinen und Farmgeräthe, sondern auch Saat, Pferde,
Esel oder Ochsen den Ansiedlern zur Verfügung. Auch Vieh und Schafe kann man auf die Hälfte bekommen und Weide und Zuchtvieh leiht
Don Lorenzo Gonzales Trevino frei. Dies ist eine außerordentlich freigebige Offerte. Es ist sehr wohl möglich für einen mittellosen Mann,
eine große Heerde Vieh öder Schafe zu übernehmen. Wenn man bedenkt, daß das Klima dort so beschaffen ist, daß Heu und Ställe im Win»
ter überflüssig sind, so ist dies ein Umstand, der die Viehzucht bedeutend leichter und weniger kostspielig wie im Norden macht.
Ein Haus, groß genug für die Familie des betreffenden Einwanderers, wird ihm mrethfrei zur Verfügung gestellt und außerdem erhält
er 40 Cents per Tag für sich selbst und jedes Mitglied seiner Familie, das imstande ist zu arbeiten. Dieses Geld hingegen ist nur ein Vor»
schuft auf die Ernte und wird später von seinem Theil der Ernte abgezogen Dieses Land ist gleich an der amerikanischen Grenze,
nur etwa 280 Meilen südlich vom Staate Colorado.
v
sein Getreide bekommt, als sein Be
rufsgenosse in den Ver. Staaten.
Der Mexikaner ist von Natur
ein Liebhaber der Viehzucht. Er ist
ein vorzüglicher Schäfer und unüber
trefflich als Kuh- und Pferdehirt. An
Ackerbau ist ihm wenig gelegen und
in der Betreibung desselben bedient
er sich der primitivsten Mittel.
Kann man sich vorstellen, wie
Leute heutigentags noch einen Holz
Pflug mit einem Pferde oder Ochsen
davor zu ihrer Arbeit gebrauchen?
Natürlich ist dies nicht überall der
Fall: vielfach hat der MexikanerGe
legenheit gehabt, moderne Methoden
zu beobachten und sie nutzbringend
anzuwenden.
Zu diesem Zweck Hat die mexika
sche Regierung vor kurzer Zeit 25
Millionen Dollars bewilligt, um das
Land an der amerikanisch-mexikani
sehen Grenze zu bewässern. Dieses
über viele Tausend Acker ausgedehnte
genthümer, von mehr als einer Mil
lion Acker Landes ist. Die Regierung
kaufte diese 87,000 Acker von ihm
und bewässerte sie unter einem Ko
stenaufwand von über drei Millionen
Dollars.
Das Eigenthums-Patent zu die
sem künstlich bewässerten Lande wird
direkt von der mexikanischen Regie
rung gewährt und alle Dokumente
betreffs des Verkaufs dieser Lände
reien werden von der Landesbehörde
in San Carlos im Staate Coahuil
la, ungefähr 20 Meilen von Del Rio,
Texas, ausgefertigt.
Der Befitztitel zum unbewässerten
Lande kommt direkt von Don Loren
zo Gonzales Trevino und alle Zah
lungen müssen an ihn direkt gemacht
werden und zwar im Hauptkontor in
San Carlos.
Leute, die sich ansiedeln wollen,
müssen ihr Gesuch durch uns an den
Minister von Ackerbau & Viehzucht
richten und, falls es angenommen
wird, so können sie dann das Land
antreten.
Nur erfahrene Farmer können das
bewässerte Land kaufen und die Re
gierung paßt sehr streng darauf auf,
daß nur ehrliche, zielbewußte Leute
in den Besitz dieses Landes gelangen.
Zu diesem Zweck zieht die Regiernug
über jeden Applikanten Auskunft ein,
und nur im Falle dieselbe günstig ist,
wird ihm Land verkauft.
«Keine Steuern werden für 10 Jah
re erhoben und alle aus den Ver.
Staaten oder aus Europa importier
ten Ackergeräthschaften während die
ser Zeit sind zollfrei. Ebenso braucht
kein Zoll auf für Viehzucht impor
tierte Thiere, wie Pferde, Ochsen,
Kühe, Esel usw., bezahlt zu werden.
Das mexikanische Bürgerrecht ist
keineswegs nothwendig, um Land be-
rung braucht sich niemand den Kopf
zu zerbrechen. Die Eisenbahnen ge
hören der Regierung und dank dieses
Umstandes ist die^Fracht bedeutend
billiger als wie in den Vereinigten
Staaten. Eine Revolution hat in
Mexiko seit 25 Jahren nicht stattge
funden und' in dieser Beziehung hat
es den Vortheil über die Republiken
in Central- und Süd-Amerika.
Wegen offizieller Auskunst wende man sich an Sr. Manuel Cuesta, Mexikanischer Konsul in Del Mo, Texas. Dieser Herr ist der Ber-
i
Land steht dem europäischen oder
amerikanischen Farmer offen und
zwar unter den günstigsten Bedin
gungen.
Die Gebirge in Mexiko erinnern
an die Schweiz. Die trockene und
nasse Jahreszeit dort ist genau so wie
in gewissen Theilen Californiens.
n e n a s s e n a e s z e i
k a n n a n a u u e o e n
oft ohne Bewässerung ei
e E n e e v o i n e n
In den weiten Thälern in dem
von Norden nach Süden mit Gebir
gen durchzogenem Lande findet man
eine Reihe amerikanischer und euro
päischer Anstellungen. An der westli
chen Küste erstreckt sich eine Ebene, die
sich südlich von Kalifornien über hun
derte von Meilen ausdehnt im Osten
ist gleichfalls eine Ebene mehrere
tausend Meilen lang und etliche hun
dert in Ausdehnung.
Die Regierung legte besonderen
sitzen zu können. Hingegen, um
Wahlrecht zu haben und Regierungs
stellen anzunehmen, muß man daS
Bürgerrecht haben.
Die Regierung zwingt Kolonisteu
nicht, sich in Dörfer niederzulassen,
wie dies der Fall in Europa ist hin
gegen hat sie lieber, wenn Kolonisten
sich in den 4 bis 6 Meilen von tzinan
der entfernten und hierzu bestimmten
Dörfern niederlassen.
Falls ein Dorf eine gewisse Größe
erlangt, so hat es das Recht, sich einen
eigenen Alkadi (Dorfschulz) zu wäh
Ieit, dessen Erwählung von der Be
Hörde bestätigt sein muß. Die Ge
walt eines Alkadi ist ziemlich bedeu
tend und erstreckt sich über die Dörfer
in einem gewissen Reviere. Die Er
wählung von Beamten in Mexiko fin
det auf ungefähr dieselbe Weise statt,
wie in den Ver. Staaten, nur mit dem
Unterschied, daß County und Staats
beamten vom Gouverneur, dessen Er
wählung das Volk bewerkstelligt, be
[tätigt sein müssen'.
Unter unserem Kontrakte haben
wir das Recht, das kultivierte, bewäs
serte Land für $40 per Acker mit dem
unbeschränkten Wasserrechte zu ver
kaufen. Die Anfangs Zahlung muß
mindestens ein Zehntel des Gesammt
betrages ausmachen und der Restbe
trag ist in 18 weiteren, sechs-monat
lichen Theilzahlungen mit 6^ Pro
zent Zinsen fällig. Hieraus kann man
ersehen, daß die Kolonisten keine $3
oder $4 jährlich für Wasserrecht zu
bezahlen haben, wie dies der Fall in
den Vereinigten Staaten istX
Im Falle ein Kolonist seinen Zah*
fungen an die Regierung nicht regel
mäßig nachkommt, so muß er 1 Pro
zent extra Zinsen zahlen. Der Grund
für 6 monatliche anstatt 12-monatli
cher Theilzahlungen ist die doppelte
jährliche Ernte. Da man keineswegs
kürzlich besuchte Präfidest
Tast de« Präfidenten der mexlkaai
sche« Republik ««d dies sann sicherlich
nvr als ei» Zeichen des größte« 8er
tra«eas des amerikanischen BolkeS
in die Macht einer benachbarten Re
publik ausgelegt werde«. Amerikaner
kauften während der letzte» Jahre
La«d im Werthe vo» $875,000,000
in Mexiko!!!
y V
s
K
'"tW
Werth auf die künstliche Bewässerung
des Nordens und hat besondere An«
strengungen in dieser Richtung hin
gemacht. Das Klima dort ist genau
dasselbe wie in Californien und da»
Land im allgemeinen erinnert viel«
fach an die große« Thäler Colorado»
und Idahos.
Ueber tausend amerikanische Bau»
ern mit ihren Familien wanderten
vor einigen Jahren von Idaho nach
dem nördlichen Theile Mexikos aus.
Das bewässerte Land, daß sie von der
Regierung einst für $40 per Acker
einschließlich des unbeschränkten
Wasserrechtes kauften, ist heute zwi«
schen $150 und $200 werth.
Das Land auf das wir den Leser
besonders aufmerksam zu machen
wünschen, umfaßt ungefähr 87,000
Acker und ist meistens kultiviert.
aus Regen angewiesen ist, so ist die
Ernte im Frühjahr genau so sicher
wie im Herbste. Mißernten durch
Frost sind nicht zu befürchten, falls
der Boden rechtzeitig besäet wird.
Der Ansiedler hat das Recht, den
ganzen Betrag oder theilweise zu be
zahlen u. einen Besitztitel zu Verlan
gen. $40 für gutes bewässertes, kul
tiviertes Land ist ein sehr billiger
Preis und Ansiedler in bewässerten
Gegenden Colorados, Idahos, und
Californiens werden mit uns darin
übereinstimmen. Thatsächlich sind die
se $40 gerade genug, um die Kosten
der Bewässerung zu bezahlen und daS
vom Verkaufe dieses Landes gelöste
Geld wird dazu benutzt, um die Be*
Wässerung von anderen Strecken Lan
des zu unternehmen, ganz besonders
in solchen Gegenden, wo wenig An
siedlung ist und das Klima daS
Wachsthum von Getreide ermöglicht.
Das bewässerte Land in der Umge
gend von Del Rio, kostet von $150
bis $300 per Acker!
Landarbeiter in Mexiko sind zahl«
reich. Lohn ist das Jahr herum
durchschnittlich 25c Pro Tag. Dies
ermöglicht den bemittelten Bauern
„Herr" zu spielen gerade wie in Ruß
land.
In Anbetracht des billigen Ar»
beitslohns wäre es kaum rathsam für
den europäischen oder amerikanischen
Landarbeiter, nach Coahuilla zu ge
hen, wäre es nicht für den Umstand
eines außerordentliches Anerbietens,
das von Don Lorenzo Gonzales Tre
vino an alle erfahrene Landarbeiter
in den Vereinigten Staaten oder En
ropa gemacht wird.
Jeder erfahrene, ehrliche Arbeiter
mit oder ohne Familie kann für die
halbe Ernteabgabe bewässertes und
schon bebautes Land pachten.
Die Deutschen sind zweifellos Mt
besten Ansiedler in der Welt und wir
werden alles versuchen, um sie alsKo*
lonisten für unser Land zu bekommen.
Wir sind bereit, die Halste der AuS
gaben eines Gesandten zu bezahlen,
wenn er uns beweist, daß er von
25
Familien erwählt ist.
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