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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, February 03, 1910, Image 3

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

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Das Wetter ist noch immer schön
und ich habe etwas besonders neues
auch nicht zu berichten, sondern mich
nur dagegen zu verwahren, daß ich
Redakteur Brandt die Unwahrheit
berichtete, als ich seinerzeit, gelegent
lich meiner Reise nach Nord-Dakota,
die Eisenbahnunfälle meldete, deren
Augenzeuge ich war, und welche
Herr Mildenberger in seiner Korre
spondenz als Lügen hinstellen möch
te, nur weil eben er und andere
Leute in der Umgegend nichts davon
gehört hatten. Wie gesagt, war ich
Augenzeuge, habe selbst deu todten
Mann gesehen, während der Herr
Korrespondent wohl 160 Meilen von
der Stätte entfernt war. Sein Be
richt war eine direkte Beleidigung
für mich. Ich stelle die C. P. Eisen
bahn zum Zeugen auf und daß
sollte doch genug sein, die Leser zu
überzeugen, daß mein Bericht keines
Wegs erfunden war. Herr Milden
berger sollte nicht sofort schreien er
logen, bis er sicher ist, daß dem fo
ist. Ich bin aber zufrieden, wenn
Herr Mildenberger seine Beschuldi
gnng im Blatte widerruft und zu
giebt, daß er zu hastig war in sei
ncm Urtheil. (Das wird Herr Mil
denberger als vernünftiger Mensch
jedenfalls auch thun, denn wir sind
überzeugt, daß er nicht wissentlich
und absichtlich Sie in falsches Licht
stellen will.—Red. Staats-Anzeiger)
Die unglückliche Frau des todten
Mannes wohnt in Saskatoon und
hat zwei oder drei kleine Kinder zu
ernähren. Ich bin kein Mann, der
mit so schrecklichen Unglücksfällen
Spott treibt. Es Passiren deren ohne
hin genug, ohne daß man nöthig
hätte, solche zu erfinden.
Herr Heinrich Defchner wird in
Bälde eine Besuchsreise nach Nord
Dakota antreten.
Gruß an Bruder M. R. Ell und
an alle Leser. Ben. Ell.
U n i y e n 1 1 a n
Um etwas über die Witterungs
Verhältnisse von hier zu melden, will
ich berichten, daß wir heute das
schönste Wetter haben. Die Fenster
sind weder bei Tag noch bei Nacht
gefroren und auch Schnee haben wir
nicht viel.
Grüße an Anton und Walburga
Sander in Aberdeen Süd-Dakota,
an Ludwig und Elisabetha Schmalz,
Valentin und Regina Marbach, so
wie Franz und Frau Marbach.
(Ihre
Korrespondenzen sind uns willkom
men, aber das Grüßeübermitteln
müssen Sie sich abgewöhnen. Wir
veröffentlichten diese Korrespondenz
nur um zu zeigen, daß wir nicht um
sonst klagen. Korrespondenzen die
ses Charakters, sind fast werthlos,
interessiren wohl die paar namhaft
gemachten Leute, aber nicht die Le
ser im Allgemeinen. Grüße mutz
man brieflich abmachen! Red
Staats-Anzeiger.)
Ich lese zwar zwei canadische Zei
tnngen, aber im Vergleich mit dem
Staats-Anzeiger ist das Lesen dieser
Blätter ein geradezu todtes. Ich
glaube der Staats-Anzeiger ist für
uns alle am besten uud rüttelt uns
auf aus unserer Schlafmützigkeit.
Das Blatt sollte in keiner Familie
fehlen. Es ist zu unfesem eigenen
Besten.
Seit dem 19. Dezember bis attf
den heutigen Tag haben wir hier
das reine Fürhliugswetter, aber
Schnee haben wir genug.
Der Gesundheitszustand ist leider
nicht ganz zufriedenstellend, denn
man hört von vielen Krankheits
und Todesfällen.
o u n e e n, d. 21. Jan.
Vielleicht interessirt es die Leser,
etwas über die Bevölkerungszahl
Canadas zu erfahren, welche sich zu
Anfang des neuen Jahres auf 7,
350,000 stellte. Die der einzelnen
Provinzen wird wie folgt angege
ben: Seeprovinzen Nova Scotia,
New Brunswick und Prinz Edwards
Island, 1,037,112 Quebeck, 2,.
088,461 Ontario, 2,619,025 Ma
nitoba, 466,268 Saskatchewan,
371,521 Alberta, 273,859 British
Columbia, 289,516 unorganifirte
Territorien, 58,309.
Seit dem 31. März 1909 kamen
ungefähr 150,000 Einwanderer in's
Land, von denen 100,000 nach dem
Westen gingen. Die Bevölkerungs
zunahme der einzelnen Provinzen
wird wie folgt geschätzt: Seeprovin
zen 143,159 Quebeck, 439,563
Ontario, 436,078 Manitoba, 211,
057 Saskatchewan und Alberta,
456,440 Territorien, 6,400.
Es freut mich auch, berichten zu
können, daß Herr I. G. Koch aus
Balgonie, der sich am Neujahrstag
verirrt hatte, wenn auch nach man
chen Irrfahrten, endlich heimgekom
men ist. Leider soll er noch an den
Folgen der Strapazen laboriren und
das Bett hüten.
Ueber eine Flasche Bier gertethen
bei Bloomfield zwei Polen in Streit,
welcher damit endete, daß John Ka
tewski seinen Freund Zaluski mit
feiner Mist- oder Heugabel durch
bohrte und ihn tödtlich verletzte.
Am Sonntag, den 16. Januar,
War ich auf Besuch bei K.. Zimmer­
mann und Rochus Steier, wo wir
zugleich unsere Gemeindebücher in
Ordnung brachten und abschlossen.
Wir haben schönes Wetter, nicht,
zuviel Schnee, aber die Mosquitos
singen einem gerade auch nicht in
den Ohren.
Martin Klein hatte einen Fuchs
geschossen, und dachte das Fell nach
Winnipeg zu schicken, als es aber so
weit war, fand er, daß die Mäuse
das Fell gefressen hatten. Ja, lie
ber Martin, daran ist aber nicht das
Land schuld, sondern die Aufbewah
rungsweise. In Rumänien, zum
Beispiel, hätten jedenfalls unter
gleichen Ilmständen die Schwaben
das Fell angefressen, während das
hier die Mäuse besorgten. So hat
eben jedes Land sein Ungeziefer.
Grüße an Korrespondent Konrad
Schiff in Rußland.
Johannes Mosser.
e n s o n, den 24. Jan.
Dies ist Korrespondenz Nr. eins
für den Staats-Anzeiger, aber mit
Einwilligung des Herrn Redakteurs
werde ich dieser noch viele mehr sol
gen lassen. (Die Einwilligung ha
ben Sie!—Red. Staats-Anzeiger.)
Hier haben wir gute Schlitten
bahn und Schnee genug, während
wir über große Kälte gerade nicht
zu klagen haben. Nur ein Uebel
stand und noch dazu ein wesentlicher,
macht sich hier kühnlich fühlbar bei
vielen Farmern, und das ist Mangel
an Wasser für's liebe Vieh. Martin
Thielmann hat sich einen Brunnen
von 200 Fuß Tiefe bohren lassen.
Nächsten Sommer aber wird sich
hier vieles ändern und bessern, denn
es wird eine Eisenbahnstrecke hier
durch diese Gegend gebaut und der
Damm ist bereits aufgeworfen. Die
Eisenbahnstation wird nur l1/^
Meile von meinem Platze entfernt
sein.
An Todesfällen hätte ich zu be
richten das Ableben der Frau des
Herrn Johannes Martin, geborene
Winter. Sie hinterläßt ihrem trau
erndcit Manne zwei Kinder.
An Eheschließungen wären zu ver
zeichne» die des Herrn Joseph Mül
ler, welche am 25. Januar (morgen)
und die des Herrn Joseph Mack,
welche am 2. Februar stattfinden
soll.
Gruß an meine Brüder in Mil
bank Süd-Dakota, sowie an Michael
Bulach und A. Fritz und an meine
Schwäger Franz Heilmann und
Bernhart Miller Peter Schäll.
Besten Dank meinem Schwager
Joseph Tuchscherer für Uebersendung
des Blattes und dem Redakteur für
Uebersendung der Sprungfeder
scheere, welche beide mir große
Freude bereiteten.
Schnee haben wir hier nur wenig
und das Vieh läuft auf der Prärie.
Das Fruchtfahren ist auch bald zu
Ende, denn das Getreide ist bald zur
Stadt geschafft und Geld giebt es
trotzdem nicht viel im Hause. Es ist
bedauerlich, daß viele Farmer bei
Berichten über das Ernteergebniß
doppelt und dreifach sehen und in die
Welt hinaus schreien, sie haben 35
bis 40 Büschel Weizen und 70 bis
90 Büschel Hafer zum Acker gedro
schen, während thatsächlich das Er
gebniß eher 12 bis 17 Büschel Wei
zen und 30 bis 40 Büschel Hafer
zum Acker war. (Na, mit solchen
übertriebenen Berichten schaden die
Leute sich nur selbst, denn kein vor
sichtiger Mann kauft sich auf solche
Berichte hin Land, sondern geht
selbst hin und besieht sich alles. Da
kommt er der Wahrheit gar leicht
auf den Grund und diese Berichte,
wenn sie übertrieben waren, fallen
auf den Einsender zurück und sind
natürlich kein Kompliment für seine
Wahrheitsliebe.—Red. Staats-Au
zeiger.) Ich bin wohnhaft in Town
ship 36, Range 22. Habe 21 Bü
schel Weizen zum Acker gedroschen—
also ein sehr guter Ertrag! Dann
hieß es gleich im Township 37 ha
ben sie von 30 bis 40 Büschel ge
droschen. Gut! Als ich aber in die
ses Township kam, und Umschau
und Nachfrage hielt, da hieß es:
Nein, hier in 37 haben wir das nicht
gedroschen, aber ich höre in 38 sollen
sie so viel gedroschen haben. Gut!
Ich sprach also mit Leuten aus 38,
und diese sagten wieder: Weiter
nördlich haben sie so viel gedroschen.
Aber von 39 dürfen wir lieber nicht
reden, da liegt der Tramping Lake,
und so könnte man wohl weiter ge-,
hen bis nach British Columbia und
fände immer dieselbe Geschichte,
Liebe Freunde und Mitfarmer! Ich
versuche nicht, Canada herunterzu
reißen, oder zu bemäkeln, aber eine
Goldgrube läßt sich doch nicht aus
dem Lande machen. Canada ist ein
fruchtbares Land und ich wünsche al
len Leuten, die noch kein Claim ha
ben, ein so gutes wie ich und Tau
sende andere Leute haben, aber ange
sichts solcher übertriebener Berichte
ist es wahrlich fein Wunder, wenn
die Leute in den Staaten lachen über
die großen Ernten in Canada und
schließlich meinen, die Fruchtähren
müßten mit der Flinte herunterge
schossen werden. Also, liebe Freunde,
laßt uns immer hübsch bei der Wahr
heit bleiben, denn Lügen haben ja
so wie so kurze Beine!
Die Fruchtpreise sind hier wie
folgt: Weizen Nr. 1, 85c Nr. 2,
83c Flachs, $1.50 Hafer, 29c
Kartoffeln, 80 bis 85c. Butter ko-1
stet 25c das Pfund und EW. 40c!
das Dutzend.
Vor zwei Jahren war diese Ge-1
gend noch unbekannt und wüst. Jetzt
hat unser Städtchen Scott, gegen
1 0 0 E i n w o n e a n o e a
e n e i o z a n n u e n u u e i
Getreide-Elevatoren. Die Geschäfte
gehen flott. Mann kann hier alles
kaufen—Geld oder keins.
Frau Michael Lauinger liegt feit
drei Wochen schwer krank darnieder.
Ich wünsche ihr baldige Genesung.
I
Ludwig Schmidt hat hier sein1
Land um $1,550 verkauft und hat
sich nach Aberdeen Süd-Dakota auf-
Das Wetter ist gelinde und man
kann fast ohne Handschuhe zu tragen
nach der Stadt fahren. Schnee ha
ben wir etwa fünf Zoll im Durch
schnitt.
i
gemacht. Viel Glück, Ludwig!
Gruß au Schwager Joseph Tuch-:
scherer in Berwick Nord-Dakota, und
an meine alten Kameraden Ferdi
uaitd Völler bei Anamoose Nord
Dakota und L. L. Engelhart bei
Bowdle in Süd-Dakota. Meine
Adresse, wenn Bekannte au mich
schreiben wollen, ist Meno, Sask.,
Canada. Andreas Burgad.
e n o e n 2 2 a n
Da ich auf meine Briefe keine
Antwort erhalten kann, aber an
nehme, daß der Staats-Anzeiger
meinen alten Nachbarn in Klciniie
benthal Rußland zu Gesicht kommt,
möchte ich Redakteur Brandt erfu
chen. Folgendes im Blatte anfzu
nehmen. (Die Sache ist rem per
sönlicher Natur uud wir hätten mit
derselben lieber nichts zu thun, aber
da die Briefe des Herrn Einsenders
unbeantwortet bleiben, wollen wir
eine Ausnahme machen und der
Bitte des Herrn Gehör schenken un
ter der Bedingung, daß wir künftig
hin vor ähnlichen Anliegen verschont
bleiben. Red. Staats-Anzeiger)
Also möchte ich meinen alten Nach
barn Ludwig Dosch in Kleinlieben
thai fragen, ob er ganz vergessen
hat, daß ich der Familie, obgleich
selbst ein armer Mann, seinerzeit
200 Rubel borgte. Ich borgte also
das Geld nicht Ludwig, sondern sei
nem Vater, damit Ludwig auch nach
Amerika reisen konnte. Da die Fa
milie Dosch reich ist, weinte der Va
ter, als ich als armer Mann ihm
das Geld borgte und meinte, es
solle nicht unter die Leute kommen.
Ich habe jahrelang gewartet und
nichts gesagt und auf meine Briefe
keine Antwort erhalten. Als vor
etwa zwei Jahren der alte Vater
feine Augen schließen wollte, rief er
seine Kinder zusammen und sagte
ihnen von dieser Schuld und bat sie,
diese zu bezahlen, denn es sei eine ge
rechte Forderung. Rudolph der
Zweitjüngste, versprach auch, darauf
zu sehen, daß alles bezahlt werde
und so schlummerte der alte Vater
beruhigt hinüber. Es scheint aber,
als haben die Erben mich vergessen.
Grüße an meinen Stiefvater und
Mutter Lnmehr in Kandel und an
meinen alten Nachbar Johannes
Mock in Kleinliebenthal. Johannes
sollte auch manchmal an den Staats
Anzeiger schreiben.
Philipp Kraft.
Aus Süd-Dakota.
Das Wetter ist wieder bedeutend
milder geworden. Am 17. und 18.
Januar waren wir auf Besuch bei
Leon Stroh in Hosmer, aber er war
leider nicht zu Hause. Seine Frau
sagte mir, er sei zwei Meilen weiter
westlich bei Leopold Schmidt. Da
Leon auch ein Streckenarbeiter ist
wie ich selber, nahm ich seinen Hand
karren und fuhr aus dem Bahnge
leise hinaus. Sie sahen mich kom
men, konnten aber nicht enträtseln
wer ich war und Leon kam mir ent
gegengelaufen, bis er mich erkannt
hatte. Zusammen traten wir dann
den Heimweg an. Abends stellten
sich auch L. Schmidt und W. Tuch
scherer mit ihren Frauen ein und wir
verlebten einige Stunden in größter
Gemüthlichkeit.
Die Schuld an dem Zusammen
stoß der zwei Züge neun Meilen öst
lich von Bowdle, über welchen ich be
richtete, wurde den Zugbediensteten
beigemessen und alle wurden entlas
sen.
Auf Adam und Eva kam Karl
Gauer mit Familie aus Rußland
glücklich in Bowdle an, wo er den
Winter über zu bleiben gedenkt.
Zum Frühjahr wird er mit der Fa
milie auf's Land ziehen. Ich hoffe,
Karl wird sich bald den Staats-An
zeiget bestellen, ohne den wir hier
gar nicht mehr sein wollen. Karl
brachte auch für mich und Geschwister
ein Geschenk von der alten Mutter
mit, für welches wir herzlich danken.
Ich freute mich sehr, in Nr. 25
auch einen Bericht von Bruder Ste
phan ans Star Nord-Dakota zu fin
den. So ist's recht, nur immer Neu
igkeiten von überall her im Blatte
berichten.
Ein Bruder des Herrn Franz
Werner und mein Schwager erhiel
ten Freikarten zugesandt, um nach
Amerika zu kommen bis hierher nach
Bowdle, aber es scheint sie können
sich nicht vom rothen Wein trennen.
Karl Geier berichtete mir, daß die
Beiden beschlossen haben, beieinan
der zu bleiben. Paßt auf, liebe
Freunde, daß es euch damit nicht so
ergeht wie einigen Leuten, welche bei
Kandel über das Eis int Nicster fuh
ren. Da riefen die Vorderen auch:
Bleibt beieinander! Auf einmal
aber brach das Eis und so waren die
Leute hübsch beieinander im kalten
Wasser. So könnte es diesen Beiden
auch ergehen!
Mein Bruder Heinrich gedenkt bis
zum Frühjahr nach Canada über
zusiedeln.
Zum Schluß will ich noch bemer
ken, daß der Staats-Anzeiger von
allen Leuten gelesen werden sollte.
Das Blatt kostet nur $1.50 auf's
Jahr und ist unter Brüdern das dop
pelte dieser Summe werth. Dazu
bekommen vorauszahlende Leser noch
die Sprungfederscheere oder die
Landkarten geschenkt, welche allein
mehr als $1.50 werth sind. Ich
nehme jederzeit Bestellungen und
Gelder für dieses Blatt entgegen.
Also bestellt es euch sofort.
L. L. Engelhart.
Gestern hatten wir Thauwetter
und dazu regnete es noch am Abend.
Am Sonntag, den 16. Januar er
hielt ich den Besuch des Herrn Lud
wig Schmidt nebst Frau und Schwei
gerin. Da wir einander seit schon 15
Jahren nicht gesehen haben, war na
türlich die Freude groß und es gab
viele Neuigkeiten zu erzählen. Herr
Ludwig kommt von Canada und
bleibt den Winter über bei seinem
Bruder Hyronimus Schmidt, wird
aber zum Frühjahr sich eine Heim
stätte bei Lemmon aufnehmen. Er
kaufte sich bereits zwei Rinder für
$50, zwei 2jährige Fohlen für $225
und mit einem Gespann Pferde ist er
noch im Handel, damit er zum Früh
jahr zur Arbeit fertig ist.
Auch mein Freund Hyronimus
Schmidt ist des Lebens in der Stadt
überdrüssig geworden, doch darf ich
vor der Hand nichts weiter sagen.
Nachdem wir sieben Monate ohne
Pfarrer waren, haben wir endlich ei
nen Seelsorger, der seinen Wohnsitz
in Hillsview hat. Leider ist er in
folge des tiefen Schnees oft verhin
dert hier Gottesdienst zu halten.
Gestern brach im Hause des Herrn
Sebastian Maier Feuer aus und
äscherte dasselbe bis aus den Grund
ein. Das Haus ist versichert, aber
leider büßte Herr Maier, ein noch le
diger Mann, bei dem Feuer $150.00
baareS Geld ein« welches ét im
Fünf Pferdekraft Farm-Maschinen
Eine gute Maschine zu niedrigem Preis
Hier sind einige Gründe weshalb wir diese ausgezeichnete Maschine
zu sehr mäßigen Preisen verkaufen können:
Die außergewöhnlich einfache Conftruktion der Maschine reduzirt die Herstellungskosten
und sorgt zugleich dafür, daß die Maschine ohne Trubel arbeitet. Es ist kein überflüssiges
Stück an derselben, welches die Kosten vermehren und Trubel verursachen konnte. Sie be
zahlen nicht für die Extratheile.
Wenn sie. eine gute Farm-Maschiue haben wollen, eine für alle Zwecke, eine die man
ohne Hülse eines Experten operiren kann und eine ans die man sich unbedingt verlassen kann,
dann ist dies die Maschine für Sie. Diese Maschine erhöht Ihr Einkommen, denn sie ist
billig und spart Zeit und Geld bei Verrichtung der schweren Arbeit auf der Farm. Es ist
die Maschine für jeden Farmer, der eine einfache, starke und dauerhafte Maschine braucht
und nicht einen hohen Preisfür unnöthige und komplizirte Maschinentheile bezahlen will.
Die Simplicity unter Garantie verkauft
Jede einzelne dieser Maschinen wird unter absoluter, schriftlicher Garantie verkaust.
Wir versetzen kostenfrei irgend einen Maschinentheil, der sich innerhalb eines Jahres
ausnutzt und unbrauchbar wird infolge Verwendung schlechten Materials oder schlechter Ar»
beit.
Sie selbst haben zn entscheiden, ob der gebrochene oder unbrauchbar gewordene Theil
der Maschine schadhaft war oder nicht wir streiten uns darüber mit Niemandem. Wir
haben das Vertrauen in die Maschine, daß sie richtig schafft zur Zeit des Berkaufs. Wenn
etwas verkehrt ist, werden Sie sehen, wie schnell wir es recht machen.
Liberale Bedingungen
Sie können diese Maschine 30 Tage lang absolut frei Probiren. Wenn sie
nicht genau so ist und so schafft wie wir behaupten, nehmen wir sie zurück.
Smith Widmayer
Rgby, Nord-Dakota
Hause hatte und nicht retten konnte.
Es war nicht möglich gegen das
Feuer anzukämpfen und als die
Nachbarn Gabriel und Stanislaus
II rich zu feinem Beistande herbeieil
ten, fanden sie das Haus ganz von
Flammen eingehüllt.
Wie das Feuer entstanden ist,
weiß Herr Mater nicht.
Sylvester Glatt.
E w a s i e u e n
und was die Kinder des Abends ma
chen:
Winterabend, das ist die Zeit
Der Arbeit nud der Fröhlichkeit.
Wenn die andern nähen, stricken
und spinnen
Dann müssen wir Kinder auch 'was
beginnen.
Wir dürfen nicht müßig sitzen und
ruh'n
Wir haben auch unseren Theil zu
thun.
Wir müssen auf morgen uns vorbe
reiten
Und vollenden unsere Schularbeiten.
Und sind wir fertig mit lesen und
schreiben.
Dann können wir unsere Kurzweil
treiben.
Und ist der Abend auch noch so lang,
Wir kürzen ihn mit Spiel und Ge
sang.
Und wer dann ein hübsches Räthsel
kamt,
Der sag' es, uttd wir fangen zu ra
then an.
e e n k e e V o I e n
Wettn der Winter feine Herrschaft
antritt, der Erdboden erstarrt ist,
oder sich eine weiße Schneedecke über
Feld und Flur, Garten und Wald
ausbreitet, dann ist es um unsere
armen Böglein schlecht bestellt. Vor
Frost und Kälte sind sie ja durch ihr
dickes Federkleid geschützt, doch mit
ihrer Nahrung sieht es gar schlimm
aus. Ihr alle, liebe Kinder, könnt
aber dazu beitragen, die hungernden
Thierchen vor dem Verderben zu
schützen. Viele von euch besitzen ge
wiß ein Kanarien- oder ein anderes
Singvögelchen. Wie manschen diese
kleinen Kerle mit ihrem Futter, und
wie viel geht da verloren! Nehmt
also dieses aus dem Futternäpfchen
geworfene Futter, oder auch bei
Mahlzeiten abfallende Brotkrumen,
schüttet es auf einen Bogen Papier
und legt es draußen auf einen be
liebigen Platz beim Hause. Unzäh
lig viele gute Körnchen befinden sich
noch unter den leeren Hülsen und
auch die Brotkrumen bilden willkom
mene Nahrung.
Das lustige Bild der sich um Körn
chen und Brotkrumen balgenden,
flatternden, piepsenden kleinen Ge
sellen, lohnt euch reichlich die geringe
Mühe. Und gebt nur Obacht, wie
überaus pünktlich sich diese Thierchen
zur Mahlzeit einstellen.
Zieht dann der Frühling wieder
in's Land, dann danken euch die Vö
gelchen die Liebesmühe mit ihren
schönsten Liedern. Also: probirt es
nur einmal!—
Und nun will ich auch weiter Be
richten, daß Joseph Schiele mit
Fräulein Kraft aus Aberdeen den
Bund für's Leben schlossen.
Gruß an alle Leser und auch an
meinen Bruder Andreas in Hague
Nord-Dakota.
Johannen Kiffel.
Angenehm u. nützlich
An das Publikum:
Vor
zwei
Jahren
beschloß ich, einen Ge«
schäftskursus in Aa
ker's
Handels.Schule
(Business College)
durchzumachen und zu
Ende desselben gefiel
sie mir so gut, daß
ich beschloß, alles zu
lernen was dort gelehrt wird und be
suchte deshalb die Schule vergange
nen Dezember wieder, um Kurzschrift
zu lernen. Ich fand die Schule noch
besser als zuvor, da sie ihr eigenes
Gebäude hat u. alle Bequemlichkeit.
Die Lehrer der Schule machen den
Schülern den Aufenthalt so angenehm
als möglich und helfen ihnen bei her
Schularbeit. Der Erfolg kann so
nicht ausbleiben. Ich weiß, daß die
Studenten mehr als zufrieden sind.
Achtungsvoll
E i k e n n i n
Minot, N. D.
Schreibt um den Katalog an
A..B. C. Grand Forks, N. D.
oder Fargo, N. D.
oder Prof. H. H. Aaker, Fargo, N.D.
Dr. I. O.L.Möller
—De»tscher Arzt.—
Hlephone No. 19ft.
—Office über Madsen'» Apoteke—
gegenüber der Postoffice
**«»$*!»*«

Aus Canada.
e n o e n 1 1 a n
Michael Hopfinger.
a n i s e n 1 9 a n
Frank Riesling.
S o e n 1 8 a n
Edmunds County.
o w e den-21. Jan.
o s o e, den 20. Jan.
Sylvester Glatt.
o s o e, den 25. Jan.
Simplicity
Brown County.
Aberdeen, den 25. Jan.

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