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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, February 03, 1910, Image 6

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I n a n
E i n i e s e n e e i e S e
gelschiffahrt scheint doch noch nicht
ganz der Vergangenheit anzugehören.
In Bath, Me., wurde kürzlich das
ßröjjte von allen Holzschiffen vom
Stapel gelassen, das jemals in Ame
rika gebaut wurde. Tie „Wyoming"
ist ein Schoner mit 6 Masten und
3730 Großtonnen Inhalt und 350
Fuß lang.
I k s n e Der New
JP)orfer General-Anwalt hat Klage
gegen 53 Korporationen erhoben,
die seit Jahren ihre Steuern nicht
entrichtet haben. Die Rückstände be
tragen über 26 Millionen Dollars.
Einzelne sind bereits acht und neun
Jahre im Rückstände und ihre Ein
schätzung beläuft sich jährlich auf 12
bis 20 Millionen Dollars. Auch bei
den Korporationen gehört das
St?uerzahlen zu den unbeliebten
Tingen.
k i e a s I n
dem Gefängnis des kleinen Städt
chens Itbrichvoille in Ohio hatten
zwei Landstreicher eine hübsche Weih,
nachtsüberraschung. Sie wurden in
eine Zelle gesperrt, in der man eine
konfiszirte Kiste Wein und Schnaps
untergebracht hatte UhriclMille
ist nämlich streng trocken. Das Ver
gnügen der Tramps, als sie den
Schatz entdeckten, kann man sich den
ken und ihren Rausch auch. Sie lie
ßen die Prohibition hoch leben.
e a y a s e n e e
Bürgermeister von Springfield,
Mass., hat sich geweigert, den Word
polcntdccfcr Peary einem Publikum
vorzustellen, welches sich eingefunden
Heitre, um einen Vortrag Pearys an
zuhören. Der Bürgermeister be
gründete seine Weigerung damit, daß
er nicht einsehen könne, warum er
jemanden vorstellen solle, der ein
kommerzieller Redner sei und $1000
für den Abend erhalte. Peary fei
nicht (hast der Stadt, sondern rede
gegen Bezahlung.
i e e u e u n g. In Sren
benville, O.. haben 'dreihundert Fta
milien. vornehmlich Servier und Un
garn. einen Fleischstreik in Szene
gesetzt, das heißt, sie haben sich ver
pflichtet, kein fleisch mehr zu kau
fen. so lange die hohen Preise fort
dauern. Infolge dessen haben be
reit* zwei Fleischer in Steubenville
ihre Lcrden schließen müssen. Die
Geschichte zeigt nur wieder von
neuem, in welche verzweifelte Noth
lage die Leute, die aus der Hand in
den Vl'unÄ leiben, durch die furchtbare
Theuerung gerafften sind.
a n e o e i e O e
wärter der Menagerie im Central
Park von New ?)ork, Bill Snyder,
hat bei dem wilden Panther „Viren"
mit großem Erfolge den EHiropqdi
sten gespielt, indem er dem Thier eine
eingewachsene Klaue aus einer Zehe
schnitt. Das Thier war mit einem
Lasso gefangen und an die Eisenstäbe
des Käfigs gefesselt worden. Zwi
schen die scharfen Zähne steckte man
ihm eiitcit Knüppel, in den es sich wü
thend festbiß. Die Operation ging
verhältnißmäßig leicht von statten.
Eine Kralle war etwa einen halben
Zoll tief in die linke Vorderzehe einge
wachsen. Snyder zog sie mit großem
Kraftaufwand heraus und verband
kunstgerecht die Wunde. Er glaubt,
daß der Panther in zwei bis drei Ta
gen wieder wohlauf sein wird.
i e N a s s e n w i e e o e n
aus. In der Stadt Petersburg.
III., nordöstlich von Springfield ge
legen, die im November „trocken" ge
stimmt und seit dem 2. Dezember im
„Trockendock" gelegen hatte, sprudelt
nun der Gerstensaft wieder und gro
be Freude herrscht unter dem Bür
gerte m. Di« Stäb* wurde seiner
zeit mit fünf Stimmen trocken ge
legt, und die „Nassen" weigerten
sich, ohne Kontest mit dieser kleinen
Mehrheit aus dem Geschäft getrieben
zu werden, dieweil auf allen Seiten
zugegeben wurde, daß es nicht mit
rechten Dingen zugegangen sei. Ein
Kontest wurde infeenirt die Unter
suchung ergab, daß eine Anzahl*ber
„Trockenen" nicht stimmberechtigt ge
wesen und die richterliche Entschei
dung fiel zu gunsten der „Nassen"
aus. Die Kosten der Wahl und des
Kontestes sollen sich aus annähernd
$25.000 belaufen.
K i e n o w e n i I n
einer Vorlesung vor der Harvard
Universität hat der deutsche Aus
tausch-Professor Eduard Meyer aus
Berlin den Krieg als absolut noth
wendig für die Entwicklung und den
Fortschritt der Welt bezeichnet. Der
Bürgerkrieg habe z. B. Amerika
neue Energie und neuen Unterneh
mungsgeist eingehaucht, der deutsch
französische Krieg habe Deutschland
zur Einigkeit verholten, eine Errun
genschaft, die nicht nur für Deutsch
land, sondern für 'die ganze Welt von
der höchsten Bedeutung gewesen sei.
Professor Meyer fand auch den spa
nisch-amerikanischen Krieg sehr wohl
thätig, er habe Amerika zu einer
Weltmacht gemacht. Frisdenskonse
renzen würden nie die Ursachen ei
nes Krieges au» der Wett schaffe«
können, sie seien nur im Stande,
nicht wesentliche Meinungsverschie
denheiten zwischen Nationen zu be*
fettigen, dber wirklich große Frage«
erledigt
i e s e i e s a n
n i ß. In Hartford, Conn., wurde
kürzlich ein Einbruch in das Gefäng
niß verübt, wobei die Einbrecher 200
Dollars erbeuteten. Das erinnert an
einen Vorfall in Sing Sing, wo
einem Insassen ein Paar Arbeits
hosen gestohlen wurden, und er, von
dem Aufseher zur Rede gestellt, in
aller Harmlosigkeit antwortete: Hier
müssen Diebe fein.
I S n e e v e u n k
Die Leiche von Jay Carpenter von
Whitewater, Wis., der anfangs De
zember auf geheimnisvolle Weise ver
schwand, wurde kürzlich in einem
Graben gefunden, in der Nähe dts
Bahnhofs, nicht weit von seinem
Hause. Das Verschwinden Carpen
ters verursachte im letzten Monat gro
ßes Aufsehen, denn trotz der sorgfäl
tigsten Nachforschungen konnte nicht
die kleinste Spur von ihm gesunden
werden. Die grauenhafte Entdeckung
klärt jedoch das Geschehniß aus. Der
Körper war im Schnee und Schmutz
vergraben. Eine ärztliche Untersu
chung der Leiche ergab nicht das ge
ringste Anzeichen von Gewalt, so daß
die Theorie eines Verbrechens unhalt
bar ist. Es wird angenommen, dag
er seinen Weg in einem Schneesturm
verloren und vollständig zugeschneit
wurde.
i e k a n a i s e o e
Unsere Nachbarn von der anderen
Seite des Flusses, schreibt die „De
troiter Abendpost", wollen sich in
dem nächsten Iahren eine aus elf
Schissen bestehende Kriegsflotte zu
legen. Das ist nicht schlimm, denn
mit den in Aussicht genommenen
fünf kleinen Kreuzern und sechs Tor
pedozerstörern werden sie sich einLeid
schwerlich zufügen. Schlimmer ist
schon, daß nun auch im kanadischen
Parlament die Hetze gegen Deutsch
land begonnen hat, und der Ausbau
der deutschen Flotte zur Förderung
der kanadischen Flottenpläne benutzt
wird. Bisher hat die kanadische Be
völkerung in ihrre Gesammtheit sich
ähnlichen Hetzversuchen gegenüber
ablehnend verhalten, und man kann
nur hoffen, daß sie bei dieser ver
ständigen Haltung bleiben wird.
Das liegt auch in ihrem Interesse,
und in ihrem Interesse zunächst.
K u e N a e n e z e n e
richten des geologischen Amtes hat
die Kupferproduktion der Vereinig
ten Staaten im vergangenen Jahre
eine bisher noch nie gewonnene Höhe
erreicht. Die Zahlen sind zwar
noch nicht vollkommen abgeschlossen,
allein doch nahezu vollständig sicher,
da die Berichte der einzelnen Kupfer
Gesellschaften bis Ende Oktober voll
ständig vorliegen und für die beiden
letzten Monate des Jahres eine ziem
lich sichere Schätzung geben. Alles in
allem steht sich darnach die Ausbeute
an Rohkupfer im letzten Jahre auf
1,117,800,000 Pfund, während sie
im Jahre 1908 nur die allerdings
auch recht stattliche Zahl von 942,
570,721 Pfund erreichte. Das gibt
also einen Zuwachs von über 18
Prozent, wodurch nicht nur der Zu
wachs irgend eines der vorhergehen
den Jahre übertroffen wird, sondern
überhaupt der gesummte jährliche
Zuwachs feit 1904.
O e i e e u s
Die Thierbän'digerin Frau Pauline
Russelle erlag im Bellevue-Hospitale
zu New Dorf den Verletzungen, die
ihr am Sonntag, den 9. Januar, zwei
Leoparden bei einer Vorstellung in
Hubers Museum an der 14. Straße
beibrachten. Frau Russelle war 38
Jahre alt, Wittwe, und hinterläßt
drei unerwachsene Kinder. Sie starb
als Märtyrerin der Mutterliebe,
denn um ihrer Kinder willen hatte sie
sich stets geweigert, den Beruf als
Thierbändigerin aufzugeben, so oft
ihr auch von befreundeter Seite unter
Hinweis auf die große Gefahr dazu
gerathen wurde. Bereits am 22. No
vember war sie beim Dressiren von
einem der Leoparden in den Oberarm
gebissen worden, so daß sie vierzehn
Tage lang ihre Thätigkeit einstellen
mußte dadurch liefe sie sich aber nicht
«Abschrecken, die Dressur zu vollenden
imd die dressirten Bestien dem Publi
kum vorzuführen. Wr verstorbener
Gatte war ebenfalls Thierbändiger,
und sie war zuerst seine Assistentin.
S ö n e A u s s i e n I n e
in Herrmann, Mo., erscheinenden
„Volksblatt" findet sich folgende An
zeige: Eure Feldarbeit ist gethan,
Futter ist hoch im Preise, und ich bin
bereit, 100 Stück gute fette, oder auch
dünne zum Fettfüttern geeignete Esel
zu kaufen sie müssen von 14 bis 17
Hand hoch, und zwischen 3 bis 7 Jahre
alt sein, für welche ich den höchsten
Preis bezahle. Auch habe ich Auftrag
zu kaufen eine Anzahl alter fetter
Esel und Pferde irgendwelcher Größe,
einerlei, welche Fehler und Gebrechen
sie haben, nur müssen sie fett sein, für
welche ich auch den höchsten Markt
preis bezahle. Schreibt mir, was ihr
zu verkaufen habt, es wird sich für
euch bezahlen. (Folgt Name des
Händlers.) „Für einen Rennstall"
bemerkt dazu die St. Louiser „Ameri
ka", will der gute Mann die „alten
fetten Pferde und Esel" wohl kaum
kaufen. Schon eher für eine „Sala
mifabrik" Soweit hätten wir es
also im gelobten Lande Amerika ge
bracht: zu Pferde- und Eselswurst!
Wie lang ist'S doch her, daß wir Ame
rikaner die Nase rümpften über die
Vferdeschlächtereien Deutschland»? lv
rTATATu
V W
A s a n I
E o u n e i n e s I
finnigen. Zu Bellevau beiBesan
cou sollen im Asyl für Schwachsinnige
gleiche Dinge verübt worden fein wie
in Dole, die seinerzeit gemeldet wur
den. Ein Jrrenwärter ist angefchul
digt, den Patienten Piles Rebby er
würgt zu haben.
e i a e o w e e n
eines K i n e st e i ch es. In
Civita Dibagno bei Aquila erschlug
der Gutsbesitzer Deangelis feine Nach
barn, das Ehepaar Berardino und den
Oekonomen Filauro, mit denen er in
Streit gerathen war, weil Filauros
kleine Tochter Schmutz vor fein Haus
geworfen hatte.
U n e s e i e e i e i a
i e n i e n E i s e n a n I n
Novi Ligure wurde der Chefkonduk
teur Bertini und mehrere Eisenbahn
arbeiter verhaftet, welche die Eisen
bahntransporte fortgesetzt bestohlen
hatten und zuletzt mit einem Pracht
vollen Vollblutpferd verschwinden
wollten.
a u o a n e i n e
Knaben. Ein dreizehnjähriger
Knabe aus Scheidelwitz bei Brieg,
der von seiner Mutter nach dem Do
minium Liebritz geschickt wurde, da
mit er 6 Mark Arbeitslohn hole,
winde auf dem Rückwege ermordet
und beraubt. Der Thäter ist noch
nicht ermittelt.
e ö e s e i n e s S e
kretärs. Ans St. Petersburg
meldet man: Zum Selbstmord des
Mörders Gilewitsch, der bekanntlich
mit 200,000 Mark bei der Gesell
schaft Rossi ja versichert war, äußert
die Verwaltung dieser Gesellschaft,
die Versicherungssumme werde den
Erben nicht ausgezahlt. Nach ihren
Statuten müsse der Selbstmörder
wenigstens drei Jahre die Prämie
bezahlt haben, was Gilewitsch nicht
gethan habe.
E i n A e n e u e a u s e
BiiffeljagÄ, das leicht schlimme Fol
gen hätte 'haben können, ist einem ho
hen anglckndischen Beamten zugesto
ßen.
Das finanzielle Mitglied des Vize
königlichen Raths Sir Guy FUvt
Wood Wilson hatte auf der Büffel
jagd im Sundarbunds ein aufregen
des Abenteuer zu bestehen. Nachdem
er zwei Büffel erlegt hatte, verwun
dete er einen dritten, der sich gegen ihn
wendete und ihn mit den Hörnern in
einen Graben wars. Dann trampelte
er einen seiner indischen Jäger nieder
und spießte den zweiten auf einem
Horn auf. Mit diesem raste er her
um, bis er todt zusammenbrach. Wil
son kam mit einigen schweren
Schrammen davon. Der aufge
spießte Jäger liegt im Hospital, befin
det sich aber auf dem Wöge der Besse
rung.
a v o u e i s u n e i n e
o i z e i u n e s I n e N a
wurde im Postamt zu Oberbrügge
ein Einbruch verübt. Der Dieb er
beutete jedoch nichts als einen werth
vollen Ueberzieher. Bei seiner wei
teren Arbeit, die offenbar den Weih
nachtspateten galt, wurde er gestört.
Der Postmeister rief laut um Bei
stand, woraus der Dieb aus
demselben Wege, aus dem er ge
kommen war durch das Kel
lers
enster verschwand. Schuhab
drücke aus den Kohlen wurden zu fei
nem Verhängniß. Der telegraphisch
reauirirte Hagener Polizeihund „Ro
land" nahm sofort die Spur aus und
verfolgte sie etwa 300 Meter zum
Schrein«meister W., wo er den Weg
bis zum Bodenzimmer nahm, das
von einem Lehrling des Schreiner
meisters bewohnt wird. Einen Schuh
des Lehrlings brachte „Roland",
nachdem er genau die Kleidungsstücke,
die der Lehrling bei der Ausführung
der That getragen, beschnüffelt hatte,
zum Thatort zurück. Der sofort ver
nommene Schreinerlehrling konnte
sich natürlich bei der Wucht des Be
Weismaterials dem Geständniß nicht
entziehen.
I a e n e s ö w e n
In der zoologischen Abtheilung des
Londoner KrWlpalastes wurde ein
Wärter von einem Löwen angefallen
und schwer verletzt. Hunderte von Zu
'chauern waren dabei zugegen, doch
and keine Panik statt. Der mächtige,
ünsjährige Löwe Prinz, der in der
Setu-.^nfchaft geboren ist, wurde
eben gefüttert, als der Wärter Gar
diner, der ihn schon seit langem be
dient hat und auf sehr vertrautem
Fuße mit ihm stand, seine Hand
durch das Gitter des Käfigs streckte,
um ihn zu streicheln. Der Löwe, de:
offenbar glaubte, der Wärter wolle
ihm sein Futter wegnehmen, schlug
sofort seine Zähne in den Vorderarm
des Mannes und hielt ihn fest. Alle
Anstrengungen, ihn zu befreien, wa
ren lange vergeblich der Rachen deS
Löwen hielt ihn wie in einem
Schraubstock fest. Endlich gelang es
einem anderen Wärter unter unge
heurer Aufregung, eine Eisenstange
in daS Maul ds Löwen zu zwängen,
worauf dieser sein Opfer fahren ließ
Gardiner wurde, halbtodt vor
Schmerz und Angst, in daS nächste
Hospital geschafft, wo man fand, daß
der Vorderarm furchtbar zerfleische
war und wahrscheinlich amputiert
werden mâ Wip-},
Profi«
E o e i n e s o i z e i
Hundes. In Fichtelberg in Ober
franken hat der Bamberger Polizei
Hund Lord die Spur einer anonymen
Briesschreibsrin aufgespürt, dieDroh
und Schmähbriefe in der Stadtpfarr
kirche niedergelegt hatte. Der Hund
drang bis in die Kammer eines
Dienstmädchens, das ohnehin längst
verdächtig war und nunntehr verhaf
tet wurde.
U n e e u a n k i e k
toren. Wegen der in 'der letzten
Generalversammlung aufgedeckten
Unregelmäßigkeiten in der Ge
schäftsführung der Aktiengesellschaft
für Ian'itoirthfchaftlitihe Maschinen,
vormals Gebrüder Buxbanm in
Würzburg, ist, wie gemeldet wird,
Direktor Bernhard Buxbaum verhaf
tet worden. Sein Bruder Leopold
BuAaum ist geflüchtet.
S e i n e a i i e e 1 8 e
Ein fürchterliches Familiendrama
spielte sich im Orte Tebecewatz in
Serbien ab. Der Landmann Sweto
zar Radojewitsch, der mit seiner
Familie we^en feiner zweiten Frau
in Streit gerathen war, kaufte einen
Revolver und erschoß seinen eigenen
Sohn, dessen Frau, fein Enkelkind
von neun Jahren, den Schwieger
vater seines Sohnes und dann sich
selbst.
V e a u n e i n e s u f
i s e n e e s i n Z
i ch. Der wegen Betrugs in der
Höhe von MillionFranken von der
russischen Behörde verfolgte, flüch
tige Großholzexportsur Damowitsch
aus Riga konnte auf Requisition der
Rigaer Staatsanwaltschaft in einem
Zürcher Hotel verhaftet werden. Er
hatte noch große Summen Gevdes bej
sich. Damowitsch ist einer der groß
ten russischen Exporteure.
A n s a a u s e i n u
vermagazin. Erst jetzt wird
bekannt, daß vor einigen Tagen
Abends auf dem Schießplatz Wahn
zwei Italiener gewaltsam an das
Pulvermagazin vorzudringen such
ten. Der Posten wehrte sie ab, wo
rauf die Italiener einen Revolver
schuh aus 'ihn abgaben, der glück
licherweise fehlging. Die Thäter
konnten bisher nicht ermittelt wer
den.
E i n O e e i n e s e n
f« s. Dem Oberbahnhofsvorsteher
Kobligk in Neumünster wurde die
Nachricht erstattet, daß auf dem dor
tigen Güterboden ein Einbruch ver
übt worden fei. Als er sich nach dem
Thatorte begeben wollte, wurde er,
beim Ueberschreiten des Geleises von
einem abgestoßenen Wagen erfaßt, zu
Boden geschlendert und überfahren.
Er war sofort todt. Kobligk war 50
Jahre alt und viele Jahre hindurch
Bahnhofsvorsteher aus der Station
Wildpark.
i e u e e s o s s e n
Die beiden zwölf und sechzehn Jah­
Postamt »oxv
r'"
$28,330™
W i n n i e e n 2 9 N o v e e 1 9 0 9 E i n e S e i o n a n
zu taufen, eS zu brechen und einzusäen, aus der Ernte $17,550 und
$10,860 aus dem vergrößerten Werthe des Landes zu lösen, das ist
es, was John Bradley, ein Illinois Farmer, welcher sich im Regina
Distrikt ansiedelte, in zwei Iahren fertig brachte. Diese Nachricht
wird von verschiedenen bei Regina wohnenden wahrheitsliebenden
Farmern verbürgt.
Viele deutsche Farmer haben fast dasselbe in Pierce County gethan.
Wir glauben rott waren die ersten hier, welche auf den Werth des Landes aufmerksam machten, und es
freut uns zu sehen, daß jetzt Jedermann das Land hochschätzt. Land hat in den vergangenen 5 Jahren viele
Leute reich gemacht, und mit halten die Gelegenheit für die kommenden 5 Jahre für noch besser.
28it danken allen unseren Kunden für die uns tm vergangenen und den vorhergehenden Jahren anver
trauten Geschäfte und können ihnen versichern, daß wir jetzt besser als zuvor im Stande sind ihren Wünschen zu
entsprechen. Um Landgeschäfte abzuwickeln, oder wenn ihr Geld borgen wollt, oiiirnt zu uns!
re alten Söhne des Ehepaares Sou
vtgnet in dem Dorfe Chenereilles
im Departement der oberen Loire,
die ihre Mutter getöfotet haben, sol
len dieses Verbrechen nicht abMt
lich, sondern aus Fahrlässigkeit be
gangen haben. Sie haben wahr
scheinlich mit dem Jagdgewehr ihres
Vaters gespielt, wobei der Schuß
Losging und die Mutter tödtete.
Die beiden Knaben sind flüchtig ge
worden. und man vermuthet, daß sie
sich in dem nahen Fluß Lignon er
tränkt haben.
V o K u n s i e o o w
Zu den von dem „Kunstmaler"
Motrow verübten Museumsdiebstäh
len meldet man aus Dresden, daß
auch das am 23. August 1908 aus der
Fürstlich Liechtenstein'schen Bilder
gallerie in Wien gestohlene Elfen
bcinrelief im Werthe von 80,000 Mk.
bei einem Dresdener Antiquitäten
händler ermittelt worden ist. Mo
trow hatte bisher behauptet, daß es
ihm nach der That selbst wieder ge
stohlen worden sei. Nachweislich hat
er in den letzten Jahren nur von dem
Erlös gestohlener Kunstgegenstände
gelebt, und ist auch im Besitze werth
voller Miniaturen und Elfenbeinre
liess, Originalgemälden und anderer
Kundgegenstände gewesen, die er in
Dresden, Berlin, Hamburg, Breslau
an verschiedenen Stellen zum Kaufe
angeboten und veräußert hat. Diese
Sachen konnten bisher noch nicht her
beigeschafft werden.
I u s e i e i e a u n e s o
schreibt man aus Groß-Lengden, ruft
doch manchmal die tollsten Einfälle
hervor. Nach einer fidelen Kneiperei
in einer dortigen Wirthschaft wurde
ein Junggeselle plötzlich von heftigem
Zahnschmerz befallen. Er ordnete an,
man solle ihn mit Musik zum Dorf
barbier bringen. So geschah es auch.
Der Barbier untersuchte sachverstän
dig die Zähne, fand aber keinen kran
ken darunter. Trotzdem bestand der
„Patient" mit aller Gewalt darauf,
er solle ihm einen Zahn ziehen, und
zwar mit Musikbegleitung! Der
Barbier zog ihm einen gesunden
Augenzahn aus, wobei die Musik lu
stige Weisen spielte. Vergnügt nahm
der Operirte seinen gesunden Iahn
in Empfang, dankte mit warmen
Worten dem Barbier für die erwie
sene Wohlthat urtd ließ sich dann mit
allen Ehren und wiederum unter den
Klängen der Musik Kur Wirthschaft
begleiten, too die „Nachfeier" statt
fand. ES muß auch solche Käuze
aedcu!
u a e S e s
mord. In dem pfälzischen Ort Nie
derwürzbach hat sich eine Frau aus
Gram über die Trunksucht ihres Man
neS mit Petroleum übergössen und
dann selbst angezündet. Nachbarn er
stickten die Flammen, aber die Frau
darb bald darauf im
Abonnirt auf den Staats-Anzeiger.
Geld zu verleihe«
auf Farmbesitz in beliebigen Beträgen
und zu niedrigstem Zinsfug.' Abzahlungen können jederzeit gemacht werden. Wir
haben das Geld an Hand.-—Keine Verzögerung!
WS* Falls ihr Geld braucht, besucht uns, oder schreibt. Es wird euch dann
alles Nähere mitgetheilt werden.
,/'s
i "V
i.
Land
Ein furchtbares Verbreche«,
dem ein fünf Jahre altes Mädchen
zum Opfer fiel, ist in Wien begangen
worden. Am Nachmittage wurde die
fünfjährige Johanna Panze, dieToch
ter eines Arbeiters, aus ihrer Woh
nung in der Engerthstraße, einer dicht
bewohnten Straße in einem Armeleu
teviertel, vermißt. Die Mutter er
fuhr, daß die Kleine von einem Man
ne durch Liebkosungen und Verspre
chungen in ein der elterlichen Woh
nung nahe gelegenes Haus gelockt
worden sei. Als die Frau zur Woh
nung kam, an die man sie wies, trat
ihr in der Thür ein Mann in blutbe
fleckter Kleidung entgegen. Die Mut
ier schöpfte sofort Verdacht und schlug
Lärm. Hausbewohner eilten herbei
und nahmen den Mann fest. In dem
Kabinett, das er bewohnte, fand man
die kleine Johanna mit entsetzlichen
Stichwunden am Boden liegend vor.
Am Halse zeigten sich blutige IZürge
male, in der Herzgegend klafften drei
Sticke. DerMörder hatte augenschein
lich mit dem Messer in der Wunde
herumgewühlt. Der Mörder, der auf
der Polizeiwache die That leugnete,
ist ein Kanalräumer Samens. Scopol!)
Hclinger, 36 Jahre alt.
Eine alte Schädelsammlung.
Vor etwa 200 Jahren wurde in
einer englischen Kirche in der Graf
schaft Northampton eine Krypta ent
deckt. aus der eine große Zahl von
menschlichen Schädeln und anderer
Reste zutage gefördert wurde. Erst
jetzt hat sich ein Gelehrter, Dr. Par
sons, mit diesem Fund beschäftigt,
der die Aufmerksamkeit der Forscher
deshalb verdient, weil das Alter der
Schädel aus 800—900 Jahre ange
nommen werden kann und weil sich
außerdem ihre Zahl auf 5000 bis
6000 beläuft. Es war infolgedessen
Gelegenheit zur Untersuchung gebo
ten, ob sich die Schädelform der dor
tigen Bevölkerung während des letz
ten Jahrtaufends verändert hat. Nach
den Ergebnissen seiner Messungen,
die Parsons dem Anthropologischen
Institut vorgelegt hat, ist dies nicht
der Fall, sondern die Schädel konn
ten ebenso gut von Leuten stammen,
die erst vor einem Jahre gestorben
wären. Dies beweist wieder die au
ßerordentlich langsame Veränderlich
feit des MenschenkörPerS im Laufe
der Zeiten.
Abberufe».
Nach einer längeren, schweren
Krankheit, von der er sich anscheinend
wieder erholt hatte, ist Georg F.
Lehmann, Redakteur der „Buffalo
Freie Preise", ganz plötzlich auS dem
Leben geschieden.
An der Ausdauer kennst Du den
Charakter eines Menschen.
1V
Nttgby, N. Da»«
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J1 'Vi i1?/
J. h.

A 1 1 1 A A i i
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A A A A A A A A 1 i A A A A
F, P. Bergman & Company
Offtee im Jacobson Block. Rugby, N. D.
E Z. Lander K Co

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