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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, April 07, 1910, Image 7

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

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What is OCR?


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Haus» los und Land
i'nö'l
S o k e k e a u s a n s u
hen zu entfernen. Man legt
die Handschuhe in eine luftdicht ver
schlossene Blechdose und giebt zwei
walnußgroße Stückchen Hirschhorn
salz, cms ein Stück Papier gelegt,
hinzu. Man wird erstaunt sein, wie
schnell die Flecke verschwunden sind.
U z u v e i n e n a
Ne Brotkrumen beim Durchtreiben
durch die Hackmaschine umherfliegen,
bindet man eine Papierdüte vor die
Oefsnung. Zum Aufbewahren der
Brotkrumen nimmt man am besten
âe Blechbüchse, in deren Deckel man
•éhtige Luftlöcher sticht.
i e e s i n i z i u n e s
Mundes. Zur Desinfizirung des
Mundes bei hchlen Zählen usw. ist
Borax ein gutues Mittel und nicht
unangenehm. Erne starke Prise des
Pulvers wird auf die Zunge genom
men und, wenn sie aufgelöst ist, im
Munde hin und herbewegt, bis alle
Theile davon berührt find.
a i e K i n -er nicht im
Halbdunkel lesen, laßt sie
iricht Bücher mit kleiner oder schlech
ter Schrift lesen, laßt sie nicht zu
dicht am Licht sitzen, da der grelle
.Schein und die ausströmende Hitze
den Augen schädlich sind. Laßt sie
nicht zu lange hintereinander lesen:
laßt sie nicht mit gekrümmtem Rücken
lesen. Klagen sie trotz Innehalten
aller dieser Maßregeln über schlechte
Augen, so sollten die Augen sofort
Von einem tüchtigen Augenarzt unter,
sucht werden, und die Augen nach
Vorschrift behandelt werden.
e a e n e e i s a
s e S n e k e n s a u e N a h
dem der Hecht sauber gevutzt. gewa
schen uln'b gesalzen ist, wird er auf
beiden Seiten in Butter schön gebra
ten. Dann stellt man ihn mit dem
Rücken nach oben in die Bratpfanne,
übergießt ihn mit Butter und fein
gewiegter Petersilie, gibt einige gös
se! Wasser daran und begießt ihn öf
tres damit. Die Schneckensauce berei
tet man aus feinigemiagten Sardellen
lmd Zwiebeln, die mit verdünntem
Essig unld etwas Oel vermischt wer
den. Zuletzt gibt man noch einen Löf
fei süßen oder sauren Rahm dazu.
a n z ö s i s e K s e -E i e r
k.u chen. 1 Pfund zu Sahne ge
rührte Butter, 1 Pfunb feines, gesieb
tes Weizenmehl, etwas Tafelsalz.
Pfund zerrührter fromage de
Brie, 3 bis 4 Eßlöffel Sahne. 6 ganze
Eier und Zucker nach Geschmack wer
den nech und nach zusammen gegeben,
währenid der Teig kräftig abgerührt
torrid. Er bleibt dann eine Stunde
stehen. Nach Verlauf dieser Zeit ist
der Teig in drei Theile zu theilen,
man rollt ihn bis zu 1 Zoll Dicke
aus, bepinselt ihn mit Ei umd bäckt
die Eierkuchen in Butter auf beiden
Seiten goldfarben. Von jedem Theil
erhält man je drei Stück.
e i n e u a k k ö z e
Butter wird zu Sahne gerieben, und
5—6 Eier hineingeschlagen. Man
schüttet darauf hingu *4 Theelöffel
Salz, 3—4 LöffÄ Zucker, die feinge
wiegte Schale einet Zitrone (besser
noch die einer Orange) und eine
Messerspitze geriebene Muskatnuß.
V/2 abgeschälte Milchbrote reibt man
zu Krume, mischt alles untereimanider,
treibt etwa Pfunid gang frischen
Weichquarik (weißen Käse) durch ei
nen seinen Durchschlag unid reibt die
Masse mit dem übrigen Teig zusam
men noch eine reichliche Viertelstunde
lang. Mit dem Löffel sind längliche
Klöße abzu/stechen und in kochendem,
mit einem Zusatz von Salz und Zi
tronenschale versehenem Wasser etwa
20 bis 30 Minuten gar zu kochen.
Sie werden sofort servirt mit einer
his dahin auf Eis kalt zu stellenden
Dahnensauce.
Z u A n s e i e n u n
a k i e n v o n a u s e
then. Geschickte Hände können man
chen Handwerker im Haushalt erspa
ren, besonders als Ausbesserhilfe für
schadhaft gewordenen Anstrich. Wasch,
und Blutnentische. lackirte Schreib
tischplatten. Gartenmöbel usw. bedür.
sen öfters 'der Auffrischung. Beim An
streichen größerer Flächen sind diè
Resultate bei Erstversuchen meist nicht
zufrrodsnftellenld: sie erscheinen nach
dem Selbststreichen uneben und kör
nig, das gute Aussehen ist dann sehr
beeinträchtigt. Der Fehler liegt da
ran, daß man versäumte, die Flächen
vorher mit Glaspapier abzuschleifen
alte Farbe u-nfc Lackreste, sowie ver
härtete Schmutztheilchen sind vor dem
Anstrich sauber zu entfernen. Diese
Vorarbeit ist .durchaus geboten, ein
glatter, gleichmäßiger Anstrich wird
nur dann erzielt, diese kleine Mühe
darf also niemals verabsäumt wer
ben. Ferner stirb zum Anstreichen nur
gute Farbe un'd bester Lack zu ver
wenden, sonst ist es schade um die
Arbeit, die immerhin Zeit utnid Ma
terial kostet. Das Beste ist das Bil
ligste. Ein gleichmäßiger dünner An
strich ist ebenfalls nothwendig man
läßt ihn trocknen, streicht erst dann
nochmals über und lackirt erst, wenn
Me Farbe ganz erhärtet ist
U
1
V V
Für die Apfelsineasaiso».
A e s i n e n a u a u s S o k
dem man 4 Apfelsinen mit einem
sauberen Tuch tüchtig abgewischt hat,
ist die gelbe Schale auf einem feinen
Reibeisen abzueiben. Die Apfelsinen
werden geschält, ö. h. die weiße Haut
entfernt und in einemKochtopf, knapp
mit Wasser bodeckt, aufs Feuer gesetzt,
wo sie langsam weichkochen müssen.
Man läßt sie erkalten und streicht sie
durch ein Sieb, verrührt die Masse
mit y Pfund Zucker und 10 Eigelb
rechl gut und fügt die reichliche Hälfte
der abgeriebenen Schalen nebst dem
Saft einer Zitrone hinzu. Gut 3 Un
zen geriebenes Biskuit, sowie der
steife Schnee der 10 Eiweiß kommen
zuletzt in den Auflauf, den man in
einer gut mit Butter ausgestrichenen
Form y-2. Stunde bei mäßiger Hitze
bäckt. Ein sofortiges Servwen des
Auflaufs ist rathsam, er fällt sonst
A e s i n e n e e e 1 u a
Wasser kocht man mit y2 Unge Gela
tine bis zur Hälfte ein. fügt Pfd.
Zucker, die abgeriebene Schale von
vier, sowie den Saft von sechs Apfel
sinen dazu, rührt alles auf dem Feuer
gut durch, läßt es aber nicht zum Ko.
chen kommen. Durch Haarsieb
gegossen, wird das Gelee in Gläser
gefüllt, die mit Pergamentpapier zu
zubinden sind man bewahrt sie an
einem kühlen Ort auf.
A e s i n e n i a n a n e n
Sechs schöne, reife Apfelsinen werden
geschält, die weiße Haut entfernt, mti
die Früchte in Scheiben geschnitten,
die Kerne sind herauszunehmen. Vier
bis sechs recht reife Bananen werden
gleichfalls geschält und in schräge
Scheiben geschnitten. Nun legt man
abwechselnd in eine Glasschale Apfel
simen'ichctben. die mit feinem Zucker
bestreut werden müssen, dann Bona
nen ohne Zuckerzusatz und drückt den
Saft einer Apfelsine darüber. Die
Speise wird mit eingemachtem Früch
ten, Kirschen, Erdbeeren usw. garnirt.
A e s i n e n u n Z i o n e n
langer aufzubewahren. Ei
ne ziemlich hohe Holzkiste wird 2 Zoll
hoch mit feinem, vorher im warmen
Ofen getrocknetem Sande gefüllt. Da
rauf legt man die Früchte, die einzeln
in Seidenpapier gewickelt werden
müssen sie dürfen sich nicht.berühren.
Nun kommt wieder eine SchichtSand
und so fort, bis die Kiste gefüllt ist.
Selbstverständlich muß auch die Kiste
vollständig trocken sein. Sie ist an
einem kühlen, aber frostfreien und
trockenen Ort aufzuheben. Auf diese
Weise halten sich die Früchte sehr
lange.
Suppcnrczcpte.
K s e s u e. Nachdem man 7
Unzen Parmesankäse gerieben hat.
streut man eine dünne Schicht davon
aus den Boden einer Terrine, legt
dünne, geröstete Scheiben Weißbrot
daraus und fährt damit fort, bis der
Käse verbraucht ist. In einem eigro
ßen Stück Butter schwitzt man einen
reichlichen Löffel Mehl, fügt einen
Eßlöffel fein gehackte, in Butter ge
bräunte Zwiebel hingu und vermischt
alles mit 1 bis IV2 Qujart kochendem
Wasser, dem nöthigen Salz und Pfef
fer. Dies gießt man über den Inhalt
der Terrine und läßt die Suppe 10
Minuten im warmen Ofen gut durch,
ziehen.
e s e s u e E i n e i i
halbes Quart gute Kartoffeln wird
geschält, sehr sauber gewaschen und
mit kochendem Wasser gebrüht. 4-bis
6 geschälte, in Stücke geschnittene
Kohlrabi und SupUnwurzÄn focht
man in reichlichem Söavr? .ntt dem
nöthigen Salz gar. Ebenso focht man
y2 Pfunid weiße Bohnen weich und
rührt alles zusammen durch ein Sieb.
Di" durchgerührte, möglichst bündige
Suppe gibt man mit Pfund fri
scher Butter und gehackter, grüner
Petersilie noch einmal in dieKasserolle
und läßt sie wieder heiß werden, aber
nicht fochen. Beim Serviren reicht
man zu oer Suppe in Butter geröstete
Semmelwürfel.
U n a i s e o s u e
1 Zwiebel und 3 abgekochte Kartof
feln werden in Würfel geschnitten
und 1 Unze Schmalz gedünstet, bis
die Zwiebel anfängt, gelblich zu wer
den. Dann kommt eine dicke Scheibe
Brot dazu. Pfeffer und Salz und so
viel Wasser oder Brühe, daß die
Suppe für 3 Personen ausreicht. Nach
einer Weile sind 5 Scheiben harte
Zervelatwurst, in feine Streifchen ge
theilt. hinem-zugeben und noch etwa
20 Minuten in der Suppe zu däm
pfenv die durch diese Beigabe einen
vorzüglichen, pikanten Geschmack er
hält. Vor dem Anrichten schlägt man
dtf Supve durch ein Sieb.
Das Sicherste bleibt immer, daß
wir alles, was in und an uns ist, in
That zu verwandeln suchen.
Der Friede in dem Herzen und im
Hause,
Die Freiheit in dem Hause und im
Herzen:
DaS sind die Güter, die der Mensch
bedarf.
3frawÖRsd|c Kunst.
Ausstellung von Meisterwerken a»il
dem 18. Jahrhundert in Berlin«
Schilderung cttS der Feder eine» Runftfdjrtftftcl
lers, der von derselben entzückt war.
Die Ausstellung von Werten fran«
Höfischer Kunst des 18. Jahrhunderts
in der Berliner Königlichen Akade
mie der Künste ist als Gegenstück zu
der englischen Altmeister-Ausstellung
des Jahres^ 1908 gedacht. In bei
den Fallen sollte der Genius des Ro
koko sein Wesen enthüllen. Aber ver
schieden wie der Volkscharakter und
wie die Zeitzustände beider Nationen
offenbart sich ihre schöpferischeAnlage.
Geistreich und Phantasievoll mit star
kem Drang zum Theatralischen und
Frivolen zeigen sich die Maler und die
Bildhauer des „siecle charmant", na
türlich und vornehm mit einer Nei
gung nnnSentimentolen und Pathe
tischen treten die Engländer auf. Un
erschöpflich erscheint das Repertoir
der Franzosen. Monumentale Histo
rien, Porträts, poesiegeborene und
alltäglich schlichte Genres, wechseln
bei ihnen, der augenfälligste Inhalt
der englischen Kunst ist das Menschen«
bildniß und neben ihm die Landschaft.
Wie in schimmernden Jrisglanz schei
nen französische Pinsel getaucht, und
ihre Magien sind auf präziseste Zeich
nung gesetzt. Die Engländer lieben
die Leuchtkraft venezianischer Meister,
sie arbeiten direkt mit der Farbe ohne
besondere Besorgnis und Begabung
für feine Kontitrunterlage. Und wie
grundverschieden war der geschichtliche
Hintergrund des 18. Jahrhunderts
bei beiden Völkern. Rokoko heißt
Pompanbetung, fieberische Festeslust,
Zusammenbruch und spartanisches
Selbstanfrichten bei den Franzosen.
Es existiert im eigentlichen Sinne
nicht für England, das gerade wcib
rend Moses Zeitraums in sich gefestet,
in freiheitlicher Entwickelung zur
Weltmacht emporwächst.
Das französische Rokoko kommt
nicht wie das englische als eineFremd
erscheimtini. Es war kaum möglich
bisher einen guten Reynolds oder
Gainsborough zu sehen. Aber die
Boucher und Grenze und Watteau
sind uns längst gute Bekannte. Werfe
von ihnen gehören zum Stammbesitz
der Museen und Schlösser. So bringt
die französische Ausstellung wenige
Ueberraichungen, aber sie ist reich an
Kunstkleinodien, deren Studien die
ganze Herrlichkeit einer talentbegna
deten Epoche erschließt. Und das We
sen dieser Epoche spiegelt sich in einer
Fülle von Riesengobelins, Gemälden,
Stichen. Zeichnungen und Plastiken
als höchst abwechslungsreich.
Die mächtigen gewebten Wandtep
piche aus dem Besitz des französischen
Staates fallen vorerst in die Augen.
Sie sind nach Entwürfen De Troyts
hergestellt, der in der Schulung Le
Bruns sein dekoratives Können ent
wickelte. Hier ist alles Großzügigkeit
und aus der Leidenschaftlichkeit der
Barockbewegung geborenes Leben.
Es schallt von dramatischen Effekten
in dem Esther-Zyklus. Wir stehen
voll Bewunderung vor der Kunst des
Webers, der solche Stoffe in solcher
Vollendung zum Textilwerk umzuge
stalten vermochte. Auch eine Anzahl
Porträts der Rigaud. Largtlliére und
van Loo weist noch auf den Stil des
Sonnenkönigsthums. Ein paar
prachtvolle Leistungen finden sich hier,
die die Plastik der Erscheinungen wie
die Köstlichkeiten der Stosse im Re
naissancekolorismus voll zur Geltung
bringen.
Aber mit dem Regenten und unter
Ludwig XV. richtet sich aller Lebens
eifer auf Weltfreudigkeit und Liebes
spiel, und die Ausstellung wird zur
besonderen Vorführung solchen Zeit
charakters. Wundervoll kann man
Watteau studieren, vor allem aus Be
sitzthümern des deutschen Kaisers.Ta
ziehen die bethörenden Poetenvisionen
vor uns aus, feine fétes galantes,
feine Cytheren-Jnfelträume, feine
graziösen Melancholien aus der Welt
des Harlekin und des Scaramouche.
Man kann schwelgen in einzigen Far
benbuketts, in thauigen Landschafts
ausschnitten, die der Fontainebleau
Meister und Turners Zaubereien vor
wegnehmen. Und in ganz Frank
reich gibt es keine schöneren Watteaus
als die beiden Theile des Firmenschil
des für den Kunsthändler Gersain,
deren kulturgeschichtlicher Inhalt in
unsagbar feinen silbrigen Tönen und
ru'higem Farbenauftrag zum Vortrag
kommt. Auf den Bildern der Wat
teau-Schüler Pater und Lancret wird
viel geliebt und gespielt. Man mu
siziert, speist und plaudert im Freien
unter schattenden Parkbäumen, aus
deren Grün Marmorsaune und Nym
phen lockende Begleitrotten spielen
Amoretten flattern mit Vergißmein
nichtguirlanden in den Wolken. Da
men mit schleppenden Seidenroben be
kränzen Cupidos Postamt. Auch hier
schimmern holdeste Tonakkorde, aber
das Mysterium der Dichterseele webt
nicht wie in Watteaus Gebilden.
Franxois Boucher, der auch so
stark unter Watteaus Verzauberung
kam, doch als echtester Exponent der
echtesten Rokokozeit sehr empfindlich
ein Element des Lüsternen auf feine
Kunst übertrug, stellt sich mit einigen
seiner charakteristischen Schöpfungen
vor. Da hängt seine berühmte
„Marquise von Pompadour", die di
rekt au& dem Sglon Maurice ton
täM'
i&éii
hlBÄIÄIiÉâ^iiÄ^teâlESSiteiÄiÉii iâür.
Rothschilds kommt. Wir können die
entzückende Frau in der hoheitsvollen
Grazie ihrer Erscheinung betrachten,
können ein Wunderwerk ihres Toilet
tengeschmacks bis in jede Einzelheit
studieren. Wie elegant und wie ge
wissenhaft verfuhr hier der Pinsel!
Ja, dieses Porträt genießt nicht un
verdient seinen Weltruhm, und den
noch es enttäuscht durch die Abge
blaßtheit der Farbe. Gerade Bou
chers Kunst verräth die einsetzende
Entnervtheit nach aller Genußsucht.
Sie deutet dieRoke kostimmung an,für
die der Abgrund bereitet steht. Bou
chcr, der Premier Peintre du Roi, be
weist in seiner mythologischen Idylle
„Venus. Merkur und Amor" auch sein
einziges Können im Linienlächeln des
Nackten. Er malt die Sonne, die
pulsendes Fleisch in jeder Falte aus
hellt. Auch Nattier, den Lieblings
maler der schönen Damen, sicht man
in einigen besonders vornehmen Lei
stungen. Ein Porträt der Du Barry
zeigt sie fast engelhaft zart, und ein
Bildniß der „Dame mit der Nelke"
ist voll besonderer Reize. Aittoine
Pcsne erscheint ungleich, aber sein
großes ..Familienbild" bereichert die
ses schwierige Genre um einen selte
nen Beitrag.
Aber auch die Rokokomeister sind
vortrefflich vertreten, die den wieder
kehrenden Emst der Gefühlsrichtung
zum Ausdruck bringen. 'Eine Reihe
bester Chardins weist auf die neue
Generation, der das Natürliche, bür
gerliche sympathischer ist als c.lles
Perücken» und Stöckelic&ufimcien
Erwähnen wir noch, daß einige
Bildhauer in erlesenen Werken ver
treten sind, vor allem Houdon, der
unübertroffene Porträtcharakteristi
fer, mit seiner Voltairbüste, dann
mns'. es klar werden, das diese fran
zösische Ausstellung ein Ereigniß des
Kunstlebens bedeutet.
Bestellungen adressire man einfach:
Unsere neue Prämie
(Diese Abbildung zeigt die Scheere in nur dreiviertel der wirtlichen Größe.)
Umgezogen
2m|ir verzogen in unser neues Quartier, gegen
j^ß über dem früheren Geschäftsplatz, und sind
nunmehr in der Lage, unsere Kunden
prompt und zufriedenstellend bedienen zu tölmen.
Frische Fische
Wir erhalten Sendungen frischgefangener Fische
am Dienstag nnd Donnerstag jeder Woche und
erwarten mit Frenden die Aufträge des Publikums.
Frisches Fleisch
Wir haben die größte Kühlkammer-Anlage in diesem
Theile des Staates
soeben
Etwas für die deutsche Haussrau.
Haben Sie je die Erfahrung gemacht, daß trotzdem vielleicht drei oder vier
Scheeren im Hause sind, reine Verselbe« so gut schneidet wie man es wünscht? So
etwas ist mehr als verdrießlich, aber wenn Sie diese Erfahrung machten—und jed e
Hausfrau, jeder Hausvater macht sie—dann geht es Ihnen nicht anders als uns
selbst. Eben deshalb haben wir beschlossen, diesen Uebelstand zu beseitigen.
Wir haben mit einer großen östlichen Fabrik einen Kontrakt abgeschlossen, einige
Tausende Scheeren, mit einer neuen Vorrichtung versehen, speziell für uns zu fabrizi
reit. Wie ersichtlich, ist diese Scheere mit einer Sprungfeder versehen, vermittelst wel
eher dieselbe so gestellt werden kann, daß sie dünnes Papier wie schwere Wolldecken mit
gleicher Leichtigkeit schneidet.
Der Ladenpreis dieser Sprungfederscheere ist $1.00
(Auf fünf Jahre garantirt.)
Wir aber verschenken sie
an Lesèr des Blattes, welche dasselbe ein Aahr im Voraus bezahlen. Dies gM
alte, sowohl als neue Leser, ohne Unterschied. Alte Leser, welche im Rückstände sind,
mögen diesen bezahlen und ein Jahr im Voraus, dann erhalten auch sie diese unschätz
bare Scheere geschenkt. Keine Nachzahlung: Der Staats-Anzeiger kostet nur $1.50
das Jahr und wer -in Jahr im Voraus bezahlt, erhält die Scheere frei durch die Post
zugesandt.
Macht der Hausfrau eine Freude!
Nehmet die Gelegenheit wahr!
Auch von den schönen Landkarten, deren wir bereits Tausende absetzten, haben
wir mehr bestellt, aber solche der Leser, welche diese bereits besitzen, können nun die
Sprungfederscheere als Prämie wählen.
Solche der Leser welche im Stande find, bei uns persönlich vorzusprechen, kön
nen eine der Scheeren bei uns sehen, da wir erst kauften, nachdem wir dieselben sorg
fältig geprüft hatten.
Somit also verschenkt der Staats-Anzeiger dieses Jahr zwei Prämien, näm
lich die Landkarten, oder die Sprungfederscheere. Jeder ein Jahr im Voraus zah
lende Leser hat die Wahl zwischen diesen beiden.
Der Staats-Anzeiger
Rugby, Nord-Dakota.
ji"
7.
eingerichtet. Dies er-
möglicht es uns, große Mengen frischen Fleisches
aller Sorten wiihrend des Frühjahrs und SommM
e s n i a n a n z u a e n
Hormel's Dairy Brand Schinken und
Speckseiten,
die besten im Markte, stets auf Lager.
Zsham's Fleisch-Laden
Lynn Jsham, Eigenthümer
Telephon Rr. 77 Rngby, N. Dak.
'i
5
V

Der Staats-Anzeiger, Rugby, R. D., den 7. April, 1910.

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