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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, June 16, 1910, Image 8

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

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8.
0ffmr OchreibeKriet de«
Upp 6as»rampfitir.
%ÄO.
860.
Mein lieber Herr Redacktionar!
Mer hen in die
Mienteim noch e
halwes Dotzend
Mietunge abgehal
te un ich kann
Ihne sage, die
Lizzie, was meine
Alte i8, die iS
puttinier ftehftg
aeworde, bikahs
tch sin gar nit
mehr heim gewese.
Ich hätt gar zu
gern gegliche, wenn
ich auch irgend en
Schopp for die Lizzie hätt sinne
könne. Sehn Se, wenn es e deitfche
Zellebrehschen gewese wär, dann wär
ft ganz gut als Germania mitgange
un ich hätt schon ganz iesig e Plätzche
gesunne, wo se sich ganz gut ausge
itommc
hätt, awwer was hen ich bei
die Rieseppschen mit e Mummen von
die Lizzie ihren Seis un Angbong
peunt anfange könne? Nattings un
das is auch, was sie hat keinder fohl
gemacht, daß ich so vielemals in die,
Mietung gange sin. Zwische Jhne un
Wie er mich hat den Weg tahke
"höre, da hat er das Sobscheckt nit
mehr getotscht. Un das is auch gut
für ihn gewese, bikahs es hätt nit
viel genomme, da hätt ich das ganze
Bißneß abgekahlt. Ich hen awwer
k e i n s i e i u s s e S i e n w o e u n
Äa sin ich lieber still gewese. Mer
sin jetzt in unser Arweit soweit ge
wese, daß mer mit bett Prohgrämm
durch gewese sin un zu Ihren Benne
ftit will ich es hier tappte, mehbie
daß Se es in Ihr Papier rönne
Tonne off Kohrs wolle mer keine
Eckspenzes nit hen, bikahs mer hen
auch nit das geringste Jnkomme un
for unser Bier, wo mer bei unsere
geistige Arbeit genieße, buht uns auch
lein Mensch nit bezahle.
I
mich is es ja auch nit mehr schön
gewese, die ganze Nächte un e gutes
Deil vom Dag hen ich in den We-'
Hesweiler sein Scheunt gesesse un hen
mich mein Kopp verbräche un mein
Stomeck gespeult, denn Sie detfc nur i
nit for e Minnit denke, daß mer ein
fach in den Saluhn hocke buht un
nicks brinke buht. O, no, dazu guckt
s o n e W e e s w e i e a u s I n k
i)cit er ben annere Dag gesagt, er deht
denke, wenn die Reseppschen iwwer
rvär, dann sollt mer aus unser Kom
Tnitthee e pörmenent Ohrganisehschen
mache. So e Kommitthee sollt im
mer in Seschen sein, bikahs mer
könnt nie nit sage, wieviel gut es
Äuhn könnt. Da kann mer sehn, wie
der Kunne immer e Auge for Bißneß
hat. Ich hen gesagt: „Webesweiler,"
hen ich gesagt, „wenn du an mein
Platz wärscht, dann dehst du ganz
different denke ich sin schon zu bie
Eidie gekomme, baß ich eigentlich for
nicks annerschter an die Welt sind,
als for dich, um dein Bißneß zu
suppohrte, un ich sage nur soviel,
3aß wenn die Rieseppschen iwwer is,
daß du mich in vier Woche nit mehr
in bein Platz sehn buhst. Du mußt i
nur nit denke, daß die Menschheit
ttur for den eine Porpes ecksiste buht,
daß se eich Saluhnkieper suppohrte
duht, es gibt auch noch annere höhere
Eidiels.
Also hier is bas Prohgrämm:
Morgens um siwwe Uhr duht die
SBättb an ben Schkwehr ein bis meh
rere Pieses blose. Die ganze Zittie
werd gefragt, die Fläcks eraus zu
pulle, un in einigen annere Weg zu
deckorehte. Das machte e feine Im
preschen un buht nit viel koste. Um
neun Uhr buht sich das Kommitthee
'bei den Wedesweiler versammele for
sich mit en gute Drink for den harte
Ä)ag zu stärke, bikahs mer hen das
arig nöthig. Dann gehe mer an bas
Diepoh, awwer nit zu Fuß, et schütt
feh natt, mir nemme e Ahtomobilch,
wo in große Schehp beckorehtet is.
An bett Diepoh is dann die Artsch
«rrecktet, wo der Karpenter-Kohn
trädtet förnifche will mit en Stend
fort die Muhsick un en annere Stend
for das Kommitthee. Auf den Stend
nemme mir Platz. Die frischgewa
schene Feschtjungsraue, wo mer bei
Äen Weg auch noch unsere Lascht mit
Hen wer'n, sin all in Reih un ©lieb
toi dahinner steht das kattunene Pu
Vlikumm, wo gar nit abwarte kann,
was noch alles komme werd. Jetzt
tommt die Trehn un e schreckliches
Gebrüll von Beifall braust dorch die
Luft. Die Trehn stappt utt die
Vänd macht en Ettemt, den Stahr
fpenkelt Bänner zu spiele, wozu die
feschtjungsraue ihre frischgewaschene
Henkertschiffs wehfe. Ei tell ju,
bo6 macht e feines Pickscher. Der
Mister Ruhsefeld steppt an die Platt
form un ich kliere meine Droht un
starte mit mein Spietfch. wo bei den
Weg e Pietfch gibt. Dann folgt off
Kohrs widder e schreckliches Gebrüll,
die Muhsick buht paar entsetzliche
Tone von sich gewwe und dann sagt
bet Mister Ruhsefeld ebbes. Sowie
tt nur sein hochverehrte Mund auf
-mache buht, rufe e paar von die
'Piebels: „Tebdie fchoh fuhr Ties",
und ich sin fchuhr, baß ihn bas ganz
schrecklich tickele duht. Wenn dann
die Spietsches iwwerstanne sin, trete
die Feschtjungsraue in ihre nadierliche
Rechte. Se trete vor un singe das
schöne Lied: „Wir winsche dir den
Jungfernkranz' un dann werfe se
mit Blume un allerhand Flauersch
nach den Mister Ruhsefeld un die
ganze Kraut singt dann mit Muhsick«
Begleitung das schöne Lied „Ich
grieße Dich". Well, wenn das nit
auteseit is, dann geb ich's auf. Spä
ter komme noch allerhand annere Fest
lichkeit?, wo mehrschtendehls bei den
Wedesweiler abgewickelt wer'n, un
der Dag schließt mit e großartige?
Feierwerk. Mer hen noch e ganze
Latt Suppreises in Petto, awwer die
kann ich jetzt nit enthülle. Denke Se,
daß so e Prohgrämm Brehns nemme
duht? Well, ich denke es. womit ich
verbieth*
Theure K«stüme.
Me Kostüme zum „Chantecler",
dem jüngst in Paris aufgeführten
letzten Theaterstück Rostands, haben
vielleicht das Meiste zum Erfolg bei
getragen, mindestens aber waren sie
bei diesem phantastischen Stück, das
mitten im lärmvollen Paris eine
Märchen- und Thiersabel vortäuschen
soll, ein ebenso wichtiger Faktor, wie
die Schauspieler selbst. Diese konnten
sich übrigens nur schwer in die un
gewöhnten Kostüme finden, die alle
von Rostand persönlich entworfen
und gezeichnet wurden. Nach vielem
Experimentiren übernahmen die Ate
liers des Theaters Porte Saint
Martin die Anfertigung.
Chanteclers (Guitrys) Kostüm be
stand aus vier Theilen: dem Kopf
mit Kamm, der jedoch das Gesicht
des Schauspielers frei ließ, so daß
die Mimik zu beobachten war, dem
Rumpf, dessen „Aertnel" die Flügel
bildeten, den Beinkleidern, dicht mit
Federn bedeckt, und den Schuhen in
Hahnenfußform. Der Schwanz ist
extra an einem Drahtgestell befestigt,
das gürtelartig um den Leib getragen
wird. Nach diesem Schema sind auch
die übrigen Kostüme gearbeitet. Das
Kleid der Fasanenhenne (Mine. Si
mone) ruht aus einem Fischbein- und
Kanevasgestell. Mehr als zwanzig
Farbentöne sind hierzu verwendet
worden. Von wunderbarer Kunst
zeugt das Pfauytkostüm eine genial
ausgebachte mechanische Einrichtung
gestattet dem Vogel, den Schweif, der
5 Meter Umfang hat, als „Rad"
wunderbar auszubreiten. Was für
eine immense Arbeit in dem ganzen
steckt, geht daraus hervor, daß Ko
stüme füi 21 Eulen, 60 Hähne, Hen
nen, Kücken. Tauben. Kaninchen,
Schwäne, Singvögel, Hunde in gro
ßer Zahl angefertigt werden muß
ten noch heute gleichen die Ateliers
der Theaterschneiderin mit ihren vie
len ausgestopften Thieren und Mo
bellen einer Arche Noah im kleinen.
Im ganzen haben die Vorbereitungen
zu diesem Stück über 1 Million
Francs erfordert.
Es wurden nicht weniger als 900
Kilogramm Federn verbraucht, um
sämmtliche Kostüme, deren Zahl
wohl 200 überschreitet, zu putzen. Die
Federn allein erforderten einen Ko
stenaufwand von nahezu 40,000
Francs. Die Kostüme haben ein Ge
wicht von je 5 bis 6 Kilogramm, ein
Gewicht, wie es von Soldaten bei
feldmarschmäßiger Ausrüstung getra
gen wird. Die Preise der einzelnen
Kostüme schwanken zwischen 300 und
1.200 Francs.
Geächtete Tänzerin.
Aussehen erregt in der Londoner
Gesellschaft die Streichung des Na
mens der Lady Constance Stewart
Richardson aus sämmtlichen Einla
dungslisten bes Hoses. Die Strei
chung geschah auf direkten Befehl Kö
nig Edward's. Durch den Privat
fekretär des Königs. Sir Edward
Knollys, ist die Lady überdies noch
ausdrücklich benachrichtigt worden,
niemals vor dem Könige zu erschei
nen. Labt) Richardson, die der hoch
sten Aristokratie angehört, tritt seit
einiger Zeit im Londoner Palace Va
riete als Barfußtänzerin nach klassi
schen griechischen und anderen Mu
stern auf, doch ist dieses nicht der
Grunb ber königlichen Ungnade. son
bern man erzählt sich barüber foU
gende gut verbürgte Geschichte:
i
König Edward hatte bie Lady schon
zu verschiedenen Malen während ber
Abendgesellschaften im Schloß Wind
sor aufgefordert, ihre klassischen Kün
ste vorzuführen und hatte dann auch
ihre Barfußtänze vor der Hofgesell
schaft gebührend bewunbert. Eines
Tages aber verscherzte sich Lady Con
stance in schlecht angebrachter ironi
scher Aufwallung bie Gunst Ed
warb's. Nach einem Salometanz
nämlich warf sie sich plötzlich mit thea
tralischer Geberde vor ihrem Gönnet
auf die Knie und rief in scherzhafter
Nachahmung ihres historischen Vor
bildes: „Herr, gebt mit das Haupt
Sir Ernest Cassel's!" Sir Ernest
Cassel, der erst kürzlich in Angelegen-,
heiten der Bagdadbahn in Berlin von
Kaiser Wilhelm empfangen wurde, ist
der finanzielle Rathgeber des Königs.
Cassel ist Jude. Bei Hofe ist et
darum wenig beliebt und schon wie
derholt die Zielscheibe billigen Spot
tes gewesen. König Edward aber, bet
Sir Ernest als einen langjährigen
Freund schätzt, war über den schlecht
angebrachten Witz bn Lady ärger
lich, daß er die Streicyung ihres Na
mens aus bet Hofliste vetfüate.
Der Staats-Anzeiger, Rugby, N. Dak., dm 16. Juni 1910.
Haus. Hof und?awftj
i s e s e i s a S e
w a S a n i e w o e n i s
Man wasche es in lauwarmem Ka
millenthee und lasse es. wenn es
noch riecht, eine Viertelstunde in fri
schem kalten Kamillenthee liegen.
K e i n e ö e i n e e n
schirmen können Sie ausbessern,
indem Sie ein kleines Stückchen des
passenden Stoffes mit Kollodium
oder Kautschuklösung von der Unter
seite aufkleben. Bei Sonnenschirmen
kann man unter Itmstärtden auch
englisches Heftpflaster benutzen. Bei
größeren schadhasten Stellen wenden
Sie sich am besten an einen Fach
mann.
U a s e i e n e
Strumpfbänder beim Befesti
gen der Strumpfhalter zu verhüten,
•nähe man Bandösen an die Ränder,
so 'daß das Band nach innen ein
Stückchen am Gewebe herunter laust.
Am Halter wird unten anstatt der
Klammer eine Schnuröse, weiter nach
oben zu werden Knöpfe angenäht.
Man zieht dann das Gummiband
durch die Bandöse des Strumpfe»
und knöpft es, eine Schlinge bildend,
auf.
S e Z i o n e n s u e z u
Mehlspeisen). Auf 10 knapp gehäufte
Eßlöffel Zucker reibt man die Schale
von einer großen Zitrone ab und
drückt den Saft der Zitrone daraus,
gibt den Zucker in Quart Wasser,
fügt ein nußgroßes Stück feinste
Butter, das man mit einem gehäuf
ten Eßlöffel voll Mehl verknetet hat,
dazu, läßt alles unter beständigem
Rühren 10 bis 15 Minuten kochen,
gibt y2 Quart Weißwein oder Met'
deira hinein, läßt die Sauce einmal
rasch aufkochen und zieht sie dann
mit zwei Eidottern-ab.
S e e a s e e n V o n e
reren, einen Tag alten Brötchen wird
die Rinde abgerieben, ein kleiner
Deckel abgeschnitten, und das Innere
ausgehöhlt. Aus gewiegten Braten
testen, einem Ei, etwas Sardelle stellt
man eine pikante Fleischfüllung her,
die angewärmt in die Brötchen ge
füllt wird. Der Deckel ist wieder auf
zulegen, das Brötchen wird leicht
ringsum umbunden und in eine aus
gebutterte Bratpfanne gelegt. In
kochender Milch löst man ein Stück
frische Butter auf, dann wird so viel
von dieser Flüssigkeit vorsichtig über
die Brötchen gegossen, bis sie ganz
durchzogen sind. Hieraus werden sie
knusperig gebacken und warm auf
runden Platten angerichtet, Petersi
liensträußchen legt man alsGarnitur
dazwischen.
K a o e k ö e i K
v. Die Kartoffeln müssen tags vorher
in devSchalc gargekocht werden, dann
schält man sie, reibt und wiegt sie.
6 bis 7 Unzen Butter werden zu
Sahne gerührt dazu gibt man nach
und nach und imte" beständigem
Rühren Pfund Kartoff eltnasse, Vi
Pfund fein geriebene Semmel, 2—3
Eier. 3 Unzen fein geriebenen Par
mesantäse, etwas Salz und geriebene
Muskatnuß, farmt mit in Mehl ge
tauchten Händen gleichmäßig große
vu'.tde Kloße davon, gibt sie 10—12
Minuten in wallend kochendes
avf
I
(Salz­
wasser, nimmt sie mit dem Schaum
löffel
eine erwärmte Schüssel und
überfüllt sie mit brauner Butter und
geriebener, in Butter braun geröste
ter Semmel.
e a k e n e K a s i n
schnitten. Ein schönes großes
Kalbshirn wird gewässert, gepult
und gehäutet, in siedendem (Salz
wasser abgewellt und nobst einer ge
schälten Schalotte. 2—3 gewässerten,
entgräteten Sardellen. 2 Löffel fein
geschabtem fetten Speck, Salz, wei
ßem Pfeffer und etwas Petersilie
recht fein gehackt, vermischt und abge.
schmeckt. Indessen hat man einige
Milchbrote oder Semmeln oder ein
längliches, glattes Kaviarbrötchen in
nichit zu starke, aber auch nicht zu
dünine Scheiben geschnitten» streicht
die Farce je auf eine Scheibe, deckt
eine zweite darüber, wendet die
Schnitten in zerquirlbem Ei. dann in
gesiebter, geriebener Semmel, bäckt
sie in siedendem Schmalz und schich
tet sie utjt beliebiges feines Gemüse
als
Beilage.
a u e n e i e i e o n s e n
matelote. Drei mittelgroße Tauben
werden gerupft, ausgenommen, in
Hälften getljeilt und in 3 Unzen But
ter gar gebraten. In eine andere
Pfanne gibt man 1 Uttge Butter, 12
kleine, geschälte Ztebeln. die zuvor
sieben Minuten in Wasser abgekocht
wurden, ein Viertelpfund in Schei
ben geschnittenen, durchwachsenen
Speck, etwas Wurzelwerk, zwei in
Viertel getheilte Tomaten, ein Glas
Weißwein und zwei Tassen Brühe
dies alles dämpft man 20 Minuten,
rührt es mit ganz wenig Mehl ab
und gibt es durch ein Sieb zu den
Tauben, die man nun noch einige
Minuten darin dünsten läßt. Vor
dem Ansichten werden die Tauben
herausgenommen, besonders ange
richtet. und die Sauce mit drei in sü
ßer Sahne verquirlten Eigelb abge
zogen.
Zum Putzen von Fenster,
scheiden benutze man Schlemm
kreide, die in ein Leinensäckchen ge
schüttet und mit Spiritus angefeuch
tet wird. Nachdem das Glas mit
dem Säckchen abgerieben ist, muß so
fort mit weichem Tuch öfter Fenster
leder nachgerieben werden.
k e e Z w e i S a z i n e
werden 24 Stunden gewässert und
entgrätet, zwei Zwiebeln geschält,
desgleichen ein kleiner Apfel, dazu
kommt geräucherter Speck oder noch
besser Schinkenfett in der Hälfte der
Menge des Hörings. Dies wird al
les zusammen durch die Fleischhack
maschine gedreht, gut verrührt und
entweder zu Kartoffeln in der Schale
oder zum Butterbrot gegessen.
S i n k e n a e a e
Hierbei können auch trockenere Stel
le» eines Schinkens vortheilhaft mit
verwendet werden. Man treibt eine
beliebige Menge rohen Schinkens
durch die Fleischhackmaschine, wiegt
ihn ab und nimmt dann ebensoviel
Butter, verrührt diese zu Sahne und
gibt nach und nach den klein gewieg
ten Schinken dazu. Diese Art, den
Schinken aus Brot zu essen, ist auch
für Kinder und Kranke sehr ange
nehm. In letzterem Falle sind nur
weiche Schinkenscheiben verwendbar.
Für zurechtzumachende Brötchen zum
Mitnehmen für Schule. Bureau und
Reisen ist Schinkenmarmelade des
bequemen Ausstreichend halber seht
empfehlenswert^.
i e e e n n e n e
u n e n n e n e A u e n
Thränende und brennende Augen
sind ein Zeichen von großer Augen
schwäche. Dagegen hat sich ersah
rungsgemäß ein sehr einfaches Mittel
bewährt. Es besteht aus dem Fenchel
spiritus. den man in jeder Apotheke
erhätt. Man nimmt davon einen
Bestellungen adresfire man einfach:
ftaffeloffel voll auf ein Weinglas
Wasser. Mit dieser Mischung werden
die Augen jeden Morgen bestrichen,
worauf man sie eine Zeitlang nicht
anstrengen darf. Noch besser ist es,
wenn man halb Fenchel- halb Ros
morinspiritus nimmt und ebenso
verfährt. Wer kaltes Wasser an die
Augen nicht vertragen kann, muß eS
mit warmem versuchen.
N u e n a u ö i s e
Art. Ausreichend für 6 Personen,
Bereitungsdauer 20 Minuten. Man
fertigt oder kauft Pfund Nudeln
auf jeden Fall müssen sie frisch
sein. Davon legt man vorher 3 Un
zen zurück und schneidet sie in 1 Zoll
lange Stücke. Die übrigen gibt man
in eine Kasserolle mit kochendem
Salzwasser und kocht sie schnell ab sie
müssen aber noch ein wenig fest blei
ben. Gleichzeitig schneidet matt 3
Unzen recht zarte, rothe Pökelzunge
in feine Streifchen. Sind die Nu
deln gar, so gießt man sie ab. schüttet
sie in eine flache Kasserolle und
schwingt sie noch einige Minuten aus
dem Feuer, damit die Feuchtigkeit
möglichst verdampft. Nun werden
Salz. Pfeffer und Muskatnuß, sowie
1 Unze Butter. 2 Löffel dicke Sahne,
die Zungenstreifchen und 4 bis 5
Tropfen Würze hinzugegeben, sodam,
wird alles gut durcheinander ge
rührt, ohne die Nudeln zu zerbre
chen. Gleichzeitig macht man in ei
ner Pfanne etwas Butter heiß, gibt
die roh zurückgelegten Nudeln hin
ein und röstet sie. bis sie Farbe ge
nommen haben. Die gekochten Nu
deln sind nun in einer Gemüseschüs
sel anzurichten, man gibt die üvöut-.
ter gerösteten darüber.
Das Beispiel ist eine große Macht
in ber Erziehung und dem menschli
chen Verkehr.
Unsere neue Prämie
MWWMWWUWSMW«
(Diese Abbildung zeigt die Schee« in nur dreiviertel der wirklichen Größe.)
Etwas für die deutsche Hausfrau.
Haben Sie je die Erfahrung gemacht, daß trotzdem vielleicht drei oder vier
Scheeren im Hause sind, keine derselben so gut schneidet wie man es wünscht? So
etwas ist mehr als verdrießlich, aber wenn Sie diese Erfahrung machten—und jede
Haussrau, jeder Hausvater macht sie—dann geht es Ihnen nicht anders als uns
selbst. Eben deshalb haben wir beschlossen, diesen Uebelstand zu beseitigen.
Wir haben mit einer großen östlichen Fabrik einen Kontrakt abgeschlossen, einige
Tausende Scheeren, mit einer neuen Vorrichtung versehen, speziell für uns zu fabrizi
ren. Wie ersichtlich, ist diese Scheere mit einer Sprungfeder versehen, vermittelst wel
eher dieselbe so gestellt werden kann, daß sie dünnes Papier wie schwere Wolldecken mit
gleicher Leichtigkeit schneidet.
Der Ladenpreis dieser Sprungfederscheere ist $1.00
(Auf fünf Jahre garantirt.)
Wir aber verschenken fie
an Leser des Blattes, welche dasselbe ein Lahr im Voraus bezahlen. Dies gilt für
alte, sowohl als neue Leser, ohne Unterschied. Alte Leser, welche im Rückstände sind,
mögen diesen bezahlen und ein Jahr im Voraus, dann erhalten auch sie diese unschätz
bare Scheere geschenkt. Keine «achzahlnng! Der Staats-Anzeiger kostet nur $1.50
das Jahr und wer ein Jahr im Boraus bezahlt, erhält die Scheere srei durch die Post
zugesandt.
Macht der Hansftau eine Freude!
Nehmet die Gelegenheit wahr!
Auch von den schönen Landkarten, deren wir bereits Tausende absetzten, haben
wir mehr bestellt, aber solche der Leser, welche diese bereits befitzen, können nun die
Sprungfederscheere als Prämie wählen.
Solche der Leser welche im Stande find, bei uns persönlich vorzusprechen, kön
nen eine der Scheeren bei uns sehen, da wir erst kauften, nachdem wir dieselben sorg
fältig geprüft hatten.
Somit also verschenkt der Staats-Anzeiger dieses Jahr zwei Prämien, näm
lich die Landkarten, oder die Gprnngsederscheere. Jeder ein Jahr im Boraus zah
lende Leser hat die Wahl zwischen diesen Heiden.
Der Staats-Anzeiger
W.K. Taylor
Zahnarzß
Zimmer 7 und 8 im Jacobson Block
os
Rngby, N.
R. E. Wenzel
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Office zusammen mit L. N. Torson
St«*»*, S
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«e61ti#ltu, ft. 9.
3» Deutschland ausgebildeter Arzt
Operati-n«« e|UIIt*t
Besondere Erfahrung und Erfolge in Untersach«»«
und Behandlung schwerer und langwieriger Fülle.
Dr. O. N. Begtrup
Nugbtz, 9t. 2.
I» Deutschland ausgebildeter Arzt
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Krankheiten d. Auge» u. d. Nase erfolgreich behandelt
Office der neuen Red Cross Apotheke
^GA wir» deutsch gesprochen! I»
Dr. Rolf Meide«
Promovirter der Universität Ehistiania
Machte «inen 1jährigen CursuS in Deutschland» Ha»
Monate in (Efalc
pitälern durch und 6 Monate in Chicago
Allgemeine Praxis
Augen-, Ohren-, Nase-u. Hattkranlheiten Spezialität
Die schönen Landkarten
die wir vorauszahlenden Lesern schenken
Hadem Sie ste schon gesehenk
Der Staats-Anzeiger
Rugby, N. D.

Ihne Jhrn liewer
i i S a u e a e
Office Jacobson Block
Phone 225

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