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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, June 30, 1910, Image 7

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

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s r»
Inland
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V
I
A Al A A 1
W W W
Unangenehme Ueber ra­
sch
u n g. George Clark. ein
MvuMhänidler auS Manitowoc, Wis..
ttfSe beim Auspacken von Bananen
n einer Tavantvl gestochen und hat
nur dem schnellen Eingreifen
ber Aerzte zu verdanken, üab er von
schrecklichenSchmeizen verschont blieb.
Die Tarantel war eine der größten,
toe
jemals gesehen wurde.
DieZwischenhänd
let. Alle
kOaffeschwestern. unld gewiß auch die
sonstigen Liebhaber des aromatischen
braunen Getränkes, wird es mit ge
techter Entrüstung erfüllen, wenn sie
hören, daß das Pfund Kaffee, das sie
mit einer Quarter bezahlen müssen,
tem Engrosihändler im New Aorker
Wasen auf nur 7j Cents zu stehen
Wommt, wie der Kaffeehändler Her
Mann Sielken von New Aork vor
Einem Kongreßkomite in Washington
einräumte. Der Zwischenhandel ver
dient
also
171
Cents
am
Pfund.
Alter.
Der älteste
Mann dieser Gegend, wenn nicht des
Staates. Doktor Linn, hat im Kreise
lhlretcher Freunde seinen 107. Ge
burtstag gefeiert, so wird aus Pana.
Illinois, gemeldet. Aus Ohio gebür
tig, machte er. damals schon ein alter
Mann, den Krieg als Feldscher mit.
Dann ließ er sich in dieser Gegend
Nieder und befaßte sick mit dem Ber
trieb von Kräutermedizinm, die er
selbst herstellte. Er schreibt sein lan
ges Leben aber nicht diesen, sondern
einer Quelle zu. die auf seinem An
wesen. südlich von Pana. aus dem
Boden sprudelt.
Z u n a n i e e S e s o
e I n o s o n a e n i n e n e z e n
vier Jahren die Selbstmorde um 50
Prozent zugenommen, und die dor
tige Armenpflege berichtet, daß im
Jahre 1909 doppelt so viele Leute
ins Annenhaus gekommen sind, wie
Im Jahre 1900, während die Abthei
lung für Beerdigung meldet, daß
mehr Arme als je auf städtische Ko
ften begraben werden mußten. Aehn
liche Zustände herrschen in allen un
seren Großstädten. Sie enthüllen ein
trauriges Bild. Die Zeiten, da die
Armuth in ihrer bittersten Form in
Amerika beinahe unbekannt war. sind
unwiederbringlich vorüber.
i E i s e n e z w i k e
Möbelhändler Harry Zrrofsky ist
Brooklyn hatte seinen 12 Jahre alten
Sohn Abraham in's Kindergericht
vorladen lassen, weil er nicht zur
Schule gehen wollte, von Hause weg
gelaufen und ein Taugenichts sei.
Abraham erklärte, er sei von seinem
..Vater fortgelaufen und zu seinem
Bruder gegangen, weil der Vater ihn
.wegen Kleinigkeiten mit einem gliv
hen den Eisen gezwickt und ihm nicht
erlaubte, zur Schule zu gehen, son
ber Ii verlangt habe, daß er in seinem
^Möbelgeschäft arbeite. Die Erzäh
lung des Jungen machte auf den
Richter einen so^ guten Eindruck, daß
er des Vaters Klage abwies.
S ch i e E s a u n g. Aus
Reno. Nev., wird berichtet: Als die
Tochter des „Bromo Seltzer"ânigs
Emerson von Baltimore, eine in der
Gesellschaft gefeierte Schönheit, im
Dezember 1902 die Gattin des Arztes
Dr. McKjm wurde, sagte man dem
Paare eine glückliche Zukunft voraus.
Unter romantischen Umständen hatte
das Paar sich kennen und lieben ge
lernt, und ganz Baltimore sprach von
dieser Verbindung. Die Hochzeits
feier bildete dann auch ein Ereigniß
in der dortigen Gesellschaft und
wurde mit ungewöhnlichem Glänze
begangen.' Seither sind acht Jahre
verflossen, aber das erhoffte Glück bat
das Paar nicht gefunden. Frau Mc
Kim hat hier eine Scheidungsklage
gegen ihren in New Dort wohnhaften
Gatten angestrengt, und beschuldigt
ihn der unerhörtesten Mißhandlun
gen, sowie der Unmäßigkeit im Tritt
ten. Das Paar hat keine Kinder die
Klägerin, die vor Jahresfrist sich ge
xwungen sah. von der Seite ihres
Gatten zu den Eltern zurückkehren,
verlangt keine Alimente, auch sind in
ber Klage keine Eigenthumsrechte in-
ligke it. Das Automobil hat die
Lokomotive überflügelt, und kann sich
"feute rühmen, das schnellste Fahrzeug
Der Welt zu sein. Im „Engineering
^Record" wird jetzt mitgetheilt, daß
der bisherige Schnelligkeitsrekord des
Automobils eine neue Steigerung er
fahren hat. Bisher waren 127.6
if
Meilen in der Sturntie die höchste
HLeistung. aber selbst diese fabelhaste
Geschwindigkeit ist nun durch ein
Stteueâ Gasolinautomobil von nicht
Dweniger als 200 Pferdekräften über
troffen worden. DaS Fahrzeug er
reichte eine Schnelligkeit von 131.72
englischen Meilen in der Stunde und
burchbraust die englische Meile in ge
lltou 27.33 Sekunden. Das stellt den
K Lokomotivrekord
mit
120 Meilen
en am vorteilhaftesten ist.
in
der Stunde weitaus in den Schat
I. ten, und übertrifft auch die bei der
Z pchnelligkeitsprüfung elektrifcher Lo
lomottoen im Jahre 1903 in Zossen
erzielten Geschwindigkeiten. So ist
tjtm Automobilwesen die Technik den
U praktischen Erfordernissen bereits weit
I voraus, und die wichtige Frage bleibt
I fortan, nur die Bestimmung, welcher
^Schnelligkeitsgrad 'für den
Krastwa.
Dte VevülrerungSju
nähme.
Der
rand schätzt
Zensusbireftor Du­
die
Bevölferiiny der Ber­
einigten Staaten auf nahezu hundert
Millionen Seelen.
Die
gebnisse
der
Alt, aber u
genauen Er-
Zensuskarten liegen al­
lerdings noch nicht vor. Der Zensus
von 1900 ergab eine Bevölkerung
von 76,300,000 Seelen. Die zehn
letzten Jahre hätten also einen Zu
wachs von etwa 23 Millionen Seelen
gebracht. Die Stockamerikanex ha
ben wenig dazu beigetragen.
ne
rIich.
In
einem Alter, in dem andere Men
schen froh sind, sich zur Ruhe setzen zu
können, hat der 90jährige Charles I.
Angrelius in Waupaca, Wis., den
Pfad des Bösen betreten. Erst kürz
lich wurde er zu 15 Jahren Gefäng
niß wegen Pferdediebstahls verur
theilt, von denen ihn nur sein Alter
und die Fürsprache seiner Mibürger
retteten, und abetmals stand
er,
des­
selben Vergehens angeklagt, vor dem
Richter. Diesmal erhielt
er
wieder
Jahrè.
V e n n i e E n s e i
dung. Bundesrichter Ouarles. in
Milwaukee hat entschieden, daß
einem Getränkehändler das Bürger
recht aus dem Grunde nicht vorent
halten werden kann, daß er am
Sonntag seine Wirthschaft nicht ge
schlossen hielt. Er findet in dieser
Thatsache feine Uebertretung des
Gesetzes, weil das betreffende Gesetz
in Wirklichkeit nicht besteht, da es
weder von den Behörden vollstreckt,
noch von der öffentlichen Meinung
getragen wird. Wenn die überwic
gede Majorität des Volkes ein Gesetz
nicht beachte, könne man nicht ver
langen, daß ein Wirth es respetire.
Wirthschaften bleiben of
fen.
Vor einiger Zeit wurde dem
Stadtrath von Great Falls. Mont.,
eine von zahlreichen Bewohnern der
Stadt unterzeichnete Petition für die
Schließung der Wirthschaften an
Sonntagen und Abends um 11 Uhr
unterbreitet. Die Petition wurde
einem Komite zur Berathung über
geben, und dieses entschied in seinem
Bericht, welcher in der letzten Stadt
rathssitzung verlesen wurde, daß die
Wirthschaften nach wie vor offen blei
ben. Einer der Hauptgrünide für die
Entscheidung war, daß Great Falls
sich jetzt in einer Periode des Auf
schwungs befände, und daß viele
Fremde in die Stadt kommen, die
wegen der man-gelhaften Hotelver
pflegung gezwungen wären, sich des
Nachts in den Parkanlagen oder auf
den Straßen aufzuhalten, falls die
Wirthschaften geschlossen würden.
o e n e K u n e u n
„Wir, die Mäldchen der Niagara
Falls Hochschule, wünschen dem Pub
likum kundzuiÄ'.lN. daß wir mit den
Knaben syinpathiren. Nachdem wir
uns versammelt un«d die Sache_ be
sprochen haben, haben wir beschlossen,
uns wenn nöthig dem Streik anzu
schließen, um bessere Disziplinarver
Ordnungen zu erzwingen. Denn
auch wir haben die Kindergarten
Methoden satt. Wir wimschen ferner
hin bekanntzugeben, daß wir mit den
Knaben zur Feier am Montag aus
gegangen wären, aber von den Leh
rern hinter verschlossenen Thüren
festgehalten wunden." Ein zeitbisto
risches Dokument, das für sich selbst
spricht! Die jungen „Ladies" von
Niagara Falls sollten als Reforme
rinnen des modernen Schulwesens in
dem Buch der Menschheitsgeschichte
verzeichnet stehen.
e n s i o n a n a n e
stellte. Die Direktorenbehörde der
Minneapolis, St.Paul & Sault Ste.
Marie-Vahn in St. Paul, Minn., ge
nehmigte einen Plan für Pensioni
rung bejahrter oder dienstunfähig
gewordener Angestellter. Pensions
berechtigt sind alle Angestellten, die
mindestens fünfzehn Jahre ununter
brochen im Dienst der Gesellschaft ge
standen haben, mit dein 65. Lebens
jahr, außerdem solche, die vor die
sem Alter dienstunfähig werden,
wenn sie die vorgeschriebene Zeit bei
der Gesellschaft angestellt waren. Die
Pension beträgt ein Prozent des Ge
halts für jedes Jahr, das der Betref
fende im Dienste der Gesellschaft ge
standen hat, so daß z. B. ein Mann
nach zwanzig Dienstjahren ebensovie
ie Prozent seines Gehalts als Pen
sion erhält. Der Mindestbetrag ist
auf $15 im Monat angesetzt.
Schwimmender Gerichts
hof.
Ein eigenartiges Gerichtsge­
bäude wird demnächst in Alaska ein
geweiht: die Regierung hat einen
besonderen Zollkutter in Dienst ge
stellt, der mit Beginn des kommen
den Sommers längs der Küste Alas
kas kreuzen soll, um überall Recht zu
sprechen und Urtheile zu fällen, wo
Kläger auftreten, die die Hilfe der
Justiz beanspruchen. 2fa§ Gerichts
schiss soll von Seward ausfahren und
westwärts bis nach Unalaska kreuzen,
bann die Küsten der Beringsee besu
chen und bis zur Mündung des Au
kon fahren. In jenen Küstenstrichen
sind größere Lachsfischereien errich
tet, die nur im Sommer betrieben
und bewohnt sind, und in denen oft
Ausschreitungen und Verbrechen vor
kommen. So erwartet man, daß der
schwimmende Gerichtshof auf seiner
fast 2,000 Meilen umfassenden Was
serfahrt reichliche Arbeit und viele
arme Sünder vorfinden wird, die an
Bord verurtheilt oder vielleicht auch
freigesprochen werben solle«.
TTTA.TTTTTTTTTTTT
E o s s e u n I n s e i n e
Schlosse Martinvast bei Cherbourg ist
der französische Sportsmann Morand
erdrosselt aufgefunden worden. Von
den Thätern fehlt jede Spur.
E i
n
e u s e
Der StaatS'Anzeiger, Rngby^ No. Dak., ben 30. Juni. 1910
Anstand
E i n y i s e s o e i n
geäschert. Das Dorf Mit Taher
in der Provinz Dakahlieh ist ein
Raub der Flammen geworden. Neun
zehn Eingeborene sind verbrannt.
6,000 Personen sind obdachlos. Das
Feuer soll durch d:e Unvorsichtigkeit
eines Eingeborenen entstanden )ein,
der Fische briet.
Mord
an
einem achtjäh-
rigen Mädchen. Aus Geldgier
hat in einer Ortschaft der Mark ein
16-jahriger Bursche ein achtjähriges
Kind ermordet. Es wird darüber ge
meldet In Perleberg wurde aus
dem Bahnhof der 16-jährige Arbeiter
Uebel aus Kremmen verhaftet, der
in Dossow die achtjährige Tochter des
Schlächtermeisters Schröder ermordet
und 1000 Mark geraubt hat.
alsSpion
verhaftet. Georg Pretnedfe
wurde verhaftet, weil er sich in der
Nähe der Patronenfabrik Bruyères
bei Sèvres in verdächtiger Weise auf
hielt. Preinecke entfloh, als er den
Polizeikommissar aus sich zukommen
sah. Er wurde bereits seit mehreren
Tagen beobachtet. Bei seiner Verhaf
tung gab er an, Mechaniker zu sein,
und zur Zeit keine Beschäftigung zu
haben.
Der Karneval von Bu
a e st. Die Bürgermeisterei und
die Stadthauptmannschast von Buda
pest verliehen dem Impresario Chas.
Müller die Konzession zur Abhaltung
eines Karnevals in der ungarischen
Hauptstadt, der mit Nizza konkurri
ren soll. Die erste Veranstaltung die
ser Art wird im März 1911 erfolgen.
50.000 Kronen sind als Preise für die
originellsten Masken und Dekoratto«
nen ausgesetzt. Man erwartet davon
eine große Wirkung und starke He
bung des Fremdenverkehrs.
e v o v e A e n a a u
e i n e n S e n o a e n v e
e i n. En mysteriöser Ucbersall wurde
auf einen Stenographenverein aus
Königshütte verübt. Die Mitglieder
eines Königslutter Stenographen
verein« hatten mit ihren Angehörigen
einen Ausflug nach dem Gasthause in
Gieschewald unternommen. Auf dem
Riicfiwge feuerte ein Mann, der sich
im Dickickt versteckt hatte, mehrere Re»
voloerschüsse auf die Gesellschaft ab.
Dad-.'i wurden .ymei Damen schwer
verletzt, zwei weitere Damen und
zwei Herren erhielten Streifschüsse.
Der Thäter ist unerkannt entflohen.
V e n n i s v o e V e
w e ch s u n g. AusKiel meldet man:
Der Oberwachtmeister Schmidt von
der kaiserlichen Jacht „Hohenzollern"
wurde, als er sich aus dem Rückwege
von seiner Wohnung zum Schisse be
fand, in dem Stadttheil Garden von
einem Mädchen mit einem Revolver
angeschossen. Er erhielt drei Schüsse
und wurde schwer verletzt die Thäte
rin richtete dann einen Schuß auf sich
selbst und wurde bewußtlos irt ein
.Krankenhaus gebracht. Der Ueber«
'fallene gab im Lazarett an, daß er
das Mädchen gar nicht kenne, und an
scheinend eine Verwechslung vorliege.
Man fand bei dem Mädchen einen
Gutschein einer chemischen Reini
gungsanstalt inDiisseldorf. sowie meh
rere Fahrpläne über Eisenbahn
strecken zwischen Düsseldorf und Kiel.
e E o e s e i i
Haufe Erbach. In dem neuen
Prozeß um die Erbfolge im Hause
Erbach, bei dem es sich hauptsächlich
um die Frage handelte, ob der Erb
gras bei der eingegangenen Ehe mit
dcr Wäscherin Dora Fischer geistes
gestört war oder nicht, hatte die Gat
tin des Erbgrafen das Zeugniß ver
weigert. Durch ein Zwischenurtheil
hat das Landgericht in Darmstadt
jetzt Tora Fischer zur Zeugnißaus
sage verpflichtet. Das Gericht hat
sich auf den Standpunkt gestellt, daß
das seinerzeitige Urtheil des Frank
furter Gerichts rechtskräftig ist, das
die Ehe des Erbgrafen für nichtig er
klärt hatte. Dora Fischer könne sich
also auch nicht auf die Wohlthat der
Zeugnißverweigerung berufen. Die
Kosten dieses Zwischenurtheils hat
Dora Fischer zu tragen.
t) st e i ö s e o i n r
schau. In einem Hotel in Warschau
wurde der 17-jährige Gymnasiast
Stanislaus von Chrzanowski ermor
det aufgefunden. Es besteht der
Verdacht, daß der Knabe, der ein
großes Vermögen zu erwarten hatte,
von einem Familienangehörigen we
gen der Erbschaft beseitigt wurde.
Der Untersuchungsrichter ließ den
Schwager des Ermordeten, hen Gru
fett Bogdan Ronikier. unter der Be
schuldigung, an der Ermordung mit
gewirkt zu haben, verhasten. Der
Hotelbesitzer gab an. daß der Graf
für den jungen Chrzanowski ein Zim
tner im Hotel gemiethet habe. Der
Graf stellte dies, in Abrede. Er ver
wickelte sich jedoch bei seinem Verhör
in verschiedene Widersprüche und ver
mochte nicht die Behauptung zu ent
kräften, daß Hautabschürfungen, die
er auszuweisen hatte,
von
dem bei
dem Ueberfall sich wehrenden Gym
nasiasten herrühren. ...: V
&
FranzösischeEhrung
scher
Kunst
deut»
Ter. Die französische
Regierung hat dem Präsidenten der
Akademie der Künste Professor Ar
thur Kampf das Kommandeurkreuz
der Ehrenlegion, dem Ersten ständi
gen Sekretär der Akademie Professor
Dr. Amersdorffer. sowie dem Mit
glied der Akademie Professor Hans
Herrmann das Ritterkreuz der Eh
renlegion und dem Inspektor der
Akademie. Rechnungsrath Schuppli,
die Palmes AcadémiqueS verliehen.
a s i i i V i e w a
gen. Eine Militärfrage eigener Art
beschäftigt die bayerische Presse. Als
das 22. bayerische Jnfanterieregi
ment vor kurzem in Viehwagen von
Zweibrücken nach dem Truppen
Wungsplatz. Hamelburg gebracht
wurde, sprach man in der Bürger
schaft die Befürchtung aus, daß viele
Solduten unter der Hitze in denVieh
wagen leiden würden. Nach Privat
nachrichten, die jetzt München ein
getroffen find, soll ein Reservist be
reits gestorben sein, fünf Mann sol
len schwer, zwei leicht erkrankt fein.
E i n z u s e o n e
ner Scheck. In München hat sich
der bulgarische Student OrcsTow er
schossen. Qreskow, ein sehr fleißiger,
aber armer junger Mann, erhielt alle
zwei Monate von einem hohen bul
garischen Offizier eine Unterstützung
von 500 Mark. In diesem Monat
aber blieb der Scheck aus. Qreskow,
der völlig mittellos war, griff in fei
ner Verzweiflung zum Revolver.
Gleich darauf traf der Scheck ein. Die
Post hatte dem Studenten die Anwei
sung in seine frühere Wohnung zuge
stellt, wodurch eine längere Verspä
tung eingetreten zu sein scheint.
E i n i e a n k i e
Wie man aus Solothum meldet, ist
der dortige Bankier Brunner-Favre
flüchtig geworden. Er wird wegen
Betruges und Fälschungen steckbrief
lich verfolgt. Er hat auf den Bör
senplätzen Zürich, Basel, Frankfurt
a. M., Genua, Poris und London
große Spekulationen ausgeführt, die
in die Millionen gingen. In Zürich
stand er hauptsächlich mit der Firma
Hofmann & Co., in Frankfurt mil
Furth & Pfeiffer in Geschäftsverkehr.
Ueber d.»§ Vermögen Brunners, der
angab, er reise nefti) Frankfurt, und
Sann /.'rschwand, ist bereits Konkurs
Verhängt worden, er dürfte sich nach
Amerika begeben haben.
Z u V e a u n e s i
lenischen Konsuls und Ban.
kiers Rudolf Birkner in Nürnberg
wird noch geschrieben: Die Bilanzver.
schleiernngen sind nicht bei den Isis
werken, A.-G., sondern bei der frühe
ren JsiSwerke G. nr. b. H. vorge
kommen. .inml Btrfrter gehörte zn
den Gesellschaftern der Isiswerke G.
m. t. H. (fr ist von der JsiSwerke
A.-G.. mit seinen Genossen wegen deS
bei der Gründung der Aktiengesell
schaft mit Hilfe dieser Bilanzv.'r
schleiernng begangenen Betruges zur
Anzeige gebracht worden, und wird
von der JsiSwerke A.-G. wegen
Schadenersatz in Höhe des gestifteten
Schadens belangt.
a s n e n e E e k i
z i s w e k i n I a e n
Das Münchener städtische Elektrizi
tätswerk an der Zweibrückenstraße ist
durch eine Feuersbrunst. die infolge
Kurzschlusses entstanden war, fast
völlig zerstört worden. Der Schaden
wird ans eine halbe Million Mark ge
schätzt. Ter Straßenbahnverkv'hr und
die Beleuchtung erlitten theils voll
ständige Unterbrechung, theils große
Störungen. In Brand geriethen, wie
von anderer Seite gemeldet wird, der
Dachstuhl des großen Maschinenhau
ses,
die Holzverschalung des Maschi
nenraumes und die dort unterge
brachten Geräthschasten. Die großen
Dynamomaschinen und die Kabellei.
tungen wurden stark beschädigt.
i o e v o e u
gendgericht. Wegen Giftmord
Versuchs und Beihilfe dazu hatten sich
vor dem Münchener Jugendgericht
zwei vierzehn- und fünfzehnjährige
Fürsorgezöglinge zu verantworten.
Beide waren in der Zwangserzie
hungsanswlt. Notenfeld internirt.
Wegen mehrerer Strafen, die sie von
dem Anstaltsleiter erhielten, waren
sie aus den Bater Mayerhofen nicht
gut zu sprechen und schütteten ihm
Salzsäure fi ein läschchen Wein.
Der Vater genoß davon nur wenig,
und erkrankte nur leicht. Der vier
zehnjährige Zögling wurde wegen
Mordversuchs zu sieben Jahren, der
andere wegen Beihilfe zu drei Jah
ren Gefängniß verurtheilt.
i e e z w i s e n 9 1 i n
berg und Mü'nchen. Aus
Nürnberg wird gemeldet: Im Ver
waltungsausschuß des Germanischen
Mussums, der hier tâgte, und dem
auch Herr v. Tschudi als Verwal
tungsausschußmitglied beiwohnte, ist
wegen des Austauschs von Bildern
zwischen der alten Pinakothek und
dem Germanischen Museum ein
Uebereinkommen erzielt worden, nach
dem durch das Entgegenkommen des
Direktors v. Tschudi die Meisterwer
ke der altdeutschen Schule dem Ger
manischen Museum erhalten bleiben,
während Werke der alttranzösischen
und altnioderländifchen Schule an die
Pinakothek zurücksallen. Mehrere
altdeutsche Meisterwerke, darunter
solche von Dürer und Holbein, wer
den dem Germanischen Museum zur
Ergänzung auS bei Pinakothek
überwiese».
f'fr
•ist*"*.
1"
5 k*
Dee
den Arbeits-Schuhe un-
terworfen ttnb in diesem Zweige bet1
'Schuhmacherei stehen wir cinziq da.Far
mer, Bergleute, Holzfäller, Handwerker,
kurz Arbeiter jeder Art haben ausgefun
den, daß
MAYER Arbe&s-Scfauhe
doppelt so lange Tiallctt cI3 irgend welche
anderen. Sie sind durch und durch fräs#
tig aus stärkstem Obcrlcder r.r.b zähcstcm
Eolillcder gemacht. Ihre Widerstands
kraft und Dauerhaftiglcit sind unerreicht.
Wenn Ihr SumfcTet sie nicht führt, schreiben
Eie uns. Ächten Sie ouf die Mäher Schutz«
marie in der Sohle.
Rtci. Wenn Gie uns den Namen eines
Hcindlers senden, dcr ilKcbcc Arbeits Echuhe
nicht führt, senden toic Ihnen gratis und vorto
frei ein schönes SMiö bun Georg 5Kushingten—Grö
hc irx20. Wir fabrNicren ferner Hnnorbilt'
Echuhe, ..Leading Lady" Schuhe, »MarthaWawiNK
ion" Komfort Schübe. „§)crma Cushion"
Gliche u. „Cpecial Merit" Schul-Schuhe.
F.
Mayer Boot&Shoe
ChaS. Turk, alleiniger Agent für Rugby und Umgegend.
$100,000 verschwunden.
Schritte zur Ausfindigmachung
eines im Jahre 1867 gesammelten
Fonds von $100,000 zur Errichtung
eines Monuments für Präsident Lin
coln sind eingeleitet worden. Von
den leitenden Persönlichkeiten der da
maligen Bewegung befindet sich nur
noch der Senator Shelby M. Cullom
von Illinois unter den Lebenden.
Der Senator erklärte, nichts über den
Verbleib des Geldes zu wissen, außer
daß alle Summen in die Hände des
damaligen Schahmeisters der Verei
nigten Staaten, F. E. Spinner, über,
gegangen sind. Es sind bereits Ver
suche gemacht worden, diesen Fonds
aufzustöbern, bisher aber ohne Er
folg. Sollte er aber doch noch gefun
den werden, so wird die Bewegung
zu neuem Leben erweckt werden, da
Washington noch immer fein Monu
ment Lincolns besitzt.
Lanb-Bargains
in Bottinean County, 9t. D.
IRugbt "R. Dak.
Arbeits-
Härtesten Probe
auf Dauerhaftigkeit wer-
Ca
MILWAUKEE, WIS.
..Fleischliebhaber..
«nd Freunde guter Wurft
finden in Jos. Paa's Fleisch laden
Umgezogen
^H|tir verzogen in unser neues Quartier, gegM
IM über dem früheren Geschäftsplatz, und find
nunmehr in der Lage, unsere Knndeu
prompt und zufriedenstellend bedienen zu können.
Frische Fische
Wir erhalten Sendungen frischgefangener Fische
am Dienstag und Donnerstag jeder Woche und
erwarten mit Freuden hie Austrüge des Publikums.
Frisches Fleisch
Wir haben die größte Kühlkammer-Anlage in diesem
Theile des Staates soeben eingerichtet. Dies er
möglicht es uns, große Mengen frischen Fleisches
aller Sorten während des Frühjahrs und sommers
e s n i a n a n z u a e n
Hormel'S Dairy Brand Schinken und
Epeckseitcn, die besten im Markte, stet^ auf Lager.
Zfham's Fleisch-Laden
Lynn Jsham, Eigenthümer!
Telephon Rr. 77 Rugby, R. Dak«
.h"
iSÜÜ'
in
Sykeston alles was ihr Herz begehren
mag auch die schmackhaftesten Schin
ken und Schultern.
Bezahle die höchsten Preise
für Vieh, Schweine, Geflügel u. s. w.
Ich lade meine deutschen Landsleute
ein, mich zu besuchen.
28) Jos. G. Paa, Sykeston, N.D.
Sendet Verwandten oder Freunden
im alten Baterlande den Staats-An
zeiget auf ein Jahr. Der Preis des
Blattes in's Ausland beträgt nur $2.00
jährlich, ganz abgesehen von der hüb?
schen Prämie, welche wir verschenken
und der Freude, welche dadurch Ber
wandten und Freunden bereitet wird.
ausgezeichneten Landes, fünf Meilen südöstlich von Sou
ris gelegen, etwa 42:1 Acler unter Mnltur, 45 Acker Heu­
land, (30 Acker Viehweide, und etwa Acker eingezäunt. Gebäude: Wvvnliaus
26 dei :-S0 bei lü und Aul au 14 bei 10 bei lo, Tcunpsheizung, Wasserbehälter im
Steiler, ausgemauert, angestrichen, in erstklassigem Zustande. Stallung: 4 bei 30
bei 10 und L«! bei 4 bei 8, starke Fußboden uiib Stände, alles in bestem Zustande.
Zwei Getreide-Magazine, 14 bei 1(3 bei s, Bretterdach, 10 bei 24 bei 10, Schindel
dach. Hichnerhaus 10 bei 24 bei 12, Schindeldach. Brunnen, gutes Wasser, klei
tier Teich in der Viehweide. Preis $35 per Acker. Ties ist eine der besten Far
men im County. Ein Bargain!
i
Hfl Ösrfl*!* ausgezeichnetes Land, vier Meilen nordwestlich von
-t:\MF Souris, 300 Acker unter Kultur. Gebäude kosten 52,500.
Ties ist eine prachtvoll eingerichtete Farm. Preis $32 per Acker. Beseht euch
diese Farm!
vortreffliches Land. 2% Meilen von Landa. 250 Acker
unter Kultur, gute Gebäude am Platze. Preis $32 per
Acker. Besseres Land ist nicht zu finden.
Wir haben den Verlaus dieser Farmen aus kurze Zeit nur übernommen und
garantiren, daß das Land ausgezeichnet ist. Wegen näherer Einzelheiten wende
man sich an
Der Stasts-Rnzeiger

A A A A A A A A A A A A A A A
volvirt.
U n e w ö n i e S n e i
A A. A A A A JL A A A ALA A.

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