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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, August 18, 1910, Image 2

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I
2.
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Writs) an Verwandte,
A-clde
feiner Arau fofort Rubel
xsdi
XAii
0*+++++++++++*+***+++*•4"Ho rend der Erntezeit noch beständig in
tlllâ Wtlftlrttth »Heilerer Gefahr, denn schon in den
*111? «rUlfjlflllU« ersten (mitctaiu'it stellte sich Haqel
04"i"M lucttCl' ein. »llll ^OI'mittag des 28.
Zur Beachtung: "umt erhub fid) ein böscc- Wetter ge
für Da* «latt ober Mulel) unter'' liiidilan öcr qi'lt SitbCU NNd befllttc sich bald 1111=
Seriaisbtroitfn bei unseren Morreiponbrnten riiMaft' ,„»,,„1*: ,„,s
ieu, welche berechtigt fittb, l«clber für uns zu faffiren. lUlPQltlillNt vylOOllllll HNO Utt-
geivählte tirämie luirb ihnen baun prvmpl zuge- mifhörlichcin ^litZCll Über IIUKTC ACl*
ianbt. lycitelluuncn auf ober •{ahluiiflcn für das «»lili'iiiujuu ufciu um "«I
sölatt sönnen jederzeit gemacht werden, denn wir der 011
v.
nehmen iWetifUuuciin iebeneit entflinen. l'eute alio,
roeld)r bas yiati in Minfilnnb Veftellen ivollen, mögen /Vi HCt)t|tO|,
Nch getrost au unU'rc »orrefjjoubeuten dort wenden.
iCt*
dtt Sache wesentlich zu erieicliUrii. mit .VOiU'l Vermischt, welcher UN 1UCI
Tie Geschäftsführung.
mit Hagel uermiiebt war und die
bei, doch ist
ev
nod) viel größer ist. Someit biv je ist aiiv^ haben wti ja tchoit seit etwa
besannt, wurden ge^en :»,)()() rest'ja« ^inoni .v^lVv telegiophnche ocilnit*
tin Sommerweizen, .vofer und
Vier-
m,t
nheiter erhält sie bis zum IN. ^ahre ^iv,t
allmonatlich elf Rubel. Tas
Mann aus so schreckliche Weise
verlieren.
x\m x\ahrv
Kaum einen Monat in der Stadt,
stellte es sich heraus, das er einen
ched am
22.
heimsuchte. wurde früher schon be-
Special Korrespondenz.
sOlIl5
mcbvrbronntc
e n
1
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ste vernichtet. »^ârtv gehen sann.
Alles stand in schönster Pracht und,
tl'Of Oltu) CtltClt
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„i s. r\t
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nllCy mit
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Jeder war zufrieden mit der vielver- leile. der im Anihialn Vom ^chla-
bcflomi am 21. ^imi. Wir hatten ei- ^ncs-recht plötzlichen Todes starb,
neu erfrenlidieii Anfang, aber das ^^oii moigeitv beim XliifiteheiMiihl'
Ende war im. so trciitvigvr.
tl!
vr
A-reimde
und
Bekannte, sowie an die ^eser
Blattes im Allgemeinen. !c.v machte )tch trotz des Nnwohl
Christ tau 3d) w a b. ^ins trith ans die gliche Er kaufte
and) eine» Obstgorten und begab nch
1
Tie Eholera grassirt in Riis land! A»f dem Heirathsniarfte stehen
und fordert täglich unzählige Cpfer. der Wittwer Balthasar Borschnick
Möge der liebe htott dieser Seuche! lind eine Wittwe aus Aronzfeld, de
bald Einhält thun. reit Namen ich nicht ermitteln konnte.
Wie die meisten VMcr wohl wis- Oku[j au die Redaktion und an
sen. ist meine Hei math in Selz, aber alle
X?efcr
des Blattes.
ich diene als Soldat und deshalb Ludwig Stroh.
kommen meine Korrespondenzen ans
verschiedenen Crteit. Am -. vuui Tpczial-Äorrespimdenz.
zogen nur zur Uebung our s Aeld:
und bei derselben stürmte ein ^oldat S e a ii o a, (Woim. Eherson)
vom Pier De und mar auf der Stelle ^en 7
todt. Seine Beerdigung hat bereits ,x
stattgesunden. Ter
x.\'asd)talitif
!s
VI,' Oils
Olli
V)ntttO
"^Ol'
SEBit erlaiien biefe yintiiudi.iuiiq, um ben beuten bort iuiuiiuiuimu. ui ''Iii ui um nun
NeoeN
lUOf
stoi't'
Uiüfroifc der frucht schadete.
Vlud) im* Welidiforii wurde ans ver=
Epc.',ial-.^orrcsp0ttden.',. fchicbcitcn Plöven fdiliiiini ,puierid)=
tot, unsere (tieiieui) eingeflossen.
Wolkow, (Gouv. Cherson) Audi in den Weingärten richtete der
den 2J). viiuii. Hogelschlog bedeutenden Schaben
Am 2(5. vittii wüthete in dieser
anv 4
lner Regen, der stort
..
Gegend ein Unwetter, welches gro-: o sl'-1.rt^l' 1U -,CV ~7
szen Schaben anrichtete. Unter Ijef* }m i tuliarten utrch Sclcfliapl) ner»
tigern Wind fiel
^ndeu und im, mit dem ^eitgeiste
n
VX' f.11,
Ernte vernichtete. Ter Schaben be uuieier ^ostUotion -elz ein -u'legia*
läuft Iidi nod) ungefährer Schätzung f/
!'l
a i n
auf ad),vg biv neunzig Tausend Ru- ^e .-\ -1 ltv 1a^
.mm. ^uch aus
vtiiflcvichtct ttwueu. xte
leicht möglich, das er ^ar über nniet ,velb. Von ^tras.
lin
lchc^cilc vor-
.1- ^iU vernarb ^udivig
J'* "'"vvh!, ichentte der ^ache
CI1UI
des
^vettere V eaditiing. ^err
"a'"^ war ein eifriger Obuhand-
dornt nod) Hause, von seiner A-ran
das Morgenessen verlangend, wel
ches sie ihm zubereitete, während er
I a s i o 1,^ lGonv. Eherfon) sich in der Stube niederlies Als die
den .»(). ^uni. Ai'nu das Essen fertig hatte und in
Tie seilte hier sind emsig ans dein die Stube Farn, ihn zu rufen, fand sie
beschäftigt und die Ernte wird ihn ganz bleich dastehend. Noch ehe
bald beendet sein, ^ch dense, bis fragen konnte was ihm fehle,
zum 10. ^sitli wird audi mit dem stürzte er zu Boden. Es wurde so
Treidieit begonnen. Es wurden vivle fort zum Arzt und Priester gefahren,
neue Treidmtaid)ineii angeschafft aber iirztlidie Hülfe war hier verge
und audi Herr Peter Zbomas schaffte hens, dornt er war noch wenigen Mi
iid) eine neue an. ^d) wünsche ihm nuten eine deiche. Am 27. Juni
viel (Elites und Erfolg. wurde er beerdigt.
sandte Obwohl id) hier als ältester
Mronsgartiier immer sehr viel Ar­
1,n^
hvn
U1
Mauit fletöbtet hatte. Er wurde aus den an der Blatter- und Trauben
ein Csahr und
iedjv
Monate av* krankbei:.
siungshast verurtheilt, verbüstte die WvUchkorit und Martoffel stehen
Strafe, starb aber am 'JH. ni., prächtig in ihrem frischem Wriui. Tie
(Ueber Sturm und Unwetter, wel
ll*1'
^sinti (^t oszliebenthal ^âion ant h.
mc'ic
hätte gerne die Adresse des er allenthalben das klappern
Herrn Johannes Bolt', welcher aus:
bvr
Blumenfeld ltadi Amerika answan- der /viihrlcitte und den heite
derte. Bitte teilte Adresse an utei-!ren der Arbeiter'und Arbei
nen Namen nach Selz zu senden. Irinnen. Veim Schneiden der
des Blattes. binder sind hier nur wenige im Ge
e it a d) e r. brauch. Tie Mode, noch alter Weise
111
it der Sense zu mähen, weicht
a ,, ,1 //a u-( V
Tie Ernte begann fd)on am lo., mcntuid)ritmpft.
Juni, das heißt soweit Winterweizen Nun niöd)te id) gerne Herrn Re
mid Roggen in BetrodU foittmeit. bastenr Braubt um Auskunft über
Diese liefern auch einen guten Er-jbeii Aufenthalt meines Brubers Io
trofl, aber bic Hoffnungen auf eine haitites Wiest bitten ititb, wenn er
gute Ernte an Sommerweizen muß- Xiefer bes Blattes ist, mochte id) ihn
ten wir leider wieder zu Grabe tra- bitten, bod) mehr für den Staats
flcn. Nebel und Mehlthou haben. Anzeiger
Zeitig 'Zeit habe, will id)
ld) vni
kommt von der Regierung. Welds ^eV: ^1.'011 ^vv'cht einzusenden, der
ein fdiwerer Sdilag ntitf das für die ^°TfcntIid) der Redaktion willkom
arme Aran gewesen sein, ihren !üs"
paar freie Minuten bettn-
l^-
zu
^vreut uns sehr, lassen
^^e nur^bitte orters^ von sich hören?
llKKS traf ~^°d. etaats-Anzeiger.)
aus Vobkas ein Soldat in Miuiiineff -Lvr Wemubheitszuftaub lästt hier
ein. um dort drei ^ahre zu dienen.
ll,*tc'
wnnschen übrig. In
Weingarten dagegen nebt's nicht
N etil ich aus, denn die Reben lei-
dei lins so gut wie beigelegt,
xuni
111
richtet, deshalb müssen wir diesen allgemein zu beginnen. Weitn
Theil der .Korrespondenz strcidien.— himte der Wanderer in der Abend
Red. Staats-Anzeiger.» stille durch die selber streift, ver-
wurde sie plätz­
Vluslriff genommen, um am
^rittemaschieneu, die fröhlichen
gänzlid) aitv der Mitte der Tent
ilchen nur noch die Runen am nute«
e n
«anbei. (Mouv i|crfonl „rtifl
311
diesen so gesdiädigt, und die Hitze überall sehr verbreitet ist. (Können,
denselben so zusamineugebrannt, baßiba Sie keine Ibee haben,
kaum bie Saat herauskommen wirb. Bruber sich aufholten mag, letber
Alle hatten fid) bieses Jahr ans eine iiid)t sogen, ob er Veser ist ober nicht,
gute Ernte gefreut, aber leibcr ver- boch können uielleid)t bie dieser bes
Gebens. {um Glück gelang es uns Blattes vhitett behülslid) sein. Wer
mit Gottes Hülfe bic Winterfrucht also Johannes Wiest's Abreise weiß,
gut einzubringen, beim biete war mag biese an beit Staate-Anzeiger
schon gut ausgewachsen iiiib schnitz berichten.—Reb. Stoots-Anzeigèr.)
reif, als Nebel ltitb Rost einsetzten— Am 28. ^mti nochts entgleiste bei
sonst wäre es noch schlimmer gewor-! einer Stotion auf ber trcmskospi
ben als es im vorigen ^ahrc war. scheu Bahn ein Passogierzug, wobei
Uiitzsrdeni stand bie Frucht wäh- 19 Mrsmefl Mbtet und U ver-
sWJiZffö'i" V j, .•4
V1.MSS1W1 --cÄ j-iu'f V, "idfr "i. jC. «ui V
touiibet wurden.—Im Gouv. Niko
loiowski wurden ant 29. Juni durch
Hagelschalg 19'23 Dessjatin Getreide
der Bonern von' Bockerberg vernidi
tet. Bei Ufa, im Birsker Ltreis, wur-
den in i24 Törfern durch Hagel 5079
Test'iotiii Getreide vernichtet, -ju all'
diesem Unglück grassirt in Rustland
and) noch die Eholera in besorgnis
erregender Weise.—Am 29. Juni be=
stid)teu uid)t weniger als 2700 Per
sonen die groste Anssielliing in Odes
sa. Seit Eröffnung derselben aber
belauft sich die Gesammtzalil ber .Be
siicher auf rund 212,000.
A ltd) hier in unserem Tiraspol er
ft reis hatten wir in letzter Zeit schwe
re Unwetter und fiird)tbarc Regen
fälle, sobas viele Täimitc burchbro
chen wurden.
Grus an alle Leser des Blattes
und besoubers an meinen Bruber
Johannes. Wenn mein Gesdireibsel
iiid)t etwa tu bett Papierkorb wan
bert, werde id) bei Oklegcrtl)cit wie
der von mir hören lassen.
Teinem Heiland, deinem Lehrer.
Teiitem Hirten und Ernährer,
Zion, stimm ein Loblied an
iltib dein Herz voran?
Preis nach .straften seine Würbe,
To kein Hobstin
ich, feine Zierde,
Seiner Größe gleichen kann.
t'aui soll miter Xiob eisd)allen.
Unser Herz in Wonne wallen—
.Stund werd unsre Aienbigkcit.
Teitit der Tag wird heut gefeiert
Wo alljährlich wirb erneuert
nettes Mahles ^cstlidikeit!
Nod) gar nid)t lange ist's her, daß
untere Bauern (itt Amerika
i'v
Nack)bnrskolonieii arbeiten der-
luäl|el, 6ci
n x^tii. Wirthen das Getreide um den 10.
v,ch habe diesmal zu berichten, oder 11. Theil. Tie Winterfrucht
was ich allerdings schon vorigen Mo- ergiebt bei uns 0 bis 8 Stoppen (eilte
nat hätte schreiben sollen, aber da ftoppe gleich 80 Garben). Unser
wir gerade in der Ernte waren, blieb Wintergetreide hat diird) heißen
mir nicht die Zeit zum Korresponbi-! Sübwiiib sehr an Qualität eilige
ren. büßt Iiitb ber cterit ist arg zusani-
,mjl,,.cn ym|b,
korrespondiren, ber ja
wo
Ihr
,j
Spczial-^orrcspvndenz.
0 ft e i nt, (Gouv. Taurien
beit 11. ^uli.
(Aus ber Molotschna)—Ant 10.
^ititi wiirbe zu unserer neuen &ird)c
ber Grttttb- ober Eckstein gelegt. Auf
bent Banplatze wurde ein Zelt er
richtet und hübsch grün tapezirt, in
welchem unser Hochw. Priester Herr
'ierr das hl. Meßopfer barbrachte.
Nach ber Messe bestieg Pater Hoff
mann einen speziell für diesen Zweck
aufgeworfenen Hügel und hielt eine
Predigt über die Bedeutung des Got
teshanfes. Nad) bietet* Prcbigt nahm
unter Pfarrer ^crr bic Einsegnung
bes Ecksteins vor, nach weld)er auch
er bett Hügel bestieg ltitb eine ermah
nen be Rebe an seine Psarrkiiibcr
richtete.
Nach Beenbigung aller Zeremo
nien gingen bie Gäste, welche sich
trotz bes regnerischen Wetters zahl
reich cittgcfunbcit hatten and) un
sere Nadibarsfolottic Rcichenseld,
evangelischer Moitfeffion. war voll
zählig vertreten in den Speise
saal. wo ein guter Sd)ittaus ber Gä
ste harrte. Tos bobet auch cht wenig
über den Titrtt getrunken würbe, ist
leicht faßlid).
Tos Afoitlcichitcititsfest wurde fei
ernd), wie alle ^ahre, begangen, nur
baß bicsiital, infolge des Tags vor
her gefallenen Regens, die Altäre
nicht auf bie Straße gestellt werben
konnten. Tos Aroitletdmamsfest ist
eines ber herrlichsten der katholischen
Stird)c, bei welchem der Matbolik tei
lten Glauben offen vor aller Welt be
kennt und in tiefster Andacht vor dem
Allcrbeiligucti kniet.
Aarntcr
genannt) bie Saaten bestellten, nnb
nun sind wir bereits ittt vollen htaiv
tie, das geeriitete (betreibe zu dre
fdjeit. Aber, ad), es ist ein mühsa
mes Stück Arbeit mid audi kostspie
lig. denn wir haben immer Regen—
fast jeden Tag Regen. Tos bringt
den Bauern in eine verzweifelte Xia=
gc, denn warnt wird er unter wichen
Umständen fertig? Arbeitern 40
bis 50 Rubel auf den Monat zahlen
und dann nichts befdjirfeu zu können,
ist immerhin traurig, ^.a, ja wenn
mau Einkünfte hat, giebt's auch im
mer hohe Ausgaben. Obgleich die
Anschläge der Bauern über das Ern
teergebniß nicht ganz klappen, giebt
dennoch reichlich. Nämlich Win
terweizen 10 bis 12 und Gerste 18
bis 20 Tscht. von ber'Test'jotiu. Ue
ber Ergebniß ber anderen Get reibe
arten ist noch nichts Bestimtmcs be
kannt, boch werbe id) seinerzeit auch
darüber berichten. Auch Stroh
giebt's übergenug. Ein befriedigen
der Anblick für bic Armen, bemt nun
wirb's Heizmaterial nicht so theuer
wie voriges ^ahr.
Vit .Siottheim haben fid) zwei Bau
ern, bie Herren Bober uitb AuchS,
Gasmotoren zum Treschen gekauft,
welche auf 1900 Rubel zu stehen
kommen. Es ist dies etwas Neues in
Stosthcim.
Hier und in ber Uingegcnb
herrscht unter betn Rinbvieh bie
Maulfäule unb bic .Klauenseuche.
Unter bent Altvieh finb bic Seuchen
int Abnehmen, aber nun bricht unter
Jungvieh nnb Kälbern eine Seuche
aus, welcher in brei Tagen zwölf
Stück zum Opfer gefallen finb. Es
ist bies wohl eine ^olge ber allbe
kannten faulen Zuftaitbc in Rußlonb.
Ter Bauer kümmert sich wenig um
sein Bich. Wirb ein Stück kraus, so
läßt ber Bauer Sieben gcrobe sein
unb läßt es herumftolpern, bis cut
weber bic Natur selbst fid) hilft, ober
bis bas Stück Vieh eleitbiglid) kre
-pivt. Statt sich Rathgsher und HM
zu verschaffen (darunter meine id)
gute Thicrarztbüchcr), verhält fid)
ber Bauer passiv gleichgültig
sie sinb ihm Nebeuiod)c! Aber die
Mode! v»a, die prangt in Holt
heim, unb Herr Avlii' Ebcrlc hat, so
weit bieses Torf itt Betracht kommt,
gründlich geirrt, weitn er meint, baß
wir in biet er Beziehung bunbert.
v.abrc hinter Amerika zurück stub!
Hier in .St. geht alles nach nettester
Pariser Mode gekleidet. Tos kann
man hier Sonntags scheu! Hoch
aufgewolltes Haar, prächtig ge
schmückte
Ai'dcrhütc
und drei Arschin
bintcitnad)raittd)ciidc Schwänze
Pardon, wollte sagen Schleppen
sind an der Tagesordnung! Ja,
ja, ber „Mobns!"
Bis Spätjahr beabsichtigt Herr P.
Scitgcr aus Mariaheim nach Ame
rika aiiszitwaitbcrit. Er würbe ein
schieben gut thun, ben Staats-Anzci
ger zu bestellen, ba er in bieietit Blat
te gar viel über bortige Verhältnisse
erfahren könnte. Auch hätte er in
betn Blatte einen guten
Areuitb
für
Amerika unb Rußlonb. Ta Herrn
Seliger bas Blatt vielleidst nid)t be
kannt ist, möchte id) Herrn Rebafteitr
Braitbt ersttd)cit, ihm eilte Probe
nitntnier zitziit'ciiben. (Soll gerne
geschehen.—Reb. State-Anzeiger.)
Schon vieles würbe in biefem
Blatte über Rheumatismus- unb
Gichtkranke geschrieben. v»d) kann
nun von solchen Leiben geplagten
Personen ein sicheres Heilmittel em
pfehlen, welches bei Herren M. E.
Trauter, Loitboit (Englanb) (58 Shoe
Laue, zu haben ist. AÜr's ^.nlanb
ertheile and) id) auf Anfrage alle
Auskunft, Broschüre, ttiro.
Alle ^cscr bes Blattes grüßend,
zeichnet
Joseph Zeis er.
Vermischte Nachrichten.
IWu» der Deutschen Rundschau für den StaatL-Anzei
qer »usammenaestellt.)
Ans S e a 0 i
e tt.
Einige Bauern finb erst dieser
Tage mit ber Ernte fertig geworben,
atibere hingegen citbigcit schon in bic
t'cr Wod)e bie Trcscharbeit. so baß
bei bcnfcsbcit nur noch ein bisdien
Gerste unb Hofer geblieben ist unb
auch bas nicht bei allen. Natürlich
sinb nur biejcitigcn soweit, bic mit
ber Tamps
breschinaschi ne arbeiten.
Mancher hat sd)on 2, 0—8 Tanscnb
Pub Winterweizen tut Spcid)cr unb
einige wenige schon bis 4000 Pub
verkauft, b. h. geliefert, bemt ver
kauft haben sie schon vor einem Mo
nat, als bic Weizenpreise künstlich
heruntergebrückt waren unb zwar zu
81 .Stop, auf betn Hofe, b. h. zu 85
.Stop, itt Attention, wo heute ber
Preis 1 R. 5 Stop, ist, also ber Pro
buzent verliert ein
AÜitftc!
AÜitfteltt
ge­
hen alle itt eines jüdischen Spekulan
ten Tasche, der nicht säet, nicht erntet,
nicht drischt: doch nein, er erntet
auch, ober dort, wo er nicht gesäet
hat er säet auch, aber die Saat des
Hasses gegen sich selbst. Er war
im Auslande, hat dort die Aussichten
ftubirt, zwei Schiffslabnngcn über
nommen unb baun tin Auto von
Torf zu Torf, ein wenig Gelb gege
ben, „viel iit schäin geräbt". mtb jetzt
reibt er sich seclcnvergnügt bie Hau
be. Ter Michel reibt nnb kratzt and),
aber hinter den Ohren und noch ir
gendwo! Sdjaareti von jübischcn
Maklern mtb Zntrcibern burd)
t"d)inärmen jetzt Siibbcst'arabicit unb
bis zum 1. ^uli haben sie „gemocht
gütc (ktd)ättc" and) ittt Affcnitaiter
.Streite. Wettn sie and) tiidst 20 .Stop,
am „Piib Weiz" hatten, so boch 15,
10, aber jetzt kaum nod) 5, 2, beim
bie Akkerntaitcr Scntstino telephonist
tag lid) bie Odessaer Börsenpreise auf
alle 28 Telephoustationcn, uitb jetzt
steht ber kleine Baiitptjr nnb ber gro
ße Poli)p beut „Goi" fast rathlos ge
genüber.
Tos Telephon, das 80,000 Rbl.
gekostet hat. macht fid) indirekt bnrd)
biefe Maßregeln wenigstens doppelt
bezahlt. Am meisten haben sich bie
Spekulanten aufs Telephon gefreut,
nun ist es bic fchärfstc Waste gegen
sie geworben, betn Bauer aber, ber
sich bcmfclbeu gegenüber gleichgültig
kühl, ober, infolge ber Maulwurfs
arbeit im Nörgelrn, feiublich ver
hielten, ein Born bes Segens. Nur
noch eilte Eisenbahn fehlt. Vielleicht
erleben wir ihr Erscheinen auch noch.
In ben brei süblicheu Kreisen Bessa
rabieus bent Afkernmner, Ismai
ler uitb Benbcrtd)cn könnten sie bei
40 Millionen Pub Getreibe im Laufe
von 4 Monaten beförbern unb 1
Million Rbl. ucrbicncit, bcnit and)
Mais ist au bett meisten Stellen gut
unb wirb immer besser. Dann kom
men 2—3 Millionen Eimer Wein,
bie Zyan trotz Reblaus heuer erwar
ten bars, wenn bie Reben mit Ku
pfervitriollösttttg besprengt finb. Wo
bieses nicht geschehen,ist alles verlo
ren, ber Mehlthau vernichtet alles:
mancher Stock hat fast kein Blatt
mehr uitb auch bie Beeren welken
unb fallen ab.—Tic Leute finb selbst
schulb, wettn sie Unheil trifft, beim
die Akkermaner Semftwo thut und
that alles, um sie zu belehren, die
Kampfesmittel zugönglich zu machen
ober an bic Hanb zu geben. „Wer
nicht hören will, muß fühlen" unb Igen
Ii i
mancher fühlt es nur zu gut, wenn
ihm auf bie Tasche geklopft wirb.
Aus auberen Schlägen, nantentlid)
moralische Dhrfcjgeii, inadjte er fid)
nicht«. Wenn's ihn auck) kitzelt, er
juckt unb kratzt cut wenig, bessert fid)
aber um kein .Haar boch wenn ihn
Berluste treffen, bann paßt er ans
uitb macht es nächstens besser. „Gc
brannte timber scheuen bas Acucr"
mtb „burd) Schaden wirb man klug",
aber nicht alle, beim viele haben beit
schönen Wiutcrwcizcu wieber in Ko
pitzen: ntaitd)c sinb schon stark ange
fault bic .Siopitzctt nämlich, nicht
bic Wirthe uitb wüchsen aus in
folge ber häufigen unb starken Re
gen. Gesd)icht auch recht, bemt sol
che Sachen zu verhüten, stehen in bes
Menschen Kräften. Weint aud) nicht
jcbcrntaitii Garben- ober Selbstbin
der kaufen kann, aber Garben binden
kann er. —Raimund.
0 n i e r. Tes Ocs
tcrett fiitbcn wir in Zeitungen in ei
nigen markanten Strichen bös Leben
eines Theils unserer Brüber in Ame
rika gezeichnet. Tic Teutschrussen
sollen sich in ber neuen Welt tüchtig
bewähren, bas haben wir schon öfters
gehört: imermübliches Streben, ei
serne Energie, Ausbauer itt ber in
Angriff genommenen Arbeit biefe
Eigenschaften zeichnen sie, nach bent
Zeugniß fcrnfteltciibcr Beurtheilet-,
vor allen übrigen Bauern itt Norb=
uitb Sübamerika aus.
Tobci berührt es einen angenehm,
baß gcrobe aus ben sd)wäd)stcu Laub
Wirthen, welche aus unseren Kolo
nien auswanbem, itt Amerika tüch
tige Bauern werben. Wie viele sol
dier Bauern wenn matt sie noch so
lteititett kann weilen itt unsern
Törfern, bic wirthschastlich
rotrtl)td)oftlid)Cit
feiner
1111b
mei-
stentheils aud) sittlich verkommen
finb, bic aber itt andern Verhältnissen
wieder tüchtige Landwirthe werden
könnten! Wer weiß, ob sie in Aute
ri
ko nicht ihr Glück fiitbcit könnten?
Aber eine Uebersieblnug nad) Ame
rika ist ihnen unmöglich. Aus eige
nen Mitteln können sie bas nicht,
freutbc Hilfe wirb ihnen aber nicht
gereicht. Unb so sitzen sie, bie Lanb
losen, in großen Sd)oarcit in unsern
Törfern mtb hemmen vielerorts ben
Anffchwung.
Wie geht es z. B. ittt Kutschurgan
her? Was eine Gcmeiitbc nicht be
ginnt, lim wirthschastlich voran zu
kommen, immer stößt man auf ben
Widerspruch der landlosen EinwoH
ner. Nicht viel besser sieht es im Be
rcsati unb att ber Molotschno aus.
vch möchte bie armen Leutchen btirch
atts nicht verbamittcit: nichts liegt
mir ferner als bas nur bic wirkliche
Sod)loge itt untern Kolonien will id)
schilbern, nnb bie ist traurig, sehr
traurig! Tie Kluft zwischen arm
nnb reid) wirb imitier größer, bic
Aeinbschaft
immer heftiger, bas Zu
sammenleben schwieriger. Man wäre
die Armen gern los, man möchte sie
nad) Sibirien schaffen, bcitft aber
nicht att eilte recht soziale Thätigkeit,
mit ben Armen aufzuhelfen.
Ter „Lanbloic aus betn Großlie
battbolcr Bezirk," ber bic ziemlich
eigenthümliche Honbluiigswcisc ber
Großlicbcnthalcr ..Gewaltigen" schil
dert. hat nicht nur in Hinsicht auf die
(vroßliebentholer den Nagel auf ben
Kopf getroffen. Aud) auberswo geht
es so unb ähnlich zu. Ueber bic Thä
tigkeit ber Laiibaitcr Wolost zu Gun
sten ber Landlosen ließe fid) nichts
Rühmlicheres sagen. Tie Wirthschaft
mit bcni Schäfereikapital wirb eben
vielerorts nad) einer fclbstcrfuitbciteu
„Gerechtigkeit" betrieben.
So geht es. Was hätte man mit
betn Schäfereikopital nicht schon für
die Landlosen thun können? Und
was hat man gethan? Heute müs
sen es die Wolostctt bitter erfahren,
wie richtig doch gesagt wird: mit dem
Ding, au dem mau sich verständigt,
wird matt dann gestraft. Tic Schaar
unserer Landlosen in den Kolonien
will mir als eine Rächersthaar er
scheinen, welche unsere Wolostämtcr
immerfort att oll. die Ungerechtigkei
ten, weldie mit dem Schäfereikapital
dem Kapital der Landlosen!
begangen wurde, ernst und vorwurfs
voll ermahnen soll.
Allerdings könnte manches Un
recht heute noch gut gemocht werden.
Wie? Mehr Gerechtigkeitssinn int
eigenen Kops und mehr Liebe im
Herzen gegen die Landlosen.
Nw wäre.fchöy^
CS n 10 M. K ort), Kreis Ti
raspol, den 5. ^uli. Am 23. ^uni
hat hier die Ernte ihren Anfang gc»
nonitncn. Auch bei uns sowie in der
Umgegend erntet man zum Theil bit-1
tere Enttäuschung ein. Goldene Aus-j
sichten boten unsere Saatfelder, und
frohen Herzens konnte man einer
besseren Zukunft entgegensehen. Tic
Teffjotine versprach durchschnittlich
150 Pud. Aber nun hqt sich die
Sache fast mit einem Male geändert:
der sonst so viel versprechende Win
terweizen wird jetzt kaum 50 Pud ge
ben der Sommerweizen, der Hafer
und die Gerste find etwas besser. Ten
meisten Widerstand hat wohl der
Roggen geleistet. Die Ursache dieser
Katastrophe kann nicht mit Sicherheit
festgestellt werden. Wahrscheinlid)
waren es die vielen Regen, die in der
letzten Zeit niedergingen, nebst eini
schwülem Nebeltagen. Sogar der
tkt,
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Halm hat Noth gelitten: er hat eine
rostgelbe Harbe angenommen und
bricht leicht. Mais, Kartoffeln und
die Trauben find für jetzt schön. Re
gen haben wir jetzt noch wie aud) das
ganze Arühjähr in Hülle und Aülle,
die Viehweide ist infolgedessen sehr
schon, olles blüht und grünt wie im
Mai. der Umgegend herrscht
schon den ganzen Sommer unter dem
Rindvieh bie Maul- uitb Klauenseu
che. Bei uns hat dieses Gespenst bis
jetzt, gottlob! noch seilten Einzug ge
halten. Tafttr herrscht ober schon bas
ganze Frühjahr' eine PferbcfraiikHeit
„Milz- uitb Nicrcnbrottb," ber ein
Pfcrb itad) dein aitbcrit schonungslos
hinwegrasft. Ter hiesige Pfcrbearzt
ist rothlos mtb sagte, dagegen gebe es
keine Mittel. Es ist traurig, aber
wahr.
v
Ein Augen- lind Ohreuzeuge.
a s ch ck, Eupatorer Kreis,
bett !». ^sttli 1910. Alles Getreide
ist bereits abgemäht. Weizen und
Gerste waren zu gleicher Zeit reif ge
worden und zwar etwas schnell, so
baß bas letzte gemähte Gctreibc über
reif imirbc. Turd) bie große Hitze,
welche sogleid) nad) ber Regenperiode
eintrat ist ber Weizen zu schnell ge
reift. so baß ber Kern nicht so gut
ausgefallen ist, wie es bei günstigem
Wetter hätte seilt können, er ist mei
stens etwas geschnurrt.
Ueber bas Ergebniß ber Ernte
kann ttod) sein richtiges Urtheil abge
geben werben. Selbst bic Land
wirthe wogen es iiidst bis dato, ein
bestimmtes Urtheil über die Schä
tzung abzugeben. Stroh und Spreu
geben genügend, man rechnet von 7
—9 Auhrcn von ber Tettjatiiic. Tie
Hitze ist fast unerträglich, bis 35
Grab zeigt ber Thermometer mittags
tut Schatten. Krankheitsfälle find
bis jetzt noch keine zu verzeichnen.
vd) saß gcrobe in meinem Kabi
nett. mit bieten meinen Artikel zu en
bigett, ba kam von Sübwcsten ein
ziemlich starker Gußrcgett mit Sturm
vermischt bahergehraust, ber bent
Mais mtb Baschtait uod) zu gute kam.
Wal)rtd)ciitfich wirb bic Hitze nach
lassen und die Luft etwas kühler wer
ben, bemt sie ist eine Last für Men
schen mtb Viel).
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