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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, September 08, 1910, Image 7

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

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I n a n
E s e a u s e A s e e
Wiederaufbau der jüngst niederge
brannten Stadt Heinemann, Wis., ist
bereits in Angriff genommen worden.
Die Ruinen sind beseitigt und bald
wird die Stadt in altem Glänze wie
der dastehen. Ein schönes Zeichen von
Thatkraft und Vertrauen. Die Ein
wohner hatten so ziemlich Alles Der
Ioren.
u a v o n e k o e n
Einen elektrischen Schlag von 20,000
Volts am Vormittag zu erhalten und
-Nachmittags wieder Billard spielen
zu sönnen, dieses Glück im Unglück
passirte Elliott McMillan aus
Platteville, Wis. McMillan blieb
nach imn Unfall einige Zeit bowußt
los liegen, und man hielt ihn
für todt. Später aber erholte er
•ftch, und hat außer Brandwunden
Händen und Füßen keinen weite
ren Schaden davongetragen.
I n N o E i n e a u i e s
Bild von der Lage der Arbeiter in
der durch den Tarif angeblich zum
besten der Arbeiter hoch beschütz
ten Wollenindustrie entrollt folgende
aus Providence, R. I., kommende
Meldung: ..In großer Zahl verlas
sen Arbeiterfamilien die Ortschaft
Olneyville infolge der durch Ein
schränkung des Betriebes in den gro
ßen ^ßollenspinnereien eingetretenen
Arbtts losig keit. Von denen, die hier
bleiben, befinden sich viele in bitt?«
rer Noth, da ihre Sparpfennige schon
längst aufgezehrt sind."
E w a s u n a u a E i n
Sprichwort sagt, „Wer Pech hat, stol
pert im Grase, fällt auf den Rücken
undbrichtdieNase".So ungefähr ist es
einem Manne in Arizona ergangen.
Obgleich die Temperatur in Marico
pa, in bet Prairie von Arizona, 105
Grad im Schatten war, ist dort ein
Mexikaner erfroren. Eine Wagenla
dung Eis wurde an dem dortigen
Perron des Bahnhof ausgeladen und
mit dicken Matten zugedeckt. Unter
diese Matten frech der arme Mann,
um Ruhe und Kühlung zu suche,t
und zu finden. Am Morgen fand
man die steifgesrorene Leiche.
V e e i e e S e s o
Edward Lennon, 40 Jahre alt, ein
Farmer, #toei Meilen von Portage
wohnend, legte, nachdem er über eine
Stunde Tür tobt gehalten war,r vor
dem Distriktsanwalt ein Geständnis
ab, wodurch das Geheimniß der Er
mordung des County Landstraßen
kommissärs Timothy McMahon auf
geklärt wurde. Lennon hing im
Stalle seiner Farm, als der Sheriff
Doughton nebst Gehilfen diesen be
trat. Wenn die Beamten einige Mi
nuten später gekommen wären, so
hätten diese ihn todt aufg^fniidi'n.
Lennon gab zu, das Verbrechen be
gangen zu haben, aus dem Grunde,
weil McMahon seiner Bewerbung um
eine seiner Töchter nicht geneigt war.
Als der Sheriff und seine Gehilfen
den Stall betraten, baumelte Lennon
anscheinend todt an einem Balten. Er
wurde schnell abgeschnitten und t'am
bald wieder zum Bewußtsein.
i s u i e e v ö k e u n
ies aus der Vereinigung ver Schwe
sterstädte hervorgegangenen Groß
Pittsburg ist nicht in dem erwarteten
Maße, gewachsen, trotzdem seit der
letzten Volkszählung mehrere Bo
roughs angegliedert wurden. Die.
schreibt das dortige „Volkslatt",
welche sich Hoffnung auf eine mehr
stattliche Zunahme machten, haben je
denfalls einen gewichtigen Umstand
übersehen. Pittsburg hat im Verlauf
der letzten zehn Jahre mehrere indu
strielle Anlagen verloren, welche nach
anderen Orten übersiedelten, wo Koh
Ien oder Gas und Erz leichter und da
her mit geringeren Kosten zu beschaf
fen sind. Natürlich zog eine Menge
Arbeiter und deren Familien mit.
Wenn eine Stadt auf ihr Wachsthum
bedacht fein will, muß sie auch der In
•bustrie und dem Han-del Vortheile zu
bieten vermögen. Es fehlt an dem
rechten Ansporn. Kanal- und Strom
regulirungsprojette wurden zwar
wiederholt in's Auge gefaßt, aber ihre
Verwirklichung läßt schon zu lange
auf sich warten.
E e s e i u n e n V o n e 1 2
Gheschilehungen, die in diesem Lande
erfolgen, jirtdet eine mit der
Scheidung ihren Abschluß. Das ist
das Ergebniß einer vom Zensusbu
reau veranstalteten Erhebung. Im
Jahre 1870 kamen auf je hunderttau
send Bewohner des Landes achtund
Uwanzig Ehescheidungen, gegenwär.
tig sind es dreiundsiebzig. Das nur
mäßig zivilisirte Japan ausgenom
men, gibt es in der ganzen Welt kein
Land, in welchem Ehescheidungen auch
nur annähernd so zahlreich sind, wie
in den Vereinigten Staaten. In Eng
kand kommen auf je hunderttausend
Bewohner nur zwei Scheidungen, in
Italien drei, in Schottland vier, in
Deutschland fünfzehn und in Frank
seid) dreiundzwanzig. Ehescheidun
gen sind demnach bei uns reichlich
dreimal so zahlreich, als in Frank
reich, ungefähr fünfmal so zahlreich,
als in Deutschland, und sechsunddrei,
fciflnial so zahlreich, als in England.
Die Ehescheidung wird aber auch in
den Vereinigten Staaten leicht go
mackt.
K o s e n e i e K o e n e i
Lone Rock, Wis., singen 500 Tonnen
Kohlen, die berBahn gehörten, Feuer,
und um desselben schnell Herr zu wer
den, gab die Bahnverwaltung die
Kohlen Denjenigen frei, die beim Lö
schen des Feuers helfen würden. Aus
einer Entfernung bis zu 15 Meilen
kamen nun die Farmer herbei und
holten sich ihren Antheil Kohlen,
ES währte nur wenige Tage, und die
ganze Masse der Kohlen war ver
schwunden.
S o n n a s z w a n g. Waukesha,
Wis., war am Sonntag eine ge
schlossene Stadt soweit wenigstens die
Saloons in Betracht kommen. Ob
heimlich hinter die Binde gegossen
wurde, bleibt eilte offene Frage, aber
schlimm kann es nicht gewesen sein,
denn keine einzige Verhaftung ist ge
macht worden. Die anderen Geschäfte
waren offen, und die Saloonbesitzer
haben ihre Drohung, auch diese wegen
Bruchs der Sonntagschlußgesetze ver
haften zu lassen, nicht ausgeführt. In
den Kirchen wurde sowohl am Vor
mittag wie am Abend das Vorgehen
von Mayor Love gepriesen.
a n e a n S a v i e
Das statistische Burau stellt in einem
Vergleich mit den Zisfern des vorigen
halben Jahres einen Rückgang an
Schlachtvieh fest, bei Schweinen um
25 Prozent, bei Rindvieh um 6, bei
Schafen um 11 Prozent. Dabei hat
der Export gewaltig abgenommen, ist
von 200 Millionen frisches Rindfleisch
auf 75 zurückgegangen, so daß sich
nicht sagen läßt, daß das
Ausfuhrge­
schäft auf Kosten des einheimischen
Konsums begünstigt worden sei. Der
Abnahme scheint der Preisaufschlag
nicht unverhältnismäßig zu entspre
chen, und dabei ist eine stetige Zu
nahme des Bedarfs zu konstatiren.
W e e n e i n e K e i n i
keit. Ms Resultat eines Streites
über das Gewicht eines mit Cokes
beladenen Schubkarrens ist John
Vaughn, ein 50 Jahre alter Arbeiter
der Gaswerke in Madison. Wis., todt
und Lule Britts. ein anderer Ange
stellter, unter Arrest, angeklagt des
Todtschlags au seinem Genossen. Der
'Streit endete in einem Faustkamps,
wobei beide in den 18 Fuß tiefen
Fahrstuhlschacht fielen, und Vaughn
so schwer verletzt wurde, daß er noch
in der Nacht daraus starb. Britts
erklärte, daß Vaughn der Angreifer
war. Die Frau des letzteren starb
vor zwei Wochen, und nun stehen die
vier Kinder elternlos in der Welt da.
S o n v e k a e n V a
ter.' Eine Klage, wie sie die Gerichte
nicht häufig beschäftigt, wurde in
Louisville von dem minderjährigen
Sylvester Kundert durch seine Mutter
gegen seinen Vater Fred Kundert an
gestrengt. Deren Zweck ist. Letzteren
zu zwingen, wöchentlich fünf Dollars
für den Unterhalt des Klägers bei
zutragen. Dieser behauptet, feine
Mutter habe in den letzten vier Iah
reu für ihn gesorgt, mit der Alts
nahme, daß der Vater drei Dollars
die Woche bezahlt habe. In den letzten
sechs Wochen sei aber auch dieser Be
trag ausgeblieben. Kläger, welcher
angibt, daß seine Eltern' im Juni
1909 geschieden wurden, verlangt
auch, daß sein Vater verhindert werde,
in der Stadt belegenes Eigenthum
im Werthe von $800 zu verkaufen.
a i s e n z o e n A e E
Schmittay, Distriktsanwalt von Ma
rinette County, wurde durch eine Ent
scheidung des Richters E. Ray Ste
vens von der Anwaltspraxis ausge
schlossen. Schmittays Lizens wurde
bereits am 27. Juni zurückgezogen,
aber trotzdem setzte er seine Anwalts
praxis fort. Er soll früher verschiedene
Male sich geweigert haben, gerichtli
chen Ordres Folge zu leisten und
feine Klienten unehrlich behanidelt ha
ben. Bei einer Gelegenheit soll er eine
Fälschung begangen haben. Schmit
tay erlangte Notorität durch seinen
Angriff auf den Assemblyman E. W.
Leroy, welcher Redakteur des Eagle
Star von Marinette ist. Schmittay
studirte an der Wisconsiner Universi
tät. Bereits zweimal wurde ein Ver
fahren gegen ihn angestrengt, um
ihn. von der Anwaltspraxts auszu
schließen. Durch die neueste Entschei
duwg wird es ihm unmöglich gemacht,
in irgend einem Gericht des Staates
zu praktizieren.
i e S e e s a n e i n O i o
Richter Thaddens E. Hoyt, Handels
kanunerpräsident, R. P. Reibenbach,
Dr. D. E. Kelley und andere ehren»
werthe Bürger vo Ashtabula, O., ftn'b
Gewährsmänner dafür, daß sich im
See bei Ashtabula eine Seeschlage
over ein anderes Ungeheuer der Tiefe
herumtreibe. Die Herren waren im
Lake Shore Club beisammen, als be
sagtes Ungeheuer in kurzer Entserung
vom User aufgetaucht, sich neugierig
umgeschaut und dann einige Minuten
lang ruhig an der Oberfläche sich ge
sonnt baden soll. Mindestens 30 Fuß
lang, sagen die Herren, sei das Thier
gewesen. Ein junger Mensch, der am
User fampirt und zur Zeit in seinem
Kanoe auf dem Wasser gondelte, will
das Ungeheuer auch wahrgenommen
haben und sogar nahe herangefahren
fein. Mit seinem Ruder, jagt dieser
Gewährsmann, habe er dann einen
Schlag nach dem Ungeheuer geführt,
es aber nicht erreicht, denn als er das
Ruder habe niedersausen lassen, sei
das Untbier, viel Wasser aufwerfend,
tit
hie Tiefe aekabren.
A u s a n
4 4 4 4 4 4 4 4 4
a s O e e i n e i e n
Idee. In Perbing (Niederbayern)
halle ein Bauer die fixe Jldeee, jeden
Kornhalm auf der Gemeindeflur mit
seinem Taschenmesser abzuschneiden.
Als er das nicht ausführen konnte,
wurde er tobsüchtig uno mußte in eine
Irrenanstalt gebracht werden.
E i n o e s i i s e e n
ist durch die jüngste Hocfyvtisserfafov
stophe in fast sämtlichen bayrischen
Flüssen, namentlich in der fischreichen
Altin
ich! in Mittel franken, verursacht
worden. Dort müssen die verendeten
Fische fuhrenweise aus dem Wiesen
gelände entlang des Flusses einge
sammelt nnd fortgeschafft werden, da
ihr Geruch die ganze Gegend ver
pestet. Die Altmühl wird für die
Fischerei auf viele Jahre hinaus fei
nen Ertrag mehr liefern.
612,000 Mark Strafe. In
der.Bleistiftsobrif Hartmuth in Bud
weis wurden große Steuerhinterzie
hungen entdeckt, die zehn Jahre zu
rückliegen. Die Firma wurde daraus
zu einer Strafe von einer Million
Kronen und zur Nachzahlung verur
thcilt. Diese Summe ist jetzt iit den
Verhandlungen, die die Firma mit
der Regierung geführt, aus 612,000
Mark ermäßigt worden. Gleichzeitig
wurde der Firma eine um 25 Prozent
höhere Gewerbesteuer vorgeschrieben.
e i e S i e u n
e n. Bei Schießübungen der Kü
stenbatterie in der Nähe von Toulon
sind infolge falschen Zielens schwere
Beschädigungen an einer Plantage
angerichtet worden. Eine Granate
von 105 Kilogramm Schwere siel in
die Garten einer reichen Besitzung
auf der Insel St. Maitdrier. Das
Geschoß schlug in der Nähe desSchlos
ses auf. erpladirte und zerstörte säst
sämmtliche Weinstöcke. Der Bewoh
ner der Insel bemächtigte sich eine
Panik.
U n k i k A u s K a s
sel meldet man: Eine Familie im
Dorfe Groß-Ritte ist durch einen tra
gischen Vorfall mitten im Glück in
tiefe Trauer versetzt worden. Die Fa
milie hatte einen Hauptgewinn in der
Fritzlarer Pferdelotterie gemacht. In
folgedessen war die Freude groß, und
es wurde eine Festlichkeit veranstal
tet. an der Freunde und Bekannte
teilnahmen. Währenddessen ging
das kleine Töchterchen der Familie
auf den Hof hinaus, stürzte in ein
Kalkloch und erstickte. Es konnte nur
als Leiche hervorgezogen werden.
Das Geschrei des Kindes war nicht
gehört worden.
o e n e y n o s e a s
Schöffengericht in München hat einen
zwanzigjährigen italienischen Glas
techniker, der ein hysterisches Mädchen
bei hypnotischen Experimentälvorträ
gen ohne Kenntniß der nothwendigen
Gegen suggestion hypnotrsirt und auf
mehrere Tage in einen schlafähnlichen
Zustand versetzt hatte, wegen fahrläs
siger Körperverletzung zu 60 Mark
Geldstrafe oder 20 Tagen Gefängniß
verurthM. Lediglich die Unkennt
niß von der Hysterie Oes Mädchens
wurde als strafmildernd angesehen.
Das Mädchen hatte nach seinem Er
wachen durch Stimmritzenkrämpse
i nnd Stimmritzenlähmung sowie an
anderen nervösen Erscheinungen noch
lange zu leiden.
i e e z e n W o e e i n e s
e e n s i e W u e e s
I
S e s o e i e s o p
pelmärdeers. Der Arbeiter
Karl Noel, der in Weimar seine frü
here Braut Olga Haase, deren ver
heiratete Schwester und den Kutscher
Hermann Tientann durch Revolver
schüsse derart verletzte, daß Diemann
und die Haase inzwischen i'hreit Ver
letzungen erlegen sind, hat sich im
dortigen Landesgerichtsgefängniß er
hängt. Der Selbstmord geschah beim
Kaffeetrinken. Obgleich Noel mit ei
nem Amte gefesselt war. gelang es
ihm. ein Handtuch 311 ergreifen und
sich damit zu strangulireit.
0 e s u t'h e i gegen e i
it e n A a ch e n ii e r. Das
Schwurgericht in Valence (Departe
ment Drmne) veriirtheilte den be
rüchtigten Apachen Lamarqiie, ein
Mitglied der Räuberbande, die unter
dem Namen das ganze Departement
terrorisirte und zahlreiche Morde und
Grausamkeiten verübte, zum Tode.
Lamarques Genossen, die vor ihm
der Polizei in die Hände gefallen wa
ren, sind bereits vor Jahresfrist hin
gerichtet worden. Latnarque wurde
durch die VerkUndung des Todesur
theils heftig erschüttert.
In Wien hat sich der Fleischhauer
Ignatz Mayrbäurl erhängt. Nachdem
er sich eine Schlinge um den Hals go
legt hatte, schoß er sich mit einer
Flaubertpistole in den Mund. Er hat
ein Schriftstück hinterlassen, in dem
er den Niedergang des Fleischhauer
gewerdes als Motiv seines Selbst
mordes bezeichnet. Er selbst stehe trotz
unermüdlicher Arbeit vor einem Desi
zit von 108,000 Kronen. In den wei
teren Auszeichnungen macht er der
Regierung ihre ablehnende Haltung
in der serbischen Vieheinfuhr zum
Vorwurf. Die Aufzeichnungen hat
Mayrbäurl mit den Worten betitelt:
„Die letzten Worte cities Lebensmit
telwucherers".
S e s o e i
n e s K
n
s
1 v. on I)ai |U1) Ot'l 4U
jährige Kunstmaler Wilhelm Johann
Müller, Sohn eines Pastors aus
I Haag in Holland, in seiner Wohnung
i aus unbekannten Gründen vergiftet
I
und dann erschossen. Der als sehr le
benslustig bekannte Künstler hielt
noch als Leiche krampfhaft eine Zi
garre in der Hand.
e K a e
a s
n o w e i
scher u s e s i tz e r. Nach einer
Meldung aus Bergen hat der Kaiser
von dem Gute Vangsnaß in Sogn
I ein Stück Land erworben, aus dem
das von ihm dem norwegischen Volke
I geschenkte- Frithjossdenkmal errichtet
I werden soll. Nach dem norwegischen
Gesetze wird der Kaiser jetzt die Ge
nehmigung der norwegischen Regie
I riutg zum Landankauf einholen.
N a k n e z u K i e e
i W e s o z e e a i n e i s k u s
hat jetzt gegen den im Kieler Werft-
Prozeß freigesprochenen Magazindi
rektor ct. D. Heinrich und die Erben
des verstorbenen Großkanftnanns Re
Penning einen Prozeß auf Schaden
ersatz in Höhe von 24,000 Mark an
hängig gemacht. Er kommt nach Be
endigung der Gerichtsferien in der
zweiten Hälfte des September vor
dem Kieler Gericht zur Verhandlung.
e n i a e E i n e e
Strategisch veranlagte Räuber müs
sen es gewesen sein, die ein Landhaus
bei Ware (Grafschaft Herford) aus
raubten. Es gelang ihnen, Geld und
Schmuck im Werthe von 40,000 Mark
zu erbeuten. Die Bewohner, eine Fa
milie Sassoon, waren ganz erstaunt,
des Morgens die Thüren geöffnet zu
i tin den. Das Haus war von einem
Stacheldrahtzaun umgeben, der offen
bar in der Nacht gespannt worden
war, um eine Verfolgung der Einbre
cher erschweren.
a e n a s I u i e s a n
kiers Ohm a bg e l) n t. Aus
Dortmund meldet man: Die Straf
kainmer hat die von dem Vertreter
des Bankier* Ohm, des Direktors der
bankerotten NieiWdeutschett Bank, ge
gen Stellung einer Kaution von
100,000 Mark beantragte Haftentlas
sung abgelehnt. Das Gericht begrün
det seine Ablehnung unter Anderem
damit, daß es sich vorläufig um Bi
lanzverschleierititg handle, der Fall
aber so außerordentlich schwer liege,
daß eine Haftentlassung nicht gerecht
fertigt erscheine.
E i n u w e e n s w i n e
Der Juwelenagent Hermann Gold
berger hat, wie aus Szegedin gemel
det wird, seit einer Reihe von Jahren
eine oroße Anzahl Provittzleihäitfer
dadurch geschädigt, daß er miitdcrroer»
thige Juwelen verpfändete und sich
darauf hohcBeträge 1 vi hen ließ. Gold
berger hat zahlreiche Agenten in ganz
Ungarn, die sich ausschließlich mit der
Verpfändung dieser Juwelen befchäf
I tigen. In Szegedin allein wurden sol
che Juwelen im Werthe von einer
i Viertelmillion in den Verkehr ge
bracht. Die Untersuchung ist einge
leitet. Golidberger ist geflüchtet.
i
I a ö i e e i n e W i e n e
a u a n n s s a i i e I n
Wien erschoß sich die 24jährige Frau
Prokoschittsky in ihrer Parterrewoh
nung, während ihr Gatte, der Haupt
mann KasimirProkoschinsky, und ihre
Eltern im Garten mit dem Abend
essen warteten. Der Hauptmann war
über den Selbstmord seiner Frau
ganz verzweifelt, so daß seineSchwie
gerelterii alle in der Wohnung be
sindlichen Waffen entfernten und den
unglücklichen Wittwer scharf bewa
chen ließen. Tags darauf sperrte sich
der Hauptmann in's Klofet und
hängte sich am Wasserhahn auf. Als
die Thüre geöffnet wurde, war er be
reits todt.
U n e e V e a e s
Raubmordesverhaftet. Vor
einiger Zeit war mitgetheilt worden,
daß die Leiche des in Heidelberg ver
mißten Agenten Isaak Löbmann, 67
Jahre alt, aus Heidelberg, in Mann
heim aufgefunden worden fei. Man
nahm an, daß Löbrnann ertrunken
sei. Wie sich indessen herausgestellt
hat. liegt unzweifelhaft Raubmord
vor. Zwei Gelegenheitsarbeiter, bei
denen die Uhr und andere Gegen
stände des Löbmann gesunden wur
den, nd verhaftet worden. Die Thäter
leugnen die That, geben aber zu, mit
Löbmann gezeckt zu haben. Löbmann
habe bann Selbstmordgedanken ge
I äußert.
i e S a e s O e o s t-
1
i
1
schaffners. Ein eigenartiger
Fall von Schlafsucht beschäftigt jetzt
die Aerzte von Duisburg. Dort liegt
der Oberpostschaffner Karl Rahe seit
dent 22. Juli in tiefem Schlafe. Er
kam an diesem Tage von feiner
Stammtischgesellschaft nach Hanse
und legte sich zu Bett: seitdem schläft
er ununterbrochen weiter. Es sind
bereits mehrere Aerzte hinzugezogen
worden, die sich noch nicht darüber
einig werden konnten, ob Schlafkrank
heit vorliegt, oder ob es sich um einen
Schlaganfall handelt. Der Kranke
der Vater von fünf Kindern ist, mach:
den Eindruck eines gesunden Schlä
fers die Athemzüge sind tief und re
gelmäßig, und sein sonstiges Allge
meinbeftttberi ist sichtlich nicht gestört.
Es wird jetzt versucht werden, ihm
flüssige Nahrung einzuflößen, um ihn
vor dem Hungertode zu bewghren.
(Befunde# glückliche feinder
Galerien festgestellt. Die höhere von
I
ihnen ist die großartigere und führt
in einen unterirdischen Saal mit kri
i stasliitifchen Sinterbildungen, die
gleichsam eilte Moschee aufbauen, mit
I Wasserbecken und Sinterkaskaden, die
auf einen gewaltsamen Wassereitt
bruch schließen lassen. Dann Verlän
gert sich die Grotte in ein Labyrinth
von Gängen. Kaminen und Seiten
hallen, die sich zu Triumphpforten er
I weitern bis zu einem gewissen Punk
te, wo sich der felsige Boden erhebt
und dem weiteren Vordringen Halt
gebietet. Nach der Schilderung des
beherzten Grottenfahrers Saviiti, der
mit einigen Mitgliedern der Gesell
schaft zweimal diesen Schlot befahren
hatte, hatten sie das Unglück, sämmt
liches Velenchtitugsntaterial und die
aufgesammelten Tropfsteine infolge
schlechter Befestigung ant Seile zu
verlieren, indem alles in die Tiefe
zurückfiel, jöei einer dritten Fahrt
durchsuchte savini, wie Prof. Dr. L.
ttttfr Erwachsene flutet «an in de» Familien wo
A e n k i u e
das Hausmittel ist. Er entfernt die Unreinigkeiten aus dem System
und macht neues, reiches, rothes Blut, und bildet feste Knochen und
Muskeln. Er ist besonders für Kinder und Leute von zarter Körper
beschassenheit geeignet, da er aus reinen, Gesundheit bringenden
Wurzeln und Kräutern hergestellt ist. Ueber ein Jahrhundert im Ge
brauch, ist er zeiterprobt «nd zeitbewährt.
Er ist nicht, wie andere Medizinen, in Apotheken zu haben, sondern wird
den Leuten direkt geliefert durch die alleinigen Fabrikanten und Eigentümer
AlterrhumSfuave.
T» einet entttirtifititii «ritte im »«lifltliifel»
ftn der julifftrn Alpen ««««ch» teerten.
In der Nähe des Dorfes S. Kart
zicm. am Gipfel eines mit Kalktrüm
ntertt bedeckten Hügels, hat man
soeben in einem Schlund, der unter
einem riesigen Kalkblock versteckt
liegt, den Eingang zu einer „Fliegen
I (trotte" gefunden. iWifcg'Iie'der deöVer
eins „Alpe Giulie" haben die Höhle
I jetzt untersucht und zwei geräumige
Karl Moser ans Trifft int „Globus"
berichtet, den Boden des Schlotes und
stieß hierbei auf einen Bronzehelm mit
seitlich eingedrückter Kalotte und ge
spaltenem FederbusäLnopfe, den der
Direktor des Triefter städtischen Anti»
quitäteitmiifeuiity dem kelto-etruski
fchen Zeitalter zusprach mtd als ein
werthvolles Kleinod prähistorischer
Zeit erkannte. Aii' dem Namenschild
befindet sich eiiu* Eilschrift mit ge
pititzteit Buchstaben in altitasifcher
Schrift mit etruskifchem Einschlag.
Zn der Annahme, das dieser Helm
nicht bloß «fällig in die Tiefe herab
gefallen fei. nnd daß der Boden dieses
Schlotes einst bewohnt gewesen fei,
pachtete Savini diese Grotte und
nahm eine methodische Ausgrabung
vor. In der That enthielt die Erde
des Höhlenbodens einen Depotfund
aus Bronze, der noch älter als der
Heltufund ist, der eigentlichen Bron
zeperiode angehört und bezeugt, daß
diese Höhle als Zufluchtsort und
menschliche Wohnung vielen Genera
tionen vorgeschichtlicher Zeit gedient
hat. Der Depotfund besteht ans zwei
Lanze-.spiven, zwei Kelti.'n, von denen
einer leicht ueniert ist, und aus einem
primitiven Messer. Die Gegenstände
lagen in einer Aschen ficht, die von
Kohlenpnlver durchsetzt war. Die
anderen Bronzegegenstände sind ent
stellt und durch Fetter unkenntlich
gemacht, darunter eine schön verzierte
Lanze, ein Kelt und ein Deckel, wahr
scheinlich von einer Eiste, mit bezüg
lichem Henkel, herrührend, Funde, die
mit den bei S. Kanzian schon gemach
ten Funden stets rivalisiren können.
Abonnirt auf den Staats-Anzeiger.
7.
Sendet Verwandten oder Freunden
im alten Baterlande den Staats-An
zeiger ans ein Jahr. Der Preis des
Blattes in's Ausland beträgt mir -S2.00
jährlich, ganz abgesehen von der hiib
scheu Prämie, welche wir verschenken
nnd der Freude, welche dadurch Ver
wandten nnd Freunden bereitet wird.
Henry B. Senn
Deutscher Advokat
Office im McBnde Gebäude, Rugby, N. D.
Rath und Hülfe ertheilt in Rechtsangelegen«
heiten.—Besucht mich.
I R. E. Wenzel
... Deutscher Advokat...
Office zusammen mit L. N. Torson
Zahnarzt
Zimmer 7 und 8 im Jacobson Block
06 Rugby, N. D.
Die schönen Landkarten
in Bottineau County, N. D.
wirfst* ausgezeichneten Landes, fünf Meilen südöstlich von 3ou=
»ww-* ris gelegen, etwa 425 Acker unter Kultur, 45 Acker Heu
land, 60 Acker Viehweide, und etwa 125 Acker eingezäunt. Gebäude: Wohnbaus
26 bei 30 bei 16 und Anbau 14 bei 16 Vei 10, Tâmpfheizung, Wasserbehälter im
Keller, ausgemauert, angestrichen, in erstklassigem Zustande.' Stallung: bei 36
bei 16 und 26 bei 34 bei 8. starke Fußboden und Stände, alles in bestem Suftanbt*.
Zwei Getreide Magazine, 14 bei 16 bei 8, Bretterdach. 16 bei 24 bei 10, Schindel
dach. Hühnerhaus 16 bei 24 bei 12, Schindeldach. Brunnen, gutes Wasser, klei
iter Teich in der Viehweide. Preis $35 per Acker. Ties ist eine der besten Far
men im County. Ein Bargain!
ausgezeichnetes Land, vier Meilen nordwestlich von
**W Souris, 300 Acker unter Kultur. Gebäude kosten 52,500.
Ties ist eine prachtvoll eingerichtete Farm. Preis $32 per Acker. Beseht euch
diese Farm!
vortreffliches Land, 2% Meilen von Landa. 250 Acker
unter Kultur, gute Gebäude am Platze. Preis $32 per
Acker. Besseres Land ist nicht zu finden.
Wir haben den Verkauf dieser Farmen auf kurze Zeit nur übernommen und
garantiren, daß das Land ausgezeichnet ist. Wegen näherer Einzelheiten wende
man sich an
die mii vorauszahlenden i'escrn schenken
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Der Staats-Anzeiger
Nuybl), N. D.
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IRugbt B. Dsk.
„5

Der Staats-Anzeiger, Rugby? R. D., de« 8. Sept. 1910.
DR. PETER FAHRNEY & SONS CO.,
19-25 So. Hoyne Ave., CHICAGO. ILL.
Y 5tugbq. N.-Tat.
W. K Taylor
Land-Bargains
WELCH ft O'BRIEN
Material
e K a a s N n z e i e

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