OCR Interpretation


Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, January 05, 1911, Image 2

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

Persistent link: https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn89074935/1911-01-05/ed-1/seq-2/

What is OCR?


Thumbnail for

2.
J'l,++4'++++'5',H,++"++ift-M4"H-40
$ Ans Rußland.
..
i

O v -I-*•v -i* 0
^Ut ÖCndlÉlltta! Vu:1eie Vcicr in !Kus lanb
füitiuiiöcu,lal)icc-tftrsl!i
für bst'J tHlfltt ober I Mulcl unter Anschlag bet
3?riaiibtfoiieii bei uuicre» Murrcfuoiibcutcn ein,zah
len, welche VeverlitiiV stub, Weiber riu im« zu tniiirtu.
Tie gewählte Piäinie wirb iliiien bunti prvnipl zuqe
fniibt. yetielluutu'u auf über ,' atjlii:iflen für da?
äüntt füniieu jcbcviciJ flcumdit tveiDcii, beim wir
nehmen flestelhnmeii leber.u'it entgegen- Sieuiè alio,
h)cld)t bay itUiitt in Mttfilav.o Veftelleii »vollen, mimen
sich getruit an unsere Horrcjuonbcuten bort metibcit.
wir erlassen biete ^tiitüiibigiuig, um den Leuten dort
dir Sache wesentlich zn cvleidittrit.
i e W e i i i
i
it Ij u ii g.
Spezial-Kvrrespondcnz.
a ii V i in, (($ouv. Cherfon)
den November.
Bei uiiv hielt der hinter ant 14.
November Einzug und brachte iiitv
ehvav Schnee, Der aber nicht lauge
liegen bleiben durfte. .Staunt acht
:Zage später kam der Südwind mit
seinein Bruder Giebel und beide
rückten der (rrftcivbiirt de5 hinter*
so Votbe, das', sie sich in ZI)
rii
neu ans
löste nin sich mit ihrer Schwester
SJlt^
moihüre ivieder zu vereinigen und
dann umso besser Widerstand leisten
zu können.
Es dürfte den Lesern vielleicht be
fount sein, das iit der Stadt Odessa
diese* viibr fnvcbtbare Mraiifliviteii
gehanst haben, niimlich die (Zeichnn
Iter Eholera und Pest, welche dort
unendliche* Elend anrichteten, aber
schließlich durch Anstrengung der
Vierte niid Senatoren niedergerun
gen wurden, sodas sie schon vor eini
ger Zeit (ilv ausgerottet betrachtet
iiutrdeii. Auf den Dörfern hoben
wir von diesen .Sfraut'heiteit nicht* ge
spürt.
Dafür ist diese* Spätjahr aber
mich bei im* in Waituheiiu und in
anderen deutschen Dörfern ein beiden
eingezogen, da* ^eder »ach seinem
Belieben taufen samt, och möchte
ihm den Wanten Geldbeutelfchwind
sucht beilegen. Da* beiden macht
sich am empfindlichsten unter den iir
liieren Mlassen fühlbar, weil auch der
Cholera ähnlich, denn die von derlei
bett Befallenen bekomme» auch den
Durchfall, aber nicht an* dem Ma
gvit, sondern au* dem (Heldbeutel,
.staunt glauben sie etwa* eingenont
nteit 311 haben, gleich bekommen sie
Durchfall und gehen manchmal sogar
,',» Grunde.
Die Geschichte ist die: bei litt* sind
noch viele Leute auf der St an,V
ei ihre
Abgaben und auch Rückstände schul=
dig manche bi* 10, !0 und 1(H)
Rubel, freilich, da* ist viel Geld
für feilte, die vielleicht nur eine Dess
iatin Welschkorn ihre Ernte nennen
dürfen! Trovdem wird gegen diese
feute rücksichtslos vorgegangen. Sie
müssen alle* befahlen, komme e* ivo=
her e* wolle. Denjenigen, die bi*
zum 7. December nicht befahlt ha
be», wird einfach alle* versteigert.
Bei den Mannheimern scheint last
die schöne Tugend Barmherzigkeit
abhanden gekommen zu sein, und da*
wäre gewis', sehr traurig, minder*
wäre es meiner Anficht nach getont
men, wenn der Schulde sich der Sa
che mehr angenommen hätte. Hätte
er gleich ehe er anfing die Rückstände
einzuziehen, die Gemeinde versaut
melt und in passenden Worten an die
Mannheimer appellirt, so iu lautn
zu bezweifeln, das: den Aermfte»
miude ten* ein Theil geschenkt tvor
den wäre, denn die Mannheimer
sind ja noch dieselben feilte wie vor
zwei oohivit al* die Ueberschwem
iniutg im Stntschnrgtui au*brach, um*
der Schulze ist ein anderer. Der da
malige Schulze erweckte da* Barm
Herzigkeitsgefühl der Mannheimer
in ein paar richtigen Worten und int
xJhi
waren 1,000 Rubel für die Un
glücklichen im .Stutschurgan bewilligt.
Warum sollte ähnliche* nicht heute
möglich seilt? Die jetzigen }iii teilt de
hier sind wahrhaftig ebenso traurig
wie die doiiial* im .^utschnrgan
ja ich sage noch trauriger, denn hier
werden mir arme feilte betroffen,
während im Mirtfchni'gau viele wohl
habend und sogar reich waren, denn
sie hatten doch ihr eigene* fand und
da* hat feinen Schaden genommen,
während unsere Armen hier fein
fand besitzen. Auch hier hätte im
bedingt geholfen werden sollen.
a k o S n e i e
Tpezial Korrespondenz.
Unser geliebte* Blatt, der Staat*
Anzeiger, wird von den fesern de*
selben vielfach gelobt und zum feien
angepriesen. Die Korrespondenten
suchen Propaganda für dasselbe zu
machen und, wie an* verschiedenen
Korrespondenzen und. Briefkasienno
tizen ersichtlich, wird dasselbe auch
vielfach für in der Ferne wohnende
Verwandte und freunde bestellt, um
ihnen dadurch Freude zu bereiten,
feistere* beweist iu der That ganz
logisch, das dem Blatte volle Aner
kennung seitens der feser gezollt
wird, denn man will doch zweifei*
ohne einem nahen Verwandten ober
Freunde jederzeit damit erfreuen,
woran man selbst Freude findet! Ja,
es unterliegt keinem Zweifel, das
dieses Blatt anderen vielfach vorge
zogen wird. Woher mag die* nur
sommert? Sind andere Blätter etwa
jbeniger gediegen al* der Staat*
Anzeiger, haben sie eine andere poli-
tische Färbung, oder haben sie viel
leicht gar keine, oder nur wenige gute
Eigenschaften'i' Die* ist keineswegs
der Fall, denn mich andere Blätter
(frei lid) noch lange nicht alle) find,
auf ihren oitbalt zn ich liehen, ganz
gediegen und haben auch gute Eigen
schaften. Wo* jedoch den Staat*
Anzeiger betrifft, so besitzt er anfeer
seinen vielen guten Eigenschaften
noch eine solche, die ihm, meiner An
sicht nach, den Vorzug vor allen an
deren Blättern erringt. E* ist die*
da* patriarchalische und friedliche
Zusammenleben der grossen fesersa
utilie in diesem Blatte eine Ei
genschaft. die ganz besonder* anzieht.
Obgleich zeit streut in verschiedenen
Staaten und Welttheilen, finden sich
die Glieder dieser Familie in diesem
Blatte dennoch zusammen, um sich
einander, wenn auch nicht mündlich,
so doch schriftlich, Freud nnd seid
mitzutheilen und mit sich in anderen
Fällen gegenseitig ganz hormlo* und
vertraulich zu unterhalten. Diese
harmlose und in friedlicher Eintracht
seilen* de* feierlreise* geführte Hit
twinlhmg mittelst verschiedener und
im vertraulichen Sinne geschriebener
Morreivondeuzeit, du* ist'* tvov mei
ner Ansicht nach de* meiste dazu be
trägt, den Staats-Anzeiger besou
der* beliebt zu machen und ihm eine
ans'.ergewöhitliche Anzielmitg*fraft
zn verleihen. Auch wird der Werth
dieser gegenseitigen Unterhaltung
noch durch den Umstand erhöht, dos',,
gentäs dem Wunsche der geehrten
Redaktion, jeder im Blatte erschei
nende Bericht die volle Vuimeitvun
terfchrift de* Einsender* trägt. Die
Korrespondenten werden dadurch iu
geistiger Einsicht einander gewisser
mas'.en näher gerückt: gleichsam al*
schauten sie einander in'* Antlitz, nnd
da* Ganze erhält dadurch ein sozu
sagen familiäre* Gepräge. Ausser
dem bewahrt im* auch diese Bedin
gung der Redaktion vor dem leidli
chen ..Blindeknhspielen." wie die* in
vielen Blättern praktizirt wird, wo
man unter der Maske des Pseit
doiimtt* sich gegenseitig die feviten
liest, wodurch aber in den meisten
Fällen nur Has Neid nnd berechtig
ter Zorn erweckt werden, die schlief
lid) meist zu nicht enden wollender
Feindschaft Anlas geben, (oowohl,
der geehrte Herr Korrespondent hat
gründlich richtig errathen, wo* im*
bewog die Regel aitfziiftelleit, das
jede Korrespondenz mit der Nametts
imteridirift de* Einsender* versehen
sein lttitf Selbst dann kommen ttod)
hie nnd da unliebsame (beschichten
vor nnd zwar, beispielsweise, wenn
eilt Manu kleinlich genug ist. eine
Uorresvondeuz einzusenden, welche
die Namen*mtter]cl)rift eine* ande
ren Manne* trägt. Solche Borfälle
kommen bei Heitlingen vom Maliber
dieser immer vor, aber, durch unsere
obenerwähnte Bedingung, werden
dieselben aus'* Minimum beidirüitft.
Red. Staat*-A ii zeiget.) E* unter
liegt ja feinem 'jiveifel. das ein Kor
respondent fid) einmal in die sage
versetzt sieht, die ein Verschweigen
seine* Namens wiinschenswerth
mnd)t, wenn er durch öffentliche*
Rügen eines Bergehen* fid) starten
Anfeindungen und gröblichen Belei
digungen nicht aussetzen will. (Frei
lid) wahr, aber ein {eitung*beridit=
erstattet" zu sein ist nicht so leid)t wie
ntatid)e feilte sich es vorstellen. Wir
halten dafür, das unter allen Um
ständen die volle Nainensuutendirift
de* Schreibers folgen mit) soll der
Bericht iut Staats-Anzeiger veröf
fentlicht werden. Wenn idioit der
Einsender Angst hat, oder zu feige
ist, die Folgen seines Berichts am sich
zu nehmen, wie samt dem Redak
teur zugemutbet werden, dieselben
auf sich zu nehmen, noch dazu wenn
dieser, wie in den meisten Fällen, mit
den näheren Umständen gar nicht
vertraut ist V Es ist unsere Ueber
zeugung, das dnrch Aufnahme sol
d)er mit einem Pfeudoumii oder and)
Buchstaben unterzeichneten Korre
spondenzen nur moralischer Feigheit
Borschub geleistet wird. Dies bezieht
sich natürlich nur auf Fälle, in denen
im Geheimen gewühlt, oder oeiitmid
verdächtigt wird, .stein anständiger
Zeitungskorrefpondeut mutbet dem
SKedafteur eines Blattes etwas zu,
wovor er selbst zurückschrickt. Der
Korrespondent ist mit allen näheren
Umständen der Sadie, über welche er
berichtet, vertraut. Der Redakteur
ist es nicht nnd deshalb faft gänzlich
ans die Berläs lid)feit seines Bericht
erstatters angewiesen. Unsere Be
dingnng hat ttod) eine Menge andere
gute Seiten, von denen wir aber nur
die berühren wollen, das sich unter
othaneu Umständen der ehrliche
Korrespondent hütet, unberechtigte
Angriffe ans Personell oder Dinge
zn machen, denn er weis er mns mit
seinem Namen für die Richtigfeit sei
ner Behauptungen einstehen. Ned.
Staats-Anzeiger.) Wollte man sich
jedoch nur zu dem Zwecke hinter dem
Pseudonym verkriechen, mit sich an
oemandem zn reiben, oder durch ge
hässige Stidieleieit jemandem einen
gemeinen Federfrieg aufzudrängen,
so würde das gewis tiefste Bereich
tnng und schärfsten Tadel verdienen.
Meinimgsversd)iedenheiten oder ent
gegengesetzte Ansichten, im Rahmen
der Höflichkeit zum Ausdruck ge
bracht, finde ich jederzeit für zuläs
sig und dieselben sind von dem durch
obige Bemerkungen ausgedrückten
Urtheile gänzlid) ausgeschlossen.
Deshalb also, fahren wir fort, aus
dem seither eingehaltenen Wege wei
ter zu schreiten und iu einfacher, hu
maner Weise weiter zu arbeiten an
diesem Blatte ohne jegliche gegen
seitige Reibung, die im* nur da*
fesen desselben verleiden würde!
Befleißigen wir int* viel lieber, un
sere Berichte in ein mehr oder weni
ger heitere* Gewand zu kleiden nnd
sie mit Spänchen zu spicken, soweit
der zn behandelnde Gegenstand die*
zttläszt.
Wer sich unter den Herren Kor
respondenten in gleicher sage mit
mir befindet, darauf angewiesen zn
guackeii wie ihm der Schnabel ge
wachsen, nnd wo jeglicher Humor
ausgeschlossen ist, der tröste sich mit
dein Gedanfen. das er in dieser Hin
sicht eben auch ein Pechvogel ist und
folglich bei seiner bischerigen Me
thode zn schreiben beharren mns
Die* jedoch sollte im* nicht abhalten,
an kompetentere Bogel ans diesem
Gebiete, mit humoristisch veranlagten
Schnäbeln, die Bitte zu richten, zur
Abwech*lnng bisweilen and) etwas
Heiteres zum Besten geben zu wolle».
Bei dieser Gesdntiacksäuszeruug mei
iterseits samt id) nicht unterlassen,
and) an den Gcsd)inack der Redaftioti
nnd denjenigen de* feser- nnd .Stor
reipoiideuteukreiie* zu appellircii,
hoffend, das ottd) noch andere Ge
müther mehr oder weniger heiterer
feftiire zugänglich find. Sollte id)
mich jedoch täuschen, so nehme id)
gerne von den in diesen seilen ans
gedrückten Vorschlägen Abstand.
(Net, mir selbst sind gesundem Humor
nicht unhold und dasselbe dürfte
auch bezüglich de* feser nnd .Stor
respondentenfreise* wohl der Fall
sein, iosern die rid)tige Grenze einge
halten wird.—Red. Staat*-Anzei
get.)
Ferner inusz ich bekennen, daß id)
ouch den Räthsel Aufgaben int Blat
te dnrchan* itid)t abgeneigt bin, fon
dern mit Bergttügen eine Zahnprobe
beim .stiiacken solcher Nüsse vor
nehme. Da* .Sinacken gelang mir in
den meisten Fällen, wa* id) freilid)
itid)t jede*mal meinem Scharfsinn zn
verdanfen hatte, da mir einige der
selben bekannt schienen und mir so
mit die fösnng erleid)tert wurde.
Weitn ich bi* dato keine ösnngen
einsandte, so hat da* seinen besonde
feit Grund, der aber feiue*weg* so
aufzufassen ist, als sände id) an der
artiger Unterhaltung kein Interesse!
Deshalb oitd) bringe id) gelegentlid)
mit diesen Seilen die fösnng des
Räthsels in Nr. 15, aufgegeben von
Herrn Heinrich Huntamt, sie lautet:
das Schaltjahr. (Richtig! Red.
Staats-Anzeiger.) Zugleich beehre
id) mid), and) meinerseits eilt*
Ter Staats-Anzeiger. Rugby, N. D., de» S. Januar 1911.
aus­
zugeben, dessen ösnng id.) der Re
daktion übermittele behufs schließli
cher Betanntgebnng. E* lautet:
Hast du die ganze Welt,
Dazu das ganze Geld,
Und 's Hintmelreid) gewis
Sag, loa* nod) besser ist!
Bi* hierher hatte id) geschrieben,
al* id) Nummer 17 de* Blatte* er
hielt. Wie gewöbitlid), die Storrespon
Uenzen durchschauend, fiel mir da*
B11d)fIabenrä11)fe
1 der geehrten Ein
senderin .Statbarina Schill: „n eee
rrrr eeeeeeee", aus. Wenn id) iiid)t
irre, ist die ösnng: einen treuen
Führer ad)te! (Rid)tig. Red.
Staat*-Anzeigei.) Wa* mir dabei
besonder* entstiel, ist da* Ergebnis
de* Worte* „treue" von „eee". Soll
te da nicht ein Schreib- oder Druck
fehler vorliegen, der dahin zu berich
tigen wäre, das nun anstatt der eee
sein sollten, wa* dann anstatt „treue"
„treuen" ergeben würde. (Der Herr
.Storrespondent mag im Rechten sein,
doch ergiebt sich au* eee das Wort
treuen, nämlich drei e-n. Red.
Staate-Anzeiger.)
And) da* Dmzeud Scherzfragen in
derselben Nummer de* Blatte* (Nr.
17), welche der geehrte Herr ^afob
•Sommerfeld de» es er it ausgab,
machte mir viel Bergungen, Besten
Dank, ocifob! Gerne möchte id)
mir da* Pfand ohrer Freundschaft
durch fösnng derselben erwerben,
feider fouimcu ja gewöhnlich gute
Gedanken nnd krumme Hunde bin
tennach. Mein Berid)t aber harrt
der Absendnng, deshalb lasse id) hier
die fösnng mir einiger Nummern
ohrer Fragen folgen und zwar wie
sie mir der Augenblick eingiebt, mit
mir obre Freundschaft, wenn and)
nur theilweise, zn erwerben. Wo id)
fehl schiene, bitte mit dem guten Wil
len fürlieb zu nehmen. Also: Nr. 2,
das Stoib. Nr. 4, der Bnchstobe
R. Nr. 5, nichts. Nr. 7, olle.
Nr. 8, Quecksilber. Nr. f),
über sein eigene* Grob. Nr. 10,
Hühneraugen. Nr. 11, sieben.
(Richtige ösnngen sind: Nr. 4 und
5. Theilweise richtig ist die fösnng
von Nr. 10. Ganz richtig wäre sie
so: wenn der Meitsd) acht Hühnerau
gen hat. Eine weitere richtige fö
snng ist die von Nr. 11. Red.
^taat*-Anzeiger.)
Herzlichen Gntß an Redakteur
Brandt, sowie an alle.^orresponden
ten und feser de* Blatte*.
Abonnirt aus den Staats-Anzeiger,
die tonangebende deutsche Zeitung
Nord-Dakota's.
Spezial-.^vrrespondenz.
Zinn ersten Male greife id) zur
Feher, dem Staats-Anzeiger eine
Morrespottdctiz zu liefern und will
zuerst berichten, das die Witterung
bei nn* jetzt nicht angenehm ist, denn
der böse Winter ist bei nn* am 18:
eingezogen, obschon ihm Niemand die
Hand zmit Willfoimitettgriif reichen
will.
Freunden nnd Bekannten will ich
and) berid)teit, wie es speziell in
Strasburg steht nnd geht. Diese*
Spätjahr werden bei nn* die armen
fente bi* ans'* Blut gepeinigt wegen
Zahlung. Erstens müssen sie den
Rückstand von 50 fahren her bi* auf
die lebte .Stopeke zahlen. Wer nicht
zahlt, verliert Hab und Gut. Biele
seilte, die mir zwei oder drei Dessjo
tiu fand besitzen, müssen e* vertan
fett, mit die Schuld zahle» zit kön
nen, aber denen, die gor nicht* ha
ben, wurde die Schuld geschenkt. Da*
ist alle* Gemeindegeld nnd doch er
barmte sich die Gemeinde der Annen
nicht! E* wurde nicht ein vahr län
ger Frist bewilligt. Al* der zur
Bersteigernng der Sachen der armen
fente bestimmte Tag gekommen war,
kamen Hi Straschniken angeritten,
welche zusammen mit dem Pristow
und £ber)*chitlzeit die gepfändeten
Sachen auf einen Wagen luden und
nach Selz fuhren, wo die Sachen feil
geboten wurden. Da* war ein gro
sser Schrecken unter den arnteti feu
ten und nur die Reichen tragen die
Schuld, das es den armen feilten so
schlecht erging nnd sie so nnbarinber
zig behandelt wurden, od) hätte
sannt gedacht, das wir in Strasburg
so viele hartherzige Reiche haben
in Strasburg, welches Dorf allen
anderen als Muster vorangehen
sollte! Das russische Volk hat sieh
nntiirlid) sehr über diese* Unglück der
Dentsd)en gefreut. Das, liebe Brü
der in Amerika, könnt ihr end) den
ken (Damit kann mir der Ab
schämn des ritssisdien Bolkes gemeint
seht, denn sicher fnmpcitbifirt die bes
sere .Stlasse desselben and) mit den
Betroffenen iit ihrem Unglück.
Red. Staats-Anzeiger.) Aber, du
reicher Monn: verlasse did) nid)t ans
deinen Reichthum: denke nicht: id)
habe genug für utid) selbst, andere
mögen sehen wie sie fid) durchschla
gen Denn der Herr, der oberste
Riditer, wird einst and) mit end) ob
rechnen!
ort einer der letzten Nummern des
Blatte* la* id) auch einen Bericht,
das bei Birsulo zwei Fässer mit Gold
nnd ir mit Silber gefunden worden
seien. Davon ist uns hier nicht* be
kannt.
Auf dem Heirath*marft stehen oo
feph Banmann von oosiwb und Do
rothea fmiiitger von oohaitue*.
And) will id) berichten, das kürz
lich nicht weit von der Station Shtt
schiirgan fünf «Subjekte eilten Fuhr
mann überfielen. Zwei hielten die
Pferde und die anderen drei woll
ten. mit .Stitüppeltt bewaffnet, dent
Fuhrmanne zu seihe rücken, aber
dieser entkam.
Grus an Herrn Redakteur Brandt
nnd an alle feser de* Blatte*. Bitte
meinen Bericht verbessern zit wollen
und nicht gleich in den Papierkorb
zn Wersen.
Ad)tung*voll
Spezial-Äorrcspondeuz.
Zur Zeit haben wir mildes Wet
ter nnd nur wenig Sd)iiee.
Nenerding* starben folgende Per
sonen Die Frau de* Herrn Stefan
Arttnoitii, Mutter der Gebrüder Art
mottn. Ferner auch Joseph Grimm
alt.
Ber bei rathet haben sich diese*
Spätjahr: Johanne* Götz alt mit
Wittwe feonora Richter, geb. Feld
mann, an* Strasburg. Anton
Hilzendeger alt mit der Wittwe Ma
rianna Deschner, geb. Miftner. oo
baitiie* Wolf von Michael mit Mag
dalena Röhr id), der Schwester de*
Herrn Anton Röhrich bei Hanum iu
Nord-Dakota. Ferner ottd) oohaiine*
Hauser von Anton mit Walburga
Bolz von Benedikt, ooboitne* ist der
jüngste Sohn der Familie und e*
war eine recht lustige Hodizeit, die
letzte seiner Binder, weshalb es der
Vater des Bräutigam* gewis an
nichts fehlen lief o«, Netter An
ton, hätten Sie nicht vergessen, mid)
zur Hodizeit zu laden, id) glaube
wahrhaftig id) wäre heute ttod) dort!
—den nächsten Tagen wird wohl
die letzte Hodizeit vor den Weih
nachtsfeiertagen stattfinden, nämlich
die des oohaunes Wangler mit Ma
riamia Fölit ans Kandel.
Bor zwei Tagen hatte id) Gelegen
heit, nach oaska zn fahren. Auf
dein Heimwege machten wir and) im
Dorfe .Stretenitz (Rnffendors) Halt,
mit Geschäfte ztt besorgen. In die
sem Dorse wohnt eine Frau, bereu
Mann, mit Nomen Michael Stalin,
schon vor Jiiitf fahren tiad) den Ber
riiligteu Staaten auswanderte. Drei
Jahre laug erhielt die Frau regel
mäßig Briefe von ihrem Manne,
aber nun sind zwei Jahre vergangen,
ohne das die Fran von ihm gehört
hätte. Sie lebt in großer Armuth
VON dem was Gott nnd gute feilte
ihr geben. Attd) hinterließ Michael
.Stalin ein Kind von fünf Rohren.
Sollte einer der fefer den Monn
kennen oder seinen Aufenthalt wis
sen, möge er es an den Staats-An
zeiger berid)teu. Möglich aud), das
Herr .Stolin Verunglückte und nicht
mehr unter den sehenden weilt!
ooseph Götz, unser Fischpächter, ist
fleißig mit seiner Winterarbeit be
schüft igt. A lid) sind viele scute, die
Eis für den Sommer einlegen wol
len, ans der 3nd)C nach möglichst di
ckem Eis, damit es ihnen nicht ergeht
wie vorigen Sommer, wo sie ganz
ohne Eis blieben.
A ltd) wird es nicht mehr lange
dfiltern und wir haben in unserem
Dorfe Neuwahl aller Beamten. Als
Borfiuer der Gemeinde (Oberschnlze)
hatten wir die vergangenen drei
oobre Herrn Wendelin Staus von
Franz. Gebe Gott, daß wir wieder
einen so gerechten und wohlhabenden
Mann zum Oberschnlzen der Bade
ner Gemeinde erhalten.
Ant 20. November hinterließ der
.Stlapperstord) bei meinem Bruder
ooseph einen gesunden, 11 Mündi
gen Buben.
Gruß on die Redaktion und besten
Dank für die Auskunft. Gruß and)
au den gesamniten feserkreis des
Blatte* von
Spezial-.^orrcspvndcnz.
Am Sonntag den 21. November,
gleich nach der Messe, passirte Hier
ein Borfoll, der leicht hätte verhäng*
itißvoll werden können, ober zum
(^lück eilten komischen Ausgang
nahm.
Bei uns sind itämlid) sechs Mäd
chen (Die Namen müssen Geheimnis
bleiben. Red. Stoots-Anzeiger.),
die sd)on den gonzen Sommer hin
dnrd), mil) bi* jetzt nod), über die
Brücke ans einen Tanzvlatz gehen.
Die* erfuhren aud) junge Burschen,
deren fed)* (Namen bleiben wieder!
Geheimniß. Red. Stoot*-Aiizeiger.)
aleidifoü* Ott diesem Tage hinüber
gingen. Auf dem Platze angekom
men, fanden sie aber die Thüre ver
schlossen nnd al* ihnen ans wieder
holte* Klopfen nicht aitfgeutod)t
wurde, während drinnen ruhig wei
tergetanzt wurde, sprengten die Bit
beu schließlich die Thüre ans. Al*
die Mädchen da* gewahr wurden,
entivid)eii sie durch die andere Thüre
nnd die Bmidien jagten ihnen nach,
oil ihrem Eifer zu entkommen, schlii
gen die Mädchen, statt über die Brü
cke zu gehen, den Weg dnrd)'* Thal
ein, in welchem wohl bi* zu einem
Faden tiefe* Wasser steht, welche* mit
leichter Ei*schicht bedeckt mar. Al*
die fed)* Mädchen auf demselben
standen, war die fast ztt gros und sie
brad)eit ein in'* civfaltc Wasser,
siebe feser des Blatte*, da Hätten
Sie einmal sehen sollen, wo* für
Tänze die Mädchen im Wasser ous
fiihrten. Die Burschen sahen eine
zeitlang zn bi* einige der Mädchen in
zn tiefe* Wasser gerietben und Ge
fahr liefen zn ertrinken, worauf sie
mit Stangen nnd so weiter heron*ge
holt wurden. Nim haben die Mäd
chen ivohl gemtg getanzt und wohl
and) Wasser genug im Thole ge
schluckt, denn wie ich vernehme, haben
dieselben bereit* eine Woche lang kei
nen Tropfen Wasser mehr getrunken.
Gestorben ist bei uns Andreas
Fortmeier.
Grits att meinen Vetter Johannes
xj
I
Neue Prämie!
Nützliches Werkzeug
Unsere ein Jahr vorauszahlenden Leser erhalten dieses nützli
che Werfzeug gegen Nadiznhlnnft von mir 30 Cents, zusammen mit
der Zeitung also $1.80. Ter Ladenpreis desselben ist $1.50. Das
Patent ist durchaus neu und wir bitten, diese Pfrieme nicht etwa mit
solchen zu Vergleichen, wie sie schon längere Zeit auf dem Markte
sind. Ties ist etwas ganz Nenes.
Die Ausstattung besteht aus drei geraden und einer frttmmen
Nadel, ferner aus zwei Ahlen, einer, feilten und einer groben, mit
welchen mait auch SchitoUeitlöchcr in's Geschirr und so weiter ma
chen samt, und ferner einer Spule mit Pechdraht im Innern des
Griffs. Ein geradezu unentbehrliches Handwerkzeug für- Repara
turen an Geschirr, Riemen, Schuhen, Säcken, nnd so weiter. Erfah
rung nicht nöthig. Staun Von ollen Leuten gebraucht werden. Prak
tisch in jeder Hinficht. Wir wissen, dafe jeder Farmer sich den
Pfriemen anschössen wird, sobald er ihn sieht.
Leser des Staats-Anzeiger, die uns $1.80 (also $1.50 Voraus
zahlung für die Zeitung und 30 Cents Nachzahlung) einsenden, fön
neu den Pfriemen bei uns erhalten, oder wir senden ihn poftfrei
nach allen Theilen der Per. Staaten.
Engelhardt nnd an meinen Kamera
den Stanislaus Engelhardt, sowie
auch att alle feser des Blattes.
Spe^ial-Äorrespondcnz.
(Nachstehende Korrespondenz stel-.
(en wir ans einem Briese zusammen,
welcher Herrn Philipp Schmalz bei
Rugby in Nord-Dakota znging, der
uns denselben zur Bersügnng stellte.
--Red. Staats-Anzeiger.)
Schon ant 15. Februar habe ich
eine Korrespondenz an den Staats
Anzeiger eingesandt, aber dieselbe ist
mir bis jetzt noch nicht zu Augen ge
kommen. (Wir hoben eine solche nicht
erhalten, sonst wäre sie sicher im
Blatte erschienen.—Red. Stoots-An
,zeiget-.) Id) hätte es mir ober nicht
verdrießen lassen, und wieder ge
jd)riebeit, bin aber daran wegen kran
ker Augen verhindert. Schon säst
den ganzen Sommer und aud) jetzt
nod), sind id) und meine Frau boit
Augenleiden geplagt, obwohl wir
beide aus der Besserung sind.
Wir hatten and) die Absicht, nach
Amerika zit wandern, wurden aber
dnrd) franke Augen, und ottd) theil«
weise durch schwoche Ernte, auch da
roit verhindert. Wir ernteten hier
nur bis 10 Pnd Winterweizen
und Ulfa sogar nur 20 bis 30 Pnd
von der Deffjotiit. Korn ergab 45
bis 50, Gerste 80 bis 05 Pud.
Welschkorn und Kartoffeln find gut
gerathen und Welschkorn ergab 200
bis 00 Pud Kolben per Deffjatin.
Wir hoben dieses Jahr eine neue
Schule gebaut, welche 10 Faden lang
und 1 Faden breit ist und 2,100 Ru
bel kostet. Audi bauten wir vor drei
ocibren eine neue Kirche (Bethern*)
zu 5,000 Rubel, welche hinter der
alten steht und die Schule befindet
sich nebenan.
Gestorben sind dieses ^abr: Mi
chael Uebelher in Nen-Kandel und
hier in Neu-Elsaß die betagte Maria
Hosfart, Kaspar Heinrid), und Ma
rianna. Tochter von ^akob Merk.
Ferner starb in Kojofof auch Leon
hart Kiefer.
a a s a i i
Krampfaderbruch
tiirirt ohne Mester
Habt Ilir (Such burtli Uelerarbcitiuifj, Anstrengung.
X'ludjclmicifuiiiicii ober llel'crtrcti iibor Diahirflnchc
bii'ir icbleichviibc Snanfhcit (and) Hobeiil'nich ober
Ü'iuitoi'clv flt'uaiiiit) a council Unsere StlicibunflS
iU'ridite uiib Irrenhäuser vczeuqen ihre zerriittenben
^irliinqen. Sir niacin nie In lUiiniu'r zu Wracks, als
alle anbereil Mranthciti'u zus.iinnien. ^eriiachlässjqung
fiilut fidtesiidi iu uoliftiiubiiiem Verlust ber Maiines
iislft. Weis! liui'r Su-r-iicnsuiiiiiit fort: leider nicht
Iii
liner. ,ldi tu rive bis .Vivaiitheit iu lur'.er ,{eit ohne
Sdtiiici'ifii, 5dnieibe:i vber ".'IVMiibni, buidi dir
schnell sie. iiriicriii' iitib Ainic.läiiiiV'V ?.!etlvbe, bic der
mebUiiiiiriu'ii 3Vi'leuiciiafl Vt'tuunt in. iViiiibhcit,
Sdiivelhuirt nub Plutaubrann in bcii ixu-flCDcbiitfii
Aber» Vcridiiuinbcn sduiell. Verluste iverbèn veihin
bi'rt. (iiii lu'suiibcr Vlntuinlaus wirb ivieber herge
fiefli, die eridilanieu Crfloiir werben enlwidelt unb
Wäriue, Mrast unb l'cl'cii telireii Inilb ,*,iiriirt. ^ch habe
Imiibertc von Aiännern nn'cl)cn, bis burdi flcräbrlidir
cliirurnisdtf Operationen ruinirt würben. Sdireibt
liciitr noch. Id, heile audi flrüii6lidi mit» dauernd
'•ttlutvetfltftiiiifl.'Jlmtcu )CrrüthiHit, verlorene
Velen#fraft. lliinluirfnuertteii. Blasen-, Nie
ren- nnd Asterleiden unb alle chronischen,
nervösen, Vlnt- und speziellen Mrciiithtileit
der Männer.
Vhreiilinste, erfolgreiche Velmndlnng ga
rantirt. Tentschc» Utiich für Männer frei,
wenn Sic diese Anzeige einsenben ober den Staat?
Anzeiger neniien.
Dr. G. H. Bobertz,
W K a y o s
Zahnarzt
1
für unsere Farmer
Wir erhielten soeben eine Sendung dieser unvergleichlichen
Ahle (Pfriemen), die für Farmer namentlich unentbehrlich ist.
Kommt herein und beseht sie.
Der Staats Anzeiger tx
TRuöb^, N. Dak.

Melitopol, (Tanrien)
den 20. November.
Hochockitungsvoll zeid)itet
Friedrich Weinin e r.
S a s u g, (Cherson)
den 20. November.
e e i i ch e r.
Baden, (Eherwit)
den 22. November.
N i k o a u s e o o n s
a n n e i in, (Eherson)
den 24. November.
I n a z E n e a
N e u E s a ß, (Cherson)
den 24. November.
5«4 Woodward »lluc.. Detroit. Michigan.
^imincr 7 und 8 im Jacobson Block
06 Rugby, N. D.

xml | txt