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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, April 13, 1911, Image 3

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I n a n $
I n e e u n k e n e i
William Schäfer, früherer Besitzer
des 2disl""er Hotel in Ashland. Wis.,
fdiof} ant Montagabend in Glidden
i
wahrscheinlich in der Tnm.fciVbeit' auf1
trauJyrau
iiic und nut sich je to ft Seine
machte ihm wegen seines Zu»
stan-des Verwürfe, woraus er seinen
Revolver zog und die That beging.,
Er ioaiohl wie feine Aran wurden
toDtlich verletzt nnd werden kaum mit
bent Leben davon kommen.
e a k e n w u W i e i e
Sekretär der Röckefellersmen Sani
tätskominission.zur Ausrottung der
garten, eines der wenigen Länder,
wo nicht ein einziger Fall der Krank
heit austrat, weil Fremde, die in's
Land summen, erst einige Zeit unter
Beobachtung gestellt werden, um
sicher festzustellen, daß die Ankömm
linge nicht von der Krankheit, welche
in Oesterreich-Ungarn vorherrschend
ist, befallen sind.
y s e i ö s E i n e e e i n i
volle Faschingssache beschäftigt die
Münchener Polizei. In 'der Frühe
des Aschermittwochs fu!hr über den
Odeonplatz ein Privatautomobil im i
raschen Tempo. Plötzlich flog eine i
Dame heraus und blieb besinnungs
los liegen. Ein mit Frau und Töch
tern heimkehrender Bildhauer hob
Èie Dame auf, die anscheinend einen
Schädelbruch erlitten hatte. Als er
jedoch die Sanitätskolonne rufen
wollte, sträubte sich der Herr, der un
terdessen ans dem Automobil gestie
gen war, und warf, ehe die Umstehen
den es verhindern konnten, die
Schwerverletzte in das Automobil
wieder hinein, um davonzufahren.
Die Polizei ist erst im Laufe des
Mittwochs von der Sache benachrich
tigt worden. Ueber die Aw'assen des
Automobils fehlt noch jeder Anhalts
Punkt.
o s o n n A I k o o e i
der Eröffnung der Kampagne, welche
bezweckt, den Staat Maine im näch
sten Herbst unter den Prohibitions
staaten zu belassen, hielt Kongreßmit
glied R. P. Hobson von Alabama
eine Rede in Portland, worin er aus
führte, weshalb der Dämon Alkohol
mit Stumpf und Stiel ausgerottet
werden müsse. Nur dann sei nämlich
die nächste Generation im Stande,
die „gelbe Gemhr" unterzukriegen.
den Hufschlag der gelben Schwadro
nen aus amerikanischem Boden hören,
und die Nation wird zu Grunde
gellen. Ich fürchte sehr, daß sich
schirmrze Kriegswolken aus dem Stil
ien Ozean emporthiirmen."
A e 5 a e n e a e u
fen. Einer der alten „lateinischen"
Farmer, das heißt, einer der
eingewanderten Deutschen Wi
sins, die mit Gymnasial- und Univ
ftiätslbiLbung herüber kamen, irrn hur
dann Farmer zu werden, ist im Al
ter von beinahe 80 fahren im Haufe
ferner jüngsten Tochter, Frau I.
Bunn, in Waukesha, gestorben. Win.
I. Techtmann war eines jener Ori
ginale deutschen Stammes, wie man
sie jetzt immer seltener trifft, denn er
pflegte von seiner Farm aus die Re
dakteure der deutschen Zeitungen der
Umgegend mit scharfen Kritiken zu
bombardiren, weint sie nicht schrie
ben, wie es ihm paßte. Der Verstor
bene wurde bei Hannover 1831 ge
boren und kam 1854 nach Amerika
tmd gleich nach Milwaukee, vin fech
te 1864 siedelte er nach einer Farm
bei Muskegon über, die er 3fJ ^abre
lang betrieb. 1900 zog er sich vom
FarmgeschÄft zurück und verbrachte
die letzten Lebensjahre im Hause sei
ner jüngsten Tochter zu Waukesha.
Außer seiner Gattin hinterläßt er
noch sieben Kinder und eine große
Anzahl von Ens
ein unfo Urenkeln.
u e i e e E s i s e i n e i
gen Ting um die Mutterliebe, oft hat
so eine Mutter selbst nicht das nöthig
fte zum Vclvit, aber ein Kind läßt sie
doch nicht im Stich. T^ait Henry
Härter, eine Frau in La Crosse, Wis.,
hat schwer .zu arbeiten, um sich und
die vbren durchzubringen, aber den
noch will sie noch zwei Kinder zurück
haben, die jetzt von dem Onkel erzo
gen werden. Beim Tode ihres Man
nes wurden diese beiden Kinder zeit
weilig zum Onkel gegeben, der sie
nun nicht nieder hergeben will. Be
kommt die ^rau im richt Recht, |o
hat sie für 10 Kinder zu sorgen kei
ne Kleinigkeit, wenn man bedenk:
daß sie ihren Unterhalt mit Waschen
verdienen muß.
V o w s u n k
chen in Indien
des Ostens. HerrNohde empfiehlt, daß manner ^ouph utt von Nidgevill-e,
dieOuarantänebeftimiunngen aus das i Ohio, verleirathete, fand, wie sie
Strengste durchgeführt werden, und! sagt, viel Aebnlichfeit zwischen dem 9,cnPden
bezieht sich in seinem Bericht auf Bul- Leben am englischen Königshofe und turknchen^ Würdenträger ^cestb-Pa
dem auf einer Farm in Warren
County. Ohio. Als sie der Königin
Victoria vorgestellt wurde, betrat sie:
den Thronsaal vorwärts schreitend
und verließ ihn rüâvärts als sie!
von der Hochzeitsreise in Ri dg will?:
eintraf, kletterte sie vorwärts in ih-,
reS neuen Batten Milchüvagen, der
sie nach Hutt's Farm brachte, und
kroch rücftvärts wieder heraus.
„Jenseits des Stillen Ozeans," sagte, Vizepräsident: G. B. Foote, New
er, „wohnen 8X) Millionen gelbe 1 Bdiatzmeifter Theodor Schrö
Men'chen, Japaner, Chinesen und âer, ^orf, Sekretär. Direktor
Hindus, die Amerika blitzen wollen. reit: Gilbert E. Noi. New ?)orf Bol
Wenn der Teufel Alkohol die jetzige ton Hall, New ?)ork, und Lincoln
Generation ruinirt, wirft (b-ie nächste i Steifens, Riverside. Conn.
W a s e e s e n o s s e n
erwarten. Mit dem Eintritt von
Victor Berger in den Kongreß beab
sichtigt seine Partei ein sozialdemo
kratisches Preßbureau in der Bun
deshauptstadt einzurichten, gewisser
maßen als Kontrolle der Berichte in
der anderen Presse und dem „Con
gressional Record". Denn der Abge
ordnete des 5. Kongreßdistrikts von
Milwaukee wird manches gewichtige
Wort zu sagen haben, wenn sich er
füllt, was das „Phil. Tageblatt" von
ihm voraussagt: „Hier ist Victor
Berg
er von Milwaukee. Er wird im
nächsten Kongreß sein. Er wird sich
Unsterblichkeit erwerben, indem er
dort auftritt, wie Bebel und Lieb
knecht bei der Anzettelung des Krie
ges von 1870. Er wird protestiren
er wird mit einem deutschen Akzent
protestiren macht nichts. Er wird
brüllen ivie ein Löwe, so daß man
es von der Küste des Stillen- bis an
die des Atlantischen Ozeans hört."
V e i n e u n e S n k
wirthschaften. Dreiundfünfzig von
den 92 Countiev des Staates India-:
na haben eine Verminderung der
Zahl der Wirthschaften auf 1 für je
1000 Einwohner beschlossen. 24 ha
ben sich uif die nach dem neuen Ge
setze höchste zulässige Zahl von einer
Wirihichii't auf je.*00 Bewohner ent
schieden, und die übrigen haben nock
nichts in der Sache beschlossen. Viele
Städte haben die städtischen Schänk
gebühren auf $.*00 das Jahr erhöht,,
wie dies unter dem neuen Gesetze
möglich ist. Allen Counti) ltmd die
Stadl Fort Wanne haben sich nock
nicht über die Frage entschieden, doch
wird man hier wohl die städtische Li
zens auf $300 belassen, mit einer
Wirthschaft auf je 500 Einwohner.
e i e e e. Richter New
burger in New ^ork unterzeichnete
dieIiikorporationspapiere der „Freien
Rede-Liga". Ter Zweck der Organi
fation ist, das Reclit der Redefreiheit
zu wahren. Namentlich ist ihr Be
streben gegen Regierungszensur ge
richtet. Das Hauptquartier wird sich
in New ?)orf befinden, dagegen soll
das A gi tat'.cm sfeld über das ganze
Land ausgebreitet werden. Die Di
reftoren und Beamten der Liga siud:
Leonard Abbott. New ^Jorf, Prä
fibent Brand Whit'lock. Toledo. O..
A u e u n e s Z u k e r
zolles verlangt. Die „Natio
nal Wholesale Grocers Association"
hat eine Agitation ins Werf gesetzt,
um den nächsten Kongreß zu bewegen,
den Einfuhrzoll auf rafsinirten und
Rohzucker auszuheben. Zucker ist kein
Lurusarti'kel. sondern ein Nährmittel,
das mehr wirklichen Nährwert!) be
sitzt, als viele andere. Es wird auch
die längst bekannte Thatsache hervor
gehoben, daß der Zuckertrust seine
Waare um 2 Cents per Pfund billi
ger in London verkauft, als in New
?)orf und New Orleans, aber an die
'fe Thatsache kehrte der letzte Kongreß
sich nickt, doch desto besser vird sie
vomussichtiidi von dem neuen Kon
greß gewürdigt werden. Der hab
gierige und betrügerische Zuckertrust
verdient ebenso wenig Rücksicht, wie
er je solche übte.
o s k i o v i i u n New
Jersey wird sich bald nach einem
neuen Spitznamen umsehen müssen,
i denn der des Moskitostaates wird
i ihm bald mit Recht nicht mehr beige
legt werden dürfen. Der Kamps ge
gen diese ebenso lästigen wie gesund
heits-schädlicheti Insekten ist bereits
seit längerer Zeit systematisch betrie
ben worden. Bereits im vcthre 1904
hat die Legislatur von New Jersey
I
I A u s a n
alten I $350.000 in jährlichen Raten von jj 5) or. ttun^ig au.gmamie mn
vcon. $10.000 für Weitn «.«Npi beroilliflt. Sâ
Wurzeltiefe der Grasnarbe gehende
Gräben drainirt, ebenso die mehr
landeinwärts gelegenen sumpsigen
I
Wiesen. Stagnirende Gewässer, bie
nicht abgeleitet werden können, wer
ben mit Petroleum bedeckt. Hudson
Ecuntn hat seinen eigenen Moskito
Vertilgungskommissär. William De
lanei), angestellt, welcher bereits 16.=
000 Acker an der Küste und entlang
dem liier des Hackensack Rivers von
Moskitos völlig gesäubert und ihnen
bort die Existengmögiichkeit genom
men hat. Sein tüchtigster und uner
müdlichster Mitarbeiter ist ^esse P.
Mo na hau, der Bürgermeister von
Monmoutffi, der schon feit einigen
Wochen wieder mit seinen Arbeit:n
den Friihi'ihrsfeldzug gegen bie
Moskitopest eröffnet hat.
I i A u u i e E e A u s
Konstantinopel meldet man: Ter be
fannte Weltreiseird: Konstantin Welt«
schikow, der 19Q3 von Sofia auf
brach, um 3» Fuß rund um dieErde
zu wandern, traf hier ein. nachdem
er alle fünf Welttheile durchquert
hat.
e o i n e a s n a
In Rauh bei Cleve wurde der Land
wirth Gustav Jansen, mit vielen
Brandwunden bedeckt, in seinem
Maskenkostüm todt aufgefunden', ein
zelne Körpertheile und die Kleider
waren gänzlich verkohlt. Es wird ait
mit brennen
ist und so
wurde.
S w i n e e i e n e i n e s a
s ch a s. Aus Paris meldet man: Ge
gen hier wohnhaften ehemaligen
.öcn Hut molniluiTtej
Icha wurde eine Untersuchung einge
leitet, weil er mehreren Personen
Schmucksachen im Gefaiumtwertht
von nahezu (00,000 Frauken entlock!
hat. Unter den Geschädigten befindet
fich auch der in der Affäre des (Seift
mir-Perierschen Perlenkolliers viel
genannte Juwelier Ianesich.
S u z e n e z i e e n
Tie Raubjagd auf Pelzthiere soll
jetzt in Sibirien, wenigstens soweit
die edelsten Felle in Betracht kom
men, eingeschränkt werden. Die
Pelzhändler in Irl)it «Gouvernement
Perm) haben nämlich, einer Draht
meidung zufolge, beschlossen, den
Präsidenten des Ministerraths tele
graphisch um ein Verbot des 'Zobe.«
fange? während zweier Jahre zu bit
ten. Nur hierdurch könne der Aus
rottung des Zobels vorgebeugt wer
ben.
a n z ö s i s e E u n e s
Malers v. U e. Aus Paris
wird berichtet: Als in Deutschland die
erste Nachricht von dem Tode Its)des
bekannt wurde, schritt die französische
Akademie der schönen Künste in Pa
ris dazu. Fritz v. Uhde zum Mitglied
der schönen Künste zu wählen. Die
Todesbotschaft wurde an der seine
erst später bekannt. Obgleich die
Wahl nun onnullirt werden muß.
wird die Akademie doch das Protokoll
der Sitzung und der Wahl der Fa
milie des verstorbenen Künstlers
übermitteln.
S e u e i e N a u n S
i e s e E i n A u s s e e n
erregender Strafprozeß wegen Nah
nmgsmitteliälichimg wurde in Kasiei
zu Ende geführt. Es Handelte sich
um den Vertrieb von mehreren Zent
nern verdorbener Knoblaiichsrourst.
die nach den Ergebnissen der Sachver
ständigenunlersuchung nicht nur zum
menschlichen Genuß ungeeignet war.
sondern auch zu schweren Krankheiten
führen konnte. Der Metzgeriuenter
Ziilck wurde ',u drei Monaten Ge
fängiiiß. der Metzgermeister Rosen
theil zu 800 Mark Geldstrafe ober 80
Tagen, der Wursthändler Israel zu
200 Mark oder zwanzig Tagen Ge
sängniß tierurtheilt.
gen bem Benrather Gemeinderath zu
geben. Nach dem Abschluß des
Kaufvertrages wird die Gemeinde
Benrath (Jigenfhiimerin des 70!)
Morgen großen Schloßareals, zu dem
ein 400 Morgen großes 'Bauterrain
gehört, das zäun Theil nnmittelixr.
am Rhein gelegen ist.
n i s e
ch o r. Fünfzig
S u e n e n
ausgewählte Mit
de»
»Der. ttn SdUaditpton «eg«n bic Mâ Studenten^ in «-penlw«'n mtic»
tos hat der Staatsentonwloge Prof.
John B. Smith vom Ristgers College
entworfen. Die sich der Küste ent
i langziehenden Salzwassermarschen
werden durch 30 Holl tiefe, bis unter
©ciaitgBmiii« dannchkr steigen
am 4. Mai eine Reise durch die Ver
einigten Staaten antreten, um ame
rikanische Eindrücke zu sammeln. Un
terwegs wollen sie versuchen, sich
durch Konzerte in den größeren
Städten das Reisegeld zu verdienen,
obwohl man in Dänemark einen Ge*
rantief on bs zur Deckung der Reiseko
sten aufgebracht hat. Der Eh or zähl:
zu den besten Männerchören Europas
und ist von Vräfideiit Taft eingela
den worden, am 19. Mai ein Konzert
im Weißen Hause zu' geben seine
Reife steht unter dem Schutze der
Dänisch Amerikanischen Gesellschaft
•hi ber Spitze ber Solisten, weiche
den Chor begleiten, steht der fönia
Iich dänische Hofopern- und Kammer
sänger Helge Nissen, ein hervor rag er
der Baritonist. und Chormeister i't
Herr S. Levn'ohn von ber bäniichei1.
Hofoper. Hauptsächlich sollen klas
sische Clioriverke skandinavischer
i z s a i n e i n e K i e
Während des Gottesdienstes schlug
der Blitz in die von Andächtigen dicht
gefüllte Kirche zu Himbach. Es ent
stand eine Panik, mehrere Personen
wurden ohnmächtig und einige Per
so neu verletzt, jedoch nicht lebensge
fährlich. Der Geistliche konnte die
Leute schließlich allmählich beruhigen.
E o u n v o n E n n
dern im Kaukasus. In Gros
ttyi im Terekgebiet wurden die Naph
ibamerke von MaeHarvey von Ein
geborenen überfallen. Dabei wurden
der Eigenthümer, der Engländer
MaeHarvey. sein Landsmann, der
Verwalter Baritar und ein rnsfisdiei
Telephonist getödtet. Die Gattin Mai
Harveys, ein Wächter und besten
.Frau wurden verwundet.
o n e a w i n e i e
rissen. Hei Kiihtai (Tirol) ist eine
Lawine niedergegangen und hat ei
nen ski fahrenden Herrn mitgerissen.
Der Berlin gluckte ist bisher nicht ge
funden worden. Auch im Engadin
sind Lawinen niedergegangen und ha
ben den Damm der Rhäiischcn Bahn
tau Beversthal bei St. Moritz ver
schüttet. Jetzt ist die Bahn wieder
frei gemacht. St. Moritz hat viel
Neuschnee.
A i s U n v o s i i k e i
n e utter erschösse it. Im
Mannheimer Stadttheile Freuden
heim h-at sich ein schweres Unglück er
eignet. Der Lehrer Düncker war mit
dem Putzen seines Revolvers beschäf
tigt, ohne zu wissen, daß noch eine
Patrone im Lause steckte. Plötzlich
entlud sich die Waffe, und der Schuß
ging der ihrem Sohne gegenüber
sitzenden Mutter in die Brust, so daß
die Frau schwer verletzt zu Boden
sank. Sie wurde in das nächste
Krankenhaus übergeführt.
e o s e n o k i n I a
lien, Die Hosenrockmode hat bei
den ästhetisch empfindenden Italie
nern wenig Beifall gefunden. Auf
der Redoute im römischen Constan
tintheater wurden die vunubehoften
Damen mit Hohn überschüttet. In
Florenz suchte die reizende Schau
spielerin Lidia Boreli die Hose einzu
bürgern. indem sie als Madame Val«
lerol in L«aoedans „Marguis Priola"
das neue Modemonitrum trug. Der
Erfolg war niederschmetternd, denn
die graziöse Schöne iah wie ein Mehl
sack aus und mußte unter tosendem
Gelächter des Publikums von der
Bühne verschwinden. Damit dürfte,
wenn nicht ein Wunder geschieht, die
jüngste Mode für Italien gerichtet
sein.
o e s e e n i s a k
Preisträger. Der Küitstlerver
band deutscher Bildhauer pro
testierte beim Kunst- und Bau
ausschuß des Bismarck Natio
naldeukmals aus der Ellen
hohe bei Bingen dagegen, daß
sich Professor Habit in München
am Wettbewerb betheiligt na be nnd
mit dem ersten Preise ausgezeichnet
worden sei, obwohl er dem Preislich
terkollegium angehört habe. Hierzu
theilt Professor Hahn den „M. N.
N." mit daß er bereits acht Monate
vor Ablauf des Wettbewerbes aus
dem reisr
i chterk üegi
um ausge
schieden sei und niemals einer Komi
tefitzung beigewohnt hätte. Cr komv
te also auch nicht mehr Gesichtspunkt
te kennen, die geeignet gewesen wä
ren, ihm bei seiner Arbeit einen Vor
theil vor den übrigen konkurrirenden
Künstlern zu verschaffen.
V e k a u e s S o s s e r
Benrath. Die seit zwei Jahren
geführten Verbandlungen der Gj
meinde Benratlz mit dem königlichen
Hatisminisreritim über den Erwerb
des Benratiber Schlosses sind einem
Bericht ans Düsseldorf zufolge soweit
gefördert iaß über den Kaufpreis. Ein a i s e s e s i k
über den man fich bisher nicht eint- hat die Tochter eines rheinischen Fa
gen konnte, und über die sonstigen brikanten betroffen. Die neunzehnjäh
Berkan[sbodiitgungen ein Einver- rige Milli Koch, Tochter eines Rem
ständniß erzielt worden ist. Der :1t e scheid er Fabrikante.!, wollte in Rit
gierungspräsiident in Düsseldorf ist tershauieii einen Maskenball bejn
von bent zuständigen Ministerium chen. Vor Ungeduld mit ihrem Brau
zum Abschluß des Kaufvertrages er tigain zusammeuzutreffeu. der sie auf
mächtigt worden. Die entsprechenden bem Bahnhof abholen wollte, sprang
Vorlagen sollen in den nächsten Ta-! fie aus dem Abtheil, als ber Zug, ber
noch kein Eiu'ahrtssignal hatte, vor
ber Station hielt, ^m selben Augen
I blick sauste der Kölner „D"-Zug vor
bei, ber das Mädchen erfaßte und vor
i den Augen mehrerer mitreisenden
Freundinnen zermalmte. Ein ähn
licher bedauerlicher Unfall ereignete
isich auf der Station Koblscheib, wo
ein elfjähriger Schüler von Düffel
borf eilten einrabrettben ^ug zu be«
versuchte. Er geriet!) unter bic
unb wurde als verstümmelte
Leiche hervorgezogen.
I S o a a I s A v i a i k e
I Das
deutsche Heer
hat
2H)
jetzt neben
i ben tvliegeroffizieren auch einen
„fliegenden Soldaten". Es ist dies
I ber Infanterist Richter von der 1.
i Kompagnie bes Leipziger 107. In
santei ie-Negiments. Nichter hat vor
kurzer Seit die Fliogerprüfung be
standen und ein Seugnife erhalten.
Der vumnterist 'hat alle seine ^lüge
I aus
einem Flugapparat einer Kon
struktion bestanden. Nichter ist be
reits seit mehreren Moimten mit dem
I Bau 'eines Flugapparates beschäftigt
I gewesen, als die Heeresvenvaltung
I noch keinerlei Ankäufe gemacht hatte.
I
Noch der Mlegung der ^liegerprü-
I
fnng. die in Gegenwart feiner Vor
I gesetzten stattfand, würbe von bem
Negimentâmmanbeur verfügt, bafj
ber „fliegende Soldat" von dem
größten Theil des Dienstes
Komponisten dem amerikanischen freien sei. um weiterhin seinen ©tu»
Publikum vorgeführt rpetberi. |bien obliegen zu können.
zu
be-
Nichts entwaffnet deinen Angrei
fer mehr, als dein Schweigen, das
frei voi. ^ont. Trotz uub Eutpfut.d'
'ichkeit ist.
Jyiir verschiedene Zwecke, den ewi
gen frieden eingeschlossen, hat Andi)
Carnegie nahezu 180 i'itllionen Dol
lars hergegeben. Wenn er jetzt den
Nest ''eineö Vermögens hergibt, unt
die Thränen unglücklicher Menschen
kinder zu trocknen, dann wollen wir
ihm anderweitige Sonderbarkeiten
gerne verzeihen.
Die Berliner Thealerdirektoren
haben ein Abkommen getroffen, nach
welchem sie die Premieren gemein
schaftlich so ansetzen, das sie einander
möglichst wenig geschäftlichen Ab
bruch thun. Unter den Unterneh
mern der siid- und mittelamerikani
schen Revolutionen scheint eine ähn
liche Vereinbarung zu bestehen.
„Jedes reichen Vaters Sehn, der
da glaubt, eine Bühnenschönheit
näi.me ihn feiner selbst und nicht sei
nes Geldes wegen, ist ein ganz ge
wöhnlicher, blöder Narr allererster
Güte." So sprach der New Yorker
George Mulligan jr., und seine An
sicht stützt sich auf eine sehr theuer er
kaufte Erfahrung.
Man trägt fich mit dem Gedanken,
ein Ehescheidungsgesetz auszuarbei
ten. welches von allen Staaten ange
nommen wird, um dadurch die Ehe
icheidüngen in den ganzen Vereinig
ten Staaten einheitlich zu regeln.
Welchen Ersatz wird mein aber sol
chen Staaten bieten, in welchen Ehe
scheidungen bisher ergiebige Einnah
mequellen waren?
Abonnirt aus den Staats-Anzeiger,
die tonangebenbe deutsche Zeitung
Nord-Dakota's.
HONORBILT,
Schuhe für Männer
Mil unserm Ehrenwort bürgen wir für unsere „Honorbilt'
3(i)ut)c. Man muß cin_ Paar getragen haben, um ihre lieber*
iviicnhcit über andere Sdiulic ,^u würdigen. Sie sind cle
nant und dabei dauerhaft, sitzen bequem beim ersten Tra
den und behalte it ihre geschmackvolle ?vcrm biv zuletzt.
"HONORBILT" Schulte
ivorhen flitv l'cftcm ?JinlcrinI von crfalirciion Sifuihnunicni
fliiitcfcrlu1.!. VV nnd ditrih und durw clirüdiv ^amlu'.
öoi'i, 2i!i!crliafiit\!vit und •j clinrmli(fifeit. alle riviv v nv'ii|u)üi=
ten fmrv 3ic bci'cinl in il'iaijcr „.voiiortitu" £ö)ul)cit.
Achten Sic auf die Mayer Tchutzmarkc in der Sohle
WennJhr Händler sie nicht führt, schreibenSieuns.
rrri.—Senden ?ic mië den i'Jnmcn cinc-5 Hnrdlers. der die
VJaiiH't „Hoilürl-ilt" 2cniilij nicht iiilnl, nnd irir im"
^hncn, nvnii» inid luuli'iiLi. ein rmchlvoUco Bild
George Washington. 15x2u, jiifcnöen.
Wir fnBri.ucrcn ferner „Leading Lady" Cckiuhe,
./.V'artha Washington" l^niiiort Tchiilie. „9cvmn
:i:d El'ccial :V.'ciii" 2JniI Spulte.
tiljsl». Turk, alleiniger Agent für :)iinjbn und Umgegend.
Land zu verkaufen
Parthie l.
Eine halbe Section Land jechv seilen nordöstlich von Rugbi) Nord^
Dakota gelegen. Alleo gebrochen biv auf 25 Acker. Dik beste Land und
in gutem Zustande. Auch dciv ungebrochene Laud kann gebrochen wer
den. Ojhtte* Haus, Stalluiig. grnhev ttetreideinagaziu unb andere Ge
bäude. Hat nie versagenbeu Brunnen und augreuzenden Süszwasser
teicli. (^ute Nachbarschaft. Landpost eine Meile entfernt unb hat Tele
pboiiverbindiiug. Vird sehr billig verkaust. Angrenzende halbe Sec
tion Swatolaud in auch noch kaufen.
Parthie 2.
Eine Viertelsectiou Land, vier Meilen nordöstlich von Rugby Nord
Dakota gelegen. Alles gebrochen biv auf Acker gutes Wiesen- und
Neuland. Erstklassiges Land, hat aber keine Gebäude daraus, ^u denk
bar bester Gegend und Nachbarschaft. Wird spottbillig verkauft.
Parthie 3.
200 Acker Land, sechs Meilen nordöstlich von Rugby Worb-Dakota
gelegen, mit Gebäuden. i:»0 Acker gebrochen, aber es können 25 Acker
mehr gebrochen werden. Nest ist Neuland. v,n guter Nachbarschaft.
Eine ausgezeichnete Jyctrnt nnd billig *,u hoben.
Parthie 4.
Acker Land, nur zwei Meilen östlich von Rugby Nord-Dakota
gelegen, alles gebrochen bis auf 10 Acker, welche auch noch unter StuEin
gebracht werden können. Land stillt nach Süden zu ab und liegt nur
eine Viertelmeile vom Bablgeleise der Great Northern Bahn. Haus,
Smilling und Brunnen, mit danebenliegendem Süstwasserteich. Dieses
Land liegt in dichtbesiedelter Gegend und wird zu sehr mäßigem Preise
verkauft.
Habe ferner auch Hotel- unb Grundbesitz und Wohnhäuser und
Bauplätze in Rugby Nord-Dakota billig zu verkaufen. Man schreibe
oder spreche vor.
Mutter: Und das sagst Du
so naiv, daß Dich ber Leutnant qe*
t'ünt hntV! Ein an'tändiges Mäd
chen läßt si chnur von dem Herrn Mis
sen, der es heirnthen miü!"
iocluer: „Aber Mama bie
können mich doch nicht alle he ra
then!"
L. Niigby, )k.
diese Backfische!
3.
Wer russische Vollmachten rechts
kräftig ausgestellt hoben will, wende
sich au Georg Mitzel in Berwick
Nord-Dakota. Meine Gebühren sind
sehr niedrig. Georg Mitsei,
40 Berwick N. D.
Die schönen i'mibfarteit
die ivie vorauszahlenden Vefcvu schenken
Haben Sir sie ftbott gesehen?
Der Liaalo-Anzeiger
Rugby, N. D.
Bensen fc Begtrup
rHuiilu, N. T.
An Teutschland ausgebildete Ärzte
jlllflt'mvi'.u' unb Wuudmziieiknnst
raut Ii eil vn d. x'liif.r-? ii. d. Vinii' vviolflrridi dehaudeli
sTtiiic 6er nein'!! :)ii'd (5re-K- SU'olhcfe
t»è wird »ctil(d) flff|irod)cii! 21
W. K. Tattlor
Zalmaizt
^intmer 7 und s im ^aeobson Block
n: Rugby, N. D.
Henry B. Senn
Deutscher Advokat
Dr. H. Neukamp
liefet), N D.
In Deutschland ausgebildeter Arzt
Operationen Spezialität
Besonder? Erfatinmg und Erfolge in Uuteriuchuug
und Behandlung schwerer nnd langwieriger Fälle.
I R. 5. Wenzel
... Deutscher Advokat...
5» Lssice zusammen mit L. 9i. Tvrson
Rngvq, R-Dak.
Collison & MacPherson'
Dr. v. M. Collison Dr. (fl. A. MncPherion
9lettU,
Wnndärzte und Geburtshelfer
Ciffice und Wohnung über MrichantS Bank, Rughy.
(W-lIr) Beide Telepho«

Ter Staats-Anzeiger, Rugby, N. D., den 13. April 1011.
r. MAYER BOOT & SHOE CO
MILWAUKEE.
WISCONSIN.
Office- Sectiriti) luuitn\ N.
Roth und Hülse ertheilt in Rechtsangelegen
heiten.—Besucht mich.

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