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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, April 27, 1911, Image 1

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5. Jahrgang
EMtonellee.
Letzten Berichten zufolge liegt die
Revolution in Merikn in den letzten
Zügen und Frii'benvunterbantiltingen
sollen aiiiiofiiüpft werden. Während
derselben herrscht Wassenstillstand.
Frankreich rüstet zum Stricgc mit
Morocco, woselbst es schon seit eini
gen Wochen gährt. 10,000 Mann
Truppen wurden am Montag von
der französischen Negierung nach Ca
sablcmca abgesandt.
Das katholische SlirdienctgcntHnm
Portugals, woselbst ernt Samstag das
Gesetz zur Trennung von .Stirch^* und
Staat in .Urast.getreten ist, wird aus
$39,000,000 geschätzt. Dieses Be
sitzthnm fällt liitn dem Staate zu.
Der Cowan-Proze^ in Bismarck
neigt sich so allmählich seinem Ende
zu. Am Samstag war die Vertheil
gung mit ihren Zeugenaussagen zu
Ende und es ist Aussicht vorbanden,
das noch diese Woche die Eim'chei
dung fällt, wenn die Herren Rechis
anwälte nicht gar zu laugathmige
Argumente vorbringen.
Im Abgcordnetenhause des Staa
tes Colorado gelaug es den ver
einigten Fraueuclub* ein absolutes
Perbot des Cigarettenrauchens durch
zudrücken. Selbst der Besitz von Ci
garretten oder Cigarrettenpapiers
wird straffällig Ob auch der Senat
das (besetz gutbeißen wird, bleibt
noch abzuwarten. Man war ansang
lich geneigt, diesen Gesetzentwurs für
einen schlechten Witz zu halten, bis
die Bevölkerung eines Besseren be
iefjrt wurde. Sollte uns nicht wun
dern, wenn auch der Senat den Ent
wurs gutheißt.
3
it Indianapolis erfolgte am
Samstag die Verhaftung dreier Per
sonen, welche im Verdacht stehen, das
Gebäude der Los Angeles Times in
Los Angeles Cakisornien durch Tu
namit in die Luft gesprengt zu ha
ben. Tie Katastrophe ereignete sich
anl 1. Oktober vorigen Lahres und
forderte 21 Menschenleben. Wir be
richteten seiner Zeit des iläheren
Über die Sache. Tie Verhafteten find
I. v. M'iMatnara, Sekretär und
Schatzmeister der internationalen
Verbandes der Baueisenarbeiter, fer
ner V- B. Bruce, der angeblich I. B.
McNamara beißen uud der Bruder
des Ersteren sein soll, und Ortie E.
McNauigaks aus Detroit. Sie wur
den nach Los Angeles gebracht, wo
ihnen der Prozeß gemacht werden
soll, wenn die angeblich gegen sie
vorliegenden Beweist* wirklich als
solche befunden werden. Wie verlau
tet, sollen weitere Verhaftungen be
vorstehen, doch waren solche zur 'jeit
als wir zur Presse gingen, noch nicht
gemacht.
Das französische ist die Sprache
der Diplomaten—so denken auch die
Stadträthe von Prag, wenn sie nicht
deutsch schreiben wollen. Die braven
tschechischen Stadtväter lassen keinen
Tag ins Land gehen, ohne ihrer kräf
tigen Abneiguug gegen alles was
deutsch ist durch irgend eine Leistung
Ausdruck zu geben. Schade nur,
daß man den deutschen Michel manch
mal braucht. So hatten die Herren
eines Tages eine Auskunft vomNürn
berger Magistrat nöthig. Was
thun? Deutsch schreiben wollten sie
nicht, tschechisch trauten sie sich nicht
recht, mußten ja auch erwarten, daß
die Kenntniß der tschechischen Welt
spräche bei den rückständigen Nüm
bergern noch zu wünschen übrig las
sen würde ergo stellten sie ihre
Fraget^ sein säuberlich in franzäsi
scher Sprache. Befremdlicherweise
scheinen die deutschen Stadtväter
Dürnbergs auch kein Verständniß für
die Feinheiten des Prager Magi
strats-Frauzösisch zu besitzen, sie be
schlossen, die Aufrage nicht zu beant
worten. Nun ist im Prager Rath
Hans guter Rath theuer.
Wochen-Rnndschau
Ausland.
Deutschland.
e i n 1 8 A i i e i n
Brüssel stattfindenden Verhandlun
gen
zwischen
den
schen
Vertretern
Präsentanten
des
Kali-Syndikates
die der
.Siempiier, einer der
deut­
und den
Re-
dgr amerikanischen In­
teressenten werden anfangs Mai be
ginnen
und voraussichtlich
einer
rasch
zu
vollständigen Lösung des Moiv
fliktes führen. Allem Anschein nach
scheint das Syndikat fetzt willens
zu iein, deu Amerikanern Zugeständ
nisse zu machen,
die bis jetzt hart
näckig
verweigert wurden. Das wird
wenigsten* aus den Aeußerungen ge
schlossen,
hiesige Anwalt
Vertreter des
Syndikats, den Vertretern
der
Pres­
se gegenüber machte. Der Gewöhrs
mann erklärte in
der
zuversichtlich-
sten Weise, daß ein alle Theile befrie
digendes Abkommen
mit
Bestimmt-
heit zu erwarten sei und der Streit
die
Diplomaten
nicht
wieder beschäs-
tigen werde.
e i n 1 8 A i N i
geringe Befriedigung herrscht gegen
wärtig n den industriellen Kreisen
Deutschlands über eine von der hie
tigen Borl'iiVscheu Lokomotiven-Werk
itätte ausgeführte Leistung, die in
England und Amerika Meid uud Aer
ger erregen dürfte. Die Firma hat
nämlich in der beispiellos kurzen Zeit
von 00 Tagen zwölf Lokomotiven
für Japan gebaut. Die erste der
Maschinen stand in 45 Tagen nach
der Vollendung der Zeichnungen rir
und fertig da.
K i e 1 8 A i a s o
gramm für den im Juni zur Zeit
der vieler Regatta erwarteten Be
such der Zweiten Atlantischen Divi
sion der amerikanischen Flotte 'ge
winnt immer festere Gestalt. Wenn
auch die definitiven Fortsetzungen
mit Rücksicht auf die momentane Ab
Wesenheit des Kaisers in Knrfn noch
nicht erfolgt sind, so wird doch heute
mitgetheilt, daß die Mannschaften
der amerikanischen Schiffe, der „Lou
isiana," ..Kansas," „View Hamp
shire" uud „South Carolina" aufge
fordert werden, sich au den Regatten
für Boote von Kriegsschiffen zu be
theiligen. Man zweifelt nicht daran,
daß die Amerikaner dieser ehrenvol
len Aufforderung mit Freude Folge
leisten werden, und ihre aktive Be
theiligung an dem friedlichen Wett
kämpf dürfte sicher noch mehr dazu
dienen, eine noch innigere persönliche
i
Annäherung zwischen den Gästen
und ihren Wirthen zu sördern, als
wenn den Amerikanern nur das Ver
gnügen des Zuschauens geboten wür
de.
1 i n, 20. April. In den
letzten fahren wird beständig von
Brasilien aus der, oft leider auch
erfolgreiche Versuch unternommen,
deutsche Arbeitskräfte unter anschei
uend glänzenden Versprechungen zur
Erschließung von Landesgebieten
nach Brasilien zu locken. Es muß
jedoch, wie der „Norddeutschen All
gemeinen Zeitung" von betheiligt ge
wesener Seite geschrieben wird, vor
eiuer solchen Auswanderung drin
gend gewarnt werden. Das Klima,
in das die deutschen Familien unter
Versprechungen auf baldige Selbst
ständigkeit und guten Lohn ver
schlepm werde» ist meist so ungesund,
daß der größte Theil der Uebersie
delten dem Siechthum verfällt, als
nicht mehr arbeitsfähig entlassen und
schließlich in den weiten Urwaldbe
zirken umkommen. Auch die zuge
sagten Versprechungen werden nicht
gehalten, denn die Unternehmer wer
den meist schon nor erfolgter völliger
Urbarmachung des bearbeiteten Lan
destheiles durch die Schiebung sallit
und bringen dadurch die Uebersiedel
ten in Noth und Elend, aus dein es
in den sonst unbewohnten Bezirken
kaum je eine Rettung giebt.
e i n 2 1 A i l- e u s h
steht im Begriff, auf einem neuen
Gebiet bahnbrechend zu wirken und
einen Traum zu nerwirklichen, der
den Denkern alierNatioueu seit Jahr
hunderten norgeschwebt hat. Wie aus
offiziöser Quelle verlautet, beabsich
tigt die Regierung Einladungen zu
einem Weltkongreß zu erlassen, der
im nächsten Jahre hier zusammentre
teij soll, um über die allgemeine Ein
führung einer internationalen Kirnst
spräche zu berathen, durch welche der
Handel und Verkehr zwischen den
Nationen erleichtert werden soll.
Wenn dieser Plan den Beifall der
verschiedenen Länder findet und der
projektirte Kongreß einen definitiven
Rugby, Nord-Dakota, Donnerstag den April 1911.
Beschluß in der Sache saßt, soll die
„Weltsprache," die ausgewählt wird,
in allen Schulen obligatorisch gelehrt
werden.
a u n s ch w e i g, 21. April:
Das lenkbare Luftschiff „Parseval
»," das heute 'Morgen von Berlin
ausgestiegen war, um eine Fahrt di
rest nach Amsterdam zu machen, ver
unglückte heute Nachmittag bei Isen
büttel, 10 Meilen nördlich von hier.
Die zehn Passagiere entkamen miner
letzt uud auch das Luftschiff wurde
nur zum Theil beschädigt, sodas es
reparirt werden kann Es mußte je
doch, da es theilweise in einem Sumpf
steckte, in feine Theile zerlegt und per
Zug nach Bitterfeld geschickt werden,
wo die nöthigen Reparaturen vorge
nominell werden sollen.
a s a 2 2 April. Prinz
Heinrich von Preußen erlebte heute
ein ausregendes Abenteuer, als er
mit August Euler in einem Gleilflie
ger über den Exerzierplatz fuhr. Die
Männer hatten in 40 Minuten 34
Meilen zurückgelegt, als ein Eulin
der in der Maschine barst und sie zu
sofortiger Landung zwang. Diese
wurde zwar erfolgreich durchgesetzt,
doch konnten sie keinen geeigneten
Landungsplatz mehr wählen und ka
men mitten unter einer Abtheilung
übenderSoldaten nieder. Diese spran
gen schnell zur Seite. Der Prinz war
während des Vorfalls völlig ruhig
gebiedeii.
Skodga'schen Werken in Pilsen wird
soeben die sensationelle Ankündigung
gemacht, daß sie eine neue Haubitze
von furchtbarer Gewalt zur Bekam
PNrng der ..Dreadnoughts" geschaf
fen haben. Das ganz neuartige Ge
schütz, dessen Konstruktion auf das
strengste geheim gehalten wird, soll
so zerstörend sein, daß die Mächte
wahrscheinlich mit dem Beut weiterer
„Dreadnoughts" vom jetzigen Typ
aufhören werden.
u a e ft, 20. April.
viser Bergwerk bei
xsn
dem
reichsten und größten fiskalischen
Goldbergwerke
Ungarns,
dem Veres-
xNagi)baiu)a,
er­
schienen am späten Nachmittag, als
nicht mehr gearbeitet wurde und nur
einige Wächter anwesend waren, vier
1 milde Männer. Die Wächter woll
ten die Eindringlinge hinausweisen:
die Räuber jedoch schleuderten kleine
Tmiamitbomben gegen sie und ^rie
hen so die Wächter in die Flucht. Die
Bomben erplodii ten kurz hinterein
ander, trafen jedoch keinen der
Wächter, die sich in einem Seiten
gange in Sicherheit gebracht hatten
und sich nicht ans ihrem Versteck her
vorwagten, da der eine der Räuber
mit einer Bombe in der Hand Wache
vor dem Stollen hielt. Inzwischen
konnten seilte Spießgesellen große
Goldvorräthe fortschaffen, was bis
Mitternacht dauerte, Int ganzen sind
den Ranbern Golderze im Werthe
von mehreren hunderttausend Kro
nen in die Hände gefallen.
W i e n 2 0 A i i e e v ö
kerung wird durch erneute Gerüchte
von einem ernsteren Unwohlsein des
Kaisers Franz Joseph beunruhigt.
Die Ursache der Alarm-Gerüchte bil
det die Thatsache, daß der Monarch,
welcher nach der Hofburg zuriut'ge
kehrt ist, seine Gemächer nicht ver
läßt und trotz des vorherrschenden
schönen Frühlingswetters keine Ans
fahrten unternimmt.
Süd-Amerika.
i o e V, a Ii e i o, Brasilien,
22. April. Der deutsche Personen
und Frachtdampfer San Nicolas ist
während eines Sturmes bei San Se
bastiao aus den Strand geworfen
worden iiud in gefährlicher Lage. Die
Reisenden und Mannschaft wurden
gerettet. Das Schiff, welches der
Hamburg-Südamerikanischen. Linie
gehört, war ant 10. März von Ham
burg über Teneriffa nach Santos ab
gefahren. Es hat nur für einige
Zweitekajnte Reisende Raum, dient
hauptsächlich dein Frachtverkehr. Es
ist 1897 in Hamburg gebaut worden,
hat 875 Fuß Länge, 40 Fuß Breite
und 27 Fuß Tiesgang.
Siid-Asrika.
K a s o 2 2 A i E i n e
sonenzug der Kowiera-Bahn ist heute
infolge Einsturzes der Bfauw Krcmtz
Brücke, 13 Meilen von Grahams
town, 250 Fuß tief in eine Feld
schluckst gestürzt. Die 30 Reisenden
auf dem Zuge sind wahrscheinlich ge
tobtet worden. Nähere Nachrichten
fehlen noch.
Abonnirt aus den StaatH-Hyzeiger.
Inland.
(Samten spricht gegen Reciprocität.
W a s i n o n, 19. April Die
Debatten über die kanadische Ren
pfocitäts-Bill wurden heute im Re
präsentantenhaus sortgesetzt. Es war
bekannt, daß Repräsentant Cannon,
der frühere Sprecher, Heute eine
Rede gegen die Maßnahme halten
werde. Die Gallerieit waren des
halb wohlgefüllt, denn man war ge
spannt darauf, was der alte Hau
degen in seiner originellen Weise wohl
zu sagen haben werde. Die Geduld
der Zuhörer wurde aus die Probe
gestellt, denn zum Erstaunen der
Mitglieder eröffnete ein demokrati
scher Repräsentant ans dem Süden,
Gudger von North Carolina, den
Reigen gegen die Reciprocitäts-Bill.
Er brachte indessen nichts Neues vor
und beschränkte sich darauf, auf meh
rere südliche Demokraten zu schim
pfen die sich zu Gunsten der Maß
nahme ausgesprochen hatten. Dann
kam Cannon ans Wort. Er sagte
ungefähr Folgendes: „Wir sind vor
die Frage gestellt, ob mir mit der
Entwickelung unseres Landes sort
fahren, oder oh mir unsere Märkte
ohiue Compensation für auswärtige
Produkte eröffnen sollen. Canada hat
schon wiederholt den Versuch gemacht
untere Märkte zollfrei zu erobern,
und es besteht kein Zweifel, daß wil
den Schaden davon haben werden,
wenn mir nachgeben." Der Präsident
habe durch den Abschluß dieses Ver
träges einen großen Irrthum be
gangen er sei ein großer Mann und
er, der Redner, habe Achtung und
Respekt für ihn, aber er sei bei die
sem Abkommen von ganz falschen
Voraussetzungen ausgegangen. Der
Präsident hat erklärt, daß das Ab
kommen die Kotten unteres Lebens
unterhaltes rednzireit werde, ohne
den Wohlstand des Farmers zu ge
fährden. Der Präsident sollte diese
Behauptung dem Lande vordemon
ftriren, eher könne er nicht daran
vituuben.
Will eine konstitutionelle Konvention
einberufen haben.
W a i it o
Ii,
präsentant Berger, unser solitärcr
Sozialist im Repräsentantenhaus,
hat heute eine Resolution eingereicht,
in welcher er ein Amendement zur
Konstitution beantragt, durch wel
ches der Congreß die Befugniß haben
soll, eine konstitutionelle Konvention
zur Umarbeitung unserer Bundes
konstitution einzuberufen. Er erklärt
diese Maßnahme als höchst uotbweu
dig, da unsere Konstitution veraltet
und nicht mehr deut Zeitgeist ange
paßt sei. Die Resolution wurde dem
vustiz-Coiuite übergeben und wird,
wenn nicht ganz abgemurkst, sicherlich
ungünstig einberichtet werden.
Keine Regiernngsschnldscheine mehr.
W a s i Ii ii o u, 20. April. Re
präsentant Fitzgerald von New ^orf,
der Vorsitzende des Verwilliguugs
Comites im Repräsentantenhaus,
reichte heute eine Bill ein, durch wel
che das dem Panne-Aldrich-Tarif
gefetz angehängte Amendement wi
derrufen werden soll, durch welches
die Regierung permanente Autorität
erhielt, je nach Bedarf dreiprozentige
Schnld-Certifikate auszustellen Fitz
gerald bezeichnete diese Befugniß als
eine Gefahr für das Land, da leicht
Mißbrauch damit getrieben werden
könnte. Ursprünglich war die Aus
ftellnug von Schuld Certififaten nur
zu Kriegszeiten gestattet worden und
yvar durfte der Gesammt-Betrag
nicht $100,000,000 übersteigen. Int
jüngsten Tarif-Gesetz wurde diese
Maßnahme indessen zu einer perma
'neitten Einrichtung gemacht und
zwar wurde der Regierung gestattet
bis zu $200,000,000 Schuldscheine
auszustellen.
Reciprocität? Bill im Hanse ange
tlOllllllCH.
W a s i u o u 2 1 A i
Repräsentantenhaus wurde heute
Abend kurz nach sechs Uhr die ccmadi
ichc Reciprocities Bill nach sechs
tägiger Debatte in der von Präsi
dent Tast gewünschten Form mit 204
gegen 89 Stimmen angenommen. Es
war heute ein geschäftiger Tag int
Repräsentantenhaus. Der Vorsitzen
de Underwood vom Comite für
Mittel und Wege erklärte gleich bei
Beginn der heutigen Sitzung, daß
er alle Hebel in Bewegung setzen
werde, um die Reciprocität^ Bill
noch heute in unveränderter Form
zur Abstimmung zu bringen. That
sächlich hielten auch nur noch die
drei Führer, Underwood, McCall
und Dalzell, längere Reden über die-
nxemer.
sen Gegenstand. Die beiden ersten
sprachen für, Talzell schloß die Gene
raldebatte. Es wurden alsdann nur
noch 5 Minuten lange Ansprachen
gestattet. Tie Gegner der Bill mach
ten verschiedene Versuche, Amende
nieiits zu der Bill einzubringen: sie
wurden aber alle niedergestimmt aus
den Grund hin, daß die Bill, resp,
das Reciprocitäts-Abkominen durch
die Anhängtmg eines einzigen
Amendements hinfällig werden wür
de. Tie heute angenommene Bill
lautet genau so, wie sie vom Reprä
sentanten McCall im 01. Congreß
eingereicht und von Präsident Tast
in seiner Botschaft empfohlen worden
war. Von den 89 Stimmen, welche
gegen die Bill abgegeben wurden, ge
hören 58 den Republikanern und
31 den Demokraten an.
Waffenstillstand?
W a s i n o it. 22. April. Dr.
Goittev der bisherige Vertreter der
merifmiiichen Aufständischen, hat
von General Modern, dem Führer
der Bewegung, heute folgende De
pesche erhalten: ..In Erwägung der
wirklichen Lage nimmt Generai Ma
dero den für die Zone non Juarez
bis Chihuahua vorgeschlagenen Waf
fenstillstand an, um in Friedensver
handlungen einzutreten." Die De
pesche wurde sofort an den mexikani
schen Minister des Auswärtigen ge
kabelt. und es wird der Vorschlag
ohne Zweifel sofort angenommen
und der Waffenstillstand zur Durch
führung gebracht- werden, allerdings
unoffiziell, um eine amtliche Aner
kennung der Aufständischen zu ver
meiden. Die Unterhandlungen wur
den stets in sehr höflichem Tone ge
führt.
Heizerstreik bevorstehend?
i a o, 22. April. Beamte
der Brotherhood of Locomotive Fire
men and Engineers versammelten
sich am Samstag in Chicago zu eilner
Confereuz mit Vertretern von 21
Battngetelltchaftcn, unt Lohnstrei
tigkeiten. die zu einem Streik zu füh
ren drohen, beizulegen. Die Bahn
gesellfchaften hatten ihre Heizer und
Lokomotivführer benachrichtigt, daß
sie nach dem 10. Mai sich weigern
würden, für die Mannschaften der
großen Lokomotiven mehr zu zahlen
als an den kleinen Maschinen. Tie
Leute drohten zu streiken, wenn dies
durchgerührt werde. Auch eine An
zahl kleinerer Beschwerden über die
Arbeitszustände werden zur Verband
lung kommen.
i e e z e W e i z e n e n e i n
China betrug etwa 200 Millionen
Büschel, ein Beweis dafür, daß die
Chinesen keineswegs ausschließlich
von Reis leben.
o n o u u i s i e e i n z i e
Stadt in Hawaii, die eine Straßen
bahn besitzt. Sie ist 22 Meilen lang
und beförderte im Jahre 1909 über
8 Millionen Passagiere.
Im Jahre 1907 wurden in der
Berliner Stadtverwaltung noch 250
Gänsekiele für die Beamten ange
schafft, die sich noch nicht an die
Stahlfeder gewöhnen konnten.
E i n e n n e u e n e o
die Einnahme von Kohlen hat das
englische Kriegsschiff „Prince of
Wales" geschaffen, indem es in Do
ver in 2*/ Stunden 970 Tonnen
Kohlen an Bord nahm.
I n e i i o e a A o
finita zu Mailand bat Dr. Griffint
einen arabischen Kodex entdeckt, der
kurz vor 740 n. Chr. von Seid den
Ali oerfaßt wurde und die älteste
nmfe'mantfchc Gesctzsammlnna ent
hält.
i e e i s e n S i n n e n a e n
am K.otife eine wie cm Taschenmesser
cinfchtaataie Klaue, an deren freiem
iürtbr eine Siflurüfe mündet. Kleinere
lucre werden durch deren Gift sehr
schnell öf/.'friet. fiir Renschen ist e3
aber nW qefährlicd.
Briefkasten der Redaktion.
a n z e i a n
rt,
Mil bank
Siid-Takota. Zeitung an Andreas
Gerein in Südrußland sollte dort
ankommen, denn wir haben genau
dieselbe Adresse wie die, welche Sie
uns schrieben.
e e Eh e tz. Elsaß Süd
rußlaud.—Ihr Freund Christ. S.
Merk bei Towner in Nord-Takota be
stellte fiir Sie das Blatt auf ein
x\ahr und übermittelt Grüße.
a v i Z i e u a i N e u
glücksthal Südrußland.—Tie in Fra
ge stehende Korrespondenz ist nicht
in unseren Besitz gelangt, kgnnte also
auch nicht im Blatte erscheinen.
Freundlichen Gruß!
Abonnements-Preise:
$2.00 das Jahr in bni Per. Staaten
Räch dem Auslande
sy
*r-«aba
Mi*chland
$2.50 (Rbl. 5) tiSflfWiJBistnb
(Rur
geqen Vorausbezahlung)
No. 40
T.—Abonnement für Peter Ebertz
in Elsaß Südrußland lies bereits im
Februar ab und Name wurde seiner
zeit gestrichen. Gemäß Ihrer Be
stellung wird ihm unit das Blatt
wieder zügehen.
R. A. V., Hamen N. T.—Weder
obre, noch die übermittelte Korre
spondenz aus Straßburg Südrufe»
laud, tragen die nöthigen Unter
schriften. Sobald wir diese Haben,
kann die Korrespondenz erscheinen.
V o s i e n e e S e
ier? Canada.—$3.50 dankend erhal
ten. Zeitung Ott Peter Sitter geht
diese Woche ab. Aells ist in Ord
nung.
W i w e o e e a
V o k, Elsaß Südrnßlaitd. Ihr
Sohn Sebastian bei Scott in Cana
da bestellte das Blatt auf ein Jahr
und es wird Ihnen regelmäßig zu
geben. Cr übermittelt herzlichen
Gruß.
nel Sask. Canada.—Wir erhielten
Nachricht vom Postamte, daß Kennel
nicht die richtige Adresse ist und daß
Sie dort das Blatt nicht abholen.
Bitten also unt die richtige Adresse.
a k o S o e e
Karlsruhe Südrußland.—Wir brin
gen soeben in Ersahrung, daß die
russische Regierung die Einführung
von Medizinen ans dem Auslande
nicht gestattet. Folglich sötten Pe
ter Fahrneu & Söhne Ihnen den
Alpenkräuter nicht zuseudeu. Thut
uns wirklich leid!
i a e a i o u n K e i n
liebentbal Südrußland. Ihr
Schwager Job. A. Johs bei Napo
leon in Nord-Takota übersendet Jh
neu das Blatt aus ein Jahr und läßt
herzlichst grüßen. Die Scheere geht
Ihnen als eingeschriebene Postsache
zu.
3» verkaufen!
Ich habe mich entschlossen, mein
Eigenthum in Rngbp Nord-Dakota
',n sehr mäßigen Preisen zu verkau
fen. Wer einen guten Gelegenheits
kauf machen will, mag sich an mich
'wenden. Ich verkaufe für Baargeld
oder gegen gute Sicherheit nachste
hendes:
1. Mein Wohnhaus und Gründl
stück östlich vom alten Courthouse.
Das Haus ist 1 ^stockig. 28 bei 40
Fuß. Es ist das bestgebaute Hans in
der Stadt. Holz- und Automobil»
schuppen gehört diesem Grund
stück.
2. Zwei Baustellen, passend für
Geschäftshaus, Ecke der Tritten und
Hauptstraße, gegenüber der Odd.Fel
lows Hall. Ein guter Platz für ein
Hotel, einen Laden, oder Opernhaus.
Hier bietet sich Gelegenheit für eine
gute Kapitalanlage. Wird sehr bil
lig verkauft.
3. Ter Bauplatz, auf welchem
das Gebäude der Riigbti Trug Co.
stand, welches im Winter abbrannte.
Ausdehnung 31 bei 100 Fuß, mitten
int Geschäftstheile im östlich Zweiter
Straße gelegen.
4. Trei Baustelle» fiir Wohn
häuser itt White's zweiter Addition
in Riighn, nördlich vom Great Nor
thern Bahnhof, gerade drei Block
vom Cramond Hotel.
fcuiie Farm
5. Ferner 40U Acker Farmland,
namentlich fiir eine Viehzucht-Farm
geeignet, .vier bietet sich eine seltene
Gelegenheit sür einen Mann, der
Vieh und Pferde züchten will, oder
solche besitzt. Tas Land kaun auch in
Stücken von 100 oder 80 Ackern ver
kauft werden, wäre aber besser, es im
Ganzen zu kau sen. Land liegt etwa
12 Meilen südlich von Rugby und es
ist Ausficht vorhanden, daß die neue
Bahnlinie nur zwei Meilen davon
entfernt durchgebaut wird. Die
Farm ist bekannt unter dem Namen
»Bigelow Rauch". Hier bietet sich
eine goldene Gelegenheit.
Wegen weiterer Auskunft schreibe
man oder wende sich an:
M. Madie»
«ugby, D.
36.6a.

Oesterreich-Ungar«.
a g, 17. April. Von den
19. April. Re­
i st S. e k, Towner N.
I
o s i i n e K e n-
-»er Teldon Crockett

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