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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, May 11, 1911, Image 2

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2.
Spezial-Ävrrcspoudcn.',.
,,
dignng. Reb. Saat* Anzeiger.)
Nun da* ist natürlich fein Verbre
chen und audi wohl leidit
ujuii mii» uuui luiuii
so geringfügige* Versehen audi
nicht verstimmen.
areut
nn* sehr?
—Ret). Staat:- Anzeiger.)
o -h--v •-o JH habe mir nu* Chicago in Illi
tft*«i Ith *1itois, Per. Staaten Nordamerika,
«HllljllHIv* beit AUnmfräuter bestellt. Wenn ich
o•$••$••$• nun diese Medizin erholte, und utei=
•'liii'•öcadituna!
lh,icrrl'ffclin9{u.s!l9"b
für bflv lölatt ober tKuVcl) unter ^v.ulilnß 6er H'lbeU geiUltl), dOHU HUllOl) sill veil
fecnaubtfoitcu bei unteren Momivmibeitii'ii euizal, Ol (niMtfriintar f-'niiW rthpr tIPrßir«
e u u u i e i e e i i s i i W e i e i i u i i- u o i i e u
(irti (letroft an liniere Wonejiuuibenten bort mctibcn. uiejl'lui' erhalten lUCl'uClI. "it'D.
SBir evlafjen bieiv X'lnriiiibinuniL um beu i'euteu bort or,\ fC. r,.ffi.n
bie£adjeiuefentiid)ittctleidjura.
«ctm«v»Vl Neiget.) )0UtC lind)
den 27. mv). unnonn waren.
Sli
Ii* III wohl an der Zeit. ba,z auch. ,,
ich wieder ein Lebeiwjeiche., von
mir
^1C I oe* Blottev.
'Miiv unserem' Dorfe fuhren neu
lich fünf Mann per Ad)se vierzig
Werst weit ans einen Bazaar, lint
Wagen zu verkaufen. beider ober
hatten sie )d)!echteo Wetter, denn Cv
fdjneite und regnete itnb so ereignete
ec sid), das die guten Vente die mei
ste eit in ber Wirtbvi'uibe ver
brachten itnb bort manche-? OMäv
cheu Branntwein hinter die Binde
gössen. Dabei trank einer der Her
reit, nämlich ZhiMiiOv, zu viel lind
geriet!) auf beut ^adiliaiiiewege mit
Joseph, ber wohl sein Cöroswater sein
könnte, in Streit. Das Zhontas ei
nen gehörigen Nansd) hatte, geht
sd)on barau? hervor, das er am fol
genden Tage von dem Borfalle gar
nid)tv wns'.te.
Die Witterung wäre bei uns ganz
ganz gut, aber die Winterfrucht
Epczinl-.^vrrcspvndcnz.
v,it
steht stellenweise so schlecht, das sie den Wehausen, hier ein neue* Nabelt
umgeackert werben mich. Run aber
Haben wir täglich Regen, sobas fid)
die Jvriilijabrvarbeiten auf bent
de sehr verzögern dürsten.
(Bezüglid) der Spruiigsedersdieere
wollen wir bemerken das wenn Sie
dieselbe nod) nicht erhielten, diese
vielleicht .Oerrn M'agmiv Miller in
Canada selbst ziigesanbt wurde.
Red. Staats-Anzeiger.)
Grnß an die Redaftion, an meine!eine noch zahreichere Kundschaft uns
Sdiwäger '.Vcagnu* und Ciugeniit* zu erwerben.
Miller in Canada, uitb an den geu
zeit tieferfrei*.
a n i e i a a
Kummer :U de* werthen Blat
te* hat unser geehrter Herr Redak
teitr Brandt feiilgesdiosseu. indem er
Heute, den 21. März, haben wir
Dtciiitaitttadit, beit s. März, eretg
°m, km. bai die Jude« da. Trei
beu nicht ve
wärt* fuhren
.'j.
Ä\rÄ
iu' Aran wird durch (Gebrauch der-
u a
V
1
V
$ic neivalilte t~ramiv ivirb itiuvii bann yronU't tuflc- tl'll blC' rU))tldieil Vk'sCUe bie Etlt|ltlir
fanbr. yeilclluiiaen nur über tilnnflen fi-.r DoS nm.t OlImih.» f.t
yiiUt sonnen jederzeit qeinach! lueroeu, Cenn mir 001t -l'tL01,IHClt V011I .III vlOUOt, |0
uetimcn ^eiieUiuuien leberseit ei!t«u'!H-n. Vente also, ssl.% .... mimvfhitl frOglidl ist, üb Sie
mrlchr tm-siHlatt ttt WnsslanD L-eftclleii roollen, mofltn
l'.u.
u 1 1
mum i um |iun»iu ,».
Die ©efdiäftSfätiruufl. lUTzlid) fvClUMt, 1W11U IHOiltC ^rNU
wieder beniettellt würde, denn Hut
Mroitf'beit bat midi schon viel Geld
gefostet. Tay notiirlid) wäre und)
V. ranita, (Bessaiabien)' Nebensache, weitn die Aufgaben nid)t ue führen
1
Gm) an meine ^diwager und an
nhl 4
ten beläitigt.
leidit erklärlich,
i
U
s
n
S
Sd)wägern namentlich inödite id) zu
-wissen geben, daß meine 75rau Mag
dalena feit dent 22. März im Spital
zu Odessa krank darniederliegt. Sie
ist nun schon zum zweiten Male bort.
•rdrf.,,,..
I
gs.,, x#Pt„r
an am -c|er
Lpezinl-Korrespottdenz.
Am 1. Februar erfolgte Anzeige,
das bie Waare dev hiesigen Consum
nereiiiv am 11. Februar auvverfautt
und derselbe eingeben wird. ^ch
und Eusladiiuo Wahl, beide aus der
Kolonie Baden, intereifirten liiiv für
bie Sad)e und nin nähere Auskunft
zu erhalten fuhren wir beide am 11.
Tvebritar nach Ponjatowka. Bald
and) batten wir alle* erfahren wao
wir zu wissen wiinsd)ten. Wir hör
ten and), das der Consnnwerein im
^abre 190!) einen Umsah von o2,=
(100 Rubel hatte, und jed)v v,al)re be
stand. Wir kamen schließlich auf
geschäst aiiTznrid)ten. (^ebad)t, ge
than. Wir steigerten im* für 817
Rubel Waare und mietheten am fol-
Mand)en tiefer mag c* nun in
tereifiren zu erfahren, me*balb der
(ionium hier bei soldi' enormem Um
sab aufhörte, aber id) will gleich be
I uterfeii: ersten* finb e* nid)t meine
gendeii Tage da* ,S?au* von ber Öe= i U'^t twvhern'chntbe Witteunui ijt ent
meiitbe. Seit beut 1. März ist nun
unser Geschäft in vollem Betrieb.
Wir fiitb bitrdiait* zufrieden und se
hen znverfichtlid) der ^nfttnft ent
gegen. Wir danfen allen Munden,
bie im* seither besuchten, uitb hoffen,
Sachen: zweiten* intereiiirt e* mid)
audi nid)t, au* weld)en (^riiitbeit ber:
(soitium fa Hirte, nub dritten* habe
id) mir vorgenommen, nicht über
-'"f treibe», die mich nick»»
oiifirtioii im» die ich nicht (Utoiljirr
slUmtll 0ill
j*
wenig gesäet haben.
nie int Blatte etwas von ihnen los, Die Wintersaaten stehen jetzt seht
Mid id) dock weiß, daß beide gute sd)wad), denn infolge großer Kälte ist
^direiber und eifrige tieser sind, viel Jvrudit au*gefroren, sodaß die
Wenn sie dos Blatt nicht halten, soll- Aussichten nicht eben rosige sind.
ten sie sid) bod) sofort einschreiben Ant 19. März machten unsere
lassen und aud) korrespondiren. (Herr
I
Anton Schwahn bei Straßburg ist! wie folgt: auf dos Dessjatin Land
Abonnent, nicht aber Herr Wels bei 10 Kopeken, auf die Familie 5 Ru
Haguc.—Red. Stoots-Anzeiger) Deitjbcl, nnd auf jede* Stück Vieh 1 Rit-
""fein Berbre- Jf»" 'fjf wetten Älen wir zur Äraßburger
nnli.'^iiii^
Ti
nnd mtdi' ^TCtrrei.
ba bie Rebaktion sehr mit Arbeit j! "'-tl s
2"'f Sluni^i. Cfterfeiertagen also beut
überhäuft sein dürfte. Do ich ein i0üd aber bemühen fünstighin auch ^otte*dieuNe beiwohnen, so minien
luftiger Musikant bin, samt mich em I ..
',imt
h(1=
mehr Neuiggfeiteit von liier zu be
richten. Die gewünschte Adressen
Veränderung wurde gemacht. Sowohl
vhre, wie audi Herrn Wahl'* Zei
tint,«» itim Nliitit nn.
i leiite sind ent leit drei -Lagen aus
iöcite. Die tieitte mußten über ei-! ''^^venwu^eileu Linter hatten wir *lm
fin
»«».dämm talUTii. und 10 tat- Vanern auf den, Aelde in der
itadi 2
initeilen,
ivetter bei
ie* mährte bi*
ging'*
und Mäste
daß die bilden da* Trei-i ^-loiifh ,md andere GiV
lwWlcm
Ä!='» »w-.urchM.i»è. in de» Grund komm., dew
liegen, (fr und bie Pferde wurden zu:
Tode gegnetsäit. Der Verunglückte
ist ein armer Mann und hinterläßt'
Jvrau und drei ober vier Minber.
Dieser Vortall dürfte doch den In- i a it n f) e m, ((ifjcrfou)
den zur Warnung dienen, denn an so den 29. März.
gefährlichen Steilen ist es dod) bes-! Vom Wetter spricht der Bauer zu
fer vom Wagen zu steigen, selbst jerst! So aud) id).—Am 21. März
wenn man bezahlen muß. singen wir an zu pflügen und zu
Spezial-ttorrespoudenz.
Ick) möchte die Redaktion bitten, feien, wurden aber noch denselben
mir mitzutheilen, ob denn meine Tag durch Regenwetter und Schnee
Schwäger. nämlich Anton Schwahii geslober nach Hanse getrieben. Die
bei Straßburg, und Johannes Welk i barauffoltienden Tage, und bi* l)cn» sota zur Nachricht, daß ich seinen
bei Hague in Nord-Dakota, nicht te, war da* Wetter so daß wir nod) Brief erhalten habe und diesen bald
Leser des Blattes sind, da ich noch
Schodmäitiier den Gcmeiitdcvcrlaci
bel. Dieser Anschlag wurde mid)
von den Gemeindegliedern gutgehei
ßen, mir 21 der Großbauern gefällt
er nicht und sie irtod)teu den Gemein
despruch klagbar. Natürlich wünsch-
Spezial-.^orrcspvndcnz.
Si 1 e i n i e i a 1 e s o u
den :(). März.
Nun ja, es ist eben weiter nicht*
zu machen, al? in Gebnlb aii*zuhar
reit bi* e* zu reg neu aufhört. Mannt
waren wir vier Tage in der Saat be
sdiäftigt, sing e* wieber an zu reg
nen und somit mußten die Arbeiten
wieber eingestellt werden. Dem Bau
er brennt'* fchon unter bett Sohlen,
iveil er nid)t auf* ^eld kommen kamt.
Wir haben nun bereit* den :»(). März
und selbst bie größten Bauern ha
ben erst '20 bi* 25 Dessjatin Gerste
eingesäet. Die Sonne läßt nur sehr
selten sid) blicken. Wir hoben fast
immer trübe*, bebeckte* Wetter, aber
al* Zugabe bekommen wir ab uitb
zu einen fdjarfeit, falten Wind. Die
sd)iebeu der Gesmibheit sehr sd)äblid)
Diese* Csobr sterben hier nnge
wöhnlid) viele tieilte. Nenlid) starb
2i)lnester Waldmann, sowie and) Jo
seph M1aisant an der Schwindsucht.
Hoffen wir, daß die Witterung*
Verhältnisse sid) bald bessern.
,senüdic Grüße an alle freunde
und Bekannte, sowie audi an Herrn
Redakteur Brandt und alle Leser des
Staat*-Anzeiger.
Ter Staats-Anzciger, Rugby, N. bett 11. Mai 11)11.
ten sie mehr auf die Familie zu le
gen.
ehestem, boit 28. März, mochten
die Sd)obiuäiuier die Gelbauflage,
weldie wir Mannheimer an den Wo
lost entrid)tcn müssen. Der Betrag
vertheilt sid) wie folgt: auf die Fa
milie 2 Rubel 45 Kopeken und auf
da* Tel statin tiaub 1V-2 Kopeken. Da
bei der (^eiiteinbeversomnilnng
die armen landlosen geltend mad)en
wollten, daß laut Gesetz die Wol oft
gel der mir vom Van de behoben wer
den können und der Schod somit nn
red)t gebändelt habe, wollte sie lin
ier gute Schulze sogleid) aufs Trocke-
Gruß an meinen Onkel Jvraiiz
Schiff bei Riigbt) in Nord-Dakota.
Ihm sei mitgetheilt, daß id) bi* seht
auf meinen Brief nod) feine Antwort
erhielt. Wrtife audi an den tiefer
e i 5 o n a S i s
Tpezial-Äorrcspondcnz.
vlhi fm 21 fK
,f,,lt0
Wmr Wn
uilfor
,^r6 vciblmm
einen Priester zu erhalten.
Wollen wir zu den bevorsle-
wir nach 3trauburg oder nach ^elz
wandern. Da wir sd)oit geraume U'it
unseren örtlidien Psaner hatten,
fällt uii* da* redit idiiver.
Bor sech* Tagen gingen zwei rns
Bni'idien au* Gradenttzi von
dcutidien Dörfern uadi Hau
110111
Unterweg* aber beriethen
treit und einer idling den
todt. Ant folgenden Tage
I fand man den einen der Biiricheu
lin
mcid)VH
j) au bei-
ibt, todt auf der
die polizei"
iü mir zur
17- 18-
'vkärz waren un-
heizen, denn je iriilier
Bezüglid) der Obstgärten foitit
kc-1mau bis jetzt sagen, daß die Bim--
au
i bäume sd)öne Blüthenfuospen zei-
1
gen: Aprikosen sind schwad) und die
meisten sdiwarz. Reben, welche ge
deckt waren, zeigen sich gut, aber mit
den nichtgedeckten sieht es ichlinini
au*.
Unser gewesener Buchhalter Eu
stachius Wohl ist itad) Ponjatowka
übergesiedelt und hat dort ein eige
ne* Geschäft eröffnet. An seiner
Stelle suiigirt bei uns al* Buchhalter
Marl Bischos, früher Schreiber in
Mail del.
Meinem Schwager Mathias
chinolz bei Chandler in Norb-Do
beantworten werde.
Johannes Bohlt bei Qu' Appelle
in Canada sei mitgetheilt, daß ich
bis jetzt sein Verlangen nicht erfüllen
konnte, weil Niemand von hier dort
hin reist, und die Sache aus der Post
•licht angenommen wird. Also muß
ich warten, bis sich Gelegenheit bie
tet.
Grüße an alle meine Schwäger
und Freunde in Nord- und Süd-Da
kota, an den ganzen Leserkreis, und
besonders an Herrn Redakteur
Brandt.
o s e W e a n n
Aus Rumänien

Spczial-Äorrcspvudcnz.
Werthe Redaktion!
Id) muß gestehen, daß id) mich bei
Cinpsong der ersten Nummer des
Staot*-Anzeiger sehr wunderte, wo1
wohl da* Blatt an meine Andresse
foimucn möge, ober bei weiterer
Durd)fid)t de*selben sond ich im
Briefkasten, daß mein lieber Neffe
Gustav Michailsou in Nord-Dafnta:
mir gütigst da* Blatt zuschicken läßt,'
auf ein Jahr bezahlte, und mich bit
tet, and) von hier zu forreipoiidiren. i
Also will id) mid) aud) bemühen, dem
besuche uachziifoiunten.
Vorau*sd)icken will ich gleich, öafj
wir alle gesund sind und es uns im
seitlichen gut geht.
Wir hatten vergangenen Winter
nur wenig Schnee, aber vierzehn Ta
ge lang recht strenge Mälte bis 28
(^rad Reouutnr. igelst noch haben I
wir berhältnißutäßig rauhe* Wetter,
bei anhaltendem Regen. Weitn recht- i
zeitig warme* Wetter eintritt, Haben
mir begründete Hoffnung auf cine
gute (mite. I
Id) Habe viele freunde und Ge-1
schwister in Nord-Dakota, namentlid),
in Martin und in der Umgegend, wie1
zum Beispiel I. Helm, Jv. Helm, Io-1
haun Helm, Joseph Neubauer und
Maria Michailfon. Möchte wissen.
ob auch von diesen vielleicht einige i
tieser de* Blatte* sind. (Ciiigeschrie-1
beiter tieser ist nur Ihr Neffe, Herr
Gustav Michailfon, aber zweifel*ohne
geht die Zeitung von Hand zu Hand,
sodaß die Benannten schon tieser
sein mögen.—Red. Stoot*-Aiizeiger)
Wettn sie nid) tieser sind, sollten sie
ba* Blatt gleid) bestellen, und and)
forreipoiidiren. Wenn sie die* thun,
werde id) and) oft Berichte von hier
einsenden, damit sie int Stoat*-An
zeiget* tei*öffeiitlicht iverden. (Soll
im* sehr fernen!—Red. Staats-Au-!
zeiget*.) Also vorwärts, ihr ti elite,!
denn diese Leitung samt uns gegen
seifig einander viel näher bringen.
Hier in der Tobrufscha wird diesen
Sommer eine neue Eisenbahn gebaut:
und zwar von Coiistauza itad) Till- i
cea. Da* heißt vom Schwarzen Mee
re bi* an die Donau. i
Jit Tnlcea wird itim and) Wasser
leitiing eingerid)tet. Auf dent Plat-:
ze wo die Fleischbank staub, wird ein
große* Tribunal gebaut. Wo früher
der Vichntarft abgehalten wurde,
wird ein große* Sd)ulgebäude errid)-,
tet, und der Viebmarft luirti hinauf
au den Mataliner Sd)lagbaunt ver-1
legt. So wirb die ganze Stabr ver
fdiönert und and) vergrößert. ,^rei
lid) barf id) aud) nicht vergessen zu
berid)ten, daß die Steuern verhalt
iiißinäßig gestiegen sind.
Do der Staat*-Anzeiger wohl von
vielen tieitten gelesen wird, die frü
her iit der Dobrutfcha, jebt aber in!
der neuen Welt wohnen, will id)'
and) etwa* auf social-politischem Ge
biete berichten. Diese tiaitb*leute
werben fid) erinnern, baß itad) dem
ruififd)-türfifd)eii Mriege die Rumä
ltier die Dobrufscha einnahmen
seif der Zeit stub unit bereit* Iah-:
re verflossen. Iebt nun soll bie Do
brufscho an Altrnmänien augefchlof
sen nub bereit Beivohnern alle poli
tischen uiib Bürgerrechte ziifheit wer
den. Da viele Juden, Bulgaren, Rus
feit, Griedien, Armenier ltitd Deufsdie
hier sind, machten die Ritntäitier ein
Geieh, laut ineldiem da* Wahl- und
Bürgerred)t nur solchen Bewohnern
zutheil werden soll, weld)e ant 11. i
April 1877 in den Distrikten Con
stoiiza und Tnlcea tiirfifdjc Unter
thanen und mirflid) hier wo hu ho st
waren. Die* hat auch Bezug ans
ihre Nachkommen und e* muß tiadi
ein ie seit werden, daß weder die einen
nod) die anderen au*gcmauöcrt sind,
noch »ich fremden Schime* erfreuten.
Also nun, nach IM Iahren, wo man
hier somit noch einen ^eveu türki-:
fd)e* Papier finden saun, sollen wir
nachmeifeit, daß wir türkische Unter
thanen waren, damit wir da* Wahl
und Bürgerrecht erhalten können.
Wenn e* der Redaktion beliebt, wer
de id) später über diese Sache berich-.
ten. (Gewiß wird uns das lieb sein, i
da e* viele, ja sogar den ganzen i
tieserkrei* ititeressireil dürfte.—Red.!
Stoot*-Anzeiger.)
Herzlichen Gruß meinem Neffen
Midioilfoii, sowie auch feiner Mut
ter und anderen Verwandten und
freunden und dem ganzen Leserkreis
de* werthen Blatte*.
o n i S i e
SpeMl-Korrespondenz.
Ich selbst bin nicht ein eingeschrie
bener tieser des Blattes, lese aber
dasselbe bei meinem Vater, der es
von seinem Sd)wiegersoHu Johannes
Morthaller in Norb-Dafoto zuge
schickt befommt.
Es freut uns alle recht sehr, auf
diese Weife oft von freunden und
Besonnten in der weiten Welt etwas
zn hören. Ich möchte auch gerne
wissen, ob mein Schwager Johannes
Morthaller auf dieses gute Blatt
abonnirt ist, oder ob er es lieft. (Herr
Marthaller ist zur Zeit noch nicht
eingeschriebener tieser, dod) hoffen
wir, daß er es bald werden wird.
hinterläßt ihren tiefbetrübten Gat
ten tiifiii* und eilten fünfwöd)eutli=
dien Säugling. Neulich verstarb auch
Andrea* Hcllmaitit Und hinterließ
feine troncritde Wittwe und ein Mind
von drei Wochen. Ich spreche allen
da* Herzlichste Beileid au*.
Ich Habe and) nod) einen Bruder
in Canada, Simon Hammel, und ei
neu Schwager, Anton Schlachter. bei
de bei Wittuifreb in Canaba wohn
haft. Wenn sie nicht tiefer de* Blat
te* find, sollten fie fofort fid) dassel
be bestellen, und dann auch für das
selbe schreiben, damit mir und Ver
wandte und Bekannte öfters von ih
nen hören. (Die Herren sind noch
nicht tiefer de* Blattes. Red.
Staot*-Anzeiger.)
Da* Blatt geht dein Vater regel
mäßig zu. Cr läßt seine Minder
herzlich grüßen und dankt vielmals
für da* Geschenk.
de* Blattes noit
e o a e
*5* *5* *5* *1^ *5* *t* *5* *5* *5* *5* *5^
(Süd Amerifa.»
Sprzial-Mvrrcspondcnz.
o a i e i a 2 8 y e
(Dieser Bericht gelaugte bedeutend
verspätet in unsere Hände, nämlich
ant 24. April. Wir bitten den Herrn
Ciiisei.der, einfach wie folgt feine
Morrefpoudeitz zu adressiren das
gilt übrigens für alle Morrespouden
teu im Auslande: Der Staat*-Au
zeiger, Rugby, Nord-Dakota, 11.
if
sieben Hektar. (Dies jedenfalls von
der Regierung?—Red. Stoots-An
zeiger.) Wenn der Manu Glück Hot,
I samt er dabei von WM) bis zu 1,000
Pesos reines Geld verdienen. 'nr
Ernte- nnd Dresdizeit verdient ber
männliche Arbeiter fünf bis sechs
i Pesos ans bett Tag. Kranen ober
Mädchen verdienen jährlich bis 200
i Pesos.
I
I
Gebens
all* feiiben wir ihm diese ter haben muß. Maitd)er fährt, um
Nummer zu.—Red. Staats-Aiizei-! einen Wagenvoll Stroh zu holen, zu
tier.) Ich hätte ihm mitzutheilen,! einem Besonnten. Dieser hat zwar ge
daß meine Schwester Jylorentina ant möhnlich selbst nicht*, aber er giebt
7. April dos Zeitliche segnete. Sie, doch wa* er hat, weil der Bittende
Tiefe Adresse tu furz und biiu= fruchtbar, nur am tiiiuanitfer find
dig, über völlig genügend. Red. i Steine, weldie gebrochen und zum
Staats Anzeiger.) Ban verwendet werden. Die Brun-
ernte, denn in manchen Staaten ist
i die frucht gar nicht oilsgegaiigeii und
lin wieder anderen ernteten bie Ban
jern bie Aussaat. Int Durchsdiiiitt
I aber ist's sd)led)t und die Bauern ha
beit sich um Hülse an die Regierung
I gewendet, die ihnen Saatgut und
1
Den Staats-Anzeiger kkornmc ich neu im Tbole sind sehr wasserreich
regelmäßig und lese ihn auch mit und 2—1 7vuß tier das Wasser ist
tiefem Interesse. Da idi viele 7vremi=! febr gut, süß und von angenehmem
de und Bekannte in Nord-Dafota lia= Gesdimocf.—Die ersten Ansiedler wa
be, will id) and) über Verhältnisse in! ^ii ausschließlid) tiutheraner und ge
bicieiu tiaube berichten, denn es dürf-1 hörten nicht zu den fleißigen, was
te den tieierkreis bes Blattes interef-! die Miß- und Riickwirthfchaft vieler
siren, direkt Nad)vid)tcn von hier zu i ihrer Bauereien zur (Genüge bewei
befonuueu. (Wir bitten, uns recht' fort auch gehörten sie nicht zu den
ort mtt Berichten beehren zu wollen!: friedfertigen, sondern lebten im
Red. Staats-Anzeiger.) Gegentheil, besonders tut letzten
auch tiebeusmittel liefern soll. Weitn
i bie Regierung nicht hilft, wirb es
1
traurig, ja ich glaube sogar, daß in
diesem ^alle viele Leute verhungern
I müssen.
I And) ait gutter herrscht große
Noth. Es giebt Bauern, die liOO bis
100 Hektar eingesäet haben, ober
I iiidits ernteten, und auch fein Allster
hoben. Pferde werden hier viel ge
i holten—mancher Baiter hat von 50
I bis 100 Stück und so ist leicht
I begreiflich, daß ein Bauer viel Fut-
Da in Argentinien die Crntezeit Jahrzehnt, in Unfriede und Pol
aus Cude Dezembir und onfongs Ja- teiligkeiteit, infolgedessen das tiand
iiiiciv fällt, sind viele Bauern hier ge-!von Hand zu Hand überging und in
zwitngcn, aus Weihnachten oder Neu-! letzter .Zeit, da viele von ihnen noch
jähr Getreibe ]i\ sdmeiöeu, denn die- Amerifo ausmanberten, von Mofho
ses muß raid) eingeheimst werden, lifen enuorben uuirde. Und nun ho
lveil ihiu allerhand Gefahren dro- heu von letzteren bereif* Familien
Heu. Erstens vom Wind, der manch-! ouo Dest'iatiuen tiand hier gekauft,
mal ba* Getreide auspeitscht, zwei« von denen aber augenblicklich erst 19
tens von Hagelichlag, der manchmal1 Familien im Dorfe wohnen. Man
die (velder verwüstet und, drittens, ist hier ollgemein der Meinung, daß
vom rost, der uns nicht veridionf.: Wilhelmsfhal schon in einigen Iah
Man sagt ja allgemein, daß mir hier reu gan^ fotliolisdi werden wird,
ewig Sommer haben. Nun ja, denn Verfoufsluftige giebt es hier
3d)itee befommen wir hier nicht, aber noch genug, weitn fid) nur Mäiifcr
bod) foiniut in den Monaten Iimi, finden, und ba es nur 2 Werft von
Juli und August ein guter Pelzrock Mraßua entfernt ist, so könnten diese
uns gut zu statten, so unglaublich Molonien ganz schön eine eigene
dies auch klingen mag! Pfarrei bilden. Der Preis ist ge-
Da* tiand ist hier so eben, daß genwärfig 200—225 Rbl. die Deff
ich dreist behaupten inödite, es giebt jatiiie, je nachdem die Gebäulichkei
kein zweite* tiand auf dieser Crde,: teit sind. Wilhelnithal Hot ein ge
wo* so unendliche Cbeueit ausziiwei- räumige* Schullokal, 2 ti ehrer und
sen hos. Aud) fruchtbar ist dos tiand,! circa 70 Schüler, die leider zum Be
voransgefetzf, baß e* nicht au Regen dauern keine glänzenden Metuttniffe
maugelt. ausweisen können. Der Grund ist
Will man tiand auf erblich tau»! um
1)1 theil* un unregelmäßigen
fen stellt sich der Preis de*felben ans Schulbesuch der Minder, theil* aber
von r() bi* 100 Peso* per Hektar. anch im unpädagogischen nub äußerst
((fin Peso ist eine in fast allen süb-! nachlässigen Vortrage der tiehrer,.
omerifaiiischen Provinzen gangbare besonder* des der russischen Sprad?e,
spanisdie Münze im Werthe von 75 zu suchen, genier finden wir hier
Cents bis zu einem Dollar. Cvitt Het'-1 einen schönen Moustimladen, eine
tar tiand ist gleid) etwa 2]/ Acker Mleiiifreditgefellschasf, bie seit betn
nach uorbanterifaniicheui Begriff. 1. Januar 1910 in eine tieihfporkaf
Red. Staats-Anzeiger.) Der Pad)t= sc umbenannt ist und ein großarfi
preis beträgt von 5 bis 10 Pesos per ges eigenes Haus besitzt, ba* im
Hektar. Es hat feinen Werth, hier Centruin des Dorfes steht und diesem
tiaitd auf erblich zu kaufen, weil nach zur Wierde gereicht darin befindet
vier oder fünf Jahren das tiand aus-1 fid) ein ziemlich geräumiges Audi
gebaut ist, und dann nur wildes |toriuiu, das fid) schon öfters zu Ver
Gras hervorbringt, weldie* zu nicht* sammlitngen bei agronomischen
zu gebrauchen ist. Die Bauern hier Vorträgen, iheateraufführungen
suchen sid) alle vier oder fünf Jahre nsw. al* sehr geeignet und zweckeut
aitdere* tiand, und, wenn sie alles! sprechen erwies vor demselben ist
durchgewandert hoben, fehreu sie ge- an einem 5 faden hohen Pfahle
wöhnlid) wieder in ihre alte Hei- eine große tioinpe angebrad)t, die
math in Europa zurück. ihre Dienste besser thut, als es von
gewöhnlich weit entfernt wohnt und
in vielen fällen acht Tage zu fahren
hat, bi* er wieder zu Hanfe ist. Dies,
in Stürze, wären die Verhältnisse in
diesem tioitbe.
Grüße au meine Sdiwäger, Be
kannten nnd freunde.
—Joseph Merk.
Vermischte Nachrichten ans Rnßland.
l.AuS der Deutschen
Rundschan fur
Mit dem Verdienst ist es hier leid-^ den Mutschurganer tiampen seiner
lidi gut. Eine Mannsperson erhält eit gemeldet wurde. Weiter sehen
800 Pesos und Weizenaussaat sür wir eine reiche Niederlage loudwirth-
Dieses Jahr hatten wir eine Fehl-
ben Staats-Anzei-
qer zusammenqestcllt.)
W i 1 e i a i O e s s o
In letzter Zeit ersthienen tut geschätz
ten Blatte einige Mnrreipondcnzeu
ait* Wilhelmsfhal, wenngleid) auch
ltidit alle Verfaffer derselben hier
wohnen: und im letzten Berichte in
Nr. 37 war zu lesen, daß die Ge
meinde au* Matholifcu und tinthe
roiterit bestehe. Crstere wohnen aber
Gruß on alle Freunde und tieser erst ba* zweite Jahr hier. Da nun
diese Moloitie den meisten tiefern un
bekannt sein bürste. und auch zur
JL cw ar i*Ibie fid) billige* und gute* tiand cr
$ ^(it^ ?srqeittinicit werben wollen erlaube id) mir,
einiges ans Wilhelnithal zu berick)
ten. Die Moloitie Wilhelnithal, Pfar-
Meuutnißuahnie jener Maufluftigen,
l'ci Blmiteitfeld, liegt am Sitzfaer tii
man, 20 Werst von Otfchafow und
ait be rtbolb Werst von der Poftfto
tiou Sofitzfoja, an der Obesso-Niko
lajewer Straße, wurde gegründet an
no 1870 und besitzt eilt tiaudquautum
von 2091 Dessj. Die Oberfläche der
tiandmarfung ist eben und gut. Der
Boden besteht meistens aus Schwarz
erde mit lehmigem Untergrund und
ist für die meisten Getreibearten
schaftlicher Geräthe. Aud) finden wir
da eine landwirtschaftliche Genos
fenschctft, bie bitrch Vermittelung der
tiandschaftSagrouomeu 30 Deffjati-
neti zu mäßigem Preise bekommen
bat. Uitlügst erhielt sie aud) von
der tiaubschoftsverwaltuiig einen
'iudithengft und nächste Wod)e be
kommt sie einen einen Zuchtbullen
Augler Rosse, welcher nach Verlauf
von drei Jahren der Genossenschaft
als Eigenthum übergeben wird. Von
nicht mindeiwerthiger Bedeutung für
die hiesige Bevölkerung ist der 5—(i
Werft entlegene Landungsplatz, wo
das Getreibe in Schiffe eingeladen
und direkt nach Odessa befördert wird.
Wie verlautet, soll zutu 1. Mai die
ses Jahres auf der Poftstation So
sitzkoja ein zweiter Telegrophapparat
für private Telegramme eingerichtet
werden. Bisher wurden daselbst
nur Dieiifttclegraiiinie befördert zu
diesem Zwecke wurden vor einiget
Jahren bei 700 Rubel gesammelt,
leider aber mir !»00 Rubel in der
Obeffaer Schatzkammer depouirt.
Vor einem Monat hat hier auch ein
A-eldfcheer fid) ein Haus gekauft und
will diesen Sommer ttod) eilte Apo
theke errichten, was natürlich auch

S a n g. i Clu'vsoit)
den 24. März.
foitnftt ben Ctiilircsbrtran ,. .. ...
a i a o ö li i ch.
o n a o w k a, sCherson)
den 27. März.
N i k o a u i e o o u
A n o n it V, e r.
a e n e s o u
den April.
Tulcea, (Dobrutscha)
den 9. April.
0 II s d) e u it a r,
den 12. April.

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