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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, May 25, 1911, Image 4

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

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4.
6
Der StAAts Anzeiger
ft. ä. ©raubt 'liebatL'nv uiib @efdiä't:rütircr
Donncrotag, den Mai 11)11
Abonnementspreis:
Bereinigte Staaten, pro Jahr ftJ.OO
Nach dein Auslande $2.r0
(Nur gegen Vorausbezahlung.)
Um Verzögerung tu Zusendung der Zei
tung zu vermeiden, bitten wir, bet Woh
nungsveranderungen oder Wechsel der
Poftoffiee iünuer Den alten Wohnplatz und
die Pvstossie.' mit anzugeben.
Die Redaktion übernimmt für den Inhalt
der Korresvondenzen keine Verantwortung,
bemüht sich aber, alles Unpassende auszu
merzen. Einsendungen ohne volle Namens
Unterschrift wandern in den Papierkorb.
An die tfefer.
Wir ersuchen unsere Leser, dem gelben
Zettel aus der Zeitung, oder auf dem Um
schlag, ihre Aufmerksamkeit zu schenken.
Auf demselben finden sie aufter ihrem
Namen auch das Tatuiu. bis zu welchem
das Blatt bezahlt ist. Leser, die mit dem
Zeitungsgeld im Rückstände sind, sollten uns
mit Einsenden desselben erfreuen und auch,
wenn möglich, ein Jahr im Voraus bezahlen.
Adressirt alle Geldsendungen und Briefe:
e S a a s A n z e i e
Rugby, N. T.
Wichtige Bekanntmachung.
Wir Haben uno cntidjtoffcn, kei
nerlei u i 11 it it ti o it für er
haltenes ZeituiM'Held mein' auszu
stellen mit) ersuchen die ^eser, wenn
sie bezahlen, dein gelben Adres strei
fen ihre Ansmerksainkeit zu schenken
und daraus zu achten, das ihnen der
bezahlte Betrag richtig gntgeschrie
ben wurde, ^alle Die* nicht geschah,
bitten wir. uns sofort benachrichtigen
zu wollen. 2ie* erspart der Ge
schäftvsühruug viel Schreiberei die,
seitdem wir das neue Zystein des
Adreisireno eingeführt haben, that
sächlich zwecklos geworden ist. Auch
erspart es den Lesern die Mühe diese
Quittungen anszuhewahreu, denn
man kann jede Woche hinter seinem
Namen aus der Zeitung sehen, wie
lange dieselbe bezahlt ist.
i e e s s v i i u n
Cbitonelles.
Im 3taatc Wisconsin »ahm das
Abgeordnetenhans die CriitfiUniing
der Initiative und des Referendum
nach dem Oregon Muster an und
man erwartet, dajj auch der Senat
zustimemn wird.
In unserem Nachlinrstnate Süd
Dakota hat Präsident Tast einen neu
en Nationalpark geschassen, der o8o.=
820 Acker miifaszt. Der nengeschas
seile Part uinsaszt ',nin grösjten Thei
le das alte Waldgel'iet der Schwar
zen Berge «Black ?iUs).
Lincoln, die «titiitchnuptftadt Ne
braskas, kr-intelt schon seit beiläufig
einem Pierteljahrlniudert an Pro
hibitionsinuckerei, ging aber bei der
vorigen Wahl wieder „non." Gegen
Gewohnheitstrinker der 5tadt soll
aber scharr vorgegangen, und deren
Conterfei als abschreckendes Beispiel
in allen Wirthschaften ausgehängt
werden. Wiederum ein Zeichen,
daß sich die meisten Gewohnheitssnf
fei mir in muckerisch angehauchten
Städten breit machen!
Ein Beispiel, freilich cht unge
wöhnliches, von der Bersagung der
Gerechtigkeit durch Verschleppung in
den Gerichten bietet ein Prozes in
New ?)orf, der sich nun schon zwei
undzivanzig ^ahre hinzieht. Der,St(ii=
ger hat soweit $ Kl:,000, der Ver
klagte $500,000 für Advokatengebüh
ren und Gerichtskosten bezahlt.
Der Prozesz, das heist die wirkliche
Verhandlung vor Gericht, hat 97
Tage in Anspruch genommen. 9:J
Advokaten, 10 Nichter und ^49 Zeu
gen. Von diesen sind K Nichter, 13
Advokaten mtd 42 Zeugen darüber
hinweggestorben, der TvaU aber ist
noch lange nicht zu Ende, der gegen
wärtige Nichter Hat erst ueuerdiugs
die Einzahlung weiterer $20,000 zur
Deckimg der Kosten eingefordert. Es
ist dies, wie gesagt, ein Fall von
außerordentlich langer Verschleppung,
doch ist es durchaus nicht selten, das
Prozesse ungebührlich verzögert wer
den. Mit Recht hat daher Präsident
Tast als Fachmann darauf gedrun
gen, daß durch Nevision des Gerichts
Wesens derartige Miszbräuche besei
tigt werden.
—M. H.
Bayernlande heißt es:
„Bauen ist eine Lnst,
Aber das es so viel kust'.
Hammer nicht gewußt."
Wer trägt nun die Schuld daran,
daß das Bauen auch in Amerika so
furchtbar theuer geworden ist und das
Tausende von Amerikanern, die sich
so gern ein eigenes Heim schaffen
möchten, daraus verzichten müssen,
weil sie die hohen Preise des Bauma
terials nicht zu erschwingen vermö
gen? Die Bundesregierung ist nach
einer laugen und eingehenden litt
termchung zu der Ueberzeugung ge
langt, daß der Lumbertrust der
Hanptlnissethäter ist. Der dumber*
trust will das natürlich nicht wahr
babeu. Er behauptet, er sei unschul
dig wie ein neugeborenes Kind. Die
Negierung hat sich aber dadurch nicht
abhalten lassen, eine Klage gegen ihn
einzuleiten „iid die Washingtoner De
peschen bezeichnen das Beweismateri
al, das sie gesammelt habe, als ein
stich erdruckend. Man sieht dem Ver
lauf dieses Verfahrens mit besonde
rem Interesse entgegen, weil es das
erne ist, das unter der jüngsten Trusl
entscheiduiig des Oberbundesgerichts
angestrengt worden ist. Die Negie
giernng scheint sick ihrer Sache sicher
zu fühlen und davon überzeugt zu
sein, das es ihr gelingen werde, den
Nachweis zu bringen, das in diesem
Falle unzweifelhaft eine „ungebühr
liche" Beschränkung der Handelsfrei
beit vorliege. Behält sie damit Necht,
so ist sie entschlossen, noch eine Anzahl
weiterer Klagen anzustrengen und
auch den anderen Trusts, deren Hab
gier dem Volke die Lebensführung so
vertheuert hat. energisch zu Leibe zu
gehen. —Germania.
Aenderung der Einwaudernngsge
gesetzt befürwortet.
Eongreßmitglied William Snlzer
ans New ?)orf reichte am Donners
tag, den 11. Mai, im Abgeordneten
hause in Washington einen Beschluß
ein, in welchem eine Untersuchung
im Znsammen hange mit der Behand
lung der Einwanderer auf Ellis Is
land mtd Aenderungen und Nevi
fioneit in den EiiUvanderungsgeset
zeit vorgeschlagen werden.
Es ist erfreulich zu bemerken, daß
die Agitation des Deutsch-Amerikani
schen National-Bundes und seiner
Staatsverbände, welche cms Abstel
lung ungerechter Maßregeln bei Lan
dung von Einwanderern in diesem
Lande dringt, ansängt, Früchte zu
tragen.
Die deutsche Presse des Landes
sollte nun den nöthigen Druck aus
ihre Volksvertreter in Washington
bringen, diesen Beschluß des Herrn
Sul er im Abgeordnetenhaus? zur
Annahme u bringen.
Nachstehend geben wir den Wort-
lernt des Beschlusses:
„Da seit mehreren Iahren schwer
wiegende Beschwerden betreffs der Art
der Amtsverwaltmtg des Einwände
ruiigs-Commissärs im New Yorker
Hafen sich gehäuft haben und da die
se Beschwerden Grausamkeiten gegen
Iüilfloie und schulzlose Einwanderer,
eigenmächtige und nnnöthig scharfe
Praktiken, Günstlingswirthschaft,
la
re Disziplin, Inkompetenz, Man
gel an Sparsamkeit und unznlängli
che Gefchäftsmethoden geltend ma
cheit
„Da ferner kein bekanntes oder
definitives Svstem besteht, um die
Einwanderungsgeselze in gerechter
und vernünftiger Weise durchzusüh
reit, eine Thatsache, die in letzter Zeit
von verschiedenen Bundesrichtern, die
sich mit der Angelegenheit zu beschäs
tigen hatten, verurtheilt worden ist
„Da außerdem die Presse des Lan
des eine Reform dieser unamerikani
scheu Praktiken und Handlungen ver
langt.
„So sei hiermit beschlossen, daß
das Comite für Einwanderung und
Naturalisation des Nevräsentanten
haui'js angewiesen wird, diese Ver
Hältnisse einer Untersuchung zu un
terziehen und die Art der Amtsfüh
rung des Eimtuinderuugscontifüirs
auf Ellis Island mit Bezug auf al
le Beschwerden zu prüfen, speziell mit
Bezug auf die Wirkungen und Ne
in tare der Einwanderuugsgeselze, so
wie den Vorschriften und Negelit, die
betreffs der Durchführung dieser
Gi'ieti getroffen worden find. Des
gleichen find zu untersuchen die Ent
scheidungen und Bestimmungen des
Eiiiwanderungscoinmissärs und die
Stellungnahme des Departements
für Handel und Industrie zu densel
ben. serner die Art, wie diesem De
partement für die Beurtheilung sol
eher Fälle die Information zugeht,
sowie überhaupt irgend-eine andere
Phase der Durchführung der Ein
wandenmgsgeseve, wie es dem Ans
schuß gut erscheinen mag, zu dem
Zweck der nächsten Eongreßsitjung sol
che Aenderungen und Revisionen des
Einwanderuiigsgesetzes vorzuschla
gen die angemessen und nöthig er
scheinen mögen.
„Des weiteren sei beschlossen, daß
das besagte Comite hiermit ermäch
tigt wird. Zeugen vorzuladen und zu
vernehmen, daß Vorlegung von Bü
cheru und Dokumenten zu erzwingen,
Zeugen zu vereiden, einen Stenogra
pheit anzustellen und andere Schritte
einzuschlagen, die für diese Untersu
chung nöthig sein mögen. Die Ans
lagen sind aus dem Fonds für un
vorhergesehene Ausgaben, der dem
Repräsentantenhaus? zur Verfügung
steht, zu bestreiten.
(Gez.)
William Sulzer."
Daß den Einwanderern auf Ellis
Island manchmal schreiende Unge
rechtigkeiten zugefügt werden, steht
ganz außer Frage, denn es sind viele
Fälle grausamer und unmenschlicher
Behandlung bekannt Es ist Zeit, daß
unsere Negierung sich der Sache di-
rekt annimmt, damit nicht wünschens
werthe Einwanderer nnnöthigerweise
von gänzlich eigenmächtig handelnden
Einwandenntgsbeaiuten ^weiter
drangsalirt und geschuhriegelt* wer
den. Es unterliegt gar keinem Zwei
fei, daß unsere Einwanderungsgesetze
dringend einer Abänderung bedürfen.
Die „Standard Oil"-Entscheidung.
Die buudesobcrgerichtliche Ent
scheidung, welche die Auslösung des
großen Monopols der Standard Oil
Co. verfügt, ist im Lande mit ei
ner geradezu erstaunlichen Ruhe aus
genommen worden. Die Börse hat
so gut wie gar nicht darauf reagirt,
oder, wenn ja, so doch nur in gün
stigem Sinne. Tie Aktien der Nie
senkorporatioiien des Landes sind
nicht gefallen, sondern theilweise be
rrächtlich in die Hobe gegangen. Das
erklärt sich wohl aus einer deiner
keuswerthen Stelle in den Entschei
diingsgründeu, wonach nicht ohne
Weiteres jede Abmachung zur Be
ichriinfitng des Handels auf Grund
des Shennan-Gefetzes streitbar ist,
sondern eben nur jede Abmachung
zur u it e ii Ii I i ch e n und un
vernünftigen Beschränkung, d. h. bei
spielsweise jede Abmachung, welche
die Schaffung eines Monopols zum
Zwecke hat. Durch diese Auslegung
des betreffenden Gesetzesparagraphen
haben sich offenbar verschiedene Groß
korporatiouen sehr erleichtert gefühlt,
so insbesondere die United States
Steel Corporation, der große Stahl
trust, der trov des Niesenumfangs
seiner Geschäfte doch bei Weitem kein
M'ouopol darstellt.
Daß die Aktien solcher Gesell
schatten infolge der Entscheidung in
die Höhe gegangen sind, läßt sich
allenfalls begreifen, schwerer ver
ständlich ist es aber, daß auch die
der Standard Oil Co. stiegen. Denn
um die Thatsache, daß das Oberge
richt die Auslösung des Oel-Trnsts
angeordnet hat und daß diese Ent
scheidung endgültig ist, läßt sich doch
nicht herumkommen. Es ist wahr,
das Bu11desobergerichckt hat die Frist,
binnen welcher die Auflösung erwl
gen muß, von einem Monat, den die
Vorderinstanz festgesetzt hatte. auf
sechs Monate ausgedehnt. Aber die
se Aenderung erfolgte doch nur aus
Billigkeitsgründeu. Das Gericht
sagte sich ganz einfach, daß eine so
gewaltige, eine so meisterhafte und
festgefügte Organisation wie die
Standard Oil Company nicht im
Handumdrehen zerschmettert werden
kann, ohne daß mit den Schuldigen
zugleich auch Tausende von Unschul
digen leiden müssen. Auch macht es
für das Publikum gar keinen Unter
schied, ob die Auflösung in einem Mo
mit oder erst in einem halben Jahre
erfolgt. Die Hauptsache ist, daß sie
überhaupt erfolgen muß, und die
Wirkungen dieses Befehls müßten
sich, sollte man meinen, sofort fühl
bar machen. Und doch find die Ak
tien der Standard Oil Co. nach der
Entscheidung in die Höhe gegangen!
Jit den wenigen Preßstimmeit, die
bisher vorliegen, scheint die Ansicht
vorzuherrschen, das sich der Auslö
iuugsprozeß unterhalb des nächsten
halben Jahres glatt und ohne jeg
liche Erschütterung oder Störung
des Geschäfts vollziehen werde. Es
ist natürlich für den Uneingeweihten
überhaupt schwierig, sich von diesem
Auflösungsprozeß ein halbwegs kla
res Bild zu machen. Nur das eine
scheint sozusagen selbstverständlich,
daß nach der Auslösung des Mono
Pols die einzelnen Untergesellschas
ten wieder selbstständig sein werden
itiii) also unter sich in Mitbewerb tre
ten müssen. Schon die Aussicht auf
einen solchen Wettbewerb müßte sich
heute schon im Markte fühlbar ma
chen. Da das nicht geschah und ge
schiebt, liegt allerdings der Verdacht
nahe, daß sich die Auflösung sehr
..glatt" vollziehen, be')ielmngsweise
daß alles im Wesentlichen beim
Alten bleiben wird. Die Organisa
tion der Standard Oil Company
wird in der o so geändert
werden, das sie im Einklang mit
den Anforderungen des Sherman
Gesetzes steht. Wie weit aber durch
die Aenderung der Form auch das
Wesen des Oel-Monopols berührt
wird, das ist wieder eine andere Fra
ge. und ebenso wenig läßt sich bis
jetzt auch nur annähernd feststel
len, ob das große Publikum eilten
wesentlichen Nutzen aus der Ent
scheidung ziehen wird. Trotzdem ist
sie natürlich mit Freuden zu begrü
ßen, schon weil ein gegenseitiges Ur
theil tuts den Trusts und Monopolen
geradezu mit gebundenen Händen
ausgeliefert hätte. Aber zu sangui
uisch dars man offenbar nicht sein:
mau thut am besten daran, mit be
scheidenem Sinn abzuwarten, was
Zukunft bringen wird. —W. P.
Laaer-Versammlung.
Die Allgemeine Deutsche Lager
Versammlung Gottes im nordwestli
chen Nord-Dakota wird dieses Jahr
vom 17. bis 25. Juni in Martin N.
Dak. abgehalten werden.
Jedermann ist freundlich eingela
den zur Versammlung zu kommen
und wenn möglich, die ganze Zeit
zu bleiben.
Um nähere Auskunft wende man
sich an
Martin Ortmann,
(44-2ml) Martin N. Dak.
Aufforderung zum Bau des Deutsch
amerikanischen Denkmals beizn
steuern.
Der Congreß in Washington be
willigte aus eifriges Betreiben ^des
Deutsch Amerikanischen National
bundes $25,000 zur Errichtung ei
nes deutsch-amerikanischen National
Denkmals iPastorins-Denkmals) in
der Bundeshauptstadt unter der Be
dingung. daß der Deutsch-Aineritani
sche Nationalbiind die gleiche Summe
zu dem Unternehmen aufbringt. Es
hängt also von den Deutschen des
ganzen Landes ab, ob der Bau sich
verwirklichen soll oder nicht. Er s o 11
und u sich verwirklichen, denn
a s e s a e e n s
U i n e V i i i 1 u
S a a e n w e i s a u i e
Knochen blamir t, wenn es die
$25,000 nicht aufzubringen vermöch
te. Bedeutende Beträge wurden be
reits vom Deutschtlmm des Ostens
und mittleren Westens eingesandt.
Die Staatsverbände des National
blindes haben fast alle liberal bei
gesteuert, und unser Staatsverband
N o -D a k o a s o u n w i
n i ch zurückstehen. Es ist einfach
E e n s a ch e jedes deutschen Per
eins, jedes einzelnen Deutschen! Wir
appellireii deshalb an das National
gefühl der Deutschen in Nord-Dakota
und bitten diese, zum Bau des Na
tioiial-Denkmals liberal beizusteuern.
Die deutschen Bürger und Vereine
unseres Nachbarstaates Süd-Dakota
sollten das Gleiche thun. Da aber ein
Staatsverband dort noch im Wer
den begriffen ist, sind wir bereit,
auch Beiträge zum Dcnfiitalbait aus
Süd-Dakota anzunehmen und darü
ber in diesem Blatte, zu guittiren.
Aus Süd-Dakota eingehende Bei
träge zum Fonds 'werden dem Na
tioiialbiiitde gleichfalls von uns zuge
s a n i e a u s i i I i e i
Bemerkung, daß sie von deutschen
Bürgern oder deutschen Vereinen
Süd-Dakotas herrühren, die int Be
griffe stehen einen Staatsverband zu
gründen.
In Händen des Unterzeichneten,
Sekretär des Centralbmtbes von
Nord-Dakota, befinden sich bis jetzt
Beträge wie folgt:
In Nr. 35 quittirt über $ 2.50
Zweigverband New Salem 80.00
Summa $32.50
Die Seit drängt und wir bitten
die Deutschen, rasch zu handeln
da Beiträge bis Ende dieses Monats
eingesandt werden müssen. Ueber
alle an uns gesandten Gelder wird iu
diesem Blatten öffentlich gnittirt und
dieselben dann dein Schatzmeister des
Natioitalbundes übermittelt, der wie
derum den Empfang öffentlich bestä
tigen wird. Deutsche Vereine soll
ten, um nicht kostbare Zeit zu verlie
rett, den beizusteuernden Betrag
aus der Kasse nehmen und denselben
später von ihren Mitgliedern eintrei
ben. Nochmals: Es ist Ehre it
s' a ch e der e u s ch e it!
Alle für diesen Zweck bestimmten
Gelder und Briese adressire man an
den Unterzeichneten, oder an den
Staats-Aiizeiger und man vergesse
nicht anzugeben, wem dieselben gut
zuschreiben sind. Man löse Bank
oder Postanweisungen und mache die
selben zahlbar att
F. L. a n'd t,
Sekretär,
Aus München, wo er sich ans
hielt, schreibt Colonel Henry Wat
tenon, der bekannte, geistvolle und
zugleich vollständig unabhängige Ne
dakteur des „Courier-Journal" von
Louisville. Kentucky, eine Epistel
über die -Teinperenzfrage, die in mehr
als einer Beziehung bemerkenswerth
ist. Im Wesentlichen bringt der Arne
ri ferner alle Argumente gegen
Zwangsprohibition, die auch die
Deutschen
immer angeben. Der
Aufenthalt in München, der
„Bierstadt" par excellence, hat seine
Anschauungen noch befestigt, und er
bricht eine förmlich enthusiastische
Lanze für das aus reinem Malz und
Hopfen gebraute treffliche Münchener
Getränk. Vergißt darüber auch uichtt,
daß man iu seiner Heimath auch Bier
zu brauen versteht, und sagt:
„Ich weiß nicht viel von Whis
key, denn ich habe nie genug da
von getrunken, um Kenner zu sein.
Aber wenn ich die Keittuckyer Mäd
chen und Kentuckyer Pferde als Maß
stab nehme, so glaube ich schon,
was man immer sagt, daß die .Ken
tuckyer Whiskeys auch die besten sind.
Aber ich bin ein Sachverständiger,
was gutes Bier betrifft, und ich sage,
ohne den leisesten Zweifel zu hegen
und ohne Widerspruch fürchten zu
müssen, daß kein Bier der Erde dem
Münchener Hofbräu gleich kommt.
Doch mag es sein daß das spezielle
Gebräu, das Adolphus Busch für
Tony Faust einbrant, dem Münche
ner fast gleichkommt, während man
auch in Milwaukee, in Louisville und
selbst in Cincinnati Gott segue die
arme alte Seele sehr respektables
Bier verzapft.
„Ich hoffe, ich beleidige die Kentnk
kyer Schnapsbrenner nicht zu sehr,
weitn ich erkläre,. daß ich, hätte
Der fictrtviten Probe auf Drrücrsirtftinf-jir
werden Arbeits Schuhe unterworfn
in diesem Zweigs der Ef'fjumctrficrct stehen
wir einzig da. Farmer, Bergleute, Holzfäl
ler, Handwerker, fur* Arbeiter jeder Art ha
ben ausgefunden, daß
MÄYER Arbeits- Schuhe
dovpelt so fan :-1 halten «f? iraend welÄ? sn^?r:n.
2'.c sind baren und frü'tici cu5 £ü:r
leder uns VUvftcvt irrfil'feW cemrtdRt. vfireyizCE=
ftandslrast und 2aucrl)afiinfcit sind unerreicht,
ivinn Sfir ftüttMcr sie nicht füCrf, schreiben Tis
uns.— Achten Sie auf d!e Mayer Schuh
marke in der Sohle.
~-rci.—Senn Sie uns ben Namen eines
ftünblcrä senden, bet Mäher Arbeits
Cchulie nicht sührt, senden wir Ili
nen gratis und öortofroi ein fd)ö
ni"â Bild bon (Mocrci ih!afiung=
lot:—©rüi',e
1.1x20.
^vir fabci-
•teretr ferner „'ponoröilt"
Tchuii?. ..Leasing Laiz"
-chuhe. ..Marts,a Stofö::
ton" Comfort
ma Cushion" Schutz i:::
ich die Macht, jede Brennerei in eine
Brauerei übersetzen würde. Tie rech
te Kur gegen Truukeuboldbaftigkeit
wenn es überhaupt eine Stur
giebt sind leichte Weine und Va=
ger bier.
..Ter rabiate Prohibitionist, der be
baiiptet, zwischen einem Glao Grog
und einem Silase Bier nicht unter
scheiden zu könne, und sein Urtheil
noch weiter diokreditirt, indein er zu
giebt, den Unterschied zwischen einer
Flasche Whiskey und einem i'och in
der Erde nicht erkennen zu können,
dieser rabiate Prolnbitionist op
ponirr dem einen sowohl wie dem an
deren. Er macht keinen Unterschied,
éviir ihn sind sie alle der Hölle ent
sprossen, das unschuldigste gelegentli
che Glas Bier sowohl, wie der stärk
ste Schnaps."
Nachdem Colonel Watterson dann
von der weiten Verbreitung des
Biertrinkens in Banern und Teutsch
land gesprochen und erklärt hat, das
ihm so kannibalische Trunkenheit wie
in Amerika in München nicht in ei
nem einzigen ^alle begegnet sei. gebt
er ans die !rage der Regiilirnng
der Wirthschaften durch die Polizei
iiüer, auf ihre Besteuerung und
ferner auf die ^ebensgewolmheiteu
der Teutschen, die ihm sehr viel an
muthiger erscheinen als diejenigen
seiner amerikanischen Landsleute.
Tann geht er in einem zwei
ten Absätze auf die kriminelle Sei
te der Tr ins trage ein und sagt, das
die Beziehungen von starken (be
tränken einerseits und diejenigen von
leichteren Getränken andererseits zum
Verbrechen sehr zu Gunsten der leich
tereti Getränke sprächen. „Das die
Brauer unseres Landes für eine
Menge von Spelunken verantwortlich
sind, in denen leichte und starke Ge
tränke verkauft werden und die von
ihnen selbst eingerichtet wurden, ist
nur zu wahr. Ueber diesen Punkt
hat sich Adolphus Busch vor einem
^ahre in der unzweideutigsten Wei
se ausgesprochen. Aber dies ist eine
Thatsache, die dem Argument zu
Gunsten leichter Weine und dito
Malzgetränke nicht widerspricht.
Washington, selbst Schnapsbrenner,
war derselben Meinung. Iesferson,
der mehr von der europäischen Welt
gesehen hatte, machte den energischen
Versuch, Wein und Bier in Virginia
einzuführen, indem er den Brauern
und Winzern Prämien vertnef wenn
sie kommen wollten und Reben pflan
zeit und Bier brauen. Aber die Bier
induftrie gedieh nicht eher, als bis
die Teutschen in Masse einwander
ten."
Colonel Watterson giebt dann
eine Reihe von Statistiken, die Hier
zu weit führen würden, aber alle
beweisen, das unter der Einführung
leichter Getränke die Trunkenheit
abnimmt, unter gänzlicher Pro
hibition aber beständig zunimmt.
Sum Schlich geht er auf die Mo
ral der Geschichte ein niid sagt:
Wir denken, wir sind ein freies
Volk und stimmen darin überein,
das in der Welt viel zu viel regiert
wird. Tennoch wird die persönliche
Freiheit nirgends so angegriffen,
wie gerade iu den Ver. Staaten. Tie
Prohibitioliswoge, die jetzt gliickli-'
cherweise absluthet, war eine Bedro
billig unserer freien Einrichtn»
gen. Teufende Menschen beginnen
einzusehen, das e* noch größere
giebt als das Trinkübel: Uebel, die
den Charakter einer Nation mehr be
einflussen, weil sie allgemeiner sind,
die Schichten der Bevölkerung mehr
durchdringen, weniger leicht erreich
bar sind. Ter Trunkenbold tritt ge
meiniglich nur zu sehr in die Erschei
nuug. Mit ihm kann man fertig wer
den. Anders ist es mit den verschieb
denen formen persönlicher und poli
tischer Korruption. Tugend ist frei*
williger Widerstand gegen das La
ster, nicht erzwungener Gehorsam ge
gen drastische Befehle. Moral ist ein
relativer Begrisf. Was moralisch in
einem Lande ist, mag unmoralisch im
anderen sein. Umstände ändern die
Sachen. Zeit und Ort müssen be
rücksichtigt werden. Das alles wird
durch das Hos
bräuhaus in München
exempliflicirt." —W. P.
Cl,as. Turk, alleiniger Agent für Rugbv und Umgegend.
Abonnirt auf den Staats-Anzeiger.
Festlegung des Osterfestes.
Ueber die Festlegung des Osterfe
stes werden demnächst unverbindliche
Verhandlungen zwischen den verbün
deten deutschen Regierungen einer
seits und den in Betracht kommen
den Instanzen andererseits eröffnet
werden. Ob diese Verhandlungen
bereits in nächster Zeit zu einem de
finitiven Abschluß kommen werden,
steht noch dahin. Soweit bekannt,
haben die kirchlichen Behörden ge
gen eine Festlegung des Osterfestes
im Allgemeinen nichts einzuwenden.
Auch Handel und Industrie haben
sich mit diesem Gedanken befreundet.
Wie ans Regierungskreisen Verlan
tet, soll der Vorschlaa gemacht wer
den, Ostern auf den zweiten Sonn
tag im April festzulegen, damit die
Cbarwoche in allen Fällen noch in
den April fällt. Es sollen zunächst
die Meinungsäuszerungeu der größe
ren Bundesstaaten in dieser Frage
eingeholt werden. Tie Festlegung
des Osterfestes auf den zweiten
Aprilsonntag dürfte sich ans vielen
Gründen empfehlen, da z. B. in die
sem Falle die Schulen ihre Schüler
fast kurz vor Onartalsbeginu ent
lassen können, in den Großstädten die
Aprilumzüge dadurch nicht tu die
Feiertage oder kurz vor sie fallen,
was bei einer Festlegung auf den er
sten Aprilsonntag oft der Fall wäre,
und auch die Parlamente bei dieser
Festlegung ihre (besetzesarbeiten, die
zum 1. April fertigzustellen sind,
besser erledigen könnte, Ostern auf
den lebten Märzsonntag zu verlegen,
empfiehlt sich nicht. Für den Han
del ist der Termin an sich weniger
wichtig, da er auf eine Festlegung
des beweglichen Festes nur Hiitarbet
tet. Eine Terminfestlegung auf ei
nen bestimmten Kalendertag ist für
Ostern nicht möglich, weil Ostern
wegen des Cbarfreitags stets auf ei
nen Sonntag fallen mich. Tie Wahl
des zweiten Aprilsonntags wäre die
beste Lösung, weil dadurch Ostern
ungefähr stets auf den gleichen Tag
(etwa bis 12 Tage nach Onartals
beginu) fällt, und bei dieser Wahl
die Vortheile einer Festlegung die
Nachtheile bedeutend überwiegen. Tie
Festlegung auf den zweiten April
sonntag hätte auch den Vortheil, daß
sich die Feiertage nicht zu sehr häu
fen, wie z. B. bei einer Festlegung
auf den letzten Märffonntag. Es
wäre dann möglich, daß mit dem ka
tholischen Feiertag Maria Verkündi
gung gewissermaßen 6 Feiertage hin
tereinander fallen, was z. B. 1912
der Fall ist, wo Gründonnerstag auf
den 20. März, Ostern auf den 23.
März und Maria Verkündigung auf
den 25. März fallen. Legt man
Ostern auf den zweiten Aprilsonn
tag fest, so würde Pfingsten in fast
allen Fällen noch in den Monat Mat
fallen, im ungünstigsten Falle auf
den 3. Juni. Auch dies hätte feine
Vortheile. —W. P.
è O
-A
R. C. Wenzel
sc
.. Deutscher Advokat...
Office stammen mit L. N.Torson
5 :Huflbb, »t.-Dak.
Henry B. Senn
Deutscher Advokat
Collison & MacPherson
Aerzte,
Wundärzte und Geburtshelfer
—FUR SHIPPER—
Abmunrt aits deii Staatc'-UuzeiHex.

German- American Publishing Co.
Herausgeber.
(Entered at the post-ofllri' at Itugby, N. D.
and admitted for transmission through the
mails at second-nlass rates.)
e i s e n e A e n o n W a k e
Ter Staats-Slnzeiger, Rugby, N. T., den 25. Mai 1911.
Oder: Nngby, N. D.
e S a a s- A n z e i e
Rugby, N. D.
Col. Watterson über die Trinkfrage.
Syeciat Mcr:t" lir'i'-fi-:' ?. Wisconsin. \&i
Office- Security Bankgebäude. Rugby. N.
Rath und Hülfe ertheilt in Rechtsanaeleaen
hellen.—Besucht mich.
Dr. H. M. Eollison Dr. G. A. MacPherso«
Office und Wohnung über Merchants Bank. Rugby
(M'IIr) Beide Telephone
prop the Middleman. Deal with the House that's
DlFFERE*T,(Our circular tills why,) that charges no commis
sion, pays expreasage, exports direct to London.
England, and Leipzig, Germany, the greatest
Fur Send tor It.
Markets est°price list"
World nig* infor
matlon that will be worth a fortune to you. DON'T
IHW a akin till you hear from us. Tags and valu
able Information as to PRIZES offered, tree. Write.
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