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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, October 19, 1911, Image 6

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v.
A u s a n $
i n i i n i i i i i i u 4
V e k a u e I u w e e n A b
bit I amid s. Im November die
|eg IahreS ivcrben die Juwelen, die
in dem Palast de? abgesetzten türki
fdjett Sultans Abdul Hantid be
fchlagnabmt wurden, in Paris zum
öffentlichen verkauf nelatnieit. ^e»
4cm Objekt ist. inn volles Vertrauen
em^uslöm'n. eilt Ur''prilng5.'.euglliiz
bei^e^eben.
V a i u s i 5 a u e i n e i n
Italiener in et it e i d).
Die Bevölkerung von Menrarauesy
bei Marseille limditc den Italiener
Baiardi. der den 76-jälnigen Fran
zosen Land'.nanu Julien beraubt
und ermordet hotte. B.'iardi mar.
als die (^ensdarmerie eintraf, eine
unkenntliche Masse infolge der erlitte
Tten Mißhandlungen.
5 0 0 e i e e S a
Brandenburg. Tie alte mârki
?che Kur- und Hauptstadt Branden,
bürg an der Havel rüstet sich 311 euer
Feier, die am
22.
v,nli stattfinden
fof' miönlich der Wiederkebr de
Za*
ges, an dem vor 500 Jahren der Kur
sunt ,s-neDrict) l. tue vJiart betreten
hat. Tad städtische Ratbhauc' wird
mit einem Kostenaunvande von 1 50,
000 Mark renovirt und als ^cstlmus
eingerichtet. Vor dem Natbbause ge
langt ein Monumentalbrunnen ^ur
Aufstellung, der am 22. Juli 1912.
dein Hauptfesttage, enthüllt werden 1
soll. I
K i e k a s s e n e n a i
34 Iahreit verhastet. In der Vor
stadt Beitos ant asiatischen Ufer des
Bosporus wurde der ehemalige Of
fizier und NegimentSzahlmeister I
Hussein Hilmi-Bei erkannt, der im
Jakire 1877 beim Ausbruch des
Krieges mit Montenegro mit der 1
ganzen Kriegskasse auf und davon-1
gegangen und seitdem spurlos ver-!
filiwunden war. Er wurde verbas
set. Seine Beute, die sich auf Hun
derttausende belaufen hatte, hat er
zu Spekulationen verwendet, bei I
denen er vom Glück begünstigt war.
Er führte jetzt als mehrfacher Mil
lionar ein beschauliches Dasein. i
A u s n u z u n e N e u e n
gammer Erdgasquelle. Die
Neüengamnter Gasquelle soll jetzt
e n a n i e n S a a n u z
bar gemacht werden. Nachdem bereits
in vielen Fällen Ballons mit dem
Gas gefüllt worden sind, soll jetzt sei»
tens der städtischen Wasserwerke das
Gas zu Pumpzwecken verwendet wer-!
den. Es werden an der Gasquelle
zwei Lokomobilen von je 50 Pferde-j
ftäften aufgestellt, die für Gasfeue
rung eingerichtet sind. Diese Maschi-'
nett erzeugen dynamoelektrische Ener-:
gie, die auf Kabeln fortgeleitet wird
und bei Pttmpmaschinen zur Anwen
dung gelangt.
o e a n e i a
stadt. In Heppenheim bei Darm
stadt brach in der Nacht ein Grofefeiter
aus. Der Ltand entstand int
Hotel „ßuin halben Mond". Der so
genannte Neubatt des Hotels mit sei
nett Sälen und den Fremdenzimmern
1
ist vollständig eingeäschert. Es gelang
nur mit großer Mühe, die dort schla
s e n e n é ö n u n a s e s o n a z u
retten. Eine utr Kur weilende Dame'
rette sich durch einen Sprung aus
1
dem Fenster in den Garten. AIs die
Löscharbeitett schon beendet waren,
Stach in dem gegenüberliegenden Ge
bäude. dem alten Haus, Feuer aus,
tas den Dachstuhl zerstörte. Der!
Schaden dürfte etwa 60,000 Mark be
tragen.
e n k a I k a u s I n
Frankreich scheint man sehr darüber 1 z. "y
in Verlegenheit zu sein, wem man
jetzt ein Denkmal setzen
nun der bekannte Pariser Sports
man Baron Deutsch de la Meurthe
aus die erleuchtete Idee verfallen,
dem ersten Aviatiker, Ikarus, ein
Denkmal zu errichten. Vor einiger
Zeit reiste der Baron nach der In-
Denkmal setzen fosl. Da ist
Kreta, um hier Nachforschungen
darüber anzustellen, von welcher
Stelle der Insel Ikarus zum Fluge
aufgestiegen ist. Wie Pariser Zeitun
gen nun mittheilen, hat Baron
Deutsch de la Murthe dem Bürger-
20,000 Francs übergeben, damit
von diesem Gelde dem Ikarus ein
Denkmal errichtet »verde.
i e A n u n a u S
getrocknet. Die zwischen Rema
gen und Kripp in den Rhein mün
dende Ahr, die durch Ueberschwem
muitgen int vorigen Sontmer große
Verheerungen entrichtete, ist gegen
wärtig an der Miiitomm vollständig
ausgetrocknet, wa? seit ^enschenge
denken itoch nicht vorgeloinnten ist.
a u n 0 a n e i n e 1 1 E i
s e tt a n i n s e k 0 r. Der In
fpclt'.ir der ?lunig—Teplilzer Eisen
balm v.arl Zntt.i. der zum Besuche
'einer in der S^ntnierfrische weilen
den Gattin nach Neizcnh.tin reisen
wollte, lvlirde in der sogenannten
Hölle bei Sebastiaitvberg von unbe
kannten Thätern eriuordet. Später
wurde er bis auf die Fingerringe
ausgeraubt aufgefunden.
e a s e e v i s o v o n
0 n s heim ver a s e t. Der
Schwindler, der. wie berichtet, dem
Gemeind.' Einnehmer von Möns
heim citic ''èiassenrevision vortäuschte
und dabei 2080 M. erbeutete, ist.
nach einem Berichte aus Bingen Kit»
genommen worden. Es handelt sich
um den 21jährigen Julius Tahmen
aus A.'chen. Er war auf dem Binger
Kreisamte als Schreibgehilfe beschäf«
tigt. Vorher befand er sich bei den
Kreisämtern Bockenheim und Schot
ten in Stellung. Von Bockenheim kam
er nach Bingen.
a s s e n v e i u n i n e i
n e e n e n s i o n a
Nach dem Genuß von Weintrauben
starben drei Bedienstete des Mädchen
instituts „Cours Maintenon" im
Vororte Bartisson bei Perpignan.
Vier Personen vom Dienstpersonal
wurden sterbend nach dem Kranken
haus gebracht. Man glaubt aber vor
läufig nicht an eine vorbedachteThat.
sondern nimmt an. daß die Dienst
boten Weintrauben, die mit einer
konservirenden giftigen Substanz
übersyritzt waren, vor dem Genuß
nicht gereinigt hatten.
1
E i n o n i s e s a u s i n
Berlin als Mittelpunkt der hiesigen
Polenbewegung zu errichten, war
Ausführung des Planes gesichert.
Es hat sich ein Polnisches Haus G.
m. b. H." gebildet, der zahlreiche
Genossen mit Einlagen von 8000
W 10,000 Mark beigetragen sind.
(Hn Architekt Edmund
fauspolnischergefunden
ttak hat einen Entwurf für das
ausgearbeitet, der allgemeine
Merkennung hat. Das
„Polnische Haus" wird Vereins- und
Versammlungsräume, Turnhallen
Ux die Sokols, eine polnische Bib
Uotfyef,
ein Restaurant usw. enthal
$ett,f&0Ute. eine polnische Bezeich
ort der Straßenfront von der
nicht zugelassen werden,
die Pols» eine lateinische
Die S 0 a e n e u e e i en
in Norwegen. Die Verhöre we
gen der Meutereien in einzelnen Thei
len der Armee ergaben, daß die Vor
gänge ernsthafter waren, als man
erst geglaubt. In Stenkjaer jagten
die Soldaten mit Steinen die Offi
ziere in die Flucht, als diese versuch
ten, die Ordnung herzustellen. Die
Offiziere, die sich in der Dunkelheit
mit Laternen versehen hatten, muß
ten diese wegwerfen und die Flucht
ergreisen. Die Soldaten zerschmet
terten Laternen, Fenster, Turngerä
the, kurz Alles, was ihnen im Wege
stand. Es soll kaum mehr möglich
sein, die Leute im Zaum zu halten,
da die Offiziere gegen die herrschende
Erregung machtlos sind.
N e u e e k u n e u s
sischen Juden. In Nikolajew
hat die Ausweisung sämmtlicher Ju
den begonnen, welche nach dem Jahre
1906 dort zugezogen sind. In den
Städten des Südnwstgebietes hat die
Ausnahme jüdischer Kinder in Ele
mentarschulen aufgehört, so daß tiuiv
mehr den Juden auch die Elementar
bildung unzugänglich gemacht wird.
Auf Veranlassung des Ministe
riums des Innern wird der Redak
teur der Wochenschrift „Sowremen
nis Mir", Iordanski. auf zwei Jahre
aus Petersburg ausgewiesen. Die
Ausweisung wird damit begründet,
daß der oppositionelle crdanski. des
sen Artikel der Regierung unbequem
'"itd. die Ansichten der sozialdemokra
tischen Partei theilt doch kann ihm
die Zugehörigkeit zu dieser Partei
nicht nachgewiesen werden.
A A
1t
0 0 1
1
flüchtig gewordene Bankbeamte Tau
Bert von der Dresdner Bank konnte
durch den Berliner Kriminalkommis
far Schlosser in London verhaftet
werden. Der ungetreue Bankbeamte
i wollte nach Amerika entfliehen und
hatte für sich und seine Geliebte, die
ihn auf der Flucht begleitete, schon
I Schiffskarten nach New Dork gelöst.
I Kommissar Schlosser aber machte ih
i ren Ausenthalt ausfindig und nahm
Taubert in einem Hotel in London
(v„ fest. Der Verhaftete legte sofort ein
£r rtipr i rni^h niAt npnrni^n Geständniß ab. doch behauptet er. nur
sei (der ~rt wird Aktien im Werth- von 13,000 unter-
schlagen zu haben. Der größte Theil
des Geldes wurde bei dem 2efnm
danten noch vorgefunden.
E o u n e i n e s e e s
burger Architekten. Peters
bürg wurde durch einen furchtbaren
U. Raubmord Ausregun» um* De.
Berliner Polenvereme. ^zetzt ist die Hausbesitzer und bekannte Architekt
I Exzellenz Melnikow wurde in seinen
Bett ermordet aufgefunden. Der
Geldschrank und die Kommoden wa
ren erbrochen, alle Werthsachen und
alles Geld war geraubt. Melnikow
lebte während des Sommers allein in
seiner großen Wohnung, während fei
ne Familie in der Sommerfrische
weilte. Als er spät Abends nach
Hause zurückkehrte, empfing ihn sein
Diener. Nachdem sich der Architekt zu
Bett gelegt hatte, überfiel ihn der
Diener und erstickte ihn im Bett mit
Kissen. Der Mord ist ein Racheakt
Melnikow hatte dem Diener gekün
digt. Der Mörder wurde verhaftet
und ist geständig. Er hatte einen 16
jährigen jungen Mann als Helfer.
AAA, A
Der StaatS-Anzeiger, Rugby, N. D. den 19. Oktober 1911.
I n a n I
A.
a A A A A
i
A A A A
4 4
I
ttttttttttttttttttttttttt
e e a k i e N e w
Aorker Herausgeber werden diesen
Herbst über tausend neue Bücher aus
den Markt bringen, darunter etwa
600 Romane, 200 Memoiren, Gc
schichts- und wissenschaftliche Werke
und nahezu 250 kurze Erzählungen Neuenglandstaaten in New Hcttnp
und Lehrbücher für Kinder. Der
größte Theil dieser Bücher wird
wohl kaum den Druck bezahlen und
nur ein kleiner Prozentsatz wird
einen größeren Leserkreis finden.
O a n e n u n Z i o n e n
Dem Bericht der „Citrus Protective
League" von Kalisoruien zufolge hat
die Versendung von Orangen und
Zitronen in dem mit dem 31. August
d. I. zu Ende gegangenen Jahre al
le bisherigen Rekorde gebrochen
nicht weniger als 40,000 Eisenbahn
ladungen sind nach dem Osten gegan
gen. Der Werth dieser Sendungen
belief sich auf etiva fünfzig Millio
itcn Dollars, oder $200,000 mehr als
im vorigen Jahre.
o e s A e E i n e e a n
gesehensten Bürger von Newark, N.
burtstages. Mit Rücksicht aus seinen
Welt sein.
a e e i n E n e a e
«in verpfuschtes Eheleben und Kum
rner über seine andauernde Kränklich
Seit haben dieser Tagen den 34 Jah
re alten Cincinnatier Liedersänger
und Komiker William Bruns in den
Tod getrieben. Er erschoß sich in jer
Wohnung seines Schwagers George
Kloster. Marschall der Ortschaft Wyo
ming, Ohio, bei dem er seit einigen
Tagen aus Besuch weilte. Das Ehele
Ben Bruns' war kein glückliches ge
wesen und seine Gattin hatte sich nicht
nur von ihm scheiden lassen, sondern
sich seitdem wieder verheirathet und
bas ihrer Ehe mit Bruns entstam
mende Kind mitgenommen. Dieses
ging Brnns sehr nahe, und außerdem
grämte er sich auch über seinen eige
nen Gesundheitszustand, denn er litt
an der Schwindsucht.
1
S z e e n V e e e
Vertreter der sechs größten Juwtz
Herberbände in Amerika hielten in
den Räumen der Gewerbekammer
der Juweliere zu New Dork eine
Sitzung ab, um über Mittel und
Wege zu berathen, wie man die Mit
glieder der Vereinigung' besser gegen
verbrecherische Angriffe schützen kön
ne. Es wurde ein Erekutivkomite er
nannt. das die Schaffung einer Or
ganisation zti diesem Zwecke in "die
Wege leiten soll. In etro^ zwei Wo
chen werden die Delegaten dann wie
der zusammenkommen.
Die Sitzung war die Folge einer
langen Reihe vonBeschwerden, haupt
sächlich aber der Mordangrisse auf
die Juwelenverkäufer Adolph Stern
und Jacob Jacoby, die bekanntlich
von Dieben getödtet wurden. Der
Hauptzweck ist der Schutz gegen solche
Verbrechen, nebenbei aber will man
sich auch besser gegen Verluste an Ei
genthum sichern. Gegen diese bestehen
zwar jetzt schon verschiedene Versiche
rungen. Diese wurden nicht kritisirt,
jedoch glaubt man. den Schutz durch
engere Verbindung der verschiedenen
Organisationen erhöhen zu können.
I n e n o e i e e n V e
wandte des 79jährigen aus Deutsch
I., William Rankin. der dort länger denn die Schifffahrtsgefellschaft, has
als ein Menschenalter seine Praxis tet der Einwanderungsbehörde mit
als Rechtsanwalt ausgeübt hat, fei
erte das seltene Fest seines 101. Ge-
Gesundheitszustand sand die Feier Zwischendeckspassagiere aus dem
nur nn engsten Familienkreise bei. Staube, da sie diese Art der Landung
?er
1
e!?r^
land stammenden ehemaligen Bäckers der der Mormonenkirche aufgefor-
Matthias Vetzold. welcher 'ich dieser
Tage im Badezimmer seiner Woh
nung in San Francisco durch eilten
Revolverschuß in den Kopf getödtet
hat, sind der Ansicht, daß er die trqu
A n a e e o e s a e
In erfreulicher Weise ist die Sterb
lichkeitsrate in den Vereinigten
Staaten zurückgegangen: sie betrug
im letzten Jahre, wie der neueste
Zensusbericht mittheilt, nur 15 aufs
Tausend. Der Staat Washington
hatte im Jahre 1910 nur 10 Todes
fälle aufs Tausend, der Staat Mon
tana 10.6 aufs Tausend. Am höch
sten war die Sterblichkeitsrate in den
shtre betrug sie 19.03 aufs Tausend,
in Maine und Rhode Island 17.1,
in Connecticut 15.6 in New Dork
starben 16.01 vom Tausend, in Ohio
13.7. Die meisten Opfer forderte
die Tuberkulose, nämlich 86,309 im
Jahre 1910. Der Typhus forderte
12,673 Opfer. Im Jahre 1870
war die Sterblichkeitsrate in den
Vereinigten Staaten noch 19.8 per
Tausend, im Jahre 1900 17.6 Per
Tausend.
a s s e n u I n e i n e s e
unangenehme Lage ist der Nord-
deutsche Lloyd durch das Verschwin
den von 17 Einwanderern, die mit
dem Dampfer „Prinzeß Irene" in
New Jork eingetroffen sind, gerathen,
und Beamte der Linie sind auf der
Suche nach den Verschwundeneil,
$1000 für jeden mitgebrachten Ein
wanderer. Als die „Prinzeß Irene"
am
Dock eintraf, machten sich siebzehn
*?5ÖU der langwierigen und oft recht schwie-
Hörde vertritt die Ansicht, daß eine
solche Massenflucht mir auf Nachläs
sigkeit der Dockbeamteu zurückgeführt
werden könne, und es Sache der Ge
sellschaft sei. die flüchtigen Einwan
derer herbeizuschaffen und zur Jnqui
sitiou vorzuführen.
r. u n o s A n s i ch t. Ei
nen sehr beherzigenswertsten Vor
schlag macht ein Chirurg Namens Dr.
Munford in einem Werke, welches
sich „Hundert Probleme der Chirur
gie" betitelt. Eines der Probleme
behandelt den Patienten vom finan
ziellen Standpunkt und es wird ge
sagt, daß eine gute chirurgische Be
handlung nur den Reichen und den
Armen zutheil wird, den ersteren in
privaten und den letzteren in öffent
lichen Hospitälern. Von ersteren ist
der Mann mit beschränkten Mitteln
ausgeschlossen und tu die letzteren will
er nicht gehen, weil er nicht als Ob
jekt der öffentlichen Wohlthätigkeit
betrachtet werden will. Das große
Bedürfniß sei daher die Errichtung
von Hospitälern, die den minder Be
mittelten Klassen zugänglich sind, und
zwar in solcher Weise, daß jede Idee
der Wohlthätigkeit ausgeschlossen und
die Möglichkeit gegeben ist, Experten
zu Hilse zu nehmen, die für ihre
Dienstleistungen nicht Summen for-
bm^ic^iner
Verhältnissen
rige That in einem Anfall geistiger nes Fremden Fuß ihn betreten. Nur
Umnachtung begangen hat. die durch die hohen Würdenträger, die Apo
toe dauernden Belästigungen, wel- ftel und andere Fürsten durften
chen er von den jungen Schlingeln
im „Detentions"-Heim nebenan aus
gesetzt gewesen ist, herbeigeführt wor
den ist. Wie die theilweise gelähmte
74jährige Wittwe Betzold's sagt, ist
ihr Haus seit vier Monaten von In
sassen des Heims täglich mit Stei
nen, Metallstücken u. s. tu. bombardirt
worden, wobei mehrere Fenster in
Stücke gingen, so daß die alten Leute
ihres Lebens nicht mehr sicher waren.
Kveimal hat Betzold sich schriftlich
Bei Mayor McCarthy Beschwert, und
häufig ist er zu den Verwaltern des
Heims gegangen, lvas die. Jungen
anscheinend veranlaßt hat, noch rü
pelhafter zu werden, so daß der alte
Mann ganz verzweifelt wurde. Noch
am Vorabend seines Todes hat er ge
sagt, er fürchte, getödtet zu werden,
wenn er sich an ein dem Heim benach
bartes Fenster setze. Dr. Thomas
Schumate, Betzold's langjähriger
Hausarzt, sagte, als er von dessen
Tod erfuhr, der Greis habe infolge
seines hohen Alters unter den Belä
stigungen mehr zu leiden gehabt, als
andere, und oft habe er mit ihm über
seine Sorgen gesprochen. Es sei kaum
zweifelhaft, daß der ihm von den
Knaben bereitete Verdruß ihn in den
Tob getrieben habe.
nicht bezahlen kann.
So lange diese Einrichtung nicht ge
troffen wich, sagt Dr. Munford, wer
den, wie das jetzt geschieht, Viele Per
sonen aus den Mittelklassen mangels
geeigneter ärztlicher Hilfe zugrunde
gehen, da sie den Tod jedem Anschein
von ihnen eintiefen
er
vorziehen.
Mildthätigkeit
a s I n n e e e o o
ne n e e s. Prophet Joseph
F. Smith der Mormonenkirche in
Salt Lake City, Utah, ist wüthend.
Max Florence. Besier eines dortigen
Restaurants, hat Smith 68 gute
Photographien des Innern des gro
ßen Mormonentempels, vom Tauf
becken bis zum Paradieszimmer zum
Kaufe angeboten. Er fordert über
$100,000. Smith hat alle Mitglie-
dert, den Mann suchen zu helfen, der
das Gotteshans entweiht" hat. Seit
dem Bau dieses Tempels, über des
sen innere Ausstattung fabelhafte
Dinge erzählt werden, hat noch fei
dieses Allerheiligste betreten, und es
war eine der Lockspeisen, die Mormo
nen mit dem Verfprchen nach Utah
zu locken, daß auch sie eines Tages
diesen Tempel betreten dürften. Wie
verlautet, beabsichtigt man, Flo
rence wegen Ervressungsversuchs zu
verklagen. Der Photograph, welcher
die Aufnahmen gemacht, soll G. L.
Bossard aus Berlin sein. Florence
erklärt, daß er die Bilder weit von
Salt Lake City entfernt habe ent
wickeln lassen und daß er von den
Mormonen selbst ein« riefige Sum
me durch den Verkauf von Abzügen
der Bilder verdienen würde, da
über 90 Prozent der Mormonen das
Innere dieses Tempels noch nicht
geschaut haben und es gerne sehen
möchten. Er könne Millionen solcher
Kopien machen. Ueber die unge
heure Pracht des Inneren jenes
Tempels ist schon viel gemunkelt
worden. Es gibt daselbst Fußböden,
die mit Elfenbein und Pexlen ein
gelegt sind, und lebensgroße Sta
wen in Bronze und Gold. Das
Taufbecken wird von IS goldenen
Ochsen getragen. Die Stiege nach
dem Genlach der Zwölf Apostèl ist
ein Kunstwerk von Tiffany & Co. in
Äew Nörk.
tßffintrr »rlyrrttiibrtif tos Pht
Upp taut raupte.
022.
Mein lieber Herr fcebadtionSt!
Den annere
Abend sm ich zu
den Qedeswei
ler komme un
da hat er mich
mit den eine
ich
Auge den Wink
gewwe un hat
gesagt: „Well.
Phil, wie macht
die Tante?"
Ich hen gesagt:
„In die erschte
Lein is die Tante ahlr^cht und noch
anneres Ding is es gar nit von
dein Bißneß." „O well," hat der
Wedesweiler gesagt, ..da deht ich mich
auch schön dafür bedanke, wenn so
alte Wummen mei Bißneß wär. Du
x»uu,,„u, .....
nicks ausgemacht. Ich ben w*mg-
f.ens gedenk^ daß se ,etzi^ ^tttsfett
UN m,â n.l
deb-
wäre un mich nit weiter battere deh
te. Awwer das war nit der Käs.
Se hen humtert Kwesischens an mich
gefeiert der eir.e hat wisse wolle, ob
die Tante auch e Peip schmohke deht.
her annere Hat gefragt, ob se auch
ett gute Witzkn siende könnte Widder
einer wollt wisse, for warum ich fe
nit mit bei den Wedesweiler gebracht
Hätt, und den Weg is es in einem
fort gange, un gelacht hen die Feger.
als wenn fe die größte Tscheuks von
die W?lt gemacht hätte. Ich kann
Ihne sage, ich sin so mähd gewese,
daß ich am allerliebste geqliche hatt,
Kindlingtoutt aus die Fellersch zu
mache. Dabei hen ich es awwer doch
nit zeige derfe daß ich mähd gewese
sind, sonst hätte se gar äit gestoppt
mit ihre Riemarks un Hätte sich noch
mehr gefreut.
Schließlich is der Wedesweiler da
zu komme un hat gesagt: „Rau,
Beus, ich denke, es is jetzt emal ge
nug, mit Euern Kidde. Laßt den
Philipp gehn. Er hat sich die Suhp
eingebrockt un et muß fe auch aus
esse. Ich will Euch jetzt emal ebbeS
sage: motge Nacht will ich en kleine
Blo-aut hier hen. All die Kostie
Mersch komme und ich fehrfe den
feinste Kuhlafch, wo Ihr in Euer
ganzes Lewe gehabt habt. Ich hen
auch e Band geheiert und met könne
den Weg emal recht lustig sein. Ihr
kommt doch auch?" „Schuht Ding,"
hen ich gesagt, bikahs ich sin froh ge
wese, wie nur von die Tante ab sin
komme. Die annere hen auch all jehs
gesagt. Den Abend sin met all schon
in guter Zeit heim, bikahs met hen
gewußt, daß es am nächste Abend
ziemlich toff zugehn werd. Wie
ich
heim komme sin, da hen die Lehdies
noch beisamme gesosse un se hen sich
gefreut wie alles, wie se mich gesehn
hen. „Das is gut, daß du da bist."
hat die Ehntie gesagt, met hen grad
e kleines Picknick for motge errehnscht
un da mußt du doch dabei sein. Met
gehn schon am Morgen fort un sin
dann in guter ^Zeit
Widder
heim."
Well, wenn ich auch nit sage kann,
daß ich so arig getickelt war, zu gehn,
bin
doch sättisseit gewese. bikahs
Wid­
der in Zeit heim wäre. Den Weg
hen ich ja doch noch zu den Wedes
weiler gehn könne. Ich sin gleich ins
Bett un am nächste Morgen um sechs
Uhr hen se mich schon
Widder
erauë
gekloppt. Das is mich auch gege den
Strich gange, awwer ich hen nicks
gesagt. Met hen e halwes Dotzend
ke utr'sin ich weiß gar nit wieviel
Meile weit getrampt, bis met en
schöne Platz in die Wudds gefunne
hen, wo met uns hingesetzt un ge
statt hen zu esse. So bis nach den
Dinner hen ich ja e ganz gute Zeit
gehabt, dann sin ich awwer an den
mkschius Siet gewese. Ich hen we
nigstens siwwe Hnnnert mal nach die
Klack geguckt un hen mich auch ver
schiedene male erlaubt zu sage, daß
es puttinier Zeit wär for nach heim
zu statte. Ich Jen gesagt, es wär
Widder gestirnte, atotoet wie met dann
ei
blich
reddig
^eworde
sind,
zu
da hat eS schor gestatt,
ich
v
hast ja pltntie Zeit un kannst K-br dach, sich zu europäischer Kultur zu
von die Tante nemme, for all was ich bekehren, auch der Katser nicht. Sle
drum aewwe" wollen retnt Abessimer bleiben, lassen
M- mir den Weg g.wh« h.n. d° V
hen die annere Kostiemersch die Ohre •.. Eigenart aber nicht stören
gespitzt un se hen mich off Kohrs ge
fragt, was da* mit die Tante wär.
Da hen ich sc dann off Kohrs ecks
plehne müsse, daß die alte Lehdie ihr
Heim bei uns gemacht hätt un daß
ich fascht zu Doht getickelt wär. Well,
ich denke nit, daß se mich das ge
glaubt hen, awwer das hat mich auch
geht^
dunkel
zu
toetn. So schnell, wie ich gekonnt
hen. sin ich ehett gemartfcht, bikahS
ich
hen gedenkt, daß mich
die
dann auch so schnell folge
wer da sin
alle kleine Weil hen
anne«
dehte. aw-
ich
mißtehken gewesen
ich
stappe un fot
den Bonsch e halwe Stund Watte
müsse. Wie ich es gemennetscht hen,
noch zu den Wedesweilet zu komme,
das sag
Ihne das nächste mal.
Womit *ch verbietwe
Ihne Jhrn liewet
i i S a u e i e
Der Charakter der Abessimer.
Karl Esleben, ein Kenner des
,. cx,, richtssitzung, die er abhielt, wurde
ein
(|neë
weiter batter-
in-
tereffanten „Alpenlandes Afrikas",
erzählt einige für den abessinischen
Volkschataktet sehr bezeichnende
Anekdoten:
dürfen. Ras Makonen, der verswr«
bene Statthalter von Harar, dem
man Geisiesgoben wie seinem Kaiser
nachrühmte, hatte den Krönungsstier
lichkeiten für König Edward in Lon
don beigewohnt. Nach längerem Auf
enthalt in Europa kehrte er in feto
Land zurück. In der ersten Ge-
gjjann vorgeführt, der wegen
geringfügigen Vergehens ange-
„Qgt "Makonen. der sonst -in
sehr milder Richter war, verurtheilte
den Armen zu einer barbarischen
Strafe, ein Arm und ein Fuß sollen
ihm abgehackt werden. Gefragt, wie
er ein so drakonisches Urtheil habe
fällen können, sagte der Ras, er wolle
nicht, daß es heiße, Ras Makonen sei
jetzt civilisirt.
Busch-lbäsi-tS 'voll' Eff-'mitgènoin-! s-ssungSinau-rn d-s
me un off Kohrs auch ebbes zu drin- ^^^ugangswe^tst^ugewachse^^un»
Im Jahre 1878 brachte der italie
nische Forschungsreisende Cecchi im
Austrage der italienischen Georgaphi
schen Gesellschaft Menelik Geschenke,
darunter auch ein kunstvolles Doku
ment, das Menelik zum Ehtenptüsi
benten der Gesellschaft ernannte. An
fänglich wußte Menelik nicht, was
das Papier bedeuten sollte. Als er
aber begriffen, zog er in seinem
Sinne die Consequenzen. Er ließ
sich die Ausrüstung Cecchis zeigen
und fragte, ob die Sachen Cecchi oder
der Gesellschaft gehörten. Ahmmgs
los sagte Cecchi sie seien Eigenthum
der Gesellschaft. Sofort suchte Mene
lik sich aus, was ihm gefiel, und
sagte auf die Proteste des armen
Cecchi, in dem Papier stände, daß er
das Haupt der Gesellschaft sei, mithin
habe er über das Eigenthum der Ge
sellschaft zu verfügen, nicht aber ew
einfaches Mitglied.
Gefährdete Burgruine.
!n «ig weiter W-g un bi's-idS biil --n Verfall zu steuern, so wäre -s
deht es auch ausgucke, als ob es e
Dunnerwetter gewwe deht. Grad
wie ich die Piedels endlich so weit
gehabt hen, daß se reddig ware zu
gehe, da iL der kleinste Bub gemißt
wotde. Ich hen gewisselt un hen ge
Hattert un so hat der Rest von den
Bonsch, atowe« mer hen leine Enn
set kriegt. Off KohrS hat das e
Satt Ecksèttement gewwe. Mer hen
gestatt, nach den Bub zu' suche Je
des iS in e annere Deireckschen gange
un nach so ebaut e halwe Stund hen
ich auch das Kid gefunne. So schnell
wie ich gekönnt hm, sin ich zu wife*
ten Picknickplatz zurück gange un
mer sin Widder reddig gewese zu
gehn, da hat en atmetet Bub gefehlt.
mU Sucherei ist Widder von vorne
gestatt Och, ich kann Ihne sage, ich
|m e Wuth gehabt, das hat einiges
oen off Kohrs den Bub
Dicht bei dem Weinorte Steeg, 20
Minuten von Bacharach entfernt, lie
gen am Treffpunkt zweier Seitenthä
ler des Blücherthales auf steiler, mit
Weinreben bewachsener Höhe die
Risie der einst mächtigen Burg
Stahlberg. Die Gründung geht in
das 12. Jahrhundert zurück, im 13.
Jahrhundert wird sie als Lehen der.
Trierer Erzbischöse und später als
Eigenthum der Pfalzgrasen erwähnt,
denen auch die nahe Burg Stahleck
gehörte. 1632 wurde Stahlberg
durch die Schweden unter dem
Rheingrafen Otto Ludwig erobert
und zerstört. Zwischen den Burgen
Stahlberg und Stahleck (jetzt Eigen
thum des Vereins für Denkmalpflege
und Heimathschutz) stand ein Sig
nalthurm auf halber Bergeshöhe, den
die verstänonißlose Zeit des 19.
Jahrhunderts leider einstürzen und
abtragen ließ. Der jetzige Eigen
thümer von Ruine Stahlberg ist
Frhr. v. Riese Stallburg in Mün
chen. Sie ist schöner und bedeuten
der als Stahleck. Ein mächtiger
runder Bergfried ist noch leidlich er
nerko
halten, weniger ein vierkantiger Eck
thurm, aber verwahrlost sind die Um-
der Aufstieg gefährlich.' Aber schlim
mer als der Zahn der Zeit nagt an
dem ehrwürdigen Bauwerk der Karst
der anstoßenden Winzer. In der
Schloßmauer ist im Süden eine gro
ße Bresche entstanden, und selbst bis
in den Schloßhof hinein find die
Weinstöcke der Nachbarn gepflanzt,
andere Theile der Burg sind in Ge
fahr, einzustürzen. Da der Besitzet
bisher nicht eingegriffen hat, au6
von der Gemeinde nichts geschieht
oder geschehen kann, um dem weite-
vielleicht an der Zeit, daß sich der
Verein zur Erhaltung deutscher Bur
gen oder der Verein für Denkmal
pflege oder die Provinz mit dem
Eigenthümer bet Ruine in'S Ver
nehmen setzt, um ihrem gänzlichen
Verfall vorzubeugen.
a4 h. Es weinen Frau'n zum
Steinerweichen Ost bei dem klein
sten Anlaß. glaübN Doch weben
sie zum Steinerreichen. Dann
mach' dich eiligst aus dem Staub!
„Mit Ihrer Bibelkenntniß scheint es
aber nicht aum festen bestellt
Jü sein,
Herr Kandidat. Nennen Sie u»j$
doch noch einige Sprüche." Kandtdqj:
..Judas ging hin und erhängte M"
Examinator: „Wissen Sie dmy tö
nen anderen?" Kandidat:
und thue desgleichen!^

-l e n e i i s e i n w e a n
V e a u n e s e a u
a n e n v o n e e s n e
Werthe von 20,000 W.
fr bürste der älteste Gradnirte der
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die Ehntie hat gesagt, daß met
Kin Aiessinin hat I« daran ge.
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