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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, March 07, 1912, Image 2

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Der Staats-Anzeiger
G. âi. Brandt Redakteur und @ett)äft«füfarer
Donuerftag, 7. März 1912
Avonnemeutsprei»:
Vereinigte Staaten, pro Jahr $1.5U
Nach dem Auslande. $y.on
(Nur gegen Borausdezahluiiq.)
Um Verzögerung tn Zusendung der Zei
tung zu vermeiden, bitten mir, IHM Woh
nungsveranderungen »der Wechsel der
Postoffice immer den alten Wvhnplay mib
die Poslvs'ice mit anzugeben.
Die Redaktion übernimmt tur den viibalt
der Korrespondenzeii keine Verantwortung,
bemüht sich aber, alles Unpassende aus,zu
merzen. Einsendungen ohne volle Aamens
unterscbrift wandern in den Papierkorb.
Reisender Vi a e ii t: o"l) W acker!
An die «eser.
Wir ersuchen unsere ifescr, dem gelben
Zettel auf der Zeitung, oder auf dem Um
schlag, ihre 'Aufmerksamkeit zu schenken.
Aus demselben finden sie außer ihrem
Namen auch das Datum, bis zu weichem
das Watt bezahlt in. Leser, du* nut dem
Zeitu.tgsgeld im Rückstände sind, sollten uns i
mit Einsenden desselben erfreuen und auch.
wenn möglich, ein ^abr im Poraus bezahlen,
Adreskirt alle Geldsendungen und Briefe:
Ter Staats X'l iizeiger.
Tevils l'afe, N. D.
Üuserr jBrauaerfte.
Der „California Development
Board" hat soeben einen furzen
©eridit über ben Gerfteubau fit
California 'iu'r'ienbet, ivelcher für die
2 bauenden garnier her Verei
nigten Staaten Hödist interessante
Zahlen unb Taten enthält, Jit dem
selben wird zunächst mitgeteilt. das
im Jahre 1910 fast Prozent, aüo
mehr als eilt Viertel aller in den
Ver Staaten produzierter Gerste iit
California gemaditeii nun-, und Öni
die VhtvjidUen für den Gerstenbau in
jenem Staate geradezu glänzend
find In dem Bericht heif e* wärt*
lid): ..Die augertblirfitdi hoben Preise
der Werfte und der dürftige Au*T~afl
der Gerstenenite in den Staaten des
mittleren Westens haben die Attf
mert'iamfett der Brauer auf die cali*
fornische Gerste hingelenkt. Visier
nun hatten die Mälzer die in Wis
consin. Miiine'ota. vonm und den
beiuvii «Ta Iotas produzierte Gerste
vorgezogen, lveil sie an diese zur
Mal.zbereitnng gewöhnt waren und
die califnrni'dH' Gerste einen einiger
maßen andern Prozes zur Malzte
reitung erfordert. Aber der Mangel
an forste in jenen Staaten zwang
sie d-a.zu. es mehr mit der ca'rorni
fden Gerste.zu reriitdien al-? rorher.
und das N '»ultat war ein so aiivgc*
zeidiuetev. das', alle? Vorurteil gegen
die calnornische Gerste baburdi besei
tigt worden in Gv wirb jeht allge
mein zngenanden. bis die caüforiti
sche Gerste ein Malz liirert, weldie?
alle die ivitnfdu'ii-:iverten Ci teu'dv.f
ten fiir
:ede
Art von Vier besitzt in­
folge dessen ist der Markt für das
californischeMalz 'ehr erweitert nor
den .Im Jahre 1011 betrug die
Gersienentte in California unge'äbr
20 Millionen Vilbel: ba.'on wurden
14 Millionen für Butter zwecke ver
wendet. 6 Millionen wurden expor
tier t. Tie Brauer Amerika* branden
jährlich «IO Millionen Bushel Werne,
die englischen importieren jährlich
ungefähr 40 Millienei! An? bir-n
Zahlen ergibt 'idi av. wel.be u
fünft kali'ornische «etile auf dem
Weltmarkt hat, 'eitdem nun da» Vor
urteil regen dieselbe ge'divnnden ist.
JU sdjtäaf für Duny' ny.
«Bei der Düngung mit fiali und
P!ios» hor'äure gebe man diese, wenn
irgend burdriihrbar. den Sommer
friichteu schon int gerbst oder im
Linter. Beioubers ist diese? bei der
Düngung mit Vai iit angebracht. Die
lü'alibüngeinitle! sind tnf^oVu lang
sam 'beweglich, sie inüssen daher län
gen- Zeit nor der Saat in bett Loben
gebracht werben. Diese Düngemittel
werben am benen auf die rauhe
T1" s" gestreut und eingegrubbert.
:iv .ualiv.liovpbatbiiiLUiiig im
^L.tjjOhr vorgenommen treiben, io
getöe man ha-ö hod)vrozentifle .lnli
«salz und Siinerphosphat.
In den meisten Fällen, besonders
nach Hackfrüchtenanbau, wirb ffir bie
Winterfrüchte wohl eine Düngung
mit Stickstoff schon im Herbst ^not
wendig iein, um die Saaten kräftig
und widerstandsfähig für den Sin
ter zu machen. Als Stickstoffbünge
mittel eignet sich hierzu am besten
das schwefelsaure Ammoniak ober
das Ammo!
ua 5superpho s
phat. weil
•der 9lntin-oiiiaffticfitoff vom Boden
festgehalten und nicht ausgewaschen
wirbt:
xwtt
4-+
3 II I 1 U ).
vi'.tvv von Ii» Ia'
t?n in in (teuerm it *d}' fit ,v: \V:ani'=
feit der beSanute iuVMit!d. eit-Be i'
jser. Spiritiuutft und i lilatilrop
Uilliam 2mitl) geworben. Er war
auch Präsident der Ztai:darb STvli
:al Vio.. und nahm eine hervorragen*
be Stellung bei uieleit anbereit ge
schädlichen Ihtternel'iitttivgen ein. (yin
beuutberev leb' a:tev
vut
esse bracht'
?r der Misei'.schan entgegen und
in5 seiner Verdienste mar. dar, -r
den al" li-iitbe.ter von Uometen be
rühmten Dr. Ä. Vrvofv'itatf) Ge
neva zog it:tb für ihn eine Sternwar
te unterhielt. ,viir das oobart Col
lege hatte der jetzt Verstorbene ein
(tauital von $."00 1Ml gestiftet.
6 i o e i a n i e S a a
mander. ein xiofvofen, der zum
Austrocknen uon webäii^eit beitüut
wirb, trägt die schuld daran, dan
Otto Schultz, etwa :V vabre alt. al-?
Leiche in ber Morgue in Miauaitlee
liegt. Er wohnte in ber ?%vcue Mis
sion uttb hatte Beschäftigung nlv
•J2ctdtwäd)ter bekommen, und er blieb
nachtv in bei» im Vau begri'iciten
Gebäube. 9to. (xirove 2ita e.
Dort wurde er von v. W. :Hilei), der
tagsüber an dem Vau angestellt ist,
tot aufgefiutbeii.alv teurerer einen zu
fälligen Vesitdi int Gebäude machte.
Stierst schien es. als ob der Verun
glückte nur beütmiutyVolo* sei. bie Po
lizei ttttb ein Arzt mürber gerireti
jebod) war hier itid)ts melv jü tun
als bett Koroner zu rufen. Das töt
liche (Ma-: hatte bereit-? gejürft.
Schultz' Verivaitbte, wenn er soicht
hat. siitb nicht bekannt, ttttb es wirb
NUN
nach ihnen gesucht.
K a z e n 1 i e e s e e
i d). las .stauen ganz gefähr
liche llebertrager. von stranfheitvtei
men fiitb, bat eine (samilie in
Crosse. Wiv..' ain's hielte erfahren,
indem drei Mitglieder derselben an
Diphtheritic fdvver erkrankten. Die
Kinder von Herbert Nantes hatten
von einer befreundeten Familie eine
schöne MaitviertaUe geschenkt betont,
men und das Tier natürlich geurei.
chcit ttitb geliebkosi. xhtrze 8eit, nach
beut die ft atze ihre Serien gewechselt
hatte, br.'ch Die ftrant'heit erst in der
eilten ttitb dann in der anderen Fa
milie aus. und eine Ihtterfitdiiiitg er
gab, baR im Aeile des Tieres genn
flenb »traiikheitofeime u finden wa
ren. um bie ganze Ztabt zu infizie
ren. Tas l^efimdheitsaint von xia
Cro'se erklärte, daß besonders ftaljeit
•'elr: eicht eine !rankheit übertragen,
denn erstens nnden die VaziUen in
bent dicken ,"veü der Tiere einen gu
ten Platz, und dann sind die Tiere
sehr den Liebkosungen der Nad par
kin der an-saefetet. bie alle bie „liebe
.flithi" streicheln wollen.
S i 1 4 V a i e i s u l- u n
e e n i e v v e
mich ^erichoijen. weil ich nicht liteyr
zur ^chiue gvijen will.
o e s a n u n e e
Ifidi. Joseph ^ah. ein o-l v.a'^re a!
i ier Mann aus Neei'.ah. Wis., wurde
als er ant Donnerstag mit seiner
1
v xsd]
getie hin,
too ?Hat) ist. i^oodbt)e an alle. Harrt)
Xi." Tiefer Vtiej. in großer schrill
mir einem Vui ft geschrieben, er
klärt. me-vOau' der i l,a.:nje ^ani)
.'Huisell v.itbvlei) in Milwaukee mil
einer bösen SVititde an der rechten
Schläfe au' dem Vvtt in seinem im
mer liegt. Es ivar etiva eine balbt
Stunde itadi der oben angegebenen
Seit, al-? ihn seilte Mutter auffand.
In ihrem Schreck telepbonirte sie so
fort an die Polizei. Ter Autopatrol
wagen wurde ausgeschickt, und als
bie Polizisten an Crt iiitb Stelle an.
langten, banden sie überall Vlittivit
rett im .'.immer, boch der .sinabe war
bei Vesinnnng nnb konnte fid) hinun
ter an'" b's Ante begeben, wonach
seine lleberfiihrung in? Nothosvital
er'olgte. Er teilte freimütig mit.
was ihn zu ber verzweifelten Tat
trieb, wozn er einen Revolver von
38 Kaliber benu^te. Ein Wunber
war es. dah er incht sofort eine Veidie
war. bodi er hatte ungeschickt gezielt
o i n e n e 4 U 1 1 s i
e e u s e e o e
5m Panavant-Hospital zu Pitts
burg. Pa., schieb fiir'Md) Ari?dr?ch
Wilhelm Mu.'Uer. P'ä'ident bet
„PittShurg Vrewing Co.". au-? beni
Leben. Eine Operation ber er fid)
in genanntem Hospital unterzogen,
schien attfänglid) iit ihren folgen ei
nen bnrchaus günstigen Verlauf zu
nehmen bann aber trat eine Wen
buitg zum Schlimmeren ein ttitb beu
te Morgen erfolgte ber Tod. Su Ver
lin. in Deutichlanb. im v^abre 1^17
geboren, kam Herr Mueller, nachdem
er briiben bie Universität bejudit
nnb bas Patent al? Reserveoffizier
erworben, im ^ahre 187:' nadi den
Vereinigten Staaten und lebte hier
In New Hork. Eiitcittnati uttb Hamil
ton. C. Eine '.eitlang mibmete er
[idi dem Lehr'ach und trat bann mit
ber „Eittcinuati Vrewittg Co." in
Verbindung, deren Sekretär und
kchatzm^ii'ter er wurde.
xm xXahre
1887 grünbete er bier pine Agentur
jener 9
rauer ei unb würbe später
'Präsibent ber neu etablierten Phoe»
ttir Vrauerei, ^iach der Gründung
ber „Pitt-sbnrg Vrewing Co." im
?at)re 18!if) wurde er bereit Vize
Präfrbent unb ein 5ahr später Prä
sident. welches Amt er bis zu seinem
Tode bekleidete.
Frau beim Mittagessen iafz, vlovlich
i von Zobevannttitaett erfafzt uitb fa v
i te. bas er wohl bal.b sterben 'verde
Anscheinend war der Mann, als er
i diese Aeußerung tat, nod*, recht wob
uttb munter, kurze -eii itadi oei.i
I sen fühlte er sich jeboch nttivohl uttd
eine halbe Stunde daraus war er
eine Leiche.
o i n e n e a n v i e
tot. In Manville. Wis., starb itu
längst nad? kurzer Krankheit an ei«
i
nem Herzleiden Herr Charles Var-
1
wig. Derselbe mar dreimal Mitglied
des Kongresses und viele Csahre
Mayor sowie auch eine Seitlaug Prä
fidettt ber Cfrziehuitgsbehörbe. Er
war verheiratet mit Fräulein Eliz-a
I
SchIvartzbürg
von Milioattfee unb
i feierten dieselben im ^.abre 1907
ihre golbeue Hodjzeit. ftitrz da rau
ging ihm seine Gattin im Tode vor
aus.
I e u s e a i a i n
I entschlafen. Unlängst starb
Frau Elisabeth Echten lamp. 11:i
Panson Avenue. Cuiucn, ^ll. tut o
hei: Alter von 84 fahren.. Geboren
in Wesf'alen. war dieselbe im value
18H4 mil ihrem Gatten nach Cuincn
gekommen. Aufzer beit Gatten.
Bernhard Echtentamp. hinterläßt sie
einen Sohlt, Friedrich, eine Enkelin.
Frau Wut. fterksiek. und drei Itren
fei 'erner einen Bruder. Heiitrivi
Krällmann. und .zwei Schwestern.
Frau Adolph Nuskamp uttb Frai:
Heinrich Coring.
o e o E ö e
mann. Nachdem er etwa lieber,
Jahre leibend gewesen, ist Andrew.
Mit hl ich. Iii» ftentttvf^ Straf .'.
Cttinci). JH., gestorben. Am 10
Mai 18:5 in Teutschland geboren
war berselbe in 18.'»', nad' Cuittcv
gekommen, wo er viele vabre im E'.
pregeid'ä't tätig war. Cube ber ~0
vabre .zog er über Land nach ftai:
forniett. Auv.er ber (Gattin Henrier-•
geb. Groitemantt, hinteriäfu er e
Nichte. Fran vobn Veritbarbt. e:i
Grop,nichte Henriette Vernhardt, itn.
einen ^roszneften. Wilforb Bern
starbt.
o i n i n e n e i u
ger gestorben.
x\n
William
M. Evving. Vizepräsident und Gene
ralmanager ber Evuiitg Carpentei
Co.. in in Pittsburg. Pa., einer ber
bekanntesten beutfd' amerikanischen
Geschiä^tsleute vom Tobe abberufen
roorbett. Der Entidjlafeite. ber älte
ste Sohn bes verstorbenen Henru
Eppiitg. erhielt seine Erziehintg tu
ber hiesigenP'arrschule ber Deutschen
Katholischen St.Augustinits-Gemein
be ttitb der Hodischttie. Während der
Mministration von Grover Cleve
lattb befleibete er bas Amt bes ft as
sierers bes hiesigen Postamts und
wurde beim Tode seines Vaters zum
Vizepräsidenten der (miiuj Curven
ter Co. erwählt. Seine Witwe ist eine
Tochter des verstorbenen bent'ch-am.'
rikan.schen Millionärs Ebwcirb
Fraeiinheiii:.
e k a n n e o i n a i s
u n e a e n tot. ^ui f-".
Lebens ahre starb in Los Angeles
tbeobore M. Lean), eine bekannte
Figur in ber Theater- nnb ,ei
tungswelt. an galloppierenber
Sdv.vinbfnd'.t. Der Verstorbene ge
hörte bis zum Sommer vorigen
Jahres bent Nedaktionsstabe ber
„Baltimore News" an. wandte sich
dann betn Theater zu nnb trat al?
Reklame-Agent für bett Tbeaterbirek
tor H. Savage in bett Dienst von
dessen Gesellschaft. Er war ein
Sohn bes verstorbenen Generals Pe
ter Veart) von ber Vundesarmee
Theodore Learn war ein ausgezeid)
neter Journalist und Theaterfritit'er
Als Prev,-Agent war er für die
„Fritzi Sche" Co.". für das ..Audi,
tortttm". „Marnlanb-Theater" utto
andere Theater unb Theater^Gesell
schanen tätig. Seine- Onittiit wirkt
unter beut :\xamett Helen Wilton in
bent Lustspiel ..Excuse Me" unter
der Direktion von He-nrti Savage
mit. in welchem sie die Nolle ber ent
fliehenden Braut spielt.
u e a 4 1 e e u s e
fl e st o e tt. Un-ängsl ucridjieo
nad) dretiiuaAitii.chvin .)iianUiua.4t'i'
au ^rnit.vaijeij t.i .'Aütt^a:- Spia,t,
luobnlja oet uuuiiiio.uoc, Wis.. aui
seiner ^arm. *tnbureu wurde bevjeu'i
am 2.J. ,evruar l«-iü tu vitm, ftret»
(Leibern. N..einpro. tnz. uitb taut alv
12iäl)vi,H*v .uiiaov mit j-'inen Eitern
in bie» ^and. Er uervi eiid)te fid) am
11. Mai 187 mit Vt'aria, geb. An
holt, mit ber er ol v-aote in g.iia
lid er Ehe lebte. Ta 2 .sttnber in ber
Jttgenb starben, so standen von l.*
ftittbertt I i am geöffneten Grabe,
fetner -1 Schiegcriöhite. ii Sd)iuieger
töchter ttitb l." Enkel. Ter Verstor.
bette hatte 11
x\aare
beut Townihip
als Aiü 1 or gedient, er war auch 'J.".
Jahre lang t-'rä'iieitt ber gegensei
tigen .Feuer.erlicheruitg und hatte sich
einen großen Freundeskreis eriver
ben, der iiit in hoben Ehren Hielt
unb sich auch an ber Leicheitfcierlidv
feit beteiligte.
xXn
ber geräumigen
Kirche der deutschen BaPtiftenaemein.
be im \tn*]iith To'.vnship fanden die
vielen Trauernden kaum Platz Ein
arbeitsreiches Leben fanb hier ein
plötzliches Ende Die .Kirchengemein
de. zu ber er If)
xabre
glieb zählte, "er!er
als Gemeinde-
fltt e|ne
gute Arbeitsktait.
A u s a I
3 u u o e v e u e i
Das Schwurgericht in Hagen i. W.
verurteilte nad) dreitägiger Verhand
lung den ^jährigen xiaitfmaun Ru
dolph Miethe aus Schwelm wegen
Giftmordes, begangen an seinem Va
ter, zum Tobe.
V e z w e i s u n s a e i n e s
SDefraubanten. ^n Tram
ftösfe bei Dessau hat sich eine Ehe
tragöbie abgesvielt. ftaiifmamt Krü
ger erwürgte dort seine Frau ttitb er
hängte sich bann. Das Motiv ber
Tat ist darin zu 'udiett. ban Krüger
aus feiner Stellung bei ben Anhalter
Betonwerken wegen Unterschlagungen
entlassen morbeit war.
V e a u n e i n e s s
s i s e n e u n a n s i n S a n
e tu o. Auf Verlangen ber beut»
schen Regierung hat bie Polizei in
San Remo ben Leutnant ftarl To
nalt Schulz aus Leipzig, ber sich bort
mit teitter Geliebten aufhielt, verhaf
tet. Der Offizier, ber versdiiebenrr
Schtpinbeieicu unb des Betrugs be
schuldigt wird, wird nach Teutsch
land ausgeliefert werben. Sein Va
ter ist sächsischer Geheimer Regie
rungsrat.
i n z 1 1 e o n k u s n
dem Konkurs über bas Verittö
gen bes Prinzen Her mim von Sach
sen-Weimar. jetzigen Grafen uon LU
heim, ioU nad) einer Vefaiuttmad)uug
des ftonfiir-?verma!ters Redztsanwalt
Dr. Tegetmener in Weimar eine Ab
schlagszahlung erfolgen, wozu etwa
14,001)
biv iö.fKlo Mark zur Per
fiiguttg neben. Sit berücksichtigen sind
1*280 M. benorredtigte Forderungen
und 4f)»0,f)(!.'").8f nichtbevorrech
tigte Forberitngen.
e e n e I i a e i n e
Bericht ans London erklärte Lorii
Cranworth. ber soeben ausAbeifinien
zurückgekehrt in. einem Verichientat
ter bes Reuterschen Bureaus, in ber
HaiiPtstabt bes Landes und in ihrer
Umgebung hevrdit grov.e Unruhe
infolge des immer starker merdettben
Verbachts. bafz ftaiser Menelik ge
storben fei. Unter den Häuptlingen
ist ein heftiger Kampf um die Thron
folge entbrannt. Tie Europäer be
ginnen um ihre Sicherheit .zu fitrch
ten. Menelik soll, wie manche glatt
ben. in einem Palast int Sent rum der
Stabt leben, wo auch ber jugendliche
Thronfolger wohnt. Der Arzt, ber
gelegentlich den kranken Kaiser bc
sucht, bekommt nur eine 'orgiant in
Tücher eingewickelte lebende Gestalt
zu 'eben, deren Gesichtszüge verhüllt
sind, so ban and) er das geheimiiis
volle Dunkel, bas Menelik umgibt
nicht aufklären sann.
e a s e a s i e I n
£ambéry «.Frankreich» wiberfuhr ei
nem braven Eisen.-ahnbeamteii ba
merkwürdige Mißgeschick, bat ihm
ein richtiger .Feibhü'e 120 Franc
stahl. Das kam so. Der Mann ging
längs bes Bahitgeleiies nad) Hauji
unb hatte
120
jeyr
Francs in sein Ta
schentuch geknüpft, bas er in bet
Hand trug. Plötzlich entdeckte er einen
Hasen', ber neben beut Babitbamiu
eingeschlafen war. Er versetzte betr
armen Kerl einen Schlag aus bett
Kopf, um ihn zu betäuben, battb ihn
mit ben Hititerläir. n. an sein Ta
schentuch ttttb nahm ihn mit. Bei sei
nem Hause angelangt, lien er bie
Beute samt dem inhaltschweren Ta
schentuch für einen Augenblick liegen
Aber als.er wieber heraustrat, mar
nicht mir der Hase verschwunden, son
dern ant die 120 Francs. Das Tier
hatte fid' "rbolt nnb war offen
bar cm? R.ichnicht mit samt dem
Taschentuch davongelaufen.
e e u e K o u n e 3 i e n
rat Rudolf enteil t. Der
laug ährigv Inhaber ber groszen
Seftririita Henkelt tt. Co.. Geheimer
•ftoiitmcrzietirat Uubolf Hen
kell ist
in Wiesbaben einem längeren Leiben
im 69. Lebensjahre erlegen. Gc
heititrat Henkel! mar ber Sohn bes
Begrünbers ber Firma, ber bas Ge
schäit im vabre'1832 als Wein
hanblujui in Mainz gründete. Tas
Geschärt ettnuivteite sich sehr schnell
unb schon im vahre 184ß wurden
eigene Kellereien erbaut, in benen
Sekt hergeft.'llt vttrbe Der nun
Verstorbene trat uon Anfang an in
bas Geschäft feines Vaters ein, bas
er bei beiseit Tobe im Xabre I860
übernahm. Geheimrat Hen kell baute
die Firma weiter aus unb errichtete
in Wicvbabeit bie Hauptnieberlage
Durch seine unermüdliche Tätigkeit,
die bnrch grone Fachkenntnisse un
terstützt würbe, gelana es ihm. seine
Firma zu einer ber gröRten unb be
faiinteiten Sekts innen zu gestalten.
xm v.ahrc 100!) würbe ber Betrieb
von Mainz nad' Viberidi verlegt,
^n ben letzten fahren würbe ber
Verstorbene bnrch seinen Sohn Otto
Henkel! unterstützt. Geheimrat Hen
kelt hat eine Anzahl von Crben er
halten. im satire 1N07, würbe er
(tum Geheimen Kotunter,beitrat er
nannt. In ber letzten Seit konnte
sich ber Verstorbene infolge seines
Leidens nur wenig um bas Geschäft
kümmern. S'Nne Gattin ist ibjt vor
einigen ?scthrtn bitrcfi den Tod ent
rissen warben. Er hinterläßt meh
rere ftinher. roti denen fein ältester
Sohn Ctto Hen kell da? Geschäft fort
Üif»rc*n wird
e n e a e i n 0 e n a
digt. Der frühere Po(yeid)cf von
Mossau, General Reinbott. der we
gen großer U
it ter 'di leise unb Mi'
brauch? der Dienstgewalt zu einigen
Jahren Gefängnis verurteilt worden
war. wurde enbgiiltig begnabigt.
K a W o e S i s e e
Karl W.'lf ist in Merau. 61 ^a!u'c
alt, gestorben. Karl Wolf war Lei
ter ber Meraner Volksschauspiele und
Verfasser beliebter Erzählungen, be^
ren Stoffe er meist dem Tiroler
Volksleben entnahm.
A e n a e e n i e S i e
mutter, ^tt Wald bei tu in Sad:
'en venvunbete ber stellungslose 18
I jährige Kurt Gritber 'eilte Stiefntur
I ter bur mehrere Beilhiâ io idhwer.
daß sie kaum mit beut Leben baei..
konuuen bürste. Der Täter würbe
vn einem .Kinenmtogrnpbentheater
verhaftet. Er hatte nach der Bluttat
110 Mark geraubt.
e i k i e i n e e i n e
i i o n e n e a u a n e n
Hinter dem iliiditigen Kaufmann
Auft aus Loburg, er dort bie Spar
unb Darlehenskasse verwaltete, wur
de ein Steifbrief erlassen. Er schä
I digte die Kasse burd) Fäl'diuitg um
I V\ Millionen Mark. Geschäbigt
i
sinb in erster Linie Laitbmirte. Ma't
befürchtet eine Reihe von Bcmkerot-
I
Münchener christlichen katholischen
Begrä'bnis'jerein durch bett ebentali
'gen Kassierer Barten hau'er betragen.
wie nunmehr festgestellt nt. über
I 16G.000 M\irk. Tie gerichtliche Ber*
ihanbluttg gegen Barteubnitfer wirb
saunt burd)gefiihrt werben körnten.
weil bie'er an Herzmasier'uriit leibet
i o e s u e i e e n e i
ln e n a u tu örde r. ^n dem
Pro es gegen ben Arbeiter Abels
a u s I a n s e n a i a s S u
i
gertcht in Strasburg nach ntehrtägi
ger Berbanblung bie Sdmlbfra-gett
nach Morb und Raub beiaht. Ter
Angeklagte Adolf würbe, baraitffiin
zum Tode verurteilt. Er hatte sei
nerzeit bie Witwe Weber in einem
einsamen Wirtshaus bei Senn beim
überfallen, ermordet und ausge
raubt.
i n i n s a n e
„'Gespenfterbanbit". ein Mann na
mens Peliwr würbe in Chaloit:
zu lebenslänglichem Zuchthaus ver
urteilt. .»» feinem ^amen mar er
dadurch gekommen, das er es iabre
lang verstauben hatte, die scheußlich
ften Verbrechen zu verüben, ohne da'
es gelang, ans 'eine Smir zu fem
men. ^m September bes vorigen
Jahres ivurbe er endlich gefahren
und nun. trotzdem er den wilden
Mann 'vielte verurteilt.
e s a e e a k e i
Wegen Beleidigung des Cfchatzer
iUaitenfommaitbeurs, ber st von
Boden bau seit, sowie bes sächsisch.'11
Krtegsministeriums. verurteilte da
Qanbgcridu Leipzig ben perant
wortlichen Rebakteur 'JO?iiller vou ber
sozialbemofiatisdien Leipziger Volks
I zeit un zu 400 Mar? Ge to strafe bv
zieliungsweise 40 Tagen Gefängnis
Die Beleidigung iit erblickt woi b"
in einer Notiz ber genannten Leitung.
worin-bas Avancement von Bobeit
Hansens mit früheren angeblichen
schweren Solbateumis?banbIitngen in
Zusamnienbang gebracht würbe.
Zot a u e u n e n. Der »er*
I mißte Lanbgcriditsbireftor a D. v.
Harsborf aus Nürnberg, dessen Ber
schwinbeu int Sommer rorigeti .\a'r
res Aufsehen erregte, ist in ber Nähe
der Poppenr'other Höhe bei Bab'Sin
fingen erhängt nu'gefunden worden.
Der Tote befattb fid) in kniender
Stellung. "viit feinem Besitz fanb
man sämtliche Wertsachen, die. er da
mtilv von Hanse utitgeitommen hatte
Bekanntlid) haben sich seinerzeit an
i sein Verschwinden die seltsamsten Ge
riidte gefniinft. und fein gelernt
lid^es Ati'taiid)en wurde ans verschie
beuenGegeuben Deutschlands barun
Iter audi aus Berlin, gentelbet.
I e k e n z n e e i e r
it e i n i d) it n g. Bet der
I
Hinrichtung bes Ratrbmorbers Göh
lert auf bent Hof des Dresbeiter Ge
rtditvgefäugniffes kam es in der
Morgenfrühe ztt einer gratteithaften
Szene. Der Mörber hatte fdion feit
einigen Tagen Tobsinttvanföfle in
"feiner ftelle. Auf feinem legten
Gang leistete er verzweifelten Wiber
ftand. Er sties mit fretidiettber
Stimme bie heftigsten Berrtmitftfun
gen gegen Gericht und Staatsanwalt
aus Göhlert, ein großer, kräftiger
Mann, war in starken Fesseln, an
denen er mit aller Gewalt zerrte.
Sechs Mann, die brei Gehilfen des
Scharfrichters Braubt nnb brei Ge
fängnisair'sefter. mus ten ihn mit
Mühe au* bas Schaffott 'dileppen.
Ned) als er bereits auf ein Tritt bes
Fallbeils lag, stieß er Sdireie unb
Verwünschungen aus. Die etwa
sechzig ber Einrichtung berm^hnenhev
Personen waren über bie Borgänge
entsetzt. Gohfert. ein Gelegenheits
arbeitet, hatte einen alten Renten
empfäitiger namens Todt in Dresben
seinen bisherigen guten Fnuttb, hin
terrücks ermorbet. um sich in den Be
sitz von besten Ersparnissen zu setzen
Die Leiche Hatte er in der Hütte sei
«es Schrebergartens vergraben.
An die Wähler Nord-Dakotas.
Ich mache Hiermit besannt, baß ich
Kanbibat bin für ben Posten eines
Delegaten zur demokratischen Natio
ual-Coiwentiou unb bitte um die
timmeii ber Demokraten des Staates
bei den Präsibeuten-Borwahlen am
19. März.
Ich bin immer Demokrat gewesen
und bitt einverstanden mit demokra
tischen Prinzipien, wie sie William I.
Bryan verfochten Hat. Ick) bin bereit
für fortschrittliche demokratische Prin
zipien zu streiten uttb zu Helfen, die
nächste bentokratifche Platform zu
faffett uttb eilten fortschrittlichen dem
okratischen Präfidentschafts-Kandida
teit auszuwählen.
$d) glaube, daß die demokratischen
Stimmgeber in Nord-Dakota fort
fchrittlich gesinnt fiitb unb einen Kan
didaten iit diesem Sinne aufgestellt
zu wissen wünschen. Wenn als Dele»
gat erwählt, wirb es mein Bestreben
sein, beit Wünschen ber (Stintmgeber
der bemokratischeu Partei zu genügen.
Ankündigung.
Id) erkläre mich hiermit als Kandi
dat zum Delegaten zur demokratischen
National-Convention in Balitmore,
Mayrlaud, ttitb ersuche um bie Stim
men ber Demokraten bei bett Vorwah
len ant 19. März. Ich bin für Joh«
Burke für Prefibent uitb nach ihm
bekommt ein anderer guter Demokrat
meine Stimme für das Amt. Die al
ten Demokraten tut Staate wissen,
bas ich immer mich zu bieser Partei
bekannte unb ben netten Teniokraten
erkläre ich, bas ich stets in bemokra
tische Priitziitiett glaube. Ich bin
seit zwanzig Iahreu ein treuer Demo
krat ttttb weitn 31t biesent Posten ge
wählt, werde ich bestrebt sein, betn
selben nad) besten Kräften auszufül
len.
Meine Ankiiudignng.
jAu bie Teinokraten Nord-Tatota:
I
Ich bin Kanbibat für Delegat zur
bcutokratifd)eit Nationat=(£onPentiou,
wählbar in ben Präsibenten-B0rwah
leitn ant 19. März. Ich bin aktiver
Demokrat bieses Staates seit 1896,
als id) zum ersten Male an ber Prä
ftbcittentuahf theilnahm ttttb meine
IStimme für William J. Bmati ab
gab. Währenb ber vergangenen zehn
Jahre mar id) Zeitungsherattsgeber
imb habe öffentlich, gewissenhaft uttb
befiäitbig bie Prinzipien bieses großen
Bürgers verfochten. Ich. befürworte
Woobrow Wilson für Präfibeut und
John Btirfe für Bizepräfibent. Die
Platform ist von weniger Wichtigkeit
Männer sind wichtiger als Prinzien
erkkärungen.
Carl Nelson.'
31-3ml Cando, N. D.
Au bie Teinokraten Nord-Dakota's:
Aiigefid)ts ber Thatsadie, baß bie
Demokratie Nord-Dakota's im Kon
gress nicht pertreten ist, wird die
Stellung bes National-Comitemanus,
namentlich im Falle eines beniokrati
scheu Sieges iut Nopeutber, eine sehr
wichtige fein. Meine Ansprüche auf
die Stimmen ber Demokraten bei bett
Vorwahlen müssen sich beckeu mit bem
Wohle ber Partei. Id) erwarte die
Unterstützung meiner demokratischen
Parteigenossen nur weil ich der Stel
lung gewachsen bin, nicht wegen Reich
thum, ober Mangel an Reichthum.
Id) kämpfe in ben Reihen der demo
kratischen Partei seit diese in Norb
Dakota entstaub, unb bitte um Unter
suchung meines Reeorbs. Ich ersuche
meine bemokratischen Freunde, mir bei
den März-Vorwahlen ihre Stimme
und Unterstützung zu geben. Sollte
ich zu diesem Posten gewählt werden,
gebe ich hiermit bie Versicherung, baß
die Buiibes-Patronage bieses Staa
tes ben Demokraten des Staates ge
hören wirb, unb bah ich selbst per
sönlich keinen Kanbibaten für irgend
eine Regierungsanstellung habe.
Fargo, bett 13. Februar, 1912
(30.4ml) Fted W. McLean

German- American Publishing Co.
iSmiuvitebcr.
Entered as second-class matter
December 7, 1911, at the post
office at Devils Lake, North Da
kota, under the Act of March 3,
1875
Issued Thursday of en eh Week.
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I. Nelson Kelly,
(32»2ml) Graitb Forks N. D.
Achtungsvoll,
Frank Reed,
Bismarck, N. D.
31-3mt

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