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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, September 05, 1912, Image 6

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6.
Jmportirtc deutsche
Zeitschristen
Vielen Anfragen und vielseitigen!
Verlangen Rechnung tragend, haben
wir nun in Verbindung mit unserer
Druckerei eine deutsche Buchhandlung
eingerichtet. Somit können durch im*
alle deutschen Zeitschriften und Liefe
rnngowerke jedweder Art belogen
werden. Wir garantiren Prompte
Bedienung. Solche unserer Leser,
welche guten Lesestoff für lange
Herbst- und Winterabende wünschen,
sowie auch Nichtleser des Staaten
zeiger, können nun bei uns alles be
ziehen was auf diesem Gebiete 31t fin
den tu
Probebeftc folgender ü^portirtcr
und beliebter deutscher Zeitschriften
liegen nun in unserer Tnttferei zur
freien Einsicht auf, nämlich:
lieber Land ttitb Meer
Bel Hägen .Klasing's Monatshefte
Tno Puch für Alle
fliegende Platter
Meggendorfer Blätter
Ties Blatt gehört der Hausfrau
Ter wahre Iakvb
Tie Woche
Taheim
(Gartenlaube
Jugend
Itcbcrall
Siinittags',eitungfürsdentscheHaus
Ncclnill's llitiücrfum
Moderne Manst
Eimplicifsimus
Znr guten Stunde
#viir alle Weit
Wir werden mit der Zeit auch eine
große Auswahl vollständiger deut
scher Romane an Hand halten. Tie
Ankündigung erscheint, sobald diese
hier sind.
Alles, was immer im deutschen
Buchhandel belogen werden sentit,
können wir prompt liefern. Auch Tol
metscher, Briefsteller, Liederbücher,
und dergleichen mehr.
Der Aaats Anzeiger
Bismarck, Nord-Takota.
Kirschbäume zu vermiet heu?
Eine seltene landwirtschaftliche
Gepflogenheit herrscht noch heute im
Obstdistrikt der canadifchen Provinz
Neuschottland, jener Gegend, in
welcher die von Longfellow verewigte
Evangeline und ihr Volk lebten, ehe
die grausamen, landgierigen Englän
der sie nach dem mexikanischen Golf
deportirten. Vielleick^ haben manche
Leser nie etwas von einer w i ch i
gen Obstzucht in dieser kühlen nord
östlichen Region gehört, trotz des ge
deihlichen Landbaus, welchen die Ar
kadier dort getrieben haben sollen
aber thatsächlich hat dieser Obstbau
eine lokale Berühmtheit, und in Neu
schottland ist man namentlich auf die
dortigen Aepfel und noch mehr auf
eine prächtige Gattung schwarzer Kir
schen sehr stolz und glaubt nicht daß
der obst bauende Westen sich in diesem
Erzeugnis mit dem nordischen Canada
messen könne.
Im Bezirk von Bear River nun,
dem Centrum jener Kirschenzucht, be
steht der Brauch, daß man Kirsch
bäume für irgend eine Zeit miethen
kann, und wäre es nur nach der
Stunde!
Zunächst erscheinen schon sehr früh
zeitig, wenn die Bäume dort noch in
der Blüthe stehen, Käufer und bieten
so oder so viel für den Baum, auf den
wahrscheinlichen Ertrag spekulirend,
so ungewiß derselbe um diese Zeit auch
noch ist. Falls das Angebot besrie
digt, so hat der Kärser die Rutznie
ßung des Baumes für d'e ganze Iah
reszeit und kann absolut sicher sein,
da"3 ihm Niemand die Frucht stiehlt,
außer dem Tribut, welchen die Vögel
erheben. Aber Viele, welche keine
Obsthändler sind, sondern nur genug
von den glänzig saftigen brückten
für ihren eigenen häuslichen Gebrauch
haben wollen, erscheiner im Feld- erst
dann, wenn die Kirf eben reif sind,
und miethen einen Baum vielleicht für
einen Tag. vielleicht für zwei Stun
den, vielleicht nur für eine Stunde.
Wenn zwei oder mehr Liebhaber den
selben Baum wollen, so hält der Ei
genthümer eine Versteigerung des
Miethsrechtes ab. Sobald die Mieths
zeit abgelaufen ist, wird der Baum
auf's Neue vermiethet.
Die Möglichkeit, auf so kurze Zeit
einen Baum zu miethen, liefert vor
Allem für Touristen und Ausflügler
eine angenehme Zerstreuung. Es
wird ein regelrechter Sport daraus
gemacht, und obwohl derselbe die
ganze Saison hindurch dauert, so
wird doch gewöhnlich ein bestimmter
Sonntag, in der Zeit des besten Stan
des der Frucht, als „Kirschen-Sonn
tag" (der geehrte Setzer-Kobold wird
gebeten, daraus nicht „Kirchen-Sonn
t(tg" zu machen) ausgewählt und als
solcher verkündet. An diesem Tag«
kommen Picnic Partien von Nah
Und Fern herbeigeströmt und lagern
unter den Bäumen, und es geht hoch
htr bis zum Einbruch der Nacht.
Tmâat$eite\f äftét Art tri deutscher
englischer Sprache, oder in bet
en, liefert prompt und preiswürdig
die Druckerei des Staats-Anzeiger.
Auch Bestellungen von auswärts wer
den prompt ausgeführt.
Allerlei fur's Ha«S.
a s W a s e n e a
drasgardinen. Die hübschen
bunten Gardinen, die sich immer mehr
einbürgern, verlangen, um ihr gutes
Aussehen zu bewahren, eine vorsich
tige Behandlung in der Wäsche. Das
sonst übliche Einweichen ist zu unter
lassen, die abgenommenen Vorhänge
werden nur durch Schütteln vom
Staub befreit und dann in
einer gut warmen Seifenlösung
durchgewaschen. Die ungemu
sterten Stellen kann man eigens
noch einseifen, damit der Grund klar
wird. Ist das Seifenbad schnell
schmutzig, so ist die Wäsche in einem
frisch zurechtgemachten Bade fortzu
setzen. Nach gründlichem Spülen
das Wasser muß zuletzt klar bleiben!
legt man die Gardinen in Essig
Wasser, dem man einen Löffel Salz
zugefügt hat, damit die Farben ge
hoben werden. Dann werden die
Gardinen sofort und möglichst rasch
im Freien oder in Zugluft ausge
hängt. noch etwas feucht abgenommen
und gleich gebügelt eingesprengt dür
fen sie keinesfalls werden, da sonst
die Farben einlaufen könnten. Nach
solcher „Schnellwäsche" erscheinen die
Vorhänge stets wie neu und halten
sich lange Zeit gut.
i e s s e u n i n n e n
sollte man lieber nicht auspressen,
sondern nur deren Neubildung ver
hüten. Und Das ^eschi-ht wie folgt:
Man fügt dem Waschwasser, welches
lauwarm zu benutzen ist, etwas Bo
rax bei. Am Abend wasche man das
Gesicht ebenso, trockne es mit rauhem
Handtuch und reibe dann Schaum
von Thymolseife auf der Haut ein
dies läßt man eintrocknen und wäscht
es erst morgens wieder ab.
W a s u a s i a i e
Muster oder Kante versehen ist. darf
nie heiß abgewaschen werden, da der
Firnis und die Farbe darunter lei
den. Am besten ist nur die Anwen
dung von kaltem Wasser, doch ist es
manchmal nicht zu vermeiden, daß
Seife angewendet werden muß. In
diesem Falle muß sie jedoch sorgfältig
abgewaschen, nochmals nachgespült
und mit einem weichen Tuch das
Wachstuch trocken gerieben werden.
V e i e W s e e e a n
für einige Tage in Buttermilch und
wasche sie dann mit Wasser und
Seife.
E n e n u n v o n i
ples". Vor allen Dingen suche
man nach der Ursache dieser unange
nehmen Gäste. Sehr oft sind sie
bloß die Symptome eines organischen
Leidens und schwinden erst mit dessen
Beseitigung, welch letztere natürlich
dem Arzt überlassen bleiben muß.
Sind fit aber tatsächlich weiter
nichts als entzündet- Mitesser, dann
wendet man möglichst warme Wa
schungen mit Salicylseife an, deren
Schaum man mehrere Minuten ein
wirken läßt. Abends vor dem Schla
fengehen wäscht man oder betupft
man die Stellen mit aX6 Arrak, halb
Wasser und läßt die Lösung darauf
trocknen. In sehr vorgeschrittenen
oder sehr hartnäckigen Fällen wird
das Auflegen einer Schwefelseifen
paste empfohlen.
K a o e n i e
Schale gekocht, lassen sich sehr
leicht abziehen, wenn man sie nach
dem Kochen abschüttet und sofort
kaltes Wasser darüberlaufen läßt.
e e W o e z u e i n i
gen. Salmiak, Weingeist, zu glei
chen Teilen wird mit etwas Salz
verrührt. Mit weißem, wollenem
Lappen befeuchte! mein den Hut und
reibt immer in der Runde, von der
Hutmitte anfangend, bis er sauber
ist. Zuletzt wird er nach dem Strich
gebürstet. Weiße Hüte werten
dann noch bepudert oder mit Kreide
eingerieben.
E i n s e u e s e i i t
e I ist Hammeltalg. Man
wendet es natürlich nur äußerlich an,
und es wird bei allen oberflächlichen
Verwundungen vortreffliche Dienste
tun. Aufgesprungene Hände reibt
man vor dem Schlafengehen mit
Hammeltalg tin, und erfrorene Glie
der werden durch regelmäßiges, län
ger fortgesetztes Einreiben mit diesem
Talg vollständig geheilt. 2rI§ Mittel
gegen wunde Füße bestreicht mart
Leinwand mit Hammeltalg und legt
diese auf die kranken Stellen. Auch
gegen Hühneraugen soll es ausge
zeichnet Helsen, wenn man sich Pfla
ster aus Leinwand auflegt, die man
messerrückendick mit dem Talg be
streicht und diese Pflaster morgens
und abends erneuert, bis das Hüh
nerauge so weich geworden ist, daß
es abblättert.
u i k i s e n z u i k e n
Kolophonium wird breiartig in Spi
ritus aufgelöst. Der dicke Brei wird
auf die schadhafte Stelle ausgestrichen
und zum Hartwerden an kühlen Ort
gelegt.
a i n e n a u S z u e s
fern. Werden dieselben gewaschen,
so lasse man immer ein Stück einer
älteren, unbrauchbaren Gardine mit
vaschen, stärken oder cremen, schneide
von dieser Blumen, Ranken, Figuren
heraus und setze diese, je nach der
Größe der schadhaften Stellen, auf
und befestige sie ringum durch Nadel
stiche. Auf diese Weise kann
Gardinen wieder brauchbar und xr
cher aussehend machen.
Offener Schreibebrief des
Philipp Sauerampfer.
952.
Mein lieber Herr Redacktionär!
E paar Dag
zurück hen ich
emal in meine
Well, wie ich so Riemarks gehört
hen, da hen ich gedenkt, 0 well, es
muß ja nit sein un ich kann auch
auf einige annere Weg mei Lewe
mache. Awwer en gcoßv Freind von
das Milliterrie sin ich doch gebliwwe
un ich weiß gar nit, wie oft daß ich
Obends meine Juniform angezoge
hen un an die Strikt sin. Wenn ich
off Kohrs geketscht Wörde wär, dann
wär es mich schlecht gange. Die
Juniform hen ich auch mit nach die
Juneitet Stehts gebracht, bikahs ich
hen gedenkt, mehbie, daß ich hier e
Retschiment tscheune kann. So bet
un bei- is mich die Sach ganz in Ver
gessenheit gerate un erseht jetzt, wie
ich das Bondel gesamte hen, hat
Widder die schöne golden: Jugendzeit
un die seine Juniform in ihre ganze
Pracht in Front von mich gelege.
Bei Galle, hen ich gedenkt, die
Kids sin ins Bett, die Lizzie, was
meine Alte is, die is in e Lahdfch
mietung, es wär also gar so keine
schlappige Eidie, wenn ich emal die
Juniform anziehe un zu den Wedes
weiler gehn deht. Ich hen den schöne
Gedanke noch nit ausgedenkt gehabt,
da war ich auch schon bei das Auf
fickfe. 'Ich hen gleich genohtißt, daß
die Pehnties e wenig etngefchrunke
sein mißte, bikahs nor mit den größte
Effert sin ich im Stand gewese, sie
anzuziehe se hen awwer auch gefitt
wie e Pehper an die Wahl, bloß hen
ich nit gebehrt, zu stuhpe bikahs ich
war'n effreht, daß mich bann ebbes
häppene deht. Ich hen dann den
Koht angezoge un das verdollte Ding
is auch zu eng geworde. Ich hen
gepuscht un gezoge, daß mich die
Perspirehschen in Droppe so dick wie
Cranberries an mei Fehs geftanne
hat, un da hen ich ihn zugebracht.
Ich hen gewißt, daß es e dehnsche
resses Dinz war, bikahs ich hen ge
wußt, wenn ich nur en allergeringste
Schnieser von mich gewwe deht, daß
die ganze Suht ecksplohde deht. Zum
@1:4 hen ich auch noch e paar Wiß
kersch in die Backs gefunne un wie
ich dann noch mein Helmet aufgefetzt
hen, et tell juh, da hen ich geguckt, das
war großartig. Am liebste hätt ich
emol ordentlich gelacht, awwer das
hen ich mit meine gedrängte Sittju
ehschen auch nit riske könne. Ich hen
mich dann aus den Haus geschniekt
un fm zu den Wedesweiler. Wie ich
in den Saluhn komme sin, da hätte
Se emal die surpreiste Gesichter sehn
solle! Off Kohrs hat mich niemand
riekanneist, awwer en deitscher Lüh
tennent in e Juneitet Stehts Taun
is doch so ebbes strehnsches, daß ich
gar nit gewunnert hen, daß se sur
preist ware, mich zu sehn. Ich sin
streht an die Bar gange un hen ge
sagt: „Donnerwetter, jeben Se mich
mal eenen Wißkie! Aber etwas Plötz
lich!" In e Schiffte hat der Wißkie
da geftanne un in e Seckend hen ich
ihn gedrunke gehabt. Dann hen ich
mich zu den Bonsch gedreht un hen
gefragt, ob se auch ein genieße woll
te. Off Kohrs hen se all jehs ge
sagt un da hat der Wedesweiler die
Wißkiebattel erum gehn losse un je
der hat sich so ebaut fufzehn Cents
wert aetäckelt. Ach hen genohtißt.
Der Staats-Anzeiger. Bismarck, N. D., den 5. September:
Tronks un Back
ses vum gekramt,
un do hen ich
auch e Bondel
erausgefischt, wo
ich doch keinder
gewunnert hen,
was es war. Ich
hen es aus enanner geräppt un da
hen ich mich doch gefreut, wie ich es
gesehn hen. Wisse Se, als junger
Borsch in die alte Kontrie do denkt
mer die Welt von e Milliterrie Juni
form. Met Hen emal e Mäskerehd
mit gemacht un da is jeder als en
preißischer Luhtennent komme ich
kann Ihne sage, mir hen e große Zeit
gehabt. Ich hätt mich nicks sehnli
cher gewinscht, als daß ich die Juni
form bei den Milliterrie wehre konnt,
wenn ich e Sohlscher geworde wär
awwer se hen mich nit brauche könne
in die erschte Lein sin ich e wenig
engbrüstig iwwer die linke Schohlder
gewese un dann sin auch meine Bein
nit so eckstra streht gewese. Ich hätt
ja ganz gut bei die Kawallerie buhn
könne un ich denke sogar, daß da
meine krumme Fieß ganz händig ge
komme wäre, bikahs mer kann se so
schön um das Hohrs erum schlängele,
awwer die Fellersch von den linner
suchungs Kammittee hen es den
Weg nit sehn könne. Der Owwer
stabsarzt hat gesagt, das schlimmste
bei mich wär, daß ich zwei linkse Fieß
hätt un wenn ich gehn deht. könnt
mer nit sage, ob ich komme odder
fort gehn deht. Der Hauptmann der
wär in so Sache arig periickeler un
wenn der so e Schehp wie meines
sehn deht, dann deht er aus die Ha.:t
sabre un so ebbes wär bei en Haupt
mann ebbes schreckliches. Wie es
wär, deht ich mich am beste for die
Luftschiffer Abteilung eigene, bi
kahs wenn ich aus so e Luftschiff
erunner falle deht, deht ich auf meine
zwei Fieß stehn wie e Kcch, wenn se
von e Dach erunner fällt.
daß der Wedesweiler die Fellersch
den Wink hat gewwe un da is der
Karpenterbahs zu ihn an die Bar
gange un se hen sich in die Ohre ge
wischpert. Was es war, hen ich off
Kohrs nit ausmache könne, awwer
ich hen auch nicks drum gewwe. En
nihau hen ich e gute Zeit gehabt un
in mein nächste Brief schreib ich
Ihne, was die Geschieht for en End
genomme hat ich denke, Se könne
es schon halbwegs gesse.
Womit ich verbleiwe
Ihne Ihr liewer
i i S a u e a e
Eine Briefmarkcuaufklebmaschtne.
Während im Allgemeinen das Auf
kleben der Briefmarken auch in aroßen
Geschäften noch in der altgewohnten
Weise mit der Hand vorgenommen
wird und jede Marke einzeln abgerts
sen und aufgeklebt wird, benutzt man
hierzulande und in England schon seit
einiger Zeit praktische Maschinen, die
das ganze Geschäft des Markenaufkle
bens selbsttätig verrichten, wodurch
viel Zeit gespart wird. Eine solche
Maschine, die sich in England gut be
währt hat. wird wie folgt beschrieben:
Der Apparat hat ungefähr die
Größe einer Schreibmaschine und ist
so einfach gebaut, daß er ohne jede
Störung arbeitet. Man legt den
Brief, der mit einer Marke beklebt
werden soll, auf einen kleinen an der
Maschine angebrachten Bock, und zwar
ort eine durch eine Leiste genau be
stimmte Stelle, und drückt einen Hebel
nieder. Hierbei wird die eine Ecke
des Briefumschlages angefeuchtet, die
Marke aufgelegt und feftgedrückt.
Gleichzeitig wird die abgerissene
Marke von einer kleinen Registrier
Vorrichtung registriert, so daß Unter
schleife durch das die Maschine bebte
nende Personal kaum vorkommen kön
nen. Es wird stets ein ganzer Bogen
Briefmarken auf einer Rolle in der
Maschine aufgewickelt, alles andere
besorgt die Maschine von selbst. Bei
jedem Hebeldruck wird die Walze um
eine Markenbreite vorwärtsbewegt
und gleichzeitig werden zwei Messer
niedergedrückt, die die Marke abschnei
den. Der Apparat unterscheidet sich
von älteren ähnlichen Maschinen na
mentlich dadurch, daß jede entnom
mene Marke registriert werden kann
und daß ferner die Marken in ganzen
Bogen eingelegt werden können, wo
durch die zeitraubende Arbeit des Ab
reißens einzelner. Streifen vermieden
wird.
Ein Hunde-Idyll.
Von der Odyssee eines Hundes wird
aus Bayern folgendes Geschichtchen
berichtet: Ein Herr in Passau besitzt
seit ein paar Jahren einen schwarzen
Schnürpudel. Das Tier ist der Fa
milie sehr zugetan. Die Haustochter
lag nun jüngst mehrere Tage in einer
Klinik zu Passau krank darnieder. Der
Hund suchte die ganze Wohnung wäh
rend der Abwesenheit der Tochter ab
und gebärbete sich bet einem Besuch in
der Klinik geradezu unbändig vor
Freude. Als das Fräulein die Anstalt
verließ, bewachte es der Pudel auf
Schritt und Tritt. Der Zufall wollte
es, daß das Fräulein einen Brief zum
Nürnberger Schnellzug tragen mußte.
Der Hund glaubte, feine junge Her
rtn verreise, und als er sie gerade aus
den Augen verloren hatte, schlüpfte er
durch die Perronsperre, lief über die
Geleise und den ganzen Zug entlang,
um seine Beschützerin zu suchen. Als
er sie nicht bemerkte, sprang er in
einen Wagen und in demselben Mo
mer.t fuhr der Zug ab.
Das Fräulein suchte nun den
Hund natürlich vergebens. Eine
Annonce wurde in der Zeitung ausge
geben und darauf erschien die Tochter
eines höheren Eifenbahnbeamten in
der Wohnung des Hundebesitzers mit
der Mitteilung, daß sie Zeuge war,
als der Hund den Zug absuchte und
in den Wagen sprang. Wo befand sich
nun der Hund? In Vilshofen, Oster
Hofen oder einer anderen Station?
Der Herr des Thieres telephonierte die
betreffenden Bahnstationen an, in
denen der Schnellzug hält und siehe
da, in Plattling wurde eine Spur ge
funden. Dort hat der Bahnverwalter
nachts auf der Suche nach seinen Leu
ten den Hund gefunden und ihn zu sich
ins Bureau genommen. Am anderen
Tage stand der Pudel beim Eintres
seit aller Züge bereit, offenbar in dem
Glauben, seine Herrin würde ihn
suchen. Als niemand kam, lief das
Tier einem nach Degendorf fahrenden
Zuge nach und kam ganz erschöpft
nach Pankofen, wo es in einem Bau
ernhause Unverkunft suchte. Der Hund
kehrte dann wieder nach Plattling zu
rück, wo er von den aus Passau nach
gereisten Angehörigen seines Besitzers
in Empfang genommen wurde. Die
Freude des Tieres beim Wiedersehen
war unbeschreiblich.
einem irischen Bauern von der gewal
tigen Ausdehnung des britischen Rei
ches erzählt, sagte: „Well, Pat, und
wissen Sie auch, daß die Sonne in
unserem Reiche niemals untergeht?"
„Nein," antwortete Pat.
„Well, das ist aber der Fall," fuhr
der Tourist fort. „Aber wissen Sie
auch den Grund, weßhalb?"
Pat erwiderte sofort: „Ich denke
mir, weil der Himmel sich nicht darauf
einlassen kann, einem Engländer im
Dunkeln zu trauen."
Leute denken mehr
darüber nach
daß die Frage des Woh
nungsbaues wohl der Ueber,
legung werth ist. Wenn
man bedenkt, welchen gro
ßen Einfluß ein schönes
Heim auf die Familie hat,
und den Erfolg im Auge be
hält, der Leuten sicher ist,
die ihr Heim besitzen, wird
man zum Schlüsse kommen,
daß wir nicht allein hier
über sprechen, um Bauholz
zu verkaufen. Natürlich,
wir sind hier um so viel
Bauholz zu verkaufen als
möglich, und rathen zum
Gebrauch desselben, denn es
ist das beste auf der Welt.
Wir haben das Bauwesen
seit Jahren eingehend stu
dirt und wenuimmer wir
eine Art Bauholz fanden,
die besser ist als die seither
von uns verkaufte, haben
wir diese sofort eingeführt.
Wir glauben unser Lager in
Bauholz aller Arten ist sehr
gut. Kommt und beseht das.
selbe und sagt uns, was ihr
davon denkt.
„Es geht nichts über ein
gutes Heim."
(Bauhvizhandlung)
Telephon 77 Bismarck, N. D.
sind gerieben im
„Es liegt im Ccl" Das Cef ist die Seele und das Leben aller
Anstreichfarben. Ganz gleich was sonst die Farbe entbält, wenn mit schlechtem
Oel gemischt, ist sie minderwerthig und nicht dauerhaft. Leinsamenöl ist
daS
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