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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, January 16, 1913, Image 6

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(Schluß von Seite 2.)
Welche unangenehme ^nhrt bei beut
Zustande unserer Fahrstraßen! Man
che sind 2 3 Üoiu' aus dein
s.hcgc.
Dann wollen sie doch oiicli noch ein»
mal 311111 Abschied zurück in* Eltern
haus und müssen den Weg nochmals'
machen. Tie Vegnemlichkeiten nnd
Vortheile einer Fallit sind überhaupt
nicht so schnell ausgezählt. Ter* be
greift wohl auch unser deutscher
Bauer in Südbessarabien, dem man
die Fähigkeit für Kandel nnd Ge
werbe nnd einen Sinn für seinen per
sönlichen Nulzeu nicht absprechen
samt. Xfilier wartet er mich mit
Sehnsucht auf die ihm in Aussicht ge
stellte Balm ..Akt'erman Leipzig",
»vartet seit vielen fahren. Toch
„gut Tiug braucht Weile" und „Rom
ist and) nicht an einem Tag erbant
worden." Schon Crude August meldete
uns der Telegraph, das da* Projekt
Allerhöchst beitätigt sei. Tarnt war
vc- still, gaitu1 drei lange Monate.
Und Nim, meine Herren Kolonisten,
mm ist der gros e Moment da. Tie
tum euch so sehr gewünschte Bahn
wird gebant, und e* soll, wenn friede
im V'cmd bleibt, mit der Arbeit schon
im nächsten Frühling begonnen wei
den. Nun können die Tentschen
ihren Ernst eigen. v.it einigen Ta
flctt kommt der Wegbaningenienr nnd
Konzessionär, Herr Alerander Aloi
sjewitsch in jedes Tors, über dessen
Gemarkungen die Bahnlinie führen
soll, er wird die nöthigen Auskünfte
ertheilen, Erklärungen geben und Ge
meittdetpriiche abfassen lassen darü
ber, das die Gemeinde der Gesellschaft
das ^rntd zur Bahnlinie, ,vt Gebän
den nsw. unentgeltlich abtreten. Man
cher Besitzer einer Bollwirthschast
sagte oftmals im Brustton der lieber^
zeugung: „5 Tessjatinen würde ich
geben, wenn wir eine Bahnstation
hätten." Nun wird es sich zeigen, ob
es diesen Leuten mit ihren Reden
ernst war, woran ich übrigens« nie
zweifelte, nachdem einige deutsche
Gemeinden ans freien Stücken und
freiem Entschliis mir um die Ange
legenheit in {"vliti 31t bringen, solche
Gemeindebeschlüsse absas ten uud au
die Akkermaner Semstwo einschickten,
jetzt also mir den früheren Gemein
dcsprnch 311 erneuern, d. h. ihm eine
bestimmte ^ornt 311 geben haben wer
den, was wohl ohne Schwierigkeit ge
fcheheii wird. (Wenn mich mein Ge
dächtnis nicht trügt, sind es folgende
Gemeinden: Sarata, ^ichtenthal,
GtmdentlK.i, der Erste und Zweite.
^ere-Ehampenoise, Teplitz, Arv-:*.
Neu-Arzis, ^vriedeusthal. Brteitne,
Paris, Plotzk uud Teititemitz, also
gerade die gesördcrtsten nnd wichtig
iteit Gemeinden.) Sollte es aber bei
der einen oder anderen Gemeinde doch
der Jvall seilt, das »tan Schwierig
Feiten erhebt, so kaun die Linie eine
andere Richtung nehmen, die kürzer
ist nnd billiger zu stehen tame: sie
ginge dann nicht, wie projektiert ist,
von Bairamtscha über Sarata. (tina=
d.'nthal, Arzis, Tepliv. Paris, ^ras
na. Beresinna nsw., sondern über
Plachtejewka, Wwedenskoje, Friedens
seid, Allöitiu, nnd die großen deut
schen Törfer wären nmgangeii, was
man schon vor einigen Jahren suchte
durchzuführen, da sich die ganzeBahn
bauangelegenheit noch in der Hand
der deutschfeindlichen Akkermaner
Centstwo befand. Also, ihr deutschen
Gemeinden, das Glück, eine Bahn in
der Nähe u haben, nahet sich euch,
galtet dieses Glück fest, für daS euch
Binder nnd Enkel segnen werden.
Was ihr an die Gesellschaft abgebet,
ist ein kleines Opfer, das vielfältige
Zinsen trägt auf vierlei Arten. Sie
dringt euch eine segensreiche Einrich
tung. nm die andere bitten und bet
teln, nnd sagt nur: ..Gebt uns
Raum für den Weg". Sie bringt eilt
kostbar Kleinod und wünscht mir An
weisung des Platzes, mit es hinzustel
len. Sie bringt sogar ein groszes
Opfer, denn wer eine Zeitung liest,
weis das der .Stur* aus nnicrcWerthc
sehr gefallen ist ititd die Gesellschaft
nun alles theuerer bezahlen, als dies
noch vor 3 Monaten der Jvciii war,—
und doch schont sie ihre Millionen
nicht, obwohl sie eine Richtung kennt,
die kürzer ist nnd weniger Kapital
erfordert, wohin man sie lockt und
zieht, aber sie bleibt zunächst bei
ihrem Beschluß, die Bahn durch die
oni meisten von Teutschen bewohnte
Gegend 311 führen. An diesen selbst
liegt es setzt, die Erfüllung einer
ihrer sehnlichsten Wünsche in greif
bare Nähe gerückt zu sehen.—
„Schmiedet das Eisen, so lange es
Heist ist." „Zetzt oder nie?"
—F. Strohmaier.
N a ch s ch i t. Wie sehr der
reaktionäre Adel gegen den Bahnban
in. beweist n. a. der Umstand, das
der berüchtigte Sabotkin dem Inge
nieur ^aroschewitsch, dem Erbauer
der Bahn, die Einsicht in die Papiere
verweigerte, die aus den Bahnban
Beziii] haben und die sich int Laufe der
^ahre in der Semstwo angehäuft
haben. Ach, wt?nn man ein solches
Entgegenkommen findet, soll man da
nicht müde nnd verzagt werden! Zum
Glück sind die Teutschen nnd Herr
^.aroschewitsch von einem Sabotkin
in der Bahnbanangelegeuheit ja nicht
abhängig. Noch eins: als das llpra
wamitglied, Herr And. Widmer, den
man in dieser Angelegenheit mit
Bennittliing und Hilfe entries, den
Befehl ertheilte. Einsicht in die ver
langten Akten 31t gewähren, lautete
die Antwort .zurück: „Sabotkin hat
die Akten an sich genommen, ver
schlossen und besohlen, sie niemand be
rübren oder besehen zu lassen, ohne
Erlaubnis des Borsitzenden. Dieser
ist aber nicht nur nicht iit der Stadt,
nicht einmal im Kreise. Was soll
man dazu sagen?
An unsere Gemeinde in Besobra
fütuffojc (Tnrgaigebiet) von ihren
Sammlern zur Erbauung einer
Kirche. Nach .zwölftägige«- beschwer
licher und änszerst abmattender Reise
langten wir bei Gbr. ?chardt in
Koschabar an. To es bereits.ziemlich
spät war, so baten wir hier um ein
Nachtlager, was uns leider versagt
wurde, so das wir, müde, wie mir von
der schon zujviiije zurückgelegten Reise
waren, selbigen Abend noch drei Werst
weiter wandern inus teu, worauf wir
in ein Russendorf kanten. Aus unsere
Bitte um Hrrberge wollte man uns
in einer teilten Kan.zlei unterbringen:
doch ein Russe erbarmte sich unser und
nahm uns zu sich auf. Am nächsten
Tage kehrten wir wieder zu Gbr.
Schardt zurück woselbst uns dann ei
nige Rubel mitgesteiiert wurden.
Sodann reisten wir nach Nendanzig.
Hier empfingen uns die Leute sehr
gut und gaben uns reichliche Spen
den. Besonders erwies sich der dor
tige Schulze als ein menschenfreund
licher uud zuvorkommender Mann,
der mts manchen Tienst leistete, wo
für wir ihm wie auch der Gemeinde
für ihre {vreigebigkeit hier öfsentli
chen Tank abstatten. Hernach wan
dorten wir
zu
Herrn Jvrciuz Tauen
haner und erhielten von ihm eine
reichliche Gabe. Aunerdem lies er
uns mit seiner eigenen ftulire—der
erste, der uns diese Wohlthat erwies
-zur nächsten Station führen. Auch
ihm besten Tank! Per Eisenbahn
kamen wir nach Kleinliebenthal, lviir
den aber wegen der dort herrschenden
Armuth abgewiesen und kamen dann
nach ziemlich kostspieliger Reise im
Beresan an. Wir bereisten Steinberg.
Halbstadt, Schöitseld: sodann Sulz.
.Karlsruhe, Katharinenthal. Ta es
es aber bei der diesjährigen Mißernte
und überhaupt wegen des schlechten
Abganges der frucht bei den meisten
Leuten aitGeld mangelt, so bekamen
wir viel 311 wenig initgeftcitert, als
das es sich lohne, hier dafür länger
Zeit zu vergeuden, und wir hatten
manche Entbehrung und Schwierig
keit auszustehen, bis es uns gelang,
einige Rubel zu erübrigen. Nur
Katharinenthal, das sich vor allen an
dem Törserit an Freigebigkeit ans
zeichnete, haben wir es zu verdanken,
wenn es uns möglich war, etwas
Geld nach Hause zu schicken. Nach
Katharinenthal gedachten wir noch
Landau, Speier und Waterloo zu be
suchen, wurden aber vom Landauer
Schulzen, der es vielleicht mit den
formellen Papieren doch etwas zu ge
nau nimmt, abgewiesen, woraus wir
mis wieder Katharinenthal znwaiid
ten. Sollten wir künftighin nicht
mehr Erfolg haben als bisher, so wer
den mir gezwungen sein, wieder nach
Hause zurückzukehren. Hier möchte
ich noch bemerken, das wir mit dem
schlecht und sinnlos versagten Spruch,
mit dem uus unsere Gemeinde ver
sah. manche Unannehmlichkeit anszu
stehen hatten.
Mit Grus
(Befunde, glückliche Sinder
Utt^ Erwachsene findet man in den Familie« wo
i
Alpenkvanter
das Hausmittel ist. Er entfernt die Unreinigkeiten aus dem System
und macht neues, mcfies, rothes Blut, und bildet feste Knochen
und
Muskeln. Er ist besonders für .Äinder und Leute von zarter 5wrper
bzschafsenheit geeignet, da er aus reinen, Gesundheit bringenden
Wurzeln und Sträuicn hergestellt ist. Ueber
ein Jahrhundert im Ge»
brauch,
ist er zeiterprobt und zeitbewiihrt.
Er ist nicht, tr.ie nnbere Medizinen, in Apotheken zu haben, sondern wird
den Leuten fcirett gelteiert durch die alleinigen Fabrikanten und Etgeniumer
N i k 0 a e w. Am 16. Dezem
ber wird tri der Stadt Nikolajew eilte
außerordentliche Versammlung der
Mitglieder der laudwirthschaftlicheu
Kreditgesellschaft stattfinden. Im
Interesse des Gedeihens dieser Gesell
schast wäre es wünschswerth, daß sich
unsere deutschen Landwirthe au die
ser Versammlung zahlreicher bethei
ligten. So viel mir bekannt ist, ist
die Zahl der deutschen Landwirthe, die
an diesem Bankunternehmen bethei
ligt sind, ziemlich gros und es wäre
daher -billig und recht, das sie ihren
Einslust mehr zur Geltung brächten.
Tie bevorstehende Versammlung wird
sich mit'der Wahl eines Vorsitzenden
und einiger Mitglieder des Rates zu
befassen haben. Tie Versammlung
wird im Hanse der Stadtversamm
lnng stattfinden. Eingang von der
Spasskaja Straste.
—Ein Mitglied.
Der Staats-Anzeiger, Bismarck» 9h D., de« 16. Januar.
a n 0 w 0 O e s s a e K e n
t2.'l Nov. In unserem Nachbardorfs
Eksarowo wurden unlängst in einer
Nacht zwei Tiebstähle verübt. Eine
Stunde vor Sonnenaufgang bemerkte
die Witwe Eksarow, das das Giebel
fettster an ihrem Hause eingebrochen
war. Sogleich machte sie Lärm, und
als die herbeigelaufene Menge in die
Stube kam, stellte sich heraus, das
viele Gegenstände entwendet waren.
Eine Person lies sogleich zimt Tors
schnlzen. um ihn hiervon in Kennt
nist zu setzen. Als sie aber hinkam,
merkte sie, das auch beim Schulzen,
der davon teilte Ahnung hatte, das
Fenster zertrümmert war. Und
wirklich! Als man in die Stube kam.
war sie leer. Sosort schickte man nach
dem Spürhund „Tell" der leider ver
nommen war und erst am darattfsol
gendeit Tage ankam. Ta es in der
Nacht vorher geregnet hatte, so über
stieg das Suchen die Kräfte des Hun
des. Er verfolgte einige Spuren,
fand aber nichts, als das Schlost, das
der Witwe Eksarow gestohlen war.
Ter Werth der gestohlenen Sachen
wird nngesähr aus liOO Rbl. berech
net.—Wie sich später herausstellte,
hatten die Tiebe in derselben Nacht
schon einen Versuch gemacht, in der
Bakaleibttde des Torfes Massiliewka
einzubrechen, sind jedoch von dem Be
sitzer der Bude Vertrieben worden.
—Kre.
K anbei. Od. Kr. An Stelle der
alten, halbzerfallenen uud mit Rohr
gedeckten Kanzlei steht jetzt ein dem
selben Zwecke dienendes Prachtge
bände, das ant 28. November int Bei
sein des Herrn Landvogts, mehrerer
Pfarrkinder und anderer Herren vom
Ortsgeistlichen eingeweiht und seiner
Bestimmung übergeben wurde. Ter
Oekonomie wie auch der Reinlichkeit
wegen wurde dieses Haus auch mit ei
ner Warmwasserheizung versehen, die
grostartig ftinktionirt atnd der Firma
alle Ehre macht. Auch in Privat
Inim'ern wäre genannte Heizung ganz
gut angebracht, was uns Herr voll.
Marauardt bald beweisen wird, der
ebenfalls in seinem Hause eilte solche
ausstellt. Wie allgemein üblich,
wurde nach der Weihe ein Inibis und
..Anssnff" gemacht. Alles verlief in
schönster Ordnung, abgesehen von
kleinen Ausschreitungen, die eben der
herzwüthig gute Wein mit sich brachte.
Ten Glanzpunkt der ganzen Feierlich
Feit bildeten die überaus schönen Lie
der .die vom Kandier Ehor unter der
Leitung des bewährten Organisten
Herrn ^riedt aufgeführt wurden.
Mögen Rechtnnd Gerechtigkeit, Liebe
nnd Friede stete Hausgenossen des
prachtvollen Gebäudes sein?
Ein Kandier.
NâM
SRalj.flafftt feinster Qualität, mit größter Vorsicht von
ausgewählter Montana Gerste gemälzt. Raffet, von un«
lerem Malzkaffe? präpariert, ist reiner uiioerfiilTcÖte*
SJlal-.'Srtralt brn höchstem Nährwert. Versandt in
stark?», t:inen, luftdichten Paketen. Kostet nur 7 fftnU
pr» T'sund. Ihr erspart 10 Cent? bi8 30 Cents bal
S-funj und seid ^ef.uibtr.
Probcpakkt und Zirkulare gratti und franlo.
iftiMkct Inwtleg C«„ Beet 64, SM-17. Streu, Uikmktt, Vk
Wir verkaufen
die folgenden Torten
sohlen
Carney Lump
Acme Lump
RedlodgeNut
Schmiedekohlen
Harttohlen
Cennet
f. d. Feuerherd
(Bauholzhandlunq)
O. G. Anderson,
Geschâftsf.
Telephon 77 801 Main Str.
„Tie weiße Hard"
Offener 5timbebrf des
Vhtti-p Sauersmp er.
971.
Mein Tieftet Herr Redacktwnär!
Je mehr ich driw
wer nachgedenkt hen,
was mich der Wedes-
Mann
Weiler for en Ecksplen
nehschen gewwe hat,
for warum das Bank
wett nit stattgefunne
hat, desto mehr hen ich
sehn könne, daß er
UN
8
Ste sich gar kem Begriff davon mache
sonne. ^ch hen dann immer e
daunzukwettene. Ich sin schuhr, daß
Ficks
gewese.
Wedesweilern gelaufe, wenn se grab
nicks annerschter zu duhn gehabt hat.
Das war der Platz, wo se all ihre
Neuigkeite erfahre hat un jetzt war
das alles vorbei ich kann Ihne sage,
es is nit arig plessent gewese. Viel
mals hen mer beisamme gesosse un
hen driwwer gesproche, wie schön es
doch frieher gewese wär un wie lang
weilig es jetzt wär. Ich hen cmal die
Mohfchen gemacht, wer sollte Widder
die Freindschast starte, da hat se mich
awwer schön danngekahlt. Ich hen
mein Meind ausgemacht, daß ich nie
nit Widder e Wort sage wollt.
^ett gange. Die Lizzie hat gesagt,
der Wedesweiler wär en arig geb!l
deter Mann un se wär immer froh,
wenn se in seiner Kompenie wär. Der
wißt, wie mer e Lehdie triete buht
un von den könnt ich noch manches
lerne. So da hen ich Widder en Ding
gehabt, womit ich verbleiwe
genug kenne solle, daß ich nit so fuh- dessen 'Kulturhöhe wohl niemand zu
lisch gewese wär. zu glaume, daß er i zweifeln wagen wird, öie Prüg?'strafe
e Bänkwett an mich aufmache wollt
1
atower dieselwe Zeit hat es mich doch hängt werden kann und verhängt
ganz schrecklich mähd aemacht. Ich1 wird. Sie besteht, nachdem sie srü
hen en biesente Tahk mit die Lizzie, her bei fast allen Delikten gegen
was meine Alt: is, gehabt. Die hat männliche und weibliche Verurteile
gesagt, wenn ich noch einmal zu den angewandt wurde, rechtlich auch hmte
Wedesweiler gehn deht, dann deht noch als allgemeines Strafmittel. Als
sie aus den Haus fort gehn un deht Nebenstrafe neben einer Freihntsstra
ttte nit mehr Widder komme. Sie Te lunn sie bei allen Delikten ange
d-ht die ÜBebeSroeilun auch arig misse, wendet werden, bei denen sie das Ge
nroroer fe könnt die Mummen nit I°d nicht bittest untersagt f)at. In der
mehr angucke, bilahs se wißt for Praxis wurde si- allerdings large
schuhr, baß bie ihren Alte seine brecki-1
könnt dazu sehn, daß er sich vorschreibt, angewendet, und zwar
behebst buht gegen erwachsene männliche Verbre.
Ich hen die Lizzie gepramiht, baß K». Geger weiblich-Berbrech.r wirb
ich nie nil mehr zu btn Webesweiler Prügelstrafe überhaupt m-i!..ge
gehn wollt, un das hat se gut fühle â°" ug-ndl,ch- männliche Ptrsonen
mache, Mer hen auch egriet. daß dagegen seh.^haus.g -ngew-ndet. be
mer btn Name gar nit mehr nenne A v.„
wollte, und daß mtr. wie mer auf ?'8 Disz^p.uarstra e den
beitsch sage buht, e Wedesweiler ^Mümfftn findet e lorperUcke
(StSnn nnni n„6 unftr Ltwt nuälotie Züchtigung gegen mannliche Personen
S.
e. «KnJ Ii* t„f, ^6 ,ä häufig Anwendung, Ueber bit Art
J. l'ch d°n'° d°b -s Wtise, sowie Über das Maß der
ßicmlicb toff on Itll^ toor, öon btn /rtV
W-b-sweiler fein Platz fort zu fte^n fe^in qüItfqèn^Reailn 9Itir foCfn
so oft die Zeit is komme, wo ich fru-! 9. „„n.mnfinli
her Hingange sin, da hen ich e Unruh trafen verhängt und Sie Ziich-
n« r« o.tr.r.LV.« Srtfi
^habt un sin so ^rweß geworde, daß
es mich hart omkomme deht das Hab- Peitschenhiebe diktiert werden Die
bit los zu werde, und tch hen ge- Strafe ist bann auf drei Mal zu
totnfcht, mer konnte tn e dtfferente vollziehen
ßittie muhfe, so daß ich gar nit mehr Die Prügelstrafe hat in England,
in die Tärnptehschen komme deht. besonders auch im Verfahren gegen
Das is awwer auch nit so tesig ge-. I Jugendliche eine besonders stark ein
wese. wenn mer kohnsiddere buht, daß schenkende Wirkung aus die Ver
mer all das Prappertie hier hen, wo hc-ngung der Gefängnisstrafen gehabt,
dazu gesehn wer'n muß, un wenn z. B. von 1864 bis 1894 von
ich das all verkauft hätt, da hätt ich 8200 auf 1900 Fälle sank, während
e ganze Latt Geld verlöre. So war gleichen Zeitraum die Prügel
also nicks annerfchter zu mache, als strafe von 600 auf 3000 Fäll- stieg
Uff en schöne Abend, wie mer mit
den Sopper fertig ware un die Kids
schon all geschlofe hen, kommt en
Feller auf unser Haus zu. Well,
hen ich gesagt, es werd doch nit jetzt
um die Zeit noch en Bettler komme,
enniweg werd nicks gekauft. Wie
der Feller näher komme is, da hen
ich gesehn, wer es war: es war der
Wedesweiler! „Hello Lizzie!" hat er
gesagt un hat Händs mit se geschehtt,
„seh du buhst awwer heut emol schön
ausgucke, wei bu werscht ja jeben Dag
jünger un ich wollt, ich könnt bas
auch von meine Alte sage. Die werb
awwer immer älter un se kriegt auch
schon Rinkels ins Gesicht ich hen se
schon oft gfagt, se sollt emal von bie
Lizzie ausfinne, was bie buhn buht,
for baß se so gutguefig bleiwe buht."
Da hat bie Lizzie gefchmeilt wie
e Gartehäsche. Se hat gesagt: .,We
besweiler, kwitt juhr Kibben, komm
an bie Portsch un setz bich hin for e
Weil, for baß bu unseren Kinner
nit bie Ruh forttrage buhst. Er hat
sich auch hingesetzt un hat bie Lizzie
noch ganze Latt hatt Ehr gewwe,
bas hat se so gut fühle mache, baß
fe in ben Keller gelaufe is un hatt e
Battel von mein beste Wein geholt.
Den hen mer getrunke un mer hen en
arig pleffente Abenb gepäßt. Wie er
fort gange is, hat er gesagt, es wär
boch e schönes Ding, wenn mer jeben
Abenb ben Weg beisamme sein könnte
un er beht wische, mer behte morge
abenb zu ihn komme. Mer könnte
uns in bie Bäckjahrb setze un ba wär
es auch schön un kühl un besor daß
er gange is, hen mer ihn gepratnmist
gehabt, daß mer for schuhr komme
behte.
Awwer sonnte war es. baß er mit
keinem Wort unseren Trubel getotscht
hat. Er hat bas Bänkwett mit kei
nem Wort gemenschenb un zwische
Ihne un mich sin ich auch froh for
pewefe, bikahs bas hätt boch
Widder
Trubel gewwe. Well, seilen Abenb
sin mer mit ganz annere Gefühle ins
Die Prügelstrafe in England.
2)ie aus London kommende Mel
dung, daß dort drei Anfichtsv^stkar-
werklich nit so viel aus tenhändler wegen Verkaufs nn.^üchti
den Weg war, wenn er gcr Karten nicht nur zu neun Mo
gesagt hat, ich wär das naten Gefängnis, sondern auch zu
größte Rindvieh von je 25 Peitschenhieben verurteilt wor
dte Welt. Off Kohrs den sind, weist wieder einmal danuf
hätt ich den Kunne gut hin, daß in dem freien England an
noch in ziemlich starkem Maße ver-
n.ur
tn
ge Dricks alt wisse deht un einige! -me Person zu erbrosseln oder zu
Frau hätt tn Jnsluenz iwwtr ihren ersticken.
u'en„
cu
^en fallen Raub, Versuch
IN
denen das G-fttz uaâ
an
u ber
paar
@4Iäge)
vollzogen werden. Bei er-!1Inb
i mla_cane. wachsenen männlichen Verbrechern Drum hat sick hier im vergangene«
nemme müsse, for mei Nör^ e wenig (ynnen
totgCn
unb
Raub. Erdrofselurgs-
Erstickungsversuch bis zu 150
Außer England hat von den euro
üäifchen Staaten Dänemark die Prll-
Wie oft is se zu die gestrase im System seines Strafreckts,
und zwar hat es sie erst vor wen-gen
üvchren eingeführt.
Denkmal fiir einen Apfelbaum!
Die Deutschen halten gewiß den
weit sinb sie in ihrer Schwärmerei
für ben „Wirt SDÖunbermilb" doch
noch nicht gegangen, daß sie ihm ein
Denkmal gesetzt haben, außer, dem
jenigen der Poesie!
Es ist kanadischen Farmern vor
behalten geblieben, jetzt ein wirkli
ches Denkmal für einen Apfelbaum
zu errichten und dasselbe gilt einem
bestimmten Baum, welcher ver
Stammvater einer berühmten «Sorte
ist, der sogenannte McJntosh Reds.
Bis vor wenigen Jahren bildete der
Baum sein eigenes Denkmal, und
zwar ein lebendiges.
Er begann sein Leben auf ver
betreffenden Farm, im Torontoer
County Dundas, vor 115 Jahren
und et wäre wahrscheinlich noch viel
länger am Leben geblieben, wäre er
nicht vor 20 Jahren durch Feuer be
schädigt worden. Aber seine Lebens
kraft war noch beträchtlich, und meh
rere der Aefte trugen noch bis zum
Jahre 1908 Früchte. Alsdann jedoch
gab er sozusagen den Geist auf. Die
Farmer bes sogenannten Counties
haben sich zusammengetan, um an
seinem alten Stanbort eine Marmor
säule zu errichten und die kanntet*
sche Presse äußert sich beifällig über
diese gefühlvolle Ehrung des Bau
mes und des Pionier-Siedlers, nach
welchem er benannt ist.
John McJntosh fand, als er ftch
auf dem Lande niederließ, den Baum
schon vor, anscheinend im Natur-Zu
stande, und pflegte und entwickelte
ihn weiter. Mit Bestimmtheit ist an*
zunehmen, daß der Baum ebenso
wie der „Tanteuse" Apfelbaum,
zu dessen Familie in weiterem Sin
ne et gehört aus Samen erwuchs,
der von Kolonisten früherer Zeit ans
Frankreich herübergebracht würbe
(vaß auch Oregon eine ober zwei
herrliche Apfelgattungen gegeben hat).
Einige ber kanabischen Gegenben sinb
aber für das Gebethen ber heute be
kannten McJntosh-Aepsel ganz Se
sonbers günstig, so namentlich auch
Teile von Quebec, bie St. Lawrence
Region unb bie Striche unmittelbar
nörblich vom Ontario-See. Der „Fa
heuse" oder Schneeapfel, ber schon
über 200 Jahre in Quebec wächst,
wird neuerdings in bedeutendem Ma
ße vom McJntosh-Apfel verdrängt.
Ter kurzsichtige Nadfahrer
oder
Die
verkannte Wegkürzung^
'MG
Ein Knopfmacher niedergelassen/
I
Frömmigkeit.
Die Banern hier sind wohl fromme
Leut'?"
Hört einen Fremden man fragen
utii/uiiyi uiiv un. I „3um Klingelbeutel hat jeder heut
Kindern unter 14 Jahren Sein Scherflein beigetragen."
Mute (Höchstzahl 12!sagt der Wirt, „die ttnb
freiae6ia ü6cr bic
frSCn-
Jahr
Geordnetes Hauswesen.
Mane, Ma
ouvernante:
Schn.°. 68 ist tjfuet auäg«
brachen im Kinderzimmer!
Marie: Im Kinderzimmer?
Das ist der Mar the ihre Sache!
Ich bin hier Köchin!
W
Aehnliche Dinge. «Ha­
ben Sie mal einer Hinrichtung bei
gewohnt?"
„„Rein aber schon drei Hoch
leiten mitgemacht.""
schast): Für 5 Cents frische Leber
wurst, für 5 Cents Blutwurst, für
5 Cents Schlackwurst und ein viertel
Pfund Schabefleisch.
S e e i s e So?
Sie haben woll heite Hausball?!
Die Frau Lehrer.
Pikkolo: „Roch ein Bier ge
fällig. Herr Lehrer?"
Sie: „Wir werden uns das zu
hause in aller Ruhe überlegen,
Adolf!"

DR. PETER FAHRNEY & SONS CO.,
19-25 So. Hoyne Ave., CHICAGO, ILL.
Gottfried Rung.
Steam Lump
Hocking Lump
Nortz Lumber Co.
tote auszuhalte
Die Lizzie is ganz in die nämliche
Ihne Jhrn liewer
i i S a u e a e
e n e e i z i e n e r-

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