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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, October 16, 1913, Image 1

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

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Deutscht»«^.
e i n 5 O k I n a k i s e
Weife hat sich die Firma Krupp Sa
rau gemacht, die Fleischfrage für ihre
Zehntausend? von 'Arbeitern zu lösen.
Wie heute gemeldet wird, hat die Fir
ma bei Singen in Hannover einen
großen Landkcmiplex gekauft, aus
dem ein musterhafter Gutsbetrieb
eingerichtet und die Viehmast im
größten Maßstab getrieben werden
soll. Das gemästete Vieh wird nicht
auf den Markt gebracht, sondern aus
schließlich in Essen geschlachtet wer
den. sodaß die Fleischpreise dort in
absehbarer Zeit bedeutend reduzirt
werden dürsten.
n e n 6 O k E i n a u
anfall auf die hiesige Bayerische
Hypotheken- undDechselbank ist durch
die Geistesgegenwart eines Angestell
ten des Institut? glucklich vereitelt
worden. Ein Fremder hatte es ver
mocht, die Aufmerksamkeit des Geld
zahlenden Kassenboten einen Augen
blick abzulenken und diesem die in sei
nen Händen befindlichen Geldscheine
entrissen. Der Bote schlug aber so
fort Alarm. Die Thüren der Bank
wurden darauf automatisch geschlos
sen. Die Thäter und ein anderer
Bursche, der ohne Zweisel sein Ge
hülfe bei dem Anschlag mar, wurden
verhaftet.
e i z i 6 O a a e o
seilt, die ehemalige Kronprinzessin
von Sachsen, dürfte mit der sächsischen
Regierung in einen neuen Konflikt
verwickelt werden, als Folge eines
Librettos, das sie zu einer komischen
Oper geschrieben hat, die, erfolgten
Ankündigungen zufolge, demnächst in
Rom ihre Erstausführung erleben
soll. Die Regierung erklärt, daß sie
wenn der Text irgend welche Angriffe
auf die königliche Familie enthält. Der
Frau daö Jahrgeld entziehen wird.
e i n 8 O k e i e i e s i
gen amerikanische» Botschaft ist heute
aus Washington die Einladung an
die deutsche Regierung eingelaufen,
an der Eröffnung des Panama Ka
nals durch Absendung eines Flotten
geschwaderS theilzunehmen. Ter Ge
schäftsträger Joseph C. Grew wird
sie morgen dem Auswärtigen Amt
übermitteln. Die deutsche Negierung
wird sicher der Einladung Folge lei
sten, wenn auch noch nicht bestimmt
ist. welche und wie viele Kriegsschiffe
zur Theilnahme werden befohlen
werden.
n e n 8 O k i e e r
über des kürzlich gemeldeten Raub
anfalls auf die Bayrische Hypothe
ken- und Wechselbank in München,
welche nach dem mißglückten An
schlag in Hast genommen wurden,
haben im Gewahrsam ihre Namen
angegeben. Der eine will ein Ameri
kaner Namens Bell und fünfund
siebzig Jahre alt sein. Der jüngere,
ein angeblicl)er Engländer,, nenyt sich
Bellaribe.
e i n 8 O k o e i e e
genwärtig in Deutschland, und auch
in Ausland, herrschende enorme
Nachfrage nach Radüim und Meso
thorium wird jedenfalls durch eine
von Dr. Huegel von Munster ange
kündigte neue Entdeckung noch mehr
gesteigert werden. Der Arzt theilt
nämlich in einer hiesigen medizini
schen Wochenschrift mit, daß es ihm
gelungen ist, durch die Anwendung
von Mesothorium und Radium
Schwerhörigkeit zu heilen. Die Be
handlungsmethode soll sich selbst itt
chronischen Fällen bewährt haben, in
denen sich das Leiden beinahe zu völ
liger Taubheit entwickelt hatte.
e i n 9 O k I n S u a u
unweit von Hamburg, im schleswig
holsteinischen Kreise Pinneberg, hat
eine gewaltige Brandkatastrophe rie
sigen Schaden angerichtet. Eine ganze
Reihe industrieller Etablissements ist
zum Raub eines Feuers geworden.
Die Hamburg Schulauer Zuckerfa
brik der Firma Michahelles & Co.,
eine Pudermühle und eine Honigfa
brik sind bis auf die Umfassnngs
mauern niedergebrannt. Der
Brandschaden beträgt zwei Millio
nen Mark und ist. wenigstens was die
Pudermühle anlangt, nur zum Theil
durch Versicherung gedeckt. Ein Ver
lust von Menschenleben ist zum Glück
ni# §en#ttet. Dagegen find jedoch
sechßhnndert Arbeiter brodlos' ge
Worten.
e i n 9 O k E i n e A u s e e n
erregende Affaire wird aus Uberlin
gen in Baden gemeldet. Ein iertiger
wohlhabender Villenbesitzer, Namens
Mackely, hat seinen Nachbarn
Schweyer erschossen, und zwar, wie er
"4
angiebt, aus Nothwehr Mackley,
der Jungeselle ist und im Alter von
etwa fünfzig Jahren steht, hatte der
Pachter Schweyers sein Vermögen
testamentarisch vermacht und erzählt
jüber den Hergang des Vorfalls sei
ner That Folgendes: Der alte
Schweyer, der. obwohl selbst wohlha
bend. außerordentlich geldgierig ge
wesen sei, habe augenscheinlich die
Fälligkeit der Erbschaft nicht erwar
ten können und habe ihn, Mackely.
unter dein Vorwand in sein Haus ge
lockt. das die Beleuchtung in dem
Schweyerischen Badezimmer nicht
funktionire, und habe deshalb Macke
ly um Hülfe gebeten, die Sache in
Ordnung zu bringen. In der Bade
stube habe Schwerer versucht, ihn in
die mit heißem Wasser gefüllte* Bade
wanne zu drängen, um ihn darin zu
ertränken, llm sein bedrohtes Leben
zu vertheidigen, habe er zu seinem
Revolver gegriffen und den Angreifer
niedergeschossen. Die von den Be
hörden angestellte Untersuchung er
gab, daß am Ufer des Ueberlinget
Sees ein mit Steinen gefüllter Kahn
bereit stand, der anscheinend eben
falls zur Beseitigung Mackelys oder
seiner Leiche gebraucht werden sollte.
e i n, 9. Okt. Eine arme Auf
wartefrau Namens Gibner in Wies
baden ist über Nacht zur Millionä
riii geworden. Kürzlich starb ihre
Dienstherrin. eine Frau Meinauer,
und als heute das Testament dersel
ben geöffnet wurde, stellte sich her
aus. daß sie die Universalerbin ist.
Sie erhält anderthalb Millionen
Mark. Die Verstorbene hat ihrem
Bruder nur 300,000 Mark vermacht.
Das Testament ist nach der Ansicht
hervorragender Juristen unanfecht
bar.
S u a 9 O k I n W
temberg ist eine Epidemie von Kin
derparalyse ausgebrochen. In ver
schiedenen Theilen des Königreiches
sind Hunderte von Kleinen an der
Seuche erkrankt, und dieselbe hat be
reite zahlreiche Opfer gefordert. Alle
von den Sanitäts-Behörden und
Aerzten zur Eindämmung der Epi
demie gemachten Anstrengungen er
weile» sich als fruchtlos, und das Mi
nisterium des Innern hat daher die
Schließung einer Anzahl von infizir
ten Schulen angeordnet.
e i n 1 0 O k i e n e u e
dings akut gewordene Weifenfrage,
die Situation, wie sie sich ans der ge
planten Besetzung, des braunschweigi
fchai Thrones durch den Schwieger
söhn des Kaisers. Prinzen Ernst Au
gust von Cumberland, ergiebt, geht
augenscheinlich ihrer Klärung entge
gen. Prinz Ernst August ist aus
Gmunden zurückgekehrt, wo er mit
seinem Vater und dem Schwager
Kaiser Wilhelms. Prinzen Adolf zu
Schaumburg-Lippe, koiiferirt hat,
der, wie verlautete, im besonderen
Austrage des Monarchen die Rolle ei
nes Vermittlers in der heiklen An
gelegenheit übernommen hatte.
e i n 1 0 O k A u s e i e
lichen Orte Riedenburg in der Ober
Pfalz kommt die Meldung von einem
Erplosionsattentat, durch das die
Wohnhäuser zweier dortiger Bürger
in die Luft gesprengt wurden. Die
Häuser des Privatiers Wimmer und
des Schmiedemeisters Wirth sind auf
geflogen und völlig zerstört. Man
vermuthete, daß ein Racheakt Wim
mere- vorliegt, der seit der Explosion
verschwunden ist, ohne daß eine Spur
von ihm gefunden werden konnte.
Wahrscheilich hat er das Spreng
pulver gelegt und sich, ehe es zur
Explosion kam, unauffällig aus dem
Staube gemacht. Mehrere Mitglie
der der Familie Wirth haben Verlet
zungen davongetragen, die aber zum
Glück nicht lebensgefährlich sind.
e i n 1 1 O k i e v o n e
Cumberländer Familie in Gmunden
ausgegangene Erklärung befriedigt
die Blätter nicht. Durchweg stellen
sie fest, daß die Kundgebung aller
dings vorläufig die Welfen-Agitotion
abschüttele und die Stellung des
Prinzen Ernst August, des Anwär
ters auf den braunschweigischen
Thron, kläre, sowie den ganzen Sta
tus für seine eigene Person festlege.
Aber es wird zugleich betont, daß die
Erklärung in staatsrechtlicher Be
ziehung in keiner Weise verbindlich
sei
e i n 1 1 O k i k n a e
Noth ist der bekannte Flieger tip
ner Höhe von nicht weniger als sie
benhundert Meter niederzugehen. Bei
dem Sturzflug kamen Siiploschek
und sein Monteur wunderbarer Weise
mit dem Leben davon. Beide haben
nur leichte Brandwunden erlitten.
Der Flugapparat, weither mit Wucht
aus dem Boden aufschlug, wurde
gänzlich vernichtet.
Oesterreich-Ungarn.
u a e s 5 O k i e s e
Aufregung hat namentlich in politi
schen und militärischen Kreisen die
telegraphische Kunde ans der unga
rischen Hafenstadt Fiume hervorgeru
fen, daß im dortigen Gouvernements
Gebäude nächtlicher Weile eine ge
waltige Bombenerplosion stattgefun
den hat. Die Wucht mar eine so
furchtbare, daß eine Mauer einge
stürmt ist und sämmtliche Fenster des
Gebäudes wie in den Häusern der
ganzen Umgegend gesprungen sind.
Drei der That Verdächtige sind be
reits in Haft genommen. Von den
Behörden in Fiume ist unverweilt
ein Hinraffender Apparat in Bewe
gung gesetzt worden, um der Ver
schwörung auf den Grund zu kom
men. Es werden vielfach sensationel
le Enthüllungen erwartet.
W i e n 6 O k A u s e i n e a
joratssih Schloß Worlik in Böhmen
ist das erbliche Mitglied des Herren
Hauses des österreichischen Reichs
raths Fürst Karl zu Schwarzenberg
im Alter von 54 Jahren an den Fol
gen einer Blutvergiftung gestorben.
W i e n 6 O k e S a e n e n
aus einer Menagerie entkommene
Wölfe, Hyäne» und Lölven unter den
Viehheerden angerichtet haben, ist ein
so gewaltiger, daß die österreichische
Regierung eine Expedition gegen die
wilden Thiere ausgerüstet hat. Die
jchrccferfüUteu steirijcheii Bergbewoh
ner haben sich persönlich an Kaiser
Franz Joseph um Hülse gewandt.
Kaiser Franz wies sodann den Mini
ster des Innern an, ihn persönlich
über die beste Art und Weise der
Ausrottung der Bestien Bericht zn
erstatten. Die Regierung setzte so
fort eine Belohnung von $750 für
den Kopf der Löwin und geringere
Belohnungen für die Köpfe der jun
gen Löwen und der Wölfe und
Hyänen aus. Dann wurde eine Ab
theilung Förster mit der Weisung in
die Berge gesandt, die Bestien auszu
rotten.
W i e n 7 O k e e e i n s a e
Miniiterrath hat heute die Deckung
der Kosten für die aus der Balkan
krisis entstandenen militärischen Aus
gaben in Höhe von 350 Millionen
Kronen bewilligt. Von diesem Betrag
sind nicht weniger als 200 Millionen
für Kriegsmaterial ausgegeben wor
den. der Rest' für Transport und Ver
pflegung von Mannschaften und
Pferden während der langen Dauer
des mobilen Zustandes der Truppen.
W i e n, 9. Okt. Der österreichisch
ungarische Marineetat für das nächste
Fiskaljahr enthält eine Verwilli
gnng von 225,000,000 Kronen für
den Bau neuer Schlachtschiffe. Vier
Dreadnoughts befinden sich bereits
in Bau und es sollen sofort zwei je
75,000,000 Kronen kostende Ueber
Dreadnought* auf Kiel gelegt wer
den. Außerdem plant die Marine
verwaltung zwei weitere Ueber
Dreadnoughts, die zusammen 150,
000,OOOKronen kosten werden und
im Jahre 1917 fertiggestellt werden
sollen.
u a e s 1 0 O k i e e i i
gen Bemühungen der Behörden zur
Ermittlung der Urheber des gemel
deten Tynainitanschlags aus das
Gouvernements Gebäude in der»
ungarischen Hafenstadt Fiume haben
zu der Feststellung geführt, daß es
sich bei dem Attentat allem Anschein
nach um eine weitausgedehnte Ver
schwörung handelt. Die Mitglieder
des Komplotts sind in verschiedenen
Orten der Doppelmonarchie und viel
leicht auch außerhalb des Reiches ver
theilt, und die Nachforschungen der
Geheimpolizei sind im Begriff, die
Fäden des Netzes vollständig bloßzu
legen. In Polo sind soeben nicht we
niger als vierzebm junge Leute in
Verbindung mit der Affaire verhaftet
worden. Ihre Angaben dürften zu
einer noch größeren Zahl von Verhaf
tungen führen.
u a e s 10. Okt. Laut Mel
dung aus Trencfen im gleichnamigen
Komitat, am linken Ufer der Waag,
find im dortigen Honoed-BäLkme
nicht weniger at* neunzig
Erkrankungen vorgekommen. MM
Falle haben bereits eine» ttötlicho»
Ausgang genommen.
lo­
scht einem grausigen Tod entron
nen, von welche» auch der ihn beglei
tende Äontair bedroht war Ätiplo
schek war vom Johanmtthaler Felde
zu einem Flug nach Dt. Petersburg
aufgestiegen. Aber er käm nicht all
zu weit. Schon bei Landsberg an
der Warthe, im Regierungsbezirk
Frankfurt a. O., entzündete sich der
Rotor feine» Flugzeuges. Stipls
schek war deßhalb gezwungen, aus ei­
China.
e k i n 6 O
wurde heute auf die Dauer van
Jahren zum Präsidenten der
9mtr|(i|(ie» ie. oktaler ISIS.
Unterwegs verbrannt! e,™ 1Ä
Irr Dnnipstr „Volturno" der Ura
nium L'inir ans hoher See ver
brannt War mis der Fahrt von
Rotterdam «ach Halifax und New
?1ork Srbn durch Nothsignale
zur cteile rilcnbc Dampfer reuen
fiber 500 Paflagirrr.
i s n a d, England, 11. Okt.
Noch einer von dem Dampser „Cor
mama" heute hier eingetroffenen
drahtlose» Depesche ist der aus der
Fahrt von Rotterdam nach Halifax
und New ')ork begriffene Dampfer
„Volturno" auf hoher See ausgege
ben Wolde», weil an Bord Feuer
misgebrocheii war. das das ganze
Schiff zu erstören drohte. Zehn
Dampfer eilten auf das von dem
brennenden Schiff ausgesandte Noth
signal herbei, und trafen sofort An
stalten, die Passagiere und Mann
schaften in rette», was bei dem zur
zeit herrschenden Sturm sehr schwie
rig und gefährlich war. Kapitän
Barr hielt von dem Dampfer ..Vol
htrito" das Notlnignal, als er von
diesem TS Meilen entfernt war und
sich Hilter dem 18.25 Grad nördlicher
Breite und dem :t4.33 Grad östlicher
Länge befand. Unter Volldampf
e i e e a n n e e n n e n e n S i
zu Hilfe und legte bei dem furchtba
ren Sturm 20 Knoten in der Stunde
zurück. Befehlshaber des Dampfers
„Volturno" ist Kapitän Inch, d«
fünf Jahre lang in Diensten b®
„Nianiiiin" Linie gestanden hat.
i v e o o E n 1 1 O e
von Kapitän Barr heute hierher ge
schickte Bericht über die Katastrophe
an Bord des Dampfers „Volturnu"
lautet: .Ter Dampfer „Volturno"
wurde am Freitag, de» 10. Oktober,
unter dem 18.25 nördlichen Breiten
grade und dem lU.Iiil westlichen Vüiv
gegrâde ausgegeben, weil an Bord ein
sehr gefährliche* Feuer wüthete,
bei dem zurzeit herrschenden Sturm
das ganze Schiff zu zerstören drohte
Von den zehn Dampfern, die dem
„Volturno" zu Hilfe eilten, wurden
die folgenden Passagiere gerettet:
„Eürmatiia" 1, „LaTouroiiie" 40,
..Minneapolis" 30, „Rappahannook"
19, „Czar" 102, „Nariagansett" 20,
„Devonian" 5!, „Kroonland" 90,
„Großer Kurfürst" 105, „ScoMib"
:$). Zusammen 521. Wenngleich die
Gefcunnitfumnie der von den nam
haft gemachten Dampfern nur 511
ist. so glaubt man doch, daß die Zahl
521 richtig sein wird, weil die Zahl
der auf einigen Dampfern geretteten
Passagiere nicht ganz richtig ist. Eine
unvollständige Liste der Geretteten
befindet sich an Bord der „tSarma
nia". Sie soll so schnell wie mög
lich »ach Oueenstown geschickt wer
den. Von dem Säckelmeister des
Dampfers „Volturno" wurde mir ge
meldet. daß sich an Bord 24 Passo
giere erste Kajüte und 540 ßroi
schendeckspasfagiere befanden. Da
die Mannfchaft aus 93 Personen be
stand, so war die Gefammtfiimine al
ler an Bord des „Volturno" sich be
sinnlichen Personen 57. Wenn von
diesen 521 gerettet sind, so haben
bei der Katastrophe ISti Personen ihr
Leben eingebüßt." Der Dampfer
„Volturno" wurde im Jahre 1908
in Glasgow, Schottland, von der
Firma Fairfield & Co gebaut, er
war 340 Fuß lang mit 2,581 Brutto
und 2,208 Netto Tonnengehalt
schen Republik gewählt. Beim drit
ten Wahlgange empfing er von den
vereinigten .Häusern des Parlamen
tes die nothwendige Zahl, d. i. zwei
Stimmen.^
v i n s k n o u 8 O k
Bei der Einfahrt in den hiesigen
Bahnhof ist der Expreßzug von Kiew
nach St. Petersburg mit einer still
stehenden Lokomotive zusammenge
stoßen. Vierzehn Passagiere wurden
getodtet und sechsundznanzig verletzt.
Der frühere Dumapräfident Alex
ander I. Guchkoff soll sich unter den
Opfern befinden.
K i e w 1 0 O u e i n e n in
der heutigen Ausgabe der konserva
tiven und antisemitischen Zeitung
.Mpvliamn" ver-ll»ilW»'ii Artikel
mibe,
hier ei« eicht gttwgt g«j£
jfc» verursacht de« «rtitel
60S fltertibi, Iis WWfti
fiÄtiÉfläS
«enfchen scheine« ««ge. Wiche besagt, daß das Feuer an
sammt« zu fein Bord des Dampfers „Volturno" schon
vor einigen Tagen ausbrach, und daß
der Kapitän das brennende Schür am
Donnerstag aufgab. In dieser De
pesche wird die Zahl 5er Kajüten
Passagiere ans -1 und die der ^wi
idx'iidctfspaihigivrc auf 510 angege
ben, Tie Mannschaft bestand aus 9 i
Personen. Nach dieser Depesche sind
521 Personen gerettet, lieber da«
Schicksal der anderen ist noch nichts
bekannt.
o n o n 1 1 O A u s i v e
pool wurde heute vormittag betreffs
der tirttastroybe aus !ent Doiitpfcr
„Volturno" gemeldet, daß 521 Per
sonen gerettet wurden. IUfi Personen
sind vorläufig noch verschwunden,
und man nimmt an. daß sie ertrunken
sind.
i s u a E n 1 1 O
Nach den letzten hier eingetroffenen
Nachrichten sind bei der Katastrophe
an Bord des Dampfer-" „Volturno"
13» Personen umgekommen. Die
.'johl dürste eher höher als niedriger
sei», da anicbeiiicnb noch nicht ganz
genau festgestellt ist, wieviel Perso
nen sich an Bord des brennenden
Dampfers befanden. Die Zwischen
deckspassagiere an Bord deS „Vol
turno" waren der großen Mehrzahl
nach Russen. Dalmatier. Polen und
einige Deutsche, die nach Canada
auswandern wollte»
schneie*
gehen.
W a s i n o n i 9
Präsident Wilson wird in wenigen
Togen seine Kampagne im Interesse
einer prompten Erledigung der Wäh
rungsreform Bill beginnen. Die
Situation im Seimtsfomite für
Bankwesen mißfällt ihm sehr, fir
wünscht, daß die öffentlichen Termine
ohne Verzug abgeschlossen werd",,.
tes, spätesten? am 18. Oktober die
Verhöre von Zeugen zu schließe» und
dann am 20. Oktober in die Erefii
tivberatbung der Bill einzutreten,
befriedigt ihn keineswegs. Er hält
die Information, welch« das Komite
bis jetzt gesammelt hat, für hinrei
chend und ist der Anficht, dos Koinite
sollte unverzüglich daran gehen, die
Bist z» ameiidiren. wie man es für
angemessen erachtet, damit der Senat
die Maßregeln womöglich noch vor
dem 1. November erledigen kann
Zu diesem Zweck gedenkt er, mit de
mokratifche» Senatoren im Weißen
Haufe Konferenzen abzuhalten, und
diese werden beginnen, nachdem der
Präsident Geschäfte erledigt hat. Ivel
che augenblicklich drängen. Besonders
wird der Präsident mit Senatoren
wie Hitchcock, Need und O'Gonuan
welche von der Hmiebill nicht besrie
digt sind, Besprechungen habe». Prä
sidiTt Wilson ist im Btfits von zahl
reichen Schreiben aus allen Theile»
des Laude*, worin die vorliegende
Währungebill günstig beurtheilt
wird. Viele dieser Schreiben haben
Bankiers zu Verfasser». Bankiers der
..Mittelklasse", wie man es im Wei
ßen Hause ausdrückt. AIs Otogner der
Bill figurire» nur die Grofj-Baii
kiers, respektive die Mehrzahl deriel
ben. Der Präsident schließt ane den
Zufchristen. welche er erhalten hat
daß die Housbill populär ist und eine
Maßregel dieser Art den allgemeinen
Wünschen des Landes entsprechen
wird. Deshalb will er nun der im
nöthigen Verzögerung ein Ende ge
macht haben.
Ter 9«ti9R«(f»nftent »ertast sich.
S t. o u i s. Mo., 9. Okt. Der sie
bente Nationalkonvent des Deutsch
Amerikanischen Nationalbundes hat
sich vertagt: gestern nachmittag ge
langte er noch Erwählung der Be
amteit und nach Bestimmung vonSon
Francisco als nächster Konvents
stobt zum Abschluß. Harmonisch und
enthusiastisch, wie et begonnen, war
sein Ende Niemals vorher hat eine
größere Zahl hochgebildeter deutscher
Männer, darunter viele Professoren
amerikanischer Universitäten, an ei
nem Bundeskonvent sich betheiligt
wie SN diesem. Der beste Beweis für
die Hohe geistige Qualität der Theil
nehmet find die zur Annahme gelang
ten Vesâsse, mt&& in bexet^n
faynien lnAt
•h
Prebet
fclBO da« Jahr in b#n «er Staats*
(,
_L '::ib gl
tr*ttF
2l,"Hob«
uu iw.wfh,, „and
1B.00 (WM. 4) imch Wnfclunb
(*»f gfgfit $orou#t'f*«hlu*e)
St. IS
überreichte dein Bundes Präsidenten
ein Bild des Deutschen Hauses in
San Francisco, in welchem die Ta
guiig stattfinden wird, tie Beam
tenwahl ergab folgendes Resultat:
Dr. 6. I. Hejamer, Philadelphia.
Präsident Joseph Keller, Indian
iipolia John liarkt, Baltimore
xXulius Mörsch. St Paul John
Herrmann, San Framtoco John
Schwaab, Eiiuiniiati VI Scheuer
manu. Kansas Eitu Mo Leo Stern.
Milwaukee, und Dr. H. tammosch
Portland Oregon. Vize Präsidenten:
Ha»i Weniger. Philadelphia. Schatz
meister: Hermann We.^er, Philadel
phia. Finanz Sekretär: Adolph
Timm. Philadelphia, Sekretär.—
Der Konvent vertagte sich mit einem
Hoch auf de» Bund unter Absingung
der »Wacht am 9tbetn" und bcft JRtz
Country 'tit of thoe".
Präsident verursacht Explosi»».
W a s i n o n 1 0 O k e
atlautische und pazifische Ozean wur
den heute nicht gerade direkt verbun
den. als der Gam boa Damm zerstört
und da» Wasser des (tatiin See»
den Üulebra Durchschnitt gelassen
wurde Durch de» Druck aus einen
Knopf im Weißen Hause wurde»
heute nachimttagvon dem Präsidenten
die in der Nähe des Gamboa Dam
mes in Bereitschaft gehaltenen Ex
plosivstoffe entzündet. Die Iter
nichtung des i^amboa Dammes ent
fernt das letzte Hinderniß, da der
Schiifbainiachuiig de» größte» Theils
de» Paiiamakaiials noch im Wege
steht. Das erste Fahrzeug, das den
mm fast beendete» Kanal durchfahren
wird, ist ein großes Da im» bagger
boot, da» den Kanal ausbaggern soll
Diesem ersten werden später noch an
dere Dampsbaggerboote beigegeben
werden. Die Thatsache, daß diese und
andere kleine Boote den Kanal be
nutzen, ist immer noch kein Beweis
dafür, daß der Kanal von Ozean zu
Ozean schiffbar ist. Das wird erst
möglich sein, wenn jeder einzelne
Theil des Kanal» genügend Wasser
hat und die Schleusen ohne irgend
Ivel che Schwierigkeiten betrieben wer
den könne».
Millionär-Braner starb an fett Was*
s"s«cht.
8 t. o it i s, Mo,, 11. Okt. (Be
stem nachmittag um 5 Uhr traf aus
LaugeiiichiiHilbach, preußische Provinz
Hessen Nassau, die Nachricht ein. daß
der besonnte Brauerherr u»5 Millio
ncir ^ldolphns Busch au der Wasser
sucht, an der er schon seit Jahren ge
litten hatte, gestorben ist. Der Ver
storbene gehörte nicht nur zu den be
kanntesten. sondern auch geachtetsten
Bürgern deutscher Abstammung in
der „Stadt de« heilige» Ludwig".
Deutscht' Bestrebungen fanden in ihm
stets einen warmen Förderer und thä
tigen Helfer. Vor allem ennäbnt zu
werden verdient feine Sdi nfiing von
$150,000 an die Universität Harvard
•,ur Errichtung eine:* Germanistischen
Institut*. Während der Weltaus
stellung im Jahre 1901 war Herr
Busch einer der Direktoren und stand
dem deutsche» Wi'ltausft','(lmg*foiu
in mar. dem geheimen Cberrcgie
riingsrat tieuxtli), persönlich lehr
nahe. Zur Jahrhundertfeier, die
wahrend dieser Woche in St, Louis
im Anschluß an den Nationalkonvent
res TentidHiiuerifauiickieu National
blindes gefeiert wird, war 5er Ver
storbene zum Ehrenpräsidenten er
nannt worden, wenngleich er fern von
der Stadt weilte und schon sei! eini
gen lagen beumuhigendeNachrichten
über seinen Körperziuiand au» der
alten Heimath hier eingetroffen wa
te*!. '""'i V
—Fi
fi
Heiea»H»gesnch.
Junge, Hübsche Wittwe, gebildet,
nicht unvermögend, wrote Gutsbe
sitzers Wittwe in mittleren Jahren,
einem alten Adelsgeichlecht angehorig
beide auf dem Lande erzogen und mit
Vorliebe fürs Landleben, wünschen
sich baldigst zu verheirathen, -Kuehl.
jetzt No. 174 W 9 Str., St. Paul,
Minn. Aelteste deutsche Agentur,
Niemand wird bereuen, sich obiger
Agentur bedient zu haben. Die
Knehl'sche Agentur ist nicht zu ver
wechseln mit anderen ichwindelhaften
Unternehmungen. Darum Witt
wen und Jungfrauen, Vittwer und
alle ledigen Männer, schreibt oder
spr«M vor. Der einzige 8kg, glück
lichj* sein, »MI nur
«riefen ist «orte

i e u e i a i e e i n e o e n e e
und der BeichluH dec. «enatJ-Koiui

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