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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, February 19, 1914, Image 1

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

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t. A«tzrga«O
Rundschau
Ausland.
Deutschland.
e i n 8 e e a n k
furter Zeitung" wird aus Sofia ge
meldet, daß die revolutionäre Bewe
gung in Bulgarien einen bedrohlichen
Umfang annimmt und es jeden Au
genblick zu einer allgemeinen Erhe
bung kommen mag. Tie Sozialisten
agitiren offen fiir die Errichtung ei
ner Republik und verlangen die Be
strafung der Persönlichkeiten, welche
die furchtbaren bulgarischen Niederla
gen im zweiten Balkankrieg verschul
bet haben.
e i n 9 e i n z u n
Prinzessin Heinrich werden dem Bei
spiel Theodore Roosevelt's folgen und
Argentinien besuchen. Ihre Abreise
von Hamburg ist aus den 10. März
festgesetzt. Tie deutschen Zeitungen
haben die südamerikanische Reise des
Er-Präsideuteu Roosevelt ausführlich
besprochen und scheinen der Meinung
zu sein, das sie unternommen wurde,
um den Einfluß der Per. Staaten
in Süd amerika zu stärken. Ta
Teutschland in Süd-Amerika große
Handelsinteressen hat, drangen die
Zeitungen daraus, daß Teutschland
Gegenschritte ergreifen müsse. Tie
Reise des Prinzen Heinrich wird des
halb, theilweise wenigstens, in vielen
Kreisen mit der Absicht in Perbin
dung gebracht, den deutschen Einfluß
zur Geltung zu bringen.
a lit burg, 10. Febr. 9fn den
Verlauf der zur Zeit in Wien zwi
schen dem Generaldirektor Balliu
von der ..Hamburg Amerifa-Linie"
und dem Generaldirektor Heineken
vom „Norddeutschen Lloyd" stattfin
denden gemeinsame» Verhandlungen
mit dem österreichischen Handels
ministerium werden hier große Er
wartungen geknüpft. Wie die „Ham
burger Nachrichten" erfahren, sind die
Aussichten fiir eine Beilegung des
Pool-Streits günstig. Wien bedeute,
so fügt das Blatt Hinzu, einen neutra
len Boden, welcher für die betreffen
den Ausgleichs-Berhandlungen der
geeignetste sei.
S a u 1 2 e A
Landtag hielt heute der neue Staats
sekretär Gras Siegfried v. Rödern
seine Antrittsrede. Ter Gras be
tonte, zur Entwicklung eines neuen
Programms liege keilt Anlaß vor.
Ter Statthalter bestimmte die allge
meinen Richtlinien der Politik, und
er werde sich nach seinen Intentionen
richten. Damit verknüpfte der „neue
Mann" den Wunsch, ein späterer Mei
nungskamps möge stets von derUeber
zeugung getragen sein, daß Alle das
Beste des Reiches und dieses Landes
erstreben, wenn mich vielleicht aus
verschiedenen Wegen.
e i n 1 2 e I n a i e n
Berichten wird der ausgezeichnete
Gesundheitszustand in den Armsen
Preußens. Sachsens und Württem
bergs hervorgehoben. Tie Todesfäl
le und Erkrankungen unter den
Truppen haben im Pergleich zum vo
rigen Jahre um drei Prozent abge
nommen. Tie Blätter betonen im
Anschluß an die veröffentlichten Ta
ten und Ziffern, daß diese in bezeich
nendem Gegensatze zum Stande der
Tinge im französischen Heere stän
den. in welchem sowohl die Sterblich
keits wie die Krankheitsfälle in be
denklicher Zunahme begriffen seien.
e i n 1 2 e e e i s
tage ist der Entwurf des neuen Mi
litär-Strafgesetzes unterbreitet wor
den. Ter Entwurf, zu dem die über
mäßig strenge Bestrafung einer An
zahl Reservisten in Erfurt wegen ei
nes Radaus bei einer Koutrolver
sammlung den letzten Anstoß gab,
sieht eine erhebliche Milderung der
Strafen für Aufruhr und Insubor
dination vor. Das ist der Initiative
des Kaisers zu verdanken. Ter Herr
scher war seinerzeit ungehalten über
die soft barbarischen Urtheile des Er
furter Kriegsgerichts, die bekanntlich
im Reichstag einen so großen Sturm
entfesselte, daß eine sofortige Aende
rung des Gesetzes vorgenommen wur
de und eine Neuverhandlung statt
finden mußte.
e i n 1 3 e E n e e n- e
früheren Mittheilung ist das Drama,
dessen Aufführung im Elsaß neuer
dings verboten worden, bisher noch
nicht zur Tarstellung gelangt. Es
ist das schlimmste deutschfeind
liche Tendenzstück. von welchem man
seit langer Zeit vernommen hat. Tie
Behörden untersagten die Auffüh
rung, nachdem sie von dem Inhalt
des Stücks, welches den Titel ..Der
vierzehnte Juli" führt, Kenntniß er
halte».
e i n 1 8 e i e n u n e
vollkommen bestätigte Nachricht von
dem bevorstehenden Friedensschluß
zwischen den beiden großen deutschen
Schiffahrt* Gesellschaften ist hier
allerseits in der günstigsten Weise
ausgenommen worden. An der Börse
stiegen infolge dessen Aktien des
„Norddeutschen Lloyds" um dreivier
tel Prozent, diejenige« der ..Ham
burg-Amerika Linie" um ein halbes
Prozent. Tie Verständigung, welche
eine Interessen-Gemeinschaft im nord
atlantischen Geschäft zur Grundlage
hat, beruht auf dem vom Hapang-Ge
iteralöireftor Albert Ballin bereits im
vergangenen Oktober gemachten Vor
schlag. Tie Einzelheiten der Verein
barung. besonders soweit die Gemimt
Verkeilung itt Betracht kommt, ste
hen noch aus, obwohl die Grundzüge
festgestellt worden sind. Ter „Nord
deutsche Lloyd" behält das Uebergc
wicht itt der Personen-Beförderung,
die „Hamburfl'Amèrifa4?mie" in der
Frachtbeförderung.
Oesterreich-Ungar«.
W i e n 8 e U n e e V o
sitz des Kaisers Franz Joseph bat der
jährliche Marschall* Rath stattge
funden. Ter wichtigste Beschluß
welcher gefaßt wurde, betrifft die Er
richtung zweier neuer Armeekorps.
Eingehend wurden auch Personalsra
gen erörtert. Tas Weiteren beschäf
tigte sich der MarsdKtU» Rath beson
ders mit der Lage im Grenzgebiet
Galiziens.
W i e n 9 e i e i n i e N e
vosität verfolgen die hiesigen amt
lichen Kreise die gegenwärtigen Kon
ferenzen von diplomatischen Vertre
tern mehrerer Balfanstaateit mit den
maßgebenden Gewalten in St.
Petersburg. Man giebt sich keinen
Illusionen darüber hin, daß eine Er
Neuerung
des BalkanBuitdes, mit
der Spitze gegen
Cesteireich-ltitgcirn
und Italien, eine ständige Beunruhi
gung bilden und die Gefahr eines be
waffneten Zusammenstoßes jederzeit
akut erhalten würde. Tas Ergeb
niß der Verhandlungen wird deshalb
begreiflicherweise mit äußerster Span
nuttg erwartet.
u a e s 1 0 e e u n
garische Finanzminister hat mit dem
Rothschild-Konsortium die Altleihe
abgeschlossen, über welche seit einiger
Zeit schon verhandelt worden war.
Tie Anleihe belauft sich auf fünf
hundert Millionen Mroneit, und die
Zeitdauer der Amortisation ist auf
60 Jahre festgesetzt. Der Zinsfuß ist
4y2 Prozent.
W i e n 1 1 e a s e n o u
risten der ganzen Welt wohlbekannte
Sport-Hotel Gesselbauer auf. dem
Semmering ist ein Raub der Flam
men geworden. Tas Hotel war beim
Ausbruch des Brandes mit Gästen ge
füllt, die sich zum internationalen
Ski-Wettlauf eingefunden haben. Tas
Feuer breitete sich bei dein vorherr
schenden Winde und den uugenügen
den Löschvorrichtungen reißend rasch
aus. Thatsächlich konnten viele Gäste
nur mit Mühe gerettet werden.
it a st. 11. Febr. Eine be
merfensnicrthe Vorlage, an welche
auf deutscher Seite große Hoffnungen
geknüpst werden, hat der Kultusmi
nister Iankovich v. Iaizatiicze im
Parlament eingebracht. Tie Maßre
gel bezweckt eine gründlige Reform
des Unterrichts in den Mittelschulen.
Nach den Bestimmungen der Vorlage
soll der Unterricht im Lateinischen,
dessen Ergebnisse in den Mittelschulen
so ziemlich Alles zu wünschen übrig
ließen, in die höheren Klassen ver
legt werden. Tagegen soll das Latei
nische in den Mittelschulen obligato
risch durch den Unterricht in deutscher
Sprache ersetzt werden. In allen
deutschen Kreisen ist die Ankündigung
der Vorlage mit lebhafter Genug
thuung begrüßt worden, und es wird
ungesäumt eine rührige Propaganda
begonnen, um die Annahme der Maß
regel über jeden Zweifel zu sichern.
Ta sie vom Kultusminister nicht ein
gebracht worden wäre, wenn sie nicht
die Zustimmung des gestimmten Ka
binetts hätte, erscheinen die Aussich
ten aui^-öesetzweröen gesichert.
Rnßland
U e s u 10. ftebr.
A. Savenko, der Führer der Natio
nalisten in der der Tuma, ließ heute
G. Zamislowsky, einem konservati
ven Abgeordneten und Anwalt der
„Schwarzen Hundert", eine Tuell
forderung zugehen. Zamislowsky
war einer der Staatsanwälte in dem
Ritualmordprozeß gegen Mendel Bei
liß in Kiew. Während der Verhand
lung erklärte Zamislowsky. Savenko
habe ihm gesagt, daß Schulgren, der
Herausgeber des „Kiewlianin", des
sen Eintreten für Beiliß man in erster
Linie die Freisprechung zuschreibt,
nur dazu bestimmt worden sei, um
•y^^r^sM^nlm
BUmavtf, Nor» D«t-t«, D»«ne,»ag, d»« 19. ftm««* 1S14.
von den Juden Geld für eine Zucker
fabrik. an der er betheiligt war, zu
erhalten. Savenko bezeichnete die
Behauptung als eine Lüfle.
S e e s u 1 1 e
Ter russische Premier Vladimir N
Kokosow demissioinrte heute. In
Stolypius Kabinett war er Finanz
minister, noch dessen Ermordung im
September 1911 er Ministerpräsi
dent wurde.
A«lâ«d.
Religions-Statistik.
W a s i n o n 8 e k N a
den vom hiesigen Bureau des Fede
ral Council of Churches of Christ
veröffentlichten Taten hat die Zahl
der Mitglieder der christlichen Kir
chett itt den Ver. Staaten int Jahre
1913 um 18,000 d. h. um l.si Pro
zent zugenommen. Von dèn größten
Kirchen enthält der Bericht die fol
gen den Ziffern ihrer jetzigen Mitglie
derzabl: Römisch katholisch 13,099,
531 Methodisten 7,125,01)9 Bapti
sten 5,924,022 lutherisch '2,338,722
presbyterisch 2,027.593 Tisciples of
Ehrist 1,519,3(19 protestantisch
episkopal 997,107 Kongregational
748,340. Tiefe acht Kirchen umfas
sen rund 34,000,000 von den 37,
280,000 in den Ver. Staaten woh
nen Christen.
Präsident Wils»« gegen Bildungstest.
W a s i n o n 9 e
sident Wilson's Opposition gegen den
Bilduugstest zur Eindämmung der
Einwanderung ist dem einschlägigen
cenatskomite mitgetheilt worden,
das gegenwärtig die mit großer Ma
iorität im Hause passirte Burnett
Bill beräth. Tas »omite hatte sei
nen Vorsitzenden. Senator Ellison
T. Smith von Siid Carolina, beauf
tragt, mit dem Präsidenten in der
Angelegenheit zu fottferire» und
seine Ansicht einzuholen.
Riesige Nnterschlagnngkn.
e in i s, 9. Febr. C. Hunter
Raine, Präsident der Mercantile
Bank, einer der größten Fiitaitztnsti
tntionen der Stadt, wurde heute un
ter dem Verdacht der Unterschlagung
in Haft genommen. Ter Haftbefehl
wurde von Z. N. Estes, dem County
Generalanwalt, erwirkt und Raine
in feiner Wohnung zugestellt. Ter
Bankpräsident wurde vor Kriminal'
richter Palmer gebracht, wo er sich
schuldig bekannte. Trotz seines Pro
testes gegen Kautionsstellung setzte
der Richter Raine's Bürgschaft auf
$250,000 fest. Raine erklärte, er
werde sich nicht um Bürgschaft be
mühen, und wurde in das County
gefängniß eingeliefert. Tas Tefizit
der Mercantile Bank, einer Staats
bank. soll sich aus $780,000 bis $1,
000,000 belaufen. Ter staatliche
BankaufseHr verhinderte, daß die
Bank heute Morgen ihre Thüren off
nete, nachdem die Unterschlagung ge
stern an's Tageslicht gekommen war.
ehemalige Führer der Prvhibi
Hous-Bewkgung von deren
T- Sieg überzeugt.
i a o I I I 1 1 e E
Gouverneur John P. St. John, der
Präsidentschafts Kandidat der Pro
hibitionspartei im Jahre 1884, mach
te hier auf dem Wege nach Osten,
wo er eine ausgedehnte Redetour zu
unternehmen beabsichtigt, für ein
paar Stunden Halt. Ter alte Herr
ist bereits 81 Jahre alt, hat im In
treffe der Sache, die er vertritt, an
4500 Reben gehalten, und ist trotz
seiner Jahre einer der rührigsten
Kampagneführer der prohibitionisti
schen Partei. Im Laufe feiner ersten
Kampagne wurde der Ex-Goiiverneur
hunderte von Malen im Bilde ver
bramit. In neuerer Zeit find ihm
dagegen in seinemHeimathort Olathe.
Kans.. von Freunden und früheren
Feinden recht zahlreiche Glück
wünsche zugegangen. „Tie Tempe
re itz-Bewegung" sagte er, „greift
mehr und mehr um sich. Wir haben
Proyibitionisten im Kongreß, im
Bureau des Präsidenten und im Bu
reau des Staatssekretärs. Es ist eiu
fach lediglich eine Frage der Zeit,
wann sich die Prohibition über das
ganze Land erstrecken wird."
Kontraktsystem getadelt.
a n o k i 1 1 e S e
zehn streikende Kupferbergwerks-Ar»
better sagten heute vor dem Unter
schungskomite des Repräsentanten
hauses aus, daß sie gezwungen wur
den, unter gefährlichen und unfani
tären Verhältnissen für Löhne zu
arbeiten, von denen sie kaum leben
konnten. Das Kontraktsystem war
nach der Ansicht der Zeugen an den
Verhältnissen schuld.. Das Komite
hat beschlossen, nach Calumet zu rei-
jen. mit dort die WeibiuKbtvfata
poi'iu' in der Italian Halle im Zu
sammenhang mit der zwei Tage spä
ter erfolgten Deportation des Prä
Ex-Priester Schmidt m*| sterbe».
sc cm o k, 11. Febr. Der frü«
frere katholische Geistliche Hans
Srimtidt, der unlängst schuldig be
fuii.Vn wurde, die 19 Jahre alte
Är,::a Auiniiller ermordet, ihre Leiche
jertiicfelt und in den Hudson ge
wore,, zu haben, stand heute hier vor
dein Nichter, um sein Urtheil zu emp
fairen. Tiefes lautete dahin, daß
Sdmiiöt in der Woche, die mit dem
23. März beginnt, im elektrischen
Stuhl hingerichtet werden soll. Wäh
re»!' des zweiten Prozesses erklärte
Schmidt wiederholt, daß er nicht die
geringsten Anstrengungen machen
werde, dein elektrischen Stuhl zu eitt
gehen, sondern bereit sei, das Per
brecfy'it, dessen er schuldig sei, durch
seinen Tod zu sühnen. Alphottso G.
Koelble, einer der Vertheidiger
Schmidts, erklärte heute aufs be
stimmteste, daß Schmidt niemals im
elektrischen Stuhle sterben werde. So
sicher und fest ist er in dieser Ansicht,
daß er gestern der Mutter Schmidts,
die in Teutschland angeblich infolge
der Mordthat ihres Sohnes schwer
erkrankt ist, die solgende Kabeidepe
sche zugehen ließ: „Grämen Sie sich
nicht! Ihr Sohn wird niemals im
elektrischen Stuhl sterben."
Senator Gore verdächtigt.
O k a o a i y k v 1 2
Febr. Frau Minnie Bond, die den
blinden Bnndesseimtor Thomas
Gore von Oklahoma auf $50.00«
Schadenersatz verklagt hat. weil er
sie angeblich in dem Zimmer eines
Washingtoner Hotels zu vergewalti
gen suchte, betrat heute den Zeugen
stand und gab ihre Version der Zu
faiumenkunft mit Senator Gore in
Washington zum Besten. Ter Ver
haitdlungviaal war überfüllt mid
unter den Zuhörern befanden sich
viele sensationslüsterne Frauen.
Schlimme Kälte im Osten.
W a s i n o n 1 2 e I
Osten herrschte heute das kälteste Wet
ter des Winters. Tas Thermometer
sank bis 38 (trab unter Zero und in
den nächsten 24 Stunden wird von
Teras her ein Schneesturm erwartet.
Aus Island Falls, Maine, kommt
die Nachricht, daß Albert McLaugh
Ii», ein Farmer von Oakdale, er
fror. Ter Mann fuhr auf seinem
Wagen, fiel infolge der Kälte vom
Kiiticherbocf und starb, bevor ihm
Hülfe gebracht werden konnte.—In
Barre, Vermont, dürfte der Polizist
(Wcorge K. Carle der xtälte erliegen.
Ter Blau rock wurde heute Morgen
mit erfrorenen Armen und Beinen
bewußtlos gefunden. Die Aerzte
glauben nicht, daß er mit dem Leben
davonkommen wird.—In Tatston, in
der Nähe von Ottawa. 111., wurde
Fräulein Antonia Burkhart heute er
froren in ihrem Bett gefunden. Sie
roar seit Samstag nicht gesehen wor
den, und Nachbarn brachen heute die
Thüre ein. Aus Verletzungen, die an
der Leiche gefunden wurden, war er
sichtlich daß Fräulein Burkhart in ei
ner Schwächeanwandlung über ihren
Ofen fiel und Brandwunden davon
trug. Sie schleppte sich dann nach
ihrem Bett und erfror, als das Feuer
ausging.—Tas Wetterbureau hat ei
ite spezielle Warming erlassen. Tie
kalte Welle wird sich von Neu-Eng
land westlich bis zum oberen Missis
sippi-Thal erstrecken.
Epochemachender ««»tausch drahtl,.
skr Depesche«.
N e w Y o k 1 2 e a
lose Zeitungsdepeschen wurden heute
zum ersten Mal zwischen Teutschland
und den Vereinigten Staaten ausge
tauscht, und zwar von der Station
der Atlantic Communication Com
pany in Sayville, L. I. Auf Einla
dung der Gesellschaft sandten fast alle
New Yorker Zeitungen und die Assoc.
Presse Grüße an die Berliner Zeitun
gen. das Wolfffche Nachrichtenbureau,
Kaiser Wilhelm, den amerikanischen
Botschafter James Gerard und Ober
bürgermeister Mermuth von Berlin.
Verschiedene Antworten wurden auf
gefangen, darunter eine von Bot­
ttzcmct.
ichafter Gerard, die folgendermaßen
lautete: „Je mehr Teutschland und
Amerika sich kennen lerne», desto fe
ster wird ihre Freuitdichaft sei». Ter
wundervolle Erfolg der drahtlose»
Verbindung wird ganz besonders da
vi beitragen, das gegenseitige Be
kanntwerden und die Freundschaft zu
vermitteln."
$u i'inciln'« Gedächtnis?.
Ii
deuten der Western Federation of
Ü'iiiu'r?, Charles H. Moner, zu un
ies'mcheit. Unter den Mitgliedern des
llinvriuchtingéaiisidMiHes herrscht
Zuvifel. wie weit sich die Nachforsch'
uii.u'» in dieser Beziehung erstrecken
sollen. C. N. Hilton, der Anwalt der
Weilern Federation of Miners, er
fuckte das Moiiiite heute um eine ge
naue Untersuchung der Deportation
Motvt'v. damit er seine Behauptung
benviieii könne, daß Motter's versai
iuiKiMitäßige Rechte mit Füßen ge
treten wurden.
S i n i e 1 1 1 1 2 e
Auf Lincolns Grab wurden heute an
läßlich der Wiederkehr seines Ge
burtstage* ungezählte frische Blu
men niedergelegt, ein Tribut der Lie
be turd Verehrung, die der große
Staatsmann bei der Nachwelt ge
nießt.
Erschreckende Statistik über Sterblich
keit unter Babir».
W a s i it to if, 12. Febr. In
dem ersten Jahresbericht, welchen
Fräulein Julia C. Lathrop. die an
der Spitze des .Stiiiderbiireaiië der
Bundesregierung steht, heute dem
Präsidenten Wilson erstattete, wendet
sie sich mit einem Appell an die ame
rikanischen Mütter, die Frauen- Ver
einigungen und Alle, die an der so
zisllen Wohlfahrt der Nation Antheil
nehmen, um Unterstützung der Be
firebiingen zur Erhaltung des Le
bens kleiner Kinder. Tie Sterblich
keit unter den kleinen Mindern, heißt
es in dem Bericht ist ein Gegenstand,
welcher gegenwärtig die Aufmerksam
feit der ganzen zivilisirteii Welt aus
sich zieht. Es ist unmöglich, den Pro
zeutsatz der Kinder, welche im frühe
sten Alter sterben,
genau
anzugeben,
weil wir int Gegensatz zu anderen zi
vilisirten Ländern fein allgemeine*
System der Registration der Geburten
besitzen.
Briefkasten der Redaktion.
^IdresTeiigefuche
werden nach dieieiu nicht mehr in Kor
respondenzen aufgenommen, sondern
iinter besonderer Uebcrschrirt, und fiir
jede» Gesuch sind int# 2-r Cents ein
zusenden. Wenn nicht 25 Cents bei
liegen, wird fein Gesuch aufgenom
men. Wir sind zu diesem Schritt
gezwungen, denn in letzter Zeit neh
me» die Gesuche erschreckend überhand
und beschränken den Platz im Blatte.
Mathias Wickenhäuser in Baden
Südrußland.—Ihr Schwager Jakob
Huber in Marie Nord Takota bezahl
te das Blatt fiir Sie auf ein weiteres
Jahr und übermittelt Herzlichen Gruß
an Sie und Schwester. Als Prämie
geht Ihnen der Regensburger Ma
rieii'Malenöer zu.
John Schumacher, Leola, S. D—
Sie zahlten $1.50 voraus und ver
langen das Nohbefieck, am welchem
aber 2' Cents Nachzahlung ill, wie
im Blatte angezeigt. Wir senden Ih
nen das Nähbeüeck, um Ihnen die
Freude nicht zu verderben, und bit
ten um Zusendung der 25 Cents.
Mattn in Briefmarken (Stamp*) ge
sandt werden. Besten Tank!
Wendel in Mauer, Chulor Hek
luanski Südrußland. Mit der über
sandten Photographie kann der Künst
ler nichts anfangen. Tas Bild ist
nicht scharf genug. Können Sie im»
nicht ein besseres senden? Unsere
Ausgaben das Bild für das Blatt
machen zu lassen kommen immerhin
hoch und wir möchten deshalb ein
schlechtes Bild nicht bringen. Ter
...
v
Photograph der ^hr i
tlc nahm fa1
Abonnement» Preise:
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t"" ^«"T Staats«
,u'
Sofiet,
ta.oo da»
^iiot WW«, ia
J.iK) (IK. s) Ii a*
Deutschland
«». .10
Johannes Staus-, in Baden Siid
rnfjlaiid. Herr Balthasar Balm itt
Negina Sask.. Canada bezahlte das
Blatt für Sie auf eitt Jahr und über
mittelt herzliche Grüße. Als Prä
mie geht Ihnen der Regensburg!"
Marien-Kalender zu.
„Ein Leser" in Selz N. „.V u
Mann" in Tevils Lake N T. Un
terschriften nicht genügend. Korre
spondenzen tvaitberten in de» Pa
pierkorb. Wir müssen immer wissen,
wer der Schreiber ist.
Andreas F. Schmidt in New Honte
N. T- Bild unversehrt erhalten. So
bald wir den Holzschnitt erhalte» kön
nen, geht es Ihnen wieder sorgfältig
verpackt zu. Wird mindestens drei
Wochen dauern. Wir werden auch
das zerbrochene Ihnen wieder zustel
len. Freundlichen Gruß!
Paul P. Mehrer. Ticfittfon 91.
Uebersandten Ihnen Nr. 29. de*
Blattes, enthaltend die gewünschte
Auskunft. Zeitung wird Ihnen re
gelmäßig zugeben.
Joseph Mayer, Napoleon N. D.—
Zeitung wurde Ihnen diese Woche ein
weiteres Jahr gutgeschrieben uud
beide Malender haben Sie bekommen.
Somit wäre mm alles in Ordnung.
Michael Nothecker. Orrin N. D.—
Zeitung ivach Argentinien kostet $2
auf Jahr. Sobald der Betrag ge
sandt wird, kann das Blatt abgehen.
Wir bitten aber um genaue Adresse.
I. M. Hilzctideger, Francis, Sask.
Canada. Blatt geht Ihnen seit dem
25. Tezember 1!M3 regelmäßig jede
Woche zu. Wenn Sie es nicht erhal
ten, liegt der Fehler am dortigen
Postamt. Bitte, sehen Sie nach. Die
Zeitung rnnft dort ankommen.
Johanne* Messer, Mount Green
Sask. Canada. -Hl in Papiergeld
richtig erhalten. Besten Tankl
Balthasar Hoffart in Harvey N. T.
--Wir kamen so spät an den Brief,
daß die Sache wohl nun schon vorbei
ist. Wir erhalten so viele Anfragen
und Briefe, daß immer acht bis zehn
Tage vergehe», ehe wir zur Antwort
kommen können. Freundlichen Gruß!
Jakob Brendel in Selz Südruß
land.—Ihr Schivager Andreas Leo
poldus in Harvey N. bezahlte das
Blatt für Sic auf ei» Jahr uud als
'•Urämie geht Ihnen das Nähbefteif
regiitrirt zu. Andreas läßt vielmals
grüßen.
Michael Schmalz in Ponjatowka
Südrußland. Herr Andren® Leo
voldus in Harvey, N. bezahlte das
Blatt fiir Sie auf ein Jahr vnh bittet
Sie, zu forrcii'oiibire». Hvtr Leopol
dus ist ei» Bekannter neu Ihnen in'd
weiß, daß Sie ^iit guter Schreiber
find. Al» weiteres Geschenk geht Ih
nen der Regeiisburger Marienkalen
der zu.
Vesntigt Mageabeschwerde«,
Aase «ad Unverda«lichs?it
Wen» was Sie eben gegessen haben
... .. Ihren Magen versauert, wenn es wie
|prcj
j„ Ihrem Magen liegt, wenn die
schlechte Unien lind das ild 'j1 ^vr' jtPerdmiimg versagt, wenn Sie Gas
schwömmen. Bitten, uns ein bessere-j jai,reg Aufstoßen haben,
zu lendeil, wenn möglich, litten zu ^rfmiindsf. Snhhrpimrti. llnbi'lfeit.
schreiben. Freundlichen Gruß!
Sebastian Reinbold in Kandel
Südrußland. Ihre Korrespondenz
enthält ja nichts als Adressengesuche
und (tiriiße. Gar feine Neuigkeiten.
Wir wollen aber hier kurz die gestich
teil Personen nahmhaft machen. Ge
sucht werden: Johannes von Georg
Weis, soll in Canada sein. -Franz
Schall, von dem berichtet wird, daß er
gestorben sei. Sein Bruder Anton
hätte gerne Ausschluß darüber.—
Nikolaus Bischofs wird gesucht von
Valentin Schmucke!. Zum Schluß
bittet noch Herr Reinbold, sein Sohn
Balthasar möchte ihm das Blatt wie
der auf ein Jahr zahlen. Die Zeit
ist am 13. März 1914 ausgelaufen.
Iafob Kraft in Straßburg Nord
Takota.—Herr Adam Röhrich in
Fairbault, Minn. bezahlte das
Blatt für Sie auf ein Jahr und läßt
grüßen. Als Prämie geht Ihnen die
Sprttngfederscheere zu.
Mathias Röhrich in Straßburg
Südrußland.—Ihr Bruder Georg P.
Röhrich in Marie Nord-Tafota be
zahlte das Blatt für Sie auf yit
weiteres Jahr und läßt herzlich grü
ßen. Als Prämie geht Ihnen der
Regensburg« «arienâlender zu.
chwindel, Sodbrennen. Itcbelfeit,
schlechte» Geschmack im Munde und
Kopsschmerzen verspüre», sönnen Sie
innerhalb fünf Minuten wohlthuende
Erleichterung haben. Macht den Ma
genbeschwerden fiir immer ein Ende,
indem ihr ein 50c Packet Pape'?
Tiapepsin aus irgend einer Apotheke
saust. Innerhalb fünf Minuten wird
es Ihnen klar werden, daß es nutzlos
ist durch Unverdaulichfeit oder an
Magenbeschwerden zu leiden. Es i't
der schnellste und sicherste Magendok
tor auf der Welt. Es wirft Wunder.
ttesncht »erde«:
Erstens—-Guter Melker. ?W*t
Stellung vom 1. April 1911 ab.
Z w e i e n 6- -G n e i n e
inütebatt bewandert, findet dauernde
Stellung.
i e n s u n e u n v e e i
rateter Mann, der mit allen land
wirthschaftlichen Arbeiten, Pferde
zucht und landwirthschaftlichen Ma
schinen vertraut ist, findet dauernde v
Stellung ab 1. April 1914. Deutschen
bevorzugt.
Offerten nebst Gehaltsanspriiche^
erbittet: Eduard Hümmes, Wopetutz
Maza Farm, Station Box 92,
Minneapolis, Rimt. (80-3mt)!

8tt oD für it to Insertion
l*c etc .Sftle fur bit frftf jntrrtism
B« p«r Ztilr für ifbc folgtnbt 3»ltrtien
®ei amtiflMi son AO Zoll nnb be
ruber le*
tt*Ktn tvir
13.00 (ikbl. 4) nach Richland
(Slur flfflrn erdu#br^utjlung)
Georg Werner itt Prairie Bell
Sack, und Frank Mail
el in Krupp
Sask. Canada. Blatt wird n«r ge
gen Vorauszahlung tit* ÄuStané ge
sandt.
a e's i a e si n" k Ii i
kranken, sauren Via«
e n i i n i n u e n

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