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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, March 05, 1914, Image 1

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

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8. Jah»Oa«g
Wochen-Rundschau
Ausland.
Teutschland.
991tw rt, 24. Febr. Per teutsche
Tampfer ..Wildenfels" hak gestern
eis Menschen von dein dänischen Tauv
pfer ..Ckliptika" gerettet, der im Wolf
von Biscaya sank. Ter Kapitän des
Dampfers verlor mit einem Theil
der Mannschaft das Leben. Aus
"mm&Pi
ten ausgedrückt und darauf hinge
wiesen habe, die Vereinigten Staaten
beginge» einen großen Dehler, wenn
sie Huerta nicht anerkennten. Teutsch
land, so wurde im Auswärtigen A title
bekannt gegeben, verhält sich in der
mexikanische» Angelegenheit vollstän
dig reservirt und läßt die Vereinig
ten Staate» bei der Lösung des Prob
lems. den frieden in Mexiko ohne
Intervention wiederherzustellen, voll
ständig in Ruhe. Tie deutsche Re
gierung habe sich, wenn deutsche Bür
ger in Meiiko durch die Zustände i»
Mitleidenschaft gebogen wurden,
direkt an die mexikanische Regierung
gewandt und mehrfach durch Vermit
telung der mexikanischen Konsuln
Genugthuung erlangt.
e i n 2 6 e a s a n
gericht in Elbing, Westpreußen, hat
de» erst dreizehn Jahre alte» Paul
Tetzlaff wegen Todtschlags zu zehn
Jahre Gefängniß verurtheilt. Ter
Junge hatte im Jähzorn die siebe»
Jahre alte Martha Becker erschlage»
und zur Ausführung der That eine
eiserne Stange benutzt.
e i n 2 e Z w ö n
ner wurde» heute bei einer Explosion
in einer große» Anilinfarben-Fabrik
in Ruomtelsberg getödtet und acht
lebensgefährlich verletzt. Tie Explo
fion wurde in ganz Berlin gehört.
400 Arbeiter befanden sich in dem
Gebäude, als sich die Explosion ereig
nete.
e i n 2 6 e A u E s u e n
der Budget Kommisson versprach
heute Reichs Kolonialsekretär Dr.
Sols, die Oelländereien auf Teutsch
Neu-Guinea der Ausbeutung durch
Privatunternehmer zu verschließen,
während Untersuchungen über ihre
Ergiebigkeit und Ausdehnung äuge
stellt würden. Die Kommission be
willigte 500,000 Mark für Vermes
snngen. Dr. Solf sagte, daß alle Ge
sellschaften, die Angebote gemacht hat
ten, die ausschließliche» Rechte der
Ausbeutung zur Bedingung machten.
Tic Regierung sei jedoch dagegen, da
sie mit der Absicht umgehe, die Aus
beutung in eigene Regie zu nehmen.
e i n 2 6 e e i
Reichstag auf Grund der kürzlichen
Zusammenstöße zwischen Zivil und
Militär in Zobern eingebrachte An
trag, der ..Säbelherrschaft" ein Ende
zu machen, hat zu nichts geführt. Es
wurde heute die Erklärung abgege
ben. daß die Spezialkommissio», der
mehrere diesbezügliche Anträge vor
gelegen hatten, aufgelöst worden fei.
Es sollte durchgesetzt werden, daß das
Militär nur auf ausdrückliches Ver
langen der Zivilbehörden einschreite»
dürfe, daß es ferner den Soldaten
nur in Fällen der Nothwehr erlaubt
seilt solle, zur Waffe zu greifen, und
daß die Soldaten den Zivilgerichte»
unterworfen werden sollten.
e i n 2 6 e i i e
theilte Resolution des Geiueinderaths
von Zabertt, wonach die Rückkehr des
Infanterie Regiments No. 99 'dort
nicht gewünscht wird, hat cine be«
»icrkeitswerthe Folge gehabt. Nicht
weniger als sechs elsässische Städte
haben a» die Heeresverwaltung Zu
schrifte» gerichtet, in welchen sie die
Zuteilung des Regiments erbitte».
e i n 2 8 e A i a v o n
Tiederichs hat in der letzten Num
mer der „Marine Rundschau" einen
Artikel von 11,000 Worten veröffent
licht, der eine geHarnische Entgeg
nung auf die von Admiral Tewey
veröffentlichte Tarlegung der „Maui
la Episode" enthält. I» dem Artikel
werden vor allem die Einzelheiten des
Besuchs geschildert, de» Flaggleut
nant von Hintze im Auftrage des
Admirals Diederichs am 10. Juli
1898 dem amerikanischen Admiral
Tewey abstattete. Wörtlich heißt es
i» dem Artikel unter anderem:
„Admiral Tewey redete sich selbst
in Wuth hinein, als er sagte: „Ich
werde jedes Schiff anhalten ganz
gleich welche Flagge es führt. Und
wenn es nicht anhält, werde ich es
boinbardiren lassen. Und das be
deutet Krieg. Wenn Teutschland
Krieg wünscht ." als diese Be
merkung fiel zog Leutnant von Hintze
sich zurück. Ich war unter dem Ein
druck, daß dieser an und für sich un
bedeutende Zwischenfall nur der Zun
der war, der die in Admiral Teweys
Gehirn infolge von Argwohn. Ge
ri'tchten und Zeitungsberichten sich so
lange angesammelten Explosivstoffe
entzündet hatte."
Mo«
Penhagen verlautet, daß die „Cklip
tika" eine Besatzung von 20 Mann
hatte. Nur ein Passagier befand sich
an Bord.
a e n a e n 24. Febr.
Admiral von Tiederichs, der Be
sehlshaber des deutsche» Geschwaders
in der Bucht von Manila zur Zeit
des spanisch amerikanischen Krie
ges, gab heute der „Associirten
Presse" eine ausfnhrlickx' Schilderung
der Vorgänge bei Manila. Seine
Angaben stimmen in vielen Beziehun
gen nicht mit der Erzählung des Ad
miralc- Temen überein, die dieser
kürzlich in seiner Selbstbiographie
veröffentlichte. Ter deutsche Admi
ral sagte, Tewey's Erzählung ent
halte viele Irrthümer, die vielleicht
auf Gedächtnisschwäche oder auf un
richtige Information, die er von Un
tergebene» erhalten habe, zurück,zu
führe» feien. Admiral von TieSc*
richs, ein untersetzter Man» mit
grauem Schnurrbart, sprach sei» Be
dauern darüber aus. das die Manila
Episode der Vergessenheit entrissen
worden sei. „Admiral Tewey und
ich", sagte er, „haben unsere Mißver
ständnisse und Meinungsverschieden,
leiten schon vor längerer Zeit ausge
glichen und seitdem Besuche, Briefe
imi Hesäxnke ausgetauscht. Ich hat
te gehofft, daß die ganze Geschichte
vergesse» sei. Ich war von einigen
Angaben des Admirals Dewey in sei
»er Autobiographie unangenehm
überrascht und hielt es für meine
Pflicht, meine Version der Manila
Tpisode mit Rücksicht auf die Ehre
•meines Landes und meiner Offiziere
zu geben."
a e n a e n 2 5 e
Admiral von Tiederichs liefe wäh
-rend des spanisch amerikanischen
Krieges dem Chef des britischen Ge
schwaders in der Manila Bucht mit
theilen, daß er jeden amerikanischen
Offizier, der ein deutsches Kriegs
schiff betreten würde, um im Auf
trage des Admirals Tewey „das
Schiff zu durchsuchet! und seine
Identität festzustellen" erschießen
werde. Tiese Trohting wurde Ädmi
ral Tewet? hinterbracht und dieser
hütete sich infolgedessen gar sehr,
feine Absicht auszuführen. Ter
deutsche Geschwaderchef sagte, die
Handluitgsweise des Admirals Tewey
sei entschieden unfreundlich gewesen.
Er sandte feinen Flaggoffizier von
Hintze zu Tewey, um formell gegen
das Anhalten des deutschen Kreuzers
„Irene" zu protestiren, dessen Iden
tität man amerikauischerseits feststel
len wollte. Ties, sagte der deutsche
Admiral, sei der Zwischenfall, den
Dewey in seiner Selbst Biographie
unrichtigenveise von dem Kreuzer
„Cormoran" berichte. Ter amen
kanische ilontmanöenr erwiderte, daß
keilt Handels- oder Kriegsschiff feine
Linie passiren dürfe, und sprach die
Abficht aus. einen Offizier an Bord
jedes ausländische» Kriegsschiffes,
das in der Bucht ankomme, zu senden,
um Nachforschungen anzustellen unö
seine Identität festzustellen. Tiefer
Plan versetzte Admiral Tiederichs in
Zorn und er diskutirte die Situation
mit dem britischen Geichwaderchef,
dem er erklärte, er werde jeden Offi
zier niederschießen lasse», der versu
cheti sollte, den Befehl Tewey's auf ei
nem deutsche» Schiff zur Atisführung
zu bringen. Ta fein amerikanischer
Blttff bei dem deutschen Gefchwader
chef nicht zog, änderte Tewey feinen
Plan. Er bestand nur darauf, daß
sich alle fremden Kriegsschiffe bei ih
rer Ankunft anmelden müßten. Nach
der Anmeldung brauchten sie nur noch
ihre Flagge zu zeigen.
e i n 2 5 e Der durch die
Vermittelung des Kaiser? beigelegte
Konflikt zwischen dem Norddeutsche»
Lloyd und der Hamburg-Amerika-Li
nie hat statt des befürchteten Raten
krieges eine gewaltige Allianz ge
bracht. Wie heute besannt gegeben
wurde, haben die beiden Tampferge
sellschaften eine Interessengemein
schaft geschlossen, die sich auf 75 Jahre
erstreckt.
e i n 26. Febr. Das deutsche
Auswärtige Amt dementirte heute
ein von der gelben Presse in Ameri
ka verbreitetes Weriicht, daß Teutsch
land dem Washingtoner Staatsde
partement seine Mißbilligung der
WLxikamjcheA Politik des Präsiden.
Englrnck.
0 nd 0 n, 24. Febr. Die Kamps
Suffragette Phyllis Brady wurde
heute wegen Brandstiftung zu 18
Monaten Gefängniß bei harter Ar
bett verurtheilt, obgleich die Jury sie
der Milde des Richters empfohlen
hatte, da sie von älteren Gesinnungs
ß^WAnueu, vttjührt word«» wax.
''"gr
•Sfc!5t5r«s^p.
Bismarck, «ord Dakota, Donnerstag,»,«
o n o n 2 6 e i e s e i
bare Suffragette Zelie Emerson von
Jackson, Michigan, mag aus Eng
land deportirt werden, falls sie den
Behörden weitere Schivierigkeiten
macht. Reginald McMeitna, Sekre
tor des Innern, machte diese Mit
theilung heute im Haitie der ©entei
lte», nachdem die Frage der Depor
tation des Stimmweibes anfgewor
ft* worden war.
Oesterreich-Ungarn.
W i e n 2 3 e V o e
Schwurgericht hat der sensationelle
Enthüllungen versprechende Spio^
nage-Prozeß gegen die Brüder Alex,
iind Eadomil Iandric begonnen, die
als Offiziere der K. u. K. Armee den
schmählichsten Verrath im Interesse
Rußlands verübt haben. Tie Ver
handlungen werden mit tun so grö
ßerer Spannung verfolgt als Cado
mil eilt intimer Freund des Sohnes
des Generalstabs Chefs, General d.
Inf. Freiherr Conrad v. Hötzendorf.
war, der gleichzeitig mit ihm die
Kriegsschule besucht und auf dessen
Verwendung er mit besonders wich
tigcii Arbeiten betraut worden war,
wozu ihn seilte ausgezeichneten Fä
higkeiten geeignet erscheinen ließen.
Tie Anklageschrift stellt fest, daß die
Beiden in ihrer Wohnung wieder
holt den Militär Attache der rus
sischen Botschaft in Wien empfingen.
Erwiesen ist, daß sie zahlreiche mili
tärische Geheimnisse auslieferten und
in kurzer Zeit für ihre Tienstc die
Summe von zwanzigtaitsend Kronen
erhielten. In welchem umfangrei
chen Maße die Brüder die Spionage
betrieben haben, geht daraus hervor,
daß aus ihrer Wohnung mehrere
Koffer mit Plätten, Aufzeichnungen
tt»d Karten weggeführt wurden.
W i e n 2 5 e i S a n n u n
sieht man in militärischen Kreisen
de» großen General Kriegsspielen
entgegen, welche morgen ihren An
sang nehmen sollen. Tiefe Kriegs
spiele sollen heuer in besonders gro
ßem Umfang stattfinden, da es gilt,
verschiedene militärische Probleme
zu lösen, wie sie sich aus den letzten
Balkankriegen ergeben haben. Ter
Erzherzog-Thronfolger Franz Ferdi
nand als Chef der gestimmten Wehr
macht des Landes hat die Oberlei
tung in Händen, lieber fünfzig Ge
nerale sind zu dem Kriegsspiel ab
kommandirt. Als Operationsfelder
sind der Nordosten und der Südosten
des Landes ausersehen.
W i e n 2 e e e u s e
National Verband erklärt öffentlich,
daß der Ausgleich in Böhmen abfo
litt nothwendig fei, und fordert die
deutschen Parteien auf, unter Zurück
stellung ihrer Sonderinteresfen an
de» Verhandlungen theilzunehmen.
Jit politischen Kreisen wird ange
nommen, daß man cc bei der Erklä
rung mit vom Ministerpräsidenten
Wrofi'ii Stürgkh bestellter Arbeit zu
thun hat, und hält sie für einflußlos.
W i e n 2 6 e I i e s i e n
Allgemeinen Krankenhause verschluck
te heute eine die an Krebs lei
det. bei der Behandlung eine Phiole
mit Radium im Werthe von 15,000
Kronen. Ta die rasche Zerstörung
der inneren Organe der Patientin
durch das Radium zu befürchten war.
wurde zu sofortigen Oeffnung des
Magens geschritten. D« LtzWtt»tion
verlief erfolgreich.
Der Winter kommt mit Brause«.
i a o 2 3 e e ge
strige Tag brachte für einen großen
Theil des Mittelroeftens das schlimm
ste Wetter des ganzen Winters, das
auch unvermindert anhielt. In
Missouri, Iowa, Mittel- und Süd
Illinois. Kansas, Nebraska, India
na und Ohio war ei» schwerer Schnee
fall, der von scharfem Winde begleitet
wurde, zu verzeichnen. Ueberall, be
sonders aber südlich und westlich von
hier wurden Telegraphen- und Tele
phonlinien außer Betrieb gesetzt und
der Eisenbahnverkehr erlitt erhebliche
törungen.
Amerikanischer Bürger toon Föderale«
hingerichtet.
a e o e 2 4 e E e
mente Vergara, ein amerikanischer
Bürger, wurde kürzlich von mexika
Nische»
Föderale» »ach Mexiko ent­
führt und eine» Tag »ach seiner Ge
fangennahme gehängt. Tie Nach
richt kam heute aus Hidalgo in
Mexiko. Ter Befehlshaber der Re
gierungstruppen in Piedras Negras
hatte infolge von Vorstellungen, wel
che
die
amerikanischen Behörden in
dem Falle erhoben, die Freilassung
Vergaras angeordnet. Wie es scheint.
{ftm
i xäkkSjiâM
V
5,
5Hdk»urtHeil gegen Becker nmgesto
sffn.
A a n y N 2 4 e e
ehemalige» Nem porker Polizeih'ut
»ant Charles Becker, der wegen An
stiftung des Mordes des Gliicksspie
lerv Hermann Rosenthal zum Tode
Wiirtheilt wurde, ist heute vom Ap
pclliitiiuiBericht ein neuer Prozeß
bewilligt worden. Tas Appellations
tierniit stieß das Urtheil gegen Becker
mit ii'chS gegen eine Stimme um.
Justice Werner stimmte gegen Be
tuilligiutg einer NeuvcrHandlung.
Tie lodesurtheilc gegen die vier
./Qiiiinten", die Rosenthal das Le
ben?! icht ausbliesen, wurden vom
Appellationsgericht einstimmig bestä
tigt.
Prohibitivnistische Literatur wird
von Hubfon portofrei versandt.
i a el i a. 24. Febr. Dr.
C.
X\
Deutfchainerikanifchen Nationalbnn
des. ist von dem Präfidenten des
Staatsverbandes Ohio, Herrn John
Schwab in Cincinnati, aits den
Mischniuch der Portofreiheit, die
Kongreß Mitgliedern für Zusen
dung von amtlichen Schriftstücken
etc. zusteht, aufmerksam gemacht wor
den. Auch sind ihm Briefumschläge
zugegangen, welche eine» flagrante»
Mißbrauch der Postgesetze darthun.
Kopie» der Reden, welche der Vor
kämpfer der Prohibition im Kongreß.
Re')räienant und Kuscheld Hobfon
von Alabama, gehalten, sind von
Cincinnati au? portofrei versandt
worden. Ta Vorstellungen beim dor
tigen Postainte nichts genützt haben,
wurde die Sache an Dr. Hemmer
verwiesen, der an zuständiger Stelle
gegen die portofreie Versendung von
Prohibitions Literatur eintreten
wird.
Keine amerikanjschen Truppen »ach
Mexik-.
W a s i n o n 2 6 e
sident Wilson gab heute Besuchern
de? Weißen Hauses gegenüber die
Erklärung ab. daß die Entsendung
von Marinesoldaten nach Mexiko
Citn weder direkt durch den ameri
kanischen Geschäftsträger O'Shaugh
neffy. noch indirekt durch diplomati
sche Vertreter irgend eines anderen
Landes mit der Huerta-Rcgierung
hetvrochen worden sei. Die Erklä
rung ist eine Erwiderung auf Prä
sident Hucrta'c' Angabe, er habe der
amerikanischen Regierung die Er
laubniß zur Entsendung von 2000
Marinetruppen zum Schutze der
anierikanifchcn Botschaft verweigert.
Huerta hatte weiter behauptet, er fei
von Washington aus ersucht worden,
die Entsendung von 1000 deutschen,
englischen mid französischen Truppen
nach der mexikanischen Hauptstadt zu
gestatten. Auch dieies Ersuchen ha
be er abschlägig beschieden, da kein
Orund für derartige Lyrsichtsmaß
regeln vorhanden sei.
„Die fliegende Schwadron."
I n i a n a o i s 2 5 e
Um die Prohibition int ganzen Lande
durchzusetzen, hat sich eine Anzahl
Anhänger zusaminengethan. um un
ter dem Namen „Fliegende Schwa
dron von Amerika" den Boden für
das Kommen der Prohibition zu eb
ne». Dies gab heute J. Frank Han ley.
ein ehemaliger Gouverneur von In
diana, der Vorsitzer des Exekutiv-Ko
niites der „Schwadron" ist, bekannt.
Zu denen, die sich um Hanley ge
schart haben, gehören Eugene Chafin,
der zweimal prohibitioniftifchcr Prä
sidentschaftskandidat war Dr. Ira
Landrith von Nashville, Tetm. Clin
ton N. Howard von New ?)orf Da
niel A. Poling, Vize Präsident der
Anti- Saloon Liga, und Frau Har
ris Armour von Georgia. Tie
nzemce.
Mâr, 1914.
SiBa giebt Leiche nicht heran«.
a i i n 2 4 e K o n
Uthmgent George E. Earothers.
der iid) gegenwärtig in Juarez auf
telegraphirte Staatssekretär
Bmar, heute Abend, General Villa^
Hotv ihn benachrichtigt, daß er den
Leici'ii.tin des Schotten William S.
Bento, vorläufig nicht herausgeben
toeriv Er werde die Leiche jedoch
spiiu'i att die Vereinigten Staaten
auyik'tvrii und zu gleicher }eit eine
jöiiiüliche Erklärung über Benton's
veröffentlichen.
lichen Koste», von denen die Redner,
Sänger. Lokalmiethen etc. bezahlt
werden tollen, werden auf $200,000
angeschlagen, die man durch Suk
ffription aufzutreiben hofft.
(fbemolige Indiansr-i'äitbrreten für
immer troefrfte« Gebiet.
W a s i n 0 n 2 i e a s
Recht der Bundesregierung, 400,000
Aifer der alten Yankton Indianer
Reservation in Siid-Takota. die kürz
lich der Bcficdehiitg erschlossen wur
de, zu einem „trockenen" Gebiet zu
machen (in welchem feine geistigen
Getränke verkauft werden dürfen), ist
durch das Biuidesobergericht ausrecht
erhalten worden, indem der Gerichts
hof die Schuldigbefindung und Be
strafung S. B. Penin'ö. der in einer
Apotheke jii Tante, Siid-Takota, gei
stige Getränke verkauft hatte, bestä
tigte. Man betrachtet die Entschei
dung als maßgebend für alle Fälle,
in welchen Indianerläiidereien unter
der Bedingung, daß dort geistige Ge
tränke nicht verkauft werden dürfen,
der Befiedelung erschlossen worden
sind.
Hnrrta soll Schuldige bestrafen.
W a 1) i n 0 n, 27. Februar.
Staatssekretär Bryan kündigte Heute
Abend an, daß die amerikanische Re
gierung Huerta aufgefordert habe,
die Personen, ttvlche für die Hinrich
tung des amerikanischen Bürgers
Elemente Vergara bei Hidalgo.
Mexiko, verantwortlich seien, zu be
strafen. Tie Aufforderung folgte
einer Kabinettssitzung. i» der die
mexikanische Lage eingehend erörtert
wurde. Eine Tepesche des Konsuls
Marion Letcher in Chihuahua wurde
verlesen, in der ev hieß, daß Gene
ral Francisco Villa die Erlaubniß
zu einer genauen ärztlichen Unter
suchung der Leiche des britischen Bür
gers William S. Benton gegeben
habe Tie Leiche befindet sich in der
Stadt Chihuahua.
Bereinfachnng de» Gerichtswesen«.
W a s i n o n 27. Febr. Ein
Appell für die Vereinfachung der Ge
rickstsprozedur zwecks Erleichterung
und Beschleunigung der Rechtspflege
wurde heute dem Iustizkoiuitc des
Hauses von einer Tclegatum besonn
ter Anwälte mit ErPräsident last an
der Spitze vorgelegt. Als Präsident
derAnierica» Bar Association erklärte
Herr Taft, die Anwälte der Vereinig
ten Staate» seien übereinstimmend
der Anficht, daß die Prozeßordnung
aller Gerichte, der Bundes- und
Staatsgerichte, vereintacht werden
sollte. Herr Taft empfahl die An
nähme einer von Repräsentant Clay
ton, dem Vorsitzer des Iustizkomites,
eingereichten Vorlage.
Klagen, daß Packetpoß Üv Geschäft
empfindlich schädige.
W a s i n o n 2 7 e u a
Eine Delegation der ..Expreßnieii's
League" von Boston hat dein Senats
somite fiir Postangelegerheiten vor
gestellt, daß die Packetpost die kleine
Bnrlefen siegt.
W a s i n o n 2 7 e A e
Versuche, die Befugnisse des General
Postmeisters
mit Bezug auf Aende
rung der Wewichte, Rate» und Zo
nen im Packetpostbienst einzuschrän
ken, schlugen heute im Senat wäh
rend der Berathung der Postbewilli
gimgsvorlage fehl. Ein Amendement
zu der Bill, die das Haus bereits paf
firt hat, nach dem dcrWeneralpostmci
Iter nicht befugt sein sollte, derartige
Aenderungen vorzunehmen, wurde
mit 33 gegen 24 Stimmen abgelehnt.
Dentfche Pittsburg» versuchen, dem
Fanatismn» entgegen zn wirken.
i s u a 2 8 e
Seitens des hiesigen Deutschthums
und liberalen Elements im allgemei
nen wird gegenwärtig wacker gearbei
tet, um gegen die von allen Seiten
drohenden Gewitterwolken des Fana
tismus und des Unverstandes eine
Schlitzwehr zu errichten. Komitee des
Allegheny County Zweiges und des
„fliegende Schwadron" erklärt in'Staatsoerbandes des Teutschamerika
ihrem Prospekt, daß die keine Par
tei noch irgendwelche Soyderinteres
fen vertritt, sondern einzig und allein
fiir nationale Prohibition ins Zeug
gehen will. Um ihren Zweck zu errei
chen, will die Schwadron schnell durch
das Land reifen und in allen grö
ßeren Städten und den Hauptstädte»
der einzelnen Staaten eine bliyartige
Propaganda siir die Trockenlegung
je* äaatai machen. Die cr(«6«i
Nischen Zentralbundes sind eifrig mit
de» Vorarbeiten zu de» nächsten Wah
len beschäftigt, um dafür zu sorgen,
daß nur liberale Kandidaten für die
Staats Legislatur die Stimmen
deutscher Männer und deren Freunde
erhalten.
Abonnirt auf den StoatS-Anzeiger,
die tonangebende deutsche Zeitung
-"«fei .1
«bo»»,me«t».Preis«:
orical Socf^'
|9 o da» Iadr n.i^ da
'Vi iM s) „ach TiuitMiionb
•'2.»hi (Ki'1. 4) nudi :h'iiiiluiih
(5J«r flfjii-n Poraus^zahlungj
«». St
Briefkasten der Redaktion.
Michael Götz tu RoOcoe S
Brief erhalten. Schon gut.
Ferdinand P. Schmidt tu Mann
heim Südrußland Herr ètaniv
laus Ubrich in Roscoe Süd- Lakoia
bezahlte das Blatt auf ein Jahr für
Sie und liißt vielmals grüßen. Ais
weiteres Geschenf schicke» mir Ihnen
den Lahrer Hinkender Bote
Jakob 'Schäfer in Kandel Siidruß
Imid. Ihr Engelkind Alonfins Vet
ter in Salvador Sask.. 15au. bezahl
te das Blatt fiir Sie auf weitere 10
Monate und laßt herzlich grüßen.
Romanus Treßler in Kraßna Ziüd
iiißland. Herr Lorenz Löh in
Raleigh Nord-Dakota bezahlte das
Blatt fiir Sie auf ein Jahr und läßt
freundlichst grüßen. Als weiteres
Geschenk geht Ihne»» der Pfriemen zu.
Adolf Jesse in Dennewitz Südruß
land. Tie Herren Johann Haag in
Fredonia N T. und Jakob Gut
schinidt in Wackle N. D. bezahlten ge
meinschaftlich fiir Sie diese Zeitung
auf ein Jahr und lassen vielmals grü
ßen. Ihre Freunde bestehen daraus,
daß Sie auch ab und zu Korrespon
denzen an den Staats Anzeiger ein
senden und ihnen Neuigkeiten aus
der Heimath übermitteln Als wei
teres Geschenk geht Ihnen der Lahrer
Hinkender Bote Kalender auf 1914
zu.
Joseph Ries in Schulz Sask.. Ca
nada und andere Leser: ^Fortwäh
rend erhalten wir Anfragen ob wir
gesandte Beträge erhalten haben. Wir
können unmöglich im Blatte über
jeden Betrag guittiren. Das ge
schieht mir. wenn zufällig der Geld
sendung eine Korrespondenz briliegt
Jeder Leser kann gleich sehen, ob der
Betrag uns zukam, wenn er dem Da
tum hinter seinem Namen Beachtung
schenkt. Da» ist die denkbar beste
Oiüttung Wir bitten also, stets den
Ncmicnstrcifcn auf dem Blatte zu be
achten, wenn mau Geld eingesandt
hat. Er erzählt die ganze Wvschichte
Vltn besten schickt man Postanweisung,
oder das Geld in eingeschriebenem
Brief, wenn Postanweisungen nicht
zu haben sind. Es gehen uns jähr
lichTausende Postanweisungen. Bans
drafts und eingeschriebene Brief zu
und wunderselten paffirt es. daß et
was verloren geht. Bei eingejchrie
bettelt Briefen ist es einfach unmög
lich und hei Postanweisungen und
Bankdrafts bekommt man Quit
tung von der Post oder von der
'Bank. Der Einsender ist vor jedem
Verlust geschützt, tvctin er so üklü
einschickt.
Joe Wald in Collyer Kansas.—8#»
richte sind uns ftetv willkommen.
Iroti aller Mnhuunge» gehen uns
noch immer lange Geschichten zu, die
wir jetzt nicht gebrauchen sonnen. Wir
bitten, davon abzulassen, denn wir
können diese bei dem '.Indrang von
wichtigeren Korrespondenzen nicht
bringen. Wer nicht? Neues weiß,
schreibe nicht. Wir bcfvmmvit geiu'it
reit Erpreßleiite aus dem Weichiift 1400 itorrefpoitiienzen di.' y.'-odv, von
vertreibe und das ganze Erpreßge- idenen inur iioo in Ten Papierkorb
schüft ruiiiireit werde, wenn nicht dein wandern, lucil Ii: nichts ^cues ui'.J»
(Meneralpoftmeiftcr die Befugnis! ent
zogen werde, das Gewicht von Packe
ten, die befördert werden müssen, be
liebig zu erhöhen.
nur Grüße und so weiter enthalten.
I Joseph Hirsch, Krupp Sask.. Ca
nada. Ädrcssengesucht kosten je 25
!(5c»ts.—Taß in Nr. 25 ein Schuwiak
Ihren Namen unter zeichnete und
über Hochzeiten berichtete, die gar
»'nicht stattfanden würfe bereite be
richtet.
John A. Grünsteiner in Bismarck.
N. D. Das Eingesandt enthält rein
persönliche fachen und. da wir ge
rade jetzt ungemein mit anderen Be
richten überhäuft sind, könne» wir
dasselbe vor der Hand nicht bearbei
ten.
Phil. Zacher in Brisbane N. D.—
Bericht enthält nichts als Grüße und
Adrefscitgesttche. Letztere kosten 25
Cents das Stück. Bitte, berichten Sie
uns Neuigkeiten, die stets gern auf
genommen werden.
Frau Franz Feist jung in Bantry
N. D. Zehn Gebote für Männer
wohl erhalten. Gewiß haben Sie
recht, und diese werden auch im Blatte
erscheinen, sobald der Andrang ande
rer Korrespondenzen etwas nachläßt.
(besucht wird:—Junger utwerhei
ratheter Mann, der mit allen land
wirthschaftlichen Arbeiten, Pferde
zucht und landwirtschaftlichen Ma
schinen vertraut ist, findet dauernde
Stellung ab 1. April 1914. Teutscher
bevorzugt.
Offerten nebst Gehaltsansprüche
erbittet: (fbnnrb Hümmes, Wopetu
Maza Farm, Station F. Box 92,
Minneapoll?, Minn. (30-3mI)
Jmportirte Bucher und Zeitschrif«
.je» im gtaftü-enaria«.
rl
'v
4 1=

Hera Itter, der Präsident des

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