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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, March 19, 1914, Image 1

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'4^V^«er^
U. A«tzr«»«»
Wochen-Rundfchan
U»sla«».
Deels
diloitd.
e i n 9 z i e U
triebe der Werber für die französische
Fremdenlegion erregen neuerdings
wieder den stärksten Unwillen, und
allgemein wird die unnachsichtige
Verfolgung der Schuldigen gefordert.
Welchen Umfang das Unwesen an
genommen hat, erhellt aus Arier Mit
theilung des „Verbandes gegen die
Fremdenlegion." 'Darnach sind im
Perlauf des Februar allein in Süd
deutschland zwanzig Verschleppungen
jugendlicher Personen über die
Grenze festgestellt worden.
a u 1 0 z o
admiral Prinz Heinrich von Preußen
und Prinzessin Irene haben beute
auf dem neuen Dampfer der Ham
burg-Amerika Vinte „Kap Trafal
gar" ihre Reise nach Süd-Amerika
angetreten.
V e i n 1 0 S a z i e e u
sche Artillerie ist die beste der Welt,
erklärte heute LdriegSminister Erich
von Falfenbatm, indem er ein gestern
in München ausgetauchtes Gerücht
dementirte, daß demnächst im Reichs
tag eine Porlage zur Neubewafning
der Artillerie mit einem Konenauf
wände von $125,000,000 eingereicht
werden solle. Der Kriegsminister er
klärte, das Gerücht sei vollständig
aus der Luft gegriffen.
e i n 11. März. Die Rhein
gau und Süddeutschland werden wie
der von schweren Ueberfchwemmungen
heimgesucht. Da infolge der mannen
Witterung der Schnee aus den Bergen
zu rasch schmilzt, haben sich die Flüsse
und Bäche in weit über die llfer ge
tretene reißende Ströme verwandelt.
Entlang dem mittlern Xiaiirc de?
Rheins, sowie in Baden, Württem
berg und besonders in Hanern stehen
ganze Thäler unter Wasser.
e i n V i z V o n n o
nid)t eingesangenen Pandalen ist in
letzter Nacht eine Denkmalfchändung
veriibt worden, die allgemeine Ent
ryftung erregt. Als heute der Tag
anbrach, leuchtete den Passanten vom
Sockel des Waiter Friedrich Tens
mals in Charlottenburg in riefigen,
grell rothe« Buchstaben die Inidirift
„Rothe Woche" entgegen. Die Be'
sudelung des Denkmals ist offenbar
ein Akt der Rache dafür, dab der Po
lizcipräsident v. Iagow in den letzten
Tagen wiederholt von den Vitsah
faulen Plakate abreißen lies welche
den bevorstehenden sozialdemokrati
schen Parteikoiivent und Versamm
lungen der Umsturzpartei ankündig
ten. Da die sozialistischen Vandalen
zu ihrer That Anilinfarbe benutzten,
ist es fraglich, ob ihre Sudelei ent
fernt werden kann und es wird be
fürchtet. daß das Denkmal mit großen
Kosten umgebaut werben muß. Für
die Ergreifung der Verüber des Bu
beiu'trciches ist von Polizeipräsident
eine Belohnung von 400(1 Mark aus
gesetzt worden.
e i n i Z w e i k e
.WMer Offizieren der deutschen Armee
totirbcn heute im Reichstag von
Kriegsminister Erich von Falkenhann
warm vertheidigt. Der Kriegsmini
fter beantwortete eine Interpellation
über ein Duell, das am 21. Februar
zwischen zivei Offizieren in Metz aus
gefochten wurde und bei dem Vent
nant Haage den Tod fand. Der
Kriegsminister sagte, das Duell sei
eine Nothwendigkeit in der Offiziers
käste. Er erklärte, daß es sein Be
streben sei. die Zahl der Duelle in
der deutschen Armee zu vermindern,
nicht aber das Duell als solches abzu
schaffen.
e i n 1 3 z E i n v e e e
renden Brand bat das im fchlesifchen
Regierungsbezirk Liegnitz liegende
Tors Salisch heimgesucht. Bei den
ungenügenden Löschvorrichtungen u.
dem vorherrschenden heftigen Winde
griffen die Flammen immer weiter
um sich. Ehe die Feuerwehr, welche
aus der Nachbarschaft Verstärkungen
erhalten hatte, des Brandes Herr
werden konnte, war ein Dorf beinahe
vollständig eingeäschert worden.
Jolisch zählt nutd 330 Einwohner.
3? e I
i n, 13. März. Laut Mel
ting aus Strasburg werden dort an
Wlich des bevorstehenden Abschieds
des Grafen Wedel, Statthalters von
Mwß-Lothringen. große Kundgebun
gen vorbereitet. Zweihundert Vereine
nehmen an einem Fackelzug theil,
welcher dem Grafen gebracht werden
foil. Nicht weniger als zwölftausend
Personen werden Fackeln tragen.
^Jfcich wird eine große Adresse über
V Mcht werden.
i e i n 1 3 z e r
germeister SetttiBofd von Brückenau
MHHMIP!»« WWMS^.
in datiern, der vor längerer Zeit nach
Lerübung großer Betrügereien und
Unterschlagungen floh, ist zurückge
kehrt und hat sich den Behörden ge
stellt. Der ?efraudant erschwindelte,
ehe er das Weite suchte, über eine
halbe Million Mark und verlor das
Geld durch Spekulationen. Seine
Opfer sind lauter kleine Leute, von
denen viele alles verloren haben, was
sie besaßen. Zuletzt, als er keine grö
ßeren Darlehen mehr auszutreiben
vermochte, pumpte er selbst Dienstbo
ten um kleine Beträge an.
e i n 1 z A u s K ö n
Mainz, Karlsruhe und Eisenach lau
ten die heutigen Nachrichten über
einstimmend dabin, daß das Hoch
wafser andauernd und die Lage der
Bevölkerung in den heimgesuchten
Niederungen eine immer bedenkliche
re wird. Im Schwarzwald sind
abermals gewaltige Schneeinassen
niedergegangen. Der eingetretene
Wettersturz dürfte eine weitere Ka
lamität herbeiführen.
Oesterreich Ungar».
ftKfcliiib.
„, SÄSSSWÄ* »pTl'»«..
W i e n I I z V o e i n z u
ständigen Gericht in Lemberg hat
die Verhandlung eines umfassenden
Prozesses wegen Hochverraths ihren
Anfang genommen. Bor den Schran
ken stehen die Journalisten Simon
und Bendasiuk, der orthodore Prie
ster Ignatz Budyma. sowie die
Studenten Wasil und Boldra. Sie
haben sich sämmtlich aus die Beschul
digung zu verantworten, in Galizien
eine aus Losreißung des Kronlands
von der Monarchie abzielende allge
meine und persönliche Thätigkeit ent
wickelt zn haben.
W i e n 1 2 a z E i n e n s e s
Vorkommnis an der südlichen Grenze
macht augenblicklich viel von sich reden
und wird namentlich mit Rücksicht
aus die einer Besserung recht bediirrti
gen Beziehungen zu Rußland eifrig
besprochen. Ein amtlicher Bericht
meldet darüber im wesentlichen sol
gendes: Die Montenegriner verhin
derten einen (tenbarinen am Betreten
des halbboeniicheit, halbmontenegrini
schen Dorfes Metalka und besetzten
dann das bosnische Wachhaus. Dar
auf wurden einem Zug Grenzjäger
befohlen, vorzugehen. Es entspann
sich ein Feuergefecht. Die Montene
griiter wurden vertrieben, ihrer zwei
getöbtet, meljrere verwundet und zwei
gefangen.
I e k a e i n o s a v 8 a z
Dem Leichtsinn eines Kameraden sind
•23 (Grubenarbeiter in einem hiesigen
Bergwerk zum Opfer gefallen. Sie
wurden durch eine Gasexplosion ge
tödtet. Der Mann, der die Stataitro
phe verschuldete, öffnete in dem mit
Gas gefüllten Stollen seine Sicher
heitslampe. um sich eine Zigarette an
mzünden. Die Erplosion war die
Folge.
e e s u 8 z W i e
in informirten Kreisen verlautet,
gebt Finnland auf# Neue schweren
Tagen entgegen. Es soll definitiv
der Beschluß gefaßt worden sein,
wenn der Landtag die Ausführung
der Ukase des Zaren ablehnt und bei
seinem passiven Widerstand verharrt,
den Landtag auszulösen und zwei
Schütze::- sowie zwei Kosakenregi-
meiiter nach Finnland zu verlegen,
denen Ende April eine ganze Di
vision folgen soll. Die Truppen
sollen alsdann für immer inFinnland
bleiben, und zwar unter gleichzeiti
ger VerHängung des Kriegszustan
des. Die Verlegung russischen Mili
tary nach Finnland wird zwar mit
der Befürchtung von Unruhen moti
Dirt, hängt jedoch mehr mit der im
mer fortschreitenden gegen Teutsch
land gerichteten Beseitigung der
sinnländischen Küsten zusammen. Bei
der VerHängung des Kriegszustan
des über Finnland soll die lokale Po
lizei abgeschafft und durch russische
Gendarmerie ersetzt werden.
S e e s u 1 1 z
Die russische Regierung gab heute be
sannt, daß sie beschlossen hat, derEin
ladung der Ver. Staaten zur Theil
nähme an der 1915 zur Feier der Er
öffnung des Panamakanals in
Hampton Roads stattfindenden Flot
tenschau Folge zu leisten. Die Ka
men der Schiffe, die zur Theilnahme
ausersehen sind, werden später be
kannt gemacht werden.
6»gl«eb.
o n o n 8 z e i s ö
mendem Regen balgten sich die streit
baren Suffragetten heute auf dem
Trafalgar Square wieder einmal
mit der Polizei herum. Den Anlaß
für die Schlägerei bildete die sechste
Verhaftung Sylvia Pankhnrt't's un
ter dem „Katze und Maus"-Gesetz.
Außer Frl. Pankhurst wurde« sieben
Frauen und drei Männer in Gewahr
sam genommen. Unter den Verhaf
teten befindet sich auch die Amerika
nerin Zelie Emerson aus Jackson.
Michigan, die infolge ihrer wieder
holten Theilnahme an Suffragetten
Demonstrationen deportirt werden
mag. Die streitbare Zelie ist schon
mehrfach mit der Londoner Polizei
in Konflikt gekommen und am 2(1.
Februar erklärte der Sekretär des
Innern. McMeiuta, im Hanse der
Gemeinen, daß zur Deportation der
Emerson geschritten werden möge,
falls sie sich weiterer Strafthaten
schuldig mache die sie als unwün
ichenswerthe Ausländerin erscheinen
ließen.
o n o n 1 0 z a u E
incline Pankhurst ist im Holloway
Gefängniß wieder einmal an den
Hungerstreik gegangen und hofft zu
versichtlich, daß es ihr unter dem
„Katze und Maus"-Gesetz gelingen
wird, in einigen Tagen ihre Freiheit
wieder zu erlangen.
o n o n 1 4 z a u E
incline Pankhurst, die bekannte
Darups susfragette Englands, wurde
heute aus dem Hollowayâfängniß
entlassen, weil sie sich beharrlich wei
gerte, Nahrungsmittel zu fich zu neh
men.
Italien.
o in, 9. März Maoaleric spreng
te heute in den Straßen von Rom
Ansammlungen turbulenter Streiker
auseinander und verwundete mehrere
Demonstranten. Die Kavallerie wur
de infolge von Zusammenstößen zwi
schen den Ausständigen und der Po
lizei zum Eingreifen gezwungen,
nachdem auf der Piazza del Populo
eine gewaltige Demonstration statt
gefunden hatte. Bei dem Krawall
wurden eine größere Anzahl von Po
lizisten und Streikern schwer verletzt.
Auf der Piazza del Popuio wurde
eine Versammlung von 100,000
Streiken? abgehalten. Heute be
gann der Generalstreik, welchen die
Arbeiterschaft von Rom inszenirt Hot,
um eine Reorganisation des öffent
liehen Hoipitaldiemtes zum Besten
der arbeitenden Mlassen zu erzwin
gen. Bei der Versammlung wurden
von verschiedenen Tribünen aus feil
rige Reden gehalten, welche die
Menge in ungeheure Aufregung ver
setzten.
o m. 10. März. Das entschlos
seite Eingreifen des Militärs und der
Polizei bei den Unruhen, die sich
während des Generalstreiks in Rom
ereigneten, hat die Arbeiterführer zu
der Ueberzeugung gebracht, daß es
besser ist. die Arbeit wieder aufzuneh
men. Tiesei Beschluß wurde heute
gefaßt.
A«»««».
Prohibition «ndvrchfihrbar.
N e w o k 7 z N a e i
ner Erklärung, die Kardinal Gib
bons der sich zur Zeit bei seinem
Bruder, John T. Gibbons, in New
2)ork zum Besuch aufhält, heute ab
gab, kann Prohibition niemals in
einem christlichen Lande durchgeführt
werden. „Wenn ich auch", sagte er,
„der Mäßigkeit entschieden das Wort
rede, bin ich fest überzeugt, daß sich
Prohibition in diesem Lande nicht
Lurchsetzen läßt. Sie ist nur darauf
angelegt. Heuchler ans den Menschen
zu machen und zur Fabrikation von
Whiskey auf ungesetzlichem Wege zu
verleiten, wobei an Stelle des guten
Getränkes schlechter Wbisketi koin
men und zugleich die Regierung um
ihre legitime Steuer gebracht werden
würde."
FettrrbimeB fordert Opfer
S t. o u i s. Mo.. 9. März. Heute
morgen um etwa 2 Uhr brach in dein
^stockigen Gebäude des „Missouri
Athletic Club" an Washington Ave.,
zwischen Broadway und Vierter Str.,
ein Feuer aus, das nach den letzten
Berichten das ganze Gebäude in
Asche legte und auch.Opfer an Men
schenleben forderte. Etwa dreizehn
Personen, die in dem Klubhause
wohnten, haben angeblich ihr Leben
eingebüßt. Drei Leichen von Opfern
fand man auf dem £traßenpflatter in
der unmittelbaren Nähe des brennen
den Gebäudes. Die Unglücklichen sind
wahrscheinlich in der ersten Aufre
gung durch die Fenster ihrer im ober
sten, also achten Stockwerk gelegenen
Zimmer gesprungen. Eine halbe
Stunde, nachdem das Feuer ausge
brochen war. stürzte das Dach des
mächtigen Gebäudes ein. Eine so
fort eingeleitete Untersuchung hat er
geben, dâß das Feuer in dem großen
Speisesaal im dritten Stockwerk aus
brach und mit fast unglaublicher
Schnelligkeit um fich griff, so daß an
eine Rettung 5ere», die in Heii beide»
olv'.'n Stockwerken .{immer inne hat
ten, in du zu denken war. Unter den
Fliinimviiopfcrn befinde» sich einige
der bekanntesten und erfolgirichiteu
tteicbortsleiitc der Stadt.
Die erste RegiernnA-bahn.
W a I Ii i n o n, 10 März Die
Alaska Bahnbill, welche de» Bau ei
ner 1000 Meilen langen Regierung«
fivnl'iibit mit einem Kostenaufwand
tooi: $.15,000,000 vorsieht
Die Zahl wachst
St. Lou i s, Mo.. 11. März.
Nach den letzten Berichten sind bei
dem Brandt des Gebäudes des „Mis
souri Athletic Eliib" anscheinend 4i)
Personen umgekommen. Die Leichen
von zehn Opfern der Katastrophe hat
man bereits gesunden, und 35» Per
sonen werden noch vermißt. Von den
gebundenen zehn Leichen sind nur 8
identisizirt worden. Die anderen
widen waren so schrecklich verbrannt,
daß sie nicht erkennbar waren. Ans
Befehl des Bürgermeister? Kiel sollen
100 Arbeiter zum Durchsuchen der
Brandruinen gedungen werden. Erst
diesen wird es wahrscheinlich gelin
gen. die Leichen der noch Vermißten
zu finden.
Reer Lobby-Untersuchung.
W a s i n o n 1 2 z Die
Wiederausnahme der Lobby Unter
suchung des Senats scheint den
Schluß zuzulassen, daß sich in Wash
iiigton ortiaiiifirte Opposition gegen
den von Präsident Wilson gemütlich
teil Widerruf der Freiflauiel der Ka
nalakte geltend macht. Das Lobby
lluterinchungskomite vernahm heute
den Washingtoner Anwalt Elarence
W. DeXlnight. der zugab, für die
Befreiung der amerikanischen Küsten
fahrer von den Kaiialgebühren thä
tig gewesen zu sein, als die Maital
aktc dein Kongreß vorlag. Er be
itritt jedoch, Kenntniß von Versuchen
zn haben, den Widerruf der Frei
klausel durch lobbyistifche Thätigkeit
zu verhindern.
Brand on Portland's Haft«front.
o a n e e n 1 2 z
Portland's Hatenfroitt tuur^e heute
von einein der schlimmsten Brände
in den Annalen der Stadt heimge
sucht. Zwei riesige Getreidedocks, die
mit Weizen beladen waren, gingen
iii Flammen auf und zwei große
Schisse wurden so stark beschädigt,
daß sie wahrscheinlich nicht wieder ge
braucht iverden können. Zwöl' Ge
bäude wurden beschädigt. Der Ma
terialschaden beläuft sich auf eine Mil
lion Dollars. Zwei große Werften.
Columbia No. 2 und Montgomery
No. 1, sind nur noch verkohlte Pfähle
und die Dampfer „Glenroy" und
„Erics
et" sind vollständig ausge
brannt. Das Nero ^erry Hotel, ein
dreistöckiges Gebäude an der Ran
dolph und River Straße, wurde be
schädigt. aber die 50 Gäste, die im
tiefen Schlaf lagen, konnten sich ret
ten. Man glaubt, daß das Fortwer
fen eines brennenden Zigorettenstunv
mels das Feuer verursacht.
Kampf begiaat nächste Woche.
W a s i n o n 13. März. Die
Administrationsführer im Hause und
im Senat erwarten nächste Woche
einen heißen, aber schnellen und ent
scheidenden Kampf in Sachen des
Widerrufs der Freiklausel in der Ka
nalakte. Sie sind fest davon über
zeugt, daß Präsident Wilson's Rath
schlag. die Freiklaufel zu widerrufen,
befolgt werden wird.
«last« Bah »bill «esetz.
W a s i n o n 1 2 z
stdent Wilson unterzeichnete heut» die
=u •*fer"
«Niger.
lag
muß
Alaska Kuhlenfelder mit der
.Unite verbinden. Die Auswahl der
Reute und viele andere wichtige Ein
zeltieiten find dem Präsidenten über
lasten. Der Präsident soll entscheiden,
ob Bahnlinien, die bereits in Alas
ka bestehen, als Theile des Regier
ungssysteins angekauft werde» sol
len lind ob die Bahn von der Bun
desregierung betrieben iverden oder
verpachtet werden soll
Alaska Balmbill, meldte ihn zur Ver
ausgabung von $3."),ooo.ooo für den
Bau einer 1000 Meilen langen Eisen
bahn von der Klitte nach dein Innern
Alaskas ermächtigt.
Notorische Giftetikettea-Bill fr
gielatef verworfen.
I ba n y. N. ?). 13. März. „6in
Unglück kommt selten allem.". So
können auch die Zempereiizlcr jetzt
sagen. Nachdem gestern im Accise
ausschnß der Assembly die sämmtli
chen Aeeisevorlagen. die auf Betrei
ben der New Yorker Aiiti calooit
Liga eingebracht worden waren, abge
murkst wurden, folgte heute der Ko
derAusschiiß des unteren Haufee
dem guten Beispiel der Herren vom
Aecitc-Ausichuß und versetzte einer
Maßregel den Todesstoß, auf die Sit
pennteiident William H. Anderson
von der Anti-Saloon Liga, große
Hoffnungen gesetzt hatte die Borlage
Ivel che bestimmte, daß alle Glaser oder
Vk'iüße irgendwelcher Art, die alkoho
lischt' Getränke enthalten, mit einer
Giftetikette versehen werden sollen
ilodtenkops und gekreuzte Knochen).
Diese Bill war das ureigenste Pro
dukt des Herrn Anderson, dessen erste
Arbeit als Superintendent der Vluti
Saloon Liga sich zn einem glänzen
den Fiasko gestaltete. Die Mitglie
der des Koder Ausschusses, au dessen
pitze der Republikaner thorn aus
Buffalo steht, hielte» diese Maßregel
für so hirnverbrannt und dumm, daß
bei der Abstimmung über den An
trag, ob die Maßregel dem Plenum
einberichtet werden soll, auch nicht
eine einzige Stimme zu Gunsten des
heute
Übend zur Unterschrift des Präsiden
ten fertig. Ter Moiiferenzbericht wur
V heute Nachmittag vom Senat mit
42 liegen 27 Stimmen angenom
men. Tas Haus hatte den Konferenz
bericht bereits passirt. Präsident
Wil'on hat die Absicht ausgesprochen,
die Bill zu unterschreiben, sobald sie
Ümt uigeht, und vorläufige Plane für
de» Bau der ersten Regiernngsbahn
find bereits im Departement des in
nern entworfen worden. Sekretär
Lace, ein eifriger Befürworter der
3Ua*faBilI,
ist bereit, mit der Arbeit
zu beginnen, sobald der Präsident die
Erlaubniß
ertheilt Der Annahme
de? Jlonferenzbcrichté im Senat ging
eine lange Debatte voraus. Nach dem
Wortlaut der Bill darf die Eisenbahn
nicht über 1000 Meilen lang werden
und
Antrages fiel. So iit also dieses
Meisterwerk der Intoleranz und des
hirnlosesten Fanatiferthiiiii* todt und
begraben, eine Nachricht, die bei den
leinperenzlern tiefste trailer hervor
rufen dürfte.
Predigt Vielweiberei und geht feiner
Gemeinde mit „gutem Beispiel"
voran.
S e a e Wasfc,' i s z
Ulbert Taiilitroin, Gründer der re
lig'iöseii Sekte „Heliga", die, wie er
behauptet, in den Bereinigten Stoa
ten. gegen 10,000 Anhänger Hat und
der Vielweiberei das Wort redet,
wurde heute der Verletzung der
Mann Akte schuldig befunden, da er
Fräulein Edna Englund aus Taco
lim, Waih., von Fresno in' Ealifor
itieii nach dem Staate Washington
gebracht hat. Auszüge aus seinen
zahlreichen Schritten und Pamphle
te» wurde« gegen den Angeklagten
als Belastungsmaterial verwendet.
Edtia Englund trat gegen Dahlsiroiü
als Zeugt» auf, weil er seine Gunst
ihrer Schwester Hilda zugewandt
hatte. Letztere dagegen trat fiir den
Seelenhirten ein im: behauptete, da?
sie selbst die Fabifarte gekaiif! hai.v,
auf die ihre Schweiler von Fresno
abfuhr. Die Mutter der beide» hüb
schen jungen Mädchen trat oll Zeugin
für die Regierung auf.
War Baptisttnyre^iktr in 5t. Paul.
S t. *i! a Ii I. Minn., Mät
Albeit Dablitrom, der heute in Seat
lie der Verletzung der M.init-Aftv
schuldig befunden wurde, mar Hier
mehrere
x\obre
Paitor an er ichme
Vinten Baptiiienkirche: im Friihialire
l:M2 resignirtr er, um Ci z Paiior
at an einer schwedischen Wirthe in
St. Eloftd, Minn., anzunehmen.
Nach St. Paul kam er von Ehieago.
Wie die Bundesbehörden behaupten.
Hat DaHlstrom, trotzüem er gesetzlich
oerbeiratbet war, mit Ida Rasby von
Iggeltton, Min», in bigamischer Ehe
gelebt. Ida Ras by verlor den Wer
stqnd. als ihr und Dahlüroms Kind
einer Familie in Chicago übergeben
wurde.
Unsres de» Prästdente» D». G. Z-
Hexamer.
Dr. (f. He?amer, der Präsident des
Deutsch Amerikanischen National
blindes, hat geilern folgenden Ausruf
..an alle lifaeralgeiiniiteii Bürger in
den Bereinigten Staaten und an a.'le
Vereinigungen, gleichviel welcher :'ld
jtammung sie sind, an alle Arbeiter
Verbände, kirchliche (Gesellschaften
lind politische 'Bereinigungen aller
Parteien" erlassen, der in deutscher
Ueberjetzung wie folgt lautet: „Wir
kämpfen für ei» Prinzip und nicht für
selbstsüchtige Interesse», wenn wir
uns gegen gewisse dem Kongreß un
terbreitete Vorlagen erklären, welche
ein auf nationale Prohibition hin
zielendes Amendement zurBerfast'nng
der Vereinigten Staaten bezwecken
Unser Ruf wendet sich daher an
jeden liberalgesinnten amerikanischen
Bürger, gleichviel welchem Volke er
entstammt, welchen Glauben er hat
und welcher politischen Partei er an
gehört, der «*t ëqpm #e» äWWS**
VMNUfmraliifrfiVft
1.160 da« Jahr in ben Wtr Sleet«
N»4 liiltilt
\""1 ^olft nach ttunubu
toiieji
Sic «.fy *»utft)lanb
|M.Uv x«. hlanb
(W»t fltflf* ®v»-~*hrjofclum)
it. 84
maßregeln und Befürworter wahrer
Mäßigkeit ill. Prohibition regt, wie
die verbotene Frucht, nur das Ver
langen »ach starke» Getränken an
Wir forder» alle liberalgesinnte»
amerikanischen Burger i» jeder
Stadt, jedem Städtchen, jedem Bo
rough und jedem Dorf aus, Kornitea
zu bilden, mit anderen Komite* des
Distrikts oder der Nachbarschaft zu
koitferiren, ein Erekntw Konnte iu
einem zentral gelegenen Crt zu er
wählen, mit dem Einverständnis je
doch, daß Wirthe oder andere am Han
del mit geistigen Getränken interessir
te Perionen nicht Mitglieder des .Wo
mite« sein dürfen. Las Erekutio
Comite soll eine öffentliche Massen
versammlung einberufen, wann im
mer es eine solche für gerathen und
geboten erachtet, um die auf nationale
Prohibition hinzielende Bewegung
zu bekämpft"it. Nationale Prohibi
tion und das Prinzip der Prohibi
tion im Allgemeinen stellen einen un
sinnigen Angriff auf die Freiheit und
das persönliche Recht des Indivi
duums dar. aus eigene Weise sein
Glück zu suchen Sie iit eine verderb
liche und rückschrittliche Bewegung,
die, wo immer sie eingeführt wurde,
die Achtung vor dem Gesetz untergra
ben hat, beständige Reibungen verur
sacht und darauf hinwirkt, das sitt
liche Niveau unseres Biirgcrthumi
durch Heuchelei und Erpressung her
abzusetzen. indem sie dazu fuhrt, da?,
was gesetzlich verboten ist. heimlich
zu thun.
6. I Heramer.
Präsident des Deutsch Amerikani
scheu National Bunde«."
Criffkasttn der Redaktton.
Konstantin Zahn. Hague. N.
Da Sie das Nähbeiteck wünschen hat
ten Sie sollen 2" lieuts mehr, näm
lich $1.75 einjeitden. Die fehlenden
2") Cents können in Marken «stamps
uns gesandt werden. Besten Dank!
Nikolaus Schmidt in Kandel Süd
riißlaiid. ^hr Stiefsohn Valentin
Gerhard in Devil* Lake Nord-Dakota
bezahlte da« Blatt für Sie a:«f etn
weiteres Jahr und läßt »ieliralS
grüßen. Als weiteres Geich?nk g'lit
Ihnen die Spruiigfederscheere V'
Conrad Degenstein in Annmoofe
N. D.""Zeiti»ig nach dem Auslande
nur gegen Borauszahlimg Wen»
Sie den Betrag einsenOen, schreib«»
Sie bitte auch gleich, welche Prämie
gewünscht wird.
M. I. Masseth in Napoleon, 91. T.
Die l^eschichten alle erhalten We
miß sii.d sie interessant und lehrreich,
aber beim gegenwärtigen Andraitg
von Korrespondenten könne» wir sie
nicht veröffentlichen. Werden später
erscheine».
Joseph Wautzinan» in Aletieffa
Südrußland.—Im Briefkasten in Nr.
:tl des Blattes pasiirte im« ein Ver
sehen. Ihr Blatt wurde nicht uibl
Herrn Johann Fuhrmann fiir Sfe
bezahlt, sondern von Ihrem Sohne
Joseph Mcnitiiiiciun, der herzlicUt
grüßen läßt, ni hofft, auch bol: vom
Vater etwa» im Staat«-Anzeiger zu
lesen.
We»» Ihr Kind lanneahaft.
fiebernd »nd verst»ßst ist
Mutter können sich beruhigen, nach»
dem sie "California Syrup of Figt^
eingegeben hoben, denn in wenig«
Stunden wird alle« auf natürlichem
Wege ans dem System entfernt, nxU
an sauer gewordenen Sveiien nef«
stopfend und gährend im Magen ruft,
und in einigen Stunden ist das stiitl
gesund und munter und zum Spiel«
aufgelegt.
Kranke Kinder nehmen gerne diesM
harmlose..Frucht-La?irniittel." MA»
lionen Mütter halten es beständig im
Hause, weil sie wissen, daß e« sichte
und rasch auf Magen, Leber und Sin
geweide wirkt.
Verlangt von euerem Apotheker 4*
ne 50c Flasche „California Syrup «f
Fig-", welche Gebrauchsanmeisunge»
enthält fiir Säuglinge wie für Kinder
jeden Alter? und für Erwachsene.
«leine Frnchtfarm z» verkaufe»!
Es wurde un« soeben der Verkäs
einer kleinen Fruchtfarm, im Stnc
Washington, in der Nähe der Stabs
Spokane gelegen, übergeben. Der
Eigenthümer ist Altersschwäche halbes
gezwungen die Farm zu verkaufe»#
da er derselben nicht mehr vorsteht»
kann Wer sich dafür intervsfii^
tuende fich an den Staats-Anzeigq^
Drover 628, BiSmoi* T.
•k,u
K

Gebühre« fftt ««zeig«»»
W( per i(»n fur itH ^airrtiss
per.Seile für kit tritt Jnierttem
tt per Stile tor teW foljrnbt Jultrtiro
®ei »BVHtn bo» Si 80C nn» darüber le
rt*nen mir »h- per {oU fur Me tritt au» MC
lit it be mtitere naotrinberte „In'tr-iae
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A-r».D»kot«, D»«»erfta«, »e« 19. Stars l»14.
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