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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, April 02, 1914, Image 1

Image and text provided by State Historical Society of North Dakota

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Wochen-Rundscha«
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Dentschland.
e i n 2 3 z o z a e
.offiziösen Abwiegelungen und He
ruchignngs-Versuche läßt sich die viel
fach hervorgetretene Nervosität über
die verschlechterten Beziehungen zwi
schen Deutschland und Niißland nicht
mehr verscheuchen. Man befürchtet
in den ängstlich oder skeptisch gewor
denen Kreisen namentlich, irgend ein
ernster Zwischenfall könne plötzlich
icinc solche Verscharsnng der Gegen
sätze mit sich bringen, daß die Ge
fahr eines bewaffneten Konflikts in
unmittelbare Nähe gerückt wird.
-Erst letzter Tage haben sich zwei Vor
kommnisse ereignet, derentwegen die
hiesige Regierung sich veranlaßt ge
sehen hat. bei den maßgebenden Ge
walten in St. Petersburg vorstellig
LU werden. Zuvörderst ist Protest
erhoben worden gegen die Demonstra
tionen von mehr als eintausend pol
nischer Studenten vor dem deutschen
Konsulat in Warschau, das nach dem
beabsichtigten Einwerfen der Zensier
wahrscheinlich gestürmt worden märe,
wenn eine große Polizeimannschaft
nicht rechtzeitig eingegriffen und die
Tumnltuanten zu Paaren getrieben
Hätte. Sodann verwahrt sich die
deutsche Regierung gegen eine bei
Myslowitz ini schlesischen Negierungs
bezirk Oppeln durch russische Solda
ten erfolgte Verletzung der (Grenze,
wie sie in ähnlicher Weise sich schon
vorher häusig zugetragen hat. Dies
mal erschossen die Nüssen einen ans
preußisches (Gebiet gelangten
Schmuggler. Man zweifelt zwar nicht
daß betreff? beider Fälle ehestens das
übliche Bedauern in St. Petersburg
zum Ausdruck kommen wird, giebt
sich aber zugleich keinen Illusionen
darüber hin. daß sich etwa? Ernsteres
ereignen mag. dem gegenüber alle
Entschuldigungen und Ausreden das
Zerspringen des straff gespannten
Bogens nicht mehr verhüten können.
Die internationale Lage steht äugen
blicklich zweifellos im Zeiche» W
deutsch-russischen Gegensatzes.
e i n 2 4 z E i n e n o h
bedeutsamen Vortrag hat heute der
bekannte Führer von „Zeppelinen"
Eckener über die hervorragenden Lei
stungen dieses Lustschifftyps gehal
ten. Herr Eckener führte aus, die
kürzlich bei Döberitz angestellten Ueb
ungen im Bombenwersen hätten gera
dezu erstaunliche Resultate gezeitigt.
Ter Bahnhof sei als Ziel erkoren
worden. Aus einer Höhe von 1500
Metern hätte das Wersen von vier
Bomben genügt, um das ganze
Bahnhofsgebäude zu zerstören. In
der Elbmündung seien in Entsernnn
gen von je 100 Meter kleine rothe
Bosen ausgesetzt worden, und die
Uebungen hätten ergeben, daß die
aus dem Luftschiff geworfenen Boin
ben innerhalb der Peripherie eines
Kreises eingeschlagen, welcher auf ei
nem Radius von einem Meter um
diese Bojen gezogen wurde. Daraus
ergebe sich die Möglichkeit. Boniben
in die Schornsleine von Krieg-: ictm
fen zu werfen. Den überseeischen
Kernverkehr hält Herr Eckener nur
für eine Frage der Zeit. Wie er sagt,
stehen dessen Ausbau vorerst noch po
litische Gründe hindernd im Weg. Er
erachtet aber die Etabliriing eines
Luftschifflinie zwischen Southampton
und Berlin heute schon für möglich.
Durch eine solche Lustlinie wäre der
Anschluß an die Schnelldampfer in
Southampton gegeben, was für Pas
sagiere eine Zeitersparniß v«t i*
Stunden bedeuten würde.
e s e n 2 6 z e i 6 e
Reichstagswahl im Kreise Borna
errangen heute die Sozialdemokrat
ten einen Sieg. Sic schlugen den
.'Konservativen, General von Liebert.
dem wegen Unregelmäßigkeiten bei
der Wahl sein Sitz im Reichstag ent
zogen worden war. Dadurch ist die
Zahl der Sozialdemokraten im
Reichstag wieder auf ihre frühere
Höhe. 111, angewachsen.
e i n 2 6 z e u
fahrer Verband hat ein Schreiben
des seit vielen Wochen in der russi
schen Stadt Perm an der asiatischen
Grenze festgehaltenen deutschen Bal
lonführers Hans Berliner empfan
gen. Der Schreiber theilt mit. daß
eine Spionage-Anklage gegen ihn er
hoben worden sei. nachdem er in dem
Wettbewerb um den Fernfahrt-Re
kord dorthin verschlagen. Der Ar
tillerie-Lberst, welcher die Untersuch
unß in seinem Falle führte, habe ihm
vorgeworfen, daß er lediglich be
zweckt habe, die Lustströmungen zu
prüsen, um die Fahrt eines „Zeppe
lw"-Kreuzers vorzubereiten. Des
weiteren führt Hans Berliner aus,
es sei zur Theilnahme an der Unter
suchung ein 5t. Petersburger Luft
fchiffer-Kapitän geholt worden. Die
ser sei aber außer Stande gewesen,
die einfachsten technischen Fragen zu
beantworten, und nach St. Peters
bürg zurückgereist, um Stamcraden
zu befragen. Die gerichtliche Verband
lung werde frühestens zu Ende Mai
stattfinden. Er selbst sei von jedem
Verkehr mit der Außenwelt abge
schnitten. Das Essen sei miserabel,
und er sei thatsächlich am Ende sei
ner Kräfte angelangt. Zum Schluß
bittet Berliner dringend darum, daß
doch Alles aufgeboten werden möge,
um seine baldige Freilassung zu er
wirken.
K ö e n i k 2 7 März. Tiefe
Trauer ist tn diese Stffdt in Folge
des schrecklichen Bootunglücks einge
zogen, das sich, wie gemeldet, aus der
Oberspree ereignete, als ein Schlep
per in einen Fährkahn hineinfuhr,
in welchem zweinndzwanzig Arbeiter
llnd Arbeiterinnen der Spindlerschen
Färberei nach Köpenick überrührt
werden sollten. Ungeheure Aufre
gung herrschte geraume Zeit an der
UngliickSstättc, und das mag auch er
klären, daß die ersten Berichte, welche
die Zahl der Umgekommenen auf 15
angaben, übertrieben waren. Wie
nun festgestellt ist, haben acht Perio
nen ihren Tod in den Weilen gefun
den. Durch eine sofort eingeleitete
Untersuchung wurden der Führer des
Schleppers Polzenhagen und der
Bootsmann Valentin, welche sofort
nach der Katastrophe in Hast genom
men worden waren, schwer belastet.
e i I i 2 7 z i e
die zweite Hälfte dieses Lahres in
Aussicht genommene Reife des Kron
prinzen Wilhelm und der Kronprin
zessin Isecilie nach den afrikanischen
Schutzgebieten des Deutschen Reichs
wird nur vorderhand nicht zur Aus
führung kommen. Wie von offiziö
ser Seite mitgetheilt wird, ist die
Reise nur ans dein Grunde ausgescho
ben worden, weil die noch zur Per
sügung stehende Zeit eine genügende
Vorbereitung nicht mehr ermöglichte.
Die Meldung, daß der Kaiser die
Reise verbot, bewahrheitet sich nicht.
e i n 2 8 z e i n e
Dorse Ahlbeck. Kreis Uckermünde,
Pommern, wohnende 53 Jahre alte
Ferdinand Eglinski ist der Pater von
33 Kindern, von denen noch 2(5 am
Lebe,, sind. Er beiratficte im Alter
von 20 fahren seine erste Gattin,
die im ^ahre 1907 starb. Sie schenk
te 24 Kindern das Leben. ^m
V a tire 1908 fici ratbete Eglinski die
Schwester seiner verstorbenen Gattin,
nnd diese wurde während der letzten
6 ^ahre Mutter von sieben Kindern.
Als der sechste Sohn Eglinski» Sol
dat wurde, ließ der .Kaiser den Pa
ter nach Berlin kommen, empfing
ihn in Audienz und besaht, daß man
ihn auf seine, des Kaisers, Kosten
eine Woche lang in der Reichshaupt
stadt unterhalten sollte. Dadurch ist
Eglinski bekannt und ..berühmt" ge
worden denn es kommen alljährlich
viele Fremde nach Ahlbeck, um den
„Champion-Vater" Deutschlands zu
sehen und zu sprechen. Daß das
Geschäft Englinskis er ist seines
Zeichens ein Schneider dabei nicht
zu kurz kommt, ist selbstverständlich.
Oesterreich-Ungar«.
u a e s 2 3 z Mini
sterpräsident Gras Tisza hat in der
heutigen Sitzung des Abgeordneten
hauses die Gelegenheit wahrgenom
men. auf die gemeldeten heftigen
Ausfälle zu antworten, in welchen
sich vorgestern der Oppositions-Fiih
rer Geza von Polonni gegen den Drei
bund ergangen, der sich für Ungarn
als überaus schädlich erwiesen habe.
xMi seiner Entgegnung führte Graf
Tisza aus. daß man im Ausland
mit den ungarischen Verhältnissen
vielfach nicht vertraut sei und deshalb
solche Aeußerungen gegen den Drei
bund übermäßig bewerthe. Dem ge
geniiber weise er darauf hin, daß
auch die kompetenten Mitglieder der
Opposition, zu welchen der Premier
den früheren Iustizminister im Koa
lition? Kabinett augenscheinlich nicht
rechnet, den Dreibund und seinen
Fortbestand in der eifrigsten Weise
befürworteten. Sodann kam der
Ministerpräsident aus den Artikel in
der „Nowoje Wremja" zu sprechen,
welchen Polonni zur Verlesung ge
bracht und in dem die Forderung ge
stellt wird, daß Rußland ein Bündniß
mit Ungarn abschließen solle. Graf
Tisza betonte die Bedenklichst sol
chen tlokettirens mit Rußland. Das
sei ein Manöver, welches nicht nur
den Anschein der Unzufriedenheit mit
dem jetzigen Regime erwecke, sondern
auch thatsächlich das Festhalten am
Dreibund erschüttere.
e n 2 4 z i e Z a e
W i e n 2 8 z i e e i
nem Interesse und sichtlicher Freunde
tit namentlich in militärischen und
politischen Kreisen die Knude ausge
nommen worden, daß Kaiser Wil
helm die gelegentlich seines kürzlichen
Wiener Besuchs an ihn ergangene
persönliche Einladung des Kaisers
Franz Joseph, an den im kommenden
Herbst in Ungarn stattfindenden gro
ßen Manövern theilzunehmen. end
gültig angenommen hat. Die Nach
richt ist von der „Reichspost" veröf
fentlicht worden, deren enge Bezie
hungen ZUM Erzherzog-Thronfolger
Franz Ferdinand bekannt sind. Tie
Manöver finden unter der Oberlei
tung des Thronfolgers, welcher Ge
neralinspektor der gesammten be
waffneten Macht ist. statt und erhal
ten, wie allgemein verstanden wird,
infolge der Anwesenheit des Deut
schen Kaisers, des erprobten Verbün
deten. erhöhte Bedeutung.
Mexik».
lUir Nachmittags. Keine offiziellen
Nachrichten vom Süden sind in den
letzten 21 Stunden hier eingetroffen.
Nach den letzten Meldungen tobte der
Kampf zwischen General Villa's Re
bellen nnd General Velasco's Föde
ralen immer noch bei Gomez Palacio,
einer drei Meilen von Torreon lie
genden Vorstadt. Das Ausbleiben
von Nachrichten wird nicht erklärt.
V Ii a 27. Man. Eine heute
Nachmittag um 5 llbr in Gomez Po
Islcio ausgegebene und von General
Villa unterzeichnete Depesche besagt,
daß der Rebellenfübrer seine Trup
pe» konzentrirt hat, um sich in die
Stadt Torreon hineinzuzwängen, sich
dort mit General Herrcra zu vereini
gen und den Oberbefehl zu überneh
men. Hiesige Beamte erklärte», daß
die Föderalen bereits versucht hät
ten. aus Torreon zn fliehen, aber
wieder in der Stadt zurückgetrieben
worden seien. Sie seien in keiner
Verfassung, einen Angriff auszuhal
ten. wie ihn Villa, seiner Depesche
nach, vorhabe. Villa, der glaubt,
Torreon schon in der Tasche zu haben,
scheint der Ansicht zu sein, daß es ihm
gelingen wird, bis Meriko Citri vor
zudringen nnd die Stadt zu umzin
geln. V" einer Pause des Gefechte?
machte er heute Bemerkungen, die auf
diese Ansicht schließen lassen.
u a e z 2 8 z 5 n e E
wartung, daß Torreon vielleicht noch
im Lause des heutigen Tages fallen
wird, läßt man hier einer fast ausge
lassenen Siegessiiuimiing freien Laus.
?t'acli einem heute morgen hier einge
troffeiie,, aber amtlich nicht bestätig
ten Gerückt, haben die Rebellen den
strategisch sehr wichtig gelegenen Berg
Eerro de La Cruz eingenommen und
besetzt. Nad) den letzten ans Gomez
Palacio heute hier eingetroffenen
Depeschen ist das Herr der Koustitu
tionalisten von allen Seiten in Tor
reon eingedrungen, so daß die Re
gierungstruppen lich i» einer sehr
schlimmen Lage befinden. Hier in
Juarez ist General Villa der „Held
des Tages." Sein Lob wird in allen
Tonarten gesungen. Maderisten und
Konstitntionalisten preisen ihn als
das größte militärische Genie der
Republik Meriko nnd man ist der
festen Zuversicht, daß es ihm gelingen
wird, die Armee der Rebellen im
Triumph nach der Landeshauptstadt
zu führen.
3«l«»*.
Direkt vom Produzenten z»m Äfftrftf»
matten
W a s i n o n 2 2 z V o
Postdepartement wurden heute vor
bereitende Schritte getroffen, um die
Koste» der Lebensmittel durch die
Packetpost, welche die Produkte der
Farm direkt an den Konsumenten be
fördern sqll. zu verringern. Zehn
Städte wurden ausgewählt, um eine
direkte Verbindung zwischen Produ
zenten und Konsumenten in die Wege
zn leiten. Generalpostmeister Burle
son hat bekanntlich die Benutzung von
Körben und Kisten zur Versendung
von Butter, Eiern. Geslügel, Gemüse
und Obst durch die Packetpost schon
vor einigen Tagen gestattet. Die
Postmeister von St. LouiS Boston,
Atlanta. Balitmore, San Francisco,
Detroit, La Crosse, Wis., Lynn, Mass.
tiâAneemer
vtSmar«, Nord Dakota, D»««erttaG. »e« L. «Pril 1»14.
Verhaftungen wegen Spionage an
der Oügrenze des Landes mehrt sich
von Tag zu Tag. So kommt eben
aus Przemnsl in Galizien die Nach
richt. daß dort der Mnsiker Pick fest
genommen wurde, während er Pho
tographien der Festungswerke aufm
nehmen versuchte, vn dem gleichfalls
in Galizien gelegenen Brod« wurde
ein früherer Polizist verhaftet. Beide
sollen Spionage im Dienste Ruß
lands betrieben haben.
R^.t
VV:laird,
^U., und Washington.
i!.. wurden heute beauftragt, die
Niiüien von Personen entgegenzuneli
inn die willens sind. Farmprodnk
te in Detail-Quantitäten durch die
P.rfi'tvoit zu versenden. Gedruckte
Cineit dieser Personen, in denen an
fle.uven ist. was sie zu verkaufen ha
ben, werden von den genannten Post
ämtern an Interessenten vertheilt
werden.
Eigenthümer von Brauereien und
Wirthschaften rninirt.
e e i n g, W. Va.. 21. März.
Die verderbliche Wirkung, welche die
Prohibition, die ant 1. ^nlt im
Staate West-Virginm in Kraft treten
wiid, auf Geschäft iu«i Industrie ans
•âtni wird, läßt sich schon jetzt ersehen.
Hunderte von ehrlichen Geichästsien
ten, die ihre Ersparnisse oder ihr
Vermögen in Wirthschaften oder
Brauereien angelegt hatten, nv den
in nielfit Fällen an den Bettelstab ge
bracht. Brauereien und Wirthschaf
ten in Wheeling werden jetzt gerade
zu verschleudert. Die Anlage der
Ttiflarl Valley Brewing Co.. welche
eint' Kapitalanlage von $279,000 re
prmnitirte, ist für $10,000 verkauft
mordet:, und die Anlage der Ben
toe od Brewing Co., welche $300,000
kostete, ist für $30,000 losgeschlagen
worden.
Kostspielige Untersuchungen ohne
neunenswerthe (frnrbniffr.
W a s i n o Ii, 25. März, ^m
Senat scheint sich die Ueberzeugung
zu regen, daß man in den letzten vier
vflhrvit eine Masse (Held siir Unter
suchungen verausgabt hat. welche
kanin zu nennenswerthen Rcstiltmci:
geführt Haben. Senator Williams
legte folgende Abrechnung für die
verschiedenen Enqueten vor: Unter
suchlu'g der hohen Lebensmittelpreise
$87ii!f erste Lorimer Untersuchung
$10.111: zweite Lorimer Unters»
chung Tarif-Termine $!,
184 Alaska-Angelegenheiten $1777
Aenderungen im Post-Sw'teiti $2,
910 Tiiist-Enquete $2992 Unter
suchung iiber die Priinärwahlen
Ausgaben des Senators Stephenson
von Wisconsin $12,988 .Uanipagne
Fonds Untersuchung $80(18 Los
Angeles Soföaten-Heinwth $3371
Mohlenstreik in West Verginia $10.
1 r9 Tuberkulosis unter den ^afi
ma Indianern $1307 Termine des
Komitee für Bankwesen $4337
Enquete über Anwendung des „drit
ten Grades" bei Kriminal Versah
ren $9000 Enquete iiber Revolution
in Meriko $7712 die-Titanic Unter
iuchnng $8314.39 Reise des Atomite»
nach demPanamakanalgebiet $j0l.f0
las Lobby itoniitc bat bis jetzt
$10,159 verbraucht und sitzt noch im
mer. Praktische Resultate haben sich
nur aus einzelnen regulären Konnte
Terminen ergeben, wie z B. Verhöre
über den Tarif, die Währungsbill
und die Trusts etc.
Awanzigstündige Debatte über Aim»-
Bill.
W a s i n o n 2 0 z E i n e
Regel, nach der die Debatte über die
Sims-Bill, welche den Widerruf der
Freiklslufel in der Kanalakte bezweckt,
auf zwanzig Stunden beschränkt
werden soll, wurde heute Nachmittag
um 1 Uhr im Repräsentantenhaus
einberichtet, nachdem die Gegner des
Widerrufs stundenlang Obstruktion
getrieben hatten. Man konnte sich
erst mit der Sims-Bill besassen, nach
dem die Permilligungsvorlage für
Flüsse und Häfen, die einen Ge
sammtbetrag von $13,400,000 invol
Dirt, im Hause angenommen worden
war.
Suffragetten stiegen in Massachusetts.
o st o Ii, 2. März. Die Frauen
rechtlerinnen von Massachusetts er
rangen hier heute einen Sieg, indem
das Repräsentantenhaus nnd der
Senat eine Resolution annahmen,
nach der in den Bestimmungen über
die OUnifikation der Stimmgeber
das Wort „männlich" gestrichen
werden soll. Die Resolution wurde
mit 104 gegen 39 Stimmen ange
nommen.
Droht mit Schließ»»« »Ufr Wirth
schaften in dem Stadtchen
S a e Ore., 27. März. Gou
oenu'ur West ließ heute Frau Hilda
Larson, die „Mayor" der Stadt
Troutdale ist. und Mitgliedern des
Stadtraths eine Zustellung des In
halts zukommen, daß er die Schlie
ßung sämmtlicher Schankwirthschaf
ten verfüge» werde, falls die Schänk
gesetze nicht unverzüglich aus das
strengste durchgeführt würden. Gleich
zeitig beauftragte er Sheriff Tho
mas, bei der Bürgermeisterin und
dem Stârath dahin vorstellig zu
werden, daß die Sihankgesetze genau
befolgt würden. Das Vorgehen des
Gouverneurs ist die Folge eines
kürzlich von der Bürgermeisterin.
Frau Larson, gestellten Antrages,
das der Distriktanwalt eine llntmit*
chung über den angeblichen Verkauf
geistiger Getränke an Minderjährige
anstelle. Diese llnterinchnng führte
zu dem Resultat, dlaß der Gemahl der
Frau Bürgermeisterin. John Larson,
der eine Schankwirtlischast betreibt,
und zwei andere Männer verhaftet
wurden. Frau Larson und ihr Mann
erklärten, daß des letzteren Verhaf
tung nur aus die Intriguen anderer
^etrankehändelr zurückzuführen sei.
Suffragette» Demonstration.
W a s I i i n 0 n 2 7 z A e
erdenklichen Anstrengungen werden
hier gemacht, fcomit die für den 9.
Mai geplante Snffragetten-Parade.
welche sich nach dem Kapitol bewegen
soll, alles früher Tagäveiene über
trifft. Die berittene Abttx'ilimg wird
bedeutend verstärkt werden über ei
ne Abtheilung der ..Home Makers"
wird Frau Hamm W. Wiley, Gattin
des frühere» Ifhefs des chemischen
Bureaus, den Marschallstab führen,
und dazu kommen viele andere neue
Sektionen, wie die der Zahnärztin
nen, der Angestellten der Pappschach.
telfslbrikcn etc.
Ein Tieg Wilson s
W a s i n o n 2 8 z N a
einer lebhaften und bisweilen auch
recht hitzigen Debatte wurde in der
gestrige» Sitzung desBnudesabgeord
netenhaujes eine Spezial-Regel für
die Erledigung der Vorlage ange
»oiiiinen, laut welcher die Klausel in
der Panama-Kanalvorlage wider
ruseu werden soll, welche besagt, daß
amerikanische Schiffe für die Be
nutzung desPanainakanals feine Zoll
gebühren zu entrichten habe». Die An
nahme dieser Regel bedeutet einen
Sieg des Präsidenten Wilson. Spre
cher Ehsltnp Elarf, Führer der demo
kratischen Majorität lltihmnood. der
Führer der republikanischen Minder
heit Mann und der Fri'ihrer der Pro
gressive» Murdock, die persönlich ge
gen Widerruf der Zoslklausel sind,
hatten nichts unversucht gelassen, um
die Annahme der Spezialregel zu uer
Hindern. All ihr Mühen war um
sonst, die Spezialregel wurde ange
nommen. und es kann Heute mit
ziemlicher Sicherheit gesagt werde»,
daß die Abstimmung iiber die Vor
lage spätestens am nächsten Dienstag
vorgenommen werden wird.
Regier»»g liftt Kr anstatt« »»Irr
suchen.
W a s i n o n 2 8 z i e
Regierung wird durch Aer te der na
tionalen Gesundheitsbehorde in Ein
ciniislti ein ausgedehntes Stuhr,
der Tuberkulose oder der Schwind
sucht veranlassen und wird dort ein
besonderes Laboratorium unter der
Leitung des Doktors Dana E. Ro
binson errichten. An dieser Regie
ri'ngsstation, an den dort anzustellen
den Verii-ä'en u. dem Studium werde
sich die verschiedenen Gesimdheitcl
Hörden von Ohio stark betlieiligi ii
Man zog Eiiicintmti anderen Stö
ten vor, weil es eine große Berichs
deithcit in seinen Industrien antivei i.
wodurch die Beobachter bessere Reinl
tote erzielen können. Man wird Iii lu
mir de» Werkstätten, sondern anii
den Wohnungen der Arbeiter beson
dere Atirmevfiomfeit schenken und de»
Leuten Unterricht in Verhinderung?
Methoden geben.
Jetzt ist die Zeit, Lerwindte» »itb
Freunden in Russland» Deutschland,
Lesterrcich-ttngarn, Rumänien »nd
so weiter, diese Zeitung als Geschenk
zuzusenden. Ter Ztaats-Anzeiger ist
nicht nur die billigste, sondern n»ch
die bei weitem beste Zeit»ng für solche
Zwecke.
Briefkasten der Rebaft|ns»
Wilhelm Lipp in Strasburg N. D.
—Nähbesteck ging hier ab und hätte
längst sollen in Ähren Händen sein.
Hoffentlich haben Sie e» inzwischen
erhalten.
M. W. in Holdfast Sask., Canada
—Besten Tank für die Auskunft.
Thut uns leid, daß Herr Lipp glaubt
es geschah ihm unrecht, aber wir ha
ben gehandelt nach bestem Wissen und
wir steuern immer einen reiten Kurs.
Mag sein, daß wir manchmal einem
Manne unrecht thun, denn unfehlbar
sind eben auch wir nicht, aber wenn
es geschieht, passirt es nicht mit Ab
sicht.
Anton »eifcberf in Seeland N D.
—Ihr Sohn Phillip in Rastatt
Sanada bezahlte da» Blatt für
»»«««em,«t»VretIe:
nr'«nt
Sn*
in bnt frt Staat««
WJU.V
1*2.00 da» vibr nach Sanooa
S8.W (i'i „ach Teutschland
Ssi.ik) (ikt'l. -t| nach Ku&Uii\b
(IIIis gfrtdi *vtkiulbfAil)linig)
«o. S«
Sic auf ein CWir. Als Prämie gcht
^hiien i»er Lahrer Kalender zu.
Nikolaus Lacher in Kandel ?nd
rußland. vhr Stiefsah» Sebastian
Meiler in Francis Sask.. Kanada be
zahlte für Sie das Blatt aus ein
eingeschrieben z»
x\abr
und läßt herzlich grüßen. Als Prä
uiie geht fluten der Lahrer Kalender
auf 1914 zu.
Sebastian Keller. Francis Sask..
Canada. Urs kostet 25, Cents .,'ach
zahlung die Schüre nach Rußland zu
senden und versichert :tf Cent» estra.
Deshalb sandten mir dein Stiefvater
den Kalender.—Besten Tank!
Johannes D. Mertian in Baden
Eüdrußland.-^err Andreas Leo«
poldus in Harvev üf. bezahlte für
Sie da» Blatt auf ein „Vihr und läßt
hen
Ii* grüßen als ux'i leres Me«
schenk geht
vhneit
dal KiiHbesteck
vosepl) Fir in Poiijatoinfa Süd
rußlaud. ^hr Vetter Viifoltiuo von
Andreas Leopol dns bezahlte da»
Blatt für Sie auf ein weiteres ^iahr
und übermittelt herzlichen (^ruß.
Als weiteres Geschenk geht
xM)uvn
das Nähbesteck eingeschrieben zu.
Andreas Leopoldus in Harven N.
D.' Wir erhielten $11 .lf» nnd alles
wurde prompt besorgt ^hnen selbst
übersenden wir Pfriemen und Lahrer
stillender, wie geroiiniitit. Wir ma
chen darauf aufmerkiant, daß nach
Baden in Südiuf'.Iand nun zwei
Zeitungen an Mertian gehen, näm
lich eine an Johannes Mertian. be
stellt durch An to ii (5 Mertian in
Hoc'iner S. T. und eine an Johanne»
Mertian. bestellt durch Sie selbst.
Wenn das zwei verschiedene Personen
sind, ist es gut. Wenn ein und die
selbe Person, bitte» uns schreiben zu
wollen. Wir sagen ^hnen herzlichst
Tank siir vine Bemühung.
x\oe
Berendsin Nr. 2 ist ein Mittel gegen
alle rheuinatisâ'n Leide», nicht ga«
ge» Verrenkungen »nd Fehltritte.
Ten iibcrumdtei! $1 siir doe Wetter«
bauschen sandten wir an die Fabri
kanten: Tavi? White, Dept.
119 C. Water St., Milwaukee, iilié.
und das Wetterhäuschen hätten Sie
schon erhalten haben sollen. Ant die
Zeitung können wir den Xollrtr nicht
gutschreiben, weil wir ihn art genann
te Adresse sandten. Bitte, schreiben
Sie an die Finna, wenn Sie da
Häuschen noch nicht haben, und lassen
Sie uns wissen wie die Sache steht.
Andreas Kuntz, Richmond, Sask.,
Canada.—Äie schreiben einfach:
Senden Sie meine Zeitung nach
Richmond Sask. Canada, geben aber
nicht an, wo Sie früher das Blatt er«
hielten. Das müssen wir wissen, ehe
wir etwas thun können. Bitten zu
schreiben.
Nepublita»ischer Kandidat siir Eise«
lial»-(5v!.iiiiissar.
Hiermit kündige ich an, daß ich mich
bei den Vorwahlen am 21. ^uui auf
dem republikanischen tiefet um di?
Nomination zum Eisenbahn-Commis«
l'är bewerbe, und bitte namentlich
meine deutschen Landsleute, bei diesen
Vorwahlen für mich zu stimmen und
mich zu unterstützen, och werde, falls
i'ominirt und erwählt, in jedem Fallt
:ic Interessen des Volke» vertretet»
und gewissenhaft alle mir auferlegten
Pflichte» erfüllen.
Achtungsvoll
(27) Jakob Ried»,
fPolitische Anzeige)
Der Staatö-Anzeiger liefert Otts
Bestellung prompt alles was der
chermarkt an deutschen Bücher» und
Zeitschriften aller Art zu bieten hat^
Sa» den bekanntesten Büchern und
Zeitschriften liegen Probenummertt
in der Druckerei zur Durchsicht berett.
4.

i u a u a 25. März, Â'
Fischer in Crriii 9i. T.—

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