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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, June 25, 1914, Image 3

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Ifnnpildit JtwitHdjai.
Provinz Brandenburg.
a o e n u e 3 6
jährige Adolf Gudzun aus Berlin,
der in Posen eine Hundezüchterei be
trieb, erschoß dort den Althändler
Zöllner nach kurzem Wortwechsel und
entfloh daraus. Da die dortige Be
hörde annahm, daß G. sich nach sei
nem Heimatort gewandt hatte, tele
graphierte sie sofort nach Berlin und
bat um Festnahme des flüchtigen
Dieser Tage erschien Gunzun in
Begleitung seiner am Ka.serdamm in
Charlottenburg wohnenden, verheira
teten Schwester auf dem Charlotten
burger Polizeipräsidium und stellte
sich selbst. Bei seiner Vernehmung
bestritt er energisch einen Mord der
übt zu haben :r habe vielmehr ledig
lich in der Notwehr zur Wakfe ge
griffen.
K o s s e n a O e 73jäh^
tige Rentenempfänger Karl Abra
ham aus Pfeifferthal bei Krossen a
b. Oder rutschte auf einem schmalen
Steg über den hochgehenden Bower
aus, fiel ins Sasstr und ertrank.
a n k o w i e a n k o w e e
meindevertreier beschäftigten sich mit
einem Antrage des Gemeindevorstan
des, beim Minister des Innern um
die Verleihung der Stadtrechte ein
zukommen. Der Gemeindevorstand
wurde beauftragt, auch den Austritt
Pankows aus dem Kreise Nieder
barnim anzuregen.
a e n o w i e 5 0 0 -J a e i
er der Stadt Rathenow brachte eine
Festvorstellung im Gesell-schaftshaufe.
Der „Weihgesang" von Abt und
.Das deutsche Lied" von Kaliwoda,
gesungen von den vereinigten Män
nerchören unter Leitung des Mu
fikdirektors Schumacher, eröffneten
die Feier. Nach einem kurzen Fest
prolog ging die Aufführung de#
Schauspiels „Die Quitzows" vor sich.
Provinz Ostpreußen.
K ö n i s e i e K u n s e
werbe Ausstellung in Königsberg
findet, wie nunmehr festgesetzt ist.
vom 15. August vis zum 1. Oktober
d. I. in der neuen Kunsthalle und
in dem benachbarten dazu hervorra
gend geeigneten Wrangelturm, einem
Ueberrest des Festungsgürtels, statt.
o e n s e i n e u e e n s a n
in dem Hause des Ackerbürgers Bla
fejewski. Der Dachstuhl sowie die
obere Etage sind völlig niederge
brannt. (sin Feuerwehrmann ist an
Rauchvergiftung erkrankt.
n s e u i e a n e e
plante Erweiterung des Jnsterburger
Tattersalls, A.-G., soll sich nun doch
verwirklichen und zwar in diesem
Sommer. Zu diesem Zweck beabsich^
tigt die Gesellschaft, das städtische
Gut Lengkeningken von der Stadt
Jnsterburg auf 20 Jahre für den
gegenwärtigen Zins, V.r für die noch
verbliebenen 136 Hektar 9200 Mar?
beträgt, zu pachten.
a s e n u e n A n k a u
b8 Garnisonlazaretts durch die
Stadt hatte eine frühere Stadtver
ordnetenversammlung beschlossen.
Nach Mitteilung des Bürgermeisters
Pieper in der letzten (Stadtverordne
ten Sitzung erfolgt die Uebernahme
nach Beendigung erforderlicher Ver
a/td.'rungen zum 1. Juni d. Is. Der
bisherige Besitzer, Stadtrat Max Ja
rüslâwks. erhält als Kaufsumme
4B.000 Mark.
*f Provinz Westpreuße«.
a i e n u i e A u f
bau der Schiffbrücke über die Nogat.
die den Vorort Kalthof mit der
Stadt verbindet, ist begonnen wor
den.
a i e n w e e i e A
gangsprüfung am Gymnasium haben
von 12 Oberprimanern die folgen
den 10 bestanden: Baehr, Janich
Breslau, Krüger, Mirgen, Elvert,
Fischer, Helm, Muchlinski, Münster
und Wölbing. Die vier Erstgenann
ten waren von der mündlichen Prü
fung befreit.
o n I e n V e e z u n e n e r
legen ist im hiesigen städtischen Kran
kenhaus die Verkäuferin Conrad aus
Bromberg. Um ihrem Leben ein
Ende zu machen, hatte sie sich vor
acht Tagen auf dem Stadtbahnhof
in den Kaffee Sublimat gegossen,
worauf sie schwerverletzt in das hiesi
ge Krankenhaus gebracht wurde. Un
glückliche Liebe soll das Mädchen in
den Tod getrieben haben.
Provinz Pommer«.
'E tettin. Wegen Diebstahls
ârde der Maurer Gustav Marotzki
von hier,' jetzt in Berlin wohnhaft,
vom Schöffengericht zu einer Woche
Gefängnis verurteilt. Der Angetlag
te war im April v. I. auf einer hie
sigen Brauerei beschäftigt gewesen und
hatte bei seinem Fortgang ein Paar
Stiefel und einen Hut entwendet.
e a d. In dem 7 Kilometer
entfernten Dorfe Klempin brannte
das mit Strohdach gedeckte Wohnhaus
des Eigentümers Flesch ab. Den
herbeigeeilten Wehern Wti Belgard
Stadt und Land gelang se, Stallun
gen sowie Scheune vor dem Vernich
tenden Element zu schützen.
K ö s i n. Vermißt wird fett ei
nigen Tagen der Eigentümer Her
mann Schwarz aus Neu Griepnitz.
Am Ufer der Radue fand man feine
mit Blut besudelten Pantoffeln, so
wie seinen Krückstock, auch sonst wur
den noch Blutspuren entdeckt. Trotze
dem eine sofortige Absuchung der
Radue vorgenommen wurde, konnte
die Leiche nicht gefunden 'werden.
a e s i v e u n k i s
der 65-jäbnge Altsitzer Friedrich
Röder, dr« von dem Vorwerk Rohr
berg Milch zur Molkerei Bramstädt
fahren wollte. Beim Durchgehen der
Pferde vom Wagen geschleudert, et»
litt er schwere Verletzungen am
Kopfe, an denen er starb.
Proving «chleSwig-Holstein.
a e s e e n k z i s a
hier nach schwerer Krankheit, 71 Jah
re alt. der Stadtrat Heinrich Andre,
sen, eine in den weitesten Kreisen der
Provinz bekannte Persönlichkeit.
Schon früh berief ihn das Vertrauen
feiner Mitbürger in die städtische
Verwaltung, in der er mit weiisi^ti
gttn Blick über 40 Jahre tätig gewe
sin ist. Er war 25 Jahre Mitglied
des Kreistages und des Provinzi?.«
landtages.
S e s w i e i e k o
Provinzial-Taubstummenanstalt hier.
Schulrat Engelke, hat zum 1. April
seine Versetzung in den Ruhestand be
antragt. Herr Engelke am 13. Fe
bruar 1832 geboren, steht feit reich
lich 60 Jahren im Schuldienst und
hat feit dem 1. Oktober 1876 die
Taubstummenanstalt Schleswig gelei
let.
Provinz Schlesien.
e s a u a s u i u e s
Hvstheaterintendanten Graf Seebach
brachte dem Jubilar viele Ehrungen.
Die Universität Leipzig übersandte
ihm das Diplom als Ehrendoktor., die
Mitglieder der Generaldirektion wid
meten ihm eine Adresse Pracht
band. Lingner stiftete 10,000 Mark
zu einer Graf Seebach-Stiftung.
e u e n I u e n s k i o
zeß wurde der Angeklagte wegen Ver
gehens gegen Paragraph 45 des
Reichsauswanderungsgesetzes und we
gen Mädchenhandels zu neun Jahren
Zuchthaus und 12,000 Mark Geld
strafe oder für je 15 Mark einen wei
teren Tag Zuchthaus bis zum Höchst
betrage von einem Jahr vier Mo
naten und zu zehn Jahren Ehroer
lust sowie zur 'Tragung der Kosten
des Verfahrens verurteilt.
i e a s i e s i e k y
nasium konnte auf ein 50-jähriges
Bestehen zurückblicken. Oberlehrer
Prof. Dr. Nieländer hielt dabei einen
Vortrag über „Briegs humanistisches
Gymnasium und seine Wandlung in
dreieinhalb Jahrhunderten".
o a u. Kürzlich ist in Gölzau
Stadtrat Immanuel Landsberger im
eben vollendeten 80. Lebensjahre ge
storben. Landsberger, der zu den
angesehensten Bürgern der Stadt
zählte, war der Seniorchef dreier be
deutender Firmen des Bank- und
Getreidehandels, die er begründet
hatte. Auch im Dienste der Allge
meinheit war er unermüdlich tätig.
Ueber 40 Jahre gehörte er der Stadt«
Verwaltung an.
Provinz Pos«.
a k w i tz. Der Kriegerverein zu
Driebitz ernannte den bisherigen Vor
sitzenden, Gemeindevorsteher Walz, der
dieses Amt fast 30 Jahr« verwaltete,
zum Ehrenvorsitzenden. Zum ersten
Vorsitzenden wählte die Hauptver
sammlung Kaufmann Rose.
S ch i e g. Erschossen hat der
zehnjährige Sohn des Landwirts
Mattjbo in Mühlengrund seinen 13»
jährigen Bruder. Der Knabe spielte
mit dem Gewehr seines Vaters, das
sich dabei entlud.
S e n o. Niedergebrannt ist das
dem Besitzer Jakob Budny gehörige
Wohnhaus in Siedlimowo mit dem
gesamten Mobiliar deS Pächters de»
Hauses.
W i k o w o. Die feierliche Ein
weihung des neuerbauten Kreishauses
fand hier in Gegenwart des Oberprä
stdenten D. Dr. Schwartzkopff-Pofen
und des Regierungspräsidenten Dr. v.
Günther-Bromberg statt. Die Fest
rede hielt Landrat de Roberti-Jesien
der Oberpräsident trachte das Kaiser
hoch aus. Die Feier endigte mit ei
nem gemeinschaftlichen Festessen, an
dem auch die Mitglieder des Kreista
geS teilnahmen.
Provinz SachW.,
A e n o i e S e i e s i z e
der Zuckerfabrik der Firma Köhne.
Lücke und Boekelmann haben den
Ende Juni ablaufenden Vertrag nicht
wieder erneuert. Deshalb mußte eine
öffentliche Versteigerung der Fabrik
stattfinden. In dem Termin erstand
der Mitinhaber Lücke die Zucker
fabrik, die nun bestimmt eingehen
wird. Die Fabrik war 1863 gegrün
det und konnte im letzten herbst auf
eine 50jährige Tätigkeit zurückblicken.
A e s e e n e A e i e
Otto Engel in der Oberstraß? (Jo
hannisstadt) verließ cm Vormit
tag seine Wohnung, um in der
Stadt Besorgungen auszuführen.
Da die Frau im Amtsgericht erschei
nen mußte, verschloß sie die Woh
nung, in der ein achtjähriges und ein
dreieinhalbjähriges Mädchen allein
zurückgeblieben. Als die Frau bei
ihrer Rückkehr die Wohnung öffnete,
drang ihr dichter Rauch entgegen.
Vor dem Bette lag das älteste Mäd
chen und war allem Anschein nach
ebenfalls tot. Als man es aber an
die frische Luft brachte, erholte es sich
wieder und bei näherer Untersuchung
stellte sich glücklicherweise heraus, daß
es auch keine Brandwunden davonge
tragen hatte, obgleich das Beil bereits
brannte. Das Unglück dürfte dadurch
Det OMttbWrZtsffkr. Sffwnnf,
entstanden fein, daß d,is älteste Mäd
chen den Ofen geöffnet bat, roobet frit
Kleider in Brand gerieten.
Provinz Hannover.
n e u a s e i e s e i n a
nahm Abschied vorn Michaelistlostet.
(Ts war natürlich, oa§ bei den Feier
lichkeiten der Blick lückwatts gerietet
wurde auf die Ge'chichte oeS Klosters
und des alten, reichen SchullebenS in
seinen ehrwürdigen Räumen. Die
Schulgeschichte des Klosters dürfte
mit dem Auszugs des Seminar* nutt
ihr Ende erreicht haben.
O s n a k e i s e e i
ster Mahne-Winkelmann in Gesmold
feierte kürzlich sein 50jähriges Mei
st-Jubiläum, wozu ihm zahlreiche
Ehrungen zuteil wurden. Er bestand
leine Meisterprüfung am 24. Februar
1864 vor dem Gildenmeister Elfers
in Osnabrück.
Provinz Wèstfalè«.
A n s e Bei einer Revision
der Spar- und Darlehnskasse in
Allagen wurde ein Fehlbetrag von
60,000 Mark entdeckt. Der Rendant
der Kasse, der Gastwirt Dierks, der
über den Verbleib des Geldes keine
Auskunft geben konnte, wurde ver
haftet.
e n o e u e z e s ö e
einen großen Teil dy Glashütte von
Peill & Co. Gegen 13 Uhr brach
der Brand in dem ziemlich weit von
der Stadt entfernten Betriebe aus,
und nahm, da er infolge zu schwachen
Druckes auf den Hydranten nicht so
fort erfolgreich bekämpft werden
konnte, bald eine große Ausdehnung
an. Die Fabrikationsräume und die
Schleiferei wurden zerstört. Der
Schaden wird über 260,000 Mark
betragen.
a n e n e e A u s E i e r
sucht erschoß der Konsumoerwalter
Manna die unverehelichte Molamann
aus Hamburg. Nach der Tat ent«
leibte sich der Täter gleichfalls durch
einen Schuß.
Heinprovinz.
K u e e A u der Zeche
„Victoria" ereignete steh kürzlich bei
beginn der Schicht ein schwerer Un
glücksfall. Durch verbotswidrige ât»
i.utzung einer Förderhaspel zum Ein
fahren in einen blinden Schacht wur
den acht Bergleute, die sich auf dem
Fördergestell befanden, teils fchw
teils leicht »erl- tzt. Das Unglück »st
darauf zurückzuführen, d.'ß der Ar
tfiier. der die Maschine bediente, bii*
nicht in der Gemalt hatte. Sieben
I ütr Verletzten wurden dein Kranken^
Hause „Bergmannsheil" zugeführt, ei'
ner konnte sich in seine Achnung be
geben.
i e i e S a k a e z u
Trier verhandelte gegen einen We:n
Händler aus Mülheim an der Mosel
Der Händler hatte mittlen und klei
re Weine mit hochtönenden Bezeich
nungen in den Handel gedacht. Un
tcr anderem hatte er 200 Liter Brau
neberger mit einem Gemisch von Rha
borbtriottn und Obermojeler ver
schnitten. Dieses Gemisch ging nl8
.Brauneberger Falkenberq" in den
Handel. Der Wein kam in ein erstes
Hotel in Berchtesgaden, ivo die Fla
sche vier Mark kostete. Dieser Wein
schmeckte dem Reichskanzler bei fe
I nem Aufenthalte tn jenem Hotel |c
ausgezeichnet, daß er ihn nährend bor
drei Wochen seines dortigen Aufent
haltes fast ausschließlich trank Der
^einhandlet wurde jetzt zu 1000
Mark Geldstrafe oerurteilt.
Provinz Hessen-Aussau.
a o u e
Oberbürgermeister Lubke wurden, n.e
Stadtverordnetenvorsteher Dr. Rüdi
ger mitteilte, vom Minister des ^n
it'tn bie Baupolizeibefugnisse für
Homburg, die bisher ret Landrat
ausübte, zuerkannt.
a u a ch. Zu einer Poinii
tarn es in Braubach dem Anlegen tti
Dampfers „Teutschland" bet Düste!
ootftt Dampfschiffahrt Gesellschaft
an die Landebrücke. De: Dampfer
rannte mit solcher Gewalt gegen oie
Brücke, daß die schwerer. Befestig
gungsketten rissen. Da allgemein be
fürchtet würbe, baß der Dampfet grö
ßere Beschädigungen erhalten hatte
und sinken würde, brach auf dem
Dampfer eine Panik aus. die sich, als
man sah, daß weiter nichts geschehen
legte.
a n k u a i e e i e n
16 Jahre alten Lehrlinge Erich Mann
und Heinrich Fischbach hatten An
fang Dezember einen Rc.ubüberfall
aus den Prinzipal des Mann ausge
führt und dabei Schmucksachen und
Goldware im Werte von 30,000 Mark
s. beutet. Die Strafkammer verur
teilte die beiden zu je zwei Jahren
Gefängnis. Nach neun Monaten sol
ien sie aus dem Gefängnis entlassen
und in eine Besserungsanstalt gebrach!
werden. Bei guter Führung soll
ihnen der Rest der Strafe erlasse»
werden.
Mitteldeutsche Staate«.
Oerlinghausen i. L. Das
gesamte Anwesen bei Landwirts
Kalbeweiher brannte bis auf btn
Grunb nitbtr. Sämtliches Mobiliar
verbrannte infolge des schnellen Um
sichgretfens des FeuerS.
o n n e u Durch ein grö
ßeres Schadenfeuer, das in Groß
braunshain im Gehört bei Gutsbe
sitzers Engelmann auskam, wurden
binnen kurzem das Seitengebäude
und die Pferdeställe in Asche gelegt.
DaS Wohnhaus und die atfüflte
6fn
^„„j
teure, üirie das Vieb kannte geret
tet werden, t?s wird Brandstiftung
bftmu'et.
W e i a e W e i a i s e
hat ur Unterstützung der
d'.irti Hochwasser vom Juni 1913
nfchjöigten Gemeinden und Piivat
perlen des Eifenacber Oberlandes
!*V00 Mark bewilligt. Davon ent»
fallen^ 40,000 Mark aus Gemeinden
und 50,000 Mark auf Privatperso
nen.
e s K a u a n n u i o
Lobt, der sich, als er dieser Tage ver«
hostet wurde, die Pulsadern geöffnet
hatte und in das hiesige Kreisktan»
kenhau» gebracht wurde, verbuchte
dort nch am Bettpfosten aufzuhangen.
Der Selbstmordversuch würbe jedoch
rechtzeitig entdeckt.
Sachse«.
e s e n I n o s w i e i
Dresden, wo er Vit tmiytn Jahren
im Ruhestande lebte, verstarb der
Ministerialdirektor a. D. Wirklicher
Geheimer Rat Erz. Dr. Merz. Der
Ae?storbene, der am 23. Oktober
1S43 in Greiz geboren würbe, hat
ugt Jahre seines Lebens in den
Diensten bes sächsischen Staates ge
st.mden.
i i s a u e i s a s
sessor Dr. jur. Franc! btr seit meh
reren Jahren als
Hilfsrichter am
bissigen Amtsgericht tätig ist, wurde v, m)nlih
für 1. Mai als Amtsrichter an da»
Amtsgericht Leipzig berufen. —Hier
Hesscn-Darmstadt.
e i e s e n I n e W o
nung bes Lanbwirts Wilhelm Jung
I wurde kürzlich ein Einbruch verucht.
I Die Diebe, die ihren Weg durch eine
zur Hofseite führende Mauer überstie
gen hatten, legten von einem unter
der Durchfahrt stehenden Wogen eint
I Ditlt nach dem zur Wohnstube fiih
s renden Fenster. Diese kam jedoch
I beim Betreten ins Rutschen unb
werfte die Hausbewohner durch den
lauten Aufschlag aus dem Schlaf.
AIs die Einbrecher sich bemerkt sahen,
I vtrschwandtn sit.
I a i n z e n a e i e
I Otto K. von hier hatte irrt Laufe der
I letzten fünf Jahre feinem Prinzipal,
I einem Dampsmühlenbesitzer, eine
große Menge Säcke und Handtücher
gestohlen. Das gestohlene Material
verkaufte der Angeklagte an einen
Althändler. Der Angeklagte wurde
zu einem Monat Gefängni? verur
I teilt.
S o ck a u n. Nach 40jähti
get Dienstzeit starb Ott Ritdtlscht
Förster Schnell« Er hatte den Feld
I zug 1870—71 als Unteroffizier bei
der 25er Artillerie mitgemacht.
Bayer«.
Württemberg.
erlscher
Unglücksfall ereignete sich in
der Kaserne des Dragoner-Rgts. Nr.
25. Der zu einem Gesangentrans^
port nach Ulm kommandierte ©er*
geant Recketi von bet 5. Eskabton
war im Begriff,
ftine
scharf gela­
dene Pistole aus bem Dienstzimmer
abzuholen, als durch Unvorsichtigkeit
eines Schreibers, welcher dem Set
geanten die Waffe übergeben wollte,
sich dieselbe entlub, so daß die Ku
gel be» Sergeanten ben Unterleib
durchbohrte unb in ber Zimmertüre
stecken blieb. Der Schwerverltdte
wutte sofort ins diesige Garnison*
lazarett überführt.
a v e n s u e s a n w a
Graselli, langjähriges und in den
letzten Jadren dienstältestes Mit
glieo deS Geineinderats. au* bem
er Ende 1913 ausschied, ist nach
längerem schweren Leiden gestorben
Er war geboren 1858 zu Riedlin
gen und seit 1882 in Ravensburg.
Vie Jahre stand er als Vorsitzender
des Bezirksausschusses an der Spitze
btr hiesigen Zentrumëv.Htei
S o n o I n o e e
Anfechtung der Orlsoorst'herwahl in
Beutelsbach hat der zum Ortsvorste
her gewählte Oberamtssekretär Haner
Cannstatt bekannt gegeben, daß er
die bem Kgl. Oderamt gegenüber er
klärte Annahme bet Wad zurück
nimmt und sich einer nochmaligen
Wahl unterziehen will.
Baden.
K a s u e e e i i n a
Baumeister an der Technischen Hoch»
schule in Karlsruhe ist von dem Ar
ebitektenverein in Berlin zum Ehren
mitglied ernannt worden.
u a e i K a s u e E i n e i
feinen Angehörigen weilender Sol
dat des Ins. Regis. Nr. 142 in
Mülhausen machte in dem Speicher
feines hiesigen elterlichen Hauses sei
nem Leben durch Erhängen ein En
ifi
starb der in Sachsens Sängerkreisen ,,
h,»,.nni, o~Zt V sur Archäologie an unserer llmv'r
Oberlehrer Karl Blank ,m i Hamann Thiersch.
wurde zum Mitglied des Oesterrei
chischen Archäologischen Instituts er
nannt.
e i e g. Zum Nachfolger
von Prof. Köhler würbe Privatdo
zent Dr. Wolfgang Vogt von der
58. Lebensjahre. Ferner starb Ja
tob Lentzen, der namentlich feit dem
großen Streik bekannte Leiter des
Äibeitsiiachiveises des Spinner- und
Fubrikantenvereins.
a u a u e i A e i e n a u
einem Grundstück in der Augustus
straße stürzte der 41 Jahre alte,
verheiratete Maurergehilfe Franz
Metzler. Hermannstraße wohnhaft,
infolge Bruches eines eisernen Ge
rüsthalters aus 13 Meter Höhe ab
und war sofort tot.
e i e n Z w ö A e i e n e
Firma Meißner Stockfabrik I. D.
Hcntfchel u. Wittich, G. m. b. H.
inirde die Anerkennungsuckunde der
Handelskammer für langjährige treue
Dienste ausgehändigt.
Technischen Hochschule in Karlsruhe
als außerordentlicher Professor an
unsere Universität berufen. Dr.
Vogt wurde 1883 zu Breslau gebo
ren. wo er 1906 promovierte. Im
Jahre 1909 habilitierte sich Dr.
Vogt an Ott technischen Hochschale
zu Karlsruhe, wo er zugleich erster
Assistent fiit darstellende Geometrie
war.
Rheinpfakz.
e e s e i A W e i n e i
Hier starben kurz hintereinander bet
79jährige Landwirt Josef Edinger
und seine 78jährige Gattin. Zehn
I Kinder und eine ganze Enkelschar
trauern an bem Doppelgrab.
I Ludwigshafen. Im Vorort
Mundenheim wurde in Abwesenheit
der Bewohner des Hauses ein schwe*
ret Einbruchödiebstahl verübt Ein
Zimmer wurde erbrochen unb nach
gewaltsamer Oeffniing des Wand
schrankeS aus diesem der Be'.eag von
280 Mark gestohlen, teils in '9old,
teils in Silber. Ebenso wurde ein
Kleiderschrank erbrochen unb daraus
eine golbene Damenuhr nebst fltltr
von einem erheblichen Wert entwen
bet.
I
Elsaß-Lothringen.
S a u g. Ein Zopfab
i'd,neidet treibt in unftrei Sadt ein
Unwesen. Schon seit einigen Tazen
bemerlten junge Mädchei., wie ttch
em anscheineno älterer Herr an fit
heranzudrängen suchte, ..'doch wurde
ihm sein Vorhaben durch die Flucht
der Kinder vereitelt. Ais die etwa
10 Jahre alte Schülerin Unna Han
del in die Schule gehen wollte, te
merkte sie ganz nahe hiu.ei sich un
Individuum. Sie wall'.e davonlau-
i sen, stolperte aber und ri'i hin. Äls
A a s e n u Einbreche!! sie ausstand, merkte sie auch 'chon.
statteten der Wohnung dt# Brauerei
besitzets Oechsle in Aschaffenburg ei
nen Besuch ab und raubten eine sehr
umfangreiche Münzensammlung, btv
res Geld und Wertsachen. In ber
Münzoersammlung befanben sich
mehr als tausend Jubiläunismun^en.
A u i ch n. Der neue Pfar
rer von Aufkirchen, Karl Fast linger,
hielt hier seinen festlichen Einzug.
a e N a a n e e i
den ist hier Hauptlehrer a. D. Hans
Maurer gestorben.
a a u i e i s e o i z e i
sergeant Kaspar März nach Unter«
schlagung von etwa 6000 Mark Gtn
darmktiegeldern flüchtig gegangen.
Nach einer Melbung ist er schon ver
haftet worden.
a n s u i e u e e
anscheinend in den bescheiden en Ver
Hältnissen lebende und stets von
Schmutz starrende 70jährige Frau
Therese Hörl in das Krankenhaus
gebracht werden. Ihre Wohnung
wurde von amtswegen einer Reini
gung unterzogen. Dabei fanden sich
40,000 Mark in Pfandbriefen, 4000
Mark in Banknoten, Silber und
Nickelmünzen. Das Vermögen wird
nach den Nachforschungen auf 100,
000 Mark geschätzt. Die Frau war
nach ihren Angaben bisher mit 17,
000 Mark besteuert.
baß die Haare abgeschnitten waren
Anscheinend muß der iüUt ein ehr
scharfes Messer ober ein' Schere oe*
nutzt Haben.
K e i n e i n e n E i n e n
historischen Fund machte der frühere
Bürgermeister Brauer. ES handelt
sich um die Aufdeckung eines ttfrnt
fchen Friedhofes.
K e i n o s k n a e n
2ot in den Wellen fand net 9jährige
Paul Robert, als er ai: den Urttn
der zurzeit hochgehtnben Rossel nit
andern Knaben spielte. Et kam oen
Fluten zu nahe und würd: von ihnen
fortgetrieben, bevor Hilfe da war. Er
iinnte nur noch als Leiche geborgen
werden.
Mecklenburg.
e v e s e n E e
Block zu Roggenstorf, DominutamtS
Grevesmühlen, hat feine Crbpachthu
fe an den Büdner Schwartz zu Mal
lentin für den Preis von 70,000
Mark verkauft.
K a k o w a s i e u a
lottenthal bei Krakow in Mecklenburg,
das dem Generalmajor z D., F. von
Schmidt-Pauli, dem Präsidenten deS
Vereins für Hindernis Rennen, ge
hört, wurde von einem Feuer heimge
sucht. Der Brand ergriff das gro
ße Viehhaus, das vollständig einge
äschert wurde etwa hundert Rinder
verbrannten. Der Stall für bie
Mutterstuten und Rennpferde befand
sich geraume Zeit in Gefahr, konnte
aber schließlich mit Hilfe der Gü
strower Feuerwehr gehalten werden
O e n u o e s i z e I
Wülsten verkaufte seinen Hofbesitz
in Gothendorf für etwa 160,000
Mark an I. Schnoor in Kl.-MeinS
dorf. Landmann I. Weilandt in
Gahlendorf verkaufte seine 224 Ton
nen umfassende Lanbstelle mit Jnven
tar für 390.000 Mark an Rickert in
Tobenborf, der feinen etwa 160
Tonnen umfassenden Besitz für fast
300,000 Mark an verschiedene Laad
leute verkauft Vit.
^reie Städte.
e e n E i n i n e n a i o n a e
Hochstapler, dessen Spezialität es
ivar. sich Unterstützungen zu etschw'N
dein, ivurde von der Steinet Krimi
nalpolizei in der Person eines in
qeblichen Jounalisten aus Belgien
unschädlich gemacht. Als tin in V.'ot
geratener und völlig mittelloser
vèchtift|teller, der angeblich drei Mo
nate krank war, bat et im Bremer
Konsulat um ein Darlehen, da» er
euch erhielt. Nach einiget Zeit sprich
tr jeboch wieder vor. Er wurde tzt
scstgenommen. da sich herausge
stellt hat. daß seine Angäbet falsch
i'.'aren. Auf seinen Streif)i.gen gab er
sich auch mehrmals ai» Professor und
Rebflkteur aus
Schweiz.
u a N e u i a n n e u n e
halb drS Pfarrhauses in Bulach ein
großer, von fünf Familien beiiohnte:
Gebäude komplex mit Scheune und
Stallungen nieder.
e n i e k a e s e i e A u
führung einec von einer französischen
Truppe gegebenen Stückes „Uotut du
Ftaiu.iiio', das schon in Nainti Anli|j
zu Ausschreitungen gegeben hatte, u
deutschfeindlichen Kundgebungen.
Durch Zurufe: Es lebe der Krieg!
LVitbtr mit Deulfchiano! wurde die
Vorstellung schon zu Beginn unter
brochen. Hierzu berichten französische
yiütttr u. a., daß mehrere Sozialist-n
und Anarchisten das Schauspiel mit
den Rufen unterbrachen: „Nieder mit
dem Vaterlande!" worauf von and«
rrn Zuschauern geschrien wurde: „Ei»
Irbt der Krieg! Wieder mit Deutsch
land!" Andere Zuschauer erwiderten
dte Ruft mit schrillen Pfiffen. Dr
Lärm wurde schließlich so groß, taß
d'e Polizei einschritt und mehrere Vtc»
Haftungen vornahm.
a u e n e I n n s e i n
gen verunglückte der 24jährige Melket
der dortigen Gutsverwaltung, A
bett Eisenhut aus Wald (Appenzell»,
indem ein in'S Rollen kommtndtr
„4l4lt
5010,16 iUt $ot ,ft mâ)t
Wagtn ihm totbringendt Betletzungtn
»"fügte.
u z e n. In Meggen starb tut
Alter von 70 Jahren Josef Sidlt:»
Sigtist von Küßnacht, dtt vollt
Jährt ununttrbrochen auf betn Land
gute „Oberbergefchioit" teils a!«
Brtnntt", ttigs als Landarbeiter ge»
dient hat.
Lesterreich'Ungar«.
a z o s s o ö s
ttichifcht Geschichte an der Grazer
Universität, Dr. Karl Uhlitz, kor
respondierendes Mitglied der Ata dt»
mir btr Wissenschaften, ist wahrend
eines Spazierganges in ber Herren«
gaste ttutm Schlaganfalle erlegen.
Der Verstorbene statin im 0. Lebens«
jähre und war von 18*2 bis
Vorstand des Wiener Stadtarchivs»
in loelchem Jahre er als Nachfolget
Franz v. Krone« au die Universität
nach Graz berufen wurde.
I n n s u k K z i e a e n
unbekannte Tütet das Mililarver»
pflegungömagazin in Franzensfeft«
und rauâten über 4)00 Kronen.
K ö n i gS e d. Hier ist der Korn«
imuicant der Infanterie-Kadetten
schule, Herr Major Eduard Proteich,
tin 46. Lebensjahre gestorben. Herr
Major Proktsch, dtt dem 8. Infante
rie Regiment anoehcite, war über
ein Jahr Kommandi.. der Schule
früher war er einige Jährt hindurch
Lthrtr an derselben Anstalt. Er et»
freute sich beim Lehrkörper, sowie bei
den Möglingen bet In'.,titerie-Kadet«
tenschul.* großer Be.iealheit.
i s 0 s a u I n
Salmünster feuerte in tintin Wahn»
sini'.sai'.jali d:r Gymnasialschü*: An*
ton Wolt !tevolverschüss, auf seine
Angehörigen ab. Stint Mutter und
stint Tante wurden schwer, sein Bru«
der leicht verletzt.
S z e e e a n e s s e
Georg Ketek erhielt aus einem Ge»
genstand die Note ungenügend. Wah
rend der nächsten Unterrichtspause öe«
gab er sich auf tintn abgtltgtntn Ort
und schoß sich tint Kugtl in dit Brust.
Seine Verletzung ist eint lebende'
fährliche.
s n e i S i s e z e e n z
aus Qranitnbutg, bet von dem Btr
liner Agenten Keiling während deß
BuchdruckerstreikS nach Neschen ge
bracht worden unb im Keilingproze^
Zeuge war, wurde nachts auf cet
Straße von zwei Männern überfal
len und unter dem Zuruf „Elender
Streikbrecher!" mit einem Gummi
schlauch niedergeschlagen. Die Täter
sind entflohen.
Luxemburßs
I ig. Einen töblt^frtUttfaff er
litt ber 73 Jahre alte Eigentümer
Wkolas Grosbtt, als et mit dein
Abladen einer Fuhre Holz beschäftigt
war. Durch das verursachte Ge«
trufck) wurde das Pferd scheu unb
zog das umgeklippte Fuhrwerk in di«
Höhe. Dabei wurde Grosbet vom
Gestell bäum am Kopfe getroffen und
btrart schwer vtrlttzt, daß et einige
Minuten später vtrschitb.
n 5 o f. In tintr hitsigew
Wirtschaft tntstandtn Zroiftigkeitenr
zwischen drei bort befindlichen &ä*
ften ber Arbeiter Johann Baumann
wurde von zwei ihm feindlich gesinnt
ten Arbeitern tätlich angegriffen und
erheblich im Gesichte verletzt. 8Ur
Rohlinge wurden notiert.

.H w i s u g. Em bebau
e i u e O i n a i u s
Oldenburg

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