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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, July 02, 1914, Image 5

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erAtsats ^nseiyer Ausfall btX
I
K. Brandt, Redakteur u. Geschäftsführer Vorwahl vor, aber da unsere ~eier
doch roolil etwas Auskunft wuschen,
unterbreiten wir ihnen die Stimmen
abgabe der hauptsächlichsten Kandi
daten für Bundes- und Staatsämter.
Harch 3,1876.
D»«nerftafl, 2 Auli 1914
W n n
(Nur gegen PrrauS^ciblung)
Um Verzögerung in Zusendung der Zei
timg zu vermeiden, bitten wir, bei Woh
HimggDerfintuTungcn oder Wechsel der
$oftoffirr immer den allen Wobnplatz und
die Posivificc mit anzugeben.
An die Vtfrr.
Vollständige Bericht? über das
Ergebnis der Vorwahlen liegen bis
Dienstagabend noch nicht vor. Schuld
•on der Verzögerung trägt zum größ
ten Theile die Verkehrsstockung insol
ge der während einer Woche gefalle
nen Regengüsse, welche Eisenbahnge
leise unterwaschen und Brücken hin
weggerissen haben. Noch sind nicht
Berichte von allen Counties eingelau
fen und in vielen Counties aus denen
Berichte vorliegen, fehlen solche aus
vielen Wahlbezirken. Tos Ergebniß
im Allgemeinen läßt erkennen, daß
Gouverneur .vanna für den zweiten
Termin wiedernominirt wurde. Seine
Stimmenmehrheit wird wohl 2500
bis 3000 betragen. Wir glauben,
wenn vollständige Berichte einlaufen
wird es sich zeigen, daß Herr Wishek
annähernd 15,000 Stimmen auf sich
vereinigte, und die englische Tages
presse, welche geneigt war, Wishek's
Kandidatur ins Lächerliche zu ziehen,
giebt nun zu, daß er eine Stärke ent
wickelte von der sie sich nicht träumen
ließen. Herr Wishek stand als «an
didat nur einige Wochen im Felde,
kam gewissermaßen erst in letzter
Stunde heraus, und wenn man in
Betracht zieht, daß er feine gewaltige
Partei Organisation hinter sich hatte,
und daß die Bewegung gänzlich neu
ist. hat das freisinnige Clement
ollen Grund, mit srohem Muthe in
die Zirfimft zu sehen. Das Geschrei
der Geistlichkeit, darunter auch einige!Duncan
wenige der deutschen, zusammen mit
j'Barroind
$ont)fll)l
Als mir Dienstagabend zur Presse
gingen logen no* immer nicht bis
vollständigen Wahlberichte über die i Burdick
Nicht allein fehlen noch Berichte von
ganzen Counties, sonder auch aus den
Counties die vorliegen, sind unvoll
ständig und in manchen der Counties
fehlen von bis zu 15 Distrikte. Im
ganzen fehlen Berichte von 300 Wahl-
««..inin». e,nnt„„ -rn o-h, »1 rft i bezirken im Staate, deren wir atv
wernniqtf Staaten, pro vanr fl.ou ™.
«ach drm Auslande
2.001 nähernd 1 00_ haben. Wir glauben
me n e i 6
aber nickt, daß spätere Berichte das
jetzt bestehende Resultat wesentlich
ändern werden. 9Znr werden eben die
Kandidaten eine grössere Stimmen
zahl erhalten, sodaß mögl!cherweise in
solchen Fällen wo Kandidaten fast die
gleiche Stimmenzahl jetzt haben, das
Resultat sich ändern könnte.
Zur Zeit ist der Stand der Kan
didaten auf dem republikanischen
Ticket wie folgt:
Wir ersuchen unsere Leser, dem gelten
RetteI aus der Zeitung, oder aus dem Um-1 Für Vundesseuatsr:
schlaft, 'bre '.'lufmcrfiamfnt zu schenken, @ronnö 23 945
Huf demselben finden sie außer ihrem! io'iop
Namen
auch
das Tatum, biè zu roeldimi'
lir"
daè Blatt bezahlt ist. Leser, die mit dem tVhller 10,423
Zeitungsgeld im Rückstände sind, sollten unS
mit Einsenden desselben erfreuen und auch,
wenn möglich, ein Jahr int Porau« bezahlen.
Adiessin alle Geldsendungen und Briese:
e è o a è -A n z e i e
Bismarck. N. T.
Für Gouverneur:
Für Bizegonvernenr
Frame 11,120
XI ran
bei 10,320
Sagehorn 5,617
l'Zfl'i afters 3,91
Besessen 6,782
Carl £. Iorgenson für Staats
Auditor und Thomas Hall für
Staatssekretär hatten keine Gegner
und wurden somit selbstverständlich
nonlinirt.
Für Staatsschatzmeister:
Für General-Staatsanwalt:
Linde 21,146
Zuger 13,099
Heffron 6,939
Hanna
Wishâ
Deutschen Nord-Dakotas auch jurU,.
Prohibition seien, hat sich also als!'^ "j ',
gänzlich aus der i'iitt geglissen erwie- i V1 fm,on 2'lon
sen. Wir haben in Nord Dakota ge |^oIbcm 5,430
gen 20,0(10 deutsche Republikaner
und nahezu 10,000 deutsche Demo lieber die Kandidatin aus dem be
traten. Bei Vorwahlen iallen nie i mokraiischen Ticket laufen fast gar
mebr als etwa 60 Prozent der Stim- i keine Berichte ein. Als Kandidaten
men, und so zeigt der Aussall der für Bundessenatoren stehen im
Wahl, daß Herr Wishes nicht nur Felde W. E. Purcett aus Wahpeton
deutsche Stimmen, sondern auch die und George P. Jones aus LaMoure.
des freisinnigen Elementes aller Na- Die Berichte bis jetzt lauten wie
tionalitäten erhielt. Ganz klar tritt, folgt:
dies in Burleigh County zu Tage. Purcell .2,460
too das deutsche Clement »och nicht
ein (fünftel der Stimmen giebt, wo
ober trotzdem Herr Wiihek mit bei
läusig 100 Stimme» Mehrheit über
Hatt Ii
a und Burdick siegte. Nicht
allein Burleigh Coiintn, sonder» mich
die Stadt Bismarck, die Staatshaupt
ftadt, ging für Wnhek, Dies' dürfte'1VÜ Unison eine erhielt,
den Prohibitionistfaiialiker» wie Bis alle Berichte eingelaufen sind,
Watfins, der in Bismarck wohnt, und iwrd Wishek's Stimmenzahl wohl auf
anderen, einen bemerkenswerthen! etwa 15,000 anwachsen, und Hanna
ningel zeig vteben. Civilians, un^urMcf ipcriH'it wohl im fllcidicn
totcidt mit dem ferndeutidien N'aine», Verlialtni?', lauten wie seither, und
hat sich in dieier Wahl mit Ruhm be-j Hanna mit etwa 2500 Stimmen
deckt und steht als helleuchtender! Mehrheit noniinirt werden.
©tirn am politischen Himmel—das soweit vorliegendeit Berichten zu
mreut unier kerndeutsches Wemiith!
I
tos
das nur 5 Prozent ausmachen und
95 Prozent der Deutschen wären ge
gen Prohibition. Tics mögen sich
auch die paar deutschen Herren Geist,
lichen, die sich schimpslichcrweise Pro
hiditionisten nennen, auf ewig hinter
^die Obren schreiben!—Das freist».
hat alle Ursache mit Ge-
Burdick
Hamm
Wishek
Burdicf
Hanna
Wishek
1a,
1 -h
Im dritten Congreß-Distrikt lie
gen genaue Zahlen nicht vor, aber es
ist als sicher anzunehmen, daß P. D.
Norton über 21. L. Simpson mit etwa
2000Stimmenmehrheit den Sieg da
vontrug.
folge siegte Wishes in sieben Counties
Boiutipstiich kündigte der Cber- des ätnates und in Hettinger Coun
schntissler Watkins noch ^wei Tage tu. von dein noch nicht alle Wahlbeztr
vor der Wahl in der englische» Tages ke berichtet sind, wird er wahrschein
presse an. daß „die Deutschen für Pro lich auch siegen. Der Stand in Hel
Olbiiion" seien! ^mn Beweise dafür |linger Countt) ist wie folgt: Burdick
führte er an, daß er Unterschriften 13, Hanna 440, Wishek 436. Die
von über 600 Deutschen in Nord Da
sota habe, welche sich für Prohibition
erklärt hätten, freilich giebt es auch
unter uns Deutschen schwarze Schare
welche vom Prohibitionsfanatismu«
und Prohibitionsschwindel angehaucht
sind, aber was wollen 600 Stimmen
aus 30,000 besagen? Angenommen
selbst daß 1500 Deutsche Nord-Dako» 5
für Prohibition wäre», würde
siebe» Comities, in denen Wishek
lii'gte, sind die folgenden: Burleigh,
Vogan, Mercer, Mcintosh, Oliver,
Stars und Sheridan. Auch in die
ien st»d die Berichte noch nicht voll
ständig, ^n diesen Counties ist die
•Stimmenabgabe wie folgt:
Burleigh County:
-vanna
Wiilu'f
Dtt St.-ts.«„eitz«, S %fi
McIntosh County
Burdick
!vnnna
^Wishek
Sh.
Oliver C«««ty:
K i
Stark Csuuth:
.4 ls'
'«.
Scherida« Coustt,:
In fünf weiteren Counties dt:
Staates, nämlich in Dickey. Morn r.
McKenzie, Stutsman und Wells er
hielt Wishek eine große Stimmen
zahl und läuft so nahe an Burdirf
und Hanna, daß es nicht unmöglich
ist. daß er auch in diesen (Eountuc
nach Einlaufen der vollen Berichte
i e e e i a N a o e n i
Stimmenabgabe «in diesen 'uin
Counties:
Dickey County:
R»rt»« Couuty:
Wishek
Biiidick
Hanna
Wishek
Burdick 343
Hanno
Wishek "S5
Wells C»u»ttz:
Burdick
Hanna
Wishek
5,702
vcitcs 2,231
Der Mampf der beiden demokrati
schen Gouverneurskandidaten Hell
ström und Muudiou ist ein sehr un
gleicher. Nach bis jetzt vorliegenden
Berichten bekam Hellstrom drei Stim
.160
Aus den Zahlen ist klar ersichtlich,
das? die ^reiheitvliga sich nicht zu Mi a
men braucht, muthig in den Wahl
kämpf eingegriffen zu haben, und mir
hoffen aufrichtig, daß das freisinnige
Element Nord-Dakotas weiter schrei
ten wird auf dem betretenen Pfade-,
Den Prohibitioniften und Muckein
und Weiberrechtlern ist jetzt frfion
klar, das nicht alle Bewohner Nord
Dakotas fanatische Prohibitioniste»
und Zwangsgesetzler sind und sie ha
ben einen heillosen Respekt bekom
men. Cs unterliegt gar keinem ^wei
set, daß die Prohibitioniften und
ftraucnitimmrafjtlcr in Nord-Dâkota
hoffnungslos in der Minderheit sind,
nur vollführen eine handvoll ^atta
tifer einen Heidenlärm und möchten
itns weißmachen, das die Mehrzahl
der Wähler im Staate für Prohibi
tion ist. Wettn je das Prohibitions*
gesetz den Bürgern Nord Dakotas
zur Wiederabstimmung unterbreitet
wird, und das muß mit der Zeit doch
geschehen, bekommen die Zwangsge
setzler die Hosen gehörig ausgeklopft
und dem Prohibitionsschwindel wird
in Nord-Dakota auf eroig der Garaus
gemocht. Dies alles ist nur eine
Jvrage der Zeit und Gelegenheit.
Dem deutschen Clement ober rufen
wir immer wieder zu: „Schaart euch
um das Banner des Staatsverbandes,
gründet Zweigverbände in eurer
Nachbarschaft wo immer thun lich, or
ganifirt euch und bietet dem Mucker
element—denn anders kann matt die
Prohjhitionisten nicht nennen, da 90
Prozent desselben nicht allein trinkt,
sondern saust eine geschlossene
ftront."—Wir haben die Unterstü
tzung des freisinnigen Elementes
aller anderen Nationalitäten im
taate, denn auch sie haben den
chwindel satt. Mit auch nur halb
wegs guter Organisation kann der
Sieg der Vernunft auf die Lauer
nicht ausbleiben! 1
In seinem Heimaths-County Mc
ntosh, welches über 90 Prozent
Deutsche aufweist, siegte Herr Wishek
mit geradezu überwältigender Stim
menmehrheit. Man besehe sich diese
Zahlen: Hanna 76, Burdick 19,
Wiihek 883 Stimmen! Die Deutschen
sind iiir Prohibition, heult die engli
sche Tagespresse und mit ihr einige
Herren der Geistlichkeit.—Wer lacht
da?
AnS dem Kampfe um die Woattua
tion fiir das Gouverneursamt auf
dem demokratischen Ticket ging F. O.
Hellstrom mit fliegenden Fahnen
siegreich hervor und erhielt beiläufig
dreimal mehr Stimmen als sein Geg
rter Oliver Knudson.
5
.543
.766
.857
doqan County:
Burdict
Hait»a
Wishek
Alles bester Filz mit Filz-Kopsstnck,
Wimpel, Buchstaben und Mascot in
richtigen Farben. Dies schöne Sorti
ment postfrei versandt für 5(Hund
5c für Porto.* Bestellt jetzt. 5
62
.164
.543
Mercer County:
Burdick
Hanna
Wishek
Itttg auf den Ausfall der Vor
^zurückzuschallen!
.118
.196
.429
Wir verkaufen Laad vou $7 prr Acker
aufwärts. Man wende sich an On»»bt
& Rieder, K»x Bi»«arck,
O E
MCKENZIE
m*« etel| »0« Bismarck"
Absolut Jeukrülher
«ach Suropäischcm Muster
Gut genug für Jedermann
Doch zu gut für Niemanden
Nur das beste von Allem
Und zu mäßigsten Preisen
i
,M5
McKenzie Couuty:
17
i9
StutSma« County:
Amerikanische Prohibitions-Doktorra
schwatzeu Unsinn.
In einer Verfamnilung der
„Homeopathic Medical Society of
Philadelphia", die im Hahnemann
College in Philadelphia neulich statt
fand, wurde das Thema Alkohol be
handelt. Dr. W. A. Pearson, Proses
for der Chemie an genanntem Col
lege, Dr. George F. ^aidlow, Profes
sor der Medizin am „New Jork
Homeopathic Medical College", und
Dr. Henry Klopp, Direktor des
„Allentown State Homeopathic Hos
pital for the Insane", bestritten, daß
Alkohol vom ärztlichen Standpunkte
beurtheilt von Werth sei. Der Erst
genannte bestritt, daß Alkohol zu den
Nahrungsmitteln gezählt werden
könnte, der Zweite behauptete, das
Alkoholgenuß die Widerstandskraft
des Menschen gegen Krankheiten her
absetze. und Dr. Klopp erklärte, daß
unter den männlichen Irren zwanzig
bis dreißig Prozent Alkoholiker seien,
unter den weiblichen etwa ein Viertel.
Es ist eine bekannte Thatsache, daß die
Herren Aerzte gewöhnlich von ertre
nten Fällen die Wirkung des Alko
hols beurtheilen, wenn sie selbst der
Prohibitiottsbewegung zuneigen. Es
besteht aber ein großer Unterschied
zwischen Alkoholikern, die starke Spi
rituosen trinken, und mäßigen Trin
kern. welche mit Recht Bier und leich
tenWein als Genuß- und Anrcgungs
mittel betrachten. Zur Widerlegung
der.medizinischen Extremisten in der
Alkoholfrage, wie wir sie hierzulande
häufig finden, seien hier die Gutach
ten einiger deutschen Autoritäten wie
dergegeben, welche Anspruch auf
Weltruf als Forscher und Gelehrte
haben.
Prof. Pr. Paul von Baumgarten,
Professor der pathologischen Ana
tontie und Bakteriologie in Tübingen,
erklärte: „Völlige Enthaltsamkeit
vom Genuß geistiger Getränke ist wis
senschaftlich unbegründet." Der Ge
heime Rath Prof. Dr. C. Friedrich
Mosler, Professor der Patholgoie und
Therapie und Direktor der tnedizini
schen Klinik in Greifswald, hat sich
wie folgt geäußert: „Ich halte voll
ständige Abstinenz für unmöglich."
Der hervorragende Irren- und Ner
ven-Arzt, Prof Dr. Carl G. Pelmann
von der Universität Bonn, sagt: „Ich
kann der jetzt hervortretenden Nei
gung zur Abstinenz nicht beipflichten."
Der Direktor des Pharmakologischen
Instituts der Universität Leipzig, Ge
heimer Medizinalrath Professor Dr.
Rudolph Bohrn, schreibt: „Ich halte
absolute Abstinenz für unpraktisch,
weil ein mäßiger Genuß von alkohol
haltigen Getränken ebenso nützlich
sein kann, wie er bisweilen schädlich
ist." Geheimer Rath Prof Dr. Hugo
Schulz, Professor der Arzneiwir
kungèlehre an der Universität Greifs
DjH, giebt folgender Anficht Aus-
5
Für Ihre Klause
2)ale und Harvard, jedes 9 bei 24
Zoll. Princeton, Cornell, Mi
chigan, jedes 7 bei 21 Zoll.
ST?
f.y ?'i 't
Preise:
Zimmer mit heißem und kaltem Wasser $1.00
per Tag mit Waschzimmer $1.25 mit Badezim
mer $1.50, $2.00, $2.50 bis $4.00 zwei Perso
tten in einem Zimmer zu anderthalden Preise.
u b- s k 2 6 n n a u w s
Mittags Imbiß 35t
Abends Diuuer. 50c
Mahlzeiten per Speisekarte zu jeder Stunde
Nur rin Prric fiir Alle
Beste 22K Goldkronen $5.00 Zahnziehen mit Gas 1.50
Beste Porzellans rotten .... 5.00 Goldfüllungen aufwärts ... 1.50
Bridge Arbeit per Zahn 5.00 Beste Silber Füllungen 1.00
tiunent Füllungen 50 Zahnreinigen 50
.jiTimaitszicHen 50 Ein feines Gebiß für 10.00
i 1 Stunden: 8.30 morgens bis 8 Uhr Arbeit aus zehn Jahre garantirt
abends Erfahrene Zahnärzte
Prompte Aufwartung
druck: „Tie derzeitige Neigung zu
vollständiger Abstinenz ist entschieden
Übertrieben." Geheimer Rath Prof.
Dr. Ziegler in Freiburg im Brek-gau
schrieb: „Ich möchte einer Kritik der
fanatischen Führer der Prohibitions,
bemegung überhoben werden. Meine
Kritik mag zu scharf ausfallen."
Prof. Dr. Erwin von Esmarch, Pro
fefsor der medizinischen Hygiene und
medizinischen Chemie an der Univer
sität Göttingen und Verfasser des
berühmten Schulärztlichen Hygieni
schen Tafchenbuches, hat Folgendes zu
sagen: „Ich habe in Staaten, in wel
chen drastische Proliibitiousgesefee be
stehen, persönlich die Beobachtung ge
macht, daß eine zu weit gehende Pro
hibitionsbewegung mehr Unheil als
Nüven bringt." Der Geheime Hos
rath Pros. Dr. Wilhelm H. Erb, Pro.
lessor der Medizin und Direktor der
medizinischen Klinik in Heidelberg,
einer der Führer der neueren Ner'
veitlicilkunbe, äußert sich wie folgt:
„Ich halte es für unmöglich, den Ge
brauch von alkoholhaltige» Getränken
unter civilifirteu Nationen abzuschas
feit, ohne schädliche Ersatzmittel an
deren Stelle zu osferiren." Pros. Dr.
Gustav Chr. F. .Hauser. Direktor des
Pathologischen Instituts der Univer
sität Erlangen, eine Autorität auf
dem Gebiet der Blutuiitersuchung.
kommt zu folgendem Schlüsse: „Die
moderne Alkoholphobie. welche jeden
Genuß vou alkoholhaltigen Getränken
verhindern sucht, erscheint mir, um
es milde auszudrücken, als eine un
begreifliche Uebertreibung." Der Ge
heime Rath Prof. Dr. Max Joffe, Di
reftor des Laboratoriums für Phar
makologie und medizinische Chemie
an der Universität Königsberg, er
klärt „xch kann mich der Theorie
absoluter Abstinenz nicht anschließen.
Ich bin im Gegentheil überzeugt da
00». daß ein mäßiger Genuß guter
alkoholhaltiger Getränke gesunden
Erwachsenen nicht schädlich ist." Prof
Dr. Erich Wernicke, Direktor des
Hygienischen Instituts der Universi.
tät Breslau schreibt: „Die Behaup
tung Forel's und anderer fanatischer
Prohibitioniften, daß ein mäßiger Ge
nuß von Alkohol schädlich ist, ent
spricht nicht den Thatsachen."
StaatS-Vereinigung gegen Frauen
stim ntrtcht
Fargo, N. D., 17. Juni.
Mk^viiren Ihnen dmrftor, wenn
Sie nachstehenden Bericht in den
Spalten Ihres werthen Blattes ver
öffentlichen würden:
In Anbetracht der Thatsache, daß
kommenden November, gelegentlich
der staotswahlen, den Stimmgebern
auch ein Zusatz zur Staatsverfassung,
welcher Frauen das Stimmrecht er
theilen soll, zur Abstimmung vorliegt,
haben wir es für gut befunden, der
BewkjMg für HLänstuumrecht ent-
HMMiU4ilUaiiep?^|m'
Lunch-Zimmer in Verbindung, offen Tag und
Nackt.
Zu folgenden Preisen findet man Quartier im
McKenzie:
Zimmer mit heißem und kaltem Wasser und
drei Mahlzeiten, $2.10 per Tag heißes und kal
te§ Wasser mit Waschzimmer, $2.35 mit Bade.
zimmer, $2.60.
Elektrische Personen« und Fracht-Fahrstuhle
Gesellschaftszimmer in» siebente» Stockwerk
(*tflcntf)ümcr Gtytnübtr Zialsnhofpark. Pismarck, N. ?.
u
f, f'otnrxon (miner S n
ämmarek, S th
Ichieden entgegenzutreten, da die mei
sten Frauen gegen Frauenstimmrecht
sind.
Um gegen Frauenstimmrecht zu ar
beiten, haben die Frauen des Staa
tes Nord-Dakota, welche Frauen
stimmrecht opponiren, am 3. Juni in
Fargo N. D. eine Vereinigung ge
gründet und eineVersammlung einbe
rufen, in welcher viele Frauen aus
über zwanzig Städten Nord-Dakotas
anwesend waren.
Fräulein Minnie Bronson, Sekre
tär der nationalen Vereinigung ge
gen Frauenstimmrecht, war zugegen
und war bei der Gründung behilf
lich. Die nationale Vereinigung toar
außerdem vertreten durch Fräulein
Marjorie Dormatt aus New Aork.
Frau N. C. ^outtg aus Farge
wurde zum Präsident der Staatsver
einigung Nord-Dakota gewählt, und
zusammen mit ihr bilden Frau W. v
Howe und Frau D. B. Holt die Exe
futivbehoröe. Frau E. L. WisweL
aus Fargo wurde zum Sekretär ge
wählt.
Ferner wurden folgende Vizepräfi'
denten gewählt:
Frau C. N. Fries aus Lakota
Frau H. G. Chaffee aus Amenia
Frau T. L. Beiseker aus Fessenden
Frau C. W. Plain aus Miltoit
Frau W. I. Reynolds, Westhope
Frau L. B. Dochtennatt, Williswii
Frau I. G. Gundersoit aus Alteta
Frau E. B. Goss aus Bismarck
Frau R. H. Bosard aus Minot
Frau C. E. Wolf aus Wahpeton
Frl. M. O. Movius, Lidgerwood.
Die Exekutive wird ein Comite er
nennen. welche über den ganzen
Staat Nord-Dakota Anhänger der
•In# Frauenstimmrechtsbewegung
Werben wird.
Die Vereinigung ersucht um Zu
idiriften und Mithülfe seitens aller
grauen und Mädchen in Nord*TakO'
ta, welche gegen Frauenstimmrecht
sind und sich für diese Bewegung in
tereffiren.
a u N o u n
Präsident
Es freut uns, zu bemerken, daß die
Frauen und Mädchen in Nord-Do
sota eine Vereinigung gründeten um
gegen Gewährung des Stimmrechts
der Frauen zu arbeiten. Die oben
flenannteti Damen zählen zu den
höchststehenden im Staate Nord-Do
koto, und diese Bewegung beweist Fr
Genüge, daß selbst in den höchsten
Kreisen der Frauenwelt dem Frauen'
stimmrecht opponirt wird, und
zeigt audi, daß nur eine gttmffe IHflfft
Frauen das Stimmrecht verlangt.
Unter solchen Umständen steht zu er
warten, daß Frauenstimmrecht int
November in Nord-Dakota mit gro
ßer Mehrheit »irdergestimmt werden
wird. -m

BISMARCK PRINTING COMPANY
^rrfitieqi'! er
Entered eeeend-eleee metter, Hey 2,1912,
et the M»t office et Blemerck, N. D-, ander the
Act es
PeWehed Every Thuredef, et Blemerck, 1*. D.
Subecriptlen Price 91.SO per Annum
e i s e n e A e n o n W a k e
Hanna 22,277
Burdick 19,187
Wishek 12,700
Steen 13,200
Tharalson 12,089
Putnam 8,536
Berg 6,187
Für Eisen bah«-Com
missare:
Anderson 15,381
Mann 14,501
Stutsman 14,107
Collins 10.740
wieder 10,980
7,890
Midtbo 1,490
Für Congrehmaun 2. Distrikt:
Noting 10,794
Turtle 7,371
Burdick 111
Hanna 120
Wishek 7
Burdick
Hanna 159
Howard Specialty Compaatz
Danton, Ohio.
Schöne College Pennants
Die Union Zahn-Aerzte
Office im Patterson Mock Telephon 113 Bismarck, R. D.
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