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Der Staats=Anzeiger. (Rugby, N.D.) 1906-current, July 02, 1914, Image 6

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Stadt und Land
Abonnirt auf den Staatè-Anzeiger.
£err Gottfried l'eischner aus Vehr
v
T. war am Samstag in Bismarck
i & stattete audi dem 5taats-?ln,Kl
einen gerngesehenen Besuch at.
Wenn in Bismarck angekommen,
i gen Sie ab im deutschen Gasthaus
Herrn John Haas. Gute Zim
und eckt deutsche Kost. Nur zwei
^iotf östlich vom Soo Bahnhof. (29
Herr Nif Braun aus Goldstone
"Wmtana kam am Freitag hier an
'.:'D weilt im Hause seines Bruders
"ji v Ndelin Hierselbst. Herr T^aun ge
o, ist, wenn er Arbeit bekommt, eine
_u',:lang hier zu bleiben.
Ichreibmaterialien aller Art,
lobaf, Cigarren, und alles wa? Rau
eher brauchen, sowie Zuckerwaaren
und s? weiter, findet man in der 5.
Strafet Buchhandlung. Es wird
deutsch gesprochen! (24-ob)
C. W. Henzler verkaufte seine
Automobil Garage an Herrn D. C.
Rand aus Jamestown, der am 1.
Juli das Geschäft übernahm. Herr
Henker und Familie werden im No
vember, wie wir Hören, nach Califor
tiien verziehen.
Kodakbilder prompt entwickelt.
Wenn Sie die betten Bilder miinstfen,
senden Sie Ihre Kodakaufnahmen
uns zu zur Entwickelung. Bestcllun'
gen von auswärts sind erwünscht.
Holmbor, Photograph,
(38*&q) Bismarck. N. D.
Die Nachmittagsvorstellung des
Tollmar Bros. Cirkus am Montag
wurde durch strömenden Regen sehr
beeinträchtigt und oerkürzt, aber die
Abendvorstellung war vollständig.
Infolge der Verkehrsstockung aus der
N. P. Bahn blieb der Cirkus auch
Dienstag noch hier und gab nachmit
tags Vorstellung.
Herr und Frau Sebastian Schmalz
aus Hague N. D. kamen am Mon
tag nach Bismarck zum Besuch ihres
Schwiegersohnes Konrad Wingerter
und ihrer Tochter Agatha Schneider.
Sit' beabsichtigen, heute wieder nach
.Hause zu fahren, und statten auch der
Redaktion einen Besuch ab. um sich
die Druckerei zu besehen.
Wenn Sie nach Bismarck kommen,
steigen Sie ab im Bismarck Hotel.
Europäischer Plan. Zimmer mit
heilem und kaltem laufenden Waster
zu nur 50 bis 75 Cents, Preis für
zwei Personen $1.00. Hotel lit No.
217 Vierte Straße, direkt nördlich
vom Grand Pacific Hotel. Man
besteige den Grand Pacific Lmnibus.
Wir sprechen deutsch! Um freunMi
chen Zuspruch bittet
Frank Mischer,
(g.ba) Geschäftsführer.
Leicht ermüdet. „Die geringste
Anstrengung." schreibt Herr John
Schultz von Hubter, Okla., „ermü
dete mich, und mein Blut schien in
schlechtem Zustande zu sein. Eben
falle hatte ich große Schmerzen in
den Knien. Keine Medizin half mir,
bis ich Alvenkränter gebrauchte. Es
ist sicherlich die beste aller Medizinen.
Ich fühle mich setzt vollständig wohl.
Das Müdigkeitsgefühl. und ebenso
auch die Schmerzen in den Knien,
find verschwunden."
form's Alpenkräuter ist keine
Apotheker-Medizin. sondern ein ein
faches, zeiterprobtes Kräuter-Heil
mittel, welches dem Publikum direkt
durch Spezial Agenten geliefert wird,
die ernannt werden von den Her
stellern, £r. Peter Fahrnen & Sons
Co.. 19—25 So. Hoyne Ave.. Chi
cago. III.
Bismarck und Umgegend wurde
am Freitag von einem wolkenbruch
artigen Regenguß heimgesucht, wel
cher in der Stadt Schaden zum Be
trage Tausender Tollars anrichtete.
Der Regen setzte kurz nach sechs Uhr
abends ein und fiel mit solcher Hef
tigkeit, daß die Abzugskanäle sich als
unzureichend erwiesen und das Wasser
stellenweise safeties in den Straßen
stand und über die Bürgersteige floß.
Verschiedene an den .Hauptstraßen
gelegene Erdgeschoße füllten sich mit
Wasser und alle Anstrengungen der
Herbeigerufenen Fcuerleute, die Flu
then in die Abzugskanäle zu leiten,
blieben erfolglos. Im Erdgeschoß
des McKenzie Hotels stand das Was
fer einen Fuß tief und im Erdge
schoß im Patterson Block an der
Main Straße, wo sich Knott's Bar
bierstube und Krall's Schneiderwerk
statt, befinden, stand das Wasser gar
über vier Fuß tief und richtete be
deutenden Schaden an. In der
Nähe der Apple Creek Station, etwa
sechs Meilen östlich von Bismarck,
waren die Geleise der N. P. Bahn auf
50 Fuß Länge gänzlich unterwaschen,
wie auch die Geleise der Bahn westlich
von Bismarck, sodaß eine totale Ver
kehrsstockung eintrat. Auch an der
nach Norden und an der nach Süden
führenden Soobahn hatte der Regen
die Eisenbahnfahrt sehr gefährdet,
und die Züge hatten von 6 bis 18
Stunden Verspätung. DaS hiesige
Wetteramt berichtet, daß in einigen
Stunden drei Zoll Regen siel. Noch
am Dienstagabend, als wir zur Presse
gehen, ist der Bahnverkehr gehemmt
und bis jetzt sind nur wenige Züge
durchgekom««.
Wir geben nachstehend die Namen
der bei den Vorwahlen, siegreichen re
publikanischen Kandidaten für Aem
ter in Burleigh County. Die De-
mofrateii scheinen in diesem County! de? Jubelpaares im Kreise einer gro
gar keine Rolle zu spielen, denn statt
einem vollen Ticket hatten sie nur
zwei Kandidaten auf dem Stimmzet
tel—leider
heriffvslmt zwischen den Kandida
ten French und Barnes, doch lassen
wir die Dahlen, soweit erhältlich, für
sich sprechen:
Tounty-Auditor-^Flaherch
Faleontzr
Schatzmeister—Prater
Casselman
Sheriff—French 769
Gerichtsschreiber—Fischer .996
Trygg .401
Staatsanwalt—Berndt 808
McCurdn .625
Grnerbiehl .232
Hedstrom ... .68
Herr August Tape, der als Kan
didat für Commissar im 4. Distrikt
im Felde war, zog sich einige Tage
vor der Wahl von dem Wettbewerb
zurück.
Schreibmaterialien aller Art,
Tabak. Cigarren, und alles was Rau
cher brauchen, sowie Zuckerwaaren
und so weiter, findet man in der 5.
Straße Buchhandlung. Es wird
deutsch gesprochen! (24-ob)
Der frühere Polizist Chris. Mar
tinson wurde am Donnerstagnachmit
tag an der Ecke der 5. Straße und
Broadway von Hülsssheriff Ed. Bar
nes auf brutale Weise hinterrücks an
gefallen, zu Boden geschlagen und
schamlos mißhandelt. Zwischen bei
den herrschte böses Blut, weil Martin
son angeblich bei den Vorwahlen ge
gen Barnes, der als Sherissskandidat
im Felde stand, arbeitete. Barnes
versetzte Martinson, der ihm den
Rücken zuwandte, von hinten einen
wuchtigen Schlag in's Genick. Mar
tinson siel zu Boden und als er sich
erheben wollte, und noch halb be
täubt mar, schlug Barnes ihn wieder
nieder und sprang schließlich aus ihn
und richtete ihn mit den Atnüven sei
ner Schuhe geradezu entsetzlich zu.
Nach letzten Berichten wird Martinson
wahrscheinlich aus einem Auge er
blinden und anderweitig zeitlebens
entstellt bleiben, wenn er überhaupt
mit dem Leben davonkommt. Der
feige Angreifer stellte sich gleich da
raus dem Polizeirichter Casselman
und wurde um $r und Kosten bestraft,
aber eine weitere Anklage wird ge
gen ihn erhoben, bei der dieser er
bärmtid) feige Unmensch nicht glimpf
lich davonkommen dürfte. Hier soll
te die volle Strenge des Gesetzes wal
ten!
In der vierten Ward ging e$, wie
gewöhnlich an Wahltagen, auch dies
mal wieder drunter und drüber.
Diese Ward ist gewissermaßen das
Sturmcentrum der Stadt, und wir
glauben es ist hohe Zeit, daß dem dort
bei solchen (Gelegenheiten herrschenden
groben Unfug ein Ende gemacht wird.
B. Mousso. einer der Wahlrichter der
Ward, Hatte kaum 'estien Sitz eilige
nommen. als er von Sheriff Barnes
verhaftet wurde unter der Anklage,
zwei Flaschen Schnaps verkauft zu
haben. Auch Matt. Clooten. Besitzer
eines Leihstalles, wurde unter dersel
ben Anklage arretirt. Beide^ blie
ben auf freiem Fuß, aber am Sams
tag wurden beide aus Betreiben des
Oberfchnünlers Watkins wieder vcr
haftet, da bei einer Untersuchung im
Clooten Leihstall zwei Tutzend Fla
schen Bier und auch ein Tutzend Fla
schen Schnaps gefunden wurden.
Clooten wurde auf seine eigene Ver
antwortung hin freigelassen, aber
Mousso wurde eingelocht.^ Montag
morgen wurden beide im Stadtgericht
verhört, machten aber keine Aussa
gen und so wird die Sache im Kreis
gerietst vorkommen. Clooten gab
$250 und Mousso $500 Bürgschaft.
Wir glauben, auch diese Klage wird
den Steuerzahlern des Countys wie
der mchloS eittcn utiicii Gatzen Geld
soften.
«ettertteeke i» dn Evo-aelische»
(w|t
Sontagmorgen um 10 30 Predigt
und um 11 30 Sonntagsschule.
Sonntagabend um 7 Uhr fugend«
Versammlung und um 8 Übt Predigt
Mittwochabend um 8 Uhr Betver
sammlung.
Freitagabend um 8 Uhr Sing
übung.
lUfe. fc Paswr.
t\L.itxSr. -Iz
Ier Staat-.
Äu^eiger, Bismarck, .. ben 2. )uli.
(feierten filbernr Hochzeit
Herr und Frau William Laist Be
gingen am Donnerstag ihr 25jähn
ges Ehejubiläum und das frohe Er
jeigttife wurde abends im kosigen Heim
ßen Anzahl geladener Gäste und
Freunde gebührend gefeiert, wo bei
läufig hundert Besucher ihre Gratula.
tionen darbrachten und einige genuß-
Xie Republikaner also wählten für i reiche Stunden verlebten. G.ine hat
~egIlatu rinitg 1 ieder die Herren Iten auch wir unsere innigen Wünsche
Xarrk-, Hornau und Williams. Heiß Idem Paare mündlich überbracht, aber
namentlich war der Kampf um das wir waren leider geschäftlich daran
verhindert, wie das oft bei Zeitungs
schreiben! der Fall. Herr lind Frau
Laif! zählen zu den angesehnsten
Deutschen in Bismarck und Burleigh
Countn und sind allgemein bekannt
und beliebt, wohnen sie doch seit bei
läufig 30 Jahren unter uns.
.809
.555
.981
.454
Die fröhliche Festgesellschaft ver
blieb bis frühmorgens im gastlichen
Haufe des Jubelpaares, welches bei
dieser Gelegenheit auch reichlich mit
kostbaren und passenden (beschenken
von hiesigen wie auswärtigen Freun
den bedacht morden war. Mit Aus
nähme des iilteilen Sohnes William,
der in Montana auf seiner Heimstätte
weilt, waren alle Glieder der Familie
auf der Silberhochzeit zugegen.
Herrn und Frau Laist hiermit
nochmals unsere herzliche Gratula
lion. Möge es ihnen beschieden sein,
auch die goldene Hochzeit in gleicher
Weise bei guter Gesundheit und
Wohlergehen zu feiern!
Der öoffeter
Obgleich die Gebrüder Gollma? in
folge ungünstigen Wetters entschieden
mit ihren Borstellungen hier Pech hat
ten und das beständige Regenwetter
dieselben sehr beeinträchtigten, muß
doch gesagt werden, daß der Cirkus
viel des Neuen bietet und in jeder
Hinsicht den guten Ruf verdient der
ihm vorausgeht. Tie Schaustellun
gen sind durchweg erstklassig und das
Publikum hier wurde von denselben
in jeder Weise zufriedengestellt. Göll
mar Bros. Cirkus ist einer der
besten in Amerika und verdient die
Unterstützung des schaulustigen
Publikums wo immer er auch hinkom
men mag. Wir sind nie zu Lobhude
leien geneigt, aber wir können nicht
umhin, Gollmar Bto8. unsere Aner
kennung zu zeigen.
Aus Nord-Dakota
E»mo»« C»»«ttz.
Kintyre, 25. Juni.
3» unserem Wahlbezirk betheilig
ten Ttch die Stimmgeber nur schwach
an den Vorwahlen. Es wurden zu
sammen nur 27 Stimmen abgegeben,
Bon diesen erhielt Wishes 13, Sage
horn 2 und Jakob Rieder für Eisen
bahncommissär 14 Stimmen. Sage
Horn bekam so wenig Stimmen, weil
er hier garnicht bekannt ist. Tann
auch sei bemerkt, daß die meisten'
Deutschen hierherum Demokraten
sind, welche aber alle im .Herbst für
Wishek, Sagehorn und Rieder stim
men. ivenn sie nominirt werden.
Gruß allerseits an die Leser des
Blattei» ton
Anton Fettig.
Meinem Freunde Adolf Ieske in
Tennewitz Siidrußland freundlichen
Gruß und die Versicherung, daß es
uns herzlich freut, ab und zu aus der
alten Hei math zu hören, wo unsere
Wiege stand.
Wir Tennewitzer aber ersuchen
Freund Ieske, weniger so alte Ge
schichten wie in Nr. 47 zu berichten—
denn lieber Freund, und nichts für
ungut, solche giebt es auch in Ameri
fa genua—sondern mehr Neuigkeiten Jonnten "1,r
(j!: .' erhielten $1.50 für (5mannet
Dob. in Mulm N. T. Die gewünsch-1
te CiVicre geht ihm zu, sobald wir sie
tierc: sonnen. Besten Tank!—Red.
SW. VI it tenter.)
haben wir mir noch einen Tag
biS Vorwahl. Da klopft gar
JRsln. diiv Herz wie ein Gas
mote
in war Cirkus in Kulm
und dt mn viele Freunde und
Bek.' te die man ivit Jahren nicht
iah er war auch überall zu haben,
trots.Vii wir Prohibition haben, und
weil ix- nahe vor der Wahl ist. Ein
Prelln wollte nach dem Gottes
dieiri eine Abstimmung gegen den
Deui'iben Bund vornehme», aber als
die v.'iite das merkten, gingen alle
aus a'r Mische fort. Dann rief er
ihnen nach: .Liebe Brüder, bleibt
doch noch hier, denn id] habe ja noch
nich: .\*n Segen gesprochen," aber sie
gingen alle fort, und er bvfom nur
eine Frauenstimme.
Iit' grüße nun alle Dennewitzer
und Mutter und Brüder, sowie alle
8efer des Staats-Anzeiger.
aus Dennewitz. deren es doch in xj. stunde verweilen. Herr P«
tiem so groszen Dorfe immer geben äugen- und r^eumahsmuvleidi n
must anncr Geburtofallen und polni-j"11^1 ibm baldige JBcu
)d)en Fabeln. Geburtsfälle haben!^ung. Ziinick fuhren wir aus ou
mi, i» hni /Vorm der Schwiegereltern und am
auch wir in Amerika genug, außer bei
den NankeeS und Franzosen, denn
die sind kinderscheu wie die Kalmu
cken.
Am Sonntag den 21. Juni hatten
wir Konfirmation und es waren über
100 Menschen in der Mirche anwesend.
Der Herr Pastor hielt eine ergreifen
de Predigt den Eltern, Patern und
Ä'iittern und tadelte namentlich den
leidigen Umstand, daß so wenige ihrer
Mi »der die deutsche Sprache lernen
und daß dadurch uns das Deutsche
verloren geht. Viele Eltern wurden
durch die Worte des Herrn Pastor zu
Thränen gerührt.
Am 20. Juni hatte in Fredonia
der Deutsche Verein eine Zusammen
fünft, aber es waren nicht alle Mit
glieder zugegen. Es thut mir leid,
daß nicht alle Deutsche der Umgegend
der Versammlung beiwohnten. Herr
tithrcr, Präsident des Centralbundes.
hielt eine gute Rede und wir sagen
ihm Dank dafür. Tanken kostet fein
Geld, aber jener Farmer meinte: be
zahle deine Sache, dann brauchst du
nicht zu denken.
Vergangene Nacht hatten wir wie
der einen nichtigen Regen und alles
steht in voller Pracht. Wenn der liebe
Gott uns vor Unwetter und Schaden
behütet, heimsen wir dieses Jahr ei
fute iituU ei#« .c
Bewirthung.
wtie»
Soeben bin ich von meiner ersten
Bciuchsreiie nach Harnen 'Ji. wie
der ui Haute angelangt, und ich muß
sagen, es ist dort eine schöne Gegend.
Die ieise verlies and) gut, aber mir
batten einige Unniiiielmilichfeiten.
In Jamestown verpaßten wir den
Zug und mußten übernachten. Ilm
5:3ii morgens gings weiter nach
Pallet) City, wo wir am 7:30 anka
men wieder zu spät, denn der Zug
der 2oolinc geht um 5:50 dort fort.
Wir mußten also warten bis 8:30
abt'iuVö und rieten deshalb zuerst F.
Ell ui Harvey auf, damit dieser den
Schwiegereltern wissen lasse, daß wir
12 nachts in Harvey ankommen und
daß sie uns abholen möchten. Aber
die Schwiegereltern wohnen 7 U
Meile von Harvey und haben kein
Telephon. Herr Ell that sein Bestes
und telephonirte an die :»'ad?bars
Icute, zuerst an Adam Lesmeister,
aber vergeblich, dann an Anton Pols
der Abhaltung hatte, und so war bei
unterer Ankunft in Harvey Niemand
da und wir mußten im Hotel nächti
gen. Um 4 Uhr morgens probierte
ich selbst und rief Adam Lesmeister
telephonisch auf, ober der schlief wo Iii
feit, und so probierte id) Nick Grad.
Da Nick gerade in Canada weilt, hat
Jeine Frau wohl nur mit einem Auge
iteuiilslfen, denn sie antwortete und
grollte wissen, was es um vier Uhr
morgens schon neues gäbe. Ich bot
sie, ob sie nicht Kasimir Braunagel
wissen lassen wolle, daß wir in Harvey
auf ihn warten und er uns holen
solle. Tie Frau war auch so gut uns
den Gefallen zu thun. Es ist wohl
etwas starker Tabak die Frau um
vier Uhr aus dem Bett zu jagen we
gen solcher Sache, aber besten Tank,
Frau Grad. Ilm halb 8 Uhr kam der
Schwiegervater angesahre» mit einem
großen Buggy, sodaß wir alle Plan
hatten und um 9 Uhr waren mir
ichon auf der Farm, wo wir einarnVr
zum ersten Male begrüßten. Nach
dem Frühstück nahmen wir die Farm
in Augenschein, müssen aber benier
ken, daß sowohl die Feldsrudst wie
die Gartenerzeugnisse hinter denen
hier zurück sind. Nadimittags bestich
ten mir John Lesmeister und blick n
bis abends und sagen ihm herzlich
Tank. Abends waren wir wieder im
Elternhaus und vergnügten uns bis
spät in die Nacht. Am folgenden
Morgen besuchten wir Herrn und
Frau Beut}, aber, da ich auch meinen
Freund Rudolf Frank besuchen woll
te, spannte Herr Lesmeister ein und
wir fuhren nach Selz, trafen eher
Herrn Rudolf und Frau erst auf ihrer
Farm an. Die Begrüßung war her'
Ii* nach siebenjähriger Trennn na
ivcicii als vergangenes Jahr in
Aichardton. Auch das ganze Fest ver
lief besser.
Gruß an Gevatterinann Joseph
Bolz, der ja auch dabei gewesen sein
'oll. Bitte ihn. etwas darüber zu
id) reiben. Gleichfalls grüßen ihn
Emanuel Frank und Melchior
Schwengle! Anton Bolz,
von Joseph
McHknry Connfti.
Karlsruhe, 25. Juni.
Die Cruteausjiditeii wären Hier bis
jetzt ziemlich gut. doch ist der Boden
ziem lid) trotten und wenn wir in
den nächsten Tagen keinen Regen be
font men, kann die Ernte noch schlecht
aussalle».
In der vorigen Sonntagnacht
wurde Hier iti beide Grocer »laden
eingebrochen und im Mercantile La
den haben die Spitzbuben die Geld
spindc mit Dynamit gesprengt, aber
dod) die ihiire nicht mitbringen sön
nen. Trotzdem viel Geld in der
Spinde war, mußten sie leer abziehen.
Nur Waaren im Werthe einiger Dol
lars nahmen sie mit.
Im Ridmrtiton Bolkssreund wird
viel über die sogenannte „gelbePresse"
geschrieben. Auf der einen Seite
schimpft das Blatt über diese und auf
der anderen Seite hat es selbn
gelbe" Artikel. So brachte das Blatt
auch eilten Artikel über die vier
Mann, welche von Hier in Icroë wa
ren. Der Artikel ist voll Holm und
Spott gegen diese vier Männer, und
ist dann unterzeichnet: „Zeno." Frei
lich hat der Redakteur des Bolks
freund das als „religiösen" Artikel
ausgenommen, aber id) rathe ihm,
den Katechismus besser zu studiren
und zu lernen, damit ihm klar werde,
daß man an fremden Sünden fein
Theil nehmen soll. Ich kann dein
Bolkssreund beweisen, daß er in
Marlsruhc keinen Leser hat der Zeno
heißt. Da hat der StaatsAnzeiger
iii Herrn Brandt doch einen bedeutend
besseren Redakteur, gleichwohl er kein
Msltbolik ist. Ich kenne zwar den
Dickkopf ...'jeno" so beiläufig, und
menu er sieh nicht bald besser aufführt,
könnte er leicht vom Schreiber dieser
seilen Ohrfeigen bekommen.
mit
Stephan Xorwcr.
Gtark C»»»ty.
Dickinson, 22. Juni.
WtM hier waren auch vi^le^Leute
auf dem Katholikentag in Stras
burg N. D. Einige meinten zwar,
daß es ihnen übel ergehen werde,
wenn sie dorthin kommen, weil sie
Niemanden kennen und auch keine
Freunde dort haben und weil die mei
sten alte Kolonisten sein würden, ober
es ist alles viel besser ausgefallen als
man erwartet hatte und die Besucher
berichten alle, daß es auf dem Katho
likenfest in Straßburg prächtig her
ging, schöner als je zuvor. Viele ha
ben auch gemeint, sie werden wieder
fünf Cents für ein Glas Wasser zah
len müssen, wie in Richardton, und
daß auch ärgerliche Vorfälle vorkom
men wie dort, aber setit wird berich
tet, daß es an nichts fehlte und die Be
fucher können Straßburg nicht ge
nug loben. Es fehlte weder an gu
tem Essen noch an geistigen Geträn
itnX tS-Worx fpi tljfl fofffPT Q€*
Felir Eberle
Freise & Tohn
f(Ut|d|(
Anzüge nach Maaß
Reinigen und üârfre»
un» Reparatur
ÄOf Itfrrit put nur idmrUflvn«! gemocht
zu niojjigcn l'rnft n
81» Viert« »tr. let«»*#» 94
vt»«arâ, 9t. T.
besseren
l'Uu'
J,11".1
1
Farm der Schwiege
Abend nach Harvey, wo wir uns i'tc
ein Uhr morgens bei Herrn Ell tn i
weilten. Wir danken allen Freun
den und Bekannten und den ©chnm'
flercltern für freundliche Aufnahme
tf
100
schöne
bunte Postkarte»
Darunter viele hnbfdir. seltene Bil
der schöner Modelle und ech«»
spielerinuen, wir auch riet
selbstsülleude FüU-Feber
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zahlbar in otlrn Weltthetlen
oueflrfti'iu
ètcherhett»süch«r zu verbiethe»
Zinsen bezahlt an Ztiitiiilaften 1
Tampfbrizuiist t^lrftriidire Vicht
Tiirdmne motrrii
^olacc Azotes
A. A. ¥»d»mn, (Fificntt).
Per Tag tl.25 und aniwiltts
Per Woche ^*».00 und aufwärt»
(Muts ,'(tmmrr
Lchmcnthaslr Mablzolrn
Mam Stras,e 91. $.
^mportirte Bücher und Zeitschrif
ten im Staats-Anzeiger.
Eifenwaaren
Beseht bit Waaren selbst
Nehmt nicht das Wort
eines Anderen über den
Werth derselben. Viele
Eisenwaaren sind theuer
um jeden Preis. Glaubt
nicht Alles was ihr
hört und seht über niedrige Preise der Catalog-Häuser.
Wir bedienen euch besser
Waaren zu gleichen Preisen. Glaubt auch
dieses nicht, einfach weil wir es sagen. Jeder behaup
tet die besten Waaren zu haben. Wir laden euch ein
unsere Waaren zu besehen und mit anderen zu verglei
chen. Wir dann zufrieden mit euerem Urtheil.
M«t« ®t*«fce 9t. f.
Gras» Mähmaschinen $3.40
bis zu #12.00
Gartenschlauch von lOc
bis 20c per Fuß
Wir Haben die besten Spaten, Schanfeln,
Hacken, Rechen, und alle Gartenwerkzeuge
fff

Die Wahl in Burleigh C»»th.
Barnes 721
Countyrichter—Bradley 730
Fort G88
Com. 1. Distr.—Patterson .406
Com 2. Dist.—Ellison 67
Boelter 58
Com 3. Distr.—Monroe 75
Com. 4. Distr.—^Davies 22
Pesonen .... 8
Tape 0
Logan Couath.
Fredonia. 23. Jȉ
Johann Haag.
Dickry County.
Oases, 15. Juni.
Schneider
ART PORTRAYAL CO.
X. 8. S o to r, Uroiihrnt
I. P. iPolr r, Vizepräsident
». H. Nu?«. Jr.. »flfflm
Bismarck Hardware
French u. Welch Hardw.Co.

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